Die Gleichung des Lebens

Die Gleichung des Lebens

Softcover
3.310
KolonialisierungLeonhard EulerDichterMord

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Description

»Ein spannender historischer Roman … eine wunderbare Geschichte aus einer verloren gegangenen Welt« Neue Westfälische.

Friedrich II. schickt sein versponnenes Mathematikgenie Leonhard Euler in die Wildnis, um Natur zu berechnen – doch ein Mord und eine Frau namens Oda, die Euler in den Weiten des Sumpfes kennenlernt, werfen die Gleichung des ehrgeizigen Königs über den Haufen.Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch trockenlegen. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Als die Leiche des Ingenieurs für den neuen Kanal am Ufer der Faulen See angetrieben wird, steht Leonhard Euler vor einer Herausforderung, die ihn und das aufklärerische Denken selbst an eine Grenze bringt. Denn die urtümliche Sumpflandschaft, die dem Untergang geweiht ist, wehrt sich mit allen Mitteln ...

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
416
Price
14.40 €

Author Description

Norman Ohler, 1970 geboren, ist der Autor von vier von der Presse gefeierten Romanen und zwei Sachbüchern. Sein erster Roman »Die Quotenmaschine« erschien 1995 zunächst als Hypertext im Netz und gilt als weltweit erster Internet-Roman. »Mitte« (2001) und »Stadt des Goldes« (2002) komplettieren seine Metropolentriologie. 2015 erschien »Der totale Rausch« über die kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich. Es wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und stand auf der Bestsellerliste der New York Times. Paramount hat eine Option auf die Filmrechte erworben. 2017 erschien Ohlers historischer Kriminalroman »Die Gleichung des Lebens«, der mit lebendigem Zeitkolorit das 18. Jahrhundert wiederauferstehen lässt.

Posts

4
All
3.5

Weiß nicht recht was ich von diesem Buch halten soll. Geschichtlich interessant aber die abstrakte Mordwaffe....mmmh. Auch wären am Ende Anmerkungen zu den Dingen die wirklich passiert sind, interessant gewesen.

3.5

In Zeiten der Überschwemmungen auch durch fehlende Überflutungsgebiete nach Jahrzehntelanger Flussbegradigung und der sogenannten Flüchtlingskrise schreibt Oehler ein historischen Roman dessen Mordfall genau heutigen Argumente aufgreift. Am Beginn der Modernen, der Aufklärung die in den meisten Beurteilungen positiv belegt ist. Friedrich der Große will in die Geschichtsbücher eingehen, erhaben es "gut gemacht" soll dort stehen. Damit steht er in einem Zusammenhang Olaf Scholz der eben dies zum Bau des Elbtowers in Hamburg sagte und eine Bauruine hinterließ. Friedrich aus meiner Sicht nicht positiv als aufgeklärter Absolutist sondern als Selbstsüchtig und rücksichtslos und manchmal etwas albern in seinen Marotten, will das Chaos des Sumpfes des Oderbruchs eine Ordnung verwandeln. Daraus soll landwirtschaftliches Gebiet für seien Konisten werden, mit denen er die Bevölkerungszahl und damit die Bedeutung Preuße militärisch steigern will. Wir wissen, dass dies ökologisch keine gute Idee ist, militärisch war es das damals schon und Freidrichs moderne Idee erscheint problematisch. Im Oderbruch beginnen die alteingesessenen, im Einklang mit der Natur als erfolgreiche Fischer lebenden Wenden sich zu wehren. Wir begleiten Oda und ihre Familie und sind auch traurig über den Verlust ihrer atmosphärisch dichten Beschreibung ihres Lebens und ihres wunderschönen Lebensumfeldes. Sie fürchten zu Recht um.ihre wirtschaftliche Existenz und Achtung: haben teilweise Angst vor einer Überfremdung" können unsere Frauen dann noch auf die Straße gehen?" . Heute wissen wir, diese Kultur ist tatsächlich vergessen, die Sumpflandschaft verloren und das Gebiet stark von Überschwemmungen bedroht. Die meisten der schönen Dörfer des Oderbruchs heute sind die Dörfer der Kolonisten Friedrichs. Und hier wurde ich ratlos... Was will mir Ohler sagen? Das Motiv des Mordes führt dann doch in eine andere Richtung und zeigt vielleicht wie andere die Sorgen der Beteiligten ausnutzen, aber ich will nicht Spoilern. Sehr gut recherchiert eine interessante Sicht aber nicht ohne Fragezeichen. Würde mich interessieren, was du dazu sagst!?

2

Das war leider gar nicht meines.

Schade, das Setting und das Thema des Buchs waren durchaus ansprechend. Die Erzählstruktur und die Figurenentwicklung blieben leider hinter ihren Möglichkeiten zurück und auch die eigentliche Thematik hat sich mir bis zum Ende nicht richtig erschlossen. Die Handlungsstränge waren vielleicht nicht deutlich genug voneinander abgegrenzt. Mir war zu lange nicht klar, ob ich da nun einen historischen Roman oder eine Kriminalgeschichte lese. Am Ende wollte das Buch wohl beides sein, hat aber keines so richtig erfüllt. Auch wurden einige Charaktere nicht zu Ende erzählt, bzw deren Geschichten verliefen sich einfach im Sande. Sowas frustiert mich leider immer.

3.5

„Die Gleichung des Lebens“ ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein anspruchsvolles, philosophisches Buch das zum Nachdenken anregt und Zeit in Anspruch nimmt

Mit „Die Gleichung des Lebens“ legt Norman Ohler einen anspruchsvollen, philosophisch geprägten Roman vor, der sich deutlich von seinen bekannten historischen Sachbüchern unterscheidet. Statt Faktenreichtum steht hier die existenzielle Suche nach Sinn, Identität und Ordnung im Chaos des Lebens im Mittelpunkt. Der Roman spielt mit der Idee, dass das Leben – ähnlich einer mathematischen Gleichung – bestimmten Mustern, Gesetzmäßigkeiten oder Variablen folgt, die der Mensch zu entschlüsseln versucht. Ohler verbindet dabei wissenschaftliche Denkmodelle mit persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und inneren Konflikten seiner Figuren. Die Handlung tritt stellenweise bewusst in den Hintergrund und macht Platz für Reflexionen, Gedankensprünge und symbolische Bilder. Sprachlich ist das Buch dicht, präzise und oft poetisch, zugleich aber auch fordernd. Die fragmentarische Struktur und der hohe philosophische Anspruch verlangen Konzentration und Bereitschaft zur eigenen Interpretation. Wer eine klare, linear erzählte Geschichte erwartet, wird sich möglicherweise schwertun. Leserinnen und Leser, die Freude an intellektuellen Romanen mit Tiefgang haben, werden hingegen viel entdecken. „Die Gleichung des Lebens“ ist ein nachdenklicher, vielschichtiger Roman, der weniger unterhalten als zum Denken anregen will. Er eignet sich besonders für Leser, die philosophische Fragestellungen, symbolische Erzählweisen und offene Deutungsräume schätzen.

„Die Gleichung des Lebens“ ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein anspruchsvolles, philosophisches Buch das zum Nachdenken anregt und Zeit in Anspruch nimmt
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