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Wieder ein guter Iny Lorentz!
⭐ 4,5/5 "Die Ketzerbraut" von Iny Lorentz ist der erste alleinstehende Roman neben "Die Wanderhure", den ich von der Autorin gelesen habe. Habe ich anfangs doch etwas gebraucht, um reinzukommen, hat mich die Geschichte um die fromme, doch selbstbewusste Veva Leibert und ihre unfreiwillige Heirat mit dem hübschen, aber verrufenen Kaufmannssohn Ernst Rickinger schnell in ihren Bann gezogen. Lorentz zieht uns diesmal ins Bayern des 16. Jahrhunderts, wo zu Beginn dieses neuen Jahrhunderts Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel vor allem bei den Klerikern des katholischen Glaubens auf tiefste Abscheu stößt. Vor diesem Hintergrund bildet Lorentz die Geschichte um Veva und Ernst aus und schafft es nebenbei auch noch, kleine andere Nebengeschichten für ihre Charaktere zu weben, die unterhaltsam, erstaunlich und nicht zuletzt auch gefährlich mörderisch werden. Auch zeigt sie oft auf, dass Menschen sich immer ändern können, auch wenn sie früher möglicherweise kein so braves oder verantwortungsbewusstes Leben geführt haben. Wie immer ist der Schreibstil flüssig und gut lesbar und es hat Spaß gemacht, in diese Story des Spätmittelalters einzutauchen. Oft habe ich mich aufgeregt und geärgert und war wieder mal teilweise entsetzt, wie leichtfertig und selbstverständlich doch damals Gewalt angewendet wurde. Ich konnte mich aber genau so gut mit den Protagonisten freuen und gute Bindungen aufbauen, die mich dann durchs Buch begleitet haben. Ein guter historischer Roman, bei dem Martin Luther eine Gastrolle spielt, bei dem aber trotz den wilden geschichtlichen Ereignissen aus dieser Zeit nicht vergessen wird, dass der Leser unterhalten werden möchte. 😌

Jun 23, 2024
Wieder ein guter Iny Lorentz!
⭐ 4,5/5 "Die Ketzerbraut" von Iny Lorentz ist der erste alleinstehende Roman neben "Die Wanderhure", den ich von der Autorin gelesen habe. Habe ich anfangs doch etwas gebraucht, um reinzukommen, hat mich die Geschichte um die fromme, doch selbstbewusste Veva Leibert und ihre unfreiwillige Heirat mit dem hübschen, aber verrufenen Kaufmannssohn Ernst Rickinger schnell in ihren Bann gezogen. Lorentz zieht uns diesmal ins Bayern des 16. Jahrhunderts, wo zu Beginn dieses neuen Jahrhunderts Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel vor allem bei den Klerikern des katholischen Glaubens auf tiefste Abscheu stößt. Vor diesem Hintergrund bildet Lorentz die Geschichte um Veva und Ernst aus und schafft es nebenbei auch noch, kleine andere Nebengeschichten für ihre Charaktere zu weben, die unterhaltsam, erstaunlich und nicht zuletzt auch gefährlich mörderisch werden. Auch zeigt sie oft auf, dass Menschen sich immer ändern können, auch wenn sie früher möglicherweise kein so braves oder verantwortungsbewusstes Leben geführt haben. Wie immer ist der Schreibstil flüssig und gut lesbar und es hat Spaß gemacht, in diese Story des Spätmittelalters einzutauchen. Oft habe ich mich aufgeregt und geärgert und war wieder mal teilweise entsetzt, wie leichtfertig und selbstverständlich doch damals Gewalt angewendet wurde. Ich konnte mich aber genau so gut mit den Protagonisten freuen und gute Bindungen aufbauen, die mich dann durchs Buch begleitet haben. Ein guter historischer Roman, bei dem Martin Luther eine Gastrolle spielt, bei dem aber trotz den wilden geschichtlichen Ereignissen aus dieser Zeit nicht vergessen wird, dass der Leser unterhalten werden möchte. 😌
Jun 23, 2024







