Im Tal

Im Tal

Hardback
4.2157

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Description

Der neue Roman vom Gewinner des Crime Cologne Award 2022 und des Friedrich-Glauser-Preises 2021

Die berührende Geschichte eines Mannes, der seiner kaltherzigen Kindheit nie ganz entkommt und in die Mühlen der Geschichte gerät

Im Sommer 1897 erblickt Anton Rosser auf einem abgelegenen Hof in der Fränkischen Schweiz das Licht der Welt – ein dunkles Licht mit schwarzen Schatten, die ihn sein Leben lang begleiten. Er lebt dort abgeschieden und allein, bis ihn im Winter 1968 ein Wanderer auffindet, vornübergesunken an seinem Küchentisch, erfroren. Der Arzt bescheinigt einen natürlichen Tod, doch bleiben Fragen.

Im Tal erzählt die Geschichte eines Mannes, der zeit seines Lebens um sein Leben kämpft, doch nicht gewinnen kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
240
Price
22.90 €

Author Description

Tommie Goerz, Jahrgang 1954, lebt als Schriftsteller in Erlangen. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Reihe um Kommissar Friedo Behütuns. Sein 2020 erschienener Roman »Meier« stand auf der Krimibestenliste und wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Bester Roman« ausgezeichnet. 2022 folgte »Frenzel«, für den er den Crime Cologne Award für den besten Kriminalroman erhielt.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
95%
N/A
22%
N/A
70%
N/A
85%
68%
55%
53%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
69%
84%
78%
83%

Pace

Fast100%
Slow0%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (50%)Minimalistisch (50%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

33
All
5

Ein herzzerreißendes Drama 🥺 Gefühlsgewaltig und mitreißend 🌟

Einsiedler, Außenseiter, Vorurteile, schwere Kindheit, Misshandlungen, Krieg und Gewalt, Missverständnisse und Gerüchte - ein Leben in Abgeschiedenheit 🌲🐄🐖🐓🌲 Das Buch erzählt die traurige Geschichte des Außenseiters Toni aus dem Tal 🥺. Es ist herzzerreißend, was Toni alles erlebt hat und welches Schicksal er zu erleiden hatte 😭 Die Schreibweise ist sehr besonders. Kurze Kapitel sowie kurze und präzise Sätze, die so tief sind und einem nahe gehen. Das Buch und der Autor haben mich komplett überrascht und begeistert. Ich war sehr gefesselt und es hat mich aufgewühlt. Aber ich habe es gleichzeitig verschlungen und gehofft. Es hinterlässt mich nachdenklich und tief beeindruckt. Ganz große Empfehlung für alle, die tiefgründige Geschichten mit starken Emotionen lieben 🌟 “Worte schaffen Wirklichkeit, und Wirklichkeit wird, was man will und sagt.” 💔

Ein herzzerreißendes Drama 🥺
Gefühlsgewaltig und mitreißend 🌟
5

Diese Geschichte hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Der Schreibstil von Tommie Goerz ist einmalig gut. Wie schon "Im Schnee" entfaltet sich auch hier das Leben eines einsamen, bedauernswerten Mannes, Toni, der in widrigen Umständen heranwächst und zwei Weltkriege überlebt. Dunkelheit, Gewalt, Schmerz, Elend und Einsamkeit begleiten ihn durchs Leben. Und keiner hilft oder nimmt sich seiner an. Eine Geschichte, die aufrüttelt und anregt, die Augen zu öffnen, um Menschen in Not zu sehen, damit ihnen geholfen wird und niemand solche Nöte erleben muss. Eine traurige Geschichte, ein schlimmes Schicksal. Obwohl es eine fiktive Geschichte ist, leidet man doch sehr mit Toni. Eine Geschichte die durch große Erzählkunst heraussticht und lange nachhallt. Große Leseempfehlung!

4

"Worte schaffen Wirklichkeit, und Wirklichkeit wird, was man will und sagt." Das Buch in Worte zu fassen, fällt schwer. Richtig schwer. So schwer wie das Leben von Toni, Anton, Rosser und er lebt Im Tal n der fränkischen Schweiz. Geboren Ende des 19. Jahrhunderts, lebt er allein mit dem Vater auf einem kleinen, abseits gelegenen Hof. Von Anfang an steht sein Leben unter keinem guten Stern. Der Vater, ein brutaler, empathieloser Mensch, die Mutter tot, gestorben unter dramatischen Umständen, als Toni noch klein ist. Es folgen harte Jahre und Ungerechtigkeit auf Trostlosigkeit. Gewalt in einem ungeliebten Leben. Om Anschlusd dann, zwei Kriege mit noch mehr Gewalt und Kälte, Schlamm und Hunger. Und zwischendurch ein paar gute Jahre mit der Arbeit als Flösser und immer Glück im Unglück. Wenn die Zeiten auf der Alm geschildert werden, klingt es manchmal friedlich. Es ist ganz bestimmt ein tolles Buch. Kurze Kapitel, sachlich geschrieben, leicht zu lesen, inhaltsvoll!! Aber mir war es zu trostlos und schwermütig, zu depressiv. Wer damit gut klarkommt, für den birgt es sicherlich ein Highlight.

5

Eins der besten Bücher in diesem Jahr. Eindrucksvolle Lebensgeschichte.

Das ist mein drittes Buch von Tommie Goerz aka Dr. Marius Kliesch, und ich werde alle Bücher von ihm lesen. Ganz große Liebe. Jedes Wort sitzt. Einfache Sprache, die sehr wirkungsvoll ist. Es ist sehr bewegend und tiefgründig.

4.5

Ein Buch über Einsamkeit

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, ja förmlich inhaliert. Mich haben die Geschichte sowie der Schreibstil sehr in den Bann gezogen. Diese unglaubliche Einsamkeit des Protagonisten kommt in jeder Zeile zum Ausdruck und berührt einen sehr. Das Buch lässt einen mit einem bedrückenden und traurigen Gefühl zurück. Aber dennoch…klare Empfehlung!

4

„Im Tal“ von Tommie Goerz erzählt einfühlsam und ruhig, fast schon unaufgeregt, die Geschichte beziehungsweise das Leben von Toni Rosser. Ein abgelegener Hof, der schon nicht mehr wirklich zum Dorf gehört. Ein Stück Land, das alle nur Im Tal nennen. Dort lebt Toni Rosser alleine mit seinem gewalttätigen Vater, Anfang des 20. Jahrhunderts. Nur einen Nachbarhof gibt es und viel Stille, viel Arbeit, viel Alleinsein. Es folgt das Heranwachsen als Außenseiter, ein Aufbegehren, ein Krieg, dann noch einer. Liebe, Verlust, Schmerz, Einsamkeit, aber auch die Natur, der Gesang der Vögel und das Tal. . Nachdem ich vor einigen Wochen „Im Schnee“ von Goerz gelesen hatte und so begeistert von seiner Erzählart war, musste ich mir einfach auch dieses Buch von ihm lesen. Und soviel kann ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil habe ich mich in die fast schon nüchterne aber gleichzeitig unglaublich einfühlsame Art des Erzählens verliebt. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich kurz gefragt, wohin die Geschichte eigentlich gehen wird, aber ich habe mich einfach jedes Mal wieder darauf eingelassen und mich mitnehmen lassen, als stiller Begleiter und Zuschauer. Und das war auch gut so. Es war wunderschön, tragisch, berührend und traurig Toni Rosser durch die Jahrzehnte zu folgen. . Auch wenn ich kein Freund von literarischen Vergleiche bin, aber ein wenig habe ich mich an „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler erinnert gefühlt. In jedem Fall eine großer Empfehlung für dieses Buch!

Post image
4

Wie düster und hoffnungslos kann ein einfaches Menschenleben geschildert werden? Tommie Goerz: JAAA! Der Roman erzählt uns das Leben von Toni, der als halbwaiser Sohn eines Bauers aufwächst. Seine Kindheit ist geprägt von Gewalt und Lieblosigkeit. Leider bleiben das dann auch die beiden Worte, die seinem restlichen Leben ebenfalls als Überschrift dienen könnten. Das Buch ist deprimierend düster und hoffnungslos. Wir sind der Hauptfigur beim Lesen sehr nah und erleben die Welt aus seiner Perspektive. Dabei müssen alle Ungerechtigkeiten und Unglücke ausgehalten werden, so wie auch Toni sein Leben immer wieder aushalten muss. Seine zum Teil stoische Hinnahme, überträgt sich bei der Lektüre und macht die Geschichte zu einer interessanten Leseerfahrung. Der Schreibstil des Autors ist direkt und unaufgeregt. Das passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Die Kapitel sind kurz, haben aber häufig gewaltig Inhalt, der zum Teil eindringlich, an manchen Stellen aber auch wie Nebenbei erzählt wird. Auch das hat mir gut gefallen. Insgesamt ein lesenswertes Buch, wenn nicht gerade eine Feel Good Lektüre gesucht wird.

3.5

Wenn Schweigen Wunden hinterlässt

Ein erschütternder Blick auf ein Leben: Misshandlung, Sprachlosigkeit und Wut. Zurück bleibt Traurigkeit und die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird.

4

Ein hartes Leben

Ich habe “im Tal” lesen wollen, weil “Im Schnee” mir so gut gefallen hat. Ich habe es auch gern gelesen, in kurzen Kapiteln fliegt man im Rückblick durch das Leben von Toni Rosser, der von einem Wanderer tot auf seinem verwahrlosten, abgelegenen Hof “im Tal” gefunden wurde. Es ist ein tragisches Leben, wie es wohl viele Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts ereilt haben dürfte: Armut, Schläge, harte Lehrjahre und dann… ab an die Front. Und immer wieder die Kälte, menschliche, vor allem aber die Kälte, die Toni immer wieder am eigenen Leib erfährt, in den Schützengräben und in den Jahren harter Hofarbeit, denn er kehrt immer wieder zurück in sein Tal, den einzigen Ort, denn er kennt, obwohl er dort so einsam ist. Es erschüttert und bedrückt sehr, dieses Buch, weil es keinen richtig glücklichen Moment gibt in diesem Leben. Geschrieben ist es - wie auch “Im Schnee” wirklich gut, aber hier gab es ja wenigstens etwas Herzenswärme zwischen Max und seinem lebenslangen Freund. Es lässt mich bedrückt zurück und in Gedanken bei den Generationen vor uns, deren Leben von so harter Arbeit, Krieg und Entbehrung geprägt war.

5

Einsiedlerbiographie Die Lebensgeschichte eines Mannes aus einem abgeschiedenen fränkischen Seitental wird ganz schnörkellos erzählt. Er spricht nicht viel. Wer das Buch gelesen hat, weiß warum. Große Leseempfehlung

5

Sternebewertung fiktiv

Anton Rosser, genannt Toni lebt ein Leben in der fränkischen Schweiz, das von Anfang an von Dunkelheit überschattet ist. Ein Kind, das stottert, das liebt und verliert. Seine Mutter, den Bruder, schließlich sich selbst. Als seine Mutter durch einen grausamen Streich stirbt, bleibt nur ein jähzorniger Vater brutal, kalt, unbarmherzig. Toni wächst in einer Welt auf, die ihn nicht auffängt. Die Schule bleibt ihm verschlossen, stattdessen beginnt er eine Metzgerlehre, zieht später in den Krieg und kommt als gebrochener, schweigsamer Mann zurück. Der Hof, einsam wie seine Seele, wird zum Rückzugsort. Seine einzige Verbindung zur Vergangenheit. Maria, eine Freundin der verstorbenen Mutter. Doch auch diese Nähe verliert sich irgendwann. 1968 wird Toni alleine auf seinem Hof tot aufgefunden . Durch Rückblenden wird sein hartes Leben geschildert. Die Grenze zwischen Erinnerung und Verdrängung verschwimmt. Wir erleben einen einsamen Mann, dessen Leben aus Härte bestand, dessen Schmerz nie zur Sprache kam. Mein Fazit: keine leichte Lektüre. Sie ist düster, eindringlich und bedrückend aber genau darin liegt ihre Kraft. Der Text eröffnet ein Kammerspiel der Seele, roh, ungeschönt, menschlich. Toni steht sinnbildlich für eine Generation der Verschwiegenen, der Verwundeten und der innerlich Verstummten. Ein bewegendes Porträt über Einsamkeit, Verlust und die stille Tragik des Gewöhnlichen. Tommie Goerz trifft beim Schreiben dem richtigen Ton..

3.5

Im Tal ist ein melancholischer und tieftrauriger Roman über ein hartes, einsames und von Schicksalsschlägen geprägtes Leben. Die Figur Toni Rosser ist nicht der sympathischste Mensch, doch aufgrund seiner Geschichte empfindet man dennoch Mitgefühl. Trotz der dichten Atmosphäre und der emotionalen Tiefe hat mir jedoch etwas gefehlt. Obwohl ich solche düsteren Geschichten mag, konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Fazit: Bewegend, aber nicht ganz rund – solide, doch nicht herausragend.

4

Die ersten 20 Seiten habe ich gebraucht um erstmal reinzukommen, aber danach konnte ich gut weiterlesen, wenn auch das traurige und einsame Leben des Protagonisten mich sehr bewegt hat.

4

Traurige Geschichte über einen einsamen Mann, als Kind vom Vater misshandelt, dessen Leben durchweg vom grausamen Vater geprägt ist

5

„Im Tal " war für mich ein echtes Lesehighlight. Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen, denn Tonis Schicksal ist untrennbar mit dem Tal verbunden. Die Ereignisse sind oft traurig und erschütternd, gleichzeitig aber so berührend erzählt, dass es noch lange nach dem Lesen nachwirkt.

5

Eine Wucht von einem Buch.

​Manchmal liest man ein Buch, das einen nicht mehr loslässt. Nicht, weil es laut ist, sondern weil es so unfassbar still ist. Ich habe das Buch so sehr gefühlt.Toni ist mir ans Herz gewachsen und gerne würde ich durch die Seiten greifen und ihm sagen wie wertvoll er ist. Klare Leseempfehlung und für mich eines der besten Bücher die ich gelesen habe.

5

Ein bedrückendes Buch

Klarer Schreibstil und kurze Kapitel.

Ein bedrückendes Buch
4

Traurig und interessant

Porträt eines Einsamen als Geschichte des 20. Jahrhunderts, faszinierend und tragisch. Erinnert mich an „Herbstmilch“: ein trauriges Leben, und doch bleibt der unbändige Wille zum Überleben. Interessante Details über das einfache dörfliche Leben in Bayern vor der umfassenden Industrialisierung. Tolles Buch.

4

Eine Talfahrt durch ein ganzes Leben

„Im Tal“ überzeugt von Beginn an durch einen nüchternen, klaren Stil, der ohne Ausschmückungen auskommt und gerade dadurch seine Wirkung entfaltet. Die Geschichte von Toni – sein Aufwachsen, die Gewalterfahrungen, Brüche und Niederlagen – wirkt konsequent und glaubwürdig erzählt. Besonders eindrucksvoll ist die Stimmung: düster, tragisch, oft beklemmend und dabei so nah am Leben, dass der Roman fast wie eine Biografie wirkt. Die historische Dimension – von den beiden Weltkriegen bis in die Nachkriegszeit – verleiht der Erzählung zusätzliches Gewicht, ohne dass sie zu einem klassischen historischen Kriegs-Roman wird. Kritisch sehe ich nur, dass die Dramaturgie stellenweise vorhersehbar ist und manche Zeitsprünge (besonders am Ende) zu kompakt geraten.

Eine Talfahrt durch ein ganzes Leben
4

Lesenswert

Ähnlich wie "Im Schnee" findet keine Dorfidylle statt, wo man welche vermuten könnte. Der Toni ist tot auf seinem verwahrlosten Hof gefunden worden und alle sind froh, dass der seltsame Alte weg ist. Aber was ist seine Geschichte? Eine die bewegt, eine die aufrütteln sollte... Seht die Menschen um euch herum.

3

Ich mochte den Schreibstil des Buches nicht, da es teilweise schon sehr altmodisch geschrieben ist und ich die Erzählperspektive aus der 3. Person nicht mag. Insgesamt fand ich das Buch aber vom Inhalt her spannend und auch gleichzeitig sehr traurig und mitreißend.

4.5

Im Tal ist eine sehr bewegende Geschichte, die einen schnell in ihren Bann zieht. Die kurzen Kapitel und die zügige Erzählweise sorgen dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Trotz der knappen Sprache entsteht eine intensive Atmosphäre, die lange nachwirkt. Ein kleines Buch mit großer Wirkung.

3.5

War ok

Im Tal Es war insgesamt in Ordnung. Ich habe das Buch beendet und es hat mir auch gut gefallen, allerdings war es mir persönlich etwas zu eintönig. Die Geschichte begleitet Toni durch sein ganzes Leben – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Dabei liegt der Fokus stark auf seinem Leben, seinen Höhen und Tiefen sowie den Erfahrungen, die ihn prägen. Für alle, die ruhige und lebensnahe Erzählungen mögen, ist es sicher empfehlenswert, für mich hätte es jedoch etwas mehr Abwechslung vertragen können.

4

Im Tal - Das Leben von Toni

Toller, einfacher Schreibstil, der aber auch sehr emotional ist. Kurze, einfache Kapitel

5

ICH LIEBE ES. 10/10

Ich bin fasziniert über diese Geschichte, sehr traurig, viel Wut, Spannung, schockierend, ein bisschen ekel, ein bisschen Freude. Das Buch hat mich mitgerissen.

5

Für mich war es nicht einfach

Auf dieses Buch war ich definitiv nicht vorbereitet. BookBeat hat es mir nach „25 letzte Sommer“ vorgeschlagen und da ich gerade am Steuer saß, konnte ich nicht lesen, worüber es sich handeln wird. Es gab nicht genug Gründe, um das Buch abzubrechen und ich wollte wissen, wie das Buch ausgeht also Augen zu durch. Durch die schmerzhafte Stellen im Buch. Und davon gibt es viele… Nun kann ich sagen, dieser Roman ist keine leichte Kost. Und ich würde jedem ans Herz legen die trigger Warnungen, die ist bestimmt dazu gibt, durchzulesen. In diesem Buch gibt es viele Stellen, an denen man nachdenken und reflektieren muss. Ich bin froh, es zu Ende gehört zu haben, denn das Buch ist sehr gut geschrieben. Es zeigt einem wie komplex das Leben sein kann, wenn man aus einem Umfeld kommt, in dem man viel Gewalt und Armut erfährt. Der Protagonist, gezeichnet vom Leben.

5

Uff, das Buch ist hart. Tommie Goerz erzählt die spannende und tragische Geschichte eines Mannes, der nur schlechtes im Leben erlebt hat. Sein Leben ist von Gewalt gezeichnet, einer Gewalt, der er nicht entfliehen kann. Ich frage mich, ob es ihm heutzutage besser ergangen wäre. Tonis Schicksal ist zwar erfunden, trotzdem gab es wahrscheinlich tausende Menschen in den deutschen Provinzen, denen es ähnlich ging. Zum Glück sind solche Zeiten vorbei

2.5

Die reduzierte Erzählweise und konsequente Kompromisslosigkeit machen das Buch zu einem Erlebnis von existenzieller Tiefe. Es zog mich in Tonis trostloses Leben und ich blieb den ganzen Roman darin gefangen. Noch nie war ich so froh ein Buch beendet zu haben. Wahnsinnig realitätsgetreu und deprimierend , eher ein Tatsachenbericht als eine Fiktion. Kein Lesespass und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen.

5

Fränkisch knapp, ehrlich ergreifend, einsam düster

-Rezensionsexemplar- . Genre: Ein Roman, eine Geschichte über ein bewegendes Jahrzehnt mit einer wortkargen & missverstandenen Hauptfigur. . Setting: Toni wohnt im Tal, abseits vom Dorf. Wie ist dieser Alte, der wortkarg & traurig auf der Bank vor seiner spartanisch Hütte sitzt, so geworden?! Und warum ist er plötzlich Tod?! . Interessant, tragisch, nüchtern, fränkisch karg & doch ehrlich "herzlich" - eine Lebensgeschichte über eine ganze Generation & doch eines einzelnen. . Schnapp die deinen Kaffee & setz dich zu seiner Lebensgeschichte mit auf die Bank - es lohnt sich, versprochen.

Fränkisch knapp, ehrlich ergreifend, einsam düster
5

Ich liebe es, wenn mir ein Buch in die Hände fällt, welches sich dann als ein kleiner Schatz erweist. Ich habe IM TAL wirklich genossen - Story und Schreibstil des Autoren waren genau auf meiner Wellenlänge. Toni (Anton) Rosser wird 1897 in einem Tal in der Fränkischen Schweiz geboren. Seine Kindheit ist geprägt von der Kaltherzigkeit und der Gewalt seines cholerischen und jähzornigen Vaters. Seine Mutter ist gestorben, als er erst vier Jahre alt war (wie man später erfährt bei einem tragischen Arbeitsunfall). Somit lebt er mit seinem Vater - und in ständiger Angst vor diesem - allein auf dem maroden Hof; jeder kindliche Fehler mündet in brutalen Bestrafungen durch seinen Vater. …Aber das Gewitter ist da. Steht in der Tür, schnauft, sieht sich um. Sieht, dass kein Holz da ist, hört die Stalltür drüben klappern, riecht die angebrannten Kartoffeln. Sieht den Toni am Fenster stehen, träumen. Und entlädt sich… Der einzige Mensch, der mit ihm ab und an redet, ist Marga, eine Nachbarin; doch auch sie muss sich vor Tonis Vater und seinen Gewaltausbrüchen in Acht nehmen. Toni erfährt von Marga die Umstände über den Tod seiner Mutter - sowie ein schreckliches Geheimnis, in welchem sein Vater eine Rolle spielt. Toni wächst heran, besucht die Schule, findet jedoch keinen Anschluss bei seinen Mitschülern, die ihn meiden, …»Mit dem geh ich nicht«, sagt er zu seiner Mutter, »der kommt ausm Tal«, und wartet, bis der Toni weg ist… Schließlich geht er bei einem Metzger in die Lehre - er übersteht das töten der Tiere, das Blut, die Innerreien dadurch, dass er sich ganz in sich zurück zieht; eine Methode, die ihm auch in der Schule schon geholfen hat. Nach einiger Zeit erlebt er jedoch eine böse Überraschung in Bezug auf seine Tätigkeit beim Metzger. Sein Leben gerät ein weiteres Mal ins Wanken - er beschließt, seinem Vater und dem brutalen Leben zu entfliehen. Er läuft weg und wird Soldat. Doch das Soldatenleben ist noch sehr viel brutaler - denn der erste Weltkrieg ist ausgebrochen und so durchlebt er die unmenschlichen Stellungs- und Grabenkämpfe an der Front. Doch er überlebt und kehrt zurück. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da es noch einige Wendungen gibt, die der Leser selbst erleben sollte. Nur soviel, er erfährt noch eine sehr unglückliche Liebe, in welcher die Tochter von Marga eine entscheidende Rolle spielt - und landet schließlich auch an der Front des zweiten Weltkrieges. Das Buch beginnt 1968 - mit dem Tod von Toni und es endet mit seinem Tod. …Toni Rosser stirbt im Februar neunzehnhundertachtundsechzig mit einundsiebzig Jahren. Die Umstände seines Todes scheinen klar, im Totenschein vermerkt der Arzt »Herzstillstand«, zu den Umstehenden sagt er »Altersschwäche, Unterernährung, Verwahrlosungszustand« und zuckt dazu mit den Schultern…. Dazwischen erzählt der Autor das Leben von Toni, beginnend mit seiner Kindheit. Und dies in so einer starken Konzentration von klaren Sätzen und kurzen Kapiteln. Der Leser begleitet Toni durch sein karges und brutales Leben, welches er zumeist einfach nicht versteht. Doch entwickelt sich hier kein das Leben hinterfragender Zweifler, sondern einfach ein Mensch, der schon zu früh zuviel Gewalt erlebt hat und dieser einfach nicht entkommt. Ein Leben geprägt von harter Arbeit, von Verzicht und Enttäuschung. Man leidet mit Toni, stolpert mit ihm über die Schlachtfelder des Krieges und seines gesamten Lebens - und sieht immer wieder, dass er nichts daran hätte ändern können; man hat in seiner Situation einfach nie einen andere Lösung für in parat. Mich hat das Buch sehr bewegt - und mir gleichzeitig sehr gut gefallen. Von mir gibt es 5/5 Sternen. Und eine Empfehlung geht raus an alle, denen nüchterne Lebensgeschichten aus dieser Zeitepoche gefallen. Wer Oliver Twist oder die Adaptation Demon Copperhead mochte - oder auch der Friedhofswärter (im selben Verlag erschienen), dem wird dieses Buch sicher gefallen.

4

Mir fällt eine Rezension zu diesem Buch sehr schwer. Es hat mir gefallen. Wobei die Geschichte an sich nichts ist, das einem gefallen kann.... Aber es hat mich gefesselt und ich wollte wissen wie alles zuende geht. Der Autor hat alles richtig gemacht und einen tollen Roman verfasst. Lesenswert auf jeden Fall!

3

Das Leben eines einsamen Menschen,

der vom gewalttätigen Vater über zwei Weltkriege bis zur unerwiderten Liebe alles an Schicksalsschlägen erduldet und nie sein Glück findet. Inwiefern das eine erstrebenswert zu erzählende Geschichte ist sei dahingestellt. Die Erzählweise ist nüchtern und bezieht viele Natur- und Hofbeobachtungen mit ein, das gibt etwas tröstliche Beständigkeit und lässt ein Menschenleben umso vergänglicher wirken.

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