Die Unzertrennlichen

Die Unzertrennlichen

Hardback
4.1202
JugendromanFreundschaftsromanFreundschaftSexismus

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Description

Ein unveröffentlichter autofiktionaler Roman, leidenschaftlich und tragisch, über die Rebellion junger Frauen: Sylvie (Simone de Beauvoir) und Andrée (Zaza) sind unzertrennliche Freundinnen. Gemeinsam kämpfen sie gegen den erstickenden Konformismus einer bürgerlichen Gesellschaft, in der Küsse vor der Ehe und freie Gedanken für Frauen verboten sind.

Sylvie bewundert Andrée: Sie scheint so selbständig – und doch gerät gerade sie immer tiefer in die Falle ihrer ach so tugendhaften Familie. Diese trennt Andrée von dem Jungen, den sie liebt. Sylvie will ihrer Freundin helfen. Aber wie?

Als de Beauvoir das Manuskript Sartre zeigte, befand der es zu intim für eine Veröffentlichung. Es blieb in der Schublade. Fast siebzig Jahre später hat de Beauvoirs Adoptivtochter diesen kurzen Roman nun freigegeben und macht damit einen Urtext des frühen Feminismus zugänglich, mehr noch – eine Liebeserklärung de Beauvoirs an ihre Freundin, die so jung sterben musste.

«Eine unvergessliche Begegnung, die Simone de Beauvoirs Sexismus-Kritik mitgeprägt hat.» The New York Times

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
144
Price
22.70 €

Author Description

Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren. 1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

Posts

34
All
5

R.I.P Simone de Beauvoir you would have loved Fleabag

"Freundschaft" ... ja ne ist klar🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 ...good luck, babe 😜😜😜

R.I.P Simone de Beauvoir you would have loved Fleabag
4.5

"Die Unzertrennlichen" ist ein autofiktionaler Roman über eine ganz besondere Freundschaft die bereits in der Schule begann und leider viel zu kurz dauern durfte. Die Geschichte von Andree und Sylvie die in den 20/30er Jahren spielt, vom Alltag und den Pflichten einer jungen Frau, ihren Wünschen und Sehnsüchten, der großen Liebe. Vom Stand in der Gesellschaft und vom Druck alle Erwartungen erfüllen zu müssen, Andree kann dem auf Dauer nicht standhalten. Ein sehr persönliches Buch in einer Sprache, die mich ganz schnell in ihren Bann gezogen hat. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung

4

Simone de Beauvoirs klarsichtiger Blick auf die familiären Verstrickungen die ihres und Zazas Leben prägten ist authentisch und nahbar - immer noch.

Auf Simone de Beauvoir kam ich über eine Romanbiografie und wollte dann unbedingt Werke dieser berühmten Philosophin lesen. In die unzertrennlichen verarbeitet sie den Verlust ihrer Kindheitsfreundin Zaza. Und zeichnet dabei mit bemerkenswerter Präzision und Klarheit ein gesellschaftliches Portrait der gutbürgerliche Familie im 20. Jahrhundert. Obwohl ich anfangs nur schwer in den Roman rein kam weil er sich etwas veraltet liest, bin ich nach einiger Zeit doch sehr tief eingetaucht und konnte vor allem mit den beiden Mädchen Sylvie (Simone) und Andrée (Zaza) authentisch mitfühlen. Auch weil viele dieser Muster immer noch aktuell sind. Trotz 100 Jahren Emanzipation kennen doch die meisten jungen Menschen das Gefühl sich einer gesellschaftlichen Nom anpassen zu müssen ind Familiäre Erwartungen zu erfüllen - oder darum zu kämpfen mit ihnen zu brechen. Simone de Beauvoir hat ein krasses Gespür für die Beweggründe ihrer Mitmenschen und ihre zahlreichen Verstrickungen. Ubd vielleicht konnte ich mich deshalb immer wieder gut in Aspekten aller Figuren wiederfinden. Von dieser Perspektive betrachtet bietet das Buch auch heute noch einen bereichernd Blick auf Freiheit, Widerstand und (Un)gezähmtheit. Woran starb Andrée? Auf dem Papier steht eine virale Enzephalitis. Aber inzwischen weiß aucj di Forachubg wie eng Psyche und Körper verbunden sind. Dauerhafter Stress schwächt das Immunsystem. Und was sind gesellschaftliche Erwartungen anderes als Stress? Hier liegt der Beauvoir geose Stärke; aufzuzeigen wie die Gesellschaft das Individuum prägt uns dabei gleichzeitig die Perspektive zu offerieren, dass es so nicht sein müsste. P.S. Großes Kompliment an die Sprecherin. Die dieses Buch mit viel Gefühl und Ernst zu einem wahren Erlebnis gemacht hat.

5

„Wäre Andrée traurig gewesen, wenn man uns daran gehindert hätte, uns zu sehen? Sicherlich weniger als ich. Man nannte uns die Unzertrennlichen, und sie zog mich all unseren Kameradinnen vor.“ (S.37)   Nach so vielen Jahren kommt ein neuer Roman von der längst verstorbenen Simone de Beauvoir. Die Unzertrennlichen sind Sylvie (Simones alter Ego) und Andée (Zaza). Andrée macht es Sylvie nicht schwer sich zu verlieben, denn Andrée ist ein begabtes und kluges Mädchen, das aus einer katholisch wohlhabenden Familie stammt. Sylvie merkt aber schnell, dass Andrée durch ihre konservative Familie gehindert wird sich zu entfalten. Da Andrée eine großköpfige Familie hat, bleibt keine Zeit für ihre eigene Bedürfnisse. Während sie ständig irgendwelche Pflichten erledigen muss, emanzipiert Sylvie sich in den goldenen Zwanzigern (1920-1930) und beschließt nicht mehr an Gott zu glauben. Andrée kann sich nicht gegen diese Zwänge durchsetzen, weil sie eine enge Beziehung zu der Mutter hat. Wie kann Sylvie ihrer Freundin Andrée helfen? Völlig verzweifelt kämpft Sylvie dagegen an und versucht Andrée irgendwie da rauszuhelfen.   Warum dieser Roman erst in diesem Jahrzehnt herausgebracht worden ist, liegt daran, dass Simone zu dieser Zeit die Geschichte als nicht gelungen fand. Aber auch weil es eine gewagte Story für die damalige Zeit gewesen wäre. Deswegen hat die Adoptivtochter das Buch herausgebracht, weil es für die Simone-forscher_innen ein historischer Text ist. Auch wenn das Buch jetzt kein literarisches Meisterwerk ist, gilt es von hoher Bedeutung. Denn Simone schreibt aus einer Zeit, aus der für uns diese Geschichte unvorstellbar und bedeutungslos klingt.   Als ich das Buch auf der Rückfahrt von Berlin nach Basel im Zug in einem Rutsch gelesen habe, war mir nicht bewusst, dass mich die Geschichte begleitet. Anfangs fand ich den autofiktionalen Roman als bedeutungslos. Bis mir zunächst einfiel, dass ich keins ihrer Romane gelesen habe und dass der Text nicht aus unserer Zeit stammt. Ständig hörte ich Sylvies Versuche im Kopf Andrée helfen zu wollen. Aus einer Zeit, die einem sehr fern liegt, sind die versteckten queeren Liebesbotschaften eine rührende. Ich hörte tagelang nicht auf zu denken, wie Andrée keine Möglichkeit hatte frei zu sein, sich zu entfalten, so wie Simone es eins tat.   Von mir gibt es eine definitive Empfehlung für diesen gelungenen Roman, der jahrelang verborgen und nun endlich das Licht der Welt erblicken konnte.   “Alles wäre einfacher gewesen, wenn sie, so wie ich, ihren Glauben verloren hätte, sobald der Glaube seine Naivität verloren hatte.” (S.104)

4

Tolle Geschichte über das Leben und die Freundschaft dieser zwei einzigartigen Frauen.

4

"Es gibt nichts Schöneres auf der Welt als zu fühlen, dass da jemand ist, der Sie vollkommen versteht und auf dessen Freundschaft man ganz und gar zählen kann." Dieses Zitat aus dem Briefwechsel von Simone de Beauvoir (im Roman Sylvie) und ihrer Jugendfreundin Elizabeth Lacoin, genannt "Zaza" (Andrée), bringt wunderbar auf den Punkt, was Sylvie und Andrée miteinander verbindet. Die bis vor kurzem unveröffentlichte sprachlich brilliante Erzählung aus dem Jahr 1954 legt nicht nur deren besondere Freundschaft offen, die die Ich-Erzählerin Sylvie sogar als "Liebe" bezeichnet, sondern auch den bleiernen Konservatismus der bürgerlichen Welt der 20er-Jahre, der alle Freiheitsgefühle der jungen Frau unterdrückte.

Zeitreise

Mal wieder ein Buch, das super spannende Einblicke in das Leben zweier Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gibt. Das Gefühl einer gewissen Distanziertheit wurde spätestens durch die angehängten Originalbriefe der Protagonistinnen abgelöst. Interessant war auch, auf welcher moralischen Grundlage Entscheidungen getroffen und Lebensentwürfe gestaltet wurden, welche Rollen in innerfamiliären Beziehungen eingenommen wurden etc. Hatte beim Lesen irgendwie das Gefühl einer „Schullektüre“, weil es sich auch sehr kurzweilig liest.

4

Sylvie und Andrée, Simone und Zaza

Ein Denkmal für die Beziehung zur geliebten Jugendfreundin. Zwei unterschiedliche Mädchen, zwei unterschiedliche Weltansichten, ein tragisches Ende.

4

Wunderschön geschrieben

Diese Freundschaft die mit so viel Liebe gefüllt ist das man diese durch die Seiten spürt, ist so berührend! Ich hab das Buch sehr gerne gelesen!

4

Dieser Roman ist eine autofiktionale Geschichte aus dem Nachlass von Simone de Beauvoir. Es geht hier um eine Mädchenfreundschaft, die bis ins junge Erwachsenalter hineinreicht, um Liebe, Glaube und Selbstbehauptung. Neben dem mitreißenden Schreibstil mochte ich den tiefen Einblick in die Freundschaft der beiden aber auch in die Lebensrealität von Mädchen und jungen Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts. Der ganze Roman fühlt sich sehr intim und nah an. Das wird abgerundet durch die Abbildung und Übersetzung mehrerer Briefe der echten Personen (Simone und Zaza). Wer nicht alles vorweggenommen haben möchte, liest am besten nicht das Vorwort. Hier war ich etwas enttäuscht, dass man schon sehr genau aufgeklärt hat, wie nah der Roman an de Beauvoirs Leben spielt und wie die Geschichte ausgeht. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das Vorwort erst nach der eigentlichen Geschichte gelesen.

3

Simone de Beauvoir über ihre Jugendfreundin

Die kurze Geschichte einer Freundschaft. Autofiktional. Gern gelesen.

4.5

So rührend und mit so viel Gefühl geschrieben.

Absolut empfehlenswertes Buch. Faszinierend, wie lange diese Geschichte her ist und besonders spannend durch das Bild und Briefmaterial am Ende. (Ich habe das Vorwort am Ende noch mal gelesen und kann das nur empfehlen. :) Ein paar Tränchen kann man bei diesem Buch nicht zurückhalten.)

5

Das Buch ist mein erstes der Autorin. Ich habe im Vorfeld schon viel über Simone de Beauvoir gelesen und bin begeistert von dieser tragisch schönen Geschichte. Ein toller Klassiker, sehr empfehlenswert

4

4,5 von 5 Sterne Dieser Roman ist ein unveröffentlichtes Manuskript aus dem Nachlass von Simone de Beauvoir mit den originalen Briefen und Fotos aus der jeweiligen Zeit. Inhaltlich geht es um eine Jugendfreundschaft zwischen Sylvie und Andreé, die unzertrennliche Freundinnen sind. Der Roman ist autofiktional und Sylvie steht für Simone de Beauvoir und Andreé für Zaza, deren Freundschaft um 1929 stattgefunden hat. Der Leser taucht in deren Beziehung ein und erlebt auf 143 Seiten eine sehr komplexe und intime Verbindung, die mich sofort in den Bann gezogen hat. Beide lebten zu einer Zeit, wo der Fokus der Rolle der Frau auf Ehe, Religion und Alltag gelegt wurde. Der Umgang und die Entwicklung beider Frauen aus jeweils unterschiedlichen Elternhäusern fand ich wunderbar. Ein lesenswerter Roman, auf den man sich einlassen muss.

3.5

„Meine Eltern redeten mit mir, und ich redete mit ihnen, aber wir unterhielten uns nicht; mit André/ Zaza führte ich richtige Gespräche wie Mama und Papa abends.“ (S.30) Simone de Beauvoir schreibt in ihrem Buch „Die Unzertrennlichen“ über ihre Freundin Zaza. Es ist somit die Geschichte einer jungen Frau, die innerlich zerreißt an Widersprüchen und Erwartungen ihrer Umwelt. Es ist unheimlich schwer zu lesen, wie sehr der Glauben und die narzisstischen Züge der Mutter dieser lebendigen und jungen Frau die Luft zum Atmen nehmen. Dieses Buch ist für mich ein Einblick in die Vergangenheit und die Lebensumstände, der zwanziger Jahre, die Leiden der Simone de Beauvoir, eine innige Freundschaft und ein Andenken an eine junge und besondere Frau: Elisabeth Lacoin (Zaza).

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4

Ein autofiktionaler Roman, aus dem die Leidenschaft, Verzweiflung, die Bedeutung der Freundschaft und die Regeln des Umgangs in einer gesellschaftlichen Verhaltensnorm zum Verhängnis werden.

In dem autofiktionalem Roman von Simone de Beauvoir wird auf ganz besondere Art über die Freundschaft zwischen Andrée Gallard (Elisabeth Lacoin, Zaza) und Sylvie Gallard (Simone de Beauvoir) erzählt. Bereits zu Beginn des Buches spürt man die Begeisterung von Sylvie für Zaza, die durch, zu dieser Zeit sehr selbstsichern Auftreten, überzeugt. Doch bleibt es nur für Sylvie nur bei der Begeisterung? Das Buch fokussiert sich auf Andrée, ihre Zwänge und die intime Verbindung der beiden Frauen um 1929. Mich konnte das Buch sofort in den Bann ziehen. Der Schreibstil von Simone de Beauvoir ist einzigartig, denn ich fühlte mich beim lesen des Buches wie in einer Vogelperspektive, die beiden Frauen zu einer ungewöhnlichen Zeit begleitet, in der der Fokus auf Religion und Ehe liegt. Abgerundet wird das Buch durch Bildmaterial von Zaza und Simone. 》 ғᴀᴢɪᴛ Ein autofiktionaler Roman, aus dem die Leidenschaft, Verzweiflung, die Bedeutung der Freundschaft und die Regeln des Umgangs in einer gesellschaftlichen Verhaltensnorm zum Verhängnis werden. 4 | 5 Sterne ☆ ___♡___ Liebe Grüße, Jeanette.

Ein autofiktionaler Roman, aus dem die Leidenschaft, Verzweiflung, die Bedeutung der Freundschaft und die Regeln des Umgangs in einer gesellschaftlichen Verhaltensnorm zum Verhängnis werden.
5

"Wenn ich heute Abend Tränen in den Augen habe, ist es dann, weil Sie tot sind oder weil ich lebe?" Auf wenigen Seiten sehr bewegend wie Simone de Beauvoir ihre Freundschaft zu Elisabeth Lacoin schildert. Dieser Roman ist autofiktional erzählt; er beruht auf Tatsachen, jedoch wurden die Namen der Personen geändert. Im Alter von 10 Jahren lernen die beiden Mädchen sich in der Schule kennen und für Simone ist ihre Freundin "Zaza" weit mehr als nur das. Sie verehrt, ja liebt sie gar. Im Frankreich der 1920er Jahre tickten die Uhren jedoch noch anders als zur jetzigen Zeit. Die jungen Frauen werden regelrecht überwacht. Sie haben kaum Zeit für sich und es wird genau geprüft, mit wem sie sich abgeben. Als Zaza sich unglücklich verliebt, ist das bereits der Anfang vom Ende. Sie stirbt mit gerade einmal 22 Jahren an einer Meningitis. Später sagt Simone, sie wurde aus Kummer krank. Was ich tatsächlich gar nicht so abwegig finde zu glauben. In den Schilderungen müssen die Mädchen wirklich einiges ertragen, nur um "in die Gesellschaft" zu passen. Man merkt beim Lesen, dass die beiden aber schon einer nächsten Generation angehören, die freier sein möchte. Ich fand die Erzählung sehr berührend und traurig. Und gleichzeitig so wundervoll erzählt.

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5

unangenehm berührt von sehr persönlichen Einblicken in das Leben zweier Freundinnen, sehr bewegt und mitgenommen, tragisch schön

unangenehm berührt von sehr persönlichen Einblicken in das Leben zweier Freundinnen, sehr bewegt und mitgenommen, tragisch schön
3

Tragische Freundinnengeschichte

Simone de Beauvoir beschreibt hier ihre enge Freundschaft zu ihrer besten Freundin Zaza. Ich finde es interessant wie die zwei Mädchen ihr Leben leben. Aber es ist auch traurig zugleich, wie verpflichtend alles war und wie unfrei man als Frau lebte und dies auch noch nicht so lange her ist. Obwohl das Buch sehr kurz ist, habe ich dennoch länger zum Lesen gebraucht, da für mich der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig war.

4.5

Die „Unzertrennlichen“ von Simone de Beauvoir handelt von der Freundschaft, dem Aufwachsen und der ersten große Liebe der beiden Protagonistinnen Sylvie und Andrée. Sie treffen sich zum ersten Mal, als Andrée Sylvies neue Sitznachbarin wird. Von diesem Tag an trennt sie nichts mehr. Die Liebe und Freundschaft der beiden hätte ewig halten können. Gemeinsam rebellieren sie gegen die vorherrschenden patriarchalen Zustände, die sehr religiöse Gemeinschaft und die gesellschaftlichen Zwängen, die insbesondere Andree sehr zu schaffen machen. Sylvie schafft es, sich dem zu entziehen. Das Buch lässt daher auch tief in das Leben von Frauen in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts in Frankreich blicken. So basiert das Buch auch auf dem bislang unveröffentlichten Manuskript von Beauvoir. Die Ausgabe von 2021 beginnt mit einem Vorwort von Beauvoirs Adoptivtochter Sylvie Le Bon de Beauvoir aus diesem wird bereits deutlich, dass die Geschichte auf dem Leben und der Freundschaft von Simone de Beauvoir und ihrer Freundin Zaza beruht. Wer sich davor bereits mit dem Leben von Simone de Beauvoir auseinandergesetzt hat, hat dies sicherlich schon geahnt. Sehr berührend und intim schildert Beauvoir dabei die Freundschaft der beiden jungen Frauen, die weitaus mehr als eine platonische war. Ganz besonders fand ich zudem, dass am Ende des Buches originale Briefwechsel zwischen Simone und ihrer Freundin Zaza sowie Fotos der beiden enthalten sind. Dies rahmt die Geschichte der beiden noch einmal sehr schön. Eine sehr berührende und gleichsam fesselnde Lektüre.

5

Ein Kinder- und Jugendfreundschaft Anfang des 20. Jahrhunderts! Interessant in diesen ,gehobenen Kreisen, war wie die Mädels da groß geworden sind. Die Erwartungen die gestellt wurden. Kein eigenständiges Denken erlaubt, tun was man ihnen sagt und niemals allein sein, so war das Leben der Jugendfreundin von Simone. Und über diese schreibt sie. Endete leider sehr jung und tragisch.

4

Das war mein erstes Buch von Simone de Beauvoir. Ich bin überrascht, wie schnell ich durch das Buch geflogen bin. Auch wenn mir die strengen christlichen Regeln fremd sind, war es sehr interessant davon zu lesen. Wer die Geschichte, die an die Freundschaft von Simone und Zaza angelehnt ist, nicht kennt, sollte das Vorwort nicht lesen. Darin wird die ganze Geschichte gespoilert.

4

Die Geschichte einer Freundschaft zwischen Zaza und Simone. Geprägt von Standesdünkeln, Katholizismus, Emanzipation und seelischer Krankheit. Ein kurzes Werk, das laut Vorwort der Schwester von Simone de Beauvoir ein unveröffentliches Fragment war. Eindrücklich beschreibt Simone ihr Unverständnis, aber auch ihre Sorge und Liebe zu Zaza. Ich habe es sehr gerne gelesen.

5

Mein erstes Buch von Simone de Beauvoir. Es wird nicht das letzte bleiben.

5

Wundervoll traurig. Wahnsinnig gut geschrieben. Obwohl auf deutsch übersetzt, ein literarisches Geschenk 🧡 danke Paula für dieses tolle Buch <3

5

Das Buch hat mich sehr beeindruckt.

5

Schrecklich Wunderbar

4

Seit langer Zeit mein erstes Buch von Simone de Beauvoir und ich habe mich sehr gefreut mal wieder etwas von ihr zu lesen. Dieses Buch beruht auf einer autobiographischen Geschichte / Beziehung in de Beauvoirs Leben und wenn man das beim Lesen im Hinterkopf behält, macht es das Buch noch schöner und besonderer. Eigentlich macht es die Geschichte sogar aus, denn sonst ist sie nicht sonderlich außergewöhnlich. Für mich trotzdem sehr schön und berührend.

5

Sylvie ist eine Musterschülerin und streng katholisch. Doch dann lernt sie Andrée kennen, die so lebhaft und selbstständig wirkt, dass Sylvie nicht anders kann, als sie zu bewundern und ihr nachzueifern. Die beiden werden gute Freundinnen, auch wenn Sylvie heimlich stärkere Gefühle für das andere Mädchen hegt. „Die Unzertrennlichen“ ist ein autofiktionaler Roman, der erst jetzt, mehr als 30 Jahre nach dem Tod von Simone de Beauvoir, wiedergefunden und veröffentlicht wurde. Er erzählt die Geschichte der jungen Simone, die sich in ihre Schulfreundin Zaza verliebt. Sylvie und Andrée sind dabei die Namen, die sie dafür verwendete. Zu Beginn des Buches findet sich ein längerer Text, in dem erläutert wird, welche Elemente des Textes dem entsprechen, was tatsächlich geschehen ist. Zudem gibt es am Ende noch ausgewähltes Bildmaterial. Die Geschichte selbst wird sanft erzählt. Wir erleben mit, wie Sylvie und Andrée zusammen aufwachsen und sehen in Sylvies Kopf, wie sie die Gefühle zu Andrée entwickelt und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hat. Da ist ihre Glaubenskrise, die Beziehung zu ihrer Familie und die von Frauen erwarteten gesellschaftlichen Normen. Das Buch ist sehr kurz und ehrlich gesagt hätte ich mir beinahe etwas mehr gewünscht, weil es so schön ist. Dabei hätte ich mir vor allem mehr Einblicke in Andrées Leben gewünscht. Während man Sylvie zu verstehen lernt, scheint das andere Mädchen bis zum Ende ein Mysterium zu sein. Dabei muss man aber auch bedenken, dass dieses Buch zu einer anderen Zeit geschrieben wurde und dass es sich hier um ein Manuskript handelt, das die Autorin nie zur Veröffentlichung vorgesehen hat. Insgesamt handelt es sich hier um ein großartiges Zeitzeugnis, welches die gesellschaftlichen Zwänge, welchen Frauen ausgesetzt waren, wunderbar widerspiegelt, ohne dabei bemüht zu wirken. Die Geschichte um Sylvie und Andrée trifft immer den richtigen Ton und schafft es dabei sowohl zu unterhalten als auch die entsprechenden Missstände zu offenbaren. Fazit: „Die Unzertrennlichen“ ist ein sehr lesenswertes Buch, welches ich definitiv weiterempfehlen kann. Es ist kurzweilig, dabei jedoch ein lehrreiches Zeitzeugnis.

5

"passiert ihnen nie, dass sie von etwas träumen?" [...] wovon hätte ich träumen sollen? ich liebte andrée über alles, und sie war hier bei mir. s. 39 liebe, die so tiefgeht, dass das einzige, was du nach dem tod 'deiner unzertrennlichen' tun kannst, das schreiben ist- über sie, damit sie weiterleben kann. >>>

4

Die Geschichte einer tiefen, aber anderen Freundschaft.

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