Die Geschichte des verlorenen Kindes

Die Geschichte des verlorenen Kindes

by Elena Ferrante·Book 4 of 4
Softcover
4.1234
Arbeiterklasse1980Er JahreFreundschaftWeihnachtsgeschenk

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Description

Als ich nach Neapel zurückzog, vermied ich es, wieder feste Beziehungen zu Lila aufzubauen. Das war nicht leicht. Sie versuchte fast sofort, erneut in mein Leben einzubrechen, und ich ignorierte sie, tolerierte sie, ertrug sie.
Es sind die achtziger Jahre, Elena ist schließlich doch nach Neapel zurückgekehrt, aus Liebe. Die beste Entscheidung ihres ganzen Lebens, glaubt sie, doch als sich ihr nach und nach die ganze Wahrheit über den geliebten Mann offenbart, fällt sie ins Bodenlose. Lila, die ihren Schicksalsort nie verlassen hat, ist eine erfolgreiche Unternehmerin geworden, aber dieser Erfolg kommt sie teuer zu stehen. Denn sie gerät zusehends in die grausame, chauvinistische Welt des verbrecherischen Neapels, eine Welt, die sie zeit ihres Lebens verabscheut und bekämpft hat.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
695
Price
12.40 €

Author Description

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga – bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes – ist ein weltweiter Bestseller. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln, sowie der Band Frantumaglia, der Briefe, Aufsätze und Interviews versammelt.

Posts

23
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4

Bewegend, intensiv, authentisch.

Achtung, leichte Spoiler! Der vierte Teil der Neapolitanischen Saga ist ein würdiger Abschluss einer großartigen Reihe. Ich habe alle vier Bände mit Spannung gelesen und fand besonders Ferrantes Schreibstil unglaublich bewegend. Ab Tinas Verschwinden war mir das Ende fast schon klar, aber das hat meine Leselust nicht gemindert. Klar, in den letzten beiden Bänden hätte man manche Kapitel straffen können, aber wirklich gestört hat mich das nicht. Die Geschichte von Lila und Elena, ihrer komplizierten Freundschaft und ihrem völlig unterschiedlichen Leben, hat mich durchweg fasziniert. Ich lese sonst selten Reihen, weil ich Kurzgeschichten und offene Enden sehr mag. Trotzdem war es eine schöne Erfahrung, eine mehrbändige Geschichte so intensiv zu verfolgen. Die Freundschaft der beiden hat mich berührt, und ein Happy End für beide hätte ich mir gewünscht. Aber Ferrantes Stil lebt gerade von der realistischen Darstellung des Lebens, das nicht immer versöhnlich endet. Insgesamt gibt’s von mir 4 bis 5 Sterne – eine fesselnde, intensive Lektüre, die nachwirkt.

5

Auch der letzte Teil der Saga hat mir wieder wahnsinnig gut gefallen. Das Buch saugt einen in das Setting des armen Neapel und erzählt die Geschichte der Freundinnen emotional und überzeugend weiter. Schade, dass es jetzt vorbei ist...

3.5

Elena Ferrante kann echt richtig gut schreiben, aber leider hat auch der vierte Band ihrer neapolitanischen Saga zwischenzeitlich heftige Längen. Die komplette Saga hätte in einen Augen sicherlich um 200-300 Seiten kürzer ausfallen können.

„Die Geschichte des verlorenen Kindes“ ist der vierte Teil der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante und meine Meinung zu diesem Teil ist auch gleichzeitig meine Meinung zur gesamten Saga. Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich diese Saga nicht ganz überzeugen konnte. Ich kam zwar auch nicht von ihr los und wollte die ganze Geschichte von Lila und Elena komplett kennen, aber … hmmm, ich hatte mir mehr erhofft. Nachdem mich vor allem das Ende des ersten Bands echt in seinen Bann gezogen hat, war für mich klar, dass ich die Reihe als Hardcover haben musste. Und ich bereue den Kauf der vier Hardcover auch nicht, denn es sind nicht nur äußerlich echte Schmuckstücke für das Bücherregal. Auch im Innern hat sich der Suhrkamp-Verlag mit Personenregister, Lesezeichen und Postkarte zum jeweiligen Band nicht lumpen lassen. Insbesondere das Personenregister inkl. der Schilderung der wichtigsten Ereignisse aus den vorherigen Bänden hat mir gute Dienste geleistet, gerade auch jetzt beim abschließenden Band, da doch einige Zeit zwischen Band 3 und Band 4 verstrichen war. Die Saga erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Elena und Lila. Aber wenn ich jemanden von den Büchern erzählen würde und vielleicht sogar als Lektüre empfehlen würden, würde ich definitiv betonen, dass es eine toxische Freundschaft ist. Genau das hat mir gut gefallen und genau so war es von der Autorin beabsichtigt. Vor allem dieses Toxische an der Freundschaft, die immerwährende Eifersucht auf beiden Seiten, die Rivalität, das Sich-miteinander-Messen und Vergleichen, die Dynamik zwischen den Mädchen und später den Frauen, fand ich spannend. Ich habe sie gerne in ihrer Entwicklung beobachtet von den kleinen Mädchen, die im Hinterhof des Wohnblocks mit ihren Puppen spielen bis hin zur älteren Frau und Mutter. Im Prinzip haben beide zu Beginn der Saga die gleichen Voraussetzungen. Sie kommen aus einem eher ärmlichen Viertel in Neapel, dem Rione, beide sind intelligent und gut in der Schule, wobei der einen das Wissen eher zufliegt, die andere hingegen für den schulischen Erfolg mehr tun muss. Doch als sich ihnen eine Chance auf eine bessere Bildung bietet und nur Elena diese ergreifen kann und Lila nicht, driften die Mädchen in ihrer Entwicklung und in ihrem Leben auseinander. Die Verbindung reißt zwar nie ganz ab, aber aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Lebenswege, ist es eigentlich nur natürlich, dass die Verbindung nicht mehr so eng ist, wie in der Kindheit und frühen Jugend. So oft ich von beiden auch genervt oder mit ihrem Handeln oder ihrer Meinung nicht einverstanden war, hat mich doch vor allem Lila schwer beeindruckt, die viel erreicht hat, trotz der schwierigeren Voraussetzungen. Etwas näher (wenn auch nicht wirklich sehr nah) war ich wohl an Elena dran, aber auch ihr konnte ich mich herrlich reiben, wie auch an Lila. An irgendeiner Stelle in der Saga wird sinngemäß gesagt, dass Lila Elenas Leben belagert. Elena lässt sich aber auch belagern und somit ist die Saga in doppelter Hinsicht eine Geschichte der Emanzipation – der Emanzipation der Frauen der 50er/ 60er Jahre (in Italien) an sich, aber auch die Geschichte des Sich-von-Lila-Freischwimmens von Elena. Neben Elena und Lila verfolgen wir auch den Lebensweg von weiteren jungen Leuten im Rione, Freunde und Nachbarn, mit denen die Mädchen aufgewachsen sind. Mir persönlich gab es jedoch zu viele zwischenmenschliche Verwicklungen in diesem einen „Freundes“kreis, dass es am Ende zu einem kaum zu entwirrenden Beziehungsgeflecht wurde. Mich hätte der politische und gesellschaftliche Hintergrund von Italien mehr interessiert als das „wer mit wem und warum?“ Natürlich mag ich es, Figuren in ihrer Entwicklung zu beobachten, aber ich finde es eben auch spannend, ein Land in seiner Entwicklung zu beobachten, was sich in dem Land tun, wie die Stimmung ist, welche Aufstände es vielleicht gibt. Das wird hier zwar vor allem durch die anderen jungen Leute des Viertels (vor allem Pas quale) angedeutet, aber mir persönlich war das zu wenig. Auch wenn mir bewusst ist, dass es den Rahmen gesprengt hätte und ich eigentlich sowieso schon finde, dass die Saga auch gut hätte gekürzt werden können. Vier Bände zwischen 480 und 620 Seiten, da muss man sich schon zu aufraffen, vor allem weil es immer wieder Längen in der Geschichte gab und ich mich mitunter zum Weiterlesen richtig gehend aufraffen musste. Es gibt zwar immer wieder ganz wunderbare, packende, spannende Passagen, mit denen mich die Autorin voll und ganz in ihre Geschichte reinzieht, aber sie zeigt ihr Erzähltalent in meinen Augen wirklich zu selten. Außerdem ist mir die Geschichte zu sehr aus der Retrospektive durch Elena erzählt, die ihre besondere Beziehung zu Lila als ältere Frau Revue passieren lässt. Dadurch bin ich zu wenig im Geschehen drin und an den Figuren dran. Mir fehlt das italienische Temperament, sowohl bei den Figuren in Unterhaltungen, Diskussionen, Streitereien, wie auch im Erzählton der Autorin. Vielleicht hätte ich sogar einen dicken Schicken mit 1200-1400 Seiten bevorzugt und diesen dann lieber in einem Rutsch gelesen.

5

Ein würdiger Abschluss

Ein würdiger Abschluss einer spannenden,fesselnden und zugleich schockierenden Tetralogie, die die Geschichte zweier Frauen vor dem Hintergrund all der Widersprüche Neapels erzählt. Das verlorene Kind hinterlässt eine unermessliche Leere. Die letzten Seiten sind erschütternd und bestätigen die Identität der beiden Protagonisten des Romans endgültig.

Ein würdiger Abschluss
5

Über Freundschaft und das Erwachsenwerden. 5 Sterne für alle vier Bände

Die Ehrlichkeit und die damit hergende Erzählkunst hat mich an allen 4 Bänden fasziniert, beeindruckt und begeistert. Ich würde gerne noch viel mehr von dieser großartigen Elena Ferrante lesen.

5

Die Geschichte des verlorenen Kindes ist ein würdiger Abschluss der neapolitanischen Saga. Im Gegensatz zu den drei vorangegangen Büchern, die kürzere Lebensabschnitte der Ich-Erzählerin Elena Greco beleuchteten, erstreckt sich die Handlung im letzten Band über vier Jahrzehnte von Anfang der 80er Jahre bis zum Ende der 00er Jahre. Noch mehr im Mittelpunkt als in Band 2 und 3 steht diesmal wieder die Freundschaft zu ihrer genialen Freundin Lila Cerullo, denn Lenu zieht wieder zurück nach Neapel und bewohnt sogar eine zeitlang die Wohnung über Lila, zusammen mit ihren drei Kindern als Alleinerziehende. Ich kann es gar nicht recht verstehen, warum mich diese Reihe so arg fesselte. Ich komme mir etwas vor wie die Fangirls hier auf Goodreads, die mit zig Zerbrochene Herzen Emojis ihre Zuneigung zu den fiktiven Personen kund tun. Elena Ferrante erzählt die Geschichte des Lebens von Lenu Greco nicht gerade besonders kreativ, alles schön chronologisch, manche Tage detailverliebt, dann wieder mal Jahre zusammenraffend. Aber das Ganze ist mit so viel Authentizität und südländischen Emotionen versehen, dass die Geschichte mich sehr umfängt. Für mich ist das eine der größten Familiengeschichten, die ich je gelesen habe. Besser kann man wohl nicht über Italien und der Mentalität ihrer Bewohner schreiben. Ich werde die Figuren vermissen.

5

Über Freundschaft und das Erwachsenwerden. 5 Sterne für alle vier Bände

Die Ehrlichkeit und die damit hergende Erzählkunst hat mich an allen 4 Bänden fasziniert, beeindruckt und begeistert. Ich würde gerne noch viel mehr von dieser großartigen Elena Ferrante lesen.

4

Ein schöner, wenn auch sehr viele Fragen offen lassender Abschluss der Saga.

4.5

Das Ende schlägt einen schönen Bogen zum Anfang und trotzdem bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich es finden soll. Es passt und lässt mich doch etwas ratlos zurück. Zudem ist es als müsste man von liebgewonnenen Figuren Abschied nehmen. Schön aber traurig.

3

In diesem letzten Teil haben die speziellen Eigenarten der Charaktere doch arg meine Nerven strapaziert. Auch wenn es hier noch mal einige spannende Entwicklungen gab und die Geschichte an sich auch interessant ist, hätte es vielleicht gereicht, sich auf drei Bände zu beschränken. Da gibt es schon etliche Längen.

5

Was für eine tolle Reihe. Ich bin absolut begeistert. Diese Reihe ist ein Lebenslesehighlight. Wunderbar. Lest es. Teil eins ist Meine geniale Freundin, spielt in Neapel und beginnt in den Fünfziger Jahren. :-)

3

Das lang ersehnte Finale ist da und ich habe mich sofort auf den letzten Band gestürzt. Ich wollte endlich wissen wie die Geschichte um Lila und Elena endet und hoffte auf das Lüften des Geheimnisses um Lilas Verschwinden aus Band 1. Sie ist weg und hat es geschafft sich auzulöschen, so, wie sie es sich mehrmals im Laufe der vielen letzten Jahre gewünscht hat. Als wäre sie nie dagewesen. Elena hat es endlich geschafft, mit Nino, der Liebe ihres Lebens, einen neuen Lebensabschnitt zu wagen. Sie verlässt ihren Ehemann und das geordnete Leben als Frau des geschätzten Professors Pietro Airota und geht zurück nach Neapel. Doch ganz in den Rione zurück traut sie sich nicht, will sie doch nicht all die Schritte wieder zurückgehen, die sie von dort aus mühselig rausgemacht hat. Schnell aber wird ihr klar, dass Ninos Vorstellung von einem gemeinsamen Leben mit der ihren nicht übereinstimmt. Sie ist jetzt eine angesehene Schirftstellerin, doch es ist ein immerwährender Kampf ihren Beruf, ihr Ansehen und das Muttersein in Einklang zu bringen. Am glücklichsten ist sie, wenn sie sich in ihrem Erfolg suhlen und auf Lesereisen ihre Bücher vorstellen kann. Das alles unter einen Hut zu bringen, geht nur durch Lila. Beide Frauen finden wieder zu einem engeren Freundschaftsverhältnis zurück. Lila, jetzt eine angesehene und geschätzte Frau im Rione, die mit Enzo ihr eigenes IT-Unternehmen gegründet hat und vielen Menschen nun einen Arbeitsplatz bieten kann. Sie wird das Gegenstück zu den Solaras, denen sie immer mehr ein Dorn im Auge wird. Und dennoch bleibt diese Freundschaft eine Hass-Liebe, in der Elena ihr ganzes Leben sich mit Komplexen herumplagt und stets gegen ihr minderwertiges Selbstvertgefühl ankämpfen muss. Sie, die eine höhere Bildung als Lila genossen hat, Bücher schrieb, die ihr über Italien hinaus Erfolge beschert haben, sich für Frauenrechte einsetzte und ein befreites und eigenbestimmtes Leben hatte, fühlte sie immer unter den intensiven Blicken Lilas und ihren Erfolgen und Errungenschaften, ihr nicht ebenbürtig. Dieses Hin und Her strapazierte schwer meine Nerven. Trotz des älter werdens, an Reife gewonnen und Höhen und Tiefen erlebt zu haben, scheinen beide Frauen ihr ursprüngliches Muster nicht durchbrechen zu können. Elena, die Ruhm und Erfolg hinterherstrebt, um sich aus dem Rione und ihrer Herkunft herauszuheben und Lila, immer im Kampf gegen sich und alle anderen um sich herum. Alles, was sie tut, macht sie aus einer bestimmten Berechnung heraus und um anders zu sein, wegen dem Willen anders zu sein. Dieser letzte Teil umfasst die Mitte der siebziger Jahre bis in die Gegenwart. Elena Ferrante streift die politische Lage im Land, die Kommunisten, Korruption sowie Mafia und organisierte Kriminalität als auch das schwere Erdbeben von 1980, in dem viele Menschen ums Leben kamen. Auch Lila und Elena erleben und überleben dieses Erdbeben. Dabei zeigt die Autorin den eigentlichen Charakter beider Figuren, der aber vom Alltag und den Lebensumständen stets verdeckt wird: In Notsituationen ist Elena stark und behält den Überblick und ihren Glauben an sich. Lila dagegen wird hilflos, zerrüttet und psychisch instabil. Sprachlich ist das Buch keine hohe Kunst und eher trivial, entgleist oft durch die Situation, den Zeitgeist und das Setting des Rione. Zeitlich gesehen macht die Autorin im letzten Band größere Sprünge. Es passiert jedoch so viel, dessen Notwendigkeit für die Geschichte sich mir nicht immer erschließt. Es füllte das Buch und zum ersten mal fühlte ich Längen im Buch, die ich sehr gerne übersprungen hätte. Das Ende jedoch enttäuschte dann auf ganzer Linie. Die groß aufgebaute Spannung über Lilas Verschwinden und die Erwartung einer genialen Auflösung verpuffte. Elena Ferrante verspielte m.M.n. das Potential des letzten Bandes. Das viele Gerede und die Aufreibung ihrer Figuren konnte mich letztendlich nicht mehr überzeugen. Zum Hörbuch: Die Neapolitanische Saga und Eva Mattes sind für mich ganz eng miteinander verbunden. Auch im letzten Hörbuch bleibt sich die Sprecherin treu und schafft es wieder einmal, Figuren sowie Setting vor meinem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Die Saga als Hörbuch war ein großer Hörgenuss und absolut emfehlenswert! Fazit: Ich bleibe etwas enttäuscht zurück, denn aus dem Beginn der grandiosen Saga ist am Schluss "nur" noch ein guter letzter Band geblieben, der, wäre er der Auftakt gewesen, mich als Leserin nicht bis zum letzten Teil hätte fesseln können. Es war schön, Italiens Geschichte, insbesondere die von Neapel, durch die lebenslange Freudschaft zweier Frauen zu begleiten und zu erkunden. Vieles war neu für mich und einiges deckte sich mit meinem Wissen. Es ist und bleibt eine besondere Saga, die leider im Abschlussband etwas an Spannung und Charme eingebüßt hat.

4

Das war’s dann mit diesem Vierteiler. Der dritte Teil hat mir zwar besser gefallen, aber dennoch war es ein tolles Buch. Das ich gerne und mit Spannung gelesen habe. Viele offene Enden aus den ersten Teilen werden erläutert.

3

Sie setzt alles auf eine Karte und verlässt Mann und Kinder für ihre Jugendliebe Nino. Welches Spiel er spielt durchschaut Elena jedoch erst viele Jahre später. Sie muss erkennen, dass Nino die Bewunderung der Frauen braucht und dass er ein ebensolcher Schürzenjäger ist wie sein Vater. Für diese Beziehung hat sie sich mit ihrer Mutter überworfen und auch Lila versucht Elena aus ihrem Leben zu verbannen, denn Lila ist was Lila schon immer war, unbequem. Erst als sie sich mit Nino überwirft und in ihre altes Viertel zurückzieht kommt sie ihrer Freundin wieder näher. Doch dann verschwindet Lilas Kind und Jahre später Lila selbst. Elena wird zwar eine erfolgreiche Schriftstellerin, aber sie wird immer in Lilas Schatten stehen. „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ ist der fulminante Abschluss der Neapolitanischen Saga. Für mich kommt Elena in diesem Band am besten weg und ist mir auch sympathischer als in den Büchern davor. Vielleicht liegt es daran, dass sie reifer geworden ist. In den vorherigen Bänden versuchte sie zu sehr zu gefallen, sich Lila anzunähern, deren angeborene Intelligenz durch übertriebenen Ehrgeiz zu kompensieren. Und während Lenu zu strahlen beginnt, verblasst Lila. Sie die immer die Starke war, wird durch den Verlust des Kindes fast gebrochen. Ich fand, dass sich hier die Rollen der beiden umkehrten. In einer Passage erliegt Elena der Vorstellung Lila würde wie Phönix aus der Asche auferstehen und ihr gesamtes literarisches Schaffenswerk, durch ihr einem kindlichen Frühwerk in den Schatten stellen. Doch Lila schert sich nicht um die Anerkennung anderer und verschwindet einfach. Das bleibt auch so bis zum Ende des Buches und das machte es irgendwie unbefriedigend für mich. Natürlich passt es hervorragend zu Lilas Charakter, den Zeitpunkt ihres Abgangs von der Bühne selbst zu bestimmen, dennoch hätte ich gern gewusst wohin sie entschwunden ist. Für mich war es schön zu lesen, wie Elena sich ihrer Mutter annähert. Zumal die beiden nie ein warmherziges Verhältnis pflegten. Aber durch die Krebserkrankung kommen sie sich näher und Lenu muss ihr kindliches Bild ihrer Eltern revidieren. Hier bekommt sie auch die Macht der Mafia zu spüren, durch ihren Schwager. Diese Organisation, die ihr Geld durch Drogen und Gewalt verdient, andererseits die ihren schützt und unterstützt. Die Bewohner des Viertels wachsen vor dem Leserauge heran, gründen Familien, vertreten Ideale, geraten auf die schiefe Bahn und einige sterben auch. Das hat mich so fasziniert an Ferrantes Büchern. Keine jugendliche Heldin, die die Welt rettet, sondern eine Frau, die versucht Liebe, Familie und beruflichen Erfolg unter einen Hut zu bringen. Manchmal gelingt es ihr und manchmal scheitert sie auch. Ein guter Abschluss und dennoch für mich unbefriedigend. Diese Bücher sind ein einzigartiger Einblick, in das Leben des alten Neapels und dem Wandel der Gesellschaft zur Mitte des 20. Jahrhunderts und ich bereue nicht sie gelesen zu haben, aber ein zweites Mal werde ich sie wohl nicht zur Hand nehmen.

5

Die Geschichte des verlorenen Kindes ist ein würdiger Abschluss der neapolitanischen Saga. Im Gegensatz zu den drei vorangegangen Büchern, die kürzere Lebensabschnitte der Ich-Erzählerin Elena Greco beleuchteten, erstreckt sich die Handlung im letzten Band über vier Jahrzehnte von Anfang der 80er Jahre bis zum Ende der 00er Jahre. Noch mehr im Mittelpunkt als in Band 2 und 3 steht diesmal wieder die Freundschaft zu ihrer genialen Freundin Lila Cerullo, denn Lenu zieht wieder zurück nach Neapel und bewohnt sogar eine zeitlang die Wohnung über Lila, zusammen mit ihren drei Kindern als Alleinerziehende. Ich kann es gar nicht recht verstehen, warum mich diese Reihe so arg fesselte. Ich komme mir etwas vor wie die Fangirls hier auf Goodreads, die mit zig Zerbrochene Herzen Emojis ihre Zuneigung zu den fiktiven Personen kund tun. Elena Ferrante erzählt die Geschichte des Lebens von Lenu Greco nicht gerade besonders kreativ, alles schön chronologisch, manche Tage detailverliebt, dann wieder mal Jahre zusammenraffend. Aber das Ganze ist mit so viel Authentizität und südländischen Emotionen versehen, dass die Geschichte mich sehr umfängt. Für mich ist das eine der größten Familiengeschichten, die ich je gelesen habe. Besser kann man wohl nicht über Italien und der Mentalität ihrer Bewohner schreiben. Ich werde die Figuren vermissen.

4

Ein guter Abschluss der Reihe

Die ganze Reihe hat mich sehr gefesselt aber mich mit einem ziemlich bedrückenden Gefühl zurück gelassen

4

Questo volume conclude le vicende di Lila ed Elena, le accompagna attraverso la maturità fino alla vecchiaia. Tutti i romanzi di questo ciclo hanno un'ottima caratterizzazione dei personaggi, ma questo libro è particolarmente introspettivo, in accordo con la maturazione e l'evoluzione dei protagonisti: così come succede nella vita si arriva a tirare le somme, si valutano (o rivalutano) persone e situazioni già note, ma ora analizzate con una consapevolezza diversa. Il tono del romanzo si fa via via più stanco e disilluso, eppure la storia non perde la sua straordinaria forza, quella immediatezza che coinvolge e non fa staccare gli occhi dal libro, ansiosi di sapere.La Ferrante mi ha trascinato nel mondo di queste due donne senza bisogno di filtri o espedienti stilistici, semplicemente con la profondità della trama, l'accuratezza psicologica con cui descrive i protagonisti e la sincerità con cui racconta; insomma arrivati al capitolo conclusivo di questa saga posso confermare quello che avevo detto dopo il primo libro, ossia che è una delle opere più appassionanti degli ultimi anni.

5

wann war ich das letzte mal so traurig, weil ein buch vorbei war?! was für eine mitreißende geschichte über die außergewöhnliche freundschaft zwischen zwei außergewöhnlichen frauen, die zeit ihres lebens trotz aller widrigkeiten so untrennbar miteinander verbunden sind. das ende hat mich förmlich zerrissen. zum einen, weil es nun heißt abschied zu nehmen und zum anderen, weil das ende ein so ambiger akt ist, wie so viele von lilas handlungen, und die interpretation davon ganz beim leser liegt. was bleibt zu sagen: GRAZIE lenú & lila, ciao…

3

Die Reihe, aus vier Bänden bestehend, geht zu Ende. Elena Ferrate hat einen passenden Schluss gefunden. In diesem Band waren besonders viele Emotionen und tragische Geschehnisse verpackt. Es war etwas skurriler, alles spitzte sich zu. Ganz wunderbar und fesselnd geschrieben. Toll.

3

So das war es nun das Ende des Buches. Das Ende der Reihe. Es war eine schwierige Lektüre. In Teilen lag es sicherlich daran, dass ich gleichzeitig noch ein anderes Buch gelesen habe. Andererseits hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass diese Geschichte am Ende ein gutes Ende nehmen würde. Dass diese schwierige und komplizierte Frauenfreundschaft einen versöhnlichen Abschluss findet. Doch nun sitze ich hier und bin etwas enttäuscht... Es war eine besondere Freundschaft, ein besonderes Leben, an dem uns Ferrante teilhaben ließ. Vielleicht liegt es einfach nur an meinen Erwartungen. Doch am Ende war es oft eine frustrierende und deprimierende Lektüre. Ich mochte Lenu, Lila gegenüber war ich zwiegespalten. Und dass ist ja genau, was immer auch beschrieben wird. Dieser Zwiespalt aus Zuneigung und gleichzeitig Herabsetzung. Insgesamt ist es eine lohnenswerte Reihe, aber mit dem Ende bin ich etwas unzufrieden. Lässt einen nachdenklich und irgendwie unbefriedigt zurück...

5

extraordinary but i feel fearful shifting towards these perceptions (and those similar) to analyse / interpret my ongoing life.

4

Schöner Abschluss der italienischen Reihe.

3

Insgesamt steckt in der Neapolitanischen Saga sehr viel Potential. Der Autorin ist, meiner Meinung nach, jedoch nicht gelungen, die Charaktere weiterzuentwickeln. Am Ende stehen die beiden Hauptcharakter Elena und Lina wieder am Anfang. Die eine ist trotzig/launisch und die andere zweifelt stets an sich selbst. Bei diesem (4. ) Buch empfand ich auch das Ende als elendig lang. So richtig ist die Autorin nicht zum Punkt gekommen. Nur die letzten 10 bis 15 Seiten hatten dann wieder etwas mehr Tiefgang.

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