Kaste
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Description
Book Information
Author Description
Isabel Wilkerson wurde als erste Schwarze Frau mit einem Pulitzer-Preis für Journalismus ausgezeichnet und leitete viele Jahre das Büro der New York Times in Chicago. Sie hat in Harvard und Princeton gelehrt und unterrichtet zurzeit an der Boston University.
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„Ein Kastensystem ist ein künstliches Konstrukt, […] die die vermeintliche Überlegenheit einer Gruppe gegenüber anderen Gruppen auf der Grundlage von Abstammung und weiteren unveränderlichen Merkmalen festgelegt, Merkmalen, die abstrakt gesehen neutral wären, denen aber in einer existenziellen Hierarchie eine Bedeutung zugeschrieben wird, die die dominante Kaste begünstigt, deren Vorfahren sie geschaffen haben. Ein Kastensystem bedient sich starrer, oft willkürlicher Grenzen“ (S. 37-38). Die Autorin Isabel Wilkerson bezieht sich mit dieser Definition auf drei Kastensysteme, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte herauskristallisiert haben: Das Kastenwesen der Nationalsozialist:innen Das Kastensystem Indiens Die Kastenpyramide in den USA Das Buch schenkt den Menschen innerhalb des amerikanischen Kastensystems die größte Aufmerksamkeit. Isabel Wilkerson hat mit „Kaste. Die Ursprünge unseres Unbehagens“ ein umfassendes Sachbuch geschrieben, das sich vor allem durch eine detaillierte Recherche auszeichnet. Für das Buch war die Autorin in regem Austausch mit verschiedenen Menschen während diverser Reisen. Puh. Dieses 576 Seiten starke Buch lag zu Beginn wirklich schwer in meiner Hand, aber kaum hatte ich reingelesen war ich sehr begeistert davon. Spoiler: Die Begeisterung hat bis zum Ende angehalten! Die Sprache ist verständlich und bleibt auf einem sachlichen Niveau, obwohl Isabel Wilkerson auch private Erlebnisse einstreut. „Ich bin eine US-amerikanische Unberührbare. Ich bin eine US-amerikanische Dalit. Und ich bin der lebende Beweis dafür, dass das Konzept der Kaste etwas künstliches ist“ (S. 224). Neben den eigenen Erfahrungen führt die Autorin unzählige Belege an und untermauert so ihre Thesen. Die aufgegriffenen Beispiele lassen sich in den Bereichen Rassismus, Klassismus und Sexismus verorten. „Das Kastensystem stellte sicher, dass Schwarze Menschen scheitern, indem es ihnen jede Aussicht auf Erfolg verwehrte“ (S. 299). Des Weiteren beinhaltet das Buch kursiv geschrieben Einschübe, aus denen sich Botschaften eines Appels an die Leserschaft ableiten lassen,. Außerdem wird an diesen Stellen zu gedanklichen Experimenten eingeladen. Ein wirklich wichtiges und sehr informatives Buch, welches für mich von Anfang an ein Highlight war! Lest es, lohnt sich sehr. CN: Mord, Folter, Misshandlung, Gewalt Aus dem Amerikanischen von Jan Wilm.

While in some ways Wilkerson offers a powerfully internationalist perspective on CRT, this book is limited in its scope. By relying too heavily on scattered anecdotes to make her point, Wilkerson sacrifices a more thorough depth of analysis for a broad collection of substantiating examples: one that ends up feeling more like a scroll-through of social media headlines than a deep exploration of social theory. One particularly egregious oversimplification is Wilkerson's assertion that there are only three examples of true caste systems in the world. This reduction indicates a willful selectiveness among the horrifically-myriad manifestations of colorism that exist throughout the world as a result of imperialism and colonialism, and selects only those caste systems deemed familiar or tangible to a white American eurocentric perspective: India's, Nazi Germany's, and the USA's. I certainly understand why this book is such a popular introductory rendition of CRT and has landed itself on anti-racist book lists everywhere. For those exact same reasons of centrist palpability I find this book to be insufficient in extending its assertions to what could have been a genuinely Pan-African lens.
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Isabel Wilkerson wurde als erste Schwarze Frau mit einem Pulitzer-Preis für Journalismus ausgezeichnet und leitete viele Jahre das Büro der New York Times in Chicago. Sie hat in Harvard und Princeton gelehrt und unterrichtet zurzeit an der Boston University.
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„Ein Kastensystem ist ein künstliches Konstrukt, […] die die vermeintliche Überlegenheit einer Gruppe gegenüber anderen Gruppen auf der Grundlage von Abstammung und weiteren unveränderlichen Merkmalen festgelegt, Merkmalen, die abstrakt gesehen neutral wären, denen aber in einer existenziellen Hierarchie eine Bedeutung zugeschrieben wird, die die dominante Kaste begünstigt, deren Vorfahren sie geschaffen haben. Ein Kastensystem bedient sich starrer, oft willkürlicher Grenzen“ (S. 37-38). Die Autorin Isabel Wilkerson bezieht sich mit dieser Definition auf drei Kastensysteme, die sich im Laufe der Menschheitsgeschichte herauskristallisiert haben: Das Kastenwesen der Nationalsozialist:innen Das Kastensystem Indiens Die Kastenpyramide in den USA Das Buch schenkt den Menschen innerhalb des amerikanischen Kastensystems die größte Aufmerksamkeit. Isabel Wilkerson hat mit „Kaste. Die Ursprünge unseres Unbehagens“ ein umfassendes Sachbuch geschrieben, das sich vor allem durch eine detaillierte Recherche auszeichnet. Für das Buch war die Autorin in regem Austausch mit verschiedenen Menschen während diverser Reisen. Puh. Dieses 576 Seiten starke Buch lag zu Beginn wirklich schwer in meiner Hand, aber kaum hatte ich reingelesen war ich sehr begeistert davon. Spoiler: Die Begeisterung hat bis zum Ende angehalten! Die Sprache ist verständlich und bleibt auf einem sachlichen Niveau, obwohl Isabel Wilkerson auch private Erlebnisse einstreut. „Ich bin eine US-amerikanische Unberührbare. Ich bin eine US-amerikanische Dalit. Und ich bin der lebende Beweis dafür, dass das Konzept der Kaste etwas künstliches ist“ (S. 224). Neben den eigenen Erfahrungen führt die Autorin unzählige Belege an und untermauert so ihre Thesen. Die aufgegriffenen Beispiele lassen sich in den Bereichen Rassismus, Klassismus und Sexismus verorten. „Das Kastensystem stellte sicher, dass Schwarze Menschen scheitern, indem es ihnen jede Aussicht auf Erfolg verwehrte“ (S. 299). Des Weiteren beinhaltet das Buch kursiv geschrieben Einschübe, aus denen sich Botschaften eines Appels an die Leserschaft ableiten lassen,. Außerdem wird an diesen Stellen zu gedanklichen Experimenten eingeladen. Ein wirklich wichtiges und sehr informatives Buch, welches für mich von Anfang an ein Highlight war! Lest es, lohnt sich sehr. CN: Mord, Folter, Misshandlung, Gewalt Aus dem Amerikanischen von Jan Wilm.

While in some ways Wilkerson offers a powerfully internationalist perspective on CRT, this book is limited in its scope. By relying too heavily on scattered anecdotes to make her point, Wilkerson sacrifices a more thorough depth of analysis for a broad collection of substantiating examples: one that ends up feeling more like a scroll-through of social media headlines than a deep exploration of social theory. One particularly egregious oversimplification is Wilkerson's assertion that there are only three examples of true caste systems in the world. This reduction indicates a willful selectiveness among the horrifically-myriad manifestations of colorism that exist throughout the world as a result of imperialism and colonialism, and selects only those caste systems deemed familiar or tangible to a white American eurocentric perspective: India's, Nazi Germany's, and the USA's. I certainly understand why this book is such a popular introductory rendition of CRT and has landed itself on anti-racist book lists everywhere. For those exact same reasons of centrist palpability I find this book to be insufficient in extending its assertions to what could have been a genuinely Pan-African lens.






