Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe (Hafenärztin 3)
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Description
Die Bestsellerautorin Henrike Engel mit dem neuen großen Roman über vergangene Zeiten und unbekannte Welten am Hamburger Hafen
Hamburger Hafen, 1911: Anne Fitzpatrick behandelt in ihrer Arztpraxis am Hafen immer häufiger chinesische Frauen, die in den Kolonien als Arbeitskräfte angeworben wurden. Als eine der Frauen vor Annes Augen stirbt, schwört die Hafenärztin, die Verantwortlichen zu finden. Zusammen mit Kommissar Berthold Rheydt fängt sie an, im Chinesenviertel auf Sankt Pauli nachzuforschen. Der Kommissar glaubt, die mörderische Handschrift eines Erzfeindes zu erkennen. Sein Herz jedoch ist nicht ganz bei der Sache – er hat Helene Curtius seine Liebe erklärt. Doch auch Helene kämpft an mehreren Fronten um das Heil misshandelter Frauen. Während Anne sich zunehmend in große Gefahr begibt, macht Rheydt einen Schritt, der sein Leben und das von Helene für immer verändert.
Lassen Sie den Alltag hinter sich und tauchen Sie ein in die Kaiserzeit Hamburgs und in das Leben einer außergewöhnlichen Frau.
*Einzigartige Ausstattung mit besonderer Goldprägung*
Das große Lesevergnügen geht weiter:
Band 1: Die Hafenärztin. Ein Leben für Freiheit der Frauen, Januar 2022
Band 2: Die Hafenärztin. Ein Leben für das Lachen der Kinder, Mai 2022
Band 3: Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe, November 2022
Band 4: Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen, Dezember 2023
Book Information
Author Description
Henrike Engel pendelte in ihrem Leben ständig zwischen Berlin und München, mit beiden Städten verbindet sie eine komplizierte Liebesbeziehung. Eines aber ist konstant geblieben: ihre Liebe zu Hamburg! Manche Träume jedoch müssen unerfüllt bleiben, und so hat die ehemalige Drehbuchautorin nicht ihren Wohnort in die Hafenstadt verlegt, sondern träumt sich lieber schreibend dorthin.
Posts
Ärztin Anne ist zurück in Hamburg und schon schlittert sie in den nächsten Mordfall. In einem Bordell im Chinesenviertel wird eine chinesische Prostituierte brutal ermordet. Kann es sein, dass der Hafenmörder zurück ist? Zusammen nit Kommisar Rheyd und Helene werden die Ermittlungen aufgegriffen. Band 3 der Reihe um die Ärztin Anne hat mir bis jetzt am besten gefallen. Das liegt aber auch mit daran, dass Helene und auch Anne in diesem Band nahbarer sind.
Eine tolle Reihe, die mich immer wieder von Neuem fesselt!
Anne kämpft weiter für die Rechte der Schutzlosen Hamburg, 1911: Anne Fitzgerald kehrt nach einer Reise nach London und einer anschließenden Kur im Engadin wieder nach Hamburg zurück. Sie hat sich in der Zwischenzeit, mithilfe ihres Vaters, um den Haftbefehl in London und die Vorwürfe zu den illegalen Abtreibungen gekümmert und kann endlich wieder ihren richtigen Namen, Anne van der Zwaan tragen. Froh, sich wieder frei bewegen zu können, will sie auch weiterhin den Schutzlosen und Armen in Hamburg zur Seite stehen und für deren Gesundheit Sorge tragen. Dazu gehört auch der Besuch eines Bordells in der Schmuckstraße. Diese Straße wird beinahe ausschließlich von Chinesen bewohnt und Anne fällt auf, wenn sie dort nach den Prostituierten sieht, dennoch tut sie es regelmäßig. Allerdings wird sie dieses Mal Zeugin eines Mordes und kümmert sich sofort um eine polizeiliche Verfolgung des Täters. Und schon ist Anne wieder mittendrin... Henrike Engel gelingt es in dieser Reihe rund um die Ärztin Anne van der Zwaan, immer wieder neue geschichtliche Fakten als Hauptthema auszuwählen, sodass jeder Band wieder spannend und fesselnd ist und es zu keiner Langeweile oder Wiederholung kommen kann. Die Sprache der Autorin liest sich einfach und flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Handlung ist durchgehend interessant und fesselt den Leser. Obwohl es sich um eine Reihe handelt, können die Teile auch einzeln gelesen werden, da wichtige Informationen in die Erzählung eingebunden werden. Ich war schon nach dem ersten Teil der Reihe total begeistert, aber nun nach dem dritten Teil kann ich gar nicht genug bekommen und hoffe sehr, dass es noch weitere Teile geben wird. Sämtliche Protagonisten, wie Kommissar Rheydt, Helene Curtius und Anne van der Zwaan sind sehr sympathisch und durch ihre sehr gut ausgearbeiteten Charaktere auch sehr realistische Persönlichkeiten. Einfach eine rundum gelungene Reihe, die ich allen Fans von historischen Kriminalromanen nur empfehlen kann!

Hat mich wieder begeistert
Auch der dritte Band hat mich von Anfang an abgeholt und mich ins das Hamburg der 1910er Jahre entführt. Dieses Mal wird das Reich der Mitte, China, thematisiert und wie die Chinesen damals in der Hafenstadt gelebt haben. Bandenkriminalität, Wirtschaftsspionage und Mord kommen auch hier nicht zu kurz, jedoch sind die Themen sehr geschickt eingebaut und man gleitet geradezu durch die Geschichte. Gut gefallen haben mir auch wieder die Beschreibungen des Alltags, der Abläufe und ein ums andere Mal musste ich sehr schmunzeln. Wieder wunderbar recherchiert, es hat mir beim Lesen viel Freude bereitet. Lose Ende werden geschlossen, neue aufgebaut, sodass die Lust am nächsten Band definitiv da ist.
Auch im dritten Teil wirds nie langweilig mit Anne, Helene und Berthold. Allerdings fiel mir der Einstieg etwas schwer. Es hat einige Zeit gedauert bis ich im Buch drin war, aber war's super spannend. Überraschende Wendungen, tolle Geschichten, die sich mal mehr, mal weniger aufgelöst haben. Sagen wir mal so, im vierten Teil gibt's noch so manche offene Fragen zu klären. Was mir aber nicht so gut gefiel, waren gewisse Handlungsstränge, auf die zwei Bücher hingearbeitet wurde und die dann so hoppla die hopp aufgelöst wurden. Das ging mir persönlich einfach zu schnell. Aber ansonsten wieder ein toller Teil und ich bin jetzt schon gespannt, was im vierten Teil noch so passiert und wie die offenen Fragen gelöst werden
Konnte mit Band 1 mithalten
Ich habe die ersten drei Bände der Serie um die Hafenärztin in einem Sammelband gelesen. Anne musste aus London in ihre Heimatstadt Hamburg unter falschem Nachnamen fliehen und wurde dort als Hafenärztin tätig. Sie tritt für die Rechte der Frauen ein und kümmert sich um die Versorgung von armen, benachteiligten Frauen. Dabei lernt sie Helene kennen, eine junge Frau, die dabei ist sich zu finden und gegen ihre strengen und konservativen Eltern aufzulehnen. Das Kennenlernen findet nicht unbedingt unter besten Bedingungen statt, denn Helene hatte gerade eine Frauenleiche am Hafen entdeckt. Die Serie startet im Jahr 1910. Es gibt viele Bücher oder Serien mit ähnlichen Titeln, die sich damit beschäftigen, dass Frauen in dieser Zeit um ihre Rechte kämpfen, unabhängig sein und einen Beruf erlernen möchten. Diese Serie hebt sich meiner Meinung nach etwas von diesen ab, da es sich noch dazu um Krimis handelt. In allen drei Bänden werden die beiden Frauen in Kriminalfälle verstrickt und sind maßgeblich an deren Lösung beteiligt. So begleiten wir auch den Kommissar Berthold bei seinen Ermittlungen. Neben den Ermittlungen, und den Thematiken rund um den beginnenden Feminismus, dreht sich auch vieles um das Privatleben der Protagonisten - zwischenmenschliche Beziehungen aller Art werden beleuchtet und sehr realistisch dargestellt. So werden auch die handelnden Figuren beschrieben - ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Der erste Band hat mich sehr überzeugt, ebenso der dritte Band. Der zweite Band hat mir auch gefallen, war aber vergleichsweise etwa schwächer. Nach diesen ersten drei Bänden ist die Serie noch nicht beendet. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, obwohl ich sagen muss, dass der dritte Band auch ein schöner Abschluss gewesen wäre. Daher hoffe ich, dass die Fortsetzung noch mithalten kann.
Mich hat auch der dritte Band der wieder sehr gut unterhalten. Ich ziehe lediglich einen halben Punkt dafür ab, dass Henrike Engel viel aus den ersten beiden Büchern wiederholt und ich nicht zwingend hätte wissen müssen, wie es u.a. mit der Lilith-Bande weitergeht.
Die Spur des Geldes Die Ärztin Anne Fitzpatrick hat sich in London ihrer Vergangenheit gestellt und praktiziert jetzt in Hamburg unter ihrem richtigen Namen, aber noch immer kümmert sie sich vor allem um Kinder und Frauen, die kaum Rechte haben. Sie untersucht auch regelmäßig die chinesischen Prostituierten in der „Schmuckstraße“. Als bei ihrem Besuch in einem der Bordelle im Nebenzimmer ein junges Mädchen brutal ermordet wird und die Sache vertuscht werden soll, regt sich ihr Widerspruchsgeist. Sie gibt Kommissar Berthold Rheydt Bescheid und dieser nimmt von ihr unterstützt die Ermittlungen auf. Damit bringt Anne nicht nur die Chinesinnen, sondern auch sich selbst in Lebensgefahr. Sie hat ihren Gegenspieler unterschätzt: „Du willst immer mehr wissen, als gut für dich ist.“ (S. 396) Kommissar Berthold Rheydt hat mit mehreren Problemen zu kämpfen. Neben der Vermutung, dass es sich bei dem Täter um den damals entwischten Hafenschlächter handelt, hat er bei seinen Ermittlungen mit Verständigungsschwierigkeiten zu kämpfen und muss seinen Vorgesetzten als kommissarischer Leiter der Abteilung vertreten, dabei ist er ein Mann der Straße und nicht des Papierkrams. Außerdem hat er sich in die unkonventionelle Helene Curtis verliebt, traut sich aber nach seiner ersten traumatischen Ehe nicht in eine neue Beziehung. „Sie sind eine wundervolle Frau, Helene. Sie haben etwas Besseres verdient als mich.“ (S. 35) Doch da kennt er Helene schlecht. Sie will ihn als Ehemann und ist dafür sogar bereit, auf die mühsam erkämpfte Stelle als Lehrerin zu verzichten. „Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe“ ist leider der Abschluss der Trilogie um Anne, Helene und Berthold, dabei könnte man ihre Geschichte sicher noch weiterschreiben. Diesmal spielt die Handlung hauptsächlich im chinesischen Viertel und dreht sich um Zwangsprostitution bzw. Zwangsarbeit, Bandenkriminalität und das Drogenmilieu. Ein unbekannter Händler versucht den Markt mit besonders reinem Heroin zu überschwemmen, um damit seine Konkurrenten auszuschalten und neue Kunden zu gewinnen. Kommissar Rheydt wird schnell klar, dass er der Spur des Geldes folgen muss, wenn er den Fall aufklären will. Henrike Engel schreibt extrem fesselnd und kurzweilig, ich konnte das Buch wieder kaum aus der Hand legen. Die Schilderungen der damals sehr exotisch wirkenden Schmuckstraße, die einen ganz eigenen Kosmos bildete, und die Beziehungen der verschiedenen Geschäfte untereinander haben mir sehr gut gefallen. Vom ersten Band an liegt ihr Augenmerk auf der Entwicklung der Figuren. Anne kommt aus einem sehr gutsituierten Elternhaus, das ihr das Medizinstudium ermöglicht hat und jetzt nicht mit ihrem Engagement für die Ärmsten der Armen einverstanden ist. Außerdem hat sie Hinweise, dass ihr Vater, zu dem sie immer aufgeschaut hat, in unlautere Geschäfte verwickelt ist und steckt deswegen in einer echten Zwickmühle. Helenes hat sich von der sittenstrengen Pastorentochter zur überzeugten Frauenrechtlerin entwickelt, die selbstständig leben und arbeiten und darum Lehrerin werden wollte. Doch dann hat sie sich in Kommissar Rheydt verliebt und hofft auf eine Beziehung auf Augenhöhe. Besonders gefallen hat mir, wie sie sich für ihre Freundin Pauline eingesetzt hat und dass ihre Mutter ihr jetzt nacheifert und sich immer mehr von ihrem Mann emanzipiert. Berthold Rheydt ist ein Mann der Moderne. Um seine Fälle aufzuklären, greift er auf neueste Methoden zurück, bindet externe Spezialisten wie das Apothekerehepaar ein und ermittelt oft unter Einsatz seines Lebens. Privat kämpft er gegen die Geister seiner Vergangenheit, fühlt sich für den Tod seiner ersten Frau und ihres gemeinsamen Sohnes verantwortlich. Kann ihn Helene von einer neuen Beziehung überzeugen? Mich hat auch der dritte Band der wieder sehr gut unterhalten. Ich ziehe lediglich einen halben Punkt dafür ab, dass Henrike Engel viel aus den ersten beiden Büchern wiederholt und ich nicht zwingend hätte wissen müssen, wie es u.a. mit der Lilith-Bande weitergeht.

Wieder ein mitreißender Band!
Auch Band 3 konnte mich wieder überzeugen. In dem Band hängt viel mit den Vorgängern zusammen und es wird viel darüber berichtet, was den Protagonisten in den vergangenen Monaten geschehen ist. Dennoch erfährt man wieder viel neues und erlebt ein Abenteuer, welches einen mitfiebern lässt. Ich freue mich schon auf den 4. Band, welcher leider erst Ende November erscheint 😫
Liebe und Gerechtigkeit
Nun habe ich auch den dritten Teil der Hafenärztin beendet und kann sagen das ich mit der Triologie sehr zufrieden bin. Es ist keine Reihe die ich hintereinander weglesen würde, da der Aufbau der Bücher recht ähnlich ist, aber mit einem kleinen Abstand dazwischen die perfekte Lektüre. Ich mochte alle Protagonisten darin sehr, am liebsten allerdings Helene. Da passierte viel innerhalb ihrer Entwicklung und das war schön zu lesen. Im dritten Teil fand ich gab es recht wenig Interaktion mit Anne auf der einen und Helene und Berthold auf der anderen Seite. Das war aber okay, da es die beiden Handlungsstränge spannender machte und der Zusammenhang trotzdem gegeben war. Die drei kämpfen in diesem Band nicht nur für die Liebe, sondern auch wieder für die Armen und ungerecht behandelten der Gesellschaft. Es dreht sich viel um das Chinesen Viertel in der Schmuckstrasse, Drogen, Prostitution und Menschenhandel. Helene hat noch ein wachsames Auge auf ihre nun verheiratete Freundin Pauline und das ist auch gut so. Schöne Buchreihe, gutes Ende, Leseempfehlung geht hiermit raus.
Eine Handlung mit starken Protagonisten im historischen Hamburg
Der dritte Teil der „Hafenärztin-Reihe“ von Henrieke Engel lässt sich hervorragend auch unabhängig von den ersten beiden Bänden lesen. Wer allerdings tiefer in die Thematik einsteigen und Näheres über unsere drei Protagonisten erfahren möchte, der sollte unbedingt die Vorgänger Teile lesen. Mich hat die neue Handlung rund um Anne, Helene und Berthold noch besser als Teil zwei gefallen. Vor allem Helene beeindruckt mich immer wieder, da sie die größte Entwicklung aufzeigt. Alle drei sind bodenständig, ehrgeizig und kämpferisch. Jeder kämpft für sich und doch irgendwie gemeinsam für seine Rechte und setzt sich für seine Interessen ein. Diesmal rückt Annes Familie in den Vordergrund und auch der Hafenmörder tritt wieder auf. Henrieke Engel überzeugte mich erneut von ihrer tiefgreifenden, intensiven und detaillierten Recherche. Darüber hinaus ist auch der Schreibstil wie gewohnt flüssig, klassisch und von etwas Spannung gekennzeichnet.
Das ist nun schon der 3.Band, bei dem die mutige Ärztin Anne Fitzpatrick darum kämpft, unterdrückten Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen und sie ärztlich zu versorgen und aufzuklären. Keine leichte Aufgabe, denn sie gerät schnell in eine Spirale aus Menschen- und Drogenhandel, was so weit durch Hamburg vernetzt und schwer zu durchschauen und aufzuklären ist, dass sie und Kommissar Berthold Rheydt selbst in Gefahr geraten. Zusätzlich erschwert wird es auch, weil die Sprachbarriere im Chinesenviertel fast unüberwindbar scheint, gerade die Frauen dort extreme Angst haben und deshalb sehr verschwiegen sind. Doch ein Mord und das Verschwinden mehrerer Frauen starten den Wettkampf gegen die Zeit, denn der Mord trägt die Handschrift des berühmt berüchtigten Hafenmörders und dieser ist ein Psychopath. Annes Freundin Helene Curtius, inzwischen eine erwachsene Frau, steht vor der Frage, ihrem Herzen zu folgen oder Lehrerin und unter den gegebenen Umständen unverheiratet zu bleiben. Auch sie gerät unversehens in einige schwierige Situationen, denn nicht nur in ihrer Familie verändert sich einiges, sie erlebt in ihrem Freundeskreis einige Vorfälle von häuslicher Gewalt und schwerer Misshandlungen. Obwohl das alles nach sehr viel Action und Gefahr klingt, hat mir die gewisse Spannung durchweg gefehlt. Es gibt eine ganze Reihe von Ermittlungen, die teilweise sehr langatmig und durch die vielen unterschiedlichen Namen auch etwas verwirrend sind, zusätzlich gibt es eine Reihe an Wiederholungen, die man ruhig hätte kürzen können und damit evtl. den Spannungsbogen besser gehalten hätten. Bis auf Helenes Mutter, die eine erstaunliche Wendung durchlebt und mir in diesem Teil endlich als selbstbewusste Person auftritt fand ich die anderen Charaktere sehr blass und trocken, ebenso wie die Handlung selbst. Dadurch wirkte das Buch sehr zäh und selbst in einigen romantischen Szenen hatte man nicht das Gefühl, als wenn das alles etwas auflockert, sondern wie eine trockene Abhandlung. Sowohl Annes als auch Helenes Liebesleben konnte ich gefühlsmäßig nichts abgewinnen, obwohl ich beide Frauen total sympathisch und hilfsbereit finde. Und es lag noch nicht mal an der Epoche. Das Ende blieb dementsprechend auch etwas unbefriedigend, was sich erst in die Länge zog, erfolgte am Ende alles sehr abrupt und abgehackt. Schade, denn sowohl Cover als auch Titel klangen wieder sehr vielversprechend, allerdings empfand ich diesen Teil als bisher schwächsten, allerdings habe ich gesehen, dass es wohl noch einen 4.Teil November 23 geben wird, denn so ganz konnte ich nicht glauben, dass das jetzt schon alles gewesen sein soll.
Das ist nun schon der 3.Band, bei dem die mutige Ärztin Anne Fitzpatrick darum kämpft, unterdrückten Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen und sie ärztlich zu versorgen und aufzuklären. Keine leichte Aufgabe, denn sie gerät schnell in eine Spirale aus Menschen- und Drogenhandel, was so weit durch Hamburg vernetzt und schwer zu durchschauen und aufzuklären ist, dass sie und Kommissar Berthold Rheydt selbst in Gefahr geraten. Zusätzlich erschwert wird es auch, weil die Sprachbarriere im Chinesenviertel fast unüberwindbar scheint, gerade die Frauen dort extreme Angst haben und deshalb sehr verschwiegen sind. Doch ein Mord und das Verschwinden mehrerer Frauen starten den Wettkampf gegen die Zeit, denn der Mord trägt die Handschrift des berühmt berüchtigten Hafenmörders und dieser ist ein Psychopath. Annes Freundin Helene Curtius, inzwischen eine erwachsene Frau, steht vor der Frage, ihrem Herzen zu folgen oder Lehrerin und unter den gegebenen Umständen unverheiratet zu bleiben. Auch sie gerät unversehens in einige schwierige Situationen, denn nicht nur in ihrer Familie verändert sich einiges, sie erlebt in ihrem Freundeskreis einige Vorfälle von häuslicher Gewalt und schwerer Misshandlungen. Obwohl das alles nach sehr viel Action und Gefahr klingt, hat mir die gewisse Spannung durchweg gefehlt. Es gibt eine ganze Reihe von Ermittlungen, die teilweise sehr langatmig und durch die vielen unterschiedlichen Namen auch etwas verwirrend sind, zusätzlich gibt es eine Reihe an Wiederholungen, die man ruhig hätte kürzen können und damit evtl. den Spannungsbogen besser gehalten hätten. Bis auf Helenes Mutter, die eine erstaunliche Wendung durchlebt und mir in diesem Teil endlich als selbstbewusste Person auftritt fand ich die anderen Charaktere sehr blass und trocken, ebenso wie die Handlung selbst. Dadurch wirkte das Buch sehr zäh und selbst in einigen romantischen Szenen hatte man nicht das Gefühl, als wenn das alles etwas auflockert, sondern wie eine trockene Abhandlung. Sowohl Annes als auch Helenes Liebesleben konnte ich gefühlsmäßig nichts abgewinnen, obwohl ich beide Frauen total sympathisch und hilfsbereit finde. Und es lag noch nicht mal an der Epoche. Das Ende blieb dementsprechend auch etwas unbefriedigend, was sich erst in die Länge zog, erfolgte am Ende alles sehr abrupt und abgehackt. Schade, denn sowohl Cover als auch Titel klangen wieder sehr vielversprechend, allerdings empfand ich diesen Teil als bisher schwächsten, allerdings habe ich gesehen, dass es wohl noch einen 4.Teil November 23 geben wird, denn so ganz konnte ich nicht glauben, dass das jetzt schon alles gewesen sein soll.
„Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ ist der mittlerweile dritte Band von Henrike Engels Saga. Je weitere die Reihe voranschreitet, desto unpassender finde ich den Titel „Die Hafenärztin“. Ärztin Anne, Lehrerinnenanwärterin Helene und Kommissar Berthold Rheydt sind drei gleichberechtigte Charaktere, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird. Die Protagonisten wachsen einem definitiv mit jedem Band mehr ans Herz. Ich weiß noch, wie ich Bertholds Kapitel zu Beginn der Serie als langweilig empfand. Mittlerweile ist insbesondere sein Handlungsstrang spannend, was sicherlich auch daran liegt, dass er für sein Hobby Fußball kaum noch Zeit hat. Wenn er nicht gerade Verbrecher jagt, kreisen seine Gedanken um Helene. Eine Liebesbeziehung, die ich in Band 1 nicht habe kommen sehen, die mir aber sehr gut gefällt. Die romantischen Szenen tragen zur Kurzweiligkeit des Romans bei. Berthold und Helene sind ein tolles, fortschrittliches Paar, dass einander mit dem größten Respekt begegnet. Etwas separiert ist Annes Handlungsstrang. Obwohl sie in die Mordfälle sehr stark involviert ist, hat sie mit Berthold und Helene nur noch wenig Kontakt und ist eher als Einzelkämpferin unterwegs. Nachdem Fund eines Mordopfers begibt sie sich selbst auf Spurensuche und ermittelt auf eigene Faust. Es ist klar, dass sie dabei in Gefahr gerät. Mir hat gut gefallen, dass an die losen Enden hinsichtlich des Hafenmörders angeknüpft wurde. Gleichzeitig wurden mit dem Schauplatz des chinesischen Viertels einige neue und interessante Charaktere eingeführt, allen voran Ju, die Besitzerin der Garküche. Auch diesen Band habe ich wieder gerne gelesen. Trotz der brutalen Verbrechen ist das Buch allerdings eher ruhig geschrieben, mit der ein oder anderen Länge. Was ich an der Hafenärztin Reihe mag, ist die Mischung aus Krimi, historischem Roman und Liebesgeschichte. Ich konnte noch nicht herausfinden, ob ein vierter Band geplant ist. Der Sachstand am Ende ist so, dass auf jeden Fall noch Raum für eine weitere Fortsetzung wäre. Zu gerne wüsste ich, welche Zukunft Berthold und Helene haben.
4,5 Sterne Für mich ist das eine wirklich sehr faszinierende, informative und spannende Reihe. So auch dieser dritte Teil. Anne, Helene und Berthold habe ich Seite an Seite begleitet und mit Spannung verfolgt, welche Steine ihnen wieder in den Weg gelegt wurden und auch ihren Kampf um Gerechtigkeit an vielen verschiedenen Fronten. Gerade dieser Kampf bringt sie immer an die Grenzen und über diese hinaus. An ihrer Seite, einfach weil die Autorin es versteht einen mitzunehmen und nicht am Rand stehenzulassen. Das einzige, womit ich ein paar Probleme hatte, waren die schnellen und abrupten Szenenwechsel. Da hatte ich ab und an zu tun, mich zu orientieren. Aber das lag wahrscheinlich auch am allgemeinen Tempo der Geschichte. Denn hier gab es kaum Verschnaufpausen. Jetzt bin ich natürlich sehr neugierig, wie es weiter geht.
Spannend und historisch interessant Worum geht’s? Hamburg 1911: Anne behandelt im Chinesischen Viertel Zwangsprostituierte. Als eine von ihnen von einem Freier mit einem Messer attackiert wird und in ihren Armen stirbt, wendet sie sich an Kommissar Berthold Rheydt. Doch als er zum Tatort kommt, ist die Tote verschwunden und keiner will etwas gesehen haben. Was soll hier vertuscht werden? Meine Meinung: Mit „Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ schreibt Henrike Engel bereits den dritten Band ihrer historischen Romanserie um Anne Fitzpatrick/van der Zwaan. Und ich kann es nur immer wieder sagen: Die Art, wie sie Fakten und Fiktion verbindet ist einfach toll. Ich liebe ihren lebendigen Schreibstil. Die schillernden Bilder, die sie zum Leben erweckt sind der Hammer. Aber lest die anderen Bände vorab, da es doch ein paar Rückblicke gibt und auch Zwischenmenschliches, bei dem man sonst nicht ganz so gut mitkommen würde. Auch die Protagonisten habe ich vom ersten Band an ins Herz geschlossen. Vor allem den Kommissar Berthold und die Pastorentochter Helene mag ich in diesem Teil sehr. Und auch Helenes Mutter Fanny hat hier einen schönen Part, in dem sie richtig aufblüht. Anne selbst hat eher eine Nebenrolle, wenn auch eine wichtige. Überhaupt sind die Protagonisten wieder passend und perfekt für die Zeit dargestellt und ich freue mich mit jedem Band aufs Neue, mehr über alle zu erfahren und sie ein Stück in ihrer Zeit begleiten zu dürfen. Es ist auch wieder spannend, wie wir es schon von den ersten Bänden gewohnt sind. Wobei mir dieser dritte Teil bislang sogar am Besten gefällt. Wir haben intensive Themen: Zwangsprostitution, Menschenhandel, Drogenhandel. Fast schon ein bisschen Mafia. Aber auch das Thema Gewalt in der Ehe und dass es damals Männern noch erlaubt war, ihre Frauen zu züchtigen. Und auch wieder das Thema Frauen, Ausbildung, Heirat und Beruf, heikel in der damaligen Zeit. All diese bewegenden Themen verbindet die Autorin mit einem Fall, in dem sie den Hafenschlächter – und nicht nur ihn - zurückholt. Es ist rasant und fast schon ein Kriminalroman. Neben den Herzenssachen haben wir eine Spannungskurve, die mit einigen Peaks aufwartet und das Buch ist wieder ein absoluter Pageturner. Wir freuen uns mit Helene, leiden mit der Chinesin Hao und ihren Kolleginnen und dürfen Berthold bei seinen Ermittlungen begleiten. Besonders die Jagd durch den Elbtunnel und die Szene in Annes Praxis haben es in sich. Hier könnt ihr euch auf spannende Lesemomente freuen und auch auf ein schönes Happy End – aber ich will nicht zu viel verraten. Wieder eine klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den nächsten Band, der in ein paar Wochen (am 30.11.2023) erscheint! Fazit: Henrike Engel schafft es auch im dritten Band ihrer historischen Romanserie um „Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ wieder, perfekt Fakten mit Fiktion vermischen und ihren passenden und sympathischen Charakteren Leben einzuhauchen. Ihre Schriftsprache ist einfach wundervoll. Das Hamburg des Jahres 1911 wird vor meinen Augen lebendig. Wir haben Spannung, Emotionen, einen rasanten Showdown und das Buch war wieder ein perfektes Lesevergnügen. 5 Sterne von mir und ich freue mich schon auf Band 4!
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Die Bestsellerautorin Henrike Engel mit dem neuen großen Roman über vergangene Zeiten und unbekannte Welten am Hamburger Hafen
Hamburger Hafen, 1911: Anne Fitzpatrick behandelt in ihrer Arztpraxis am Hafen immer häufiger chinesische Frauen, die in den Kolonien als Arbeitskräfte angeworben wurden. Als eine der Frauen vor Annes Augen stirbt, schwört die Hafenärztin, die Verantwortlichen zu finden. Zusammen mit Kommissar Berthold Rheydt fängt sie an, im Chinesenviertel auf Sankt Pauli nachzuforschen. Der Kommissar glaubt, die mörderische Handschrift eines Erzfeindes zu erkennen. Sein Herz jedoch ist nicht ganz bei der Sache – er hat Helene Curtius seine Liebe erklärt. Doch auch Helene kämpft an mehreren Fronten um das Heil misshandelter Frauen. Während Anne sich zunehmend in große Gefahr begibt, macht Rheydt einen Schritt, der sein Leben und das von Helene für immer verändert.
Lassen Sie den Alltag hinter sich und tauchen Sie ein in die Kaiserzeit Hamburgs und in das Leben einer außergewöhnlichen Frau.
*Einzigartige Ausstattung mit besonderer Goldprägung*
Das große Lesevergnügen geht weiter:
Band 1: Die Hafenärztin. Ein Leben für Freiheit der Frauen, Januar 2022
Band 2: Die Hafenärztin. Ein Leben für das Lachen der Kinder, Mai 2022
Band 3: Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe, November 2022
Band 4: Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen, Dezember 2023
Book Information
Author Description
Henrike Engel pendelte in ihrem Leben ständig zwischen Berlin und München, mit beiden Städten verbindet sie eine komplizierte Liebesbeziehung. Eines aber ist konstant geblieben: ihre Liebe zu Hamburg! Manche Träume jedoch müssen unerfüllt bleiben, und so hat die ehemalige Drehbuchautorin nicht ihren Wohnort in die Hafenstadt verlegt, sondern träumt sich lieber schreibend dorthin.
Posts
Ärztin Anne ist zurück in Hamburg und schon schlittert sie in den nächsten Mordfall. In einem Bordell im Chinesenviertel wird eine chinesische Prostituierte brutal ermordet. Kann es sein, dass der Hafenmörder zurück ist? Zusammen nit Kommisar Rheyd und Helene werden die Ermittlungen aufgegriffen. Band 3 der Reihe um die Ärztin Anne hat mir bis jetzt am besten gefallen. Das liegt aber auch mit daran, dass Helene und auch Anne in diesem Band nahbarer sind.
Eine tolle Reihe, die mich immer wieder von Neuem fesselt!
Anne kämpft weiter für die Rechte der Schutzlosen Hamburg, 1911: Anne Fitzgerald kehrt nach einer Reise nach London und einer anschließenden Kur im Engadin wieder nach Hamburg zurück. Sie hat sich in der Zwischenzeit, mithilfe ihres Vaters, um den Haftbefehl in London und die Vorwürfe zu den illegalen Abtreibungen gekümmert und kann endlich wieder ihren richtigen Namen, Anne van der Zwaan tragen. Froh, sich wieder frei bewegen zu können, will sie auch weiterhin den Schutzlosen und Armen in Hamburg zur Seite stehen und für deren Gesundheit Sorge tragen. Dazu gehört auch der Besuch eines Bordells in der Schmuckstraße. Diese Straße wird beinahe ausschließlich von Chinesen bewohnt und Anne fällt auf, wenn sie dort nach den Prostituierten sieht, dennoch tut sie es regelmäßig. Allerdings wird sie dieses Mal Zeugin eines Mordes und kümmert sich sofort um eine polizeiliche Verfolgung des Täters. Und schon ist Anne wieder mittendrin... Henrike Engel gelingt es in dieser Reihe rund um die Ärztin Anne van der Zwaan, immer wieder neue geschichtliche Fakten als Hauptthema auszuwählen, sodass jeder Band wieder spannend und fesselnd ist und es zu keiner Langeweile oder Wiederholung kommen kann. Die Sprache der Autorin liest sich einfach und flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Handlung ist durchgehend interessant und fesselt den Leser. Obwohl es sich um eine Reihe handelt, können die Teile auch einzeln gelesen werden, da wichtige Informationen in die Erzählung eingebunden werden. Ich war schon nach dem ersten Teil der Reihe total begeistert, aber nun nach dem dritten Teil kann ich gar nicht genug bekommen und hoffe sehr, dass es noch weitere Teile geben wird. Sämtliche Protagonisten, wie Kommissar Rheydt, Helene Curtius und Anne van der Zwaan sind sehr sympathisch und durch ihre sehr gut ausgearbeiteten Charaktere auch sehr realistische Persönlichkeiten. Einfach eine rundum gelungene Reihe, die ich allen Fans von historischen Kriminalromanen nur empfehlen kann!

Hat mich wieder begeistert
Auch der dritte Band hat mich von Anfang an abgeholt und mich ins das Hamburg der 1910er Jahre entführt. Dieses Mal wird das Reich der Mitte, China, thematisiert und wie die Chinesen damals in der Hafenstadt gelebt haben. Bandenkriminalität, Wirtschaftsspionage und Mord kommen auch hier nicht zu kurz, jedoch sind die Themen sehr geschickt eingebaut und man gleitet geradezu durch die Geschichte. Gut gefallen haben mir auch wieder die Beschreibungen des Alltags, der Abläufe und ein ums andere Mal musste ich sehr schmunzeln. Wieder wunderbar recherchiert, es hat mir beim Lesen viel Freude bereitet. Lose Ende werden geschlossen, neue aufgebaut, sodass die Lust am nächsten Band definitiv da ist.
Auch im dritten Teil wirds nie langweilig mit Anne, Helene und Berthold. Allerdings fiel mir der Einstieg etwas schwer. Es hat einige Zeit gedauert bis ich im Buch drin war, aber war's super spannend. Überraschende Wendungen, tolle Geschichten, die sich mal mehr, mal weniger aufgelöst haben. Sagen wir mal so, im vierten Teil gibt's noch so manche offene Fragen zu klären. Was mir aber nicht so gut gefiel, waren gewisse Handlungsstränge, auf die zwei Bücher hingearbeitet wurde und die dann so hoppla die hopp aufgelöst wurden. Das ging mir persönlich einfach zu schnell. Aber ansonsten wieder ein toller Teil und ich bin jetzt schon gespannt, was im vierten Teil noch so passiert und wie die offenen Fragen gelöst werden
Konnte mit Band 1 mithalten
Ich habe die ersten drei Bände der Serie um die Hafenärztin in einem Sammelband gelesen. Anne musste aus London in ihre Heimatstadt Hamburg unter falschem Nachnamen fliehen und wurde dort als Hafenärztin tätig. Sie tritt für die Rechte der Frauen ein und kümmert sich um die Versorgung von armen, benachteiligten Frauen. Dabei lernt sie Helene kennen, eine junge Frau, die dabei ist sich zu finden und gegen ihre strengen und konservativen Eltern aufzulehnen. Das Kennenlernen findet nicht unbedingt unter besten Bedingungen statt, denn Helene hatte gerade eine Frauenleiche am Hafen entdeckt. Die Serie startet im Jahr 1910. Es gibt viele Bücher oder Serien mit ähnlichen Titeln, die sich damit beschäftigen, dass Frauen in dieser Zeit um ihre Rechte kämpfen, unabhängig sein und einen Beruf erlernen möchten. Diese Serie hebt sich meiner Meinung nach etwas von diesen ab, da es sich noch dazu um Krimis handelt. In allen drei Bänden werden die beiden Frauen in Kriminalfälle verstrickt und sind maßgeblich an deren Lösung beteiligt. So begleiten wir auch den Kommissar Berthold bei seinen Ermittlungen. Neben den Ermittlungen, und den Thematiken rund um den beginnenden Feminismus, dreht sich auch vieles um das Privatleben der Protagonisten - zwischenmenschliche Beziehungen aller Art werden beleuchtet und sehr realistisch dargestellt. So werden auch die handelnden Figuren beschrieben - ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Der erste Band hat mich sehr überzeugt, ebenso der dritte Band. Der zweite Band hat mir auch gefallen, war aber vergleichsweise etwa schwächer. Nach diesen ersten drei Bänden ist die Serie noch nicht beendet. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, obwohl ich sagen muss, dass der dritte Band auch ein schöner Abschluss gewesen wäre. Daher hoffe ich, dass die Fortsetzung noch mithalten kann.
Mich hat auch der dritte Band der wieder sehr gut unterhalten. Ich ziehe lediglich einen halben Punkt dafür ab, dass Henrike Engel viel aus den ersten beiden Büchern wiederholt und ich nicht zwingend hätte wissen müssen, wie es u.a. mit der Lilith-Bande weitergeht.
Die Spur des Geldes Die Ärztin Anne Fitzpatrick hat sich in London ihrer Vergangenheit gestellt und praktiziert jetzt in Hamburg unter ihrem richtigen Namen, aber noch immer kümmert sie sich vor allem um Kinder und Frauen, die kaum Rechte haben. Sie untersucht auch regelmäßig die chinesischen Prostituierten in der „Schmuckstraße“. Als bei ihrem Besuch in einem der Bordelle im Nebenzimmer ein junges Mädchen brutal ermordet wird und die Sache vertuscht werden soll, regt sich ihr Widerspruchsgeist. Sie gibt Kommissar Berthold Rheydt Bescheid und dieser nimmt von ihr unterstützt die Ermittlungen auf. Damit bringt Anne nicht nur die Chinesinnen, sondern auch sich selbst in Lebensgefahr. Sie hat ihren Gegenspieler unterschätzt: „Du willst immer mehr wissen, als gut für dich ist.“ (S. 396) Kommissar Berthold Rheydt hat mit mehreren Problemen zu kämpfen. Neben der Vermutung, dass es sich bei dem Täter um den damals entwischten Hafenschlächter handelt, hat er bei seinen Ermittlungen mit Verständigungsschwierigkeiten zu kämpfen und muss seinen Vorgesetzten als kommissarischer Leiter der Abteilung vertreten, dabei ist er ein Mann der Straße und nicht des Papierkrams. Außerdem hat er sich in die unkonventionelle Helene Curtis verliebt, traut sich aber nach seiner ersten traumatischen Ehe nicht in eine neue Beziehung. „Sie sind eine wundervolle Frau, Helene. Sie haben etwas Besseres verdient als mich.“ (S. 35) Doch da kennt er Helene schlecht. Sie will ihn als Ehemann und ist dafür sogar bereit, auf die mühsam erkämpfte Stelle als Lehrerin zu verzichten. „Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe“ ist leider der Abschluss der Trilogie um Anne, Helene und Berthold, dabei könnte man ihre Geschichte sicher noch weiterschreiben. Diesmal spielt die Handlung hauptsächlich im chinesischen Viertel und dreht sich um Zwangsprostitution bzw. Zwangsarbeit, Bandenkriminalität und das Drogenmilieu. Ein unbekannter Händler versucht den Markt mit besonders reinem Heroin zu überschwemmen, um damit seine Konkurrenten auszuschalten und neue Kunden zu gewinnen. Kommissar Rheydt wird schnell klar, dass er der Spur des Geldes folgen muss, wenn er den Fall aufklären will. Henrike Engel schreibt extrem fesselnd und kurzweilig, ich konnte das Buch wieder kaum aus der Hand legen. Die Schilderungen der damals sehr exotisch wirkenden Schmuckstraße, die einen ganz eigenen Kosmos bildete, und die Beziehungen der verschiedenen Geschäfte untereinander haben mir sehr gut gefallen. Vom ersten Band an liegt ihr Augenmerk auf der Entwicklung der Figuren. Anne kommt aus einem sehr gutsituierten Elternhaus, das ihr das Medizinstudium ermöglicht hat und jetzt nicht mit ihrem Engagement für die Ärmsten der Armen einverstanden ist. Außerdem hat sie Hinweise, dass ihr Vater, zu dem sie immer aufgeschaut hat, in unlautere Geschäfte verwickelt ist und steckt deswegen in einer echten Zwickmühle. Helenes hat sich von der sittenstrengen Pastorentochter zur überzeugten Frauenrechtlerin entwickelt, die selbstständig leben und arbeiten und darum Lehrerin werden wollte. Doch dann hat sie sich in Kommissar Rheydt verliebt und hofft auf eine Beziehung auf Augenhöhe. Besonders gefallen hat mir, wie sie sich für ihre Freundin Pauline eingesetzt hat und dass ihre Mutter ihr jetzt nacheifert und sich immer mehr von ihrem Mann emanzipiert. Berthold Rheydt ist ein Mann der Moderne. Um seine Fälle aufzuklären, greift er auf neueste Methoden zurück, bindet externe Spezialisten wie das Apothekerehepaar ein und ermittelt oft unter Einsatz seines Lebens. Privat kämpft er gegen die Geister seiner Vergangenheit, fühlt sich für den Tod seiner ersten Frau und ihres gemeinsamen Sohnes verantwortlich. Kann ihn Helene von einer neuen Beziehung überzeugen? Mich hat auch der dritte Band der wieder sehr gut unterhalten. Ich ziehe lediglich einen halben Punkt dafür ab, dass Henrike Engel viel aus den ersten beiden Büchern wiederholt und ich nicht zwingend hätte wissen müssen, wie es u.a. mit der Lilith-Bande weitergeht.

Wieder ein mitreißender Band!
Auch Band 3 konnte mich wieder überzeugen. In dem Band hängt viel mit den Vorgängern zusammen und es wird viel darüber berichtet, was den Protagonisten in den vergangenen Monaten geschehen ist. Dennoch erfährt man wieder viel neues und erlebt ein Abenteuer, welches einen mitfiebern lässt. Ich freue mich schon auf den 4. Band, welcher leider erst Ende November erscheint 😫
Liebe und Gerechtigkeit
Nun habe ich auch den dritten Teil der Hafenärztin beendet und kann sagen das ich mit der Triologie sehr zufrieden bin. Es ist keine Reihe die ich hintereinander weglesen würde, da der Aufbau der Bücher recht ähnlich ist, aber mit einem kleinen Abstand dazwischen die perfekte Lektüre. Ich mochte alle Protagonisten darin sehr, am liebsten allerdings Helene. Da passierte viel innerhalb ihrer Entwicklung und das war schön zu lesen. Im dritten Teil fand ich gab es recht wenig Interaktion mit Anne auf der einen und Helene und Berthold auf der anderen Seite. Das war aber okay, da es die beiden Handlungsstränge spannender machte und der Zusammenhang trotzdem gegeben war. Die drei kämpfen in diesem Band nicht nur für die Liebe, sondern auch wieder für die Armen und ungerecht behandelten der Gesellschaft. Es dreht sich viel um das Chinesen Viertel in der Schmuckstrasse, Drogen, Prostitution und Menschenhandel. Helene hat noch ein wachsames Auge auf ihre nun verheiratete Freundin Pauline und das ist auch gut so. Schöne Buchreihe, gutes Ende, Leseempfehlung geht hiermit raus.
Eine Handlung mit starken Protagonisten im historischen Hamburg
Der dritte Teil der „Hafenärztin-Reihe“ von Henrieke Engel lässt sich hervorragend auch unabhängig von den ersten beiden Bänden lesen. Wer allerdings tiefer in die Thematik einsteigen und Näheres über unsere drei Protagonisten erfahren möchte, der sollte unbedingt die Vorgänger Teile lesen. Mich hat die neue Handlung rund um Anne, Helene und Berthold noch besser als Teil zwei gefallen. Vor allem Helene beeindruckt mich immer wieder, da sie die größte Entwicklung aufzeigt. Alle drei sind bodenständig, ehrgeizig und kämpferisch. Jeder kämpft für sich und doch irgendwie gemeinsam für seine Rechte und setzt sich für seine Interessen ein. Diesmal rückt Annes Familie in den Vordergrund und auch der Hafenmörder tritt wieder auf. Henrieke Engel überzeugte mich erneut von ihrer tiefgreifenden, intensiven und detaillierten Recherche. Darüber hinaus ist auch der Schreibstil wie gewohnt flüssig, klassisch und von etwas Spannung gekennzeichnet.
Das ist nun schon der 3.Band, bei dem die mutige Ärztin Anne Fitzpatrick darum kämpft, unterdrückten Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen und sie ärztlich zu versorgen und aufzuklären. Keine leichte Aufgabe, denn sie gerät schnell in eine Spirale aus Menschen- und Drogenhandel, was so weit durch Hamburg vernetzt und schwer zu durchschauen und aufzuklären ist, dass sie und Kommissar Berthold Rheydt selbst in Gefahr geraten. Zusätzlich erschwert wird es auch, weil die Sprachbarriere im Chinesenviertel fast unüberwindbar scheint, gerade die Frauen dort extreme Angst haben und deshalb sehr verschwiegen sind. Doch ein Mord und das Verschwinden mehrerer Frauen starten den Wettkampf gegen die Zeit, denn der Mord trägt die Handschrift des berühmt berüchtigten Hafenmörders und dieser ist ein Psychopath. Annes Freundin Helene Curtius, inzwischen eine erwachsene Frau, steht vor der Frage, ihrem Herzen zu folgen oder Lehrerin und unter den gegebenen Umständen unverheiratet zu bleiben. Auch sie gerät unversehens in einige schwierige Situationen, denn nicht nur in ihrer Familie verändert sich einiges, sie erlebt in ihrem Freundeskreis einige Vorfälle von häuslicher Gewalt und schwerer Misshandlungen. Obwohl das alles nach sehr viel Action und Gefahr klingt, hat mir die gewisse Spannung durchweg gefehlt. Es gibt eine ganze Reihe von Ermittlungen, die teilweise sehr langatmig und durch die vielen unterschiedlichen Namen auch etwas verwirrend sind, zusätzlich gibt es eine Reihe an Wiederholungen, die man ruhig hätte kürzen können und damit evtl. den Spannungsbogen besser gehalten hätten. Bis auf Helenes Mutter, die eine erstaunliche Wendung durchlebt und mir in diesem Teil endlich als selbstbewusste Person auftritt fand ich die anderen Charaktere sehr blass und trocken, ebenso wie die Handlung selbst. Dadurch wirkte das Buch sehr zäh und selbst in einigen romantischen Szenen hatte man nicht das Gefühl, als wenn das alles etwas auflockert, sondern wie eine trockene Abhandlung. Sowohl Annes als auch Helenes Liebesleben konnte ich gefühlsmäßig nichts abgewinnen, obwohl ich beide Frauen total sympathisch und hilfsbereit finde. Und es lag noch nicht mal an der Epoche. Das Ende blieb dementsprechend auch etwas unbefriedigend, was sich erst in die Länge zog, erfolgte am Ende alles sehr abrupt und abgehackt. Schade, denn sowohl Cover als auch Titel klangen wieder sehr vielversprechend, allerdings empfand ich diesen Teil als bisher schwächsten, allerdings habe ich gesehen, dass es wohl noch einen 4.Teil November 23 geben wird, denn so ganz konnte ich nicht glauben, dass das jetzt schon alles gewesen sein soll.
Das ist nun schon der 3.Band, bei dem die mutige Ärztin Anne Fitzpatrick darum kämpft, unterdrückten Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen und sie ärztlich zu versorgen und aufzuklären. Keine leichte Aufgabe, denn sie gerät schnell in eine Spirale aus Menschen- und Drogenhandel, was so weit durch Hamburg vernetzt und schwer zu durchschauen und aufzuklären ist, dass sie und Kommissar Berthold Rheydt selbst in Gefahr geraten. Zusätzlich erschwert wird es auch, weil die Sprachbarriere im Chinesenviertel fast unüberwindbar scheint, gerade die Frauen dort extreme Angst haben und deshalb sehr verschwiegen sind. Doch ein Mord und das Verschwinden mehrerer Frauen starten den Wettkampf gegen die Zeit, denn der Mord trägt die Handschrift des berühmt berüchtigten Hafenmörders und dieser ist ein Psychopath. Annes Freundin Helene Curtius, inzwischen eine erwachsene Frau, steht vor der Frage, ihrem Herzen zu folgen oder Lehrerin und unter den gegebenen Umständen unverheiratet zu bleiben. Auch sie gerät unversehens in einige schwierige Situationen, denn nicht nur in ihrer Familie verändert sich einiges, sie erlebt in ihrem Freundeskreis einige Vorfälle von häuslicher Gewalt und schwerer Misshandlungen. Obwohl das alles nach sehr viel Action und Gefahr klingt, hat mir die gewisse Spannung durchweg gefehlt. Es gibt eine ganze Reihe von Ermittlungen, die teilweise sehr langatmig und durch die vielen unterschiedlichen Namen auch etwas verwirrend sind, zusätzlich gibt es eine Reihe an Wiederholungen, die man ruhig hätte kürzen können und damit evtl. den Spannungsbogen besser gehalten hätten. Bis auf Helenes Mutter, die eine erstaunliche Wendung durchlebt und mir in diesem Teil endlich als selbstbewusste Person auftritt fand ich die anderen Charaktere sehr blass und trocken, ebenso wie die Handlung selbst. Dadurch wirkte das Buch sehr zäh und selbst in einigen romantischen Szenen hatte man nicht das Gefühl, als wenn das alles etwas auflockert, sondern wie eine trockene Abhandlung. Sowohl Annes als auch Helenes Liebesleben konnte ich gefühlsmäßig nichts abgewinnen, obwohl ich beide Frauen total sympathisch und hilfsbereit finde. Und es lag noch nicht mal an der Epoche. Das Ende blieb dementsprechend auch etwas unbefriedigend, was sich erst in die Länge zog, erfolgte am Ende alles sehr abrupt und abgehackt. Schade, denn sowohl Cover als auch Titel klangen wieder sehr vielversprechend, allerdings empfand ich diesen Teil als bisher schwächsten, allerdings habe ich gesehen, dass es wohl noch einen 4.Teil November 23 geben wird, denn so ganz konnte ich nicht glauben, dass das jetzt schon alles gewesen sein soll.
„Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ ist der mittlerweile dritte Band von Henrike Engels Saga. Je weitere die Reihe voranschreitet, desto unpassender finde ich den Titel „Die Hafenärztin“. Ärztin Anne, Lehrerinnenanwärterin Helene und Kommissar Berthold Rheydt sind drei gleichberechtigte Charaktere, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird. Die Protagonisten wachsen einem definitiv mit jedem Band mehr ans Herz. Ich weiß noch, wie ich Bertholds Kapitel zu Beginn der Serie als langweilig empfand. Mittlerweile ist insbesondere sein Handlungsstrang spannend, was sicherlich auch daran liegt, dass er für sein Hobby Fußball kaum noch Zeit hat. Wenn er nicht gerade Verbrecher jagt, kreisen seine Gedanken um Helene. Eine Liebesbeziehung, die ich in Band 1 nicht habe kommen sehen, die mir aber sehr gut gefällt. Die romantischen Szenen tragen zur Kurzweiligkeit des Romans bei. Berthold und Helene sind ein tolles, fortschrittliches Paar, dass einander mit dem größten Respekt begegnet. Etwas separiert ist Annes Handlungsstrang. Obwohl sie in die Mordfälle sehr stark involviert ist, hat sie mit Berthold und Helene nur noch wenig Kontakt und ist eher als Einzelkämpferin unterwegs. Nachdem Fund eines Mordopfers begibt sie sich selbst auf Spurensuche und ermittelt auf eigene Faust. Es ist klar, dass sie dabei in Gefahr gerät. Mir hat gut gefallen, dass an die losen Enden hinsichtlich des Hafenmörders angeknüpft wurde. Gleichzeitig wurden mit dem Schauplatz des chinesischen Viertels einige neue und interessante Charaktere eingeführt, allen voran Ju, die Besitzerin der Garküche. Auch diesen Band habe ich wieder gerne gelesen. Trotz der brutalen Verbrechen ist das Buch allerdings eher ruhig geschrieben, mit der ein oder anderen Länge. Was ich an der Hafenärztin Reihe mag, ist die Mischung aus Krimi, historischem Roman und Liebesgeschichte. Ich konnte noch nicht herausfinden, ob ein vierter Band geplant ist. Der Sachstand am Ende ist so, dass auf jeden Fall noch Raum für eine weitere Fortsetzung wäre. Zu gerne wüsste ich, welche Zukunft Berthold und Helene haben.
4,5 Sterne Für mich ist das eine wirklich sehr faszinierende, informative und spannende Reihe. So auch dieser dritte Teil. Anne, Helene und Berthold habe ich Seite an Seite begleitet und mit Spannung verfolgt, welche Steine ihnen wieder in den Weg gelegt wurden und auch ihren Kampf um Gerechtigkeit an vielen verschiedenen Fronten. Gerade dieser Kampf bringt sie immer an die Grenzen und über diese hinaus. An ihrer Seite, einfach weil die Autorin es versteht einen mitzunehmen und nicht am Rand stehenzulassen. Das einzige, womit ich ein paar Probleme hatte, waren die schnellen und abrupten Szenenwechsel. Da hatte ich ab und an zu tun, mich zu orientieren. Aber das lag wahrscheinlich auch am allgemeinen Tempo der Geschichte. Denn hier gab es kaum Verschnaufpausen. Jetzt bin ich natürlich sehr neugierig, wie es weiter geht.
Spannend und historisch interessant Worum geht’s? Hamburg 1911: Anne behandelt im Chinesischen Viertel Zwangsprostituierte. Als eine von ihnen von einem Freier mit einem Messer attackiert wird und in ihren Armen stirbt, wendet sie sich an Kommissar Berthold Rheydt. Doch als er zum Tatort kommt, ist die Tote verschwunden und keiner will etwas gesehen haben. Was soll hier vertuscht werden? Meine Meinung: Mit „Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ schreibt Henrike Engel bereits den dritten Band ihrer historischen Romanserie um Anne Fitzpatrick/van der Zwaan. Und ich kann es nur immer wieder sagen: Die Art, wie sie Fakten und Fiktion verbindet ist einfach toll. Ich liebe ihren lebendigen Schreibstil. Die schillernden Bilder, die sie zum Leben erweckt sind der Hammer. Aber lest die anderen Bände vorab, da es doch ein paar Rückblicke gibt und auch Zwischenmenschliches, bei dem man sonst nicht ganz so gut mitkommen würde. Auch die Protagonisten habe ich vom ersten Band an ins Herz geschlossen. Vor allem den Kommissar Berthold und die Pastorentochter Helene mag ich in diesem Teil sehr. Und auch Helenes Mutter Fanny hat hier einen schönen Part, in dem sie richtig aufblüht. Anne selbst hat eher eine Nebenrolle, wenn auch eine wichtige. Überhaupt sind die Protagonisten wieder passend und perfekt für die Zeit dargestellt und ich freue mich mit jedem Band aufs Neue, mehr über alle zu erfahren und sie ein Stück in ihrer Zeit begleiten zu dürfen. Es ist auch wieder spannend, wie wir es schon von den ersten Bänden gewohnt sind. Wobei mir dieser dritte Teil bislang sogar am Besten gefällt. Wir haben intensive Themen: Zwangsprostitution, Menschenhandel, Drogenhandel. Fast schon ein bisschen Mafia. Aber auch das Thema Gewalt in der Ehe und dass es damals Männern noch erlaubt war, ihre Frauen zu züchtigen. Und auch wieder das Thema Frauen, Ausbildung, Heirat und Beruf, heikel in der damaligen Zeit. All diese bewegenden Themen verbindet die Autorin mit einem Fall, in dem sie den Hafenschlächter – und nicht nur ihn - zurückholt. Es ist rasant und fast schon ein Kriminalroman. Neben den Herzenssachen haben wir eine Spannungskurve, die mit einigen Peaks aufwartet und das Buch ist wieder ein absoluter Pageturner. Wir freuen uns mit Helene, leiden mit der Chinesin Hao und ihren Kolleginnen und dürfen Berthold bei seinen Ermittlungen begleiten. Besonders die Jagd durch den Elbtunnel und die Szene in Annes Praxis haben es in sich. Hier könnt ihr euch auf spannende Lesemomente freuen und auch auf ein schönes Happy End – aber ich will nicht zu viel verraten. Wieder eine klare Leseempfehlung von mir und ich freue mich schon auf den nächsten Band, der in ein paar Wochen (am 30.11.2023) erscheint! Fazit: Henrike Engel schafft es auch im dritten Band ihrer historischen Romanserie um „Die Hafenärztin – Ein Leben für das Recht auf Liebe“ wieder, perfekt Fakten mit Fiktion vermischen und ihren passenden und sympathischen Charakteren Leben einzuhauchen. Ihre Schriftsprache ist einfach wundervoll. Das Hamburg des Jahres 1911 wird vor meinen Augen lebendig. Wir haben Spannung, Emotionen, einen rasanten Showdown und das Buch war wieder ein perfektes Lesevergnügen. 5 Sterne von mir und ich freue mich schon auf Band 4!
























