Die Maschine

Die Maschine

Hardback
3.99
KurzgeschichtenGeorge OrwellSchöne Neue WeltDigitalisierung

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Description

In E. M. Forsters einflussreicher dystopischer Erzählung Die Maschine (eng. The Machine stops, 1909) kontrolliert eine nebulöse Apparatur sämtliche Aspekte einer perfekten zukünftigen Gesellschaft. Tief unter der Erdoberfläche sind die Menschen, passiven Drohnen gleich, im Bienenstock der allumfassenden Maschine organisiert. Jegliches Erleben ist ausgeschaltet und durch technische Vermittlung ersetzt, der unmittelbare menschliche Kontakt ist zum abstoßenden Tabu geworden. Kuno, der Protagonist, versucht sich gegen den Status Quo aufzulehnen und ist auf der Suche nach der unvermittelten Welt jenseits der Kontrolle der Maschine.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Short Stories
Format
Hardback
Pages
72
Price
28.00 €

Posts

4
All
5

Die Kurzgeschichte fand ich faszinierend und erschreckend real.

5

In E. M. Forsters Zukunftsszenario aus dem Jahre 1909 lebt die Menschheit nicht mehr auf der Erdoberfläche, sondern unterirdisch. Die Oberfläche ist durch irgendwelche Katastrophen verseucht, zu sehen bekommen die Menschen sie nur in den seltenen Fällen, dass sie persönlich per Luftschiff von einem Ort an einen anderen Reisen müssen. Die Menschen leben einzeln in ihren kleinen Appartments, in denen sie von der Maschine mit allem Lebensnotwendigem versorgt werden. Während die Menschen kontinuierlich über die Maschine in Kontakt sind, ist persönlicher Kontakt ungewöhnlich. Daher ist Vashti nicht wenig überrascht, als ihr Sohn sie bittet, zu ihm zu kommen und von Angesicht zu Angesicht mit ihm zu sprechen. Es ist schon ein wenig unheimlich, was E. M. Forster da vor über 100 Jahren geschrieben hat. Ich kenne keine andere frühe Dystopie, die so viel voraussieht wie The Machine Stops. Es ist absolut vorstellbar, dass mit der Weiterentwicklung des Internets eine solche Entwicklung ihren Lauf nehmen könnte, schon jetzt haben wir häufig viel mehr Kontakt mit unseren Freunden über das Smartphone als persönlich. Introvertierte Menschen wie ich sehen darin erst einmal einen Vorteil, doch die Vorstellung, dass dies zur praktisch vollständigen räumlichen Isolation führt, ohne Kontakt zur Natur, ist auch für unsereins erschreckend und abstoßend. Hinzu kommt die Zerstörung der Natur, die in E. M. Forsters Zukunftsvision offenbar geschehen ist, was uns allen bekannt vorkommen sollte. Für Forsters Protagonistin Vashti ist das Leben, wie es früher war, absurd, ein Leben ohne die Maschine undenkbar. Doch ihr Sohn sehnt sich danach, die Erdoberfläche zu sehen, von der Maschine unabhängig zu werden. Er erkennt, welch katastrophalen Lauf die Geschichte der Menschheit genommen hat: „Cannot you see, cannot all you lecturers see, that it is we that are dying, and down here the only thing that really lives is the Machine?“ (Seite 33) Es geht soweit, dass die Maschine wie ein Gott verehrt wird. Doch dann gibt es erste Anzeichen, dass sie nicht mehr ganz rund läuft… E. M. Forsters Novelle gehört zu dem besten, was ich jemals an Science-Fiction gelesen habe. Eine unbedingte Empfehlung, erschreckend zeitgemäß und eine Warnung an uns alle. Meine Ausgabe enthält noch eine Kurzgeschichte von Forster, The Celestial Omnibus, auf die ich hier nicht im Detail eingehen möchte. Sie hat mir bei Weitem nicht so gut gefallen wie The Machine Stops, ist aber ebenfalls interessant und lesenswert.

4

E.M. Forster hat vor schlappen hundert Jahren in dieser Kurzgeschichte das Internet, Skype, und die "sozialen" Netzwerke der Marke Facebook etc. vorhergesehen. Inklusive der Folgen. Spoilerwarnung: Wir werden alle störben

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