Blick ins Buch

Romane

Die Leute von Privilege Hill

3,7(10)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

»Ich habe immer viel lieber Erzählungen geschrieben als Romane.« Jane Gardam

Die Briten sind schon ein bisschen speziell: So wie Hetty, eine Familienmutter, die bei der Begegnung mit ihrem ehemaligen Liebhaber in einen somnambulen Zustand verfällt. So wie Mrs Thessally, die zum Kardiologen geht, um die Ehe ihrer Tochter zu retten. Oder wie Aggie, die man niemals mit einem Buch in der Hand sieht, die aber nie eine Shakespeare-Aufführung verpasst. Nicht zu vergessen natürlich unsere alten Bekannten Feathers und Veneering aus der Old Filth-Trilogie, die gemeinsam zu einem Dinner eingeladen sind. Jane Gardams Figuren trinken Gin und tragen Tweed und sind dabei ganz wunderbar exzentrisch.

Inhalt:

- Henry, schlafend
- Lunch mit Ruth Sykes
- Die geheimen Briefe
- Ein schauriger Ort
- Letzte Ehre
- Der Schweinefahrer
- Jeder ein stolzer Reiter
- Steinbäume
- Ein unbekanntes Kind
- Die Rettung
- Die Dixiemädchen
- Schlangestehen
- Telegonie
- I In ein dunkles Haus gehen
- II Signor Settimo
- III Die scharfen Früchte von Cremona
- Der Junge, der zum Fahrrad wurde
- Seelenverwandte
- Die Leute von Privilege Hill

Editionen (5)

ISBN9783423147033
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum18.04.19
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

10 Bewertungen

3 Rezensionen

3,7

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  • 4,0

    Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.

    12. Feb. 2024

  • 4,0

    Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.

    16. Jan. 2023

  • dr_juergen
    dr_juergen

    11 Follower

    4,0

    Ich bin ja bekennender Jane Gardam-Fan und insofern war diese Kurzgeschichten-Sammlung ein Muss. Die bekannten Motive von Gardam - Kritik an der besseren Gesellschaft und der kolonialen Ordnung - finden sich durchgehend wieder, waren mir aber manchmal to much im Vordergrund. Es war wie ein Gewürz, das die Köchin auf jeden Gang streut. Manchmal passt es wunderbar, manchmal eher weniger. Einige der Geschichten waren grandios, absolute Meisterwerke der Erzählkunst, aber es gab auch eher mittelmäßige Geschichten, die für meinen Geschmack zu langweilig dahintrieben. Alles in allem: für Fans sicher eine Leseempfehlung, andere Interessent*innen sollten sich gern mit dem nachkolonialen Thema befassen wollen.

    20. Nov. 2022

Autorin / Autor

Über Jane Gardam

Jane Gardam, geboren 1928, ist eine bekannte englische Schriftstellerin und Kritikerin. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. als einzige Schriftstellerin zwei Mal mit dem Whitbread/Costa Award. Sie ist Fellow der Royal Society of Literature. Am 28. April 2025 verstarb sie im Alter von 96 Jahren.

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