Blick ins Buch

Romane

Die Leute von Privilege Hill

3,7(10)
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Über das Buch

Dass Jane Gardam hinreißende Romane schreibt, war eine der wunderbaren Entdeckungen der letzten Jahre. Nun gibt es einen weiteren Schatz zu heben, Gardams Erzählungen: Hetty, die Familienmutter, die bei der Begegnung mit ihrem ehemaligen Liebhaber in einen somnambulen Zustand gerät. Der verstummte chinesische Junge, der einen vom Himmel gestürzten Schwan rettet und zur Sprache zurückfindet. Sie alle berühren uns und entwickeln ein Eigenleben, das über den Kosmos der Geschichten hinausgeht. Und in jeder Erzählung steckt die Verheißung eines ganzen Romans!

Editionen (5)

ISBN9783957130976
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum22.09.17

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

3 Rezensionen

3,7

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  • 4,0

    Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.

    12. Feb. 2024

  • 4,0

    Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.

    16. Jan. 2023

  • dr_juergen
    dr_juergen

    11 Follower

    4,0

    Ich bin ja bekennender Jane Gardam-Fan und insofern war diese Kurzgeschichten-Sammlung ein Muss. Die bekannten Motive von Gardam - Kritik an der besseren Gesellschaft und der kolonialen Ordnung - finden sich durchgehend wieder, waren mir aber manchmal to much im Vordergrund. Es war wie ein Gewürz, das die Köchin auf jeden Gang streut. Manchmal passt es wunderbar, manchmal eher weniger. Einige der Geschichten waren grandios, absolute Meisterwerke der Erzählkunst, aber es gab auch eher mittelmäßige Geschichten, die für meinen Geschmack zu langweilig dahintrieben. Alles in allem: für Fans sicher eine Leseempfehlung, andere Interessent*innen sollten sich gern mit dem nachkolonialen Thema befassen wollen.

    20. Nov. 2022

Autorin / Autor

Über Jane Gardam

Jane Gardam, geboren 1928 in North Yorkshire, schrieb ihr erstes Buch, »A Long Way from Verona«, im Alter von vierzig Jahren und gewann damit den Phoenix Award. Als einzige Schriftstellerin wurde sie zweimal mit dem Whitbread/Costa Prize ausgezeichnet. Mit »God on the Rocks« war sie 1978 für den Booker Prize nominiert, mit »Old Filth« stand sie auf der Shortlist des Orange Prize, und mit »Last Friends« auf der Shortlist des Folio Prize 2013. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und lebt in East Kent.

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