Totenliste

Totenliste

by Harald Gilbers·Book 4 of 9
Softcover
4.512
Krimi BerlinNationalkomitee Freies DeutschlandNationalsozialismusKollaborateure

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Description

Kommissar Oppenheimers vierter Fall: ein packender Krimi über eine Mordserie im zerbombten Berlin von Glauser-Preisträger Harald Gilbers.

Berlin 1946. Nach Kriegsende nutzt Kommissar Oppenheimer seinen kriminalistischen Spürsinn, um Vermisste ausfindig zu machen. Routinemäßig besucht er dazu die Berliner Flüchtlingslager. Als der verunstaltete Leichnam eines vertriebenen "Volksdeutschen" aufgefunden wird, bekommt Oppenheimer von dem sowjetischen Oberst Aksakow den Befehl, sich mit der Sache zu beschäftigen. Weitere brutale Morde lassen nicht lange auf sich warten. Offenbar arbeitet der Täter eine Liste mit NS-Schergen ab, um späte Rache zu nehmen ...

"Historisch sehr akkurat, atmosphärisch dicht und zudem noch ungemein spannend." Frankfurter Allgemeine Zeitung online

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
512
Price
20.60 €

Author Description

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Sein Romandebüt »Germania«, der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt. In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, »Odins Söhne«, wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.

Posts

6
All
4

Täter oder Opfer ? Ist Rache legitim ?

1946 ein extrem kalter Dezember verursacht nach dem Krieg eine Hungersnot. Ein Toter wird gefunden und Oppenheimer wird gebeten die Umstände näher zu untersuchen. Schon bald wird daraus eine ganze Serie und die Spur führt zu einem Dorf bei Berlin... Ich mag die Reihe gerade wegen der historisch authentischen Hintergründe, die zu der Geschichte gehören aber nicht in den Vordergrund drängen, wie die Abstimmungsprobleme der Alliierten, Probleme mit Strom etc. Der Fall ist präsent ohne die Alltagsprobleme aus den Augen zu verlieren . Der Fall hat mir gerade von den Beweggründen gut gefallen aber ich hätte gern über das Ende mehr erfahren. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

4

Ein sehr gelungener historischer Roman, der durch seine authentische Atmosphäre und tiefgründige Geschichte überzeugt. Die Schwächen in der Nebenhandlung werden durch die Hauptgeschichte mehr als ausgeglichen. Eine klare Leseempfehlung für Fans anspruchsvoller historischer Romane.

Als Fan der Oppenheimer-Reihe hatte ich hohe Erwartungen an den vierten Teil “Totenliste” - und wurde nicht enttäuscht. Während des Lesens hat mich die düstere Atmosphäre im zerstörten Nachkriegs-Berlin regelrecht gefesselt. Man spürt förmlich die Kälte des Winters 1946, riecht den Schutt der Trümmerlandschaft und fühlt die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Was mich besonders berührt hat, war die Art und Weise, wie Gilbers die Geschichte erzählt. Die Leichenfunde mit den beschrifteten Körpern haben mich erschaudern lassen, aber nicht auf eine reißerische Art. Vielmehr war es die unterschwellige Spannung und das beklemmende Gefühl, dass hier etwas Grauenvolles ans Licht kommt. Oppenheimer ist mir als Hauptfigur über die Reihe hinweg ans Herz gewachsen. Seine inneren Konflikte, seine Müdigkeit angesichts der nicht enden wollenden Grausamkeiten und dennoch sein unbedingter Wille zur Aufklärung machen ihn sehr menschlich. Ich konnte seine Zerrissenheit während der Ermittlungen gut nachempfinden. Die historischen Details sind wieder bemerkenswert gut recherchiert. Anders als in vielen anderen Nachkriegskrimis fühlt sich hier nichts aufgesetzt an. Die Spannungen zwischen den Besatzungsmächten, der aufkeimende Kalte Krieg, die Not der Bevölkerung - all das wird so authentisch beschrieben, dass ich mich beim Lesen oft fragte, wie die Menschen diese Zeit überhaupt überstehen konnten. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, dass einige Nebenstränge der Geschichte ausführlicher behandelt worden wären. Auch gab es Momente, wo die Handlung etwas sprunghaft wirkte. Das hat mich zeitweise aus dem Lesefluss gerissen. “Totenliste” ist definitiv kein gewöhnlicher Krimi zum schnellen Durchlesen. Der Roman hat mich noch lange nach dem Zuklappen beschäftigt. Die Verbindung zur KZ-Vergangenheit und die Frage nach Schuld und Sühne sind erschütternd aktuell. Gilbers schafft es, Geschichte erlebbar zu machen, ohne zu moralisieren. Das Buch hat mich tief bewegt und nachdenklich gemacht - genau das erwarte ich von guter Literatur. Ein besonderer Pluspunkt ist auch die spürbare Weiterentwicklung der Serie. Der Autor hat seinen Stil gefunden und die Geschichte wirkt reifer als die vorherigen Bände. Wer historische Romane mit Tiefgang mag und sich nicht scheut, sich auch mit den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte auseinanderzusetzen, dem kann ich “Totenliste” nur empfehlen.

4

Langsam stetig steigende Spannung

Sehr guter 4. Teil doch mir fehlten die regelmäßig en Treffen mit Hilde und mal etwas entspannen zwischendurch. Es ist auch manchmal etwas mit lockeren Fäden. Einmal dauert die geschichtliche Berichte etwas zu lange und das Ende ist etwas kurz trotz Prolog. Ich wußte die Vorgeschichte von Mielke und Ulbricht etc fast gar nicht. Bin Wessie. Das ist sehr gut was der englische Autor uns vermittelt. Oppenheimer zeigt wieder seine Spürnase. Diese Bände muss man schon in Reihenfolge lesen. Band 5 ist schon in der Warteschlange.

5

„Totenliste“ ist ebenso wie die vorherigen Bände atmosphärisch dicht und gut recherchiert. Oppenheimer arbeitet inzwischen für den Suchdienst, er ist dankbar für diese ruhige Arbeit, doch Oberst Aksakow benötigt erneut seinen Spürsinn. Die Morde sind erneut bizarr und lange Zeit bleibt das Motiv im Dunkeln, doch Oppenheimer und sein früherer Kollege Billhardt, der wieder als Kriminalbeamter arbeitet, decken nach und nach den Rachefeldzug eines ehemaligen KZ-Häftlings auf, der Unbeschreibliches erlebt hat und die Täter nicht ungestraft davonkommen lassen will. Man trifft auf zahlreiche alte Bekannte (Hilde, Lisa natürlich, der schwere Ede etc.), der spannende Plot ist wieder mit historischer Detailkenntnis verbunden und es gelingt dem Autor erneut, dem Leser das Gefühl zu vermitteln, mitten drin zu sein im fast völlig zerstörten Berlin im Hungerwinter 1946/1947.

5

Ein klasse 4. Teil um Kommissar Oppenheimer. Auch dieser Band konnte mich wieder auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte spielt im Berlin des Jahres 1946 und zeichnet ein geschichtlich gut recherchiertes Leben der Bevölkerung mit Hungersnot, rationiertem Wasser und Strom sowie einer bitteren Kälte. Zudem kommt, dass der jüdische Kommissar von den Besatzungsmächten engagiert wird, um zum einen einen der ihren zu entlasten und zum anderen einen Mörder zu jagen. Ich freue mich schon auf Teil 5, der dieses Jahr erscheint.

4

Spannend und historisch gut erzählt

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