Die Pestärztin
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Description
Sie lebt in einer dunklen Zeit. Sie ist ein Spielball des launischen Schicksals. Ein fesselnder Roman - prächtig und gefühlvoll.
Mainz 1348: Der schwarze Tod wütet in der Stadt, und eine junge Heilkundige nimmt den Kampf mit ihm auf: Lucia verfügt über außergewöhnliche medizinische Kenntnisse. Doch auf dem Höhepunkt der Epidemie verliert sie ihren wichtigsten Mitstreiter und den Mann, den sie liebt: den Pestarzt Clemens von Treist. Die Stimmung in der Stadt schlägt um, und Lucia muss nach Landshut fliehen. Dort holen sie die Schatten ihrer Herkunft ein ...
Die Autorin entführt uns als Sarah Lark ins ferne Neuseeland, als Ricarda Jordan zeigt sie uns das farbenprächtige Mittelalter.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
Book Information
Author Description
Ricarda Jordan ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin. Sie wurde 1958 in Bochum geboren, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft und promovierte. Sie lebt als freie Autorin in Spanien. Unter dem Autorennamen Sarah Lark schreibt sie mitreißende Neuseeland- und Karibikschmöker, die allesamt Bestseller sind und auch international ein großes Lesepublikum erfreuen. Als Ricarda Jordan entführt sie ihre Leser ins farbenprächtige Mittelalter.
Posts
Gut geschrieben, gegen Ende verliert die Geschichte aber ihren Reiz
Der erste Teil ist richtig gut. Er beschreibt sehr detailiert wie Lucia aufwächst und wie sie zur Pestärztin wird. Die darin enthaltenen geschichtlichen Aspekte der Pest finde ich gut dargestellt. Mit dem heutigen Wissen über Gesundheit und Krankheit stellt es mir die Haare auf wenn ich darüber lese, wie dazumal versucht wurde, die Pest zu behandeln. Trotzdem finde ich, dass gut beschrieben wurde, wie sie es versucht haben. Ab dem zweiten Teil verliert die Geschichte leider etwas von ihrem Reiz. Es ist schön Lucia weiter zu begleiten. Leider rückt jedoch das ganze Thema um ihre berufliche Entwicklung sehr in den Hintergrund und die Geschichte entwickelt sich zum klassischen Freud und Leid und Happy End Roman. Das Leben unter den Juden wurde im zweiten schön dargestellt, die Aufsässigkeit von Lucia gefällt mir, auch wenn ich sie teilweise etwas naiv finde. Der dritte Teil ist zwar immer noch gut geschrieben, für mich aber doch etwas weit hergeholt und absehbar. Auch wenn es unerwartete Wendungen gibt, hat die Geschichte hier ihren Charm verloren. Der Schreibstil und die Chrakterie haben mir aber über die ganze Geschichte gut gefallen.
Dieses Buch hat mir zunächst gut gefallen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Kindheit des Findelkindes Lucia im Mainz des 14. Jahrhunderts und ihrer Ausbildung. Im zweiten Teil geht es gemäß dem Titel des Buchs um ihre Tätigkeit als Pestärztin. Diese beiden Teile sind sehr spannend und interessant. Dann kommt es jedoch zu einem Bruch, der einfach zu groß ist. Ab dem 3. Teil spielt die Pest praktisch keine Rolle mehr, sodass der Titel des Buchs schlicht irreführend ist. Auch die medizinischen Kenntnisse von Lucia geraten in den Hintergrund. Zudem sind einige Handlungsweisen der vom Schicksal gebeutelten Lucia vielleicht nachvollziehbar, für meine Begriffe jedoch unentschuldbar. Meine Sympathie für die Hauptfigur war danach stark eingeschränkt. Der Bruch zu den ersten beiden Teilen betrifft auch die Glaubwürdigkeit und das Niveau der Handlungsabläufe, beides nimmt immer mehr ab. Gegen Ende entwickelt sich die Geschichte derart unglaubwürdig und kitschig, dass ich mich nur noch geärgert habe und mit dem Buch fertig werden wollte. Außerdem war ich sehr enttäuscht, dass die Pest bzw. der Schwarze Tod nicht weiter thematisiert wurde. Ich interessiere mich sehr für diese schrecklichen Epidemien des 14. und 17. Jahrhunderts und hätte mir gewünscht, dass Lucia wirklich auch weiterhin als Pestärztin tätig ist. Die Frau kann schreiben, das beweist sie in den ersten beiden Teilen des Buchs, aber ihre Geschichten sollte sie sorgfältiger ausarbeiten und weniger kitschig und unglaubwürdig gestalten.
Hinter einem Hurenhaus in einer regnerischen Nacht von einer jüdischen Hebamme zur Welt gebracht, hat Lucia nicht unbedingt, dass was man einen guten Start nennt. Doch dann wird sie Ziehtochter eines reichen jüdischen Kaufmanns, dessen maurische Haushälterin das wissbegierige Kind unter ihre Fittiche nimmt und ihr die Lehren des orientalischen Arztes Ibn Sina näher bringt. Für ihr weiteres Leben stellt es sich als praktisch heraus über medizinisches Wissen zu verfügen, insbesondere als die Pest in Mainz wütet. Sie kann die Weisheiten des Ibn Sina an den Totkranken erproben und zeitigt sogar Heilerfolge. Als jedoch der Mob das Judenviertel stürmt und ihr Pesthaus, dabei in Flammen aufgeht, muss sie fliehen. Heimat- und mittellos geht sie nach Bayern wo sie aufgrund einer Verwechslung wieder in einem jüdischen Haushalt landet, aber das Glück ist nur von kurzer Dauer. Nachdem ich viele Krimis gelesen hatte, war ein historischer Mittelalterroman genau die richtige Abwechslung. Zumal Ricarda Jordan so spannend schreibt, dass ich förmlich durch die Seiten flog. Ich mochte vor allem die Hauptfigur Lucia richtig gern. Sie ist wissbegierig, sprachgewandt und medizinisch interessiert. Durch sie lernte ich den Alltag jüdischer Familien, Bürgersfamilien und Adeligen im Mittelalter besser zu verstehen. Als gebildete Frau ist sie ihrer Zeit weit voraus und legt eher ein aufklärerisches Weltbild an den Tag. Was zu der Zeit natürlich gefährlich ist, da manch anderer schon für weniger auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Lucia muss erkennen, dass auch sie erst durch eine Ehe an Freiheit gewinnt, dabei hat sie noch den Vorteil aus Liebe geheiratet zu haben. Natürlich waren einige Wendungen doch arg vorhersehbar und einige Dinge gingen für meinen Geschmack zu glimpflich, fast schon zu glatt über die Bühne, dennoch fand ich dass die Autorin gute Recherchearbeit abgeliefert hat. Auch wenn man das hin und wieder nicht unbedingt in belehrende Sätze hätte packen müssen, sondern es ein bisschen geschickter einfließen lassen können. Alles in allem war es ein toller Roman und ich bin Lucia gern gefolgt, egal wohin der Weg sie führte. Meinen Ausflug ins Mittelalter habe ich jedenfalls sehr genossen und ich werde bestimmt zum Wiederholungsleser was die Autorin betrifft.
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Sie lebt in einer dunklen Zeit. Sie ist ein Spielball des launischen Schicksals. Ein fesselnder Roman - prächtig und gefühlvoll.
Mainz 1348: Der schwarze Tod wütet in der Stadt, und eine junge Heilkundige nimmt den Kampf mit ihm auf: Lucia verfügt über außergewöhnliche medizinische Kenntnisse. Doch auf dem Höhepunkt der Epidemie verliert sie ihren wichtigsten Mitstreiter und den Mann, den sie liebt: den Pestarzt Clemens von Treist. Die Stimmung in der Stadt schlägt um, und Lucia muss nach Landshut fliehen. Dort holen sie die Schatten ihrer Herkunft ein ...
Die Autorin entführt uns als Sarah Lark ins ferne Neuseeland, als Ricarda Jordan zeigt sie uns das farbenprächtige Mittelalter.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
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Ricarda Jordan ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin. Sie wurde 1958 in Bochum geboren, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft und promovierte. Sie lebt als freie Autorin in Spanien. Unter dem Autorennamen Sarah Lark schreibt sie mitreißende Neuseeland- und Karibikschmöker, die allesamt Bestseller sind und auch international ein großes Lesepublikum erfreuen. Als Ricarda Jordan entführt sie ihre Leser ins farbenprächtige Mittelalter.
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Gut geschrieben, gegen Ende verliert die Geschichte aber ihren Reiz
Der erste Teil ist richtig gut. Er beschreibt sehr detailiert wie Lucia aufwächst und wie sie zur Pestärztin wird. Die darin enthaltenen geschichtlichen Aspekte der Pest finde ich gut dargestellt. Mit dem heutigen Wissen über Gesundheit und Krankheit stellt es mir die Haare auf wenn ich darüber lese, wie dazumal versucht wurde, die Pest zu behandeln. Trotzdem finde ich, dass gut beschrieben wurde, wie sie es versucht haben. Ab dem zweiten Teil verliert die Geschichte leider etwas von ihrem Reiz. Es ist schön Lucia weiter zu begleiten. Leider rückt jedoch das ganze Thema um ihre berufliche Entwicklung sehr in den Hintergrund und die Geschichte entwickelt sich zum klassischen Freud und Leid und Happy End Roman. Das Leben unter den Juden wurde im zweiten schön dargestellt, die Aufsässigkeit von Lucia gefällt mir, auch wenn ich sie teilweise etwas naiv finde. Der dritte Teil ist zwar immer noch gut geschrieben, für mich aber doch etwas weit hergeholt und absehbar. Auch wenn es unerwartete Wendungen gibt, hat die Geschichte hier ihren Charm verloren. Der Schreibstil und die Chrakterie haben mir aber über die ganze Geschichte gut gefallen.
Dieses Buch hat mir zunächst gut gefallen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Kindheit des Findelkindes Lucia im Mainz des 14. Jahrhunderts und ihrer Ausbildung. Im zweiten Teil geht es gemäß dem Titel des Buchs um ihre Tätigkeit als Pestärztin. Diese beiden Teile sind sehr spannend und interessant. Dann kommt es jedoch zu einem Bruch, der einfach zu groß ist. Ab dem 3. Teil spielt die Pest praktisch keine Rolle mehr, sodass der Titel des Buchs schlicht irreführend ist. Auch die medizinischen Kenntnisse von Lucia geraten in den Hintergrund. Zudem sind einige Handlungsweisen der vom Schicksal gebeutelten Lucia vielleicht nachvollziehbar, für meine Begriffe jedoch unentschuldbar. Meine Sympathie für die Hauptfigur war danach stark eingeschränkt. Der Bruch zu den ersten beiden Teilen betrifft auch die Glaubwürdigkeit und das Niveau der Handlungsabläufe, beides nimmt immer mehr ab. Gegen Ende entwickelt sich die Geschichte derart unglaubwürdig und kitschig, dass ich mich nur noch geärgert habe und mit dem Buch fertig werden wollte. Außerdem war ich sehr enttäuscht, dass die Pest bzw. der Schwarze Tod nicht weiter thematisiert wurde. Ich interessiere mich sehr für diese schrecklichen Epidemien des 14. und 17. Jahrhunderts und hätte mir gewünscht, dass Lucia wirklich auch weiterhin als Pestärztin tätig ist. Die Frau kann schreiben, das beweist sie in den ersten beiden Teilen des Buchs, aber ihre Geschichten sollte sie sorgfältiger ausarbeiten und weniger kitschig und unglaubwürdig gestalten.
Hinter einem Hurenhaus in einer regnerischen Nacht von einer jüdischen Hebamme zur Welt gebracht, hat Lucia nicht unbedingt, dass was man einen guten Start nennt. Doch dann wird sie Ziehtochter eines reichen jüdischen Kaufmanns, dessen maurische Haushälterin das wissbegierige Kind unter ihre Fittiche nimmt und ihr die Lehren des orientalischen Arztes Ibn Sina näher bringt. Für ihr weiteres Leben stellt es sich als praktisch heraus über medizinisches Wissen zu verfügen, insbesondere als die Pest in Mainz wütet. Sie kann die Weisheiten des Ibn Sina an den Totkranken erproben und zeitigt sogar Heilerfolge. Als jedoch der Mob das Judenviertel stürmt und ihr Pesthaus, dabei in Flammen aufgeht, muss sie fliehen. Heimat- und mittellos geht sie nach Bayern wo sie aufgrund einer Verwechslung wieder in einem jüdischen Haushalt landet, aber das Glück ist nur von kurzer Dauer. Nachdem ich viele Krimis gelesen hatte, war ein historischer Mittelalterroman genau die richtige Abwechslung. Zumal Ricarda Jordan so spannend schreibt, dass ich förmlich durch die Seiten flog. Ich mochte vor allem die Hauptfigur Lucia richtig gern. Sie ist wissbegierig, sprachgewandt und medizinisch interessiert. Durch sie lernte ich den Alltag jüdischer Familien, Bürgersfamilien und Adeligen im Mittelalter besser zu verstehen. Als gebildete Frau ist sie ihrer Zeit weit voraus und legt eher ein aufklärerisches Weltbild an den Tag. Was zu der Zeit natürlich gefährlich ist, da manch anderer schon für weniger auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Lucia muss erkennen, dass auch sie erst durch eine Ehe an Freiheit gewinnt, dabei hat sie noch den Vorteil aus Liebe geheiratet zu haben. Natürlich waren einige Wendungen doch arg vorhersehbar und einige Dinge gingen für meinen Geschmack zu glimpflich, fast schon zu glatt über die Bühne, dennoch fand ich dass die Autorin gute Recherchearbeit abgeliefert hat. Auch wenn man das hin und wieder nicht unbedingt in belehrende Sätze hätte packen müssen, sondern es ein bisschen geschickter einfließen lassen können. Alles in allem war es ein toller Roman und ich bin Lucia gern gefolgt, egal wohin der Weg sie führte. Meinen Ausflug ins Mittelalter habe ich jedenfalls sehr genossen und ich werde bestimmt zum Wiederholungsleser was die Autorin betrifft.








