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Who Cares!

3.1(54)
Hardcover€12.00E-Book€7.99
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About the book

Freie Frauen nehmen sich, was sie wollen

Endlich sagt es mal eine – Feminismus gegen den Strom

Mirna Funk ist genervt von den Debatten um Geschlechterungleichheit, Care-Arbeit und Vereinbarkeit. Selbstbestimmte, eigenständige Frauen warten nicht darauf, dass jemand gesellschaftliche Strukturen für sie ändert, stilisieren sich nicht zu Opfern. Sie ziehen es durch und handeln! Mit diesem Statement will Mirna Funk allen Frauen Mut machen, ihre längst existierende Freiheit auch wirklich zu leben. Und geht mit gutem Beispiel voran.Ihre jüdische Identität und ihre ostdeutsche Herkunft haben ihr ein Frauenbild mitgegeben, das sich von dem des aktuellen Mainstream-Feminismus radikal unterscheidet. Denn sie glaubt an die Kraft der Selbstwirksamkeit.

Editions (1)

ISBN9783423351881
Publisherdtv Verlagsgesellschaft
Publication Date05/18/22
Pages112

Reviews & Ratings

54 ratings

13 reviews

3.1

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  • ma_curlsandbooks
    ma_curlsandbooks

    40 Followers

    2.0

    Mirna Funk beschreibt in Who Cares! Ansichten über einen Feminismus, in dem Eigenverantwortung und Autonomie eine große Rolle spielen. Bis Seite zwei dachte ich, dass ich die selbstbewusste Attitüde der Autorin total feiere. Auf den Folgeseiten war ich mir nicht mehr so sicher… Funk zeichnet ein Bild von Frauen, in dem diese motzig in der Ecke sitzen und warten, dass sich gesellschaftliche Strukturen ändern. Währenddessen waschen sie die Socken ihres Mannes und sind dann wieder beleidigt, weil sich nichts ändert. Und dieses Frauenbild begegnet mir im Alltag so gut wie gar nicht. Ich bin in dem beschriebenen Twitter-Game nicht drin, in dem sich die Mittelstands-Haushalt-Feministinnen und die bösen neoliberalen Feministinnen scheinbar die Köpfe einschlagen aber für mich hat weder das eine noch das andere was mit der Realität zu tun, die ich erlebe. Funk schreibt, der Staat und die Institutionen seien dazu da, anarchistisches Chaos zu verhindern, aber nicht, das individuelle Glück zu delivern. Eigenverantwortung sei wichtig, Forderungen stellen, widerständig sein- dann ändern sich die Dinge, so die Autorin. Und ja- ich bin für Eigenverantwortung aber ich bin auch für einen Staat und für Institutionen, die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung fördern, weil das Kämpfen und widerständig sein verdammt viel Energie kosten, die man sicher auch besser nutzen könnte. Funk beschreibt Frauen, die lethargisch zuhause sitzen und nicht mitmachen wollen, solange sie 18% weniger verdienen als Männer. Und es mag diese Frauen geben. Wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe, erlebe ich alleinerziehende Frauen, die durch sämtlichen Instanzen gehen müssen, um eine Arbeitszeiterhöhung zu kriegen. Sie kämpfen, aber es ist mühsam. Was das Objektivierung von Frauen angeht, argumentiert Mirna Funk sinngemäß, funktioniere das ja nur, wenn man sich selbst über den Blick anderer definiert. Und natürlich spielt meine innere Haltung zu mir selbst eine große Rolle- ich möchte trotzdem nicht in einer Welt leben, in der es okay ist, Frauen herabzusetzen oder zu objektivieren. Ein Thema, bei dem ich total d’accord bin, sind Beziehungen und die Idee, nur mit dem passenden Partner, vollständig zu sein, Quatsch ist. Das fühle und lebe ich. Trotz allem war Who Cares für mich spannend. Es schadet nie, sich zwischendurch mit Meinungen auseinanderzusetzen- auch wenn man sie nicht vollumfänglich teilt.

    2 hours ago

  • taunusleserin
    taunusleserin

    300 Followers

    4.0

    Für dieses Buch erscheint mir jede Bewertung zwischen 1 und 5 Sternen legitim und nachvollziehbar. Mirna Funk beschreibt in einem Schnelldurchlauf auf 112 Seiten quasi ihr Leben. Sie plädiert für mehr Eigenverantwortung von Frauen und kritisiert all jene, die die Nicht-Gleichberechtigung auf strukturelle Ungleichheiten schieben. An der ein oder anderen Stelle etwas zu simplistisch gedacht, und auch wenn im Anhang unglaublich viele Quellen aufgeführt sind, werden ihre Thesen nur durch wenige Fakten unterstützt, sie sind wirklich eher persönliche Meinungen. Da ihr Buch aber sehr zum Nachdenken anregt, stark polarisiert, und sie trotz einiger schräger Thesen Vorbild für viele Frauen sein kann, gebe ich am Ende wohldurchdachte 4 Sterne.

    Apr 3, 2026

  • katta
    katta

    15 Followers

    3.0

    Was für ein Rant. Da hat Mirna Funk ihrem Ärger mal richtig Luft gemacht und den ganzen Karens da draußen ordentlich gegens Bein gepinkelt - zumindest wirkt der Text aus einer sehr emotional und verletzten Haltung heraus geschrieben. Das Feindbild ist klar: die Reihenhaus-stay-at-home-Mom, die kein Geld verdient und von ihrem Mann "Taschengeld" zugewiesen bekommt. Gibts das wirklich noch? Da ich mich weder in der Feminismus- noch Insta-Bubble auskenne, fühl ich mich von dem Buch diesbezüglich so gar nicht abgeholt, es spiegelt einfach nicht meine Lebensrealität (das schließt die meiner Freunde und Bekannten ein) wieder und für welche Lebensentwürfe sich andere, freie Frauen entscheiden, interessiert mich auch nur rudimentär. Funk hat sicherlich einen Punkt bei: wir sind unabhängig, können selber entscheiden und haben eben auch die Konsequenzen unserer Entscheidungen zu tragen. Und das Patriarchat ist eine gewachsene Struktur, kein Antagonist mit Plan und Ziel. Sehe ich alles genauso. Aber Funk schüttet das Baby mit dem Bade aus. Manche (Ab)Sätze lesen sich sehr hart, unempathisch und auch unreflektiert, weil sie lebensgeschichtlichen Kontext negieren. Wer nicht selbstbestimmt und unabhängig ist, ist eben selbst Schuld, infantil, narzisstisch. Das greift zu kurz. Genauso wie Arbeit mit Lohnarbeit gleichzusetzen. Ich bin sicher, Funk weiß das alles, aber eine differenzierte Analyse war eben nicht Ziel dieses Buches, sondern eher eine Abrechnung mit einer bestimmten Art Emanzipation. Fazit: Eine emotionale Streitschrift. Kann man lesen, muss man aber nicht.

    Sep 19, 2025

3 of 13 reviews

Author

About Mirna Funk

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin, studierte Philosophie und arbeitet heute als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für die ›FAZ‹, ›SZ‹ und ›Die Zeit‹. Seit 2021 erscheint ihre monatliche Sex-Kolumne in der ›Cosmopolitan‹ und von 2018 bis 2020 schrieb sie über jüdisches Leben bei ›Vogue online‹. Ihr Debütroman ›Winternähe‹ wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet, das Sachbuch ›Who Cares‹ wurde ein sofortiger Bestseller. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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