Die Nase
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Book Information
Author Description
Nikolai Wassiljewitsch Gogol, geboren am 31. März 1809 in Welyki Sorotschynzi/Ukraine und gestorben am 04. März 1852 in Moskau, war ein russischer Schriftsteller. Nach dem besuch des Gymnasiums in Nischyn trat er 1818 in Petersburg eine Stellung im Staatsdienst an und wurde drei Jahre Später Lehrer an einer höheren Mädchenschule. Im selben Jahr machte er Bekanntschaft mit Puschkin, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband und der ihm wiederholt Arbeitsstellen verschaffte. Im Jahr 1834 trat Gogol eine Professur für Allgemeine Geschichte an der Universität Petersburg. In den folgenden Jahren unternahm er mehrere Reisen und verstarb schließlich im Alter von 42 Jahren an den Folgen einer übermäßigen Fastenkur.
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War Gogol der Erfinder der Kafkaeske? Müsste es nicht eigentlich gogolesk heißt? Die diffusen Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung kommen mir ähnlich wie bei Kafka vor. Gogol läßt die Entfremdung vom eigenen Ich nicht durch Verwandlung, sondern Wegnahme eines Körperteil geschehen. Auch beim wiederholten Lesen ein Genuss. „Das Unbegreiflichste an der Sache ist, wie es nur Schriftsteller geben kann, die sich solche Gegenstände wählen. Ich muß gestehen, das ist mir das Allerunbegreiflichste ... in der Tat, das geht vollständig über mein Begriffsvermögen! Denn erstens hat das Vaterland nicht den mindesten Nutzen davon, und dann zweitens – aber auch zweitens springt kein Vorteil dabei heraus. Kurz, ich weiß nicht, was das soll ...“ Das sind die letzten Sätze Gogols in dieser absurden Erzählung, die sich wie ein 180 Jahre alter Sketch von Monty Python anfühlt. Die Nase eines angesehenen Majors in St. Petersburg taucht einmal im Brot seines Barbiers und ein anderes mal als mürrischer Stadtrat auf. Skurriler geht es wirklich kaum. Und wie schon der Autor am Ende über sein Werk sagt: ich weiß nicht, was das soll. Ob es überhaupt eine Interpretation gibt? Der Mut, zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein derart albernes Buch zu schreiben, ist beachtlich. Ein Meilenstein des Surrealismus. Ich fand es klasse.
War Gogol der Erfinder der Kafkaeske? Müsste es nicht eigentlich gogolesk heißt? Die diffusen Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung kommen mir ähnlich wie bei Kafka vor. Gogol läßt die Entfremdung vom eigenen Ich nicht durch Verwandlung, sondern Wegnahme eines Körperteil geschehen. Auch beim wiederholten Lesen ein Genuss. „Das Unbegreiflichste an der Sache ist, wie es nur Schriftsteller geben kann, die sich solche Gegenstände wählen. Ich muß gestehen, das ist mir das Allerunbegreiflichste ... in der Tat, das geht vollständig über mein Begriffsvermögen! Denn erstens hat das Vaterland nicht den mindesten Nutzen davon, und dann zweitens – aber auch zweitens springt kein Vorteil dabei heraus. Kurz, ich weiß nicht, was das soll ...“ Das sind die letzten Sätze Gogols in dieser absurden Erzählung, die sich wie ein 180 Jahre alter Sketch von Monty Python anfühlt. Die Nase eines angesehenen Majors in St. Petersburg taucht einmal im Brot seines Barbiers und ein anderes mal als mürrischer Stadtrat auf. Skurriler geht es wirklich kaum. Und wie schon der Autor am Ende über sein Werk sagt: ich weiß nicht, was das soll. Ob es überhaupt eine Interpretation gibt? Der Mut, zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein derart albernes Buch zu schreiben, ist beachtlich. Ein Meilenstein des Surrealismus. Ich fand es klasse.
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Nikolai Wassiljewitsch Gogol, geboren am 31. März 1809 in Welyki Sorotschynzi/Ukraine und gestorben am 04. März 1852 in Moskau, war ein russischer Schriftsteller. Nach dem besuch des Gymnasiums in Nischyn trat er 1818 in Petersburg eine Stellung im Staatsdienst an und wurde drei Jahre Später Lehrer an einer höheren Mädchenschule. Im selben Jahr machte er Bekanntschaft mit Puschkin, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband und der ihm wiederholt Arbeitsstellen verschaffte. Im Jahr 1834 trat Gogol eine Professur für Allgemeine Geschichte an der Universität Petersburg. In den folgenden Jahren unternahm er mehrere Reisen und verstarb schließlich im Alter von 42 Jahren an den Folgen einer übermäßigen Fastenkur.
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War Gogol der Erfinder der Kafkaeske? Müsste es nicht eigentlich gogolesk heißt? Die diffusen Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung kommen mir ähnlich wie bei Kafka vor. Gogol läßt die Entfremdung vom eigenen Ich nicht durch Verwandlung, sondern Wegnahme eines Körperteil geschehen. Auch beim wiederholten Lesen ein Genuss. „Das Unbegreiflichste an der Sache ist, wie es nur Schriftsteller geben kann, die sich solche Gegenstände wählen. Ich muß gestehen, das ist mir das Allerunbegreiflichste ... in der Tat, das geht vollständig über mein Begriffsvermögen! Denn erstens hat das Vaterland nicht den mindesten Nutzen davon, und dann zweitens – aber auch zweitens springt kein Vorteil dabei heraus. Kurz, ich weiß nicht, was das soll ...“ Das sind die letzten Sätze Gogols in dieser absurden Erzählung, die sich wie ein 180 Jahre alter Sketch von Monty Python anfühlt. Die Nase eines angesehenen Majors in St. Petersburg taucht einmal im Brot seines Barbiers und ein anderes mal als mürrischer Stadtrat auf. Skurriler geht es wirklich kaum. Und wie schon der Autor am Ende über sein Werk sagt: ich weiß nicht, was das soll. Ob es überhaupt eine Interpretation gibt? Der Mut, zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein derart albernes Buch zu schreiben, ist beachtlich. Ein Meilenstein des Surrealismus. Ich fand es klasse.
War Gogol der Erfinder der Kafkaeske? Müsste es nicht eigentlich gogolesk heißt? Die diffusen Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung kommen mir ähnlich wie bei Kafka vor. Gogol läßt die Entfremdung vom eigenen Ich nicht durch Verwandlung, sondern Wegnahme eines Körperteil geschehen. Auch beim wiederholten Lesen ein Genuss. „Das Unbegreiflichste an der Sache ist, wie es nur Schriftsteller geben kann, die sich solche Gegenstände wählen. Ich muß gestehen, das ist mir das Allerunbegreiflichste ... in der Tat, das geht vollständig über mein Begriffsvermögen! Denn erstens hat das Vaterland nicht den mindesten Nutzen davon, und dann zweitens – aber auch zweitens springt kein Vorteil dabei heraus. Kurz, ich weiß nicht, was das soll ...“ Das sind die letzten Sätze Gogols in dieser absurden Erzählung, die sich wie ein 180 Jahre alter Sketch von Monty Python anfühlt. Die Nase eines angesehenen Majors in St. Petersburg taucht einmal im Brot seines Barbiers und ein anderes mal als mürrischer Stadtrat auf. Skurriler geht es wirklich kaum. Und wie schon der Autor am Ende über sein Werk sagt: ich weiß nicht, was das soll. Ob es überhaupt eine Interpretation gibt? Der Mut, zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein derart albernes Buch zu schreiben, ist beachtlich. Ein Meilenstein des Surrealismus. Ich fand es klasse.





