Matrix

Matrix

Softcover
3.8211

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Description

Eine Geschichte von weiblicher Gemeinschaft und Macht. Ein Fest der Erzählfreude, der Erfindungskraft und des Intellekts. Das neue Meisterwerk von Lauren Groff.

Marie ist siebzehn Jahre alt, groß und ungelenk und nach allgemeiner Ansicht ungeeignet für die Ehe und das höfische Leben. Sie verehrt ihre Königin, Eleonore von Aquitanien, doch die verstößt sie mit einem Lächeln: Marie soll Priorin eines abgelegenen Klosters werden, irgendwo im Schlamme Englands, fern von den zärtlichen Zuwendungen ihrer Dienerin. Lebendig begraben in der Gemeinschaft verarmter, frierender, hungernder Nonnen – ausgerechnet sie, die aus einer Familie von Kriegerinnen stammt und alles andere als fromm ist. Doch in der Abgeschlossenheit des Klosters findet Marie für sich und ihre Schwestern ungeahnte Möglichkeiten von weltlichem Einfluss, Wohlstand und neuer Gemeinschaft.

Matrix erzählt die Geschichte einer fehlbaren Heldin: einer Frau – kriegerisch, imposant, machtbewusst, hingebungsvoll –, deren Visionen verlorengehen, wie so viele Stimmen starker Frauen im Lauf der Geschichte. Der neue, flirrend aufregende Roman von Lauren Groff erweckt sie zum Leben und beschwört die utopische Kraft weiblicher Kreativität in einer korrumpierten Welt.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
320
Price
14.40 €

Author Description

Lauren Groff, 1978 geboren, lebt in Gainesville, Florida. Ihr Roman Licht und Zorn ist einer der größten Erfolge der amerikanischen Literatur der vergangenen Jahre. Er stand ebenso wie Matrix und ihre Erzählband Florida auf der Shortlist des National Book Award.

Posts

45
All
5

Weibliche Stärke, Glaube und Macht

Der Roman spielt zu einer Zeit, in der Frauen bestimmte Rollenbilder zu erfüllen hatten und wenn sie dies nicht taten nur zu gerne abgeschoben wurden. Auch Marie passte nicht in das Rollenbild einer Frau und wurde ins Kloster gebracht. Dort schafft sie allerdings das, was Frauen damals nur schwer schaffen konnten. Sie erlangte Macht und Stärke und erschafft ein Kloster sondergleichen. Ihr Weg ist sehr beeindruckend, auch wenn man vielleicht nicht alle Schritte nachvollziehen kann. Ich persönlich habe etwas Zeit gebraucht um in das Buch zu finden, konnte es dann allerdings kaum aus der Hand legen.

2

„Did Marie truly think she would one day be married off? She, a rustic gallowsbird? Three heads too tall, with her great rough stomping about, with her terrible deep voice, her massive hands and her disputations and her sword practicing?“ Trotz der unkonventionellen Darstellung des Lebens von Marie de France im Kloster habe mich bei diesem Stoff gelangweilt.

3

Die Geschichte von Marie wird erzählt. Sie wird von ihrer Halbschwester der Königin in ein Kloster gesteckt, als Priorin. Nach Startschwierigkeiten, führt Marie das Kloster zu einigen Erfolg und Wohlstand.

5

Poetisch und faszinierend

Die Lebensgeschichte einer Nonne und eine detailfreudige Beschreibung des harten, aber auch beseelten klösterlichen Lebens im England um 1200. Aber vor allem die Geschichte einer modernen Frau, die ihrer Zeit ganze Jahrhunderte voraus ist. Eine wunderschöne poetische Sprache voller Anspielungen. Hab’s geliebt.

1.5

Historischer Roman, der mir leider nichts geben konnte. Am Anfang hatte ich noch gedacht, das könnte etwas ganz Besonderes werden, aber dann hat mich die Autorin immer mehr verloren.

4

Der Roman Matrix stand schon länger auf meiner Wunschliste und es hat sich gelohnt zu warten. Was für ein tolles Buch - so anders und interessant. Die Protagonistin Marie wächst in der Erzählung als Person, was wiederum zum Wachstum des Klosters führt. Eine Anführerin, die sich ihrer Macht bewusst ist, die Fähigkeiten ihrer Mitmenschen wertschätzt und sie gezielt einsetzt. Eine Anführerin, die trotz ihrer Leitung eines Klosters an ihrer Beziehung zu Gott zweifelt und sich auf Ihre Vision und Intuition verlässt, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen. Eine Frau, die nur wenige Menschen wirklich an sich heranlässt und diese trotz allem sehr liebt. Eine Frau, die sich gegen alle Widerstände hinwegsetzt und die Regeln der damaligen Zeit missachtet.

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5

Das 2. Buch von Lauren Groff, das ich gelesen habe und welches mich erneut mit ihrem einvernehmenden und hochtragenden Schreibstil sowie dem Aufbau der Geschichte sehr fasziniert hat. Marie als Hauptcharakter strahlt eine enorme Willenskraft und Autorität aus, von der ich mir so die eine oder andere Scheibe abschneiden könnte. Mit dem Cover konnte ich anfangs nichts anfangen, aber habe dann im Laufe der Seiten verstanden worauf es sich bezieht. Insgesamt ein Highlight.

5

Definitiv ein Lese-Highlight!

Erzählt wird das Leben von Marie im 12. Jahrhundert. Frucht einer Vergewaltigung, aber doch irgendwie von königlichem Blut, landet sie nach dem Tod ihrer Mutter am Hof von Königin Eleanore von Aquitanien, für die sie eine heimliche Verliebtheit und große Verehrung empfindet. Doch von der Königin wird sie verstoßen. Sie soll Priorin eines abgelegenen und verarmten Klosters werden. Nachdem sie die Schmach der Verbannung überwunden hat, beschließt sie ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Nach und nach baut sie das Kloster zu einer wohlhabenden und einflussreichen Gemeinschaft auf. Dabei helfen ihr unternehmerisches Geschick und kluges Taktieren. So entsteht eine Gemeinschaft von Frauen, der es gelingt, sich mitten in der hierarchisch und patriarchisch aufgebauten katholischen Kirche einen sicheren Freiraum zu schaffen. Dies mittelalterliche Welt wird vollkommen von Frauen beherrscht. Die mächtigen Gegenspielerinnen um das Schicksal des Klosters sind Königin Eleanore und - inzwischen Äbtissin - Marie. Im ganzen Buch wird kein Mann namentlich erwähnt. Männer bleiben schattenhafte und gefährliche Randfiguren, deren Einfluss es sich zu entziehen gilt. Die eigentlich nicht besonders gläubige Marie hat später im Leben immer wieder Visionen der Jungfrau Maria, die zur Umsetzung von Großbauprojekten rund um fad Kloster führen. Im religiös geprägten Mittelalter kann man gegen Visionen nicht argumentieren. So wird das Kloster von den fleißigen Nonnen nach und nach zu einer schwer erreichbaren und autark funktionierenden Anlage umgebaut. Marie ist eine wunderbar vielschichtige Heldin, visionär, machtbewusst und intrigant und gleichzeitig voller Fürsorge und (auch körperlicher) Zärtlichkeit für Ihre Nonnen. Auch sprachlich ist "Matrix" ein außergewöhnliches Buch. Statt wörtlicher gibt es nur indirekte Rede. Insgesamt ein tolles Lese-Erlebnis und eine Empfehlung!

5

Ein bewegender Roman über weibliche Stärke und Gemeinschaft unter Frauen. »Denn diese Gemeinschaft ist wertvoll, hier haben selbst die Verrücktesten, die Ausgestoßenen und Schwierigen einen Platz, innerhalb dieser Mauern gibt es selbst für die am schwersten zu Liebenden genügend Liebe.«

Groffs Geschichte über Marie, ein junges Mädchen, das vom Hof der Königin in ein verarmtes Kloster “verbannt” wird, hat mich sehr berührt. Man begleitet Marie über ihr gesamtes Leben im Kloster und bekommt mit, wie sich ihr anfänglicher Wunsch und ihre Hoffnung, das Kloster irgendwann verlassen zu können, in Liebe und Kampfgeist für diese neue Welt, die sie für sich und ihre Schwestern aufbaut, entwickelt. Im Laufe der Geschichte hatte ich mit Marie zu kämpfen und habe mich dabei immer gefragt, wie man ihr Verhalten wohl bewertet hätte, wenn es sich bei ihr nicht um eine Frau gehandelt hätte. Ich fand es sehr spannend, wie Groff mit diesem ambivalenten Verhältnis gegenüber Frauen, die sich ihrer Macht bewusst sind und diese für die eigenen Interessen einsetzen, gearbeitet hat. Am Ende der Geschichte konnte ich mich mit Maries Charakter versöhnen. Das Buch hat mich wirklich begeistert, das Setting an einem Kloster und die verschiedenen Rollen und Beziehungen haben mich sehr fasziniert. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man traurig ist, die letzten Seiten zu lesen und überlegt, ob man sich diese nicht besser noch “aufspart”. Daher eine absolute Leseempfehlung!

2.5

Der Anfang und das Ende waren gut, aber in der Mitte des Buches hat mich die Geschichte nicht abgeholt.

4

Toller Roman über eine starke Frau im Mittelalter.

Am Anfang hatte ich so meine Probleme in das Buch reinzukommen und ich habe immer wieder überlegt, ob ich es abbreche. Ich bin nicht so die Leserin von historischen und kirchlichen Romanen😕. Aber dann hat mich Marie’s Charakter und ihre Geschichte doch gefesselt und irgendwie auch fasziniert☺️. Es ist eine feministische Geschichte über eine Frau, die sich im Mittelalter in einem Kloster ihr eigenes Reich schafft und mit anderen Frauen zusammenlebt und dieses auch verteidigt. Ein eher spezielles Buch. Eine tolle Sprache und sehr schöne Beschreibungen. Für alle die gerne Romane über starke Frauen im historischen Kontext lesen 👍.

5

Extrem gut

Matrix ist kein cosy Roman den man so wegliest, er ist ein historischer Roman über sehr starke Frauen. Er gibt, bei aller Fiktion, Einblick in das Leben in einem Nonnenkloster des Mittelalters. Nimmt sich der Hauptcharacter Marie mehr Rechte als ihr wegen ihres Geschlechts zustehn? Ja, aber das heisst nicht das es nicht durchaus so hätte sein können, zumal das Kloster ja auch eher als klein und abgeschieden beschrieben wurde, zumindest zu Beginn, am Ende sieht es deutlich anders aus. Marie wird auch von verschiedenen Menschen, unter anderem ihrer Halbschwester vor den Gefahren ihres Weges gewarnt, und sie bedenkt sie auch bevor sie ihren Weg geht. Leider, aber auch das ist nicht ungewöhnlich, mangelt es Marie's Nachfolgerin an Mut den Weg weiterzugehen, was hätte sie erreichen können. Alles in allem eine sehr stimmige Story, die zudem auch nicht ganz unrealistisch ist und die Spaß machte zu lesen.

5

Was für ein ungewöhnlicher historischer Roman mit einer so starken Protagonistin und ihren feministischen Ideen. Spannend, berührend und inspirierend zugleich. Ich habe das Buch in vollen Zügen genossen.

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4.5

Ein sehr besonderes Buch, das mich sprachlich sehr begeistert hat: die Geschichte um die Äbtissin Marie spielt im Mittelalter, wird aber nicht in altertümlichen Worten erzählt. Dennoch schafft es Lauren Groff mit ihrer Erzählweise eine historische Atmosphäre zu schaffen. Wenn ich etwas zu bemängeln hätte, wäre es der fehlende Spannungsbogen. Aber insgesamt ist es ein beeindruckendes Buch, das aus Sicht einer Frauengesellschaft in einem Kloster in England ganz unterschiedliche Fragen verhandelt: Was bringen Macht und Herrschaft über andere mit sich? Was bedeuten Fortschritt und Reichtum für Mensch und Natur? Welche Rolle spielt es, wer Macht ausübt? Welche Bedeutung kommt der Religion zu? Was könnten Frauen leisten? u. v. m.

3

Kann man lesen, muss man aber nicht.

Die Geschichte beinhaltet einige interessante Elemente wie die Ermächtigung von Frauen abseits des Einflusses von Männern, dem Alltag in einem mittelalterlichen Kloster oder der Vermischung von Glaube und Größenwahn. Die Handlung plätscherte jedoch vor sich hin. Konflikte und drohende Gefahren wurden nicht genug herausgearbeitet, auch die Entwicklung der Nebenfiguren musste ich suchen. Man rauscht geradezu durch die Jahrzehnte, die die Geschichte umfasst, ohne dass viel hängenbleibt.

3

Puh, das hat es mir ziemlich schwer gemacht. Der Anfang war gut und ich war sehr gespannt, was da noch kommt. Für mich zu wenig, ich fand die Story beinahe schon langweilig… Sehr schade! Viele fanden das Buch ganz großartig, aber ich fühls leider nicht 🤷‍♀️

5

Im Buch geht es um Marie, welche von ihrer Halbschwester, der Königin, in ein Kloster geschickt wird. Das ist schon fast ein Todesurteil, da das Kloster arm und von Krankheit geplagt ist. Marie übernimmt jedoch schon bald einen hohen Posten und macht sich daran, ihr Kloster für ihre Schwestern und sich selbst zu stärken. Daraufhin dürfen wir ihr gesamtes Leben begleiten und sehen, wie sie sich für das Kloster einsetzt. Also erst einmal: Was für ein fantastisches Buch! Mich konnte das Buch absolut abholen. Ich empfinde die Geschichte als sehr inspirierend und habe es genossen, wie Marie sich den patriarchalen Ideen der Zeit entgegengestellt hat und ihre Schwestern beschützt hat. Das Buch handelt von weiblicher Stärke. Die Protagonistin ist stark und lässt sich nicht unterkriegen. Sie ist wahrlich nicht perfekt, aber so lebensecht und beeindruckend, dass ich sie wahnsinnig lieb gewonnen habe und es genossen habe, sie in ihrem Leben und ihren Vorhaben begleiten zu dürfen. Das Buch handelt von sapphischen Frauen, was vor allem vor dem historischen Hintergrund ausgesprochen spannend ist. Das Kloster war beispielsweise als Zuflucht für Frauen da, die nicht mit Männern verheiratet sein wollten. Marie steht eindeutig auf Frauen und das prägt ihren christlichen Glauben, was auch wahnsinnig faszinierend ist. Ich finde, das Buch zelebriert Frauen und ist sehr feministisch. Es gibt natürlich Stellen, die von dem für die Zeit typischen Sexismus geprägt sind, aber Marie darüber triumphieren zu sehen, hat mich regelrecht euphorisch gestimmt. Der Schreibstil ist etwas untypisch, aber hat zumindest meinen Lesefluss nicht gestört. Es war flüssig zu lesen und konnte mich super fesseln. Das Buch hat mich persönlich absolut begeistert und wer Interesse hat von sapphischen, feministischen Nonnen zu lesen, dem kann ich dieses Buch nur nahelegen.

4

4,5 Sterne England, Mitte der 12. Jahrhunderts. Nach dem Tod ihrer Mutter ist Marie eine Halbwaise; ihren Vater kennt sie nicht. Doch was sie weiß: Er war blaublütig, ein Teil der französischen Krone - und er hat ihre Mutter vergewaltigt. Mit allem, was sie hat, flieht sie an den Hof ihrer Halbschwester, Königin Eleanore von Aquitanien. Sie verehrt, hegt brennende Gefühle für sie, doch Eleanore verstößt sie: Marie sei ein Schandfleck auf ihrem Hof, so groß und ungelenk, geradezu hässlich, gänzlich ungeeignet für die Ehe und das höfische Leben. Fortan soll sie in einem abgeschiedenen, ärmlichen Kloster leben und es als Priorin leiten. Einsamkeit, Abschätzigkeit auf beiden Seiten, Fluchtgedanken. Doch je mehr Zeit Marie mit ihren Schwestern verbringt, desto entschlossener wird sie, dass sich etwas an ihren Lebensumständen ändern muss. Getrieben von Zorn und dem Wunsch um Anerkennung, und erfüllt von ihrem Glauben, will sie einen Ort erschaffen, der ihnen Unabhängigkeit und Wohlstand verschafft, an dem sie sicher sind vor Gewalt und bösen Blicken. "Marie spürt, wie es in ihr stärker wird, und labt sich gierig daran. Und trotz ihres Gelübdes, ihres Gebets auf der furchtvollen Flucht vor dem Teufel wird ihr klar: Sie will mehr davon." (S. 169) POV: Du bist bei einer Kostümparty eingeladen. Motto: Superheld*innen. Man reiche mir den Habit und die Holzschuhe, tonight I’ll be Marie the Matrix, coming from God’s grace and pig poo. Zornige Anführerin, loyale Freundin und talentierte Künstlerin – mit Marie de France hat Lauren Groff auf Grundlage loser, historischer Überlieferungen eine Protagonistin neu interpretiert oder viel eher erschaffen, die ihresgleichen sucht. Mit unglaublich klugen und kraftvollen Worten lässt sie die junge Frau an all den Aufgaben, die ihr das Leben stellt, wachsen, über sich hinaus und in ihre neue Rolle hinein, lässt sie ob der Macht, die sie durchströmt, in allen Facetten ihres Wesens strahlen. In eindrücklichen Bildern gewährt sie nicht nur Einblick in Maries Innerstes, ihre Kreativität, ihre Sinnlichkeit und geheimen Sehnsüchte, die sie gekonnt zu befriedigen weiß – selbst ist die Frau –, sondern zeigt auch die Dynamiken innerhalb der Schwesterngemeinschaft und in Interaktion mit der Außenwelt auf: die Entstehung von Sympathien und Antipathien, Vergeltungssucht und Neid. Und nicht zuletzt: innigster Zuneigung, Lust und Vertrauen. Ich habe Marie in ihrer Eigenwilligkeit und ihrem Biss, für das einzustehen und zu kämpfen, was sie erreichen will, sehr liebgewonnen. Zu keinem Zeitpunkt ist sie auf ihren eigenen Vorteil aus, sondern stets das Wohl der Gemeinschaft, ihrer Schwestern und Freundinnen, bedacht. Doch es sind gerade ihre verletzlichen Momente, wenn die Einsamkeit sie übermannt, die Haut einer Aprikose sie an die zarte Berührung ihrer ehemaligen Dienerin und Freundin Cecily erinnert, sie vor Liebe übergehende Lais für Eleanore verfasst und sich im Schreiben von Fabeln verliert, in denen sie für mich am stärksten war. Denn wahre Stärke zeigt sich gewiss nicht durch Muskelkraft. Bis zuletzt war ich gefangen in den Strahlen, der Heldinnenreise der Matrix, und der von Stefanie Jacobs sprachlich hervorragend eingefangenen Atmosphäre. Und dann: Buch zu. Aufwachen, ankommen, oh weh, es ist schon Herbst? But the books shines on and on and... Große Empfehlung!

4

Das war anders. Klug. Kein historischer Roman, sondern eher ein feministisch geprägter Blick auf eine bestimmte Epoche und eine Gemeinschaft von Frauen. Manches hätte ich aber nicht in diesem Detailgrad gebraucht.

3

Vorweg: Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Selten war ich so zwiegespalten nach Beenden eines Buches. In der Geschichte geht es um Marie, die königlicher Abstammung ist, jedoch dank ihres Wesens und ihrer Erscheinung in ein abgelegenes, verarmtes Kloster verbannt wird, um die Leitung dessen zu übernehmen. Marie gewöhnt sich nach Startschwierigkeiten immer mehr ein und geht nach einiger Zeit voll in ihrer Rolle als Äbtissin auf. Sie macht es sich zur Lebensaufgabe, das Kloster zu einem Ort zu machen, an dem ihre Nonnen sicher und geschützt sind vor all dem Bösen in der Welt. Man merkt bei der Lektüre immer mehr, wie sehr sie ihre Nonnen liebt und sich mit ihnen tief verbunden fühlt. In diesem Part der Geschichte zeigt sich der feministische Hintergedanke sehr gut. Wir sollten uns alle "verschwestern" und nicht immer so sehr gegeneinander arbeiten, denn nur so können wir stärker werden und uns in einer männlich dominierten Welt behaupten. Trotzdem erschloss sich mir die Geschichte nicht immer ganz und ich habe zum Teil wirklich lange gebraucht, den Text, welcher in einer doch etwas gehobenen, altertümlichen Sprache verfasst ist, zu lesen. Gerade die Art und Weise, wie der Text geschrieben bzw. übersetzt wurde, hat mich aber auch sehr beeindruckt, denn ich denke, dazu sind nicht viele in der Lage. Man merkt, dass die Autorin unfassbar viel Zeit in die Recherche gesteckt hat (die Figur der Marie gab es wirklich!) und dass einfach wirklich viel Arbeit in dem Buch steckt. Deshalb kann ich dem Buch auch keine schlechtere Bewertung geben. Jedoch war die Geschichte für mich zum Teil einfach zu abstrakt, zu wenig greifbar und, vor allem auch, weil ich selbst keinerlei Zugang zu Religion habe, vielleicht einfach nicht so ganz mein Thema.

3.5

Eine Geschichte über die junge Marie, die trotz königlichem Blut ins Kloster verbannt wird und sich emanzipiert.

„Gott ist in Wahrheit kein unsichtbares Elternteil, keine Sonne, die die Erde wärmt und Samen aus dem Boden lockt, sondern das Nichts im Inneren des Selbst.“ Als Leser:in begleitet man Marie vom Tag ihrer Verbannung in ein verarmtes Kloster bis hin zu ihrem letzten Atemzug. Zu Beginn der Geschichte ist sie ein unscheinbares gar hässliches Mädchen, das als Bastard des Königs ins Kloster geschickt wird, ohne jemals an Gott geglaubt zu haben. Obwohl Marie in ihren ersten Tagen lieber sterben würde, als unter ihren Schwestern im Kloster zu leben, entwickelt sie sich zu einer starken Äbtissin voller Kampfgeist unter der das Kloster floriert. Mit der Zeit entwickelt Marie einen tiefen Glauben, der abseits der patriarchalen Strukturen der Kirche seine Güte entfaltet. Ich hatte im Laufe des Buches ein eher ambivalentes Verhältnis zu Marie – eine einzigartige Protagonistin zwischen Egoismus und Selbstaufgabe. Matrix enthält super viele spannende Gedankengänge, die in Form vieler Metaphern gestreut werden, mir teilweise aber zu wenig Raum bekommen haben. Es ist ein Buch, dass sich für mich viel damit beschäftigt, wie viel Wert eine Frau aufgrund ihrer Optik hat und welcher Platz in der Gesellschaft damit einhergeht: „Marie habe alles geschenkt bekommen, nicht zuletzt den ungeheuren Segen der Hässlichkeit.“ Das historische Setting des Romans hat mir sehr gut gefallen. Wie in „Die weite Wildnis“ hat Lauren Groff es geschafft politische und feministische Themen in ein historisches Gewand zu gießen, ohne das sie deplatziert wirken. Mein Kritikpunkt: Es gab sehr viele Zeitsprünge und daher viele verschieben Höhepunkte, weshalb es mir teilweise schwer viel mich in der Geschichte fallen zu lassen. Es wird sehr schnell und oft Spannung aufgebaut, die aber auch schnell wieder abfällt. Trotzdem eine absolute Leseempfehlung meinerseits!

5

Wunderschön geschrieben, unvorhersehbar, große Themen ohne aufgesetzt zu wirken.

3

Lebensgeschichte einer französischen Nonne im England des 12. Jahrhunderts

Lauren Groff erzählt die Geschichte der Marie de France, einer Adligen des ausgehenden 12. Jahrhunderts, die von der Königin in ein Kloster nach England geschickt wird. Die Leserschaft erfährt von Maries Anfängen als Novizin im Kloster und begleitet die Protagonistin bei ihrem Aufstieg, welcher mit dem Wachstum und der Fortentwicklung des Klosters einhergeht. Die Leser*innen erhalten einen Einblick in die Gedankenwelt der Menschen im Hochmittelalter und Maries zahlreiche Visionen lassen Rückschlüsse auf die Frömmigkeit der damaligen Zeit zu. Zudem werden Maries besondere Gaben der Leserschaft deutlich vor Augen geführt. Bemerkenswert fand ich, dass das Buch komplett ohne männliche Personen auskommt. Dennoch gebe ich zu, dass es mir schwerfiel, mich in die Handlung einzulesen und in die Gefühlswelt der Protagonistin einzutauchen oder diese nachzuvollziehen. Sprachlich gelingt Groff aber ein interessantes und außergewöhnliches Werk. Für all diejenigen, die an den Geschichten von starken Frauen und an historischen Romanen des Mittelalters interessiert sind, lohnt sich die Lektüre von "Matrix" sicherlich. Ich persönlich fand das Buch lesenswert, gebe aber zu, dass es mir in seinen Details wohl nicht überdurchschnittlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Lebensgeschichte einer französischen Nonne im England des 12. Jahrhunderts
3

Wo es keine Männer gibt

An welchem Ort stehen Frauen wohl auf so besondere Weise im Fokus wie in einem Kloster? Diese Frage hat die Autorin in ihrem Roman über eine mögliche Version des Lebens von Marie de France beantwortet. Bis zu ihrem Tod begleiten wir die Protagonistin, wobei mir einige Jahre etwas zu schnell durchs Land gingen. Lieber wäre ich in manchen Augenblicken an Maries Seite geblieben und hätte mehr Details ihres Alltags nachvollzogen. Die Protagonistin wurde zwar als starke Persönlichkeit, nicht aber ohne Fehler gezeichnet, was ich sehr passend fand. Auch die beiläufige Thematisierung von Sexualität und Liebe in dieser besonderen Umgebung kam nicht zu plump daher. Aufgrund der vielen Zeitsprünge und Maries doch recht sachlicher Persönlichkeit blieb sie mir jedoch bis zum Ende etwas fremd - daher leider kein Highlight aber ein interessanter Bereich der Historie.

4

Lauren Groff stand schon lange mit "Licht und Zorn" auf meiner Leseliste. Mit ihrem neuesten Werk "Matrix" wollte ich dann allerdings nach langem wieder einmal einen historischen Roman ausprobieren und habe damit absolut die richtige Entscheidung getroffen. Nach langem hin und her, das Buch auf Deutsch oder Englisch zu lesen, habe ich mich für die deutsche Version des Buches entschieden, letztendlich auch wegen des Vokabulars. Die Übersetzerin Stefanie Jacobs hat außerdem den richtigen Vibe übertragen, trotzdem bin ich öfters über Kommata gestolpert und musste Sätze 2-3 mal lesen. Das Buch handelt von der gesellschaftlich als nicht schön geltenden Marie und porträtiert ihr gesamtes Leben und ihre Errungenschaften als Leiterin eines Klosters. Ihre Freundschaften, die Beziehung zur Krone sowie die Eigenständigkeit der Nonnen haben viele feministische Momente und sind spannend in die Zeit (12. Jahrhundert) eingefügt. Dazu kommen immer wieder kleine queere Momente, was mich sehr gefreut hat. Leider ging es mir an manchen Stellen zu schnell und die Zeitsprünge waren etwas groß, was natürlich dem Fakt geschuldet ist, ein ganzes Leben abzubilden. Ich habe mich jedoch gern in den Details verloren und hätte gerne mehr dazu gelesen. Lauren Groff hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass auch historische Romane interessant sein können!

3.5

Feministischer Historienroman

Lauren Groffs Kurzgeschichtensammlung Florida hat mich beeindruckt, weshalb ich unbedingt Matrix lesen wollte. Außerdem war ich schon immer ein kleiner Geschi-Fan … Die Verwebung von feministischen Themen in einem Historienroman habe ich so noch nicht gelesen, das war spannend! Marie wird als Mädchen in ein Kloster geschickt, zu hungernden, verarmten Nonnen. Sie steigt zur Leitung auf und verwandelt diesen heruntergekommenen Ort im Laufe ihres langen Lebens in einen pulsierenden Garten Eden und wir begleiten sie dabei. Interessant, teilweise etwas schräg, nicht gerade mitreißend, aber ich bin froh, es gelesen zu haben. Es war erfrischend anders!

5

Ein ganz besonderes Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Die Geschichte einer starken Frau, die in einer für Frauen unwirtlichen Zeit ihren ganz eigenen Weg geht und wahre Größe erlangt.

2

Lauren Groffs Geschichte um die adlige Marie, die im 12. Jahrhundert zu einem Leben als Nonne gezwungen wird, hatte eigentlich alles und doch ist es bei mir nicht besonders gut angekommen. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mich wirklich in die Geschichte eingefunden hatte, da war ca. ein Drittel der Handlung bereits vorbei. Und ich musste auch jedes Mal, wenn ich das Buch weglegte und danach erneut zur Hand nahm, wieder hineinfinden, was für mich deutlich am Schreibstil lag. Das ganze Buch ist im Präsenz geschrieben, was ich für einen historischen Roman als nicht besonders passend empfinde. Ich weiß, dass Lesende sich damit direkt im Geschehen befinden sollen, aber es ist immer noch ein historischer Roman, die Dinge sind vergangen und dürfen und sollten auch gerne so geschildert werden. Schwierig war für mich außerdem die Abwesenheit von direkter Rede mit Anführungszeichen. Das hat das Lesen für mich zusätzlich erschwert, weil ich nie so richtig sicher sein konnte, welche Person sich äußert, oder ob es nur Gedanken sind. Maries Charakterentwicklung von der jungen Frau, die im Kloster nur ihr Verderben sieht, bis zur Äbtissin, ist durchaus nachvollziehbar. Was ich jedoch schade fand, war, dass die anderen Nonnen im Gegensatz zu Marie doch eher blass bleiben und jede nur ein oder zwei definierende Charaktereigenschaften besaß. Dementsprechend ist mir auch keine besonders im Kopf geblieben. Das Leben im Kloster ist anschaulich beschrieben, da hätte es für mein Dafürhalten aber auch gerne etwas mehr Alltag geben können. So wurden fast nur die besonderen Momente geschildert, das war mir zu wenig. Das Ende war - wie aber auch erwartet - sehr anti-klimatisch. Es plätscherte so vor sich hin und dann war es irgendwie vorbei. Nicht, dass ich noch einen Paukenschlag am Ende gebraucht hätte, aber der Ausklang des Buches hat nicht dazu beigetragen, dass es mir lange im Kopf bleiben wird. Grundsätzlich ein netter historischer Roman, der mir aber nicht viel Mehrwert gebracht hat.

3

Klosterleben

2,5 Sterne Erst einmal muss ich sagen das mir die Bewertungen von dem Roman 'Matrix' von Lauren Groff sehr schwer fällt. Ich finde das Cover sehr schön, aber auch in Kombination mit dem Titel erklärt sich mir null der Zusammenhang zum Buch. Es ist gut geschrieben, etwas ungewöhnlicher Stil der einen länger am Buch lesen lässt als gewöhnlich. Aber die Art war schon irgendwie kunstvoll und das macht es mir so schwer...die Story an sich fande ich nämlich oftmals zu langatmig und meine Augen sind über die Wörter geflogen bis wieder was interessantes kam. Es geht um Marie, zu einem Teil adelig und durch einen Seitensprung gezeugt. Durch ihre Herkunft darf Sie bei der Königin am Hof leben, aber gerne gesehen wird es nicht. Dadurch das Marie auch wahnsinnig groß, grob und laut Buch sehr hässlich ist, schickt die Königin Eleonore sie in ein einsames und verarmtes Kloster. Marie ist davon gar nicht begeistert und tut sich schwer mit dem eingewöhnen. Aber nach und nach mausert Sie sich zu einer sehr bedeutenden Nonne und schafft es das Kloster aus der Krise zu holen. Der Roman zeigt anhand der Nonnen wie unheimlich stark Frauen schon immer waren und natürlich noch heute sind. Den feministischen Teil der Geschichte mochte ich sehr. So im großen und ganzen war es jetzt nicht so ganz mein Fall, aber ich bin mir sicher das es einige Leser anders sehen werden.

3

Leider nicht ganz meins. Marie, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, kam mir nie nah

3.5

Bin noch nicht sicher, ob ich die Protagonistin mag :/

3

Gabz okay... mit der zeit etwas langamtmig

4

Konnte mich sehr gut unterhalten

5

Ich habe dieses Buch gekauft, ohne es mir genauer anzuschauen. Dementsprechend hatte ich auch absolut keine Erwartungen an das Buch, was vielleicht auch der Grund ist, warum ich so positiv überrascht von dem Buch bin. Vor dem Lesen hätte ich vermutlich niemals gedacht, dass mir ein Buch gefallen könnte, dessen Geschichte von Nonnen handelt, aber ich wurde eines besseren belehrt.

4

Über dieses Buch gibt es sehr viel zu berichten: Ein Buch über Feminismus im Mittelalter? Ist das möglich? Ja es ist! Marie ( deren reales Vorbild als Marie de France bekannt ist) ist nicht gerade mit weiblichen Attributen gesegnet. Eher groß und wenig „lieblich“ entspricht sie so gar nicht dem Bild einer Frau ihrer Zeit. Auch heute hätte sie es mit diesem Aussehen wahrscheinlich schwer. Sie wird von ihrer Königin in ein Kloster geschickt, im dunklen, schlammigen, kalten England. Anstatt sich in Depressionen zu flüchten , kanalisiert sie ihre Wut und ihre Sehnsucht nach Liebe und versucht das Beste aus sich und ihrer Situation heraus zu holen. Sie wird erst Priorin, dann Äbtissin. Sie hat absolut gute Führungsqualitäten, denn sie schafft es den Frauen des Klosters die Aufgaben zuzuteilen die Ihren Talenten am besten entsprechen. So entwickelt sich das Kloster zu einem florierenden Unternehmen. Um es vor äußeren Einflüssen zu schützen fällt Marie immer wieder Neues ein. Eine Matriarchin, die mehr einem weltlichen Weltbild entspricht als einem geistigen. Andere Autoritäten erkennt sie nicht an. Die einzelnen Charaktere prägen mit ihren Wesenszügen das Kloster Leben maßgeblich und bringen es genauso voran wie die Visionen, die Marie immer wieder heim suchen und die der weiter Entwicklung zu Grunde liegen. Mir hat sehr gefallen wie diese weibliche Community (Männer kommen In diesem Roman nicht wirklich vor) mit allen ihren Vorteilen dargestellt wird. Aber auch mit ihren Nachteilen denn, wo viele Frauen eine Gesellschaft bilden gibt es natürlich auch Konkurrenzkämpfe, Neid, Intrigen und den Anspruch auf Deutungshoheit. Eine starke Frau wie Marie muss immer wieder neu denken wie sie die Gemeinschaft aus Nonnen, Gutsherrinnen, Zinsweibern und Oblatinnen zusammenhält. Der Kampf der Nonnen um ihre Autonomie hat etwas sehr modernes und visionäres. Auch die Sexualität dieser weiblichen Glaubensgemeinschaft wird thematisiert. Ich habe mich dabei nur immer wieder gefragt, ob das körperliche Verlangen Männer einbeziehen würde, wenn sie denn da wären. Erst zum Schluss merkt man wie sehr Marie doch mit sich hadert und mit der Frage ob ihr Aussehen eine Gnade oder eine Qual ist, oder der Frage was aus ihr hätte werden können, wenn sie nur die Freiheit gehabt hätte das tun zu dürfen, was sie will. Einen besonderen Abschnitt verdient die Sprache des Buches. Keinerlei wörtliche Rede hat es mir am Anfang schwer gemacht in das Buch rein zu kommen, doch irgendwann hab ich es gar nicht mehr gemerkt. Gespickt ist der Text mit altmodisch wirkenden Worten. Ab und an musste ich einen Absatz 2 oder 3 mal lesen bis ich ihn verstand. Das tat dem Lesevergnügen aber wider Erwarten keinen Abbruch. StefanieJacobs hat ganze Arbeit geleistet. Der Plot hat keinen großen Spannungsbogen, sondern einzelne Ereignisse erzeugen das Gefühl wissen zu wollen wie es weitergeht. Es ist ein wirklich gutes Buch nicht nur über Feminismus und weibliche oder queere Gesellschaften, sondern auch über das Werden, dass Sein und auch das Vergehen.

4

"Altern ist beständiger Verlust; alles was einem in der Jugend essenziell erschien, erweist sich mit der Zeit als verichtbar." Marie, eine entfernte Verwandte Eleonores von Aquitanien wird an ein abgelegenes Kloster gegeben. Als Priorin bringt sie das Kloster zu Wohlstand und erreicht auch einigen weltlichen Einfluss, was nicht Allen gut gefällt. Was für ein epischer Roman. Obwohl das Buch im 12. Jahrhundert spielt wirkt die Geschichte absolut modern und zeitgemäß. Die Themen Emanzipation und Frauenrechte könnte aktueller nicht sein, Marie selber ist modern in ihren Vorstellungen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, man liest das Buch nicht einfach weg. Die Sprache ist sperrig, die Sätze verschachtelt, die Geschichte macht große Zeitsprünge so dass nicht alles zu Ende erzählt wird. Aber was für eine Lektüre, es war richtig spannend und sogar actiongeladen und es hat mich emotional mitgenommen. Aufgrund des doch recht nüchternen Schreibstils bin ich nur leider Marie nie so richtig nah gekommen. Auch die Nebenfiguren, allen voran Eleonore von Aquitanien, bleiben oft blass. Das Ganze liest sich eher wie ein Bericht, denn ein Roman und wahrt immer eine gewisse Distanz. Es gibt einen kleinen Teil der Geschichte, der recht übersinnlich oder besser zum Thema des Buches passend, spirituell daher kommt. Dieser ist aber stimmig eingebaut, das nimmt nicht überhand und ich fand es auch sehr passend zur Geschichte. Ein anspruchsvolles Buch, ungewöhnlich aber absolut lesenswert.

1

I have no idea what this book was about and I pushed myself till page 213 before I gave up. There was nothing to keep me motivated to finish and honestly it was just giving vibes of a reading slump. This book sucked. I don’t get the premise of it or the story. One minute it’s about a nunnery and next I’m reading of sex between nuns and then it’s a mother superior with visions of grandeur that she labels as given by Virgin Mary. Honestly I don’t think I’m picking anymore books from this author. -10/10 would not recommend unless you can decipher the nonsense that was this book. Also if this is supposed to be a retelling of a historical event/people/time, I either no nothing of history or the book was devoid of any direction towards that. I pick the latter. Edit: this was a pile of shit!! I would rather use the pages to wipe my ass.

5

Eine große Geschichte

Nüchtern und dicht, dabei aber poetisch und sinnlich geschrieben. Die Sprache des Romans zieht einen förmlich in die Welt des Mittelalters mit ihrem tiefen Glauben und ihrer unbarmherzigen Lebensrealität. Lauren Groff entspannt im Setting eines erst abgehängten, dann mächtigen englischen Klosters im 12. Jahrhundert die schillernde Geschichte weiblicher Selbstermächtigung. Ihre Marie de France ist eine große Heldin mit Ecken und Kanten, die einen in ihren Bann zieht und bewundernd und nachdenklich zurücklässt.

4

I really enjoyed the story, and I feel that it good very good towards the end. HOWEVER ( I as an non native English speaker), found it sometimes hard to read because I had to look up so many words. I wouldn’t recommend the book in English for non natives. Because I just didn’t understand everything all the time I would give it a 3-4 Stars. Loved Marie though. A great female lead to look up to!

4

Mir wurde ein kostenloses Rezensionsexemplar von NetGalley und Claassen-Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird davon nicht beeinflusst. In dem Titel 'Matrix' der Autorin Lauren Groff verfolgen wir das Schicksal des Mädchens bzw. später der Frau Marie im England des Mittelalters. Marie, eine uneheliche Schwester der Königin, wird von dieser, als für die Gesellschaft absolut unvermittelbare Person, als neue Priorin in ein Nonnenkloster verbannt. Als Abkömmling von Amazonen hat die sehr eigensinnige, intelligente und selbstbewusste Marie große Schwierigkeiten sich in das Klosterleben einzufinden und ihrer eigentlichen Aufgabe Als Führerin gesrecht zu werden. Zunächst einmal muss ich sagen, dass es nicht unbedingt die beste Idee war diesen historischen Roman direkt nach einem anderen historischen Roman zu lesen, der ein paar hundert Jahre später am Hof der Tudors spielt. Ich hatte Schwierigkeiten mich in diese neue Geschichte aus dem früheren Mittelalter einzufinden, zumal 'Matrix' um einiges ruhiger ist, als das aufregendere Leben am Hof der Tudors. Der Schreibstil ist häufig nicht ganz fließend und war für mich etwas gewohnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte des Romans keineswegs langweilig. Sie ist weniger persönlich und nah an den Charakteren geschrieben (wie z.B. "The Other Boleyn Girl") und hat einen recht eigenen Schreibstil. Sie schafft es aber trotzdem zu fesseln und mehr über das Schicksal der Charaktere und des Nonnenklosters erfahren zu wollen. Es ist nicht notwendig, dass man selbst religiös ist, um diesem Buch etwas abgewinnen zu können. Zumal von der Protagonistin auch viele damalige Konventionen in Frage gestellt werden und Selbstständigkeit von Frauen bis zu einem gewissen Maß gefeiert wird. Die Geschichte basiert lose auf den Aufzeichnungen einer französischen Dichterin "Marie de France", über die man aber keine gesicherten Angaben hat. Umso interessanter die Spekulationen, wie viel von dem, was in dem Roman von Groff passiert, auch tatsächlich in der Vergangenheit in dieser Richtung vorgefallen sein könnte. Allerdings sind manche Sachen/Vorkommnisse zugegebenermaßen kaum vorstellbar, wenn man die sehr viel strengeren Sichtweisen über Frauen in der Gesellschaft und die Lebensweise von Nonnen in der damaligen Zeit bedenkt. Man verfolgt gespannt den Versuch der Protagonistin (und teilweise den anderen Nonnen) des Klosters den Ort von der Außenwelt unabhängig zu machen und eine vollkommen sichere Umwelt für die kleine (aber größer werdende) Gemeinschaft zu schaffen. Auch wenn der Schreibstil vielleicht nicht ganz so charaktergebunden ist, fiebert man doch mit vielen Nonnen mit und man hat verschiedenste Charaktere, die ihr Zusammenleben versuchen in Einklang miteinander zu bringen. Der Roman hat auch eine latent sexuelle Komponente, die allerdings, meiner Meinung nach, angenehm dezent untergebracht wird. Hierbei liegt der Hauptaugenmerk auf sexuellen und gefühlsmäßigen Beziehungen zwischen Frauen. Wenn sexuelle Handlungen beschrieben werden, ist es weniger explizite Sprache als Andeutung und Umschreibung. Einige Male wird eine bestimmte Vergewaltigung oder auch im allgemeinen Vergewaltigungen von Frauen thematisiert. Hier also vorsichtig sein, falls Triggergefahr besteht. Fazit: Ich würde den Roman auf alle Fälle empfehlen! Trotz des unglücklichen Einstiegs (mit der Tudor/Boleyn-Geschichte als Vorgänger) hat mich die Geschichte so gepackt, dass ich sie an einem Tag durchgelesen habe.

5

Feministischer, gut geschriebener Roman über eine Adlige, die ins Kloster gezwungen wird, sich aber dort als tolle Führungskraft entpupst

4

Macht hinter Klostermauern Das Leben einer Frau im 12. Jahrhundert war alles andere als leicht. Besonders, wenn sie die uneheliche Tochter des Königs war und dazu kein bisschen weiblich und anziehend. Die 17-jährige Marie ist viel zu groß, ungelenk, derb um am Hofe eine gute Partie zu finden. So wird sie in ein kleines, vollkommen verarmtes Kloster in England verbannt. Nach anfänglichen Hoffen findet sich Marie mit ihrem Schicksal ab. Und sie entwickelt eine unglaubliche Stärke, setzt sich mit Geschick und List über Konventionen hinweg und sorgt dafür, dass ihr Kloster reich und sie selber mächtig wird. Matrix ist ein absolut feministischer Roman über eine rein weibliche Gesellschaft. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Roman über Nonnen im Mittelalter so faszinieren könnte, doch Lauren Groff hat es geschafft, dieser abgeschiedenen und für mich vollkommen abstrakten Welt Leben und Faszination einzuhauchen. Dabei werden die unterschiedlichsten Frauenschicksale beschrieben und die damalige Zeit mit alle ihren Gefahren sehr eindrucksvoll dargestellt. Das ist nie langweilig oder trocken, nur stellenweise nicht ganz einfach zu lesen, vor allem, wenn es um die vielen lateinischen und kirchlichen Begriffe geht. Mein Fazit: faszinierender Roman über starke Frauen in einem finsteren Zeitalter. Sehr lesenswert.

4

Lauren Groff stand schon lange mit "Licht und Zorn" auf meiner Leseliste. Mit ihrem neuesten Werk "Matrix" wollte ich dann allerdings nach langem wieder einmal einen historischen Roman ausprobieren und habe damit absolut die richtige Entscheidung getroffen. Nach langem hin und her, das Buch auf Deutsch oder Englisch zu lesen, habe ich mich für die deutsche Version des Buches entschieden, letztendlich auch wegen des Vokabulars. Die Übersetzerin Stefanie Jacobs hat außerdem den richtigen Vibe übertragen, trotzdem bin ich öfters über Kommata gestolpert und musste Sätze 2-3 mal lesen. Das Buch handelt von der gesellschaftlich als nicht schön geltenden Marie und porträtiert ihr gesamtes Leben und ihre Errungenschaften als Leiterin eines Klosters. Ihre Freundschaften, die Beziehung zur Krone sowie die Eigenständigkeit der Nonnen haben viele feministische Momente und sind spannend in die Zeit (12. Jahrhundert) eingefügt. Dazu kommen immer wieder kleine queere Momente, was mich sehr gefreut hat. Leider ging es mir an manchen Stellen zu schnell und die Zeitsprünge waren etwas groß, was natürlich dem Fakt geschuldet ist, ein ganzes Leben abzubilden. Ich habe mich jedoch gern in den Details verloren und hätte gerne mehr dazu gelesen. Lauren Groff hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass auch historische Romane interessant sein können!

4

slightly power mad prioress carving out a slice of power for herself in the middle ages with just a dash of lesbianism on the side. what’s not to love

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