Die Großzügigkeit der Felsenbirne
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Von der Autorin des Welt-Bestsellers »Geflochtenes Süßgras«
»Vom Horten zum Kreislauf, von der Unabhängigkeit zur Interdependenz, vom Verwunden zum Heilen; nur so können wir auch in Zukunft gedeihen.«
Was können wir von einem Baum lernen? Alles! Wie man sich einbringt, wie man teilt, wie man lebt. Die Felsenbirne – mit ihren köstlichen dunkelroten Beeren – steht hier als Sinnbild für alles, was wichtig ist: selbstloses Geben und verantwortungsvolles Nehmen. Für Gemeinschaft, Verbundenheit, Dankbarkeit. Dieses Buch lässt uns staunen über die Natur und über uns selbst.
Nach dem Weltbestseller »Geflochtenes Süßgras« schenkt uns Robin Wall Kimmerer ein weiteres Buch, das man nicht nur liest, sondern mit jeder Seite in sich aufnimmt.
»Robin Wall Kimmerer schreibt über Pflanzen und Menschen wie niemand vor ihr.« taz. Die Tageszeitung
»Eine bewegende Reflexion darüber, was wir von den Gaben eines Baums für eine gerechtere Gesellschaft lernen können.« TIME
»Dankbarkeit ist der Kern von Kimmerer Schreiben.« Deutschlandfunk Kultur
Book Information
Author Description
Robin Wall Kimmerer ist Mutter, Wissenschaftlerin, Professorin und Mitglied der Citizen Potawatomi Nation. Ihr Buch »Geflochtenes Süßgras« (Aufbau 2021) wurde zu einem gefeierten Publikumserfolg und zum Spiegel-Bestseller und steht seit seinem Erscheinen (2013) auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Kimmerer lebt in Syracuse, New York, wo sie als Professorin für Umweltbiologie und als Gründerin und Direktorin des Center for Native Peoples and the Environment arbeitet.
Posts
"Auch uns wird das Horten nicht retten." Da ich mich in letzter Zeit sehr mit meinem eigenen Konsumverhalten auseinandersetze, kam dieses kleine Büchlein wie gerufen. "Eine Ökonomie des Schenkens"; ein fast schon radikaler Gedanke in einer Zeit, in der wir uns für "Labubus" vor den Geschäften aufreihen. Große Empfehlung! Sollte man gelesen haben!
In der Natur ist alles im flow, nichts wird verschwendet, weggeworfen oder gehortet. Bäume, Vögel, Insekten, die ganze Natur – alles ist dauernd im Austausch miteinander. Es ist ein immerwährender Kreislauf. Im Büchlein wird die Felsenbirne ins Zentrum gestellt, sie ist ein bedeutender Strauch bei den indigenen Bewohnern Amerikas, seine Früchte sind nahrhaft und lassen sich zu vielen Speisen und Vorräten verarbeiten. Die Felsenbirne liefert durch die Fotosynthese aber auch Sauerstoff für alle Lebewesen, bietet den bestäubenden Insekten während der Blüte Nektar und Pollen und schenkt den Menschen und Vögeln im Frühsommer süsse Beeren und die Vögel verbreiten so wiederum die Samen – die Felsenbirne betreibt unbewusst eine Schenkökonomie. Sie verschenkt Pollen, Nektar, Sauerstoff, Beeren ohne Gegenleistung zu erwarten. Wäre es in unserer überbordenden Konsumgesellschaft nicht an der Zeit, sich an der Natur ein Vorbild zu nehmen und hin und wieder etwas zu verschenken? Fazit: Das Büchlein hat knapp über 100 Seiten ist aber voller Denkanstöße und hält unserer Konsumgesellschaft ganz schön den Spiegel vor Augen. Die Autorin hat eine funktionierende Schenkökonomie anhand der Felsenbirne wunderbar dargestellt. Statt Dinge zu horten und sich dauernd dem Anhäufen und dem Wachstum hinzugeben, kann eine Schenkung ein gutes Gefühl geben, das Gegenüber freut sich über die Errungenschaft und gleichzeitig wird Platz geschaffen, physisch und auch psychisch – und die Umwelt wird dadurch ebenfalls geschont. Dass die Felsenbirne – ein bei uns eher unbekannter Strauch ins Rampenlicht gesetzt wird, hat mich sehr gefreut, ich konnte noch einiges an Wissen rund um die Felsenbirne mitnehmen und kann nur empfehlen, einmal kleine Felsenbirnenfrüchte zu probieren, sie sind richtig lecker! Naturwissen und Rat gebende Denkanstöße machen zusammen mit den wundervollen Illustrationen die perfekte Mischung dieses Buches aus. Für mich ein Buch, das alle lesen - und vielleicht verschenken - sollten.

Gute Denkanstöße! 💫
Mich hat der Titel des Buchs gleich in seinen Bann gezogen. Die Felsenbirne kannte ich bisher nicht. Jetzt kann ich eine neue Pflanze in meinen Wissensschatz aufnehmen. Wobei die Felsenbirne in diesem Buch nur stellvertretend für fast alle Pflanzen und Ihre Verhaltensweisen herangezogen wird. Es geht um das Glück des Schenkens. Die Autorin zeigt in diesem Essay einen Gegenentwurf zum Kapitalismus wie wir ihn kennen. Statt Besitz anzuhäufen, befürwortet sie, alles Überflüssige und nicht Benötigte wegzulassen, weiterzugeben, zu verschenken. Und auch wenn die Schenkökonomie kein Ersatz für unser Wirtschaftssystem sein kann, können sie doch beide nebeneinander funktionieren. Und wer lebt das in meinen Augen, wenn auch nur in einem ganz kleinen Umfang, vor? Wir Bookies. Wir lassen uns z. B. ködern mit Farbschnitten, die es nur begrenzt gibt, machen diese künstliche Verknappung mit, heißen sie vielleicht gut, um auf der anderen Seite Bücher weiterzugeben, zu verschenken, ohne etwas dafür zu erwarten. Erhält man dann vielleicht ein positives Feedback, weil den Gegenüber das Buch bezaubert, ist das doch das schönste Geschenk, das man zurückbekommt. Dieses Verhalten könnte durchaus auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Im Buch bin ich auf folgenden Satz gestoßen: „Der Wohlstand der Gemeinschaft wächst mit der Dynamik der Beziehungen und nicht mit der Akkumulation von Gütern.“ Aber da liegt für mich die Krux, denn die meisten Menschen interessieren sich nicht für die Gemeinschaft, sondern nur für sich. Das sollten wir ändern. Das Buch bietet mit seinen knapp 140 Seiten dazu viele Denkanstöße. Ich habe es gerne gelesen. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. „Die Großzügigkeit der Felsenbirne“ ist ein wichtiger Essay, der jedoch nicht jeden Lesenden ansprechen wird. Wünschenswert wäre es allerdings. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Naturphilosophie mit Beerenaroma
Nun habe ich ein Buch über einen Baum gelesen. Genauer gesagt, über die Felsenbirne. Klingt erstmal nach dem botanischen Gegenstück zur Steuererklärung – aber weit gefehlt! Robin Wall Kimmerer schafft es, einer unscheinbaren Pflanze mehr Charisma zu verpassen als so manchem Fernsehmoderator. Da steckt Weisheit drin, Naturmagie, und so eine Art poetisches Kopfnicken Richtung Erdverbundenheit, die mich mehrmals beim Lesen kurz aus der Zivilisationsblase geholt hat. Kimmerer philosophiert, reflektiert und schiebt einem ganz nebenbei ein paar unbequeme Wahrheiten über unser Verhältnis zur Natur unter – aber so charmant, dass ich mich beim Ertapptwerden fast bedankt habe. Die Felsenbirne wird zur Superheldin im Unterholz, zur Lehrmeisterin für alles, was man in dieser seltsamen Welt oft vergisst: Dankbarkeit, Teilen, Atmen, nicht nur nehmen, sondern auch mal was zurückgeben. Die Übersetzung von Elsbeth Ranke ist übrigens auch keine graue Maus. Die trifft den Ton, lässt die Worte tanzen, ohne dabei ins Esoterikbecken zu fallen. Und die Illustrationen von John Burgoyne? Wie botanische Tattoos fürs Bücherregal – ich hab tatsächlich geblättert, nur um die Bilder noch mal anzuschauen. Ein paar Passagen waren mir dann doch ein bisschen zu weichgezeichnet – als hätte man auf einer Waldlichtung Räucherstäbchen angezündet und den Waldgeist um Rat gefragt. Aber hey, wer ein Buch mit dem Titel Die Großzügigkeit der Felsenbirne liest, darf sich nicht über einen Hauch spirituelle Schwärmerei wundern. Fazit: Eine wilde Mischung aus Öko-Weisheit, stiller Revolte und Beerenromantik. Ein bisschen verrückt, sehr inspirierend – wie ein Waldspaziergang mit einer Philosophin, die zufällig auch Biologin ist. Und ja, ich überlege jetzt ernsthaft, eine Felsenbirne in den Garten zu pflanzen.

Ein wertvolles Buch
Dieses kleine Buch hat es in sich. Auf knapp 140 Seiten berichtet uns die Autorin über die Schenkökonomie. Und was sich nach trockener Materie anhört, ist es ganz und gar nicht. Das Buch macht Spaß, inspiriert und bietet ganz neue Ansätze, die eigentlich schon Tradition haben. Das Schenken, und damit sind keine teuren Neuanschaffungen gemeint, festigt Beziehung und Bindungen innerhalb von Gemeinschaften. Das Teilen bringt Zusammenhalt und ich muss sagen, so habe ich darüber noch nie wirklich nachgedacht. Es geht um das eigentliche Schenken hinaus. Wir werfen einen Blick auf Kulturen, die Natur, das Nehmen und Geben. Es geht um Überfluss, der Gier nach immer mehr. Dieses Buch greift viel tiefer. Es geht um Liebe, Dankbarkeit, dem Miteinander. Es geht auch um Ökonomie im weitesten Sinne. Am Beispiel Wasser zeigt die Autorin auf, wie von etwas, das uns allen Gratis zur Verfügung stehen sollte, gezielt eine Verknappung erzeugt und somit ein Konsum vorprogrammiert wird. Dabei verknüpft sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Ausarbeitungen. Und es zeigt, wie sehr sich über die kleinste Gabe gefreut werden kann. Ich musste sofort an meine Mutter denken, die von einer Nachbarin Wolle geschenkt bekommen hat. Sie konnte all die Wolle nicht verstricken und hat sie an meine Tante gegeben, in deren Ort es einen Zusammenschluss von Frauen gibt, die ehrenamtlich für Frühchenstationen und Obdachlose aus Wollresten Mützen, Söckchen usw. stricken. Und diese Frauen haben sich so dermaßen über diese geschenkte Wolle gefreut. Genau das wird in diesem Buch thematisiert. Teilen um des Teilen willens. Nicht mit Hintergedanken, sondern um der Gemeinschaft zu nützen. Sich gegenseitig zu unterstützen. Geben, wenn man kann. Mich hat diese kurze Werk zum nachdenken gebracht. Wo könnte ich selber mehr einbringen. Ein tolles Buch. Und wo wir gerade beim Thema schenken sind: dieses Büchlein ist auch ein wunderbares Mitbringsel! Eine Leseempfehlung.

Ein Buch über die Natur, das anregt über unser Konsumverhalten und unser Wirtschaftssystem nachzudenken
Geschenkt bekommen von einer lieben Freundin war ich zuerst etwas skeptisch (schon wieder ein Achtsamkeitsbuch, das die Natur idealisiert🙄). "Es beginnt schon so kitschig: Der kühle Atem des Abends streicht von den bewaldeten Hügeln herab..." Doch dann habe ich es doch gelesen und war sehr positiv überrascht. Es liest sich sehr gut und die ausführlichen Naturbeschreibungen, die ich in Romanen immer überspringe, stellten sich als wesentliche Grundlage der Aussage des Buches vor. Diese stellt einen Gegenentwurf zu den konventionellen Wirtschaftstheorien dar, die Schenkökonomie. Das Buch spricht vieles aus, was ich mir schon öfter gedacht habe und gab mir viele neue Denkanstöße. Somit ist es gerade heute, da viele erkennen, dass es wie bisher nicht weitergeht,ein wichtiges Buch, das zeigt wie es anders gehen könnte ohne über den Zustand der Welt zu jammern. Ein Buch, dem man ganz viele interessierte und mutige Leser*innen wünscht, die bereit sind etwas anders zu machen und die an das Miteinander glauben und darin mit diesem Buch bestärkt werden.
Description
Von der Autorin des Welt-Bestsellers »Geflochtenes Süßgras«
»Vom Horten zum Kreislauf, von der Unabhängigkeit zur Interdependenz, vom Verwunden zum Heilen; nur so können wir auch in Zukunft gedeihen.«
Was können wir von einem Baum lernen? Alles! Wie man sich einbringt, wie man teilt, wie man lebt. Die Felsenbirne – mit ihren köstlichen dunkelroten Beeren – steht hier als Sinnbild für alles, was wichtig ist: selbstloses Geben und verantwortungsvolles Nehmen. Für Gemeinschaft, Verbundenheit, Dankbarkeit. Dieses Buch lässt uns staunen über die Natur und über uns selbst.
Nach dem Weltbestseller »Geflochtenes Süßgras« schenkt uns Robin Wall Kimmerer ein weiteres Buch, das man nicht nur liest, sondern mit jeder Seite in sich aufnimmt.
»Robin Wall Kimmerer schreibt über Pflanzen und Menschen wie niemand vor ihr.« taz. Die Tageszeitung
»Eine bewegende Reflexion darüber, was wir von den Gaben eines Baums für eine gerechtere Gesellschaft lernen können.« TIME
»Dankbarkeit ist der Kern von Kimmerer Schreiben.« Deutschlandfunk Kultur
Book Information
Author Description
Robin Wall Kimmerer ist Mutter, Wissenschaftlerin, Professorin und Mitglied der Citizen Potawatomi Nation. Ihr Buch »Geflochtenes Süßgras« (Aufbau 2021) wurde zu einem gefeierten Publikumserfolg und zum Spiegel-Bestseller und steht seit seinem Erscheinen (2013) auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Kimmerer lebt in Syracuse, New York, wo sie als Professorin für Umweltbiologie und als Gründerin und Direktorin des Center for Native Peoples and the Environment arbeitet.
Posts
"Auch uns wird das Horten nicht retten." Da ich mich in letzter Zeit sehr mit meinem eigenen Konsumverhalten auseinandersetze, kam dieses kleine Büchlein wie gerufen. "Eine Ökonomie des Schenkens"; ein fast schon radikaler Gedanke in einer Zeit, in der wir uns für "Labubus" vor den Geschäften aufreihen. Große Empfehlung! Sollte man gelesen haben!
In der Natur ist alles im flow, nichts wird verschwendet, weggeworfen oder gehortet. Bäume, Vögel, Insekten, die ganze Natur – alles ist dauernd im Austausch miteinander. Es ist ein immerwährender Kreislauf. Im Büchlein wird die Felsenbirne ins Zentrum gestellt, sie ist ein bedeutender Strauch bei den indigenen Bewohnern Amerikas, seine Früchte sind nahrhaft und lassen sich zu vielen Speisen und Vorräten verarbeiten. Die Felsenbirne liefert durch die Fotosynthese aber auch Sauerstoff für alle Lebewesen, bietet den bestäubenden Insekten während der Blüte Nektar und Pollen und schenkt den Menschen und Vögeln im Frühsommer süsse Beeren und die Vögel verbreiten so wiederum die Samen – die Felsenbirne betreibt unbewusst eine Schenkökonomie. Sie verschenkt Pollen, Nektar, Sauerstoff, Beeren ohne Gegenleistung zu erwarten. Wäre es in unserer überbordenden Konsumgesellschaft nicht an der Zeit, sich an der Natur ein Vorbild zu nehmen und hin und wieder etwas zu verschenken? Fazit: Das Büchlein hat knapp über 100 Seiten ist aber voller Denkanstöße und hält unserer Konsumgesellschaft ganz schön den Spiegel vor Augen. Die Autorin hat eine funktionierende Schenkökonomie anhand der Felsenbirne wunderbar dargestellt. Statt Dinge zu horten und sich dauernd dem Anhäufen und dem Wachstum hinzugeben, kann eine Schenkung ein gutes Gefühl geben, das Gegenüber freut sich über die Errungenschaft und gleichzeitig wird Platz geschaffen, physisch und auch psychisch – und die Umwelt wird dadurch ebenfalls geschont. Dass die Felsenbirne – ein bei uns eher unbekannter Strauch ins Rampenlicht gesetzt wird, hat mich sehr gefreut, ich konnte noch einiges an Wissen rund um die Felsenbirne mitnehmen und kann nur empfehlen, einmal kleine Felsenbirnenfrüchte zu probieren, sie sind richtig lecker! Naturwissen und Rat gebende Denkanstöße machen zusammen mit den wundervollen Illustrationen die perfekte Mischung dieses Buches aus. Für mich ein Buch, das alle lesen - und vielleicht verschenken - sollten.

Gute Denkanstöße! 💫
Mich hat der Titel des Buchs gleich in seinen Bann gezogen. Die Felsenbirne kannte ich bisher nicht. Jetzt kann ich eine neue Pflanze in meinen Wissensschatz aufnehmen. Wobei die Felsenbirne in diesem Buch nur stellvertretend für fast alle Pflanzen und Ihre Verhaltensweisen herangezogen wird. Es geht um das Glück des Schenkens. Die Autorin zeigt in diesem Essay einen Gegenentwurf zum Kapitalismus wie wir ihn kennen. Statt Besitz anzuhäufen, befürwortet sie, alles Überflüssige und nicht Benötigte wegzulassen, weiterzugeben, zu verschenken. Und auch wenn die Schenkökonomie kein Ersatz für unser Wirtschaftssystem sein kann, können sie doch beide nebeneinander funktionieren. Und wer lebt das in meinen Augen, wenn auch nur in einem ganz kleinen Umfang, vor? Wir Bookies. Wir lassen uns z. B. ködern mit Farbschnitten, die es nur begrenzt gibt, machen diese künstliche Verknappung mit, heißen sie vielleicht gut, um auf der anderen Seite Bücher weiterzugeben, zu verschenken, ohne etwas dafür zu erwarten. Erhält man dann vielleicht ein positives Feedback, weil den Gegenüber das Buch bezaubert, ist das doch das schönste Geschenk, das man zurückbekommt. Dieses Verhalten könnte durchaus auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Im Buch bin ich auf folgenden Satz gestoßen: „Der Wohlstand der Gemeinschaft wächst mit der Dynamik der Beziehungen und nicht mit der Akkumulation von Gütern.“ Aber da liegt für mich die Krux, denn die meisten Menschen interessieren sich nicht für die Gemeinschaft, sondern nur für sich. Das sollten wir ändern. Das Buch bietet mit seinen knapp 140 Seiten dazu viele Denkanstöße. Ich habe es gerne gelesen. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. „Die Großzügigkeit der Felsenbirne“ ist ein wichtiger Essay, der jedoch nicht jeden Lesenden ansprechen wird. Wünschenswert wäre es allerdings. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Naturphilosophie mit Beerenaroma
Nun habe ich ein Buch über einen Baum gelesen. Genauer gesagt, über die Felsenbirne. Klingt erstmal nach dem botanischen Gegenstück zur Steuererklärung – aber weit gefehlt! Robin Wall Kimmerer schafft es, einer unscheinbaren Pflanze mehr Charisma zu verpassen als so manchem Fernsehmoderator. Da steckt Weisheit drin, Naturmagie, und so eine Art poetisches Kopfnicken Richtung Erdverbundenheit, die mich mehrmals beim Lesen kurz aus der Zivilisationsblase geholt hat. Kimmerer philosophiert, reflektiert und schiebt einem ganz nebenbei ein paar unbequeme Wahrheiten über unser Verhältnis zur Natur unter – aber so charmant, dass ich mich beim Ertapptwerden fast bedankt habe. Die Felsenbirne wird zur Superheldin im Unterholz, zur Lehrmeisterin für alles, was man in dieser seltsamen Welt oft vergisst: Dankbarkeit, Teilen, Atmen, nicht nur nehmen, sondern auch mal was zurückgeben. Die Übersetzung von Elsbeth Ranke ist übrigens auch keine graue Maus. Die trifft den Ton, lässt die Worte tanzen, ohne dabei ins Esoterikbecken zu fallen. Und die Illustrationen von John Burgoyne? Wie botanische Tattoos fürs Bücherregal – ich hab tatsächlich geblättert, nur um die Bilder noch mal anzuschauen. Ein paar Passagen waren mir dann doch ein bisschen zu weichgezeichnet – als hätte man auf einer Waldlichtung Räucherstäbchen angezündet und den Waldgeist um Rat gefragt. Aber hey, wer ein Buch mit dem Titel Die Großzügigkeit der Felsenbirne liest, darf sich nicht über einen Hauch spirituelle Schwärmerei wundern. Fazit: Eine wilde Mischung aus Öko-Weisheit, stiller Revolte und Beerenromantik. Ein bisschen verrückt, sehr inspirierend – wie ein Waldspaziergang mit einer Philosophin, die zufällig auch Biologin ist. Und ja, ich überlege jetzt ernsthaft, eine Felsenbirne in den Garten zu pflanzen.

Ein wertvolles Buch
Dieses kleine Buch hat es in sich. Auf knapp 140 Seiten berichtet uns die Autorin über die Schenkökonomie. Und was sich nach trockener Materie anhört, ist es ganz und gar nicht. Das Buch macht Spaß, inspiriert und bietet ganz neue Ansätze, die eigentlich schon Tradition haben. Das Schenken, und damit sind keine teuren Neuanschaffungen gemeint, festigt Beziehung und Bindungen innerhalb von Gemeinschaften. Das Teilen bringt Zusammenhalt und ich muss sagen, so habe ich darüber noch nie wirklich nachgedacht. Es geht um das eigentliche Schenken hinaus. Wir werfen einen Blick auf Kulturen, die Natur, das Nehmen und Geben. Es geht um Überfluss, der Gier nach immer mehr. Dieses Buch greift viel tiefer. Es geht um Liebe, Dankbarkeit, dem Miteinander. Es geht auch um Ökonomie im weitesten Sinne. Am Beispiel Wasser zeigt die Autorin auf, wie von etwas, das uns allen Gratis zur Verfügung stehen sollte, gezielt eine Verknappung erzeugt und somit ein Konsum vorprogrammiert wird. Dabei verknüpft sie persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Ausarbeitungen. Und es zeigt, wie sehr sich über die kleinste Gabe gefreut werden kann. Ich musste sofort an meine Mutter denken, die von einer Nachbarin Wolle geschenkt bekommen hat. Sie konnte all die Wolle nicht verstricken und hat sie an meine Tante gegeben, in deren Ort es einen Zusammenschluss von Frauen gibt, die ehrenamtlich für Frühchenstationen und Obdachlose aus Wollresten Mützen, Söckchen usw. stricken. Und diese Frauen haben sich so dermaßen über diese geschenkte Wolle gefreut. Genau das wird in diesem Buch thematisiert. Teilen um des Teilen willens. Nicht mit Hintergedanken, sondern um der Gemeinschaft zu nützen. Sich gegenseitig zu unterstützen. Geben, wenn man kann. Mich hat diese kurze Werk zum nachdenken gebracht. Wo könnte ich selber mehr einbringen. Ein tolles Buch. Und wo wir gerade beim Thema schenken sind: dieses Büchlein ist auch ein wunderbares Mitbringsel! Eine Leseempfehlung.

Ein Buch über die Natur, das anregt über unser Konsumverhalten und unser Wirtschaftssystem nachzudenken
Geschenkt bekommen von einer lieben Freundin war ich zuerst etwas skeptisch (schon wieder ein Achtsamkeitsbuch, das die Natur idealisiert🙄). "Es beginnt schon so kitschig: Der kühle Atem des Abends streicht von den bewaldeten Hügeln herab..." Doch dann habe ich es doch gelesen und war sehr positiv überrascht. Es liest sich sehr gut und die ausführlichen Naturbeschreibungen, die ich in Romanen immer überspringe, stellten sich als wesentliche Grundlage der Aussage des Buches vor. Diese stellt einen Gegenentwurf zu den konventionellen Wirtschaftstheorien dar, die Schenkökonomie. Das Buch spricht vieles aus, was ich mir schon öfter gedacht habe und gab mir viele neue Denkanstöße. Somit ist es gerade heute, da viele erkennen, dass es wie bisher nicht weitergeht,ein wichtiges Buch, das zeigt wie es anders gehen könnte ohne über den Zustand der Welt zu jammern. Ein Buch, dem man ganz viele interessierte und mutige Leser*innen wünscht, die bereit sind etwas anders zu machen und die an das Miteinander glauben und darin mit diesem Buch bestärkt werden.











