Im Sog der Knochen-Schiffe
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Description
Book Information
Author Description
RJ BARKER ist der preisgekrönte Autor zahlreicher Fantasy-Romane. Für Die Knochenschiffe erhielt er 2020 den Robert- Holdstock-Award der British Fantasy Society für den besten Roman. RJ lebt in Leeds, zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und einer Sammlung fragwürdiger Präparate, seltsamer Kunst, gruseliger Musik und mehr Büchern, als er unterbringen kann. Nach einem kurzen, aber fruchtlosen Exkurs in die Rockmusik, kehrte RJ zu seiner wahren Liebe zurück: der Belletristik.
Posts
Ein Abschluss mit Schwächen.
"Wellen wie Bauwerke. Gewaltig und kalt, brutal und scheußlich. Wellen, die über alles hinwegbranden, über Schall und Sicht und Sinne. Wellen, die einem den Atem rauben. Wellen, die einen nach Luft schnappen lassen. Unaufhaltsam, quälende Wellen." Mit "Im Sog der Knochenschiffe" beendet RJ Barker seine Gezeitenkind-Trilogie. Eine Fantasyreihe bei der uns der wilde Wind der Ozeane um die Ohren bläst und das salzige Meerwasser ins Gesicht spritzt. Übersetzt von Michaela Link. Ein Jahr nach den Ereignissen des zweiten Buches: Die Glückliche Meas, Schiffsfrau der Gezeitenkind, ist verschwunden und wird irgendwo gefangengehalten. Joron Twiner, ihr Deckhalter, übernimmt unterdessen die Führung des Schiffs. Zerfressen von Hass und Rache führt Joron nun die Schwarze Flotte an und wütet als Schwarzer Pirat über die Hundertinseln. Wo er auftaucht gibt es Zerstörung und Tote. Doch seine Zeit läuft ab, denn Joron ist von der Keyshanfäule befallen und wird früher oder später dem Wahnsinn verfallen ehe er dann stirbt. Doch sein Ziel ist es Meas vorher zu finden, ehe ihre Feinde herausfinden, dass nicht sie es ist, die die Keyshan herbeirufen kann ... Vorab möchte ich definitiv noch einmal ein großes Lob an Barker aussprechen, ob der grandiosen Idee, der außergewöhnlichen Welt mit ihrer Flora und Fauna und der tollen Charaktere. Doch leider kann ich meine Begeisterung von Band 1 und Band 2 hier nicht mehr aussprechen, denn Band 3 fällt deutlich dagegen ab. Was hat mich gestört: Band 3 startet auf den ersten gut 300 Seiten mit einer sehr langatmigen Verfolgungsjagd. Mit einem Joron Twiner, der so trübsinnig und melancholisch ist, so im Unreinen mit sich, dass es mir als Leser irgendwann auf die Nerven ging. In der zweiten Buchhälfte wurde es dann deutlich besser. Meas bekam wieder Raum, es gab wieder Action und mehr zwischenmenschliches Spiel, was ja in den ersten beiden Bänden schon eine Stärke war. Ich liebe nach wie vor den Gullaime und die Wesen an sich. Dann kam das Ende. Ja, das Ende war absolut logisch und Barker hätte nach dem vorangegangenen Aufbau im dritten Band auch kaum noch ein anderes wählen können, und auch die Beschreibungen vom Ende waren wirklich wieder unglaublich gut, sehr bildlich, sehr wow, doch wirklich befriedigt war ich hier nicht. Mir fehlte dann doch noch die Aussicht auf die Zukunft, auf die Möglichkeiten, die sich nun bieten. Wie sieht die Welt nach den Geschehnissen aus? Irgendwie hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Etwas Würdigeres - ich kann es jedoch nicht richtig in Worte fassen. Solltet ihr es lesen, bekommtihr sicher ein Gefühl dafür, was ich meine. Mein Fazit: Band 3 ist mit Abstand der schwächste Band der Reihe und war der einzige, mit dem ich über viele Seiten wirklich weniger zufrieden war. Doch alles in allem ist diese Reihe, trotz meiner Kritik an Band 3, absolut lesenswert.

𝙄𝙢 𝙎𝙤𝙜 𝙙𝙚𝙧 𝙆𝙣𝙤𝙘𝙝𝙚𝙣𝙨𝙘𝙝𝙞𝙛𝙛𝙚 ist der Abschlussband dieser absolut innovativen und verrückten Fantasygeschichte von R J Barker. Aber leider hat der Autor dieses 3. Buch ein bißchen vergeigt. Hier hat mir die Anatomie des Plots einfach nicht gefallen, die Balance stimmte ganz und gar nicht. Auf den ersten 300 Seiten sind wir Seite an Seite mit einem depressiv verstimmten Joron, der verzweifelt Meas sucht. Er ist mittlerweile gezeichnet durch eine geheimnisvolle Krankheit, die ihn verfaulen lässt. Er ist der gefürchtete schwarze Pirat und läuft in verhüllenden Gewändern. Aber Meas ist nicht aufzutreiben und er macht auf seiner Suche alles platt, während in Bernshulme ein anderer die Macht ergreift. Das war für 300 Seiten einfach zu wenig Material, zu wenig Entwicklung, nur Gram, viel Verzweiflung eines einzigen Protagonisten. Das Buch gewann nochmal deutlich an Spannung, als Meas nun doch endlich hinzukam, denn zwei POVs bringen einfach immer so viel mehr Dynamik. Das Ende war wieder Steven-Spielbergmässig, wir sahen einen echt tollen Showdown. Aber auch der setzte zu spät im Buch ein, so dass gefühlt die ganze Conclusion, die Auflösung des großen Weltenkonfliktes zu wenig Raum einnahm. Schade! Das war dennoch eine grandiose Reihe, trotz der Konstruktionsfehler am Ende. Der Weltenbau in der Gezeitenkindtrilogie sucht seines Gleichen. Wer auf Worldbuilding steht, sollte diese Bücher nicht verpassen.

Diese Trilogie hat sich mit Karacho in die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert ❤️
Was ein grandioser, großartiger Abschluss. Mir fehlen die Worte! Was habe ich geweint, gelacht, gelitten und gebangt mit der Besatzung der Gezeitenkind. Diese Trilogie trifft wahrlich zu 100% meinen Geschmack und ich bin hingerissen. WAS EIN FINALE!
Grandioses Ende
Der zweite Teil ist meiner Meinung nach der beste, aber das Ende vom dritten Teil ist so schön, traurig, freudig und befriedigend zugleich. Eine nahezu perfektes Ende. Ich liebe diese Reihe wirklich sehr und werde sie auf jeden Fall irgendwann nochmal lesen. Die Bücher sind nicht perfekt und es gab, vor allem in diesem Teil auch Stellen, wo ich nicht mitgegangen bin, es zu glatt und einfach lief und sich selbst die Figuren fragten, warum sie immer so viel Glück haben und alles überleben. Ich glaube nicht jeder kann sich mit diesen Bücher anfreunden. Es fühlt sich teilweise wie ein Open World Spiel an, wo man erstmal 3-4 Nebenmissionen meistern und über das gesamte Spielfeld reisen muss, um einen Meilenstein zu erreichen, nur um dann nochmal genauso weiterzumachen. Aber genau das fand ich so toll. Diese Welt und die Charaktere, die Loyalität, die Liebe zur See und den Gesetzen auf dem Schiff, und das alles, obwohl diese Welt absolut tödlich und brutal ist. Barker meistert dieses Zusammenspiel aus Loyalität/Glaube und Brutalität so unfassbar gut. Man fühlt sich, als ob man gerne Teil dieser Crew wäre, obwohl eigentlich überhaupt nichts dafür spricht.
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RJ BARKER ist der preisgekrönte Autor zahlreicher Fantasy-Romane. Für Die Knochenschiffe erhielt er 2020 den Robert- Holdstock-Award der British Fantasy Society für den besten Roman. RJ lebt in Leeds, zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und einer Sammlung fragwürdiger Präparate, seltsamer Kunst, gruseliger Musik und mehr Büchern, als er unterbringen kann. Nach einem kurzen, aber fruchtlosen Exkurs in die Rockmusik, kehrte RJ zu seiner wahren Liebe zurück: der Belletristik.
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Ein Abschluss mit Schwächen.
"Wellen wie Bauwerke. Gewaltig und kalt, brutal und scheußlich. Wellen, die über alles hinwegbranden, über Schall und Sicht und Sinne. Wellen, die einem den Atem rauben. Wellen, die einen nach Luft schnappen lassen. Unaufhaltsam, quälende Wellen." Mit "Im Sog der Knochenschiffe" beendet RJ Barker seine Gezeitenkind-Trilogie. Eine Fantasyreihe bei der uns der wilde Wind der Ozeane um die Ohren bläst und das salzige Meerwasser ins Gesicht spritzt. Übersetzt von Michaela Link. Ein Jahr nach den Ereignissen des zweiten Buches: Die Glückliche Meas, Schiffsfrau der Gezeitenkind, ist verschwunden und wird irgendwo gefangengehalten. Joron Twiner, ihr Deckhalter, übernimmt unterdessen die Führung des Schiffs. Zerfressen von Hass und Rache führt Joron nun die Schwarze Flotte an und wütet als Schwarzer Pirat über die Hundertinseln. Wo er auftaucht gibt es Zerstörung und Tote. Doch seine Zeit läuft ab, denn Joron ist von der Keyshanfäule befallen und wird früher oder später dem Wahnsinn verfallen ehe er dann stirbt. Doch sein Ziel ist es Meas vorher zu finden, ehe ihre Feinde herausfinden, dass nicht sie es ist, die die Keyshan herbeirufen kann ... Vorab möchte ich definitiv noch einmal ein großes Lob an Barker aussprechen, ob der grandiosen Idee, der außergewöhnlichen Welt mit ihrer Flora und Fauna und der tollen Charaktere. Doch leider kann ich meine Begeisterung von Band 1 und Band 2 hier nicht mehr aussprechen, denn Band 3 fällt deutlich dagegen ab. Was hat mich gestört: Band 3 startet auf den ersten gut 300 Seiten mit einer sehr langatmigen Verfolgungsjagd. Mit einem Joron Twiner, der so trübsinnig und melancholisch ist, so im Unreinen mit sich, dass es mir als Leser irgendwann auf die Nerven ging. In der zweiten Buchhälfte wurde es dann deutlich besser. Meas bekam wieder Raum, es gab wieder Action und mehr zwischenmenschliches Spiel, was ja in den ersten beiden Bänden schon eine Stärke war. Ich liebe nach wie vor den Gullaime und die Wesen an sich. Dann kam das Ende. Ja, das Ende war absolut logisch und Barker hätte nach dem vorangegangenen Aufbau im dritten Band auch kaum noch ein anderes wählen können, und auch die Beschreibungen vom Ende waren wirklich wieder unglaublich gut, sehr bildlich, sehr wow, doch wirklich befriedigt war ich hier nicht. Mir fehlte dann doch noch die Aussicht auf die Zukunft, auf die Möglichkeiten, die sich nun bieten. Wie sieht die Welt nach den Geschehnissen aus? Irgendwie hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Etwas Würdigeres - ich kann es jedoch nicht richtig in Worte fassen. Solltet ihr es lesen, bekommtihr sicher ein Gefühl dafür, was ich meine. Mein Fazit: Band 3 ist mit Abstand der schwächste Band der Reihe und war der einzige, mit dem ich über viele Seiten wirklich weniger zufrieden war. Doch alles in allem ist diese Reihe, trotz meiner Kritik an Band 3, absolut lesenswert.

𝙄𝙢 𝙎𝙤𝙜 𝙙𝙚𝙧 𝙆𝙣𝙤𝙘𝙝𝙚𝙣𝙨𝙘𝙝𝙞𝙛𝙛𝙚 ist der Abschlussband dieser absolut innovativen und verrückten Fantasygeschichte von R J Barker. Aber leider hat der Autor dieses 3. Buch ein bißchen vergeigt. Hier hat mir die Anatomie des Plots einfach nicht gefallen, die Balance stimmte ganz und gar nicht. Auf den ersten 300 Seiten sind wir Seite an Seite mit einem depressiv verstimmten Joron, der verzweifelt Meas sucht. Er ist mittlerweile gezeichnet durch eine geheimnisvolle Krankheit, die ihn verfaulen lässt. Er ist der gefürchtete schwarze Pirat und läuft in verhüllenden Gewändern. Aber Meas ist nicht aufzutreiben und er macht auf seiner Suche alles platt, während in Bernshulme ein anderer die Macht ergreift. Das war für 300 Seiten einfach zu wenig Material, zu wenig Entwicklung, nur Gram, viel Verzweiflung eines einzigen Protagonisten. Das Buch gewann nochmal deutlich an Spannung, als Meas nun doch endlich hinzukam, denn zwei POVs bringen einfach immer so viel mehr Dynamik. Das Ende war wieder Steven-Spielbergmässig, wir sahen einen echt tollen Showdown. Aber auch der setzte zu spät im Buch ein, so dass gefühlt die ganze Conclusion, die Auflösung des großen Weltenkonfliktes zu wenig Raum einnahm. Schade! Das war dennoch eine grandiose Reihe, trotz der Konstruktionsfehler am Ende. Der Weltenbau in der Gezeitenkindtrilogie sucht seines Gleichen. Wer auf Worldbuilding steht, sollte diese Bücher nicht verpassen.

Diese Trilogie hat sich mit Karacho in die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert ❤️
Was ein grandioser, großartiger Abschluss. Mir fehlen die Worte! Was habe ich geweint, gelacht, gelitten und gebangt mit der Besatzung der Gezeitenkind. Diese Trilogie trifft wahrlich zu 100% meinen Geschmack und ich bin hingerissen. WAS EIN FINALE!
Grandioses Ende
Der zweite Teil ist meiner Meinung nach der beste, aber das Ende vom dritten Teil ist so schön, traurig, freudig und befriedigend zugleich. Eine nahezu perfektes Ende. Ich liebe diese Reihe wirklich sehr und werde sie auf jeden Fall irgendwann nochmal lesen. Die Bücher sind nicht perfekt und es gab, vor allem in diesem Teil auch Stellen, wo ich nicht mitgegangen bin, es zu glatt und einfach lief und sich selbst die Figuren fragten, warum sie immer so viel Glück haben und alles überleben. Ich glaube nicht jeder kann sich mit diesen Bücher anfreunden. Es fühlt sich teilweise wie ein Open World Spiel an, wo man erstmal 3-4 Nebenmissionen meistern und über das gesamte Spielfeld reisen muss, um einen Meilenstein zu erreichen, nur um dann nochmal genauso weiterzumachen. Aber genau das fand ich so toll. Diese Welt und die Charaktere, die Loyalität, die Liebe zur See und den Gesetzen auf dem Schiff, und das alles, obwohl diese Welt absolut tödlich und brutal ist. Barker meistert dieses Zusammenspiel aus Loyalität/Glaube und Brutalität so unfassbar gut. Man fühlt sich, als ob man gerne Teil dieser Crew wäre, obwohl eigentlich überhaupt nichts dafür spricht.










