Die verschwindende Hälfte
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Description
Nr. 1 der New-York-Times-Bestsellerliste
Mallard, ein kleiner Ort in Louisiana. Seine Bewohner blicken mit Stolz auf eine lange Tradition und Geschichte – und vor allem auf ihre Kinder, die mit jeder Generation hellhäutiger zu werden scheinen. Hier werden in den 1950ern Stella und Desiree geboren, Zwillinge von ganz unterschiedlichem Wesen. Nur in einem sind sie sich einig: An diesem Ort sehen sie keine Zukunft. In New Orleans, wohin sie flüchten, trennen sich ihre Wege. Denn Stella tritt unbemerkt durch eine den weißen Amerikanern vorbehaltene Tür und schlägt sie kurzerhand hinter sich zu. Desiree dagegen heiratet den dunkelhäutigsten Mann, den sie finden kann. Und Jahrzehnte vergehen bis zu einem unwahrscheinlichen Wiedersehen.
Book Information
Author Description
Brit Bennett wuchs im südlichen Kalifornien auf und studierte an der Stanford University und an der University of Michigan. Ihre Arbeiten erschienen in «The New Yorker», «The New York Times Magazine», «The Paris Review» und «Jezebel». Ihr Debüt «Die Mütter» wurde unter anderem für den PEN/Robert W. Bingham Prize und den Prix Femina étranger nominiert. Auch «Die verschwindende Hälfte», ihr zweiter Roman, wurde ein Bestseller in den USA.
Posts
Schwarz oder Weiß? Eine Geschichte über Geheimnisse
So eine gute Geschichte... Zuerst habe ich mich mit dem Thema des Buches sehr an "Der menschliche Makel" von Philip Roth erinnert gefühlt. Doch wo ich Roth als Autoren und seinen Büchern (die ich allesamt in der Uni lesen musste) nie viel abgewinnen konnte, hat mich dieses Buch unglaublich bewegt. Es werden sehr viele Themen aufgegriffen, die Konstruktion von Rasse durch Passing, Identität, Transsexualität, Familie etc. Die Lebenswege der Vignes Frauen fand ich allesamt bewegend und faszinierend. Auch Stellas Entscheidung kann ich in gewissem Maße nachvollziehen, hätte aber mit den Konsequenzen nicht leben können. Denn so lebt Stella immer in Gefahr der Enttarnung und darf oder will keinerlei Kontakt zu ihrer Zwillingsschwester Desiree halten und wird so zur verschwundenen Hälfte die das Leben aller Vignes Frauen über Generationen hinweg bestimmt.
„Man kann einem Ort entkommen, aber nicht seinem Erbe…“
Die Zwillinge Desiree und Stella wachsen in den amerikanischen Südstaaten der1950er Jahre in einem kleinen, sehr unbekannten Ort namens Mallard auf. Die Menschen dort leben sehr Traditionsbewusst und sind sehr stolz darauf, dass ihre Kinder von Generation zu Generation hellhäutiger werden. Der Tod ihres Vaters traumatisiert die Zwillinge schon im frühen Kindesalter und verbindet die beiden von ihrem Wesen sehr unterschiedlichen Mädchen emotional stark miteinander. Fortan wachsen sie in Armut auf und mit der fehlenden Aussicht auf höhere Schulbildung, sehen die beiden keine Zukunft für sich an diesem Ort. Über Nacht flüchten sie nach New Orleans, um sich dort zusammen ein neues Leben aufzubauen. Doch als sie gerade dabei sind Fuß zu fassen und sich in der neuen Stadt einzurichten, bietet sich für Stella eine einzigartige Gelegenheit in der Welt, die ausschließlich weißen Amerikaner vorbehalten ist, ihren Platz einzunehmen und sie verschwindet spurlos aus Desirees Leben… Im Verlauf der Geschichte verfolgen wir das Leben der vier weiblichen Protagonistinnen Desiree und Stella sowie das ihrer beiden Töchter Jude und Kennedy. Alle vier sind auf der Suche nach ihrer Identität und Selbstbestimmung, nach Wahrheit unvoreingenommener Liebe in einer Welt, die sie jeden Tag aufs neue mit Rassismus konfrontiert. Desiree und Stella treffen Entscheidungen in ihrem Leben, deren Konsequenzen ihre Töchter schwer mit tragen müssen und doch verfolgen sie alle ihre Träume und Ziele beharrlich und konsequent. Obwohl mir nicht alle vier Protagonisten gleich sympathisch waren, konnte ich mit jeder einzelnen mitfühlen und ihre Beweggründe so gut verstehen. Die Tiefe, mit der die Charaktere von der Autorin gezeichnet sind, hat mich sehr berührt und ich habe mit Spannung verfolgt, ob und wann sich die Lebenswege der vier starken Frauen kreuzen. Die Geschichte wird noch lange nachhallen.

In Mallard, einem kleinen Ort in Louisiana, der auf keiner Karte zu finden ist, sind die Einwohner*innen stolz darauf, dass ihre Kinder von Generation zu Generation hellhäutiger werden. In den 50er Jahren werden die Zwillinge Stella und Desiree geboren, die es dort nicht mehr aushalten und als Teenager nach New Orleans ausreißen. Allerdings trennen sich ihre Wege bald wieder, da Stella verschwindet und beschließt, ein neues Leven als Weiße zu beginnen. "Die verschwindende Hälfte" entfaltet über drei Jahrzehnte (mit wechselnden Zeitebenen) und zwei Generationen eine spannende Geschichte über Rassismus, Vorurteile, Freiheit und Selbstbestimmung. Britt Bennett stellt dabei viele Fragen, ohne den Zeigefinger zu sehr zu erheben.
Als ich beim Entrümpeln meines Bücherregals wieder auf "Die verschwindende Hälfte" von Brit Bennett gestoßen bin, war ich sofort zurückversetzt. Das Buch hat mich damals regelrecht gefesselt. Im Zentrum stehen zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedliche Lebenswege einschlagen, wobei eine von ihnen sich entscheidet, als Weiße zu leben. "In New Orleans spaltete Stella sich auf. Anfangs merkte sie es nicht, weil sie ihr Leben lang zwei Menschen gewesen war: Sie war sie selbst, und sie war Desiree." (S. 221) Inzwischen habe ich viele Bücher von POC gelesen und bekomme dadurch zumindest eine Ahnung von strukturellen Benachteiligungen und Alltagsrassismus, ohne mir anzumaßen, mich wirklich in die Lebensrealität Schwarzer Menschen hineinversetzen zu können. Für mich ist es ein sehr berührender Roman. Und ja: Dieses Buch bleibt im Regal. 😊

Emotionales Familienporträt über Identität und Rassismus
Die verschwindende Hälfte erzählt die Geschichte einer afroamerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg und beleuchtet Themen wie Identität, Rassismus und Selbstfindung. Das Buch berührt durch seine emotionale Tiefe und zeigt, wie prägend Herkunft und gesellschaftliche Erwartungen sein können. Eine bewegende, zeitlose Geschichte.
Authentical merge of a family story with black history
In Brit Bennett’s ‘The Vanishing Half’, we follow the lives of Desiree and Stella, identical twins, and their families over four decades. They were born in Mallard, a small town in Louisiana, where its Black population has successfully segregated themselves by taking pride in being light-skinned. Through a series of small episodes, we learn how the twins make life-changing decisions in the 1950s and how these choices shape their personal histories. The book addresses important topics such as identity, colourism, racism, passing, queerness, motherhood and feminism—everything in the context of American history. Unfortunately, some of these subjects are only touched upon superficially. There would have been a lot of potential to explore them more deeply. Overall, I really enjoyed the story, but in the beginning it was difficult for me to find into the non-linear narrative structure, including significant time jumps and frequent changes in POVs. Although the book was highly praised (not to say hyped) in the English-speaking media, I had never heard of it before, but the beautiful cover immediately drew me in!
Wunderbares Buch „Die verschwindende Hälfte“ von Britt Bennett ist ein sehr außergewöhnliches Buch, dass sich mit den Themen Rassismus und Colorism, Homophobie und Transphobie beschäftigt. Die Zwillinge Stella und Desiree Vignes wachsen in Louisiana im kleinstädtischen Mallard auf. Der Ort ist so klein, dass er auf keiner Landkarte namentlich zu finden ist. Trotzdem ist es ein besonderer Ort, in dem ausschließlich hellhäutige Schwarze leben. Die Einwohner sind stolz darauf, dass sie mit ihrer Hellhäutigkeit sogar als Weiße durchgehen könnten. Genau das versucht eine der Zwillingsschwestern (Stella) auch mit Erfolg. Sie verlässt ihre Heimat und ihre Familie, bricht jeglichen Kontakt ab und heiratet einen nichts-ahnenden Weißen. Der andere Zwilling Desiree hingegen sucht sich als junge Erwachsene den dunkelsten Schwarzen, den sie finden kann und gründet mit ihm eine Familie. Als Leser*innen verfolgen wir die Lebenswege der in den 60erJahren geborenen Mädchen, die in ihrer Kindheit so eng verbunden waren und dann von einem Tag auf den anderen keinen Kontakt mehr zueinander haben. Beide leiden unter der Trennung, doch es braucht eine weitere Generation bis ein Wiedersehen möglich wird. Stella zieht ihre Lebenslüge konsequent durch, doch der Preis, den sie zahlt ist hoch. Auch Desiree‘s Lebensweg nimmt eine andere Richtung als geplant, als ihr Mann gewalttätig wird. Sehr spannend fand ich auch die Entwicklung von Stella‘s hellhäutiger Tochter Kennedy, die sich selbstverständlich für eine Weiße hält und ihrer dunkelhäutigen Cousine Jude, die im Heimatdorf ihrer Mutter Diskriminierung erlebt. Trotz der schweren Themen ist diese Familiengeschichte sehr sensibel und warm erzählt. Ich hatte das Hörbuch vorliegen, wunderbar gelesen von Tessa Mittelstaedt, dass ich nur empfehlen kann. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und der Roman ist sehr vielschichtig erzählt. Wer anspruchsvolle Familiengeschichten mag, dem kann ich diesen Roman wirklich wärmstens empfehlen.
Roman mit wichtiger Thematik
Rassismus ist noch immer allgegenwärtig! In diesem Roman wird dieses Thema aus Sicht einer "schwarzen" Familie im Zeitraum der 1960er bis 1980er Jahre geschildert. Das Buch ist sehr nah an seinen Protagonisten, sodass ihre Entscheidungen immer nachvollziehbar sind. Es fällt mir sehr schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen. Ich kann nur sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Es war so interessant und hat mich an ein Thema herangeführt, mit dem ich mich bisher nicht befasst habe. Sehr lesenswert!
Hier kommen eine Vielzahl schwerer Themen zusammen: Rassismus, Gewalt und wie sie Opfer beeinflusst, Identitätsfragen bezüglich Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht, Muttersein, Lebenslügen. All diese Themen tragen die 5 Frauen der Familie mit sich. Das ist spannend zu lesen, die Figuren sind vielschichtig beschrieben. Dennoch waren es für mich vermutlich zu viele Themen und die deshalb nicht immer tief genug betrachtet. Und über die Mutter hätte ich gerne mehr erfahren. Ein niveauvoller Roman, der die vielfältigen Themen sensibel und respektvoll behandelt.
1950 werden in Mallard( USA) Zwillinge geboren-Desiree und Stella. Eines Tages sind sie aber aus dem Ort verschwunden- sie sind einfach weggegangen. Mallard ist ein Ort, der von einem Sklaven gegründet wurde- hier sind die Menschen aber nicht mehr schwarz- sondern mittlerweile weiß… Wir als Leser erleben, welche Wege die Mädchen/ dann Frauen gehen. Stella wagt den Schritt und gibt sich als weiße Frau aus-heiratet wohlhabend. Desiree heiratet einen schwarzen Mann und kehrt mit ihrem Kind zurück.
Beide Schwestern sehen/ hören jahrelang nichts voneinander. Stella will unter keinen Umständen auffliegen und lebt ein Leben, in welchem sie nie ganz sie selbst ist. Desiree kehrt mit ihrer Tochter ( sie ist tiefschwarz) nach Hause zurück. In diesem Ort erlebt dann ihre Tochter die Ausgrenzung… Es wird so viel angesprochen in diesem Roman- und das in einem so wunderbaren, erzählerischen Tonfall. Es geht sehr unter die Haut, weil man alle Protagonisten so gut kennenlernt. Nicht nur die Zwillinge- auch die jeweiligen Partner, ihre Töchter, die Mutter- alle haben Tiefe und sind nicht nur oberflächlich gezeichnet. Ich kann es wirklich empfehlen.
Buch 5/100 Beste Bücher des 21. Jhd. NYT Readers Choice
Ich fand das Buch wirklich interessant aber für mich war es einfach zu durcheinander in den Zeiten und bei den Personen. Ich musste immer wieder gucken um wen es denn jetzt eigentlich geht. Für alle, die sich mit der Komplexität von Diskriminierungsformen und ihrer Langlebigkeit auch über Generationen hinweg beschäftigen wollen und etwas lernen wollen zur Interdependenz von Rassismus, Genderismus und Klassismus in einer sehr flüssig geschriebenen Geschichte über mehrere Generationen hinweg.

Gefiel mir gut!!
Eine anspruchsvolle Geschichte, in die ich nicht sofort reinkam, dennoch konnte ich den Verstrickungen dann gut folgen und das macht das Buch so komplex. Die Geschichte verfolgt eine zerrissene Familie über mehrere Jahrzehnte, was im Kontext sehr emotional und deprimierend sein kann. Der Schreibstil gefiel mir sehr und wie die Autorin es schaffte die enthaltenen Themen darin anzusprechen. Sehr authentisch.
Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, women of color. Ihre Lebenswege trennen sich, sie verlieren den Kontakt und entwickeln sich ganz gegensätzlich. Wir verfolgen über das Buch ihre Lebensgeschichten. Durch den angenehmen Schreibstil liest es sich sehr zügig und die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht, da es immer noch etwas mehr zu erfahren gibt. Trotzdem muss ich sagen, dass mich nichts davon so richtig emotional berührt hat. Irgendwas in der Art des Schreibstils hat hier für mich gefehlt. Obwohl es krasse Momente gab, erschien mir alles irgendwie belanglos, was super schade ist. Man hätte hier einfach noch viel rausholen können.
Super gutes Buch. Es hat mich stark in einen Lesefluss gezogen und emotional berührt. Die Perspektive auf Rassismus und Identität waren für mich sehr wertvoll und ich empfinde es als absolut lesenswert.
Ich habe den Roman als sehr gut empfunden. Die Geschichte war dicht und lebendig erzählt und hat mich schnell in einen starken Lesefluss gezogen. Ich war beinahe traurig, als das Buch endete. Zwar hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, gleichzeitig erschien mir das gewählte Ende sehr realistisch. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel ich aus dem Buch mitnehmen konnte. Es hat mir eine neue Perspektive auf Rassismus und Identität eröffnet und mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Dieser Lernprozess war teilweise herausfordernd, aber gerade deshalb sehr wertvoll. Die Erzählweise mit wechselnden Perspektiven und Zeitebenen hat mir gut gefallen, auch wenn ich stellenweise kurz verwirrt war. Das hat mich jedoch eher dazu angeregt, weiterzulesen und die Zusammenhänge bewusster wahrzunehmen. Insgesamt ist Die verschwindende Hälfte für mich ein bewegender und gedankenreicher Roman, der lange nachwirkt und den Blick auf gesellschaftliche Themen nachhaltig erweitert.

Eine spannende Familiengeschichte über Rassismus, Freiheit und Selbstbestimmung.
Ich fand das Buch super interessant geschrieben, die Autorin gibt einen spannenden Einblick in die Familienstruktur einer schwarzen Familie in den Südstaaten, die sich intensiv mit rassistischen Stereotypen und das Ausbrechen aus diesen beschäftigt. Auch kurze Sidenotes zu Homophobie und Transphobie fanden statt, für mich ein gelungenes Buch, das zurecht auf der NYT Top 100 Liste ist 😊
Eine gut erzählte Geschichte ohne große Überraschungen
Manchmal liest man ein Buch und weiß von Anfang an, wohin die Reise geht – genau so war es bei Die verschwindende Hälfte von Brit Bennett. Die Geschichte der Zwillinge, die sich in unterschiedliche Leben verirren, ist gut erzählt, aber ohne große Überraschungen. Alles verläuft so, wie man es erwartet, und das nimmt der Erzählung etwas die Spannung. Trotz der ruhigen, fast schon langatmigen Erzählweise wollte ich es beenden – immerhin ein Fortschritt nach meinem letzten abgebrochenen Buch. Nun kann ich Die verschwindende Hälfte von meiner Liste streichen und mich dem nächsten Buch der New York Times Reader’s Choice widmen. Mal sehen, ob es mich diesmal mehr fesseln kann.

Als ich gesehen habe, dass Brit Bennetts viel gelobter Roman „Die verschwindende Hälfte“ bereits in Deutschland erscheint, habe ich mich sehr gefreut und die Veröffentlichung mit Spannung erwartet. Der Roman beginnt Ende der 60er Jahre und umfasst eine Zeitspanne bis Mitte der 80er Jahre. Trotzdem ist er thematisch brandaktuell, was erschütternd ist. Noch immer wird unser Leben von Normen bestimmt, die keinen Sinn ergeben. Warum gilt weiß als einzig richtige Hautfarbe? Rasse spielt in „Die verschwindende Hälfte“ eine zentrale Rolle. Die Geschichte beginnt in Mallard, einem kleinen Ort, in dem die Einwohner um den hellsten Teint wetteifern und versuchen, ihre schwarzen Wurzeln zu vergessen. Die Zwillinge Desiree und Stella fühlen sich eingeengt und von der Perspektivlosigkeit erschlagen. Bei Nacht und Nebel machen sie sich auf den Weg nach New Orleans um ein besseres Leben zu beginnen. Stella scheint es tatsächlich zu gelingen, ihr Leben um 360 Grad zu wenden, der Preis ist ihre Seele, ist dies nicht zu viel? Desiree heiratet einen Schwarzen und die Hautfarbe ihres Kindes ist alles, was die Einwohner von Mallard hassen. Während die erste Hälfte des Romans den Fokus hauptsächlich auf Desiree und ihre Tochter Jude legt, erfahren wir im zweiten Teil mehr über Stella. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich mit dem Roman warm geworden bin, da ich zu Beginn den Eindruck hatte, dass die Geschichte von einer dritten, beobachtenden Person erzählt wird und ich deswegen nicht richtig dabei bin. Dies hat sich allerdings nach einigen Kapiteln geändert und plötzlich war ich gefesselt und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Die verschwindende Hälfte“ beschreibt die Suche nach Identität. Es handelt von vielen verschiedenen Charakteren, die glücklich sein und ihren Platz im Leben finden möchten und dabei an der Gesellschaft scheitern. Neben der Rassenthematik geht es auch um Transsexualität. Brit Bennett beschreibt sehr einfühlsam und bewegend das Gefühlschaos ihrer Protagonisten. Insbesondere mit Jude und Reese habe ich sehr mitgefiebert. Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. „Die verschwindende Hälfte“ ist ein toller Roman, der einen Platz auf meiner Liste der Jahreshighlights sicher hat.
Ein sehr schöner Roman in der Welt zwischen weiß und schwarz
Desiree und Stella sind Zwillinge. Sie stammen aus einem einfachen Dorf, aus dem sie gemeinsam gehen als sie erwachsen werden. Doch eines Tages verschwindet Stella und lässt unkommentiert ihre Schwester zurück - um ein Leben unter Weißen zu leben. Doch dieser Konflikt geht nicht nur ihre Generation etwas an, sondern natürlich auch den der Mutter. Und der Kinder. Ein spannender Roman zwischen zwei Welten in den USA. Weiß und Schwarz, über Konsequenzen und schweigen, aber auch ungebrochene Liebe und das niemals vergessen.

Ich kann einfach nicht mit ansehen, wenn du dich für ihn klein machst. Einfach weil er dich nie so sehen wird, wie du dich selbst siehst." Wir begleitet die afroamerikanischen Zwillinge Stella und Desiree, beide so hell, dass sie als Weiße durchgehen könnten. Das Buch zeigt wie diese zwei Hälften völlig unterschiedliche Wege gehen, die Eine verleugnet sich und ihr eigenes Erbe, die Andere opfert sich und kann leider ihr Leben nicht so leben wie sie es verdient hätte. Der historische Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen und an verschieden Orten in den USA. Die Autorin hat eine wunderbare Sprache, ich fieberte mit Desiree und ihrer Tochter Jude und Early mit, konnte Stellas Entscheidungen zwar manchmal nachvollziehen, aber nicht gutheißen. Einzig Kennedy ging mr echt auf dem Keks, und das Ende hätte so auch nicht sein müssen. Das Buch zeigt, dass gesellschaftliches Aufstieg, Ansehen, Bildung und Akzeptanz auch heute noch von Hautfarbe und Geldbeutel abhängt. Brit Bennett ist ein Meisterwerk gelungen, es verdient eine breite Leserschaft in allen Gesellschaften.
„Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennet ist eines dieser Bücher, die ich ohne Bookstagram vermutlich nicht gelesen hätte. Und oh my … hätte ich da was verpasst! Nächste 5 Sterne Hypetrain Rezension incoming! - - - Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich überhaupt die richtigen Worte finden kann, die in angemessener Form ausdrücken, wie gut dieses Buch ist. Aber mir kommen beispielsweise Worte wie atemberaubend, ergreifend und auch hoffnungsvoll in den Sinn. Und die Tatsache, dass sich HBO im vergangenen Sommer die Rechte an einer Miniserie zu diesem Buch gesichert hat, ist einfach nur genial! - - - Der historische Roman erzählt die Geschichte von Desiree und Stella Vignes, eineiigen Zwillingsschwestern, die in den amerikanischen Jim Crow Südstaaten aufwachsen, bevor sie mit 16 Jahren abhauen und getrennte Lebenswege einschlagen. Das Besondere an den Schwestern: Sie sind light-skinned, sprich: Sofern sie sich nicht selbst als Schwarze identifizieren, werden sie von ihrem Umfeld als Weiße wahrgenommen. Auf einer weiteren Zeitschiene geht es aber auch um ihre beiden Töchter Jude und Kennedy, die ganz unterschiedlich mit dem Erbe ihrer Mütter umgehen. Die Art und Weise, wie sich die Charaktere im Laufe des 400 Seiten umfassenden Romans verwandeln, ist absolut bemerkenswert. Viele Kategorien, die in der Gesellschaft noch immer als statisch gelten, werden bei Bennett fließend, darunter zum Beispiel Race und Gender. Ich denke, dieses Buch funktioniert deswegen so gut, weil die Autorin die Geschichte einer auseinandergerissenen Familie so bedacht und einfühlsam erzählt. Schwierige Themen wie Rassismus oder die Frage, wie unterschiedlich das Leben von light-skinned Schwarzen verlaufen kann, werden durch zart-schöne Passagen über die Liebe – zwischen Müttern und Töchtern, zwischen Schwestern, zwischen Partner*innen – ausbalanciert. - - - Was dieses Buch für mich so einzigartig macht? Das Gefühl, die vier Frauen kennenzulernen, während sie sich selbst kennenlernten :)
Ein fesselnder Roman über weitreichende Entscheidungen im Leben
„Die verschwindende Hälfte“ ist ein Roman, der berührt und nachhallt. Brit Bennett erzählt die Geschichte von Zwillingsschwestern, die aus derselben Welt stammen und dennoch völlig unterschiedliche Wege gehen. Dabei verknüpft sie Themen wie Identität, Herkunft, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung. Die Figuren sind komplex und lebendig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, auch wenn nicht alle immer sympathisch erscheinen. Die Stil ist atmosphärisch, die Handlung spannend und zugleich tiefgründig. Besonders stark wirkt die generationsübergreifende Perspektive: Entscheidungen zeigen ihre Folgen nicht nur im Moment, sondern über Jahrzehnte hinweg. Ein Buch, das bleibt, lange nachwirkt und Fragen aufwirft, die über die Lektüre hinausreichen. Fünf Sterne für eine Geschichte, die gleichermaßen fesselnd, emotional und bedeutungsvoll ist.
Die Zwillinge Desiree und Stella wachsen in den 50ern in einem kleinen Ort im ländlichen Louisiana auf, welches auf keiner Landkarte zu finden ist. Die Einwohner des Ortes sind ganz fixiert darauf, dass jede Generation ein bisschen hellhäutiger wird als die vorherige. Für die Zwillinge steht fest, in Mallard können sie sich ihre Zukunft nicht vorstellen und so verlassen sie Hals über Kopf ihre Mutter, um sich in New Orleans ein besseres Leben aufzubauen. Die beiden schlagen verschiedene Lebenswege ein und verlieren sich schnell aus den Augen. Desiree, heiratet einen Schwarzen Mann und Stella bricht den Kontakt zu ihrer Familie ab, um sich als Weiße ausgeben zu können... Mit „Die verschwindende Hälfte” hat Brit Bennett einen wunderbaren und berührenden Roman über ein Familienepos geschrieben. Dabei handelt das Buch von noch so viel mehr, als man am Anfang vermutet. Es geht um Identität, Herkunft, Hautfarbe, Rassismus, Unterdrückung, Transsexualität und den Unterschied zwischen arm und reich. Das Buch spielt von ca. 1950 bis Ende 1980 und springt immer wieder in der Zeit, was ich toll fand, da man dadurch die Charaktere und deren Leben über einen längeren Zeitraum kennenlernt und sich mit ihnen identifizieren kann. Und durch Brit Bennett’s scharfe Beobachtungsgabe und den dennoch leichten, aber auch packenden Schreibstil, habe ich das Buch super schnell gelesen. Ich fand es total interessant die Leben der Zwillinge parallel mitzuerleben. Brit Bennett beschreibt sehr berührend und vor allem nachvollziehbar, dass Gefühlschaos ihrer Protagonisten und dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Neben Desiree und Stella, geht es in der Geschichte auch um die Töchter der beiden, Jude und Kennedy, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vor allem aber um Jude, die mir direkt ans Herz gewachsen ist (genau so wie ihr Partner Reese, über den ich gerne noch mehr gelesen hätte). Was ich an dem Buch so großartig und berührend fand, war, dass besonders stark dargestellt wird, welche Privilegien weiße Menschen damals und leider auch heutzutage immer noch haben und wie unterschiedlich die Möglichkeiten eines Lebens sein können, wenn man eine andere Hautfarbe hat. „Die verschwindende Hälfte” ist ein tolles Buch, in dem sehr wichtige und immer noch hoch aktuelle Themen angesprochen werden. Es ist eine mitreißende, nachvollziehbare und berührende Geschichte, die ich euch sehr empfehlen kann! Ich freue mich schon auf die Serie zum Buch.
Die beiden schwarzen Zwillingsschwestern Desire und Stella verschwinden an ihrem 16. Lebensjahr und lassen ihr altes Leben in der Kleinstadt Mallard hinter sich. Doch Mallard ist keine gewöhnliche Stadt. Die BewohnerInnen werden generationsweise immer weißer. Entscheidungen trennen die beiden Schwestern und sie führen letztlich ein Leben, welches unterschiedlicher nicht sei könnte. Stella verheimlicht ihre Herkunft, gibt sich als Weise aus, indem sie einen reichen Mann heiratet und ihr somit alle Privilegien zufallen, welche sie als Schwarze Frau nie erreicht hätte. Desiree heiratet hingegen „den schwärzesten Mann“, den sie finden konnte. Die Geschichte spinnt sich in eine zweite Generation hinein und die Wege der beiden kreuzen sich auf zufällige Weise. Was mir nach der Lektüre (nun zwei Monate später) immer noch hängen bleibt? Bei dieser Lektüre geht es um Rassismus, das Finden der eigenen Identität und gesellschaftliche Kluften. Die Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven beleuchtet, sodass die Ängste, Sorgen und Wendungen aller Charaktere offengelegt werden. Das Buch trifft den Nerv der Zeit. Auch wenn ich in der Hälfte stehe, die Rassismus nicht erlebt, gilt es die andere Hälfte zu sehen, dafür zu sensibilisieren und sie nicht verschwinden zu lassen, sondern aufzudecken. Ich war wirklich beeindruckt von dieser Geschichte und klingt mir sehr nach. Dennoch bin ich dankbar im Gespräch mit Anna gewesen zu sein, denn hier wird provoziert, klar den Finger in die Wunde gelegt und das Suchen nach der anderen Hälfte in guter Weise aufgezwungen, welches eine Reflexion unabdingbar macht. Danke für die Empfehlung

Ein wunderschönes Buch welches zahlreiche immer noch aktuelle Themen streift.
Die Zwillingsgeschichte über Desiree und Stella stellt die Verbindung zweier Geschwister wundervoll dar. Die Autorin spricht in dem Werk so viele wichtige Themen an (Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Transsexualität…) und schafft es dabei die unterschiedlichen Charaktere nahbar und trotz ihrer Unperfektheit liebenswert zu beschreiben. Dieses Buch sollte man gelesen haben.
The Vanishing Half (dt. Die verschwindende Hälfte) von Brit Bennett hat mich schwer beeindruckt und ist eines meiner Jahreshighlights. Ich habe am Anfang ein wenig gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Die ersten 50-60 Seiten war ich nicht überzeugt. Danach erfolgte aber ein Wechsel in der Erzählperspektive. Und genau dieser Wechsel machte für mich den Unterschied, ich war völlig gefesselt. Erzählt wird die Geschichte von Stella und Desiree. Die beiden sind eineiige Zwillinge, sehr hellhäutige Schwarze. Sie wachsen in Mallard, einem kleinen Ort in Louisiana auf. Dort leben ausschließlich Farbige, aber auch hier ist Rassismus erkennbar: je hellhäutiger, desto höher ist der gesellschaftliche Wert. Mit 16 verlassen die Schwestern Mallard und gehen nach New Orleans. Dort trennen sich ihre Wege: Stella gibt sich als Weiße aus und verschwindet bald darauf. Desiree geht nach Washington D.C., heiratet einen sehr dunkelhäutigen Mann, bekommt eine sehr dunkelhäutige Tochter. Jahre später kehrt sie mit dieser nach Mallard zurück und begibt sich auf die Suche nach Stella. Vor ein paar Jahren habe ich Passing (dt. Seitenwechsel) von Nella Larsen gelesen. Das Buch befasst sich ebenfalls mit Passing, also dem Überwechseln einer Farbigen auf die weiße „Seite“. Bei The Vanishing Half fand ich diese Thematik aber noch gelungener umgesetzt. Die Geschichte ist viel vielseitiger, abwechslungsreicher und auch moderner. Vor allem das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern war für mich sehr interessant. Ich habe selber eine Schwester, daher mag ich solche Geschichten besonders.
People thought that being one of a kind made you special. No, it just made you lonely. What was special was belonging with someone else. It is the year 1954. In a small town in the state of Louisiana, called Mallard, two light-skinned colored twin sisters are packing their bags to leave this godforsaken place and start a new life of their own in New Orleans. The two are inseparable at the time, but still, 14 years later, only one of them returns, with a child, that looks nothing like her. Desireé returns, while Stella left her in her early days in New Orleans. Dessireé married a colored man, while Stella started to pass. Slowly first, until the point when there was no turning back anymore. So she left her sister alone, to live a life, she'd never imagined she'd have one day. 'The Vanishing Half' is a book that gave me the opportunity to learn. To learn about everything I take for granted everyday, just because I have the rights to do so. To learn about the worries of other people, those worries I will never be able to understand, just because I don't have them, I will never have them and I will never be able to put myself in this position. It is also a book full of emotions and empathy. Being a little sister myself, I wouldn't want to imagine what it would be like not seing my brothers for 14 years straight, not even knowing how they are, what they are doing and if they are still alive. The story is told through several eyes, each bringing their own perspective into the scenario. But even though so many people seem to tell their on story and there is a switch between different perspectives, it was never hard to find out through which's eyes you are hearing the story right now. Overall, 'The Vanishing Half' was a great book, through and through. I'd never read a book more powerful, than that.
in einem kleinen ort in den usa, in dem nur afroamerikaner*innen leben, wachsen die zwillinge desiree und stella in den 50er jahren auf. im vergleich zu anderen people of color im dorf werden sie als weiß wahrgenommen. mit 16 beschließen die beiden, ihre heimat zu verlassen. in einer nacht und nebelaktion hauen sie ab und bauen sich ein neues leben auf, ohne zurückzuschauen. und nach einiger zeit ist stella weg - für die familie spurlos verschwunden und in das leben einer weißen frau geschlüpft… 💭 die verschwundene hälfte ist ein leseerlebnis. in der mitreißenden geschichte werden die eigene herkunft, die macht von hautfarbe und rassismus in den usa thematisiert. aber auch trans- und homosexualität finden einen platz in diesem buch. ich habe die kombination der themen und den schreibstil geliebt. ein absolutes lesehighlight, das ich verschlungen habe. meine empfehlung: lest das buch.
Kommt langsam
Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um reinzukommen, konnte das Buch dann aber nicht mehr weglegen. Die Zwillige Desiree & Stella laufen von zu Hause weg und ihre Wege führen sie in komplett unterschiedliche Welten. Die Geschichte wird über mehrere Jahrzehnte erzählt, an verschiedenen Orten in den USA. Es geht (ganz grob) um Rassismus, Klassismus und um die Suche nach Zufriedenheit im Leben.
Wahnsinnig gut geschrieben und unglaublich berührend ❤️
Ich habe eine Weile für das Buch gebraucht. Es ist wunderbar geschrieben, hat starke Charaktere, die sehr bildlich beschrieben werden. Die behandelten Thematiken sind das, was mir das Herz immer wieder hat schwer werden lassen - so schwer, dass ich Abstand von dem Buch brauchte. Es werden verschiedene Leben behandelt von verschiedenen Menschen, die irgendwie zusammengehören, und doch fühlt man für sie alle. Ist pure Ehrlichkeit wirklich das Grundgerüst von Liebe? Wo ist eine Lüge eine Gnade, wo drückt sie mehr Liebe aus als Ehrlichkeit? Wo beginnt Einsamkeit? Und natürlich der immer wiederkehrende, starke Kontrast zwischen einem Weißen und einem Schwarzen Leben. Es betrifft sie alle. Gerade Jude und Reese haben bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Trotz einiger Längen gebe ich gerne 5/5.

4 Sterne (= sehr gut) Ein sanfter und eindrücklicher historischer Roman, der die verschränkten Lebenswege von verschiedenen Menschen zeigt, die unter gesellschaftlichem Druck leiden (Armut, Rassismus, Trans-/Homophobie, Sexismus usw.) und einen wichtigen Teil ihrer Identität unterdrücken oder ändern wollen. Ihre Schicksale haben sich berührend echt angefühlt.
Mir hat das Buch total gut gefallen. Auch wenn es nur das Leben aus der Perspektive von unterschiedlichen Familienmitglieder beschreibt und es keine große übergeordnete Handlung gibt, hat mich das Buch fasziniert und gefesselt. Die Perspektivenwechsel waren meiner Meinung nach sehr elegant in den Verlauf der Geschichte eingearbeitet worden und ehe man sich versah, hörte man die Gedanken und sah das Leben aus der Sicht einer anderen Figur. Hierdurch gelingt es der Autorin sehr viele auch heute noch sehr relevante und aktuelle Themen in die Geschichte einzuarbeiten, weshalb ich es wärmstens empfehlen würde. Emotional hat es mich selbst leider nicht so sehr berührt oder mitgenommen, weshalb es auch "nur" vier Sterne geworden sind.
Eine Geschichte von zwei Schwestern, die in Mallard, einer kleinen Ortschaft in Louisiana aufwachsen. Das Besondere an der Kleinstadt: ihre Einwohnerinnen und Einwohner werden von Generation zu Generation hellhäutiger, worauf sie mächtig stolz sind. So auch die Schwestern Desirée und Stella. Im Jugendalter trennen sich ihre Wege für Jahrzehnte und könnten fortan unterschiedlicher kaum sein. Desirée heiratet den dunkelhäutigsten Mann, verlässt ihn aufgrund seiner Gewalttätigkeit und zieht ihre Tochter Jude in Mallard auf, die aufgrund ihrer schwarzen Hautfarbe gehänselt wird. Stella hingegen gibt sich als hellhäutige Frau aus, heiratet einen weissen reichen Mann und nutzt all die Privilegien, die weissen Menschen vorenthalten sind. Weder ihr Mann noch ihre Tochter wissen von ihrem Geheimnis und stets lebt sie in der Angst, dass dieses ans Licht kommt. Ein Roman über Rassismus, Familie, Freundschaft und Identität. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Das Buch handelt von den beiden Zwillingen Desiree und Stella, die eines Tages aus ihrem Heimatort fliehen und in ihrem Leben eine sehr unterschiedliche Einstellung zu Rassismus und Hautfarben entwickeln. Die Geschichte zeigt gut wie sehr Rassismus vom eigenen Menschenbild und der Umgebung abhängt, in der man sich befindet. Am Anfang war ich fast ein bisschen verwirrt weil die Sicht auf die Hautfarbe der beiden Mädchen immer von der Person abhing (mal wurden sie als weiß, mal als schwarz abgestempelt). Als ich das verstanden hatte, konnte ich die Message verstehen, die meiner Meinung nach ein großes Problem in unserer Gesellschaft aufzeigt. Allgemein ist die Geschichte sehr emotional und nimmt einen mit bis zum Ende, das meine Meinung nach etwas schwach ausgefällt. Ich mag Happy Ends und ich finde es immer schwierig ein Buch zu schließen, wenn manche Dinge nicht geklärt sind. Ich finde es trotzdem sehr lesenswert und denke, dass es sehr gut zur Aufklärung gegen Rassismus beitragen kann.
Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr berührende Weise mit Rassismus, geht aber darüber hinaus. Durch die Transsexualität von Reese wird deutlich, dass es nicht nur um Rassismus, sondern darüber hinaus um die Suche nach der eigenen Identität in einer Gesellschaft, deren Schubladen nicht für die eigene Person zu passen scheinen oder die man nicht zu akzeptieren bereit ist. Es zeigt aber auch, dass Verleugnen eines Teils seiner Identität, wie Stella es tut, indem sie vorgibt, weiß zu sein, langfristig nicht wirklich funktionieren kann.
This book was alright. It discusses very important topics and gave me some interesting insides into racism, identity and family. But the story itself - so the fictional part of this was kind of boring. Too many unnessecary descriptions, not very much emotion or dialogue. I pulled through, although it wasn’t really fun to read, because I thought maybe the ending is worth it. It wasn’t for me. I would not read it again and would only recommend if you want to read on these topics but without much interesting plot going on.
Description
Nr. 1 der New-York-Times-Bestsellerliste
Mallard, ein kleiner Ort in Louisiana. Seine Bewohner blicken mit Stolz auf eine lange Tradition und Geschichte – und vor allem auf ihre Kinder, die mit jeder Generation hellhäutiger zu werden scheinen. Hier werden in den 1950ern Stella und Desiree geboren, Zwillinge von ganz unterschiedlichem Wesen. Nur in einem sind sie sich einig: An diesem Ort sehen sie keine Zukunft. In New Orleans, wohin sie flüchten, trennen sich ihre Wege. Denn Stella tritt unbemerkt durch eine den weißen Amerikanern vorbehaltene Tür und schlägt sie kurzerhand hinter sich zu. Desiree dagegen heiratet den dunkelhäutigsten Mann, den sie finden kann. Und Jahrzehnte vergehen bis zu einem unwahrscheinlichen Wiedersehen.
Book Information
Author Description
Brit Bennett wuchs im südlichen Kalifornien auf und studierte an der Stanford University und an der University of Michigan. Ihre Arbeiten erschienen in «The New Yorker», «The New York Times Magazine», «The Paris Review» und «Jezebel». Ihr Debüt «Die Mütter» wurde unter anderem für den PEN/Robert W. Bingham Prize und den Prix Femina étranger nominiert. Auch «Die verschwindende Hälfte», ihr zweiter Roman, wurde ein Bestseller in den USA.
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Schwarz oder Weiß? Eine Geschichte über Geheimnisse
So eine gute Geschichte... Zuerst habe ich mich mit dem Thema des Buches sehr an "Der menschliche Makel" von Philip Roth erinnert gefühlt. Doch wo ich Roth als Autoren und seinen Büchern (die ich allesamt in der Uni lesen musste) nie viel abgewinnen konnte, hat mich dieses Buch unglaublich bewegt. Es werden sehr viele Themen aufgegriffen, die Konstruktion von Rasse durch Passing, Identität, Transsexualität, Familie etc. Die Lebenswege der Vignes Frauen fand ich allesamt bewegend und faszinierend. Auch Stellas Entscheidung kann ich in gewissem Maße nachvollziehen, hätte aber mit den Konsequenzen nicht leben können. Denn so lebt Stella immer in Gefahr der Enttarnung und darf oder will keinerlei Kontakt zu ihrer Zwillingsschwester Desiree halten und wird so zur verschwundenen Hälfte die das Leben aller Vignes Frauen über Generationen hinweg bestimmt.
„Man kann einem Ort entkommen, aber nicht seinem Erbe…“
Die Zwillinge Desiree und Stella wachsen in den amerikanischen Südstaaten der1950er Jahre in einem kleinen, sehr unbekannten Ort namens Mallard auf. Die Menschen dort leben sehr Traditionsbewusst und sind sehr stolz darauf, dass ihre Kinder von Generation zu Generation hellhäutiger werden. Der Tod ihres Vaters traumatisiert die Zwillinge schon im frühen Kindesalter und verbindet die beiden von ihrem Wesen sehr unterschiedlichen Mädchen emotional stark miteinander. Fortan wachsen sie in Armut auf und mit der fehlenden Aussicht auf höhere Schulbildung, sehen die beiden keine Zukunft für sich an diesem Ort. Über Nacht flüchten sie nach New Orleans, um sich dort zusammen ein neues Leben aufzubauen. Doch als sie gerade dabei sind Fuß zu fassen und sich in der neuen Stadt einzurichten, bietet sich für Stella eine einzigartige Gelegenheit in der Welt, die ausschließlich weißen Amerikaner vorbehalten ist, ihren Platz einzunehmen und sie verschwindet spurlos aus Desirees Leben… Im Verlauf der Geschichte verfolgen wir das Leben der vier weiblichen Protagonistinnen Desiree und Stella sowie das ihrer beiden Töchter Jude und Kennedy. Alle vier sind auf der Suche nach ihrer Identität und Selbstbestimmung, nach Wahrheit unvoreingenommener Liebe in einer Welt, die sie jeden Tag aufs neue mit Rassismus konfrontiert. Desiree und Stella treffen Entscheidungen in ihrem Leben, deren Konsequenzen ihre Töchter schwer mit tragen müssen und doch verfolgen sie alle ihre Träume und Ziele beharrlich und konsequent. Obwohl mir nicht alle vier Protagonisten gleich sympathisch waren, konnte ich mit jeder einzelnen mitfühlen und ihre Beweggründe so gut verstehen. Die Tiefe, mit der die Charaktere von der Autorin gezeichnet sind, hat mich sehr berührt und ich habe mit Spannung verfolgt, ob und wann sich die Lebenswege der vier starken Frauen kreuzen. Die Geschichte wird noch lange nachhallen.

In Mallard, einem kleinen Ort in Louisiana, der auf keiner Karte zu finden ist, sind die Einwohner*innen stolz darauf, dass ihre Kinder von Generation zu Generation hellhäutiger werden. In den 50er Jahren werden die Zwillinge Stella und Desiree geboren, die es dort nicht mehr aushalten und als Teenager nach New Orleans ausreißen. Allerdings trennen sich ihre Wege bald wieder, da Stella verschwindet und beschließt, ein neues Leven als Weiße zu beginnen. "Die verschwindende Hälfte" entfaltet über drei Jahrzehnte (mit wechselnden Zeitebenen) und zwei Generationen eine spannende Geschichte über Rassismus, Vorurteile, Freiheit und Selbstbestimmung. Britt Bennett stellt dabei viele Fragen, ohne den Zeigefinger zu sehr zu erheben.
Als ich beim Entrümpeln meines Bücherregals wieder auf "Die verschwindende Hälfte" von Brit Bennett gestoßen bin, war ich sofort zurückversetzt. Das Buch hat mich damals regelrecht gefesselt. Im Zentrum stehen zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedliche Lebenswege einschlagen, wobei eine von ihnen sich entscheidet, als Weiße zu leben. "In New Orleans spaltete Stella sich auf. Anfangs merkte sie es nicht, weil sie ihr Leben lang zwei Menschen gewesen war: Sie war sie selbst, und sie war Desiree." (S. 221) Inzwischen habe ich viele Bücher von POC gelesen und bekomme dadurch zumindest eine Ahnung von strukturellen Benachteiligungen und Alltagsrassismus, ohne mir anzumaßen, mich wirklich in die Lebensrealität Schwarzer Menschen hineinversetzen zu können. Für mich ist es ein sehr berührender Roman. Und ja: Dieses Buch bleibt im Regal. 😊

Emotionales Familienporträt über Identität und Rassismus
Die verschwindende Hälfte erzählt die Geschichte einer afroamerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg und beleuchtet Themen wie Identität, Rassismus und Selbstfindung. Das Buch berührt durch seine emotionale Tiefe und zeigt, wie prägend Herkunft und gesellschaftliche Erwartungen sein können. Eine bewegende, zeitlose Geschichte.
Authentical merge of a family story with black history
In Brit Bennett’s ‘The Vanishing Half’, we follow the lives of Desiree and Stella, identical twins, and their families over four decades. They were born in Mallard, a small town in Louisiana, where its Black population has successfully segregated themselves by taking pride in being light-skinned. Through a series of small episodes, we learn how the twins make life-changing decisions in the 1950s and how these choices shape their personal histories. The book addresses important topics such as identity, colourism, racism, passing, queerness, motherhood and feminism—everything in the context of American history. Unfortunately, some of these subjects are only touched upon superficially. There would have been a lot of potential to explore them more deeply. Overall, I really enjoyed the story, but in the beginning it was difficult for me to find into the non-linear narrative structure, including significant time jumps and frequent changes in POVs. Although the book was highly praised (not to say hyped) in the English-speaking media, I had never heard of it before, but the beautiful cover immediately drew me in!
Wunderbares Buch „Die verschwindende Hälfte“ von Britt Bennett ist ein sehr außergewöhnliches Buch, dass sich mit den Themen Rassismus und Colorism, Homophobie und Transphobie beschäftigt. Die Zwillinge Stella und Desiree Vignes wachsen in Louisiana im kleinstädtischen Mallard auf. Der Ort ist so klein, dass er auf keiner Landkarte namentlich zu finden ist. Trotzdem ist es ein besonderer Ort, in dem ausschließlich hellhäutige Schwarze leben. Die Einwohner sind stolz darauf, dass sie mit ihrer Hellhäutigkeit sogar als Weiße durchgehen könnten. Genau das versucht eine der Zwillingsschwestern (Stella) auch mit Erfolg. Sie verlässt ihre Heimat und ihre Familie, bricht jeglichen Kontakt ab und heiratet einen nichts-ahnenden Weißen. Der andere Zwilling Desiree hingegen sucht sich als junge Erwachsene den dunkelsten Schwarzen, den sie finden kann und gründet mit ihm eine Familie. Als Leser*innen verfolgen wir die Lebenswege der in den 60erJahren geborenen Mädchen, die in ihrer Kindheit so eng verbunden waren und dann von einem Tag auf den anderen keinen Kontakt mehr zueinander haben. Beide leiden unter der Trennung, doch es braucht eine weitere Generation bis ein Wiedersehen möglich wird. Stella zieht ihre Lebenslüge konsequent durch, doch der Preis, den sie zahlt ist hoch. Auch Desiree‘s Lebensweg nimmt eine andere Richtung als geplant, als ihr Mann gewalttätig wird. Sehr spannend fand ich auch die Entwicklung von Stella‘s hellhäutiger Tochter Kennedy, die sich selbstverständlich für eine Weiße hält und ihrer dunkelhäutigen Cousine Jude, die im Heimatdorf ihrer Mutter Diskriminierung erlebt. Trotz der schweren Themen ist diese Familiengeschichte sehr sensibel und warm erzählt. Ich hatte das Hörbuch vorliegen, wunderbar gelesen von Tessa Mittelstaedt, dass ich nur empfehlen kann. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und der Roman ist sehr vielschichtig erzählt. Wer anspruchsvolle Familiengeschichten mag, dem kann ich diesen Roman wirklich wärmstens empfehlen.
Roman mit wichtiger Thematik
Rassismus ist noch immer allgegenwärtig! In diesem Roman wird dieses Thema aus Sicht einer "schwarzen" Familie im Zeitraum der 1960er bis 1980er Jahre geschildert. Das Buch ist sehr nah an seinen Protagonisten, sodass ihre Entscheidungen immer nachvollziehbar sind. Es fällt mir sehr schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen. Ich kann nur sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Es war so interessant und hat mich an ein Thema herangeführt, mit dem ich mich bisher nicht befasst habe. Sehr lesenswert!
Hier kommen eine Vielzahl schwerer Themen zusammen: Rassismus, Gewalt und wie sie Opfer beeinflusst, Identitätsfragen bezüglich Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht, Muttersein, Lebenslügen. All diese Themen tragen die 5 Frauen der Familie mit sich. Das ist spannend zu lesen, die Figuren sind vielschichtig beschrieben. Dennoch waren es für mich vermutlich zu viele Themen und die deshalb nicht immer tief genug betrachtet. Und über die Mutter hätte ich gerne mehr erfahren. Ein niveauvoller Roman, der die vielfältigen Themen sensibel und respektvoll behandelt.
1950 werden in Mallard( USA) Zwillinge geboren-Desiree und Stella. Eines Tages sind sie aber aus dem Ort verschwunden- sie sind einfach weggegangen. Mallard ist ein Ort, der von einem Sklaven gegründet wurde- hier sind die Menschen aber nicht mehr schwarz- sondern mittlerweile weiß… Wir als Leser erleben, welche Wege die Mädchen/ dann Frauen gehen. Stella wagt den Schritt und gibt sich als weiße Frau aus-heiratet wohlhabend. Desiree heiratet einen schwarzen Mann und kehrt mit ihrem Kind zurück.
Beide Schwestern sehen/ hören jahrelang nichts voneinander. Stella will unter keinen Umständen auffliegen und lebt ein Leben, in welchem sie nie ganz sie selbst ist. Desiree kehrt mit ihrer Tochter ( sie ist tiefschwarz) nach Hause zurück. In diesem Ort erlebt dann ihre Tochter die Ausgrenzung… Es wird so viel angesprochen in diesem Roman- und das in einem so wunderbaren, erzählerischen Tonfall. Es geht sehr unter die Haut, weil man alle Protagonisten so gut kennenlernt. Nicht nur die Zwillinge- auch die jeweiligen Partner, ihre Töchter, die Mutter- alle haben Tiefe und sind nicht nur oberflächlich gezeichnet. Ich kann es wirklich empfehlen.
Buch 5/100 Beste Bücher des 21. Jhd. NYT Readers Choice
Ich fand das Buch wirklich interessant aber für mich war es einfach zu durcheinander in den Zeiten und bei den Personen. Ich musste immer wieder gucken um wen es denn jetzt eigentlich geht. Für alle, die sich mit der Komplexität von Diskriminierungsformen und ihrer Langlebigkeit auch über Generationen hinweg beschäftigen wollen und etwas lernen wollen zur Interdependenz von Rassismus, Genderismus und Klassismus in einer sehr flüssig geschriebenen Geschichte über mehrere Generationen hinweg.

Gefiel mir gut!!
Eine anspruchsvolle Geschichte, in die ich nicht sofort reinkam, dennoch konnte ich den Verstrickungen dann gut folgen und das macht das Buch so komplex. Die Geschichte verfolgt eine zerrissene Familie über mehrere Jahrzehnte, was im Kontext sehr emotional und deprimierend sein kann. Der Schreibstil gefiel mir sehr und wie die Autorin es schaffte die enthaltenen Themen darin anzusprechen. Sehr authentisch.
Die Geschichte handelt von zwei Schwestern, women of color. Ihre Lebenswege trennen sich, sie verlieren den Kontakt und entwickeln sich ganz gegensätzlich. Wir verfolgen über das Buch ihre Lebensgeschichten. Durch den angenehmen Schreibstil liest es sich sehr zügig und die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht, da es immer noch etwas mehr zu erfahren gibt. Trotzdem muss ich sagen, dass mich nichts davon so richtig emotional berührt hat. Irgendwas in der Art des Schreibstils hat hier für mich gefehlt. Obwohl es krasse Momente gab, erschien mir alles irgendwie belanglos, was super schade ist. Man hätte hier einfach noch viel rausholen können.
Super gutes Buch. Es hat mich stark in einen Lesefluss gezogen und emotional berührt. Die Perspektive auf Rassismus und Identität waren für mich sehr wertvoll und ich empfinde es als absolut lesenswert.
Ich habe den Roman als sehr gut empfunden. Die Geschichte war dicht und lebendig erzählt und hat mich schnell in einen starken Lesefluss gezogen. Ich war beinahe traurig, als das Buch endete. Zwar hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, gleichzeitig erschien mir das gewählte Ende sehr realistisch. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel ich aus dem Buch mitnehmen konnte. Es hat mir eine neue Perspektive auf Rassismus und Identität eröffnet und mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Dieser Lernprozess war teilweise herausfordernd, aber gerade deshalb sehr wertvoll. Die Erzählweise mit wechselnden Perspektiven und Zeitebenen hat mir gut gefallen, auch wenn ich stellenweise kurz verwirrt war. Das hat mich jedoch eher dazu angeregt, weiterzulesen und die Zusammenhänge bewusster wahrzunehmen. Insgesamt ist Die verschwindende Hälfte für mich ein bewegender und gedankenreicher Roman, der lange nachwirkt und den Blick auf gesellschaftliche Themen nachhaltig erweitert.

Eine spannende Familiengeschichte über Rassismus, Freiheit und Selbstbestimmung.
Ich fand das Buch super interessant geschrieben, die Autorin gibt einen spannenden Einblick in die Familienstruktur einer schwarzen Familie in den Südstaaten, die sich intensiv mit rassistischen Stereotypen und das Ausbrechen aus diesen beschäftigt. Auch kurze Sidenotes zu Homophobie und Transphobie fanden statt, für mich ein gelungenes Buch, das zurecht auf der NYT Top 100 Liste ist 😊
Eine gut erzählte Geschichte ohne große Überraschungen
Manchmal liest man ein Buch und weiß von Anfang an, wohin die Reise geht – genau so war es bei Die verschwindende Hälfte von Brit Bennett. Die Geschichte der Zwillinge, die sich in unterschiedliche Leben verirren, ist gut erzählt, aber ohne große Überraschungen. Alles verläuft so, wie man es erwartet, und das nimmt der Erzählung etwas die Spannung. Trotz der ruhigen, fast schon langatmigen Erzählweise wollte ich es beenden – immerhin ein Fortschritt nach meinem letzten abgebrochenen Buch. Nun kann ich Die verschwindende Hälfte von meiner Liste streichen und mich dem nächsten Buch der New York Times Reader’s Choice widmen. Mal sehen, ob es mich diesmal mehr fesseln kann.

Als ich gesehen habe, dass Brit Bennetts viel gelobter Roman „Die verschwindende Hälfte“ bereits in Deutschland erscheint, habe ich mich sehr gefreut und die Veröffentlichung mit Spannung erwartet. Der Roman beginnt Ende der 60er Jahre und umfasst eine Zeitspanne bis Mitte der 80er Jahre. Trotzdem ist er thematisch brandaktuell, was erschütternd ist. Noch immer wird unser Leben von Normen bestimmt, die keinen Sinn ergeben. Warum gilt weiß als einzig richtige Hautfarbe? Rasse spielt in „Die verschwindende Hälfte“ eine zentrale Rolle. Die Geschichte beginnt in Mallard, einem kleinen Ort, in dem die Einwohner um den hellsten Teint wetteifern und versuchen, ihre schwarzen Wurzeln zu vergessen. Die Zwillinge Desiree und Stella fühlen sich eingeengt und von der Perspektivlosigkeit erschlagen. Bei Nacht und Nebel machen sie sich auf den Weg nach New Orleans um ein besseres Leben zu beginnen. Stella scheint es tatsächlich zu gelingen, ihr Leben um 360 Grad zu wenden, der Preis ist ihre Seele, ist dies nicht zu viel? Desiree heiratet einen Schwarzen und die Hautfarbe ihres Kindes ist alles, was die Einwohner von Mallard hassen. Während die erste Hälfte des Romans den Fokus hauptsächlich auf Desiree und ihre Tochter Jude legt, erfahren wir im zweiten Teil mehr über Stella. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich mit dem Roman warm geworden bin, da ich zu Beginn den Eindruck hatte, dass die Geschichte von einer dritten, beobachtenden Person erzählt wird und ich deswegen nicht richtig dabei bin. Dies hat sich allerdings nach einigen Kapiteln geändert und plötzlich war ich gefesselt und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Die verschwindende Hälfte“ beschreibt die Suche nach Identität. Es handelt von vielen verschiedenen Charakteren, die glücklich sein und ihren Platz im Leben finden möchten und dabei an der Gesellschaft scheitern. Neben der Rassenthematik geht es auch um Transsexualität. Brit Bennett beschreibt sehr einfühlsam und bewegend das Gefühlschaos ihrer Protagonisten. Insbesondere mit Jude und Reese habe ich sehr mitgefiebert. Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. „Die verschwindende Hälfte“ ist ein toller Roman, der einen Platz auf meiner Liste der Jahreshighlights sicher hat.
Ein sehr schöner Roman in der Welt zwischen weiß und schwarz
Desiree und Stella sind Zwillinge. Sie stammen aus einem einfachen Dorf, aus dem sie gemeinsam gehen als sie erwachsen werden. Doch eines Tages verschwindet Stella und lässt unkommentiert ihre Schwester zurück - um ein Leben unter Weißen zu leben. Doch dieser Konflikt geht nicht nur ihre Generation etwas an, sondern natürlich auch den der Mutter. Und der Kinder. Ein spannender Roman zwischen zwei Welten in den USA. Weiß und Schwarz, über Konsequenzen und schweigen, aber auch ungebrochene Liebe und das niemals vergessen.

Ich kann einfach nicht mit ansehen, wenn du dich für ihn klein machst. Einfach weil er dich nie so sehen wird, wie du dich selbst siehst." Wir begleitet die afroamerikanischen Zwillinge Stella und Desiree, beide so hell, dass sie als Weiße durchgehen könnten. Das Buch zeigt wie diese zwei Hälften völlig unterschiedliche Wege gehen, die Eine verleugnet sich und ihr eigenes Erbe, die Andere opfert sich und kann leider ihr Leben nicht so leben wie sie es verdient hätte. Der historische Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen und an verschieden Orten in den USA. Die Autorin hat eine wunderbare Sprache, ich fieberte mit Desiree und ihrer Tochter Jude und Early mit, konnte Stellas Entscheidungen zwar manchmal nachvollziehen, aber nicht gutheißen. Einzig Kennedy ging mr echt auf dem Keks, und das Ende hätte so auch nicht sein müssen. Das Buch zeigt, dass gesellschaftliches Aufstieg, Ansehen, Bildung und Akzeptanz auch heute noch von Hautfarbe und Geldbeutel abhängt. Brit Bennett ist ein Meisterwerk gelungen, es verdient eine breite Leserschaft in allen Gesellschaften.
„Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennet ist eines dieser Bücher, die ich ohne Bookstagram vermutlich nicht gelesen hätte. Und oh my … hätte ich da was verpasst! Nächste 5 Sterne Hypetrain Rezension incoming! - - - Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich überhaupt die richtigen Worte finden kann, die in angemessener Form ausdrücken, wie gut dieses Buch ist. Aber mir kommen beispielsweise Worte wie atemberaubend, ergreifend und auch hoffnungsvoll in den Sinn. Und die Tatsache, dass sich HBO im vergangenen Sommer die Rechte an einer Miniserie zu diesem Buch gesichert hat, ist einfach nur genial! - - - Der historische Roman erzählt die Geschichte von Desiree und Stella Vignes, eineiigen Zwillingsschwestern, die in den amerikanischen Jim Crow Südstaaten aufwachsen, bevor sie mit 16 Jahren abhauen und getrennte Lebenswege einschlagen. Das Besondere an den Schwestern: Sie sind light-skinned, sprich: Sofern sie sich nicht selbst als Schwarze identifizieren, werden sie von ihrem Umfeld als Weiße wahrgenommen. Auf einer weiteren Zeitschiene geht es aber auch um ihre beiden Töchter Jude und Kennedy, die ganz unterschiedlich mit dem Erbe ihrer Mütter umgehen. Die Art und Weise, wie sich die Charaktere im Laufe des 400 Seiten umfassenden Romans verwandeln, ist absolut bemerkenswert. Viele Kategorien, die in der Gesellschaft noch immer als statisch gelten, werden bei Bennett fließend, darunter zum Beispiel Race und Gender. Ich denke, dieses Buch funktioniert deswegen so gut, weil die Autorin die Geschichte einer auseinandergerissenen Familie so bedacht und einfühlsam erzählt. Schwierige Themen wie Rassismus oder die Frage, wie unterschiedlich das Leben von light-skinned Schwarzen verlaufen kann, werden durch zart-schöne Passagen über die Liebe – zwischen Müttern und Töchtern, zwischen Schwestern, zwischen Partner*innen – ausbalanciert. - - - Was dieses Buch für mich so einzigartig macht? Das Gefühl, die vier Frauen kennenzulernen, während sie sich selbst kennenlernten :)
Ein fesselnder Roman über weitreichende Entscheidungen im Leben
„Die verschwindende Hälfte“ ist ein Roman, der berührt und nachhallt. Brit Bennett erzählt die Geschichte von Zwillingsschwestern, die aus derselben Welt stammen und dennoch völlig unterschiedliche Wege gehen. Dabei verknüpft sie Themen wie Identität, Herkunft, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung. Die Figuren sind komplex und lebendig, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, auch wenn nicht alle immer sympathisch erscheinen. Die Stil ist atmosphärisch, die Handlung spannend und zugleich tiefgründig. Besonders stark wirkt die generationsübergreifende Perspektive: Entscheidungen zeigen ihre Folgen nicht nur im Moment, sondern über Jahrzehnte hinweg. Ein Buch, das bleibt, lange nachwirkt und Fragen aufwirft, die über die Lektüre hinausreichen. Fünf Sterne für eine Geschichte, die gleichermaßen fesselnd, emotional und bedeutungsvoll ist.
Die Zwillinge Desiree und Stella wachsen in den 50ern in einem kleinen Ort im ländlichen Louisiana auf, welches auf keiner Landkarte zu finden ist. Die Einwohner des Ortes sind ganz fixiert darauf, dass jede Generation ein bisschen hellhäutiger wird als die vorherige. Für die Zwillinge steht fest, in Mallard können sie sich ihre Zukunft nicht vorstellen und so verlassen sie Hals über Kopf ihre Mutter, um sich in New Orleans ein besseres Leben aufzubauen. Die beiden schlagen verschiedene Lebenswege ein und verlieren sich schnell aus den Augen. Desiree, heiratet einen Schwarzen Mann und Stella bricht den Kontakt zu ihrer Familie ab, um sich als Weiße ausgeben zu können... Mit „Die verschwindende Hälfte” hat Brit Bennett einen wunderbaren und berührenden Roman über ein Familienepos geschrieben. Dabei handelt das Buch von noch so viel mehr, als man am Anfang vermutet. Es geht um Identität, Herkunft, Hautfarbe, Rassismus, Unterdrückung, Transsexualität und den Unterschied zwischen arm und reich. Das Buch spielt von ca. 1950 bis Ende 1980 und springt immer wieder in der Zeit, was ich toll fand, da man dadurch die Charaktere und deren Leben über einen längeren Zeitraum kennenlernt und sich mit ihnen identifizieren kann. Und durch Brit Bennett’s scharfe Beobachtungsgabe und den dennoch leichten, aber auch packenden Schreibstil, habe ich das Buch super schnell gelesen. Ich fand es total interessant die Leben der Zwillinge parallel mitzuerleben. Brit Bennett beschreibt sehr berührend und vor allem nachvollziehbar, dass Gefühlschaos ihrer Protagonisten und dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Neben Desiree und Stella, geht es in der Geschichte auch um die Töchter der beiden, Jude und Kennedy, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vor allem aber um Jude, die mir direkt ans Herz gewachsen ist (genau so wie ihr Partner Reese, über den ich gerne noch mehr gelesen hätte). Was ich an dem Buch so großartig und berührend fand, war, dass besonders stark dargestellt wird, welche Privilegien weiße Menschen damals und leider auch heutzutage immer noch haben und wie unterschiedlich die Möglichkeiten eines Lebens sein können, wenn man eine andere Hautfarbe hat. „Die verschwindende Hälfte” ist ein tolles Buch, in dem sehr wichtige und immer noch hoch aktuelle Themen angesprochen werden. Es ist eine mitreißende, nachvollziehbare und berührende Geschichte, die ich euch sehr empfehlen kann! Ich freue mich schon auf die Serie zum Buch.
Die beiden schwarzen Zwillingsschwestern Desire und Stella verschwinden an ihrem 16. Lebensjahr und lassen ihr altes Leben in der Kleinstadt Mallard hinter sich. Doch Mallard ist keine gewöhnliche Stadt. Die BewohnerInnen werden generationsweise immer weißer. Entscheidungen trennen die beiden Schwestern und sie führen letztlich ein Leben, welches unterschiedlicher nicht sei könnte. Stella verheimlicht ihre Herkunft, gibt sich als Weise aus, indem sie einen reichen Mann heiratet und ihr somit alle Privilegien zufallen, welche sie als Schwarze Frau nie erreicht hätte. Desiree heiratet hingegen „den schwärzesten Mann“, den sie finden konnte. Die Geschichte spinnt sich in eine zweite Generation hinein und die Wege der beiden kreuzen sich auf zufällige Weise. Was mir nach der Lektüre (nun zwei Monate später) immer noch hängen bleibt? Bei dieser Lektüre geht es um Rassismus, das Finden der eigenen Identität und gesellschaftliche Kluften. Die Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven beleuchtet, sodass die Ängste, Sorgen und Wendungen aller Charaktere offengelegt werden. Das Buch trifft den Nerv der Zeit. Auch wenn ich in der Hälfte stehe, die Rassismus nicht erlebt, gilt es die andere Hälfte zu sehen, dafür zu sensibilisieren und sie nicht verschwinden zu lassen, sondern aufzudecken. Ich war wirklich beeindruckt von dieser Geschichte und klingt mir sehr nach. Dennoch bin ich dankbar im Gespräch mit Anna gewesen zu sein, denn hier wird provoziert, klar den Finger in die Wunde gelegt und das Suchen nach der anderen Hälfte in guter Weise aufgezwungen, welches eine Reflexion unabdingbar macht. Danke für die Empfehlung

Ein wunderschönes Buch welches zahlreiche immer noch aktuelle Themen streift.
Die Zwillingsgeschichte über Desiree und Stella stellt die Verbindung zweier Geschwister wundervoll dar. Die Autorin spricht in dem Werk so viele wichtige Themen an (Rassismus, Gewalt gegen Frauen, Transsexualität…) und schafft es dabei die unterschiedlichen Charaktere nahbar und trotz ihrer Unperfektheit liebenswert zu beschreiben. Dieses Buch sollte man gelesen haben.
The Vanishing Half (dt. Die verschwindende Hälfte) von Brit Bennett hat mich schwer beeindruckt und ist eines meiner Jahreshighlights. Ich habe am Anfang ein wenig gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Die ersten 50-60 Seiten war ich nicht überzeugt. Danach erfolgte aber ein Wechsel in der Erzählperspektive. Und genau dieser Wechsel machte für mich den Unterschied, ich war völlig gefesselt. Erzählt wird die Geschichte von Stella und Desiree. Die beiden sind eineiige Zwillinge, sehr hellhäutige Schwarze. Sie wachsen in Mallard, einem kleinen Ort in Louisiana auf. Dort leben ausschließlich Farbige, aber auch hier ist Rassismus erkennbar: je hellhäutiger, desto höher ist der gesellschaftliche Wert. Mit 16 verlassen die Schwestern Mallard und gehen nach New Orleans. Dort trennen sich ihre Wege: Stella gibt sich als Weiße aus und verschwindet bald darauf. Desiree geht nach Washington D.C., heiratet einen sehr dunkelhäutigen Mann, bekommt eine sehr dunkelhäutige Tochter. Jahre später kehrt sie mit dieser nach Mallard zurück und begibt sich auf die Suche nach Stella. Vor ein paar Jahren habe ich Passing (dt. Seitenwechsel) von Nella Larsen gelesen. Das Buch befasst sich ebenfalls mit Passing, also dem Überwechseln einer Farbigen auf die weiße „Seite“. Bei The Vanishing Half fand ich diese Thematik aber noch gelungener umgesetzt. Die Geschichte ist viel vielseitiger, abwechslungsreicher und auch moderner. Vor allem das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern war für mich sehr interessant. Ich habe selber eine Schwester, daher mag ich solche Geschichten besonders.
People thought that being one of a kind made you special. No, it just made you lonely. What was special was belonging with someone else. It is the year 1954. In a small town in the state of Louisiana, called Mallard, two light-skinned colored twin sisters are packing their bags to leave this godforsaken place and start a new life of their own in New Orleans. The two are inseparable at the time, but still, 14 years later, only one of them returns, with a child, that looks nothing like her. Desireé returns, while Stella left her in her early days in New Orleans. Dessireé married a colored man, while Stella started to pass. Slowly first, until the point when there was no turning back anymore. So she left her sister alone, to live a life, she'd never imagined she'd have one day. 'The Vanishing Half' is a book that gave me the opportunity to learn. To learn about everything I take for granted everyday, just because I have the rights to do so. To learn about the worries of other people, those worries I will never be able to understand, just because I don't have them, I will never have them and I will never be able to put myself in this position. It is also a book full of emotions and empathy. Being a little sister myself, I wouldn't want to imagine what it would be like not seing my brothers for 14 years straight, not even knowing how they are, what they are doing and if they are still alive. The story is told through several eyes, each bringing their own perspective into the scenario. But even though so many people seem to tell their on story and there is a switch between different perspectives, it was never hard to find out through which's eyes you are hearing the story right now. Overall, 'The Vanishing Half' was a great book, through and through. I'd never read a book more powerful, than that.
in einem kleinen ort in den usa, in dem nur afroamerikaner*innen leben, wachsen die zwillinge desiree und stella in den 50er jahren auf. im vergleich zu anderen people of color im dorf werden sie als weiß wahrgenommen. mit 16 beschließen die beiden, ihre heimat zu verlassen. in einer nacht und nebelaktion hauen sie ab und bauen sich ein neues leben auf, ohne zurückzuschauen. und nach einiger zeit ist stella weg - für die familie spurlos verschwunden und in das leben einer weißen frau geschlüpft… 💭 die verschwundene hälfte ist ein leseerlebnis. in der mitreißenden geschichte werden die eigene herkunft, die macht von hautfarbe und rassismus in den usa thematisiert. aber auch trans- und homosexualität finden einen platz in diesem buch. ich habe die kombination der themen und den schreibstil geliebt. ein absolutes lesehighlight, das ich verschlungen habe. meine empfehlung: lest das buch.
Kommt langsam
Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um reinzukommen, konnte das Buch dann aber nicht mehr weglegen. Die Zwillige Desiree & Stella laufen von zu Hause weg und ihre Wege führen sie in komplett unterschiedliche Welten. Die Geschichte wird über mehrere Jahrzehnte erzählt, an verschiedenen Orten in den USA. Es geht (ganz grob) um Rassismus, Klassismus und um die Suche nach Zufriedenheit im Leben.
Wahnsinnig gut geschrieben und unglaublich berührend ❤️
Ich habe eine Weile für das Buch gebraucht. Es ist wunderbar geschrieben, hat starke Charaktere, die sehr bildlich beschrieben werden. Die behandelten Thematiken sind das, was mir das Herz immer wieder hat schwer werden lassen - so schwer, dass ich Abstand von dem Buch brauchte. Es werden verschiedene Leben behandelt von verschiedenen Menschen, die irgendwie zusammengehören, und doch fühlt man für sie alle. Ist pure Ehrlichkeit wirklich das Grundgerüst von Liebe? Wo ist eine Lüge eine Gnade, wo drückt sie mehr Liebe aus als Ehrlichkeit? Wo beginnt Einsamkeit? Und natürlich der immer wiederkehrende, starke Kontrast zwischen einem Weißen und einem Schwarzen Leben. Es betrifft sie alle. Gerade Jude und Reese haben bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Trotz einiger Längen gebe ich gerne 5/5.

4 Sterne (= sehr gut) Ein sanfter und eindrücklicher historischer Roman, der die verschränkten Lebenswege von verschiedenen Menschen zeigt, die unter gesellschaftlichem Druck leiden (Armut, Rassismus, Trans-/Homophobie, Sexismus usw.) und einen wichtigen Teil ihrer Identität unterdrücken oder ändern wollen. Ihre Schicksale haben sich berührend echt angefühlt.
Mir hat das Buch total gut gefallen. Auch wenn es nur das Leben aus der Perspektive von unterschiedlichen Familienmitglieder beschreibt und es keine große übergeordnete Handlung gibt, hat mich das Buch fasziniert und gefesselt. Die Perspektivenwechsel waren meiner Meinung nach sehr elegant in den Verlauf der Geschichte eingearbeitet worden und ehe man sich versah, hörte man die Gedanken und sah das Leben aus der Sicht einer anderen Figur. Hierdurch gelingt es der Autorin sehr viele auch heute noch sehr relevante und aktuelle Themen in die Geschichte einzuarbeiten, weshalb ich es wärmstens empfehlen würde. Emotional hat es mich selbst leider nicht so sehr berührt oder mitgenommen, weshalb es auch "nur" vier Sterne geworden sind.
Eine Geschichte von zwei Schwestern, die in Mallard, einer kleinen Ortschaft in Louisiana aufwachsen. Das Besondere an der Kleinstadt: ihre Einwohnerinnen und Einwohner werden von Generation zu Generation hellhäutiger, worauf sie mächtig stolz sind. So auch die Schwestern Desirée und Stella. Im Jugendalter trennen sich ihre Wege für Jahrzehnte und könnten fortan unterschiedlicher kaum sein. Desirée heiratet den dunkelhäutigsten Mann, verlässt ihn aufgrund seiner Gewalttätigkeit und zieht ihre Tochter Jude in Mallard auf, die aufgrund ihrer schwarzen Hautfarbe gehänselt wird. Stella hingegen gibt sich als hellhäutige Frau aus, heiratet einen weissen reichen Mann und nutzt all die Privilegien, die weissen Menschen vorenthalten sind. Weder ihr Mann noch ihre Tochter wissen von ihrem Geheimnis und stets lebt sie in der Angst, dass dieses ans Licht kommt. Ein Roman über Rassismus, Familie, Freundschaft und Identität. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Das Buch handelt von den beiden Zwillingen Desiree und Stella, die eines Tages aus ihrem Heimatort fliehen und in ihrem Leben eine sehr unterschiedliche Einstellung zu Rassismus und Hautfarben entwickeln. Die Geschichte zeigt gut wie sehr Rassismus vom eigenen Menschenbild und der Umgebung abhängt, in der man sich befindet. Am Anfang war ich fast ein bisschen verwirrt weil die Sicht auf die Hautfarbe der beiden Mädchen immer von der Person abhing (mal wurden sie als weiß, mal als schwarz abgestempelt). Als ich das verstanden hatte, konnte ich die Message verstehen, die meiner Meinung nach ein großes Problem in unserer Gesellschaft aufzeigt. Allgemein ist die Geschichte sehr emotional und nimmt einen mit bis zum Ende, das meine Meinung nach etwas schwach ausgefällt. Ich mag Happy Ends und ich finde es immer schwierig ein Buch zu schließen, wenn manche Dinge nicht geklärt sind. Ich finde es trotzdem sehr lesenswert und denke, dass es sehr gut zur Aufklärung gegen Rassismus beitragen kann.
Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr berührende Weise mit Rassismus, geht aber darüber hinaus. Durch die Transsexualität von Reese wird deutlich, dass es nicht nur um Rassismus, sondern darüber hinaus um die Suche nach der eigenen Identität in einer Gesellschaft, deren Schubladen nicht für die eigene Person zu passen scheinen oder die man nicht zu akzeptieren bereit ist. Es zeigt aber auch, dass Verleugnen eines Teils seiner Identität, wie Stella es tut, indem sie vorgibt, weiß zu sein, langfristig nicht wirklich funktionieren kann.
This book was alright. It discusses very important topics and gave me some interesting insides into racism, identity and family. But the story itself - so the fictional part of this was kind of boring. Too many unnessecary descriptions, not very much emotion or dialogue. I pulled through, although it wasn’t really fun to read, because I thought maybe the ending is worth it. It wasn’t for me. I would not read it again and would only recommend if you want to read on these topics but without much interesting plot going on.






















































