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Am Ende mehr Romance als Thriller 🤺
Der Klappentext klingt vielversprechend und einmal nach einer völlig neuen Idee. Deshalb klang If Books Could Kill für mich nach einem echten Highlight: Eine Frau landet in einem Buch und muss feststellen, dass ihr vermeintlicher Book Boyfriend plötzlich der Antagonist eines Thrillers ist. Allein diese Prämisse ist unglaublich kreativ und hat mich sofort neugierig gemacht und darum war ich sehr froh, dass mir Netgalley.de dafür das Rezensionsexemplar als Hörbuch zur Verfügung gestellt hat - vielen lieben Dank dafür 🫶🏻 Der Einstieg konnte mich dementsprechend auch richtig packen. Die Geschichte beginnt spannend, die Meta-Ebene rund um Bücher und Genres macht Spaß und als Vielleserin musste ich über die vielen Anspielungen auf bekannte Romance-Tropes schmunzeln. Psychologisch fand ich den Gedanken spannend, dass wir Leser uns auf die "Regeln" eines Genres verlassen. In einer Romance fühlen wir uns sicher - schließlich gibt es (meistens) ein Happy End. Was passiert also, wenn diese Sicherheit plötzlich wegfällt? Leider blieb genau dieses Potenzial für mich weitgehend ungenutzt. Nach dem starken Anfang verlor die Geschichte zunehmend an Spannung und entwickelte sich immer mehr zu einer Romance. Zwar gibt es immer wieder Thriller-Elemente, doch sie wirkten auf mich nie wirklich bedrohlich. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Figuren tatsächlich in Gefahr sind. Statt Nervenkitzel überwog bei mir eher der Eindruck, einer Liebesgeschichte mit ein paar Thriller-Versatzstücken zu folgen, was für viele Leser gut ist, mich aber eher enttäuscht zurück gelassen hat. Besonders schade fand ich, dass das Buch am Ende genau in die Klischees zurückfällt, mit denen es zu Beginn eigentlich gespielt hat. Aus der originellen Idee wird letztlich doch wieder eine recht klassische Romance inklusive Happy End. Für mich fühlte es sich fast so an, als hätte die Autorin den Mut verloren, ihre eigene außergewöhnliche Prämisse bis zum Ende konsequent durchzuziehen. Dadurch wirkte das Finale auf mich deutlich vorhersehbarer, als ich es nach dem vielversprechenden Einstieg erwartet hatte. Ich habe das Hörbuch gehört, was den Roman insgesamt sogar etwas aufgewertet hat. Die Sprecherin hat die lockere Atmosphäre und die vielen Dialoge angenehm transportiert und sorgten dafür, dass sich das Buch trotz der Längen gut weghören ließ. Mein Fazit: If Books Could Kill lebt von einer großartigen Idee, die für mich leider stärker war als ihre Umsetzung. Der Anfang verspricht einen originellen Meta-Thriller, entwickelt sich aber immer mehr zu einer recht klassischen Romance mit bekannten Klischees. Weder der Thriller-Aspekt noch der Humor konnten mich wirklich überzeugen. Unterhalten hat mich das Buch durchaus - begeistert leider nicht.

3 days ago
Am Ende mehr Romance als Thriller 🤺
Der Klappentext klingt vielversprechend und einmal nach einer völlig neuen Idee. Deshalb klang If Books Could Kill für mich nach einem echten Highlight: Eine Frau landet in einem Buch und muss feststellen, dass ihr vermeintlicher Book Boyfriend plötzlich der Antagonist eines Thrillers ist. Allein diese Prämisse ist unglaublich kreativ und hat mich sofort neugierig gemacht und darum war ich sehr froh, dass mir Netgalley.de dafür das Rezensionsexemplar als Hörbuch zur Verfügung gestellt hat - vielen lieben Dank dafür 🫶🏻 Der Einstieg konnte mich dementsprechend auch richtig packen. Die Geschichte beginnt spannend, die Meta-Ebene rund um Bücher und Genres macht Spaß und als Vielleserin musste ich über die vielen Anspielungen auf bekannte Romance-Tropes schmunzeln. Psychologisch fand ich den Gedanken spannend, dass wir Leser uns auf die "Regeln" eines Genres verlassen. In einer Romance fühlen wir uns sicher - schließlich gibt es (meistens) ein Happy End. Was passiert also, wenn diese Sicherheit plötzlich wegfällt? Leider blieb genau dieses Potenzial für mich weitgehend ungenutzt. Nach dem starken Anfang verlor die Geschichte zunehmend an Spannung und entwickelte sich immer mehr zu einer Romance. Zwar gibt es immer wieder Thriller-Elemente, doch sie wirkten auf mich nie wirklich bedrohlich. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Figuren tatsächlich in Gefahr sind. Statt Nervenkitzel überwog bei mir eher der Eindruck, einer Liebesgeschichte mit ein paar Thriller-Versatzstücken zu folgen, was für viele Leser gut ist, mich aber eher enttäuscht zurück gelassen hat. Besonders schade fand ich, dass das Buch am Ende genau in die Klischees zurückfällt, mit denen es zu Beginn eigentlich gespielt hat. Aus der originellen Idee wird letztlich doch wieder eine recht klassische Romance inklusive Happy End. Für mich fühlte es sich fast so an, als hätte die Autorin den Mut verloren, ihre eigene außergewöhnliche Prämisse bis zum Ende konsequent durchzuziehen. Dadurch wirkte das Finale auf mich deutlich vorhersehbarer, als ich es nach dem vielversprechenden Einstieg erwartet hatte. Ich habe das Hörbuch gehört, was den Roman insgesamt sogar etwas aufgewertet hat. Die Sprecherin hat die lockere Atmosphäre und die vielen Dialoge angenehm transportiert und sorgten dafür, dass sich das Buch trotz der Längen gut weghören ließ. Mein Fazit: If Books Could Kill lebt von einer großartigen Idee, die für mich leider stärker war als ihre Umsetzung. Der Anfang verspricht einen originellen Meta-Thriller, entwickelt sich aber immer mehr zu einer recht klassischen Romance mit bekannten Klischees. Weder der Thriller-Aspekt noch der Humor konnten mich wirklich überzeugen. Unterhalten hat mich das Buch durchaus - begeistert leider nicht.
3 days ago








