Frausein

Frausein

Hardback
4.2116
FlaßpöhlerEmanzipationMigrationPolemik

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Description

»Ich wollte keine Frau sein, die Kinder hat und schreibt. Keine, die eine Ehe führt und schreibt. Keine, die eine andere Tätigkeit ausübt und auch schreibt. Ich wollte nicht von allem etwas, sondern von dieser einen Sache alles. Wenn mich jemand fragt, was machst du, wollte ich antworten: Ich schreibe.« Mely Kiyak wagt eine Kartografie der Entscheidungen. Poetisch, unprätentiös, beeindruckend.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
128
Price
22.70 €

Author Description

Mely Kiyak ist Autorin von Büchern und Theatertexten. Bei Zeit Online erscheint ihre Serie „Gute Momente“, für das Gorki-Theater schreibt sie „Kiyaks Theater Kolumne“. Für ihre Arbeit wurde Mely Kiyak vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Kurt-Tucholsky-Preis. Zuletzt erschienen bei Hanser „Frausein“ (2020) und „Werden sie uns mit FlixBus deportieren?“ (2022).

Posts

14
All
2.5

Ich weiß gar nicht was das war. Fiktion oder biografie? Und was hat das mit Frausein zu tun? Ich versteh es nicht. 🤷🏻‍♀️

4

Was ist Frausein? Eine Entscheidung, ein politisches Statement oder ein Körper? Mely Kiyak gibt da keine Antwort, sondern erzählt von ihren Erfahrungen als Frau. Von Liebe - zu sich und von anderen -, Gewalt und Erkundungen. Dazu kommt ihre eigene Geschichte der Flucht von der Türkei nach Deutschland hinzu. Die Behandlung ihrer Familie durch den Staat; ihre Eltern, wie sie nach Deutschland kamen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, der Staat die Kinder aber nicht aufsteigen sehen will, sondern sie sollen da bleiben, in Kiyaks Worten: ganz unten. Sie erzählt von der Liebe ihres Vaters zu ihr, von den Frauen ihrer Familie und deren Männer. Die Autorin sieht ihr Frausein nicht als Schwäche, sie sieht sie als Zustand, als etwas, das sie ist. Kiyak erzählt intim über Freundschaften mit Frauen und instrumentalisiert sie nicht. Mely Kiyak erzählt; sie urteilt nicht, instrumenralisiert nicht und beschuldigt nicht. Ein eindrucksvoller Roman aus dem Leben einer Frau.

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3

Sprachlich gelungen aber nicht sehr nachhaltig

Obwohl die Autorin eine poetische Sprache für die Themen Familie, Schreiben und Selbstannahme findet, wird dieser biographisch inspirierte Text wahrscheinlich nicht lange in Erinnerung bleiben. Vieles wirkte auf mich eher gewollt, konstruiert und durch das fragmentarische Erzählen auch etwas holprig. Ein großes sprachliches Potenzial, das vielleicht in einem anderen Buch der Autorin noch mehr ausgeschöpft wird.

5

So lebendige Sprache und immer treffsicher, um Stimmungen, Gefühle und Gedanken einzufangen. Das Buch liest sich einfach so weg und erzählt von einem ganz und gar nicht einfachen Weg ohne dies direkt zu sagen oder in den Mittelpunkt zu rücken. Das Buch lässt mich mit vielen verschiedenen Gefühlen zurück, die erstmal geordnet werden müssen.

5

Inhalt: Mely Kiyak erzählt in recht kurzen Abschnitten und Gedankenfetzen über das Schreiben, das Alleinsein, die Sexualität. Sie schreibt von der Selbsterkundung, vom Familienleben sowie von einem Leben zwischen Kulturen und Klassen. Im Mittelpunkt steht stets das Frausein. Meine Meinung: Ich hätte nicht gedacht, dass sich auf gerade einmal 127 Seiten eine ganze Welt auftut. Mely Kiyak berichtet ohne große Aufregung vom Frauwerden und Frausein und gibt damit zahlreiche Denkanstöße, über die ich ewig sinnieren könnte. Sprachlich ist es einfach großartig. Ich bin total aus dem Häuschen. Sie hüllt mich mit ihren Worten komplett ein – ähnlich wie ich es bei Asal Dardans „Betrachtungen einer Barbarin“ beschrieb. An einigen Stellen habe ich mich wiedererkannt, als hätte sie über mich geschrieben. Über die Zweifel, die einen begleiten. Das Streben nach dem nächsthöheren Ziel und dem Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. Bloß nicht zurück. Über das Verlassen des Elternhauses und den ersten Blick zurück auf die Familie, die man plötzlich viel klarer und mit anderen Augen sehen kann. Ich bin – unschwer zu erkennen – extrem begeistert und spreche daher eine klare Leseempfehlung aus. Für mich ein Highlight!

5

Ein wunderschönes, poetisches Buch. Lieb ich!

4

Aufwühlend anders und erkenntnisreich. Mely Kiyak schreibt außergewöhnlich. Eine echte Bereicherung für die deutsche Literaturlandschaft.

5

Sehr eindrückliche Suche nach dem Frausein der Autorin.

4

als Hörbuch beendet. eine persönliche und ehrliche Autobiografie. hat mir gut gefallen mit interessanten Denkanstößen

4

"[...] Ich bin verrückt nach dir. Wirklich verrückt. Aber danach musst du gehen, sonst gehe ich kaputt. Verschone mich mit deiner langfristigen Anwesenheit. Weil ich sonst anfange, nichts mehr zu fühlen." (S.114f)

4

Ich bin unschlüssig.

5

C O V E R Das Cover zeigt, wie das Buch selbst ist. Klar, roh und ehrlich. Ohne den Leser zu schonen, erzählt sie von ihrem Leben. Wie sie studieren möchte, aber zunächst nur, weil die Familie das will und über die Schwierigkeiten von körperlichen Beziehungen. Wie wünsche und Hoffnungen sich widersprechen können. Dass man sich selbst aus dem scheinbar gegebenen Weg heraus kämpfen muss und kann. Auf eindrückliche Weise beschreibt die Autorin, wie sie entgegen der Familie ihren eigenen Wünschen treu bleibt. K U R Z M E I N U N G Ein Buch, das die Liebe zum Schreiben und die Last und Freiheit eine Frau zu sein in einer wortgewandten, zum nachdenken anregenden Form zeigt. Und von Verlust und Akzeptanz. I N H A L T Während des Hörens spürte ich oft eine gewisse Bedrücktheit. Sexuelle Belästigung, Vorurteile aufgrund von der eigenen Herkunft, der Kampf um Freiheit und den eigenen Platz im Leben. Mir wurde schmerzlich bewusst, wie schnell sich viele in ein sie unglücklich machendes Schicksal ergeben. Die Liebe einer Mutter und die des Vaters wurden beiderseits sehr nah erzählt, einfühlsam und direkt, wahr und doch vorsichtig, detailliert und doch vage. Diesen Gegensätzen hat die Autorin gleichzeitig Ausdruck verliehen. So hat auch ihr Schreibstil meine Rezension beeinflusst. Sprunghaft und doch nachvollziehbar. Z I T A T „Ich bin ein Mensch, aber es fühlt sich nicht nicht mehr so an. Nichts fühlt sich mehr so an.“ F A Z I T Ein Buch mit viel Tiefgang und der kompletten Gefühlspalette. Das Buch zu hören, besonders als Frau, hatte für mich erschreckende und doch beruhigende Aspekte. Verstanden werden und mitfühlen. Eine Empfehlung für alle, die sich offen zeigen, das Leben und wie wir es leben zu hinterfragen.

3

hmm 3,5 sterne denke ich.. Manche Passagen waren so schön und emotional und bedeutsam und andere haben mich irgendwie total "kalt" (?) gelassen

4

als Hörbuch beendet. eine persönliche und ehrliche Autobiografie. hat mir gut gefallen mit interessanten Denkanstößen

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