This extended and annotated version is fully illustrated with all the original drawings. It also includes a detailed introductory annotation on how the book and the plot were created.
We, therefore, bestow no mean compliment upon the author of ' ' Emma,'' when we say that, keeping close to common incidents, an4 to such characters as occupy the ordinary walks of life, she has produced sketches of such spirit and originality, that we never miss the excitation which depends upon a narrative of uncommon events, arising from the consideration of minds, manners and sentiments, greatly above our own. In this class she stands almost alone; for the scenes of Miss Edgeworth are laid in higher life, varied by more romantic incident, and by her remarkable power of embodying and illustrating national character. But the author of "Emma" confines herself chiefly to the middling classes of society; her most distinguished characters do not rise greatly above well-bred country gentlemen and ladies; and those which are sketched with most originality and precision, belong to a class rather below that standard. - Sir Walter Scott.
"Emma," perhaps, is the work upon which most suffrages would meet as the most perfect of all her performances. - Margaret Oliphant.
Es wurde schon behauptet, Jane Austen benennt ihre Romane immer nach dem größten Problem, so sieht man das auch in Emma. Einer Romanheldin für die laut Jane Austen außer ihr selbst niemand groß etwas übrig haben wird.
Inhalt:
Emma Woodhouse ist ganz stolz auf ihren Erfolg in Hochzeitsplänen, nachdem ihre Erzieherin/Gouvernante Mr. Weston geheiratet hat. Also nimmt sie sich als nächstes Harriet Smith, deren Herkunft unbekannt ist, aber laut Emma bestimmt sehr gut.
Ausgabe:
Die Reclam Sonderausgabe ist sehr schön gestaltet und ergänzt durch Anmerkungen und Beschreibungen Kontext, der teilweise sehr hilfreich, lustig oder unnötig ist.
Insgesamt aber ganz nett.
Bewertung:
Emma ist der letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Roman von Jane Austen.
Ich finde Emma deutlich besser als Mansfield Park, dennoch zieht es sich stellenweise sehr.
Die Charaktere sind glaubwürdig und dennoch witzig geschrieben. Insgesamt ein solides Buch
May 31, 2026
3.5
Das größte Problem
Es wurde schon behauptet, Jane Austen benennt ihre Romane immer nach dem größten Problem, so sieht man das auch in Emma. Einer Romanheldin für die laut Jane Austen außer ihr selbst niemand groß etwas übrig haben wird.
Inhalt:
Emma Woodhouse ist ganz stolz auf ihren Erfolg in Hochzeitsplänen, nachdem ihre Erzieherin/Gouvernante Mr. Weston geheiratet hat. Also nimmt sie sich als nächstes Harriet Smith, deren Herkunft unbekannt ist, aber laut Emma bestimmt sehr gut.
Ausgabe:
Die Reclam Sonderausgabe ist sehr schön gestaltet und ergänzt durch Anmerkungen und Beschreibungen Kontext, der teilweise sehr hilfreich, lustig oder unnötig ist.
Insgesamt aber ganz nett.
Bewertung:
Emma ist der letzte zu Lebzeiten veröffentlichte Roman von Jane Austen.
Ich finde Emma deutlich besser als Mansfield Park, dennoch zieht es sich stellenweise sehr.
Die Charaktere sind glaubwürdig und dennoch witzig geschrieben. Insgesamt ein solides Buch
"Es ist nicht einfach für die Glücklichen, bescheiden zu sein."
- Zitat, Seite 520
Und Highbury, dieses wunderbare (fiktive) Fleckchen Erde und südwestlich von London gelegen, ist so ein besonders glücklicher Ort für seine Bewohnerinnen und Bewohner. Hier befindet sich der Schauplatz von Jane Austens großem Gesellschaftsroman, der einen Meilenstein ihres literarischen Wirkens darstellt.
Als "Emma" im Dezember 1815 erstmals erschien, hatte die englische Schriftstellerin bereits eine Leserschaft ihrer Romane etabliert. Sogar der Prinzregent und spätere König von England interessierte sich für ihr Schreiben und so widmete sie ihm die Ausgabe ihres aktuellen Romans.
Was die Kritik der damaligen Zeit besonders begeisterte, dürfte für heutige Leserinnen und Leser wahrscheinlich die größte Herausforderung bei der Lektüre sein: denn sie beschrieb mit präziser Feder sehr detailliert und pointiert Szenen, die mitten aus dem Leben gegriffen erschienen und sich auf eine Gesellschaft beziehen, welche der Autorin und ihrer Leserschaft wohl vertraut war. Nun aber, über 200 Jahre später und in einer ganz anderen Kultur verwachsen, ist es tatsächlich nicht ganz einfach, sich in der Welt Jane Austens heimisch zu fühlen.
Was einem jedoch den Einstieg in die Geschichte mit der jungen, schönen und reichen Emma Woodhouse im Mittelpunkt, erleichtert, ist der Fokus auf die wundervolle Figurenzeichnung durch die Autorin und die lebensechten zwischenmenschlichen Begegnungen im Roman.
Und auch wenn die Heldin auf Seite 516 als "reizende und beste aller Frauen, fehlerlos trotz all ihrer Fehler" beschrieben wird, ist es der Autorin ein Anliegen, die Entwicklung des snobistischen und auch manipulativen Mädchens zur Dame mit gereifteren Herzen möglichst wirkungsvoll darzustellen.
Die Gesellschaftskritik zeigt sich in diesem Roman, der von einem ständigen Kommen und Gehen einzelner Menschen belebt wird, nicht nur durch die klare Figurenzeichnung und direkte Verweise im Text (wenn z.B. der Hauslehrerhandel bzw der Umgang mit Gouvernanten angesprochen wird), sondern auch durch die Sprech- oder Schreibweise der einzelnen Personen.
Außerdem ist der Roman geprägt von dem großen Humor der Autorin. Gerade bei "Emma" merkt man fast jeder Zeile an, welchen großen Spaß Jane Austen beim Schreiben hatte. Man lässt sich sehr gerne von diesem anziehenden Schreibstil in die Geschichte mitnehmen und beobachtet angeregt all die beschriebenen gesellschaftlichen Ereignisse und wirft mit den Protagonisten neugierige Blicke in Briefe und Nachrichten.
"Emma" ist wie eine gelungene Sahnetorte: man genießt die Leichtigkeit und frische Süße, die den Gaumen umschmeichelt und erst im Nachgang bemerkt man die Fülle, die einem schwer im Magen liegt, aber in diesem Fall literarisch auf eine gute Art nachwirkt.
FAZIT
Diesen Roman habe ich aufgrund einer Leserunde erneut gelesen und sowohl die Lektüre sowie der Austausch darüber waren bereichernd für mich.
Und eine bis dahin verschüttete Kindheitserinnerung kam bei der Lektüre wieder hervor: welch Vergnügen es sein kann, in Gesellschaft Briefe zu lesen und über den Inhalt zu sprechen, die nicht für einem selbst bestimmt waren. Meine Großeltern hielten damals brieflich mit Verwandten und Freunden aus der alten Heimat Kontakt und hielten die aktuellen Nachrichten meist schon parat, wenn wir als Familie zu Besuch kamen. Ich weiß noch, dass mich die Lektüre der Briefe des besten Freundes meines Opas immer besonders gut unterhielt - vielleicht, weil er ein ganz anderes Naturell wie sein Freund hatte!
Empfehlen kann ich außerdem die akkurate und sehr zugängliche Übersetzung von Ursula und Christian Grawe. Diese Reclam Ausgabe enthäl zusätzlich ein interessantes Nachwort von Herrn Grawe.
Und zuletzt würde mich interessieren: Falls ihr das Buch gelesen habt, wer ist eure Lieblingsfigur? - Meine ist Mr. John Knightley (leider nur ein Nebencharakter).
Feb 27, 2026
5.0
"Es ist nicht einfach für die Glücklichen, bescheiden zu sein."
- Zitat, Seite 520
Und Highbury, dieses wunderbare (fiktive) Fleckchen Erde und südwestlich von London gelegen, ist so ein besonders glücklicher Ort für seine Bewohnerinnen und Bewohner. Hier befindet sich der Schauplatz von Jane Austens großem Gesellschaftsroman, der einen Meilenstein ihres literarischen Wirkens darstellt.
Als "Emma" im Dezember 1815 erstmals erschien, hatte die englische Schriftstellerin bereits eine Leserschaft ihrer Romane etabliert. Sogar der Prinzregent und spätere König von England interessierte sich für ihr Schreiben und so widmete sie ihm die Ausgabe ihres aktuellen Romans.
Was die Kritik der damaligen Zeit besonders begeisterte, dürfte für heutige Leserinnen und Leser wahrscheinlich die größte Herausforderung bei der Lektüre sein: denn sie beschrieb mit präziser Feder sehr detailliert und pointiert Szenen, die mitten aus dem Leben gegriffen erschienen und sich auf eine Gesellschaft beziehen, welche der Autorin und ihrer Leserschaft wohl vertraut war. Nun aber, über 200 Jahre später und in einer ganz anderen Kultur verwachsen, ist es tatsächlich nicht ganz einfach, sich in der Welt Jane Austens heimisch zu fühlen.
Was einem jedoch den Einstieg in die Geschichte mit der jungen, schönen und reichen Emma Woodhouse im Mittelpunkt, erleichtert, ist der Fokus auf die wundervolle Figurenzeichnung durch die Autorin und die lebensechten zwischenmenschlichen Begegnungen im Roman.
Und auch wenn die Heldin auf Seite 516 als "reizende und beste aller Frauen, fehlerlos trotz all ihrer Fehler" beschrieben wird, ist es der Autorin ein Anliegen, die Entwicklung des snobistischen und auch manipulativen Mädchens zur Dame mit gereifteren Herzen möglichst wirkungsvoll darzustellen.
Die Gesellschaftskritik zeigt sich in diesem Roman, der von einem ständigen Kommen und Gehen einzelner Menschen belebt wird, nicht nur durch die klare Figurenzeichnung und direkte Verweise im Text (wenn z.B. der Hauslehrerhandel bzw der Umgang mit Gouvernanten angesprochen wird), sondern auch durch die Sprech- oder Schreibweise der einzelnen Personen.
Außerdem ist der Roman geprägt von dem großen Humor der Autorin. Gerade bei "Emma" merkt man fast jeder Zeile an, welchen großen Spaß Jane Austen beim Schreiben hatte. Man lässt sich sehr gerne von diesem anziehenden Schreibstil in die Geschichte mitnehmen und beobachtet angeregt all die beschriebenen gesellschaftlichen Ereignisse und wirft mit den Protagonisten neugierige Blicke in Briefe und Nachrichten.
"Emma" ist wie eine gelungene Sahnetorte: man genießt die Leichtigkeit und frische Süße, die den Gaumen umschmeichelt und erst im Nachgang bemerkt man die Fülle, die einem schwer im Magen liegt, aber in diesem Fall literarisch auf eine gute Art nachwirkt.
FAZIT
Diesen Roman habe ich aufgrund einer Leserunde erneut gelesen und sowohl die Lektüre sowie der Austausch darüber waren bereichernd für mich.
Und eine bis dahin verschüttete Kindheitserinnerung kam bei der Lektüre wieder hervor: welch Vergnügen es sein kann, in Gesellschaft Briefe zu lesen und über den Inhalt zu sprechen, die nicht für einem selbst bestimmt waren. Meine Großeltern hielten damals brieflich mit Verwandten und Freunden aus der alten Heimat Kontakt und hielten die aktuellen Nachrichten meist schon parat, wenn wir als Familie zu Besuch kamen. Ich weiß noch, dass mich die Lektüre der Briefe des besten Freundes meines Opas immer besonders gut unterhielt - vielleicht, weil er ein ganz anderes Naturell wie sein Freund hatte!
Empfehlen kann ich außerdem die akkurate und sehr zugängliche Übersetzung von Ursula und Christian Grawe. Diese Reclam Ausgabe enthäl zusätzlich ein interessantes Nachwort von Herrn Grawe.
Und zuletzt würde mich interessieren: Falls ihr das Buch gelesen habt, wer ist eure Lieblingsfigur? - Meine ist Mr. John Knightley (leider nur ein Nebencharakter).
Emma Woodhouse ist wohlhabend, selbstbewusst und überzeugt davon, eine gute „Verkupplerin“ zu sein. Doch ihre Einmischungen in das Liebesleben anderer führen zu Missverständnissen und verletzten Gefühlen. Erst nach und nach erkennt Emma ihre eigenen Fehler und wahren Gefühle an, besonders einem gewissen Herrn gegenüber…
Der Schreibstil war angenehm und sehr atmosphärisch, insgesamt wirkt der Roman ruhig und cosy – perfekt für den Frühling oder Sommer. Beim Lesen hatte ich durchgehend ein wohliges Gefühl :)
Dennoch gehört das Buch für mich nicht zu den stärksten Werken von Jane Austen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise recht langsam, wodurch für mich Spannung verloren ging und ich gelegentlich dazu tendiert habe, Passagen zu überfliegen.
Nichtsdestotrotz war es schön, ein weiteres Buch von Jane Austen gelesen zu haben und ich werde mir bald dazu noch den Film ansehen ☺️
Apr 26, 2026
3.0
Ein ruhiger Roman mit Charme
Emma Woodhouse ist wohlhabend, selbstbewusst und überzeugt davon, eine gute „Verkupplerin“ zu sein. Doch ihre Einmischungen in das Liebesleben anderer führen zu Missverständnissen und verletzten Gefühlen. Erst nach und nach erkennt Emma ihre eigenen Fehler und wahren Gefühle an, besonders einem gewissen Herrn gegenüber…
Der Schreibstil war angenehm und sehr atmosphärisch, insgesamt wirkt der Roman ruhig und cosy – perfekt für den Frühling oder Sommer. Beim Lesen hatte ich durchgehend ein wohliges Gefühl :)
Dennoch gehört das Buch für mich nicht zu den stärksten Werken von Jane Austen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise recht langsam, wodurch für mich Spannung verloren ging und ich gelegentlich dazu tendiert habe, Passagen zu überfliegen.
Nichtsdestotrotz war es schön, ein weiteres Buch von Jane Austen gelesen zu haben und ich werde mir bald dazu noch den Film ansehen ☺️