Götter des Wyrdwood
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Description
Book Information
Author Description
RJ BARKER ist der preisgekrönte Autor zahlreicher Fantasy-Romane. Für Die Knochenschiffe erhielt er 2020 den Robert-Holdstock-Award der British Fantasy Society für den besten Roman. RJ lebt in Leeds, zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und einer Sammlung fragwürdiger Präparate, seltsamer Kunst, gruseliger Musik und mehr Büchern, als er unterbringen kann. Nach einem kurzen, aber fruchtlosen Exkurs in die Rockmusik, kehrte RJ zu seiner wahren Liebe zurück: der Belletristik.
Posts
Dieses Buch bildet zusammen mit "Wächter des Wyrdwood" den ersten Band der Wyrdwood-Trilogie. Der junge Cahan Du-Nahere lebt im Land Crua. Er lebt als Clanloser in der Nähe des Dorfes Haran, wird von den Bewohnern gemieden. Als Kind sollte er der mächtigste Vertreter des damaligen Gottes werden, der Cotta-Rai, doch nun verehrt das Volk einen neuen Gott und alle früheren Cotta-Rai werden gejagt. Als der Sohn der Dorfältesten im gefährlichen Wyrdwood verschwindet, soll Cahan ihn zurückbringen. Er wird begleitet von Udinny, einer Geistlichen, die die Naturgöttin Ranya verehrt. So beginnt die Geschichte, doch noch viele weitere Aspekte spielen in den beiden Büchern eine Rolle, denn R.J. Barker entwirft eine Welt, die von Einfallsreichtum und Komplexität schier übersprudelt. Der Autor nimmt sich Zeit, die Welt und die Figuren darin vorzustellen, und das ist auch gut so - ich habe ein bisschen gebraucht, um in diese vielschichtige Welt einzutauchen. Es wimmelt nur so vor fantasievollen Wesen und Gewächsen, und das Magiesystem ist absolut einzigartig und faszinierend. Im zweiten Band nimmt die Geschichte dann Fahrt auf, und konnte mich mit den spannenden Kampfszenen voll überzeugen. Am Ende wartet dann noch ein Cliffhanger, mit dem ich tatsächlich überhaupt nicht gerechnet habe - ich hoffe sehr, dass die weiteren Bände auch auf Deutsch übersetzt werden. Auf Englisch ist die Trilogie bereits vollständig.
Genau diese Art von Fantasy brauchen wir!
"Es gab unter den Bewohnern Harans ein Sprichwort : 'Kein guter Baum bleibt unbeschnitten.' Er wusste es nicht, in jenen nebligen, wärmeren Tagen, die auf die Mangelzeit folgten, aber die Axt senkte sich bereits herab. Viele würden ihr zum Opfer fallen." Mit "Götter des Wyrdwood" haben wir (nach wirklich unnötig langem Warten) nun endlich die zweite Hälfte des ersten Bandes von RJ Barkers Wyrdwood-Trilogie bekommen. Übersetzt von Michaela Link. Zu dem zweiten Teil kann ich inhaltlich leider nicht viel sagen ohne euch dabei zu spoilern. Um eine Idee der Story zu bekommen, lest ihr vielleicht meine Rezension zum ersten Teil. Ich bin auf jeden Fall bisher absolut begeistert von Barkers Wyrdwood Saga! Wenn ich den Vergleich zu den "Knochenschiffen" ziehe, ist es nochmal eine Schaufel Kreativität obendrauf. Die Welt ist noch interessanter und "voller"! Es gibt unheimliche, wunderschöne, magische Wälder mit den verschiedensten Kreaturen und Wesen. Ich konnte nur staunend durch diese Welt wandern. Die Welt ist geprägt durch ihre Religion und ihre Götter - alte wie neue - und verschiedenster Sagen rund um die Waldbewohner. Die Religion übt durch die Rai die alleinige Macht aus. Diesen Rai-Priestern, wohnt eine unglaubliche Macht inne, die sogenannte Cotta. Ich sage hier absichtlich wohnt, denn diese Macht scheint eine Art von eigenem Bewusstsein und eigenem Überlebenswillen zu haben. Sie ist wirklich furchteinflößend und schrecklich, jedoch überaus genial von Barker erdacht. Hier hat er wirklich sehr großen Einfallsreichtum bewiesen! Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass DAS genau die Art von High Fantasy ist, die ich lesen will! Ohne Liebesgedöhns, ohne Spice! Einfach nur eine fantastische Welt, mit kreativen Wesen und Magie. In der Freundschaft und Loyalität eine wichtige Rolle spielt und nicht von einer Lovestory zerstört wird. Von mir gibt es daher dafür eine bedingungslose Leseempfehlung an all jene, deren Herzen für die Fantasy schlagen. "Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war. Und manchmal musste man aufhören wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte."

Rasanter zweiter Teil
Hinweis zu meiner Rezension: Der Originalband „Gods of the Wyrdwood“ wurde vom Panina-Verlag in zwei Bücher unterteilt: „Wächter des Wyrdwood“ und „Götter des Wyrdwood“; da ich das Werk aber so betrachten möchte, wie es vom Autor gedacht ist, und es dramaturgisch gesehen auch absolut Sinn macht, betrifft meine Rezension beide Deutschen Bände. Und ich empfehle auch dringend, beide Bände als ein Buch zu betrachten und zusammen zu lesen! „Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war, wer er sein konnte. Und manchmal musste man aufhören, wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte.“ (Götter des Wyrdwood S.278) R.J. Barker liefert uns mit seiner Wyrdwood-Trilogie High-Fantasy vom Allerfeinsten, das muss man schon ganz klar sagen! Ich hatte zuerst geplant, die Reihe auf Englisch anzufangen, bin nun aber doch sehr froh, auf die Deutschen Bücher gewechselt zu sein. Das Worldbuilding ist sehr komplex und man benötigt schon den ersten Band „Wächter des Wyrdwood“ um ansatzweise durchzusteigen, was hier eigentlich los ist und wie sich diese Welt zusammensetzt. Dazu kommen ungewohnte Begriffe, sodass ich rückblickend befürchte, dass ich auf Englisch wohl abgebrochen hätte. Dabei lohnt es sich so sehr, sich hier durchzubeißen, dranzubleiben, die Fragen die man hat, einfach sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sie im späteren Verlauf in Ansätzen beantworten werden. Das Lesetempo war dadurch für mich am Anfang eher langsam, ich habe viel markiert und Barker führt uns eher Stück für Stück in die Welt ein, die Handlung schreitet eher gemächlich voran. Das zweite Buch „Götter das Wyrwood“ habe ich dagegen innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, da man hier nur so durchfegt und die Handlung rasant voranschreitet und actiongeladen ist. Der Wald ist hier nicht nur Hauptschauplatz, sondern als ein lebender Organismus zu betrachten, der die Welt beherrscht und lenkt und die Welt wird von einem Kampf der Götter dominiert, die hier in einer großen Anzahl vorhanden sind. Iftal ist der Schöpfer der Welt, er erschuf die Götter und die Götter die Menschen, dass sie ihnen halfen, über die Welt zu wachen und über den Sternenpfad ins Paradies zu gelangen. Durch Eifersüchteleien spalteten sich die Götter, das Gleichgewicht der Welt wurde gestört, Iftal verbannte die Götter und verteilte sie im Wald. Von Menschen gefunden gaben die Götter den Menschen Cottas, die mit Kraft genährt werden müssen, um die Gottheiten zu erhalten, so dass Iftal eines Tages wiedergeboren werden kann und sie wieder auf dem Sternenpfad wandeln können. Doch die bösen Götter, die Oseren, die unter die Erde verbannt wurden, erheben sich hier und da und täuschen Menschen um wieder an Macht zu gelangen. So erzählt man es sich. Die Zeiten sind geprägt von vielen Macht- und Gottwechseln, Jeder Gott behauptet, „Der Eine“ zu sein und wer ihm nicht folgt und Treue schwört, wird gnadenlos hingerichtet. Der mächtigste Mensch mit einer Cotta und direkter Unterstellter des Gotts ist der Cotta-Rai und es wird gesagt, dass es in jeder Generation nur einen wahren Cotta-Rai gibt, alle Anderen sind Betrüger. Doch ist das wirklich die Wahrheit? Cahan-du-Nahere wurde einst vom Gott Zorir-der-im-Feuer-wandelt auserwählt, der nächste Cotta-Rai zu sein. Doch diese Zeiten sind vorbei; nun herrscht die Gottheit Tarl-an-Gig. Cahan möchte mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben; als Clanloser gehört er sowieso zum „Abschaum der Gesellschaft“ und er fristet sein Dasein auf einem ablegenden kleinen Hof, den er bewirtschaftet. Doch das Wissen um seine Existenz kann nicht auf ewig verborgen bleiben und es wird Jagd auf ihn gemacht, denn alle „falschen Cotta-Rai“ müssen vernichtet werden, es darf nur noch die Gläubigen zu Tarl-an-Gig geben. Und dann gibt es da Venn, ein Falnist, derer eine Cotta in sich trägt, sie aber nicht erwachen lassen will. Denn die Cotta wird mit dem Leben eines anderen Menschen gefüttert und Venn möchte kein Leben nehmen. Doch Venns Mutter, Unterstellte der Cotta-Rai Tarl-an-Gigs und Hohe Leoric (Regentin) von Haranspeyer, möchte Venn um jeden Preis umstimmen. Auch Cahan hat sich geschworen, kein Leben mehr zu nehmen und seine Cotta nie mehr zu füttern. Und welch ungeahnte Dinge geschehen, wenn Venns und Cahans Wege sich kreuzen, müsst ihr selbst lesen… Wie ich bereits sagte, hat Barker hier eine sehr komplexe Welt geschaffen, dessen man sich bewusst sein muss und auf die man sich auch einlassen muss. Wir bekommen hier nichts auf dem Silbertablett serviert, sondern es erschließt sich erst alles nach und nach. Wer dies mag und davor nicht zurückschreckt, bekommt hier grandiose High-Fantasy mit einem eigenen Zeitsystem, allumfassenden Geschlechterrollen (Falnisten sind z.B. geschlechtsneutral), neuartigen Beziehungskonstrukten (Erstfrau, Zweitmann, usw.) und vielen fantastischen (Wald-)Wesen. Die Geschichte ist durchaus auch recht kriegslastig und mit entsprechenden brutalen Szenen ausgestattet. Was mir sehr gut gefallen hat ist aber die alles umfassende Weltanschauung, dass wir alle eins und miteinander verbunden sind in dieser Welt - und das setzt ein deutliches Gegengewicht zu den Kriegsthemen. Der Epilog in „Götter des Wyrdwood“ hat mir regelrecht die Schuhe ausgezogen, da er alles vorher Geschehene nochmal völlig auf den Kopf gestellt hat und mich Fassungslos zurückgelassen hat! Für ein Highlight hat es nicht ganz gereicht, aber ich würde nicht ausschließen, dass es das bei den folgenden Bänden noch werden könnte. Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu der Qualität der Printausgaben verlieren. Die Bücher von Panini-Books ließen sich in der Vergangenheit leider sehr schlecht lesen, da sie sehr steif waren und man den Buchrücken dermaßen oft brechen musste, um die Bücher überhaupt aufschlagen zu können. Das hat den Lesespaß deutlich gemindert und auch unter uns Lesenden zu Unmut geführt, der aber auch mit dem Verlag kommuniziert wurde. Laut meinen Informationen (ohne Gewähr), hat der Panini-Verlag die Druckerei ab einem gewissen Zeitpunkt gewechselt. Hat sich die Qualität der Ausgaben dadurch verbessert? Meine Antwort: JA! „Wächter des Wyrdwood“ habe ich in der ‚alten Ausgabe‘ und der Buchrücken wurde während des Lesens zu einer einzigen Faltenlandschaft. „Götter des Wyrdwood“ (1. Auflage März 2025) fasst sich immernoch ein bisschen schwer und klobig an (die Seiten sind auch recht dick), ABER der Buchrücken ist KOMPLETT UNVERSEHRT geblieben!!!🙏 Ich bin sehr positiv überrascht und kann guten Gewissens sagen, dass sich die Bücher von Panini Books nun „unfallfrei“ lesen lassen und hiermit auch positive Rückmeldung an den Verlag geben!

Der Wald
In diesem Teil ging es drunter und drüber. Und es ist faszinierend wie sich Udinny verwandelt hat,seit sie die Asten getroffen hat. Genauso wie das Kind das ja mehr als eines ist. Cahan erleidet Schmerz ohne Ende. Großartig geschrieben und nun hoffe ich auf mehr,denn da ist noch vieles offen. Ich hab es geliebt in dieser Welt zu sein. Absolute Empfehlung
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RJ BARKER ist der preisgekrönte Autor zahlreicher Fantasy-Romane. Für Die Knochenschiffe erhielt er 2020 den Robert-Holdstock-Award der British Fantasy Society für den besten Roman. RJ lebt in Leeds, zusammen mit seiner Frau, seinem Sohn und einer Sammlung fragwürdiger Präparate, seltsamer Kunst, gruseliger Musik und mehr Büchern, als er unterbringen kann. Nach einem kurzen, aber fruchtlosen Exkurs in die Rockmusik, kehrte RJ zu seiner wahren Liebe zurück: der Belletristik.
Posts
Dieses Buch bildet zusammen mit "Wächter des Wyrdwood" den ersten Band der Wyrdwood-Trilogie. Der junge Cahan Du-Nahere lebt im Land Crua. Er lebt als Clanloser in der Nähe des Dorfes Haran, wird von den Bewohnern gemieden. Als Kind sollte er der mächtigste Vertreter des damaligen Gottes werden, der Cotta-Rai, doch nun verehrt das Volk einen neuen Gott und alle früheren Cotta-Rai werden gejagt. Als der Sohn der Dorfältesten im gefährlichen Wyrdwood verschwindet, soll Cahan ihn zurückbringen. Er wird begleitet von Udinny, einer Geistlichen, die die Naturgöttin Ranya verehrt. So beginnt die Geschichte, doch noch viele weitere Aspekte spielen in den beiden Büchern eine Rolle, denn R.J. Barker entwirft eine Welt, die von Einfallsreichtum und Komplexität schier übersprudelt. Der Autor nimmt sich Zeit, die Welt und die Figuren darin vorzustellen, und das ist auch gut so - ich habe ein bisschen gebraucht, um in diese vielschichtige Welt einzutauchen. Es wimmelt nur so vor fantasievollen Wesen und Gewächsen, und das Magiesystem ist absolut einzigartig und faszinierend. Im zweiten Band nimmt die Geschichte dann Fahrt auf, und konnte mich mit den spannenden Kampfszenen voll überzeugen. Am Ende wartet dann noch ein Cliffhanger, mit dem ich tatsächlich überhaupt nicht gerechnet habe - ich hoffe sehr, dass die weiteren Bände auch auf Deutsch übersetzt werden. Auf Englisch ist die Trilogie bereits vollständig.
Genau diese Art von Fantasy brauchen wir!
"Es gab unter den Bewohnern Harans ein Sprichwort : 'Kein guter Baum bleibt unbeschnitten.' Er wusste es nicht, in jenen nebligen, wärmeren Tagen, die auf die Mangelzeit folgten, aber die Axt senkte sich bereits herab. Viele würden ihr zum Opfer fallen." Mit "Götter des Wyrdwood" haben wir (nach wirklich unnötig langem Warten) nun endlich die zweite Hälfte des ersten Bandes von RJ Barkers Wyrdwood-Trilogie bekommen. Übersetzt von Michaela Link. Zu dem zweiten Teil kann ich inhaltlich leider nicht viel sagen ohne euch dabei zu spoilern. Um eine Idee der Story zu bekommen, lest ihr vielleicht meine Rezension zum ersten Teil. Ich bin auf jeden Fall bisher absolut begeistert von Barkers Wyrdwood Saga! Wenn ich den Vergleich zu den "Knochenschiffen" ziehe, ist es nochmal eine Schaufel Kreativität obendrauf. Die Welt ist noch interessanter und "voller"! Es gibt unheimliche, wunderschöne, magische Wälder mit den verschiedensten Kreaturen und Wesen. Ich konnte nur staunend durch diese Welt wandern. Die Welt ist geprägt durch ihre Religion und ihre Götter - alte wie neue - und verschiedenster Sagen rund um die Waldbewohner. Die Religion übt durch die Rai die alleinige Macht aus. Diesen Rai-Priestern, wohnt eine unglaubliche Macht inne, die sogenannte Cotta. Ich sage hier absichtlich wohnt, denn diese Macht scheint eine Art von eigenem Bewusstsein und eigenem Überlebenswillen zu haben. Sie ist wirklich furchteinflößend und schrecklich, jedoch überaus genial von Barker erdacht. Hier hat er wirklich sehr großen Einfallsreichtum bewiesen! Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass DAS genau die Art von High Fantasy ist, die ich lesen will! Ohne Liebesgedöhns, ohne Spice! Einfach nur eine fantastische Welt, mit kreativen Wesen und Magie. In der Freundschaft und Loyalität eine wichtige Rolle spielt und nicht von einer Lovestory zerstört wird. Von mir gibt es daher dafür eine bedingungslose Leseempfehlung an all jene, deren Herzen für die Fantasy schlagen. "Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war. Und manchmal musste man aufhören wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte."

Rasanter zweiter Teil
Hinweis zu meiner Rezension: Der Originalband „Gods of the Wyrdwood“ wurde vom Panina-Verlag in zwei Bücher unterteilt: „Wächter des Wyrdwood“ und „Götter des Wyrdwood“; da ich das Werk aber so betrachten möchte, wie es vom Autor gedacht ist, und es dramaturgisch gesehen auch absolut Sinn macht, betrifft meine Rezension beide Deutschen Bände. Und ich empfehle auch dringend, beide Bände als ein Buch zu betrachten und zusammen zu lesen! „Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war, wer er sein konnte. Und manchmal musste man aufhören, wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte.“ (Götter des Wyrdwood S.278) R.J. Barker liefert uns mit seiner Wyrdwood-Trilogie High-Fantasy vom Allerfeinsten, das muss man schon ganz klar sagen! Ich hatte zuerst geplant, die Reihe auf Englisch anzufangen, bin nun aber doch sehr froh, auf die Deutschen Bücher gewechselt zu sein. Das Worldbuilding ist sehr komplex und man benötigt schon den ersten Band „Wächter des Wyrdwood“ um ansatzweise durchzusteigen, was hier eigentlich los ist und wie sich diese Welt zusammensetzt. Dazu kommen ungewohnte Begriffe, sodass ich rückblickend befürchte, dass ich auf Englisch wohl abgebrochen hätte. Dabei lohnt es sich so sehr, sich hier durchzubeißen, dranzubleiben, die Fragen die man hat, einfach sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sie im späteren Verlauf in Ansätzen beantworten werden. Das Lesetempo war dadurch für mich am Anfang eher langsam, ich habe viel markiert und Barker führt uns eher Stück für Stück in die Welt ein, die Handlung schreitet eher gemächlich voran. Das zweite Buch „Götter das Wyrwood“ habe ich dagegen innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, da man hier nur so durchfegt und die Handlung rasant voranschreitet und actiongeladen ist. Der Wald ist hier nicht nur Hauptschauplatz, sondern als ein lebender Organismus zu betrachten, der die Welt beherrscht und lenkt und die Welt wird von einem Kampf der Götter dominiert, die hier in einer großen Anzahl vorhanden sind. Iftal ist der Schöpfer der Welt, er erschuf die Götter und die Götter die Menschen, dass sie ihnen halfen, über die Welt zu wachen und über den Sternenpfad ins Paradies zu gelangen. Durch Eifersüchteleien spalteten sich die Götter, das Gleichgewicht der Welt wurde gestört, Iftal verbannte die Götter und verteilte sie im Wald. Von Menschen gefunden gaben die Götter den Menschen Cottas, die mit Kraft genährt werden müssen, um die Gottheiten zu erhalten, so dass Iftal eines Tages wiedergeboren werden kann und sie wieder auf dem Sternenpfad wandeln können. Doch die bösen Götter, die Oseren, die unter die Erde verbannt wurden, erheben sich hier und da und täuschen Menschen um wieder an Macht zu gelangen. So erzählt man es sich. Die Zeiten sind geprägt von vielen Macht- und Gottwechseln, Jeder Gott behauptet, „Der Eine“ zu sein und wer ihm nicht folgt und Treue schwört, wird gnadenlos hingerichtet. Der mächtigste Mensch mit einer Cotta und direkter Unterstellter des Gotts ist der Cotta-Rai und es wird gesagt, dass es in jeder Generation nur einen wahren Cotta-Rai gibt, alle Anderen sind Betrüger. Doch ist das wirklich die Wahrheit? Cahan-du-Nahere wurde einst vom Gott Zorir-der-im-Feuer-wandelt auserwählt, der nächste Cotta-Rai zu sein. Doch diese Zeiten sind vorbei; nun herrscht die Gottheit Tarl-an-Gig. Cahan möchte mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben; als Clanloser gehört er sowieso zum „Abschaum der Gesellschaft“ und er fristet sein Dasein auf einem ablegenden kleinen Hof, den er bewirtschaftet. Doch das Wissen um seine Existenz kann nicht auf ewig verborgen bleiben und es wird Jagd auf ihn gemacht, denn alle „falschen Cotta-Rai“ müssen vernichtet werden, es darf nur noch die Gläubigen zu Tarl-an-Gig geben. Und dann gibt es da Venn, ein Falnist, derer eine Cotta in sich trägt, sie aber nicht erwachen lassen will. Denn die Cotta wird mit dem Leben eines anderen Menschen gefüttert und Venn möchte kein Leben nehmen. Doch Venns Mutter, Unterstellte der Cotta-Rai Tarl-an-Gigs und Hohe Leoric (Regentin) von Haranspeyer, möchte Venn um jeden Preis umstimmen. Auch Cahan hat sich geschworen, kein Leben mehr zu nehmen und seine Cotta nie mehr zu füttern. Und welch ungeahnte Dinge geschehen, wenn Venns und Cahans Wege sich kreuzen, müsst ihr selbst lesen… Wie ich bereits sagte, hat Barker hier eine sehr komplexe Welt geschaffen, dessen man sich bewusst sein muss und auf die man sich auch einlassen muss. Wir bekommen hier nichts auf dem Silbertablett serviert, sondern es erschließt sich erst alles nach und nach. Wer dies mag und davor nicht zurückschreckt, bekommt hier grandiose High-Fantasy mit einem eigenen Zeitsystem, allumfassenden Geschlechterrollen (Falnisten sind z.B. geschlechtsneutral), neuartigen Beziehungskonstrukten (Erstfrau, Zweitmann, usw.) und vielen fantastischen (Wald-)Wesen. Die Geschichte ist durchaus auch recht kriegslastig und mit entsprechenden brutalen Szenen ausgestattet. Was mir sehr gut gefallen hat ist aber die alles umfassende Weltanschauung, dass wir alle eins und miteinander verbunden sind in dieser Welt - und das setzt ein deutliches Gegengewicht zu den Kriegsthemen. Der Epilog in „Götter des Wyrdwood“ hat mir regelrecht die Schuhe ausgezogen, da er alles vorher Geschehene nochmal völlig auf den Kopf gestellt hat und mich Fassungslos zurückgelassen hat! Für ein Highlight hat es nicht ganz gereicht, aber ich würde nicht ausschließen, dass es das bei den folgenden Bänden noch werden könnte. Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu der Qualität der Printausgaben verlieren. Die Bücher von Panini-Books ließen sich in der Vergangenheit leider sehr schlecht lesen, da sie sehr steif waren und man den Buchrücken dermaßen oft brechen musste, um die Bücher überhaupt aufschlagen zu können. Das hat den Lesespaß deutlich gemindert und auch unter uns Lesenden zu Unmut geführt, der aber auch mit dem Verlag kommuniziert wurde. Laut meinen Informationen (ohne Gewähr), hat der Panini-Verlag die Druckerei ab einem gewissen Zeitpunkt gewechselt. Hat sich die Qualität der Ausgaben dadurch verbessert? Meine Antwort: JA! „Wächter des Wyrdwood“ habe ich in der ‚alten Ausgabe‘ und der Buchrücken wurde während des Lesens zu einer einzigen Faltenlandschaft. „Götter des Wyrdwood“ (1. Auflage März 2025) fasst sich immernoch ein bisschen schwer und klobig an (die Seiten sind auch recht dick), ABER der Buchrücken ist KOMPLETT UNVERSEHRT geblieben!!!🙏 Ich bin sehr positiv überrascht und kann guten Gewissens sagen, dass sich die Bücher von Panini Books nun „unfallfrei“ lesen lassen und hiermit auch positive Rückmeldung an den Verlag geben!

Der Wald
In diesem Teil ging es drunter und drüber. Und es ist faszinierend wie sich Udinny verwandelt hat,seit sie die Asten getroffen hat. Genauso wie das Kind das ja mehr als eines ist. Cahan erleidet Schmerz ohne Ende. Großartig geschrieben und nun hoffe ich auf mehr,denn da ist noch vieles offen. Ich hab es geliebt in dieser Welt zu sein. Absolute Empfehlung







