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Crime

Totenliste

Language
German
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About the book

Kommissar Oppenheimers vierter Fall: ein packender Krimi über eine Mordserie im zerbombten Berlin von Glauser-Preisträger Harald Gilbers.

Berlin 1946. Nach Kriegsende nutzt Kommissar Oppenheimer seinen kriminalistischen Spürsinn, um Vermisste ausfindig zu machen. Routinemäßig besucht er dazu die Berliner Flüchtlingslager. Als der verunstaltete Leichnam eines vertriebenen "Volksdeutschen" aufgefunden wird, bekommt Oppenheimer von dem sowjetischen Oberst Aksakow den Befehl, sich mit der Sache zu beschäftigen. Weitere brutale Morde lassen nicht lange auf sich warten. Offenbar arbeitet der Täter eine Liste mit NS-Schergen ab, um späte Rache zu nehmen ...

"Historisch sehr akkurat, atmosphärisch dicht und zudem noch ungemein spannend." Frankfurter Allgemeine Zeitung online

Editions (3)

ISBN9783426521823
PublisherKnaur Taschenbuch
Publication Date09/03/18
Pages512

Reviews & Ratings

12 ratings

6 reviews

4.5

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  • patriclife
    patriclife

    392 Followers

    4.0

    Täter oder Opfer ? Ist Rache legitim ?

    1946 ein extrem kalter Dezember verursacht nach dem Krieg eine Hungersnot. Ein Toter wird gefunden und Oppenheimer wird gebeten die Umstände näher zu untersuchen. Schon bald wird daraus eine ganze Serie und die Spur führt zu einem Dorf bei Berlin... Ich mag die Reihe gerade wegen der historisch authentischen Hintergründe, die zu der Geschichte gehören aber nicht in den Vordergrund drängen, wie die Abstimmungsprobleme der Alliierten, Probleme mit Strom etc. Der Fall ist präsent ohne die Alltagsprobleme aus den Augen zu verlieren . Der Fall hat mir gerade von den Beweggründen gut gefallen aber ich hätte gern über das Ende mehr erfahren. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

    Jul 4, 2024

  • beajayy
    beajayy

    433 Followers

    4.0

    Ein sehr gelungener historischer Roman, der durch seine authentische Atmosphäre und tiefgründige Geschichte überzeugt. Die Schwächen in der Nebenhandlung werden durch die Hauptgeschichte mehr als ausgeglichen. Eine klare Leseempfehlung für Fans anspruchsvoller historischer Romane.

    Als Fan der Oppenheimer-Reihe hatte ich hohe Erwartungen an den vierten Teil “Totenliste” - und wurde nicht enttäuscht. Während des Lesens hat mich die düstere Atmosphäre im zerstörten Nachkriegs-Berlin regelrecht gefesselt. Man spürt förmlich die Kälte des Winters 1946, riecht den Schutt der Trümmerlandschaft und fühlt die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Was mich besonders berührt hat, war die Art und Weise, wie Gilbers die Geschichte erzählt. Die Leichenfunde mit den beschrifteten Körpern haben mich erschaudern lassen, aber nicht auf eine reißerische Art. Vielmehr war es die unterschwellige Spannung und das beklemmende Gefühl, dass hier etwas Grauenvolles ans Licht kommt. Oppenheimer ist mir als Hauptfigur über die Reihe hinweg ans Herz gewachsen. Seine inneren Konflikte, seine Müdigkeit angesichts der nicht enden wollenden Grausamkeiten und dennoch sein unbedingter Wille zur Aufklärung machen ihn sehr menschlich. Ich konnte seine Zerrissenheit während der Ermittlungen gut nachempfinden. Die historischen Details sind wieder bemerkenswert gut recherchiert. Anders als in vielen anderen Nachkriegskrimis fühlt sich hier nichts aufgesetzt an. Die Spannungen zwischen den Besatzungsmächten, der aufkeimende Kalte Krieg, die Not der Bevölkerung - all das wird so authentisch beschrieben, dass ich mich beim Lesen oft fragte, wie die Menschen diese Zeit überhaupt überstehen konnten. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, dass einige Nebenstränge der Geschichte ausführlicher behandelt worden wären. Auch gab es Momente, wo die Handlung etwas sprunghaft wirkte. Das hat mich zeitweise aus dem Lesefluss gerissen. “Totenliste” ist definitiv kein gewöhnlicher Krimi zum schnellen Durchlesen. Der Roman hat mich noch lange nach dem Zuklappen beschäftigt. Die Verbindung zur KZ-Vergangenheit und die Frage nach Schuld und Sühne sind erschütternd aktuell. Gilbers schafft es, Geschichte erlebbar zu machen, ohne zu moralisieren. Das Buch hat mich tief bewegt und nachdenklich gemacht - genau das erwarte ich von guter Literatur. Ein besonderer Pluspunkt ist auch die spürbare Weiterentwicklung der Serie. Der Autor hat seinen Stil gefunden und die Geschichte wirkt reifer als die vorherigen Bände. Wer historische Romane mit Tiefgang mag und sich nicht scheut, sich auch mit den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte auseinanderzusetzen, dem kann ich “Totenliste” nur empfehlen.

    Jan 12, 2025

  • astroeva
    astroeva

    116 Followers

    4.0

    Langsam stetig steigende Spannung

    Sehr guter 4. Teil doch mir fehlten die regelmäßig en Treffen mit Hilde und mal etwas entspannen zwischendurch. Es ist auch manchmal etwas mit lockeren Fäden. Einmal dauert die geschichtliche Berichte etwas zu lange und das Ende ist etwas kurz trotz Prolog. Ich wußte die Vorgeschichte von Mielke und Ulbricht etc fast gar nicht. Bin Wessie. Das ist sehr gut was der englische Autor uns vermittelt. Oppenheimer zeigt wieder seine Spürnase. Diese Bände muss man schon in Reihenfolge lesen. Band 5 ist schon in der Warteschlange.

    May 11, 2025

3 of 6 reviews

Author

About Harald Gilbers

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Sein Romandebüt »Germania«, der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt. In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, »Odins Söhne«, wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.

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