Dr. Sex
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Description
Boyles geniales Porträt des Mannes, der im prüden Amerika des Jahres 1939 die sexuelle Revolution auslöste.
»Hör mal, ich wollte dich fragen, ob du dich vielleicht mit mir verloben möchtest... Du weißt schon, für diesen Kurs.«
Es ist das Jahr 1939, und auf dem Campus der Universität Indiana ist eine Revolution ausgebrochen. Alfred Kinsey, ursprünglich Zoologe, beschäftigt sich mit dem Sexualverhalten von Männern und Frauen - und das rein empirisch. Unter dem harmlos klingenden Titel »Ehe und Familie« gibt er Aufklärungskurse, die durch die Präsentation von drastischen Dias Furore machen.
John Milk, ein junger, ehrgeiziger, aber in sexuellen Dingen völlig unbedarfter Student, lernt Kinsey persönlich kennen und wird dessen erster Mitarbeiter. Kinseys Projekt ist gewaltig: Er will so viele Personen wie möglich zu ihren sexuellen Erfahrungen, Vorlieben und Gewohnheiten befragen und gleichzeitig Angaben zu deren sozialem Hintergrund und physischer Konstitution sammeln, um der Sexualforschung eine Basis zu geben. John Milk ist von diesem Mann fasziniert und wird einer seiner treuesten Anhänger und uneingeschränktesten Verfechter. Und doch gerät er in einen Zwiespalt, denn da gibt es eine junge Frau, die er liebt und mit der er leben will ...
T. C. Boyle erzählt die Geschichte eines ebenso genialen wie fanatischen Helden, für den die sexuelle Aufklärung das höchste aller Ziele ist, und zeichnet ein Porträt der prüden, bigotten Gesellschaft des Amerika der vierziger und fünfziger Jahre.
Book Information
Author Description
T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1988 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
wahre Begebenheit im T.C. Boyle Schreibstil
Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. 1936 hielt Dr. Alfred Kinsey erstmals sogenannte Eheberatungskurse an der Universität, worauf er begann, sich stärker für das Sexualverhalten der Spezies Mensch zu interessieren. Erstmals wurde dieses empirisch erforscht. Kinsey hat hier das wohl wehement tabuisierteste Thema geöffnet und die Bahn für spätere Forschungsarbeiten wie die von Dr. Masters geebnet. (Serienempfehlung: Masters of Sex) Ein aufwühlendes Lese-Erlebnis, das T.C. Boyle mit seinem nüchternen und doch detaillierten Schreibstil gut transportiert. Die Wahl, die Geschichte von Milk - Dr. Kinseys erstem Assistenten - erzählen zu lassen, führt zu interessanten Einblicken. Wie er sich von seinem Idol völlig in den Bann ziehen lässt und sich Kinseys Projekt vollkommen hingibt, ohne jegliche Fehlverhalten zu realisieren, führt beim Lesen zu aufwühlenden Emotionen bis hin zu Ekel und Abscheu. Mit diesem Protagonisten baut T.C. Boyle die Brücke zwischen wahrer Begebennheit mit Fakten und Gerüchten und Fiktion. Auffallend ist für mich der Aspekt, wie - beziehungsweise wie wenig - die verschiedenen auftretenden Charaktere beschrieben werden. John Milk himmelt Dr. Kinsey in so einem Ausmaß an, dass man schon sagen mag, er ist von ihm verblendet. Die Geschichte wird aus seiner Sicht und von ihm erzählt und er gibt uns nur dann Einblick in die verschiedenen Charaktere, wenn er es für bedeutsam empfindet.
Sehr flüssig zu lesen, der Schreibstil ist sehr gut. T.C.Boyle kann definitiv gut erzählen. Dr.Kinsey kannte ich nicht, insofern habe ich etwas gelernt. Die Erzählung über das sehr manipulative Verhalten von Dr. Kinsey hat mich sehr aufgewühlt und angeekelt. Daher hatte ich Probleme das Buch zu Ende zu lesen. Ich musste Pausen machen.
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Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Boyles geniales Porträt des Mannes, der im prüden Amerika des Jahres 1939 die sexuelle Revolution auslöste.
»Hör mal, ich wollte dich fragen, ob du dich vielleicht mit mir verloben möchtest... Du weißt schon, für diesen Kurs.«
Es ist das Jahr 1939, und auf dem Campus der Universität Indiana ist eine Revolution ausgebrochen. Alfred Kinsey, ursprünglich Zoologe, beschäftigt sich mit dem Sexualverhalten von Männern und Frauen - und das rein empirisch. Unter dem harmlos klingenden Titel »Ehe und Familie« gibt er Aufklärungskurse, die durch die Präsentation von drastischen Dias Furore machen.
John Milk, ein junger, ehrgeiziger, aber in sexuellen Dingen völlig unbedarfter Student, lernt Kinsey persönlich kennen und wird dessen erster Mitarbeiter. Kinseys Projekt ist gewaltig: Er will so viele Personen wie möglich zu ihren sexuellen Erfahrungen, Vorlieben und Gewohnheiten befragen und gleichzeitig Angaben zu deren sozialem Hintergrund und physischer Konstitution sammeln, um der Sexualforschung eine Basis zu geben. John Milk ist von diesem Mann fasziniert und wird einer seiner treuesten Anhänger und uneingeschränktesten Verfechter. Und doch gerät er in einen Zwiespalt, denn da gibt es eine junge Frau, die er liebt und mit der er leben will ...
T. C. Boyle erzählt die Geschichte eines ebenso genialen wie fanatischen Helden, für den die sexuelle Aufklärung das höchste aller Ziele ist, und zeichnet ein Porträt der prüden, bigotten Gesellschaft des Amerika der vierziger und fünfziger Jahre.
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T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1988 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation.
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wahre Begebenheit im T.C. Boyle Schreibstil
Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. 1936 hielt Dr. Alfred Kinsey erstmals sogenannte Eheberatungskurse an der Universität, worauf er begann, sich stärker für das Sexualverhalten der Spezies Mensch zu interessieren. Erstmals wurde dieses empirisch erforscht. Kinsey hat hier das wohl wehement tabuisierteste Thema geöffnet und die Bahn für spätere Forschungsarbeiten wie die von Dr. Masters geebnet. (Serienempfehlung: Masters of Sex) Ein aufwühlendes Lese-Erlebnis, das T.C. Boyle mit seinem nüchternen und doch detaillierten Schreibstil gut transportiert. Die Wahl, die Geschichte von Milk - Dr. Kinseys erstem Assistenten - erzählen zu lassen, führt zu interessanten Einblicken. Wie er sich von seinem Idol völlig in den Bann ziehen lässt und sich Kinseys Projekt vollkommen hingibt, ohne jegliche Fehlverhalten zu realisieren, führt beim Lesen zu aufwühlenden Emotionen bis hin zu Ekel und Abscheu. Mit diesem Protagonisten baut T.C. Boyle die Brücke zwischen wahrer Begebennheit mit Fakten und Gerüchten und Fiktion. Auffallend ist für mich der Aspekt, wie - beziehungsweise wie wenig - die verschiedenen auftretenden Charaktere beschrieben werden. John Milk himmelt Dr. Kinsey in so einem Ausmaß an, dass man schon sagen mag, er ist von ihm verblendet. Die Geschichte wird aus seiner Sicht und von ihm erzählt und er gibt uns nur dann Einblick in die verschiedenen Charaktere, wenn er es für bedeutsam empfindet.







