Dieser Garten
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Mely Kiyak bleibt und beschließt, von diesen Frauen zu lernen. Schwester Agatha, Schwester Vera, Schwester Christa sind nur einige ihre Lehrerinnen, die ihr über Jahre hinweg sowohl alle Gartengeheimnisse beibringen, ihr aber auch zeigen, wie die Schwesterngemeinschaft nach Kriegsende durch die Gartenbewirtschaftung überleben konnte. Erstaunt stellt sie fest, dass es sich bei den Nonnen nicht nur um Gärtnerinnen und Dichterinnen handelt, sondern um moderne Unternehmerinnen, die einen Kompostbeschleuniger erfanden und erfolgreich vermarkten. Was die Benediktinerinnen aus Not zu Einfallsreichtum inspirierte, ist eigentlich die Geschichte eines ökologischen Start-ups, lange bevor dieser Begriff und diese Ideale in unser gesellschaftliches Bewusstsein traten.
Dieses Buch erzählt von einfallsreichen, solidarischen, unwahrscheinlich mutigen und feministischen Frauen. Der Garten der Nonnen aus Fulda ist ein wichtiges Kapitel biologischer Gartenkultur und deutscher Klostergeschichte. Lehrreich, unterhaltsam und lustig erzählt, vor allem kenntnisreich und interessant; nicht nur für Gärtner*innen.
Book Information
Author Description
Mely Kiyak ist Autorin von Büchern und Theatertexten. Bei Zeit Online erscheint ihre Serie „Gute Momente“, für das Gorki-Theater schreibt sie „Kiyaks Theater Kolumne“. Für ihre Arbeit wurde Mely Kiyak vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Wolf-Preis und dem Kurt-Tucholsky-Preis. Zuletzt erschienen bei Hanser „Frausein“ (2020), „Werden sie uns mit FlixBus deportieren?“ (2022) und „Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an“ (2024).
Posts
Originelle Gartengeschichte aus den Klostergärten Fuldas, aus der man viel mitnehmen kann 🥰🌼🌺🪻🌸🌻
Der Originaltext von „Dieser Garten“ ist 2011 erschienen, 2024 halten wir nun Mely Kiyaks überarbeitete Neuauflage in den Händen, erschienen bei Mikrotext. „Dieser Garten“ ist eine klare Liebeserklärung an das Gärtnern und die im Kloster Fulda lebenden Nonnen, die sich dem Kloster sowie Klostergarten voll verschrieben haben. Die Klostergeschichte begann, als die Autorin Mely Kiyak mit fast dreißig Jahren an der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria in Fulda klopfte, um das Gärtnern zu erlernen. Sie schrieb als Dank der Wissensvermittlung diese Gartengeschichte auf. Die Geschichte beginnt in den 1950er Jahren mit Schwester Laurentia Dombrowski. Ihr war es zu verdanken, dass der bekannte Kompostaktivator den Weg in das Kloster und anschließend neben dem guten Kräuterlikör in die Haushalte fand. Aus fehlendem Wissen mit ganz viel Mut, Neugier und Gemeinschaft entstand etwas Großartiges. „Wie wunderbar die Natur doch ist, wie sie alles selber regelt, wenn man nur ihre Sprache versteht.“ Die Nonnen führten ein „Leben von der täglichen Handarbeit“ und „hörten weder auf zu gärtnern noch zu schreiben. Das ist die besondere benediktinische Tradition der Abtei zur Heiligen Maria.“ Im Nachwort enthält die persönliche Beziehung der Autorin (Alevitin) einen berührenden Nachhall. Ansonsten leuchtet der Text durch eine kurzweilige bis launige Schreibweise, die auch ein emotionales Eintauchen in die Gartenarbeit wie in das Klosterleben ermöglicht. Dreh- und Angelpunkt der „Reportage aus dem Klostergarten“ ist Schwester Laurentia und ihre vielseitigen Marotten. Wir nehmen Teil an der zeitlichen Entwicklung der Klostergärten (zeitweise auch -felder), erfahren etwas über den Überlebenswillen der Klosterinsassen, auch wenn man hierfür schon mal einen anständigen Alkoholkonsum benötigt: „Das Likörgeschäft lief nicht etwa langsam an, nein, es explodierte.“ Und natürlich darf das Hauptprodukt des Klostergartens, der in englischen Gefilden entwickelte und hier zur Vollendung gebrachte „Humofix“, auf den es sogar ein Patent gab, nicht fehlen. Der dazu passende Buchtitel: „Gartenglück durch Schnellkompost.“ Diese Gartengeschichte ist grandios: lebendig, voller Wissen und strahlt eine ganz besondere sonnigen Ruhe aus.Ich fühlte mich, als wenn ich selbst Teil des Nonnenklosters wäre. Es ist eine schön zu lesende Erfahrungsgeschichte, angereichert mit so einigen wissenswerten Tipps, die in freier Natur (möglicherweise im eigenen Garten) gelesen, die größte Wirkungskraft entfaltet.
Ein entschleunigendes Buch, das über den Klostergarten im Verlauf des 20. Jahrhunderts hinaus viel über die ihn bewirtschaftenden Nonnen und die Veränderungen des Klosterlebens beschreibt. Inspiriert wurde die Autorin durch ihren intensiven Kontakt mit dem Kloster und dessen Garten. Man spürt den liebevollen und wertschätzenden Blick. Allerdings ist es nicht gerade spannend - was natürlich auch nicht die Intention des Buches ist.
Description
Mely Kiyak bleibt und beschließt, von diesen Frauen zu lernen. Schwester Agatha, Schwester Vera, Schwester Christa sind nur einige ihre Lehrerinnen, die ihr über Jahre hinweg sowohl alle Gartengeheimnisse beibringen, ihr aber auch zeigen, wie die Schwesterngemeinschaft nach Kriegsende durch die Gartenbewirtschaftung überleben konnte. Erstaunt stellt sie fest, dass es sich bei den Nonnen nicht nur um Gärtnerinnen und Dichterinnen handelt, sondern um moderne Unternehmerinnen, die einen Kompostbeschleuniger erfanden und erfolgreich vermarkten. Was die Benediktinerinnen aus Not zu Einfallsreichtum inspirierte, ist eigentlich die Geschichte eines ökologischen Start-ups, lange bevor dieser Begriff und diese Ideale in unser gesellschaftliches Bewusstsein traten.
Dieses Buch erzählt von einfallsreichen, solidarischen, unwahrscheinlich mutigen und feministischen Frauen. Der Garten der Nonnen aus Fulda ist ein wichtiges Kapitel biologischer Gartenkultur und deutscher Klostergeschichte. Lehrreich, unterhaltsam und lustig erzählt, vor allem kenntnisreich und interessant; nicht nur für Gärtner*innen.
Book Information
Author Description
Mely Kiyak ist Autorin von Büchern und Theatertexten. Bei Zeit Online erscheint ihre Serie „Gute Momente“, für das Gorki-Theater schreibt sie „Kiyaks Theater Kolumne“. Für ihre Arbeit wurde Mely Kiyak vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Wolf-Preis und dem Kurt-Tucholsky-Preis. Zuletzt erschienen bei Hanser „Frausein“ (2020), „Werden sie uns mit FlixBus deportieren?“ (2022) und „Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an“ (2024).
Posts
Originelle Gartengeschichte aus den Klostergärten Fuldas, aus der man viel mitnehmen kann 🥰🌼🌺🪻🌸🌻
Der Originaltext von „Dieser Garten“ ist 2011 erschienen, 2024 halten wir nun Mely Kiyaks überarbeitete Neuauflage in den Händen, erschienen bei Mikrotext. „Dieser Garten“ ist eine klare Liebeserklärung an das Gärtnern und die im Kloster Fulda lebenden Nonnen, die sich dem Kloster sowie Klostergarten voll verschrieben haben. Die Klostergeschichte begann, als die Autorin Mely Kiyak mit fast dreißig Jahren an der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria in Fulda klopfte, um das Gärtnern zu erlernen. Sie schrieb als Dank der Wissensvermittlung diese Gartengeschichte auf. Die Geschichte beginnt in den 1950er Jahren mit Schwester Laurentia Dombrowski. Ihr war es zu verdanken, dass der bekannte Kompostaktivator den Weg in das Kloster und anschließend neben dem guten Kräuterlikör in die Haushalte fand. Aus fehlendem Wissen mit ganz viel Mut, Neugier und Gemeinschaft entstand etwas Großartiges. „Wie wunderbar die Natur doch ist, wie sie alles selber regelt, wenn man nur ihre Sprache versteht.“ Die Nonnen führten ein „Leben von der täglichen Handarbeit“ und „hörten weder auf zu gärtnern noch zu schreiben. Das ist die besondere benediktinische Tradition der Abtei zur Heiligen Maria.“ Im Nachwort enthält die persönliche Beziehung der Autorin (Alevitin) einen berührenden Nachhall. Ansonsten leuchtet der Text durch eine kurzweilige bis launige Schreibweise, die auch ein emotionales Eintauchen in die Gartenarbeit wie in das Klosterleben ermöglicht. Dreh- und Angelpunkt der „Reportage aus dem Klostergarten“ ist Schwester Laurentia und ihre vielseitigen Marotten. Wir nehmen Teil an der zeitlichen Entwicklung der Klostergärten (zeitweise auch -felder), erfahren etwas über den Überlebenswillen der Klosterinsassen, auch wenn man hierfür schon mal einen anständigen Alkoholkonsum benötigt: „Das Likörgeschäft lief nicht etwa langsam an, nein, es explodierte.“ Und natürlich darf das Hauptprodukt des Klostergartens, der in englischen Gefilden entwickelte und hier zur Vollendung gebrachte „Humofix“, auf den es sogar ein Patent gab, nicht fehlen. Der dazu passende Buchtitel: „Gartenglück durch Schnellkompost.“ Diese Gartengeschichte ist grandios: lebendig, voller Wissen und strahlt eine ganz besondere sonnigen Ruhe aus.Ich fühlte mich, als wenn ich selbst Teil des Nonnenklosters wäre. Es ist eine schön zu lesende Erfahrungsgeschichte, angereichert mit so einigen wissenswerten Tipps, die in freier Natur (möglicherweise im eigenen Garten) gelesen, die größte Wirkungskraft entfaltet.
Ein entschleunigendes Buch, das über den Klostergarten im Verlauf des 20. Jahrhunderts hinaus viel über die ihn bewirtschaftenden Nonnen und die Veränderungen des Klosterlebens beschreibt. Inspiriert wurde die Autorin durch ihren intensiven Kontakt mit dem Kloster und dessen Garten. Man spürt den liebevollen und wertschätzenden Blick. Allerdings ist es nicht gerade spannend - was natürlich auch nicht die Intention des Buches ist.






