Geflochtenes Süßgras

Geflochtenes Süßgras

Hardback
4.563
Native AmericansTraditionWissenschaftlichWiese

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Description

Robin Wall Kimmerer flicht aus indigener Weisheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse einen Zopf an Geschichten über die Großzügigkeit der Erde. Der Überraschungsbestseller aus den USA mit über einer Million verkaufter Exemplare.

»Man sieht die Welt nie wieder so wie zuvor, nachdem man sie durch Kimmerers Augen gesehen hat.« Elizabeth Gilbert

»Es ist die Art und Weise, wie sie Schönheit einfängt, die ich am meisten liebe, die Bilder von riesigen Zedern und wilden Erdbeeren, ein Wald im Regen und eine Wiese aus duftendem Süßgras werden Ihnen in Erinnerung bleiben, lange nachdem Sie die letzte Seite gelesen haben.« Jane Goodall

»Robin Wall Kimmerers »Geflochtenes Süßgras« las ich, als ich am Boden war; und es gab mir Trost und das Gefühl, dass es noch Hoffnung gibt für diesen Planeten.« Helen MacDonald

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Home & Garden
Format
Hardback
Pages
461
Price
28.80 €

Author Description

Robin Wall Kimmerer ist Mutter, Wissenschaftlerin, Professorin und Mitglied der Citizen Potawatomi Nation. Ihr Buch »Geflochtenes Süßgras« (Aufbau 2021) wurde zu einem gefeierten Publikumserfolg und zum Spiegel-Bestseller und steht seit seinem Erscheinen (2013) auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Kimmerer lebt in Syracuse, New York, wo sie als Professorin für Umweltbiologie und als Gründerin und Direktorin des Center for Native Peoples and the Environment arbeitet.

Posts

15
All
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„Breathe it in and you start to remember things you didn't know you'd forgotten.“ Der Blick auf die Natur durch die indigene Bevölkerung Amerikas ist voller Weisheit und Schönheit.

5

Leseempfehlung: Berührende neue Sichtweisen: Der Umgang mit Natur aus der Sicht der indigenen Völker Nordamerikas

Dieses Buch war für mich ein Highlight: Kimmerer ist Botanikerin und gleichzeitig indigenen Ursprungs. Sie verbindet in diesem Buch ihre Erkenntnisse aus beiden Welten zu einem - trotz des ungewöhnlichen Themas - spannenden und ergreifenden Buch über die Pflanzenwelt Nordamerikas. Besonders beeindruckend sind ihre Schilderungen der äußeren Welt aus der Sicht der indigenen Völker: Alles ist belebt, jeder Baum, jeder Fluss und jeder Stein ist wichtig und trägt zum Zusammenleben bei. Sie fordert, dass es zwischen Mensch und Natur ein Geben und Nehmen geben muss, eine Dankbarkeit für Alles, was wir an Nahrung etc. bekommen und dass wir etwas zurück geben müssen. Sie bringt diese indigenen Weisheiten in einen modernen Kontext, in dem sie auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit einbindet, durchaus kritisch aber nie abgehoben sondern immer "down to earth" und umsetzbar. Das Buch hat mich sehr beeindruckt, mein Wissen erweitert und mich in seinen Beschreibungen von Natur und Dankbarkeit bisweilen zu Tränen gerührt. Es ist allerdings auch teilweise etwas lang und detailliert in den botanischen und ökologischen Einzelheiten (Sachbuch).

4.5

Ein wunderschönes Buch, mit viel Weisheit verpackt in tiefgreifenden Metaphern für jeden, der bereit ist zuzuhören. Viele der Geschichten kann man sich mehrfach zu Gemüte führen, um sie besser zu verinnerlichen. Obwohl dieses Buch von jedem gelesen werden sollte, gibt es einen halben Stern weniger, da ich die "Opfermentalität" die ab und zu durchscheint nicht mag und ebensowenig die Kurzsichtigkeit mit der die Welt zwar schön beschrieben aber in keinster Weise darauf eingegangen wird, dass dieser Planet jedes Klima und jede Katastrophe ohne Probleme überstehen wird und unzählige Male schon überstanden hat. Die Erde wird weiter existieren und nur wir Menschen messen in unserem Egoismus zu, ob es dann besser oder schlechter ist. Wir nehmen uns als Menschen zu oft zu wichtig und übersteigern somit unseren vermeintlichen Einfluss nur allzu gerne. Ein harmonisches Miteinander mit der Natur und die Idee des Funken, den wir aber in uns tragen und streuen können, dies sollte für jeden ein Maßstab sein. Ein grandioses Buch, welches ich partiell mehr als einmal lesen werde.

5

"What if you were a teacher but had no voice to speak your knowledge? What if you had no language at all and yet there was something you needed to say? Wouldn't you dance it? Wouldn't you act it out? Wouldn't your every movement tell the story? In time you would be so eloquent that just to gaze upon you would reveal it all. And so it is with these silent green lives." This is the most important book I have read this year. The author is a Potawatomi and a scientist. I learned about indigenous knowledge and culture, gratitude, languages, family and ecology. And most importantly about reciprocity. The authors journey of learning about her heritage and then synchronizing it with science was the perfect introduction for we all are disconnected from nature and so I felt like I was better prepared and more open minded for the stories to come. We see what it means for humans to receive earths gifts, establish gratitude and build relationships with reciprocity with the land and nonhumans. In a beautiful, poetic style Robin Wall Kimmerer explains different examples for symbiosis between the land, humans, plants and animals with indigenous stories and ecological science. Story by Story we understand more and more that land is not a property/commodity, but sacred. That we need to learn to take care of it again. I don't reread books often, but I will definitely come back to these stories!

5

Ein Schatz! Ich liebe dieses Buch! Ich habe es zunächst als Hörbuch gehört (wunderschön gelesen von Eva Mattes). Aber es gab so viele Stellen, dich ich mir merken wollte, dass ich es auch noch das Papierbuch gekauft habe und es jetzt noch einmal lese. Nur schade, dass die Umschlaggestaltung so uninspiriert aussieht. Es gibt eine liebevoll illustrierte Ausgabe mit Auszügen aus dem Buch, aber das war mir einfach zu wenig des Inhaltes (ich habe sie trotzdem auch gekauft). Ich finde die Texte einfach sehr schön und teilweise geradezu poetisch, und dann ist das ganze Buch, sind die vielen Gedankenansätze so wohltuend und positiv. Es sind weniger konkrete Lösungsvorschläge für unsere multiplen Krisen, als vielmehr Vorschläge, die Welt und unseren Platz darin mit anderen Augen zu sehen. Eine versöhnliche Zusammenfügung indigenen Wissens und nüchterner westlicher Wissenschaft. Hinterlässt mich mit ganz viel Hoffnung und vielen Ideen für eine bessere Zukunft.

5

Ein so wichtiges Buch. Hören oder lesen und sich berühren lassen bitte 😌

4

Das Süßgras, nach seinem Duft auch Vanillegras genannt, gehört zu den wichtigsten Kulturpflanzen der indigenen Völker Nordamerikas. Ihm widmet Robin Wall Kimmerer nun ihr neustes, in deutscher Sprache erschienenes Buch. Darin vereint sie indigene Weisheit mit Wissenschaft und spiegelt damit auch ihre eigene Person wider, denn die Autorin ist Botanikerin und Mitglied der Citizen Potawatomi Nation. Am eigenen Leib erfährt sie den Widerspruch zwischen der Wissenschaft, die nur an rein objektiven Feststellungen interessiert ist und dem indigenen Verständnis, welche Pflanzen eine höhere und vor allem auch emotionale Bedeutung beimisst. Die Struktur des Buches folgt den verschiedenen Stadien des Süßgrasanbaus, vom Pflanzen, über das Hegen und Pflücken bis zum Ernten und Verbrennen. Jeden Schritt verbindet die Autorin dabei mit passenden Geschichten aus der indigenen Kultur, mit biologischen Betrachtungen über bestimmte Arten und die Umwelt im Allgemeinen, aber auch mit ihrer persönlichen Biografie. So beschreibt sie beispielsweise ihre Gedanken zum Muttersein oder den eigenen Weg zurück zu ihren indigenen Wurzeln, auf dem es ihr auch gelingt, den Blickwinkel ihrer Studierenden zu verändern. In „Geflochtenes Süßgras“ geht es jedoch um weitaus mehr, als die namensgebende Pflanze. Es ist vor allem ein Wegweiser über den richtigen Umgang mit der Natur, bei vielen indigenen Völkern das „Prinzip der Ehrenhaften Ernte“ genannt. Dieses besagt, vor der Ernte um Erlaubnis zu fragen, dankbar zu sein, nur so viel zu nehmen, wie man braucht und nie mehr als die Hälfte. Darüber hinaus nicht die erste Pflanze zu nehmen, die man sieht (es könnte ja die letzte sein) und demzufolge auch nicht die letzte. Ernten, ohne Schaden anzurichten, etwas an die Natur zurückgeben und vor allem: Teilen – Prinzipien, die wir heute wohl mit dem Wort „Nachhaltigkeit“ zusammenfassen würden. Dementsprechend beginnt und endet die indigene Schulwoche auch nicht mit dem „Pledge of Allegiance“, sondern dem „Thanksgiving Address“, einer traditionellen Danksagung der Onondaga. Das letzte Kapitel widmet sich dem „Verbrennen“ und somit der Zerstörung der Natur, verkörpert durch den Windigo, einen rachsüchtigen Geist, der von Menschen Besitz ergreift und sie zu Kannibalen macht. Ein erschreckend passendes Sinnbild auch für die „Umsiedlungspolitik“ der USA, die die indigenen Völker von dem Land vertrieb, auf dem sie schon immer gelebt hatten und ihre Kinder zur Umerziehung in Internate schickte. Es ist nicht vorstellbar, wie viel Wissen, wie viel Kultur und wie viele Sprachen bereits verloren gegangen sind und weiterhin verloren gehen. Fazit: Ein wichtiges Buch, in dem Robin Wall Kimmerer ihre Geschichten wie Süßgras zu einem Zopf flechtet, bei dem mir aber manchmal der Bezug der einzelnen Kapitel zueinander fehlt

5

Lobpreisungen wie "Die Autorin schafft es Wissenschaft und Spiritualität zu vereinen" lassen bei mir schnell die Alarmglocken läuten, besonders wenn man sich mal in die Spiri-Bubble begibt und unzähligen selbsternannten Spiritualitätscoaches oder "Hexen" begegnet, (die absolute Mehrheit ohne jegliche (natur)wissenschaftliche Ausbildung) welche genau dies von sich behaupten und dann mit Schwurbeleien um sich werfen, dass selbst der Homöopath von nebenan plötzlich vernünftig wirkt. Da ich selbst ein unreligiöser, aber sehr naturverbundener (furchtbar abgedroschenes Wort mittlerweile) Mensch bin und mich am ehesten mit einem pantheistischen Weltbild identifizieren kann, war ich auch immer schon der Naturspiritualität zugeneigt. Der romantisierte und neoliberalisierte Trend in der natursprirituellen Szene, der in immer krassere, esoterische Sphären abdriftet hat dazu geführt, dass ich mich in den letzten Jahren sehr stark von dieser Ecke distanziert habe. Robin Wall E. Kimmerer stellt gar nicht erst die Behauptung auf, irgendetwas vereinen zu wollen. Vielmehr schlägt sie eine Brücke von indigenen Weisheiten zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Text wirkt wie eine Liebeserklärung an die Naturwissenschaft und das, vielleicht gerade durch die Verbindung mit indigenen Lehren, viel glaubwürdiger und poetischer als es Richard Dawkins jemals vermag. "Wir messen und erfassen und analysieren. Und das könnte leblos wirken. Aber für uns sind es die Wege zum Verständnis der undurchschaubaren Leben anderer Arten als unserer eigenen. Staunend und demütig wissenschaftlich zu arbeiten, ist ein mächtiger Akt der Reziprozität außerhalb der menschlichen Spezies." "Ich bin noch nie einem Ökologen begegnet, der seinen Beruf wegen seiner Liebe zu Datenbanken oder dem Staunen über einen p-wert gewählt hat. Das sind nur Hilfsmittel mit denen wir die Artengrenze überschreiten, unserer Menschenhaut ablegen und Flossen oder Federn oder Laub tragen können, in dem Versuch andere so umfassend wie möglich kennenzulernen. Über die Naturwissenschaft lässt sich eine intime Beziehung, lässt sich Respekt zu anderen Arten aufbauen, wie es sonst nur durch die Beobachtungen von Hütern traditionellen Wissens möglich ist." Kimmerer nimmt ihre Leser gleich zu Anfang mit an den Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn. Sie schildert ihr Einstellungsgespräch an der Universität in dem sie die Frage nach ihrer Motivation für ein Botanikstudium, mit ihrem Wunsch verstehen zu können, warum Goldruten und Astern so schön zusammen aussehen, beantwortet. Eine kindlich-naive Frage will man meinen und natürlich wurde sie von den Professoren nicht ernst genommen. Es bleibt nicht das einzige Beispiel dafür wie sich vermeintlich banale Tatsachen oder Fragestellungen auf welche die Antwort offensichtlich zu sein scheint, sich nach wissenschaftlicher Untersuchung als vielschichtig und komplex herausstellen. Man sollte meinen, Wissenschaftler müssten gegenüber jeder wissenschaftlichen Fragestellung aufgeschlossen sein, doch trifft man auch hier viele Menschen die sich über die Jahre hinweg eine Meinung und Vorurteile zu bestimmten Themen bilden und die Falle tappen sich als weitsichtiger und klüger einzuschätzen als ihre jüngeren Studierenden oder Kollegen. Wissenschaftler sind eben auch nur Menschen. Kimmerers Überzeugung dass ein respekt- und liebevoller Umgang mit der Natur erwidert wird, dass Natur und Mensch ein System bilden, in dem beide Parteien gleichermaßen voneinander abhängig sind, ist sehr konträr zur gängigen Lehrmeinung. Ein faszinierender und interessanter Gedanke, denn es werden durchgängig Beispiele und Begründungen für diese Ansicht geliefert. Aber Kimmerer gibt auch andere Denkanstöße, sie beschreibt die ursprünglich von den Potawatomi praktizierte Schenkökonmie oder Ökonomie der Reziprozität. Es klingt fast zu schön um jemals wahr zu sein, aber es gibt dem Leser zu bedenken was man als Ware oder Geschenk betrachtet und wie man damit umgeht. Ich habe nicht unbedingt mit jedem einzelnen Punkt der Autorin übereingestimmt, bspw. ihre Ansichten zu Neophyten die sie gleichsetzt mit den weißen Siedlern und in ihnen die gleiche Unersättlichkeit und Habgier sieht. Ich persönlich tue mich etwas schwer mit derart starkem Antropomorphismus und Pflanzen einen bösen Willen zu unterstellen. Allerdings steht mir hier ein Urteil auch nicht ganz zu, denn ich bin geprägt von westlicher Philosophie, während Kimmerer als Potawatomi jeden Organismus als dem Menschen gleichbedeutend belebt und beseelt ansieht. Aus dieser Sicht, ist ihre Meinung vollkommen verständlich. Während unsere Gesellschaft davon geprägt ist Pflanzen und/oder Tiere als entweder minderwertig, höherwertig, schwächer, stärker zu betrachten und man sich entweder nach Lust und Laune bedienen darf oder anrühren komplett verboten ist, finden die von Kimmerer hier beschriebenen indigenen Kulturen ein gesundes Gleichgewicht in dem die ganz simple aber für Konsumgesellschaften scheinbar sehr schwierig umsetzbare Ethik "Nimm nur das was du zum Überleben brauchst". Oder um es mit den schöneren Worten der Autorin zu sagen: "Nimm nie mehr als die Hälfte. Nimm nie die erste Pflanze die du siehst, denn sie könnte die letzte an diesem Ort sein. Gib mehr zurück als du nimmst." Robin Wall Kimmerer lässt nicht aus, den momentanen ausbeuterischen Umgang mit der Natur und auch als Menschen untereinander anzusprechen. Sie sieht darin sinnbildlich den Wendigo der für unersättliche Gier steht. Doch hatte dieser Text nichts anprangerndes, sondern eher eine tiefe Traurigkeit die mich hoffen lässt mehr Menschen zu erreichen und zu versöhnen.

3

Ein Buch das zum Nachdenken anregt. Aber hätte mir den Schreibstil anders gewünscht. Fande das manchmal etwas mühsam da zu folgen.

4

Ich denke jeder Mensch sollte dieses Buch lesen, um die Verbindung mit der Natur zumindest erahnen zu können. Mir persönlich teilweise dennoch etwas zu viel Esoterik.

4.5

Achtsamkeit und Dankbarkeit durch Verständnis der Pflanzenwelt

Kimmerer schafft es durch die historischen und spirituellen Aspekte und gleichzeitig botanisches Fachwissen eine Demut im Leser zu erzeugen, die die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Ich danke für dieses Buch, denn es war wunderbar zu lesen durch die poetisch erzeugten Bilder und hat mich gelehrt, aufmerksamer und dankbarer mit der Pflanzenwelt, der wir unser Leben verdanken zu haben, umzugehen. Eine große Empfehlung, wenn man sich auf eine langen und anspruchsvollen Roman durchzogen mit Fachwissen einlassen kann und sich auf das Wesentliche konzentrieren möchte.

5

This was deeply moving. It will definitely change the way I speak about living beings. I loved when my non-English speaking friends would say ‘she’ when referring to an insect. It felt more than right. I will most likely be rereading this for years to come

Didn't find my way into it

5

This is a true masterpiece! I will throw a lot of commonly used words at you, but they are so true for this book: lifechanging eye-opening touching full of wisdom down to earth I learned a lot and it changed how I think about politics, governments and community. It definitely influenced the way I will approach certain future situations in every positive way. And I hope I can apply those teaching (especially on gratitude for the mundane) to my everyday life. Sometimes the book lost me a bit but the content is so valuable, it is 5 stars anyways. I can't and won't go further into detail. Read it. One hundred percent recommend ✨

2

sadly i dnf'd it after 3 of 4 parts i loved the first part but it just felt like a chore finishing it

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