
1.1K Followers
Wenn ein Smoothie Menschen zusammenbringt und überraschend viel Spice enthält.
"Game Changer" ist der 1. Band der gleichnamigen "Game Changers"-Reihe und erzählt die Geschichte von Scott und Kip. Vorab: Ich finde es spannend, in welcher Reihe der Verlag die deutschen Übersetzungen veröffentlicht, vermute aber, dass das schlichtweg mit dem Erfolg eines gewissen anderen Bandes (der vor kurzem eine direkte Fortsetzung innerhalb des GC Universums erhalten hat) zusammenhängt. Da sich alle Bände unabhängig voneinander lesen lassen, kommt es zu wenig Spoilern. Ich fand Scotts und Kips Geschichte vor allem in Hinblick darauf interessant, wie anders als Shane und Ilya sie mit ihrer Sexualität umgehen. Die beiden sind sich ihrer Homosexualität bereits bewusst und kommen recht schnell ins flirten. Auch alles weitere lässt nicht lange auf sich warten. Der Spice nahm hier zwischenzeitlich regelrecht überhand, war aber genau wie in den beiden mir bisher bekannten Bänden gut geschrieben. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Kip habe ich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn es ihm das ein ums andere Mal an dem nötigen Selbstvertrauen gefehlt hat. Das hat ihn authentisch und nahbar werden lassen und etwas mehr Tiefe verliehen. Auch Scott konnte mir einige Sympathien abgewinnen, aber es hat etwas gedauert, bis er den Cup in der Hand hielt und das so ganz ohne die sonst typischen Anstrengungen auf dem Eis, denn danach habe ich ihn nicht eingeordnet. Im Mittelteil des Buches zog es sich etwas für mich, im Vergleich zu den beiden anderen Bänden empfand ich diesen hier zwar nicht als langweilig, aber als weniger spannend und emotional, obwohl die Themen Sexualität und Profisport erneut sehr präsent waren. Dieses Motiv zieht sich bekanntlich durch die ganze GC-Reihe. Alles in allem ein Buch, das stark angefangen (auch wenn es hier alles recht schnell ging) und zwischenzeitlich etwas nachgelassen hat, mich aber dann mit einem schönen Ende erneut begeistern konnte. Gerade Kips Unwohlsein und Empfindungen bezüglich seiner Rolle in Scotts Leben und der Wunsch, nicht auf ewig unsichtbar sein zu müssen, als wäre er nur ein Statist, statt des Partners, fand ich enorm nachvollziehbar. Auch Scotts Ängste waren greifbar, auch wenn diese zu Lasten seiner Beziehung zu Kip gingen. Ab und an hätte ich ihn gerne geschüttelt, gerade wenn es um das Thema Finanzen, und das er Kip gerne alles bezahlen würde, ging. Kips Reaktionen fand ich verständlich. Er wollte sich schlichtweg nicht so vorkommen, als müsse Scott ihn "haushalten". Kip hat echt einiges akzeptiert und hingenommen, wenn es darum geht, wie sich die Beziehung entwickelt hat, davor ziehe ich meinen imaginären Hut. Zum Glück gab es ein großes Happy End für die beiden, dass einen wichtigen Beitrag zum Thema Homosexualität und Eishockey geleistet hat. Zumindestens fiktiv. Hoffen wir doch, dass die Reihe dahingehend noch mehr positiven Einfluss nehmen kann.

Jul 2, 2026
Wenn ein Smoothie Menschen zusammenbringt und überraschend viel Spice enthält.
"Game Changer" ist der 1. Band der gleichnamigen "Game Changers"-Reihe und erzählt die Geschichte von Scott und Kip. Vorab: Ich finde es spannend, in welcher Reihe der Verlag die deutschen Übersetzungen veröffentlicht, vermute aber, dass das schlichtweg mit dem Erfolg eines gewissen anderen Bandes (der vor kurzem eine direkte Fortsetzung innerhalb des GC Universums erhalten hat) zusammenhängt. Da sich alle Bände unabhängig voneinander lesen lassen, kommt es zu wenig Spoilern. Ich fand Scotts und Kips Geschichte vor allem in Hinblick darauf interessant, wie anders als Shane und Ilya sie mit ihrer Sexualität umgehen. Die beiden sind sich ihrer Homosexualität bereits bewusst und kommen recht schnell ins flirten. Auch alles weitere lässt nicht lange auf sich warten. Der Spice nahm hier zwischenzeitlich regelrecht überhand, war aber genau wie in den beiden mir bisher bekannten Bänden gut geschrieben. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Kip habe ich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn es ihm das ein ums andere Mal an dem nötigen Selbstvertrauen gefehlt hat. Das hat ihn authentisch und nahbar werden lassen und etwas mehr Tiefe verliehen. Auch Scott konnte mir einige Sympathien abgewinnen, aber es hat etwas gedauert, bis er den Cup in der Hand hielt und das so ganz ohne die sonst typischen Anstrengungen auf dem Eis, denn danach habe ich ihn nicht eingeordnet. Im Mittelteil des Buches zog es sich etwas für mich, im Vergleich zu den beiden anderen Bänden empfand ich diesen hier zwar nicht als langweilig, aber als weniger spannend und emotional, obwohl die Themen Sexualität und Profisport erneut sehr präsent waren. Dieses Motiv zieht sich bekanntlich durch die ganze GC-Reihe. Alles in allem ein Buch, das stark angefangen (auch wenn es hier alles recht schnell ging) und zwischenzeitlich etwas nachgelassen hat, mich aber dann mit einem schönen Ende erneut begeistern konnte. Gerade Kips Unwohlsein und Empfindungen bezüglich seiner Rolle in Scotts Leben und der Wunsch, nicht auf ewig unsichtbar sein zu müssen, als wäre er nur ein Statist, statt des Partners, fand ich enorm nachvollziehbar. Auch Scotts Ängste waren greifbar, auch wenn diese zu Lasten seiner Beziehung zu Kip gingen. Ab und an hätte ich ihn gerne geschüttelt, gerade wenn es um das Thema Finanzen, und das er Kip gerne alles bezahlen würde, ging. Kips Reaktionen fand ich verständlich. Er wollte sich schlichtweg nicht so vorkommen, als müsse Scott ihn "haushalten". Kip hat echt einiges akzeptiert und hingenommen, wenn es darum geht, wie sich die Beziehung entwickelt hat, davor ziehe ich meinen imaginären Hut. Zum Glück gab es ein großes Happy End für die beiden, dass einen wichtigen Beitrag zum Thema Homosexualität und Eishockey geleistet hat. Zumindestens fiktiv. Hoffen wir doch, dass die Reihe dahingehend noch mehr positiven Einfluss nehmen kann.
Jul 2, 2026








