Elbnächte. Schatten über St. Pauli

Elbnächte. Schatten über St. Pauli

Paperback
4.523

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Description

Zwei starke Frauen und ein Ex-Polizist vereint im Kampf gegen das Verbrechen

Hamburg, 1913: Louise hat sich mit ihrer kleinen Bar auf St. Pauli ein Stück Freiheit erkämpft. Doch ihr Glück ist bedroht, als ihr krimineller Ehemann aus dem Gefängnis ausbricht. Zeitgleich verschwindet ein junges Mädchen spurlos.

Louises Freundin Ella und der Ex-Polizist Paul nehmen die Suche auf, nicht ahnend, dass sie sich damit in tödliche Gefahr begeben.

Denn Pauls Bruder, Hamburgs gefürchtetster Verbrecher, zieht im Hintergrund die Fäden. In den Wirren von Liebe, Loyalität und Verrat müssen Louise, Ella und Paul zusammenhalten – ihr Leben und die Zukunft des Viertels stehen auf dem Spiel. Können sie dem skrupellosen Gegner die Stirn bieten?

Ein atmosphärischer Spannungsroman, der die Leser:innen ins vibrierende Hamburg der 1910er Jahre entführt

Die ganze Serie:

Band 1: Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli, April 2025

Band 2: Elbnächte. Schatten über St. Pauli, November 2025

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Paperback
Pages
400
Price
16.50 €

Author Description

Henrike Engel pendelte in ihrem Leben ständig zwischen Berlin und München, mit beiden Städten verbindet sie eine komplizierte Liebesbeziehung. Eines aber ist konstant geblieben: ihre Liebe zu Hamburg! Manche Träume jedoch müssen unerfüllt bleiben, und so hat die ehemalige Drehbuchautorin nicht ihren Wohnort in die Hafenstadt verlegt, sondern träumt sich lieber schreibend dorthin.

Characteristics

1 reviews

Mood

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Erotic
Exciting
Romantic
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Informative
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Variable0%

Writing Style

Simple100%
Complex0%
Moderate0%

Posts

5
All
5

Elbnächte, Schatten über St. Pauli, von Henrike Engel ist der zweite Band der Dilogie über zwei junge Frauen, die 1910 in Hamburg leben, lieben, um ihre Rechte kämpfen und Verbrecher jagen. Zunächst möchte ich eine Bemerkung zum Cover machen. Die Cover von Band 1 und 2 sind kaum zu unterscheiden, auf beiden ist dieselbe junge Frau vor dem Hamburg-Panorama zu sehen. Es gibt jedoch zwei Protagonistinnen und einen Protagonisten, weswegen ich nicht verstehe, warum nur eine Frau dargestellt wird. Ella lebt seit einiger Zeit zusammen mit ihrer Freundin Louise und der Mops-Hündin Principessa in Hamburg. Ihr Herz hängt an dem 14jährigen Joshua Weixelbaum, dessen Eltern bei einem Brand umgekommen sind. Nach einem Aufenthalt im Waisenhaus und dem erzwungenen Dasein als Mitglied einer Kinderbande, lebt er bei dem Anwalt Ferdinand Reimers und seiner Frau Ida. Louise führt die Bar Fatal auf St. Pauli. Sie war mit dem Hochstapler Viktor Dumont verheiratet, der sie wenige Monate zuvor verlassen hatte. Viktor wurde gefasst und zum Tode verurteilt, doch er schafft es, seiner Hinrichtung zu entgehen und aus dem Gefängnis auszubrechen. Nun befürchtet die Polizei, dass er bei Louise nach seiner Beute suchen wird. Paul ist in Ella verliebt. Er arbeitet als Türsteher in der Bar Fatal und hat sich endlich dazu entschlossen, eine Prothese für seinen Arm anfertigen zu lassen. Mit Unterstützung seines Bruders will er Hamburgs kriminellem Senator Doktor Gerber das Handwerk legen. Auch sucht er nach den Brandstiftern, die Joshuas Eltern auf dem Gewissen haben. Auch Band 2 habe ich sehr gern gelesen, besonders Ella und ihre Mopshündin habe ich ins Herz geschlossen, wie habe ich um ihr Leben gefürchtet, als sie beim Ermitteln im kriminellem Milieu in große Gefahr gerät. Ich liebe historische Romane über starke Frauen, und die Kaiserzeit sowie die Zeit zwischen und nach den Weltkriegen fasziniert mich ganz besonders. Ella wurde als Kind an ein Bordell verkauft, Louise von einem Hochstapler geheiratet, der sie finanziell ruiniert hatte. Beide Frauen haben es aus eigener Kraft geschafft, sich ein gutes Leben aufzubauen, Ella wird Rechtsanwaltsgehilfin, Louise führt eine Bar und leitet eine Porzellanmanufaktur. Es war interessant zu erfahren, dass es schon 1910 hochwertige Prothesen gab. Das Thema geht mir nahe, da bei meinem Großvater 1942 im Alter von 24 Jahren der Unterschenkel amputiert wurde und er seitdem eine Prothese getragen hatte. Heute hat sich das Leben für uns Frauen zum Besseren gewendet, auch wenn wir nach wie vor nicht gleichberechtigt sind, so schreibt die Autorin im Nachwort: „Es macht mich betroffen, wie wenig sich bei manchen Themen entwickelt hat. Noch immer müssen wir Frauen um das Recht auf Selbstbestimmung kämpfen, noch immer dürfen wir nicht in allen Belangen über unseren eigenen Körper entscheiden. Wir verdienen schlechter, bekommen nicht an unsere weiblichen Körper angepasste Gesundheitsvorsorge und weniger Macht in Politik und Wirtschaft. Gewalt in der Ehe, Femizide, die Last der Care-Arbeit – so viel hat sich in einem Jahrhundert nicht getan, wie nötig wäre, um uns zu gleichberechtigten Partnerinnen der Männer zu machen.“ Ein großartiger, historischer Roman, für den ich sehr gerne fünf Sterne vergebe.

5

Schicksalsgemeinschaft „Er muss aus meinem Leben verschwinden. Ich bin nicht frei, solange er dort draußen unterwegs ist.“ (S. 218) Als Louises zum Tode verurteilter Mann Viktor aus dem Gefängnis befreit wird, stellt Inspektor Thönnes sie unter Polizeischutz. Schließlich hat Viktor Rache geschworen, weil sie ihn ans Messer geliefert hat. Doch trotz des Schutzes gelingt es jemandem, in Louises Haus einzubrechen und den Wachmann sowie eine Bewohnerin schwer zu verletzen. „Elbnächte. Schatten über St. Pauli“ knüpft nahtlos an den ersten Band „Die Lichter über St. Pauli“ an und bleibt ebenso spannend. Um alle Zusammenhänge zu verstehen, sollte man den Auftakt unbedingt gelesen haben. Louise führt inzwischen ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben und betreibt in St. Pauli die Bar Fatal. Aus der ahnungslosen, gutgläubigen Ehefrau ist eine entschlossene Geschäftsfrau geworden. Ella, der nach jahrelanger Zwangsprostitution die Flucht nach Hamburg gelungen ist, hat sich ebenfalls ein neues Leben aufgebaut. Sie fährt morgens Brötchen für einen Bäcker aus und besucht abends die Schule, in der sie zu den besten Schülerinnen gehört. Der ehemalige Polizist Paul arbeitet tagsüber auf dem Schlachthof und sorgt abends als Türsteher bei Louise für Ordnung und Sicherheit. Er liebt Ella, glaubt jedoch, mit seinem Handicap – er hat nur noch einen Arm – nicht gut genug für sie zu sein. Die drei sind bereits im ersten Band zu einer echten Schicksalsgemeinschaft zusammengewachsen. Auch diesmal halten sie fest zusammen, als sie sich erneut ihren Feinden stellen, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit und einem friedlichen Leben. Louise will Viktor für seine Lügen und Verbrechen zur Strecke bringen und arbeitet dafür eng mit Kommissar Thönnis zusammen. Doch sie macht eine Entdeckung, den die sie ihm verschweigt. Ella besucht regelmäßig den Waisenjungen Joshua bei seinen Pflegeeltern Reimers. Herr Reimers, ein Anwalt, versucht aufzuklären, wer für den Tod von Joshuas Eltern verantwortlich ist. Als er Unterstützung benötigt, eröffnet sich Ella eine große Chance. Paul wiederum jagt immer noch den Unterweltboss Hinnerk Macke, obwohl er inzwischen weiß, dass es sich dabei um seinen als Kind verschollenen Bruder Michael handelt. Ihre Ermittlungen sind fesselnd und gefährlich; alle drei geraten mehrfach in Lebensgefahr. Doch Henrike Engels Fortsetzung ist so viel mehr als nur ein historischer Krimi. Ihre Figuren versöhnen sich mit ihren Schicksalen und z.T. auch Familien, finden Frieden mit ihrer Vergangenheit und finden oft auch ihr Glück in ungeplanten Karrieren und Beziehungen. Schade, dass die Dilogie hier endet, ich hätte gerne noch mehr von Louise, Ella und Paul gelesen.

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4

Gute Unterhaltung

Auch der zweite Teil der Elbnächte-Dilogie "Schatten über St. Pauli" von Henrike Engel hat mich wieder gut unterhalten. Es geht weiter mit der Geschichte um Louise, Ella und Paul. Louise hat auf St. Pauli eine Bar eröffnet, sie wird von Ella und Paul unterstützt und alles scheint gut. Eines Tages erfahren sie, dass Louises Exehemann Victor aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Natürlich können unsere Charaktere auch diesmal das Ermitteln auf eigene Faust nicht lassen und begeben sich damit in Gefahr. Gelingt es Ihnen, das spurlos verschwundene Mädchen zu finden? Wo ist Victor und wie bringen sie ihn wieder hinter Gitter? Das Cover passt sehr gut zu Teil 1, der Wiedererkennungswert der Dilogie ist gelungen. Henrike Engel beschreibt auch hier die Charaktere sehr bildhaft und zu ihrem jeweiligen sozialen Umfeld passend. Der Roman ist gut lesbar und spannend geschrieben. Engel vermittelt die Atmosphäre an den verschiedenen Schauplätzen gut und ich konnte die Protagonist*innen überall hin begleiten, da ich Hamburg gut kenne. Wie bereits in Teil 1 hat mir etwas geschichtlicher Hintergrund über die Zeit ab 1913 gefehlt, was aber wohl auch nicht Intention der Autorin war. Ein unterhaltsamer Roman über starke Frauen, Zusammenhalt, Freundschaft und kriminelle Machenschaften, angereichert durch eine Liebesgeschichte, die auf wohltuende Weise nicht die Haupthandlung überlagert. Gute 4 Sterne und eine Empfehlung nicht nur für Hamburgfans!

2.5

Nachdem mich der erste Teil so gut unterhalten hatte, war ich von diesem Band enttäuscht. Ein fader Aufguss, der mich über viele Seiten gelangweilt hat. Dazu kommen die ärgerlichen Fehler des Lektorats. Paul, eine der Hauptfiguren, hat seinen linken Arm verloren. Ein nicht ganz unwichtiges Detail sollte man meinen, musste er doch seinen Polizeidienst quittieren etc. Und obwohl das auch im Buch immer wieder Thema ist, heißt es dort auf S. 191, dass " er seine Arme vor der Brust" verschränkte, auf S. 240 fuhren "seine Hände über Ihren Rücken". Und diese "Hände legte er" dann auf S,. 243 auch um ihr Gesicht. Ernsthaft??!! Das ruiniert echt den Lesegenuss und ärgert mich.

3.5

Nett…

… kommt aber nicht an den ersten Teil ran. Natürlich wird vieles aus dem vorherigen Band im Nachfolgebuch erneut beschrieben, ich verstehe das. Mich persönlich stört es ungemein, wenn Dinge, die ich doch schon weiß, erneut erklärt werden. In diesem Buch fand ich es arg schlimm. Hat meine Lesefreude leider deutlich beeinträchtigt. Die Geschichte selber ist rund, nicht sonderlich aufregend, aber wie schon das erste Buch sehr angenehm zu lesen. Ich würde das Buch nur empfehlen, wenn man unbedingt wissen möchte, wie es mit Louise, Ella und Paul weitergeht. Ein Muss ist es aber nicht.

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