Die Maschine steht still
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Description
In E. M. Forsters Dystopie leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der »Maschine« perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen ...
E. M. Forsters visionäres Werk wirft Fragen auf, die von großer Aktualität sind: Wie kann der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen, die immer stärker unser Leben bestimmen?
Book Information
Author Description
E. M. Forster (1879–1970) gehört zu Englands bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, Romane wie Wiedersehen in Howards End oder Zimmer mit Aussicht sind Klassiker der Moderne. In seinem Roman Maurice behandelte er das zu damaliger Zeit tabuisierte Thema der Homosexualität. Forster hielt den Roman, der erst postum erschien, fast ein halbes Jahrhundert geheim. Seine dystopische Erzählung Die Maschine steht still ist erst vor kurzem im englischsprachigen Raum von Lesern wiederentdeckt worden.
Posts
Dystopie von 1909 in der alle Menschen isoliert und verbunden zugleich sind und alles von einer Maschine gelenkt wird. Ein sehr schmales Buch, welches laut Klappentext die treffendste und früheste literarische Vorwegnahme des Internets ist. Dies würde ich nach der Lektüre bestätigen, wobei es vor allem eine treffende Ahnung der Social Media ist. Die entstehenden Bubbles, ohne echte Berührung der menschlichen, komplexen Persönlichkeiten, abseits des Themas, die stetige Suche nach Motiven und Stories für das Profil (hier als Idee bezeichnet) und die Gewohnheit an den (fragwürdigen) Luxus. Das Ende ist konsequent (was in modernen Dystopien nicht oft vorkommt), nur ist das Erscheinungsjahr in der abschließenden Erklärung deutlich zu erkennen (Mensch als Zentrum, statt Maschine), während heute die Technik als Mittel essenziell ist, um den (einzelnen) Mensch zum Zentrum (seiner eigenen Lebensspanne) zu machen. Für Fans von Dystopien und/oder früher Literatur mit Dystopiebezug.
Kurz, bündig und…zutreffend? Und das nach über 100 Jahren😳
Was wenn die Menschheit nur noch durch eine unterstützende Maschine lebt? Eine Maschine, die Kommunikation ermöglicht, die Unterhaltung bereitstellt, die alles, was nur gewünscht wird, bereitstellen kann. Treffende Metapher für das Internet, wie wir es heutzutage kennen, was für sich schon gruselig ist. Doch was, wenn die „Maschine“ eines Tages ausfällt? 🫠 Wie auch immer Forster auf diese Idee kam, er hatte keine Ahnung, wie akkurat sie eines Tages sein würde. Gerade aufgrund der überschaubaren Länge von 80 Seiten kann man nichts verkehrt machen🔥
Nur 4 Sterne, weil ich gerne weitergelesen hätte. 1909 wurde Forsters Text erstmalig veröffentlicht. Es ist ein dystopischer Text, der sich darauf bezieht, dass in einer fernen Zukunft Menschen keine persönlichen Beziehungen mehr miteinander pflegen und nur noch durch eine Art sozialer Medien kommunizieren. Menschen, die außerdem durch eine Art künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Mich hat es echt sprachlos gemacht, wie wenig weit entfernt dieser Text von unserer heutigen Gesellschaft entfernt ist. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt…..
Ein Muss für Fans von "1984", "Schöne neue Welt" oder "Die Stadt der Blinden". Das Buch ist eine dystopische Metapher für das Internet, und das obwohl es 1909 erschien. (Vor der Erfindung des Computers.)
Es ist beeindruckend aktuell und spiegelt überraschend viele Aspekte unserer heutigen Gesellschaft wieder. Erschreckend ist der Gedanke, dass - wenn man diese Art der Distopi mit der heutigen Komplexität ergänzt - das Ende unserer Welt, dass selbe sein könnte. Aber auch als vergleich zwischen dem damaligen und unserem heutigen KI Verständnisses, ist es extrem faszinierend. "Wie Engel befreit vom Makel der Persönlichkeit."
Erschreckend aktuell
Wie konnte der Autor etwas beschreiben, womit wir heutzutage umgeben sind/ leben? War er ein Zeitreisender/ Hellseher oder Visionär? Es überzog mich eine Gänsehaut beim lesen. Das Schlimmste daran ist wohl, wir sind bereits noch tiefer in unserer Abhängigkeit, als es hier beschrieben ist. Dieses Werk verdient definitiv MEHR Aufmerksamkeit. Ich für meinen Teil werde es meinen Söhnen in die Hand drücken, soviel steht fest. Es ist eines jener Lektüren, die in JEDES, GUT SORTIERTE, Bücherregal gehört! Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, zu meinen ALL-TIME-FAV'S Lebenslektüren habe ich es selbstverständlich bereits hinzugefügt.

Dieses Buch hat nichts an Aktualität verloren. Must Read!
Jeder kennt das: der Akku ist alle und somit das Smartphone gibt keinen Pieps mehr von sich. Man fühlt sich abgeschnitten, man findet keine Busverbindung mehr oder kann im Zweifel auch nicht mehr seine Einkäufe bezahlen. Hier merkt man bereits, wie abhängig man von kleinen Maschinen ist, schnell geht nichts mehr. In E. M. Fosters Buch finden wir uns in einer Welt wieder, in der eine Maschine die Welt beherrscht. Jeder Mensch lebt für sich in seiner Wohnzelle, die von der Maschine erstellt wurde. Die Kommunikation erfolgt über die Maschine und Hologramm, so dass selbst weite Entfernungen nicht mehr überwunden werden müssen. Selbst Reisen sind verpönt, Flüge sind die Ausnahme. Die Welt da oben ist vergiftet, die Kapseln im Untergrund sind sicher. Aber es gibt noch genügend Menschen, die den Sinn der Maschine anzweifeln. Denn diese hat längst die Kontrolle übernommen. Da hilft nur selbst das Handbuch der Maschine kaum noch. Dieses Handbuch hat sich zwar zur heiligen Bibel entwickelt, doch auch die Maschine hat sich weiter entwickelt und nicht mehr alle Fragen können beantwortet werden. Vereinzelte Menschen stellen sich der Maschine gegenüber. Können sie die Maschine stoppen? Wenn man sich überlegt, dass dieser Text des Buches das erste mal im Jahr 1909 veröffentlicht wurde, ist man erstaunt, wie brandaktuell dieser Text ist. Heutzutage sind technische Hilfsmittel nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Ob Smartphone, Laptops, teils schon automatisierte Züge oder Autos: man kann ohne Strom oder sonstige elektrische Geräte kaum noch Geld abheben oder sich fortbewegen. Es wird immer mehr über das Thema KI diskutiert. Bis zu welchem Punkt haben wir die Technik selbst noch im Griff, bis wohin können wir sie noch selbst kontrollieren und ab wann hat sie uns voll im Griff? Ich für mich selbst habe keine Antwort, aber es ist ein spannendes, faszinierendes Thema, das mich aber auch zum Teil gruselt. Eine sehr spannende Geschichte, die mich nachdenklich stimmt.
Eine kurze knappe Geschichte über eine distopische Welt, welche gefangen in der Welt von Maschinen lebt. Wir erleben die Geschichte kurz vor der Revolution und erleben wie die Maschine vergöttert und angebetet wird, wie sie zusammenfällt und danach immer noch angehimmelt wird. Dieser Klassiker hält uns ein Spiegel vor und erahnt unser Verhalten Jahrzehnte vor dem Eintreffen.
Mit "Der Maschine steht Still" zeigt uns E. M. Forster wo die Gefahren der Maschinen liegen und dass schon 1909, also schon vor über einem Jahrhundert. Es ist zutiefst erschreckend wie realistisch und zeitgemäß diese kurze Erzählung ist und man entdeckt einige Aspekte, welche das Smartphone und das Internet bereits heute in dem selben Maße wie die Maschine im Buch erfüllen, wenn nicht sogar übersteigen. Man füllt sich ertappt und beschämt, aber auch gefangen. Man fühlt mit Kuno, der aus Sicht von Vashti gehasst und abgestoßenn wird. Die Frage bleibt offen, ob es in unserer Realität auch zu einer technischen Revolution kommen wird oder wir weiter gefangen in der Welt der Maschinen bleiben werden. In den kurzen 78 Seiten passiert inhaltlich erstaunlich viel, sodass man über die Seiten fliegt und das Buch gar nicht mehr weg legen will. Eine absolute Empfehlung für jeden Menschen, der in der heutzutage viel Zeit mit dem Internet verbringt und den Konsum bisher nicht kritisch betrachtet hat.
Sehr gelungene Hörspiel-Umsetzung der Vorlage von 1909 über Social Media und was diese mit den Menschen macht, wenn man es konsequent zuende denkt. Als noch niemand wusste, dass es Social Media gruselig ähnlichen Kalibers einmal geben würde. Aktuell (2.1.2023) in der Mediathek der ARD abrufbar, inkl. Downloadmöglichkeit: Die Maschine steht still - NDR Hörspiel Box
Die Erzählung Die Maschine steht still, 1909 veröffentlicht - also Jahrzehnte bevor es die ersten Computer gab -, ist vermutlich die früheste und wahrscheinlich auch heute noch treffendste Beschreibung des Internets. Wie E.M. Forster das gemacht hat, bleibt ein Geheimnis. 4,5 Sterne Dieses Zitat beschreibt die Geschichte eigentlich sehr gut. Für eine Erzählung die Anfang des 20. Jhd. geschrieben wurde, ist es super zutreffend auf unsere heutige Zeit. Sowas löst bei mir ja immer einen kleinen Schauer und Bewunderung für den Autor aus. Die Maschine ist für die Menschen erst inoffiziell, später auch offiziell, zur Religion geworden. Genauso wie heute für viele Leute das Internet bzw. das Smartphone zu einem persönlichen Gott geworden ist. Es ist zwar nicht verboten unsere Kommunikationstechnik zu kritisieren, aber ein paar schräge Blicke erntet man schon. Oder es wird übergangen, verdrängt, weil die Vorteile einfach so bequem sind. Ich möchte hier nicht unsere moderne Technik verteufeln, ich finde es selbst immer super spannend was es für neue Erfindungen und Möglichkeiten gibt und zu einem großen Teil sind diese auch für viele Verbesserungen im Alltag, Gesundheitswesen etc. verantwortlich. Es ist jedoch genauso wichtig, dass man die negativen Aspekte die sehr oft bzw. sogar unweigerlich mit neuen Entdeckungen oder Erfindungen einhergehen, nicht ausblendet. E.M. Forster zeigt hier grandios was passieren kann, wenn man Kritik nicht mehr ernst nimmt und den sogenannten Dual-Use-Charakter der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technik vergisst. Auch der Humor hat mich öfters mal schmunzeln lassen. Da die Menschen ihr gesamtes Leben in einem kleinen Raum unter der Erde verbringen und nur noch durch die Maschine mit anderen Menschen in Kontakt treten, ist sowas wie "direktes Erleben" (so wird es im Buch auch tatsächlich genannt) oder Körperkontakt absolut verpönt und ordinär. In diesem Zusammenhang gab es eine sehr amüsante Szene in der die Protagonistin nach langem hin und her ihren Sohn mittels Flugschiff besucht und gezwungenermaßen direkt auf andere Menschen trifft: Als Vashti...fast hinfiel, gebärdete sich die Flugbegeliterin wie eine Barbarin und griff nach ihr, um sie zu stützen. "Wie können Sie es wagen!", empörte sich Vashti. "Sie vergessen sich!" Die Frau war bestürzt und entschuldigte sich dafür, Vashti nicht fallen gelassen zu haben. Der halbe Punkt Abzug geht an die christlichen Anspielungen und Gottesvergleiche. Ist vielleicht auch normal Anfang des 20. Jhd. aber mich persönlich hat es ein bisschen gestört. Ich wusste auch nicht so ganz was diese weißen Würmer des Korrekturapparates bedeuten sollen. Steckt da überhaupt was dahinter oder ist es nur dem Spannungsfaktor dienlich? Letztendlich ist das Meckern auf hohem Niveau, da die Kurzgeschichte einfach großartig visionär ist. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele kleine oder auch größere Details aus der Science Fiction sich heute bestätigt haben.
Dünnes Büchlein mit starkem Inhalt
Wir begleiten eine Frau, die in ihrem Zimmer wohnt und zufrieden mit ihrem Leben mit der Maschine ist. Die Maschine bedient alles und kontrolliert alles. Einer der Kinder kontaktiert unsere Protagonistin und lädt sie ein, vorbeizukommen und sich die Erde außerhalb anzugucken. Wirklich bewegend nachvollziehbar geschrieben.

Das Buch ist eine Warnung aus der Vergangenheit an die Gesellschaft, aber wir haben sie nicht gehört. Völlig verrückt wie aktuell ein Buch unsere gesellschaftlichen Probleme portraitiert, obwohl es vor über einhundert Jahren veröffentlicht wurde. Warum wird das Buch so selten empfohlen? Es sollte jeder mal gelesen haben.
Dass mir dieser schmale SciFi-Klassiker solange entgangen ist, ist wirklich ein Wunder. Da sprach ja wirklich alles dafür, dass es mir gefallen würde. 1909 erschienen, beschreibt die Erzählung eine Gesellschaft, die unter der Erde in wabenförmigen Räumen lebt: jede:r für sich, immer isoliert, Bewegungen und Begegnungen sind unerwünscht und alle werden ernährt/gekleidet/versorgt durch "die Maschine". Dafür müssen die einzelnen Personen nichts anderes tun, als einen entsprechenden Knopf zu drücken. Ein Knopf produziert sogar Literatur. ;) Die Maschine ist vom Menschen erschaffen und kümmert sich um alle Bedürfnisse der einzelnen Bewohner dieses unterirdischen Bienenstocks. <: Sie brummt/summt sogar die ganze Zeit, sodass der Bienenstock-Vergleich nur immer offenbarer wird. Ebenso sind alle Menschen über ein Kommunikationsnetz miteinander verbunden (hello Internet?) und es wird sich via Sprache und Bildschirme über "Ideen" ausgetauscht. Etwas anderes tut eigentlich niemand. Ideenentwicklung, allerdings ohne eigene Erlebnisse und ohne eigenes Erkennen, sind das einzige, das den Menschen zumindest geistig noch "bewegt". Interessant an solchen "Zukunftsschauen" ist für mich eigentlich, welche Konzepte des 20. Jahrhunderts bspw. beibehalten werden und hier ist es ganz klar der Aspekt von "Familie" und "Religion". Als Individuen begegnen uns hier bspw. eine Mutter und ihr Sohn. Und die Maschine wird verehrt wie ein Heiligstes und alle Personen tragen "The Book of the Machine" wie eine Bibel mit sich. Diese Erzählung ist für mich das Zeugnis, dass Autor:innen auch in dieser Kürze prägnante Minidystopien zeichnen und entwickeln können, die mit genialen Ideen und Konzepten aufwarten. Das Weltbild ist denkbar pessimistisch: Flucht des Menschen unter die Erde, komplette Isolation, keine Kontakte, keine Erfahrungen, fehlende Innovation und völlige Degenerierung des Menschen zu einem Fleischklumpen, der nur versorgt werden muss per Knopfdruck. Und trotzdem so gut lesbar. Eine großartige Ergänzung, wenn man "1984" und "Schöne Neue Welt" schon einmal las oder überhaupt mit derlei Dystopie-Texten beginnen möchte. 4.5 / 5.0
Sehr gelungene Hörspiel-Umsetzung der Vorlage von 1909 über Social Media und was diese mit den Menschen macht, wenn man es konsequent zuende denkt. Als noch niemand wusste, dass es Social Media gruselig ähnlichen Kalibers einmal geben würde. Aktuell (2.1.2023) in der Mediathek der ARD abrufbar, inkl. Downloadmöglichkeit: Die Maschine steht still - NDR Hörspiel Box
Description
In E. M. Forsters Dystopie leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der »Maschine« perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen ...
E. M. Forsters visionäres Werk wirft Fragen auf, die von großer Aktualität sind: Wie kann der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen, die immer stärker unser Leben bestimmen?
Book Information
Author Description
E. M. Forster (1879–1970) gehört zu Englands bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, Romane wie Wiedersehen in Howards End oder Zimmer mit Aussicht sind Klassiker der Moderne. In seinem Roman Maurice behandelte er das zu damaliger Zeit tabuisierte Thema der Homosexualität. Forster hielt den Roman, der erst postum erschien, fast ein halbes Jahrhundert geheim. Seine dystopische Erzählung Die Maschine steht still ist erst vor kurzem im englischsprachigen Raum von Lesern wiederentdeckt worden.
Posts
Dystopie von 1909 in der alle Menschen isoliert und verbunden zugleich sind und alles von einer Maschine gelenkt wird. Ein sehr schmales Buch, welches laut Klappentext die treffendste und früheste literarische Vorwegnahme des Internets ist. Dies würde ich nach der Lektüre bestätigen, wobei es vor allem eine treffende Ahnung der Social Media ist. Die entstehenden Bubbles, ohne echte Berührung der menschlichen, komplexen Persönlichkeiten, abseits des Themas, die stetige Suche nach Motiven und Stories für das Profil (hier als Idee bezeichnet) und die Gewohnheit an den (fragwürdigen) Luxus. Das Ende ist konsequent (was in modernen Dystopien nicht oft vorkommt), nur ist das Erscheinungsjahr in der abschließenden Erklärung deutlich zu erkennen (Mensch als Zentrum, statt Maschine), während heute die Technik als Mittel essenziell ist, um den (einzelnen) Mensch zum Zentrum (seiner eigenen Lebensspanne) zu machen. Für Fans von Dystopien und/oder früher Literatur mit Dystopiebezug.
Kurz, bündig und…zutreffend? Und das nach über 100 Jahren😳
Was wenn die Menschheit nur noch durch eine unterstützende Maschine lebt? Eine Maschine, die Kommunikation ermöglicht, die Unterhaltung bereitstellt, die alles, was nur gewünscht wird, bereitstellen kann. Treffende Metapher für das Internet, wie wir es heutzutage kennen, was für sich schon gruselig ist. Doch was, wenn die „Maschine“ eines Tages ausfällt? 🫠 Wie auch immer Forster auf diese Idee kam, er hatte keine Ahnung, wie akkurat sie eines Tages sein würde. Gerade aufgrund der überschaubaren Länge von 80 Seiten kann man nichts verkehrt machen🔥
Nur 4 Sterne, weil ich gerne weitergelesen hätte. 1909 wurde Forsters Text erstmalig veröffentlicht. Es ist ein dystopischer Text, der sich darauf bezieht, dass in einer fernen Zukunft Menschen keine persönlichen Beziehungen mehr miteinander pflegen und nur noch durch eine Art sozialer Medien kommunizieren. Menschen, die außerdem durch eine Art künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Mich hat es echt sprachlos gemacht, wie wenig weit entfernt dieser Text von unserer heutigen Gesellschaft entfernt ist. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt…..
Ein Muss für Fans von "1984", "Schöne neue Welt" oder "Die Stadt der Blinden". Das Buch ist eine dystopische Metapher für das Internet, und das obwohl es 1909 erschien. (Vor der Erfindung des Computers.)
Es ist beeindruckend aktuell und spiegelt überraschend viele Aspekte unserer heutigen Gesellschaft wieder. Erschreckend ist der Gedanke, dass - wenn man diese Art der Distopi mit der heutigen Komplexität ergänzt - das Ende unserer Welt, dass selbe sein könnte. Aber auch als vergleich zwischen dem damaligen und unserem heutigen KI Verständnisses, ist es extrem faszinierend. "Wie Engel befreit vom Makel der Persönlichkeit."
Erschreckend aktuell
Wie konnte der Autor etwas beschreiben, womit wir heutzutage umgeben sind/ leben? War er ein Zeitreisender/ Hellseher oder Visionär? Es überzog mich eine Gänsehaut beim lesen. Das Schlimmste daran ist wohl, wir sind bereits noch tiefer in unserer Abhängigkeit, als es hier beschrieben ist. Dieses Werk verdient definitiv MEHR Aufmerksamkeit. Ich für meinen Teil werde es meinen Söhnen in die Hand drücken, soviel steht fest. Es ist eines jener Lektüren, die in JEDES, GUT SORTIERTE, Bücherregal gehört! Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, zu meinen ALL-TIME-FAV'S Lebenslektüren habe ich es selbstverständlich bereits hinzugefügt.

Dieses Buch hat nichts an Aktualität verloren. Must Read!
Jeder kennt das: der Akku ist alle und somit das Smartphone gibt keinen Pieps mehr von sich. Man fühlt sich abgeschnitten, man findet keine Busverbindung mehr oder kann im Zweifel auch nicht mehr seine Einkäufe bezahlen. Hier merkt man bereits, wie abhängig man von kleinen Maschinen ist, schnell geht nichts mehr. In E. M. Fosters Buch finden wir uns in einer Welt wieder, in der eine Maschine die Welt beherrscht. Jeder Mensch lebt für sich in seiner Wohnzelle, die von der Maschine erstellt wurde. Die Kommunikation erfolgt über die Maschine und Hologramm, so dass selbst weite Entfernungen nicht mehr überwunden werden müssen. Selbst Reisen sind verpönt, Flüge sind die Ausnahme. Die Welt da oben ist vergiftet, die Kapseln im Untergrund sind sicher. Aber es gibt noch genügend Menschen, die den Sinn der Maschine anzweifeln. Denn diese hat längst die Kontrolle übernommen. Da hilft nur selbst das Handbuch der Maschine kaum noch. Dieses Handbuch hat sich zwar zur heiligen Bibel entwickelt, doch auch die Maschine hat sich weiter entwickelt und nicht mehr alle Fragen können beantwortet werden. Vereinzelte Menschen stellen sich der Maschine gegenüber. Können sie die Maschine stoppen? Wenn man sich überlegt, dass dieser Text des Buches das erste mal im Jahr 1909 veröffentlicht wurde, ist man erstaunt, wie brandaktuell dieser Text ist. Heutzutage sind technische Hilfsmittel nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Ob Smartphone, Laptops, teils schon automatisierte Züge oder Autos: man kann ohne Strom oder sonstige elektrische Geräte kaum noch Geld abheben oder sich fortbewegen. Es wird immer mehr über das Thema KI diskutiert. Bis zu welchem Punkt haben wir die Technik selbst noch im Griff, bis wohin können wir sie noch selbst kontrollieren und ab wann hat sie uns voll im Griff? Ich für mich selbst habe keine Antwort, aber es ist ein spannendes, faszinierendes Thema, das mich aber auch zum Teil gruselt. Eine sehr spannende Geschichte, die mich nachdenklich stimmt.
Eine kurze knappe Geschichte über eine distopische Welt, welche gefangen in der Welt von Maschinen lebt. Wir erleben die Geschichte kurz vor der Revolution und erleben wie die Maschine vergöttert und angebetet wird, wie sie zusammenfällt und danach immer noch angehimmelt wird. Dieser Klassiker hält uns ein Spiegel vor und erahnt unser Verhalten Jahrzehnte vor dem Eintreffen.
Mit "Der Maschine steht Still" zeigt uns E. M. Forster wo die Gefahren der Maschinen liegen und dass schon 1909, also schon vor über einem Jahrhundert. Es ist zutiefst erschreckend wie realistisch und zeitgemäß diese kurze Erzählung ist und man entdeckt einige Aspekte, welche das Smartphone und das Internet bereits heute in dem selben Maße wie die Maschine im Buch erfüllen, wenn nicht sogar übersteigen. Man füllt sich ertappt und beschämt, aber auch gefangen. Man fühlt mit Kuno, der aus Sicht von Vashti gehasst und abgestoßenn wird. Die Frage bleibt offen, ob es in unserer Realität auch zu einer technischen Revolution kommen wird oder wir weiter gefangen in der Welt der Maschinen bleiben werden. In den kurzen 78 Seiten passiert inhaltlich erstaunlich viel, sodass man über die Seiten fliegt und das Buch gar nicht mehr weg legen will. Eine absolute Empfehlung für jeden Menschen, der in der heutzutage viel Zeit mit dem Internet verbringt und den Konsum bisher nicht kritisch betrachtet hat.
Sehr gelungene Hörspiel-Umsetzung der Vorlage von 1909 über Social Media und was diese mit den Menschen macht, wenn man es konsequent zuende denkt. Als noch niemand wusste, dass es Social Media gruselig ähnlichen Kalibers einmal geben würde. Aktuell (2.1.2023) in der Mediathek der ARD abrufbar, inkl. Downloadmöglichkeit: Die Maschine steht still - NDR Hörspiel Box
Die Erzählung Die Maschine steht still, 1909 veröffentlicht - also Jahrzehnte bevor es die ersten Computer gab -, ist vermutlich die früheste und wahrscheinlich auch heute noch treffendste Beschreibung des Internets. Wie E.M. Forster das gemacht hat, bleibt ein Geheimnis. 4,5 Sterne Dieses Zitat beschreibt die Geschichte eigentlich sehr gut. Für eine Erzählung die Anfang des 20. Jhd. geschrieben wurde, ist es super zutreffend auf unsere heutige Zeit. Sowas löst bei mir ja immer einen kleinen Schauer und Bewunderung für den Autor aus. Die Maschine ist für die Menschen erst inoffiziell, später auch offiziell, zur Religion geworden. Genauso wie heute für viele Leute das Internet bzw. das Smartphone zu einem persönlichen Gott geworden ist. Es ist zwar nicht verboten unsere Kommunikationstechnik zu kritisieren, aber ein paar schräge Blicke erntet man schon. Oder es wird übergangen, verdrängt, weil die Vorteile einfach so bequem sind. Ich möchte hier nicht unsere moderne Technik verteufeln, ich finde es selbst immer super spannend was es für neue Erfindungen und Möglichkeiten gibt und zu einem großen Teil sind diese auch für viele Verbesserungen im Alltag, Gesundheitswesen etc. verantwortlich. Es ist jedoch genauso wichtig, dass man die negativen Aspekte die sehr oft bzw. sogar unweigerlich mit neuen Entdeckungen oder Erfindungen einhergehen, nicht ausblendet. E.M. Forster zeigt hier grandios was passieren kann, wenn man Kritik nicht mehr ernst nimmt und den sogenannten Dual-Use-Charakter der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technik vergisst. Auch der Humor hat mich öfters mal schmunzeln lassen. Da die Menschen ihr gesamtes Leben in einem kleinen Raum unter der Erde verbringen und nur noch durch die Maschine mit anderen Menschen in Kontakt treten, ist sowas wie "direktes Erleben" (so wird es im Buch auch tatsächlich genannt) oder Körperkontakt absolut verpönt und ordinär. In diesem Zusammenhang gab es eine sehr amüsante Szene in der die Protagonistin nach langem hin und her ihren Sohn mittels Flugschiff besucht und gezwungenermaßen direkt auf andere Menschen trifft: Als Vashti...fast hinfiel, gebärdete sich die Flugbegeliterin wie eine Barbarin und griff nach ihr, um sie zu stützen. "Wie können Sie es wagen!", empörte sich Vashti. "Sie vergessen sich!" Die Frau war bestürzt und entschuldigte sich dafür, Vashti nicht fallen gelassen zu haben. Der halbe Punkt Abzug geht an die christlichen Anspielungen und Gottesvergleiche. Ist vielleicht auch normal Anfang des 20. Jhd. aber mich persönlich hat es ein bisschen gestört. Ich wusste auch nicht so ganz was diese weißen Würmer des Korrekturapparates bedeuten sollen. Steckt da überhaupt was dahinter oder ist es nur dem Spannungsfaktor dienlich? Letztendlich ist das Meckern auf hohem Niveau, da die Kurzgeschichte einfach großartig visionär ist. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele kleine oder auch größere Details aus der Science Fiction sich heute bestätigt haben.
Dünnes Büchlein mit starkem Inhalt
Wir begleiten eine Frau, die in ihrem Zimmer wohnt und zufrieden mit ihrem Leben mit der Maschine ist. Die Maschine bedient alles und kontrolliert alles. Einer der Kinder kontaktiert unsere Protagonistin und lädt sie ein, vorbeizukommen und sich die Erde außerhalb anzugucken. Wirklich bewegend nachvollziehbar geschrieben.

Das Buch ist eine Warnung aus der Vergangenheit an die Gesellschaft, aber wir haben sie nicht gehört. Völlig verrückt wie aktuell ein Buch unsere gesellschaftlichen Probleme portraitiert, obwohl es vor über einhundert Jahren veröffentlicht wurde. Warum wird das Buch so selten empfohlen? Es sollte jeder mal gelesen haben.
Dass mir dieser schmale SciFi-Klassiker solange entgangen ist, ist wirklich ein Wunder. Da sprach ja wirklich alles dafür, dass es mir gefallen würde. 1909 erschienen, beschreibt die Erzählung eine Gesellschaft, die unter der Erde in wabenförmigen Räumen lebt: jede:r für sich, immer isoliert, Bewegungen und Begegnungen sind unerwünscht und alle werden ernährt/gekleidet/versorgt durch "die Maschine". Dafür müssen die einzelnen Personen nichts anderes tun, als einen entsprechenden Knopf zu drücken. Ein Knopf produziert sogar Literatur. ;) Die Maschine ist vom Menschen erschaffen und kümmert sich um alle Bedürfnisse der einzelnen Bewohner dieses unterirdischen Bienenstocks. <: Sie brummt/summt sogar die ganze Zeit, sodass der Bienenstock-Vergleich nur immer offenbarer wird. Ebenso sind alle Menschen über ein Kommunikationsnetz miteinander verbunden (hello Internet?) und es wird sich via Sprache und Bildschirme über "Ideen" ausgetauscht. Etwas anderes tut eigentlich niemand. Ideenentwicklung, allerdings ohne eigene Erlebnisse und ohne eigenes Erkennen, sind das einzige, das den Menschen zumindest geistig noch "bewegt". Interessant an solchen "Zukunftsschauen" ist für mich eigentlich, welche Konzepte des 20. Jahrhunderts bspw. beibehalten werden und hier ist es ganz klar der Aspekt von "Familie" und "Religion". Als Individuen begegnen uns hier bspw. eine Mutter und ihr Sohn. Und die Maschine wird verehrt wie ein Heiligstes und alle Personen tragen "The Book of the Machine" wie eine Bibel mit sich. Diese Erzählung ist für mich das Zeugnis, dass Autor:innen auch in dieser Kürze prägnante Minidystopien zeichnen und entwickeln können, die mit genialen Ideen und Konzepten aufwarten. Das Weltbild ist denkbar pessimistisch: Flucht des Menschen unter die Erde, komplette Isolation, keine Kontakte, keine Erfahrungen, fehlende Innovation und völlige Degenerierung des Menschen zu einem Fleischklumpen, der nur versorgt werden muss per Knopfdruck. Und trotzdem so gut lesbar. Eine großartige Ergänzung, wenn man "1984" und "Schöne Neue Welt" schon einmal las oder überhaupt mit derlei Dystopie-Texten beginnen möchte. 4.5 / 5.0
Sehr gelungene Hörspiel-Umsetzung der Vorlage von 1909 über Social Media und was diese mit den Menschen macht, wenn man es konsequent zuende denkt. Als noch niemand wusste, dass es Social Media gruselig ähnlichen Kalibers einmal geben würde. Aktuell (2.1.2023) in der Mediathek der ARD abrufbar, inkl. Downloadmöglichkeit: Die Maschine steht still - NDR Hörspiel Box






















