Die Glocke im See

Die Glocke im See

Softcover
4.049
IdentitätHistorischer RomanGenerationenromanHeidnische Traditionen

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Description

Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Der junge Pastor Kai Schweigaard hat soeben die kleine Pfarrei mit der 700 Jahre alten Stabkirche übernommen. Die würde er gerne abreißen und durch eine modernere, größere Kirche ersetzen. Die Kunstakademie in Dresden schickt ihren begabten Architekturstudenten Gerhard Schönauer, der den Abtransport der Kirche nach Dresden und ihren Wiederaufbau dort überwachen soll.

Doch die junge und wissbegierige Astrid rebelliert gegen diese Pläne. Mit der Kirche würden auch die beiden Glocken verschwinden, die einer ihrer Vorfahren gestiftet hat. Man sagt ihnen übernatürliche Kräfte nach und dass sie von selbst läuten, wenn ein Unglück bevorsteht. Astrid verliebt sich in diesen Gerhard – und muss sich entscheiden. Wählt sie die Heimat und den Pfarrer? Oder entscheidet sie sich für den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland? Da hört sie auf einmal die Glocken läuten ...

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
482
Price
15.50 €

Author Description

Lars Mytting, geboren 1969, stammt aus Fåvang im norwegischen Gudbrandsdalen. Im Insel Verlag erschienen außerdem der Bestseller Der Mann und das Holz. Vom Fällen, Hacken und Feuermachen und der Roman Die Birken wissen’s noch sowie die zwei Romane Die Glocke im See und Ein Rätsel auf blauschwarzem Grund, die zusammen mit Astrids Vermächtnis eine Trilogie bilden.

Posts

12
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4.5

Dies ist der 1. Teil einer Trilogie, in die der norwegische Autor ein kleines Stück seiner eigenen Familiengeschichte einbindet. Den 2. Teil habe ich bereits vor ca. einem Jahr gelesen. Band 1 spielt in Norwegen Ende des 19. Jahrhunderts. Ich habe es als Hörbuch gehört, gelesen von Beate Rysopp, deren Stimme und Sprechart prinzipiell sehr gut zu der Geschichte passen, dennoch fiel es mir nicht immer leicht, zu folgen. Es ist eine beeindruckende Reihe, informativ, mystisch, atmosphärisch, mit einer ganz eigenen Spannung. Ich würde dazu raten die Bücher zu lesen, statt zu hören, und mit dem 1. Band anzufangen 😅

4.5

Atmosphärischer Auftakt einer norwegischen Trilogie über Schuld, Tradition und Identität

Norwegen in den 1880er Jahren. Im norwegischen Tal Butangen sollen zwei jahrhundertealte Kirchenglocken verkauft werden. Für Astrid Hekne, deren Familie mit ihrer Geschichte verknüpft ist, bedeutet das den Verlust von Identität und Erinnerung. Der Roman erzählt vom Konflikt zwischen Tradition und Fortschritt sowie von verdrängter Schuld. Lars Mytting erzählt ruhig, dicht und mit großer Sorgfalt. Die raue norwegische Landschaft ist mehr als Kulisse – sie prägt Denken und Handeln der Figuren. Besonders überzeugend ist die Atmosphäre, die von Beginn an eine gewisse Schwere und Zeitlosigkeit vermittelt. Im Zentrum steht die Frage, wie mit Vergangenheit umzugehen ist: bewahren, loslassen oder verkaufen. Astrid Hekne ist eine stille, starke Figur, deren innere Zerrissenheit glaubhaft und berührend geschildert wird. Auch der Spannungsbogen zwischen persönlicher Verantwortung und gesellschaftlichem Fortschritt ist fein gearbeitet. Der Erzählstil ist bedächtig und entschleunigt. Wer eine handlungsreiche Geschichte erwartet, könnte sich stellenweise mehr Tempo wünschen. Dafür entfaltet der Roman eine nachhaltige Wirkung und bleibt lange im Gedächtnis.

4

Auftakt zu einer Dreierreihe. Der historische Roman hat mir sehr gefallen. Anfangs musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, war aber nach den ersten 60 Seiten ganz in der Geschichte drin, die mich ans Ende des 19. Jahrhunderts und nach Norwegen geführt hat. Stabkirchen, das harte und karge Leben der Landbevölkerung, Glaube und Aberglaube, Mystik sowie Toleranz und Akzeptanz spielen hier eine Rolle. Ich freue mich auf die zwei Folgeromane!

5

Ein historisches „Märchen“

Eine wundervolle, historische Geschichte. In sie kam man auf aufgrund der Seitenzahl sehr gut eintauchen. Die Charaktere sind treffend gewählt und super ausgearbeitet.

4

Eine historische Fiktion über die Sturheit der Menschen und die Winde des Lebens, die mich eingesogen und traurig berührt zurück gelassen hat.

Das Buch war eine Empfehlung während ich auf Reisen in Norwegen war und es beschreibt dieses Land und die Menschen dort sehr authentisch und ehrlich. Lars Mytting schafft es ein kaltes, blaues verschneite Dorf zu errichten das eine unheimliche Sogwirkung hat. Die Nachwirkungen der Vergangenheit die er beschreibt spürt man in Norwegen bis Heute und vieles was die Figuren erleben und wie sie handeln konnte ich selbst auf Reisen sehen. Nicht zuletzt die Sturheit der Leute auf dem Dorf und den unheimlichen Stolz und Überlebenswillen. Gerhard Schönauer als Beobachter bringt uns die Sicht eines Fremden näher und schafft so eine Verbindung zwischen dem Buch und dem Leser. Der Zauber der Schwesterglocken ist durchweg zu spüren nur mich hat er schwermütig und etwas leer zurückgelassen am Ende.

4

Packendes Buch, berührend. Besteht leider den Bechdel-Test nicht.

4

4 Sterne, Information zur Kirchengeschichte waren mir, wenn auch informativ, zu lang, starker 2. Teil des Buches

2

Bei 50% abgebrochen Nope- Der Schreibstil ist gar nicht meins- kurze, abgehackte Sätze, sehr distanziert und furchtbare Dialoge. Dazu kommt noch, dass mich das ganze Kirchengedöns null interessiert. Ab Seite 200 fängt es an etwas unterhaltsamer zu werden. Allerdings bin ich einfach nicht mehr interessiert. Selten so etwas nichtssagendes gelesen.

3

Der erste Teil einer Trilogie des norwegischen Autors Lars Mytting. Bisher ist die Lust am Weiterlesen eher mäßig. Das Buch funktioniert als historischer Roman perfekt und enthält eigentlich sämtliche Themen, die mich an Norwegen selbst faszinieren (alte Stabkirchen und Architektur, die wunderbare Sprache, die Verbindung zu Deutschland, der altnordische Glaube, die Schwierigkeiten, sich im 19. Jahrhundert kulturell zu gebahren und dann doch so wundervolles hervorzubringen, die Abhängigkeit zu Dänemark/Schweden). ABER was hat der Autor sich bei diesem grässlichen Liebesdreieck nur gedacht? Ich hätte gern mehr über den Architekten Gerhard Schönauer erfahren, ohne seine ständigen Anwandlungen, eine gewisse Frau nackt zeichnen zu wollen. Der Pfarrer Kai Schweigaard war eine ruhige, gediegene Figur, aber natürlich muss auch er diese eine Frau nackt sehen und dann zur Hausfrau machen wollen ... (der Würgreiz, ganz ehrlich). Und besagte Frau - Astrid Hekne - immer versunken in wahnsinnig wichtigen Gedanken, warum sie scheinbar die einzige ist, die so denkt wie sie ... Leider tritt dahinter so völlig der eigentlich interessante Teil des Romanes zurück. Als historischer Roman und Bildungsroman ist das Buch definitiv gelungen, als Liebesroman eher mäßig. Und was letzteren Aspekt anging, war einfach schrecklich vorhersehbar, was passieren würde. Großer Pluspunkt: die Sprache/die Übersetzung - ein Hochgenuss, wie Hinrich Schmidt-Henkel zu übersetzen weiß. So viele feine Nuancen kann er umsetzen und hat einen erstaunlichen Wortschatz, wenn es um archaisches Wortmaterial geht. Der Schreibstil an sich gefiel mir außerordentlich gut, der hielt mich auch am meisten in diesem Buch. Bei der Übersetzung des Titels hätte man sich eventuell an das Original halten können (Søsterklokkene = Die Schwesterglocken)?!

4

Ein guter und atmosphärischer Auftakt. Freue mich auf Band 2

1

Abgebrochen nach 100 Seiten

Ausgerechnet Wagners Ring wurde bemüht, um vom Sächsischen Königshaus Gelder für die Kirchenrettung zu gewinnen. Wagner hatte sich an einer Revolution gegen das Königshaus beteiligt und wurde viele Jahre steckbrieflich gesucht. Okay, das kann man vielleicht noch erklären. Aber dann war ich raus. Der Herr Student fuhr im Jahr 1880 mit der Bahn in wenigen Stunden von Dresden nach Hamburg. Das schafft die Bahn heute noch nicht. Damals dauerte es einen halben Tag, ca. 12 Stunden, wenn man den Anschluss in Berlin rechtzeitig erreichte. Der Dresdner Bahnhof lag 1880 ca. 7 km vom Hamburger Bahnhof entfernt. Ich mag es nicht, wenn mein Verstand derart beleidigt wird

3

Teil 1 einer Trilogie (die es bisher noch nicht vollständig in deutscher Übersetzung gibt). An sich nicht schlecht, aber leider immer wieder sehr langatmig weil zu detailliert und langsam erzählt. Trotzdem interessante Handlung und Charaktere.

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