Die Geschichte des Klangs

Die Geschichte des Klangs

Hardback
4.0194

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Description

Ben Shattuck über eine geheime Liebe, die Jahrzehnte später wieder zum Klingen kommt – jetzt im Kino mit Paul Mescal and Josh O'Connor Die Geschichte einer geheimen Liebe, die einen Sommer lang währt – und die ein Leben lang als die »eigentliche Liebe« nachklingt: Im Schatten des Ersten Weltkriegs lernen sich Lionel und David, zwei Musikstudenten, in einer verrauchten Bar im ländlichen Maine kennen und werden Freunde. Nach dem Krieg wandern sie im Sommer durch die Wälder New Englands, um Volkslieder zu sammeln, die sie auf Wachszylinder aufnehmen. Aus unerklärlichen Gründen bricht der Kontakt ab. Als Jahrzehnte später eine Frau beim Aufräumen eines Dachbodens die Wachszylinder findet, erklingt ihre Liebe noch einmal aufs Neue. Ben Shattuck ist eine literarische Entdeckung – ein Wortmagier, der in der Tradition von Joy Williams und John Cheever die Rätsel der menschlichen Seele erkundet.

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
104
Price
20.60 €

Author Description

Ben Shattuck wurde mit dem PEN America Short Story Prize und dem Pushcart Prize 2019 ausgezeichnet. Shattucks erstes Buch, »Six Walks: In the Footsteps of Henry David Thoreau« (2022) war ein Best Book of 2022 des New Yorker. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter an der Küste von Massachusetts, wo er den ältesten Gemischtwarenladen Amerikas aus dem Jahr 1793 betreibt. Außerdem ist er der Gründer und Leiter der Cuttyhunk Island Writers' Residency. Bei Hanser erschien bereits »Die Geschichte des Klangs« (2025).

Characteristics

4 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
59%
N/A
N/A
25%
33%
78%
54%
82%
34%
76%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
85%
91%
65%
90%

Pace

Fast25%
Slow0%
Moderate75%
Variable0%

Writing Style

Simple25%
Complex0%
Moderate75%
Bildhaft (67%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (67%)

Posts

48
All
3.5

Lionel trifft David und erfährt in einem gemeinsamen Sommer was Freundschaft, Liebe und Glück bedeutet. Annie hadert mit ihrer Ehe und ihrem selbstgewählten Schicksal als Hausfrau. Sie sehnt sich nach der Leichtigkeit am Anfang der Beziehung und nach ihrer Studienzeit, nach einer Aufgabe. Beim Aufräumen stößt Annie auf einen Schatz, der in ihr Leben Lionels und Davids Sommer bringt. Zwei ruhige, tiefgründige und emotional starke Kurzgeschichten. Trotz der kürze sind die Charaktere so gut herausgearbeitet, das sie mir sehr nah waren und ich sie fühlen konnte. Berührende Geschichte.

3.5

Erinnerungen, Gedanken was alles hätte sein können, Liebesschmerz, Leben. Ein kurzweiliges sympathisches Buch.

4

Kurz aber ganz toll

Kleines Schmuckstück, wo ich mir aktuell nicht so ganz sicher bin, wie ich es bewerten soll. Der Schreibstil, sehr ruhig, melancholisch und regt etwas zum Nachdenken an. Hätte mir dennoch den Abschnitt von David und Lionel etwas ausführlicher gewünscht. Dennoch ein sehr schönes und kurzes Büchlein mit gerade einmal 103 Seiten.

4.5

Wortgewaltig, intim und behutsam breitet der Autor eine wunderbare Liebesgeschichte aus.

4

Ein ruhiges Buch, das zum nachdenken anregt. 🎼😊

4

"Es muss einen zerreißen, damit man spürt, wie der Riss heilt." Ein Buch, auf dass ich nur durch Zufall gestoßen bin, als ich nach Geschichten passend zum Pride Month suchte. Ein Buch, dass viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Es ist eine leise, aber umso bewegendes Liebesgeschichte, du nicht gleich als solche zu erkennen ist. Ich musste diese Buch aufmerksam lesen um alle Zwischentöne zu erkennen. In zwei Teilen wird uns eine Geschichte erzählt, die sich erst im weiteren Verlauf zusammenfügt. Und erst im zweiten Teil, der Jahrzehnte später spielt, ist mir vieles zum ersten Teil richtig klar geworden. Ich fand 'Die Geschichte des Klangs' nicht ganz einfach zu lesen und bin erst im zweiten Teil komplett eingetaucht, aber dann trieb es mir auch die Tränen in die Augen, ein Zeichen, dass der Autor mich in seinen Bann ziehen konnte. Eine zarte Erzählung mit Tiefgang.

3.5

Eine Geschichte über zarte Liebe und die Kraft von Musik

Im Schatten des ersten Weltkrieges machen sich zwei Männer auf eine musikalische Reise und finden dabei die Liebe. Jahre später ist eine Frau auf der Suche nach Antworten und stößt dabei auf ein Instrument voller Geschichten. In einem ruhigen, unaufdringlichen Ton wird von Lionel erzählt, von dem Sommer seines Lebens und von den Schicksalen, die uns unser Leben lang prägen können. Der Autor schafft es auf wenigen Seiten und ohne großes Drama eine realistische Liebesgeschichte zu erzählen, die vor allem durch ihre sanfte Atmosphäre berührt.

4

intim, emotional, bildhaft

Ben Shattucks „Die Geschichte des Klangs“ ist eine meisterhafte Erkundung der Frage, was von uns bleibt, wenn die Zeit vergeht. In seinen miteinander verflochtenen Erzählungen spürt Shattuck den unsichtbaren Echos nach, die Menschen durch die Jahrhunderte in der Landschaft Neuenglands hinterlassen. Das Herzstück des Buches bildet dabei die tiefgreifende Darstellung der Liebe in all ihren Facetten – von der leidenschaftlichen, oft verbotenen Intimität zwischen den beiden jungen Männern in der Titelgeschichte bis hin zur stillen, schmerzhaften Verbundenheit über Jahrzehnte hinweg. Shattuck zeigt die Liebe nicht als kitschiges Ideal, sondern als eine Kraft, die so flüchtig und doch so beständig ist wie ein Klang im Wind; sie ist oft geprägt von Sehnsucht, Verlust und dem Mut, sich trotz der drohenden Vergänglichkeit für einen anderen Menschen zu öffnen. Sein Schreibstil ist dabei so präzise und bildhaft, dass man die Nadel auf den alten Wachswalzen fast kratzen hört, während man die emotionale Intensität seiner Figuren unmittelbar miterlebt. Er schafft es, die flüchtige Natur von Tönen und Gefühlen in eine Sprache zu fassen, die den Leser tief berührt und zeigt, dass am Ende vielleicht nur zwei Dinge die Zeit überdauern: der Klang unserer Stimmen und die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen haben.

5

Ein Klang, der nie vergeht

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck ist eine zarte, melancholische Erzählung über eine verborgene Liebe, die zwischen den Zeilen vibriert wie ein kaum hörbarer Ton. In poetischer Sprache verwebt Shattuck Musik, Erinnerung und Verlust zu einer leisen, aber eindringlichen Hommage an das, was unausgesprochen bleibt – und dennoch nie ganz vergeht. Ein literarisches Echo, das lange nachhallt.

Ein Klang, der nie vergeht
5

Wieder eine Buch, was weitaus mehr als fünf Sterne verdient hat ...

"Aber die Walzen erinnerten mich an das, was ich verpasst hatte: ein Leben, von dem ich nichts wusste (...). Das richtige Leben. Wie lächerlich kurz es gewesen war!" (Buchzitat) "Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck ist eine sehr ruhige und melancholische Erzählung, verfasst auf so unglaublich wenig Seiten, aber mit einer Kraft, die mich sofort berührt und nachhaltig erschüttert hat. In zwei Teilen wird von zwei unterschiedlichen Leben und Lieben erzählt, welche aber zwischen den Zeilen Parallelen aufweisen. Eine Erzählung, die sehr zum Nachdenken anregt und unbewusst zum Innehalten und vielleicht auch zum Hinterfragen des eigenen Lebens, der eigenen Beziehung, auffordert. Zitate: "Man sollte ein wenig Schmerz in seinem Leben haben" ... "Es muss einen zerreißen, damit man spürt, wie der Riss heilt." "Sie stand im Wald (...) und dachte zum ersten Mal darüber nach, dass das, was sie immer für den Anfang ihres Lebens gehalten hatte, möglicherweise das Ende gewesen war." Es hat weh getan, diese Buch zu lesen, aber dennoch wird es definitiv ein re-read werden ❣️

5

“Mein Großvater hat mal gesagt, dass Glück keine Geschichte ist. Darum gibt es über diese ersten Wochen nicht viel zu sagen.” Diese kraftvolle Aussage aus “Die Geschichte des Klangs” von Ben Shattuck hält uns die schmerzhafte, aber wichtige Erkenntnis vor Augen, dass Glück nicht literarisch ist und niemals sein kann. Nur der Verlust des Glücks ist erzählenswert, nur die Trauer um das Glück erschafft Kunst. Erfüllte Liebe ist nicht spannend für die Lesenden und deswegen hören die meisten positiv endenden, klassischen Lovestories auch dann auf, wenn die Liebenden sich bekommen haben. Nicht so bei David und Lionel, zwei Musikstudenten von der Ostküste der USA, die kurz vor dem ersten Weltkrieg - jung, schön und ungebunden - einander begegnen. David studiert Komposition und “sammelt” Lieder, David ist ein begabter Sänger und hat Synästhesie - er fühlt, riecht und schmeckt Farben. Sie werden ohne große Umschweife ein Paar. Lionel blickt im ersten Teil des kurzen, gerade mal 104 Seiten zählenden Romans als alter Mann in den USA der 1980er Jahre auf ihre Liebe zurück. Und diese Liebe ist eben nur unsterblich, weil sie keine Erfüllung in der Dauer erlebt hat. Sie ist nur solange “keine Geschichte”, so lange sie einen Sommer lang glücklich durch Maine reisen und Folksongs auf Wachswalzen aufnehmen. Sie lieben sich, essen Blaubeeren, bis sie blaue Zungen haben, sie schlafen unter freiem Himmel mit- und nebeneinander, sind einfach glücklich, bis das Leben sie kurz danach trennt und nie wieder zusammenführen wird. Nie wieder. Und dann ist es eben wieder der Verlust der Liebe, das Ende des Sommers und somit des Glücks, der eine Geschichte, der Literatur entstehen lässt. Bei Amy ist es genau andersherum. Zu der jungen Frau, die im gleichen Amerika die Wachswalzen in ihrem neuen Haus mit Geschichte findet, war die Liebe gnädig. Sie hat ihren Henry, den Specht-Forscher, den attraktiven Ornithologen, bekommen, obwohl das Schicksal sie für kurze Zeit getrennt hat. Für sie gab es ein “danach”, ein Leben an der Seite des Mannes, den sie liebt. Aber ist dieses Leben trotz der ganzen Liebe auch ein erfülltes? Hat sie sich nicht selbst aufgegeben, um das Glück zu finden? Der Roman stellt die Frage, ob eine kurze große Liebe, auf die man mit Wehmut, Leidenschaft und Trauer zurückblicken kann, nicht mehr wert ist als alle Erfüllung. Und das macht Ben Shattuck wirklich großartig. Auf eine leise, eindringliche Art, die einen noch lange über diese Frage nachdenken lässt. Aus dem Englischen übersetzt von Dirk van Gunsteren.

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4

Zwischen den Zeilen erklingt die Liebe

Die Geschichte des Klangs ist eine kurze, aber eindrucksvolle Erzählung von Ben Shattuck, die auf rund 104 Seiten eine berührende Geschichte von Liebe, Erinnerung und Musik entfaltet. Im Zentrum stehen Lionel und David, zwei junge Männer, die sich zu Beginn der Geschichte in einer verrauchten Bar begegnen. Lionel besitzt das absolute Gehör und kann Töne auf besondere Weise wahrnehmen. Er ordnet ihnen Farben, Gefühle, sogar Geschmäcker zu. Seine musikalische Begabung und seine Stimme faszinieren David, der ihn kurzerhand einlädt, gemeinsam Musik zu machen. Aus dieser Begegnung entsteht eine zarte Liebesbeziehung. Doch der Erste Weltkrieg trennt die beiden. Durch Briefe halten sie Kontakt, bis David Lionel schließlich einlädt, ihn auf eine sommerliche Reise nach Bowdoin, tief in den nördlichen Nadelwäldern, zu begleiten. Gemeinsam wollen sie Volkslieder und Klänge aus verschiedenen Regionen aufnehmen. Ein Projekt, das musikalische Archivierung mit einer inneren Suche verbindet. Dieser gemeinsame Sommer ist vielleicht die intensivste Zeit ihrer Beziehung. Dann wechselt die Perspektive zu Annie, die vor Kurzem mit Henry in ein altes Haus gezogen ist. Die Vorbesitzerin hat alles, was sie besaß, im Haus gelassen. Beim Ausräumen findet Annie Aufnahmen, die von der Reise der beiden Männer stammen. Durch das Hören dieser alten Wachszylinder wird ihre Geschichte wieder lebendig. Der poetische, feinfühlige Stil von Ben Shattuck hat mir sehr gut gefallen. Vieles bleibt unausgesprochen, liegt zwischen den Zeilen. Das verleiht dem Erzählstil eine besondere Tiefe. Besonders die erste Hälfte, die sich auf Lionel und David konzentriert, fand ich sehr berührend. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Teil länger gewesen wäre. Der zweite Teil, die Perspektive von Annie, war ebenfalls interessant, für mich aber nicht ganz so fesselnd wie der Anfang. Es geht auch um ihre Liebesbeziehung und die Probleme, die sie mit Henry hat, was für mich ein wenig vom Hauptstrang abgelenkt hat. Man bekommt hier zwei Perspektiven auf die Liebe. Einmal die des jungen Paars, das sich um 1917 kennenlernte und nie wirklich eine Chance bekam, seine zarte Liebe zu leben. Und dann die von Annie und Henry, die zwar seit 20 Jahren zusammen sind, bei denen aber die Liebe scheinbar nicht mehr ausreicht. Insgesamt ist Die Geschichte des Klangs eine schöne, melancholische Erzählung über Erinnerung, Verlust, Liebe und die Kraft der Musik. Wer poetische Sprache und stille Geschichten mag, dem kann ich das Buch nur empfehlen. Ich habe es gerne gelesen, hätte mir persönlich aber etwas mehr Tiefe und Länge gewünscht. *Unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

4.5

Leise, poetisch, rührend

Dieses Buch werde ich mit etwas Abstand sicher nochmal lesen, es gibt so viel zu entdecken. Mich hat die Geschichte um David und Lionel nicht so sehr berührt, eher fand ich die Abhängigkeit Lionels von David, in die er sich ja auch selbst begibt, etwas bedrückend. Verschlimmert wurde das Gefühl, da ich mir die ganze Zeit ja bewusst war, dass die Geschichte nicht gut enden würde. Mehr berührt hat mich dagegen die Geschichte um Annie, die Jahre später eine Verbindung zu Davids und Lionels Leben herstellen kann. Die Unfähigkeit Henrys gegenüber Annie tut dabei schon fast weh. Man möchte ihn schütteln und ihn fragen, ob er eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat. Aber das ist eben die Geschichte, eine erste Liebe, die nicht sein kann und eine erste Liebe, die sich nach und nach auflöst. Der Satz von Belle "Und ich finde es gut, wenn man in seinem Leben etwas Kummer gehabt hat" fügt dabei beide Geschichten zusammen. Es ist eigentlich eine schlimme Aussage, aber doch auch wahr. Nur wie viel ist "etwas Kummer" und wie viel muss einer in seinem Leben aushalten. Ein bisschen weniger Kummer hätte ich den Personen in der Erzählung schon gewünscht. Ein ganz tolles Buch, dass nicht durch ausufernde Erzählungen glänzt, sondern durch einen präzisen Ausdruck und viel Deutlichkeit.

5

Es war ein Genuß. In eine kleine aber feine Welt eingetaucht. USA der 20 Jahre. Zwei Menschen haben sich so undenkbar gern aber die Zeit läßt es nicht zu. Ein kleiner Schatz den ich da zufällig in der Buchhandlung entdeckt habe.

1.5

„Die Geschichte des Klangs“ konnte mich leider nicht überzeugen. Die Grundidee hatte eigentlich Potenzial, vor allem der erste Teil, aber durch die Kürze blieb alles sehr oberflächlich und die Figuren wirkten ziemlich blass. Der zweite Teil hat für mich wenig zur Geschichte beigetragen und insgesamt fehlten mir Spannung und Emotionen komplett. Schade, denn das schöne Cover hatte mich sofort angesprochen.

5

Eine leise Liebesgeschichte, die schöner kaum erzählt werden kann

Ich bin beeindruckt. Dieses Buch beschreibt keine komplizierte, leidenschaftliche Liebesgeschichte, wie man sie heutzutage häufig liest, sondern handelt von der einen Liebe, die man erst begreift, wenn es sie nicht mehr gibt. Man erfährt die Lebensgeschichte von Lionel, einem Musiker mit dem absoluten Gehör, der in jungen Jahren auf David trifft und dessen Leben ab diesem Zeitpunkt vor allem von den Entscheidungen Davids abhängt. Verbunden sind diese Beiden nicht nur durch die Liebe füreinander sondern auch durch die gemeinsame Liebe zur Musik. Sie ergänzen sich, David am Klavier und Lionel als begnadeter Sänger. Schicksalhafte Entscheidungen und kaum vorhersehbare Zufälle durchziehen beider Leben miteinander und auch ohne einander. Wundervoll und ohne großes Aufsehen wird nebenbei noch Annies Leben und deren Verbindung zu den Beiden mit eingeflochten. Dass eine Parallele besteht, ist einem gar nicht gleich bewusst, da Annie ihre ganz eigene (Liebes-)Geschichte zu erzählen hat, die ebenfalls mit einer großen Hingabe und Selbstaufgabe verbunden ist. Ich habe selten eine so authentische Liebesgeschichte gelesen und bin wirklich froh diese gefunden zu haben. Ben Shattuck schafft es auf so wenigen Seiten und ohne viel Getöse eine große Liebe zwischen Mensch zu Mensch und zwischen Mensch und Musik zu beschreiben. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Eine leise Liebesgeschichte, die schöner kaum erzählt werden kann
5

Unvergesslich

“Mein Großvater hat mal gesagt, dass das Glück keine Geschichte ist. Daher gibt es über die ersten Wochen nicht viel zu sagen.” Es war ein perfekter Sommer für Lionel und David. Sie wanderten gemeinsam durch Neuengland, nahmen Folksongs auf Wachswalzen auf und genossen das Glück ihrer Liebe. Es sollte ihnen nur diese eine Sommer vergönnt sein, doch der Klang blieb erhalten. Ein Buch über das Erinnern, über die erste Liebe, über den Schmerz des Verlustes. Ein stilles, nachdenkliches Buch, dass auf einfühlsame Art die Geschichte von Lionel und David erzählt. Die Erzählung ist herzerwärmend und melancholisch und man verliert sich schnell in der wunderbaren Sprache des Autors. Der Zauber dieses Buch wird noch lange in mir nachklingen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der auch die leisen Töne mag. *Danke an netgalley für das Rezensionsexemplar*

5

Unglaublich schön und berührend.

5

Was für eine Sprachgewalt. Bildhaft, gefühlvoll und sentimental.

5

Danke an die Schmökerbox und das Adventsgeschmöker, ohne hätte ich bestimmt nicht zu diesem Buch gegriffen. Aber so schmal wie es ist, so sehr habe ich es auch genossen. Und so sehr hat mir auch die Geschichte von Lionel und David das Herz gebrochen.

4.5

2 Kurzgeschichten in einem Buch

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck ist ein dünnes Buch. Unterteilt in 2 Kurzgeschichten. Wobei die entscheidende Hauptrolle die Wachszylinder, auch Phonographenwalze genannt, einnehmen. Shattuck sein Hauptthema ist Liebe. Die Liebe unter zwei Männern, die sich in einer verrauchten Bar kennenlernen. Die Musikliebe bringt ihre Freundschaft näher und dies ist eine Gradwanderung. Es ist eine bisexuelle Story. Später als Annie und Henry im zweiten Teil erscheinen zeigt ihre Liebe wieder andere Seiten. Annie studiert, erst Kommunikationswissenschaften, später Biologie, lernt Henry kennen. Die beiden heiraten. Kaufen ein Haus. Annie bleibt zu Hause und Henry lehrt als Professor. Heißt es, dass Annie ihren Beruf aufgibt, um der Liebe zu Hause zu bleiben? Ist dies die Erfüllung des Lebens? Leider werde ich es als Leser*in nicht erfahren. Shattuck stellt in dem Roman ein Medium der Musik in den Mittelpunkt, die Phonographenwalze. Es ist kein Aufklärungsbuch, aber zeigt wie weit die Technik damals war und welche Bedeutung heute die Walzen haben. Ein Blickwinkel wird verändert und verbindet die Geschichten und die Protagonist*innen aus dem Buch. „Die Geschichte des Klangs“ ist eine sensible und feinfühlige erzählte Story. Es liest sich leicht, angenehm und unaufgeregt. Den klaren Erzählstil des Autors mochte ich. Die Geschichte, aus der Kombination mit Musik und Liebe, liest sich gut bei einem lauen Sommerabend.

2 Kurzgeschichten in einem Buch
5

Ein ganz wunderbares Buch. Sanft und eindringlich und flüchtig, so wie wir’s mal sein werden.

Was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr sind. Mag gar nicht mehr dazu sagen. Ganz kurze Geschichte, die im starken Kontrast zum Inhalt des Buches, nicht sofort vergeht, sondern Bestand hat und mich sicher öfter begleiten wird.

Ein ganz wunderbares Buch. Sanft und eindringlich und flüchtig, so wie wir’s mal sein werden.
4.5

“Die Geschichte des Klangs” von Ben Shattuck (ins Deutsche übersetzt von Dirk van Gunsteren erzählt auf zwei Zeitebenen die Liebesgeschichte zweier junger Männer in den 1910ern. Lionel und David reisen eine Sommer durch Maine und zeichnen mit einem Phonographen Volkslieder der Bevölkerung auf. Viele Jahrzehnte später findet eine Frau in ihrem neuen Haus die Aufzeichnungen und beginnt, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Shattuck erzählt die Geschichte sehr zärtlich und poetisch, sodass man mit dem in die Vergangenheit zurück versetzten Lionel mitfühlt und -liebt. Auch mit Annie trauert man um ihr verpasstes Leben und erwartet mit Spannung, welche Türen ihr ihre Entdeckung öffnen. Die Erzählung ist leise und einfühlsam und die Hörbuchfassung von Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt toll gesprochen. Eine (etwas traurige) Wohlfühl-Lektüre für ungemütliche Herbsttage. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4.5

Make Your Own Kind Of Music

Eine sehr schöne Novelle, die mich ein wenig an die Briefe aus Zedelghem in David Mitchells Wolkenatlas erinnert hat. Auch "Die Geschichte des Klangs" behandelt so eine zarte, queere Liebesgeschichte; musikalische Kompositionen und Schicksale irgendwo im Umbruch. Ich fand es sprachlich sehr ansprechend und war so insgesamt sehr zufrieden mit diesem kurzen Lesevergnügen. Die Verfilmung soll übrigens schon im Februar in die Kinos kommen!

4

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck, gelesen von Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt 
Verlag: Hörbuch Hamburg Es gibt Geschichten, die nicht laut erzählen müssen, um lange nachzuhallen, sie klingen leise, wie eine ferne Melodie, die man erst im Innersten hört. Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck ist eine solche Geschichte. Ben Shattuck erzählt von zwei jungen Männern, Lionel und David, die sich in einer Bar begegnen. Der Klang der Musik führt sie zusammen und daraus wächst eine leise Liebe, die ein Leben lang nachhallt. Nach dem Krieg ziehen die beiden Männer durch die Landschaft, durch Wälder, über weiche Nadelbetten, unter einem Himmel, der ihre Liebe zu segnen scheint. Mit einer alten Phonographenwalze nehmen sie Lieder auf, und zwischen den Klängen, zwischen den Atemzügen, in stillen Momenten schwingt ihre Liebe mit. Doch wie ein Lied, das unvermittelt verklingt, reißt auch ihr Kontakt ab. Jahrzehnte später, in den 1980er Jahren, findet Anni beim Entrümpeln ihres neu gekauften Hauses die alten Wachszylinder und mit ihnen erwacht die Liebe der beiden noch einmal leise zum Leben. Ihre Entdeckung öffnet jedoch nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Frage nach ihrem eigenen Leben: Was wäre gewesen, hätte sie selbst anders geliebt, anders gelebt? Ben Shattuck schreibt mit einer Zartheit, die wie ein Windhauch berührt. Seine Sprache ist poetisch, feinfühlig und warm. Sie lässt Raum für Nachklang und all das, was zwischen den Zeilen geschieht. Ich habe diese Geschichte mit dem Herzen gehört. Reinhard Kuhnert und Tessa Mittelstaedt lesen mit einer unglaublichen Sanftheit. Ihre Stimmen tragen das ganze Gewicht der Erinnerung und zugleich die Leichtigkeit einer längst vergangenen Liebe. Die Geschichte des Klangs ist kein lautes Buch, aber es berührt tief. Und wenn das letzte Wort verhallt, bleibt etwas ganz Leises zurück, wie der Nachklang eines Tons, der noch lange im Herzen weiterklingt.

Post image
4.5

Eine große Liebe, die man nie vergisst

🌄Der Roman "Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck ist eine Geschichte über die große Liebe, die man nie vergisst und von Menschen, die immer einen Platz im Herzen haben werden. 🌄Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. Einmal zu Zeiten des Ersten Weltkrieges und in den 1980er Jahren. Lionel und David lernen sich, während ihres Studiums, kennen, teilen die Leidenschaft für Musik und verlieben sich ineinander. Nach dem Ersten Weltkrieg verbringen die beiden einen ganzen Sommer zusammen, um verschiedene Folkmusik von den Menschen zu sammeln. Lionel hat das perfekte Gehör und eine aurale Synästehesie, so dass er Töne als Farben und als Geschmack wahrnimmt. 🌄Der Autor schafft es sehr gut eine melancholische Stimmung festzuhalten und die Wanderung im Spätsommer anschaulich zu beschreiben. Allerdings fehlte mir ein bisschen Hintergrundwissen zu David und Lionel. Ich hätte gerne mehr über die beiden erfahren. Der Roman hatte aber nur 104 Seiten, sodass einzelne Momentaufnahmen gezeigt wurden anstatt eine zusammenhängende Geschichte. Und das fand ich wirklich sehr schade. Ich wäre gerne noch tiefer in das Leben von Lionel und David eingetaucht. Stattdessen lernen wir noch Anni kennen, die in den 1980er Jahren in ihrem neuen Haus alte Dinge findet, die Lionel gehört haben und die sie zurückgeben möchte. Aber auch Annis Geschichte ist lediglich eine Momentaufnahme. Ihre Ehe läuft nicht gut und sie sucht nach einer sinnvollen Aufgabe im Leben und möchte Abenteuer, wie eine Reise nach Rom erleben. Dort wo, mittlerweile der berühmte Lionel, mal für ein paar Jahre gearbeitet hat. Es war eine tiefgründige Geschichte, die ich gerne gelesen habe, aber ich hätte mir so sehr gewünscht, dass der Roman mehr Seiten gehabt und man mehr über die Charaktere erfahren hätte. Aber auch wenn der Roman nur sehr kurz war, war er unglaublich tiefgründig und mir hat der Schreibstil, der leicht melancholisch und irgendwie sehr traurig war, sehr gut gefallen. 🌄Ich empfehle das Buch allen, die sich für queere Liebesgeschichten, tiefgehende Schicksale und für Musik interessieren. 🌄Lieblingszitate "Ich stelle mir die Erde inzwischen wie eine Wachswalze vor; die Sonne ist die Nadel, die das Land abgetastet und die Klänge des Tages hervorbringt: streitende, kochende, lachende, singende, stöhnende, weinende, flirtende Menschen. Und dahinter das stille Reich von Millionen Schlafenden, das über die Erde zieht wie ein Rauschen. (Seite 30) "Aber diese Walze erinnerte mich an das, was ich verpasst hatte: ein Leben, von dem ich nichts wusste, von dem David aber ein Teil war. Das richtige Leben. Wie lächerlich kurz es gewesen war." (Seite 46) "Sie stand im Wald, sah die Scheinwerfer ihres Leerlauf summenden Wagens, die vollkommen leere Straße beleuchten und dachte zum ersten Mal darüber nach, dass das, was sie immer für den Anfang ihres eigentlichen Lebens gehalten hatte, möglicherweise das Ende gewesen war." (Seite 103)

Eine große Liebe, die man nie vergisst
5

Ein wunderschönes kurzes Buch!

Den ersten Teil der Geschichte fand ich schön, der zweite hat mich dann nicht mehr so gepackt. Keine Ahnung, ob es an mir lag… deshalb keine Sterne.

5

Schöne kleine Geschichte mit viel Klang Musik und Liebe

Schöne kleine Geschichte mit viel Klang Musik und Liebe
2.5

Erzählungen über Liebe (und Musik) - kein Roman!

Zunächst eine Vorwarnung: Es handelt sich nicht um einen Roman, auch wenn das der Verlag durch die Aufmachung wohl suggerieren will. Das Buch enthält zwei Erzählungen die miteinander verbunden sind. Es geht um Musik, Liebe und alles was sich daraus ergeben kann. Es sind Erzählungen, die von längst vergangenem handeln. Warum nur zwei von zwölf Erzählungen dieses interessanten Erzählers übersetzt wurden, warum man die beiden Erzählungen duch einen seeeehr großzügigen Satz auf gerade über einhundert Seiten gebläht hat und warum das bisschen Text dann 20 € kostet, sollte der Verlag mal gefragt werden. Die beiden Erzählungen sind gut, aber nur, weil es die zweite auch gibt. Besser aufs Taschenbuch warten.

4

Zwei Erzählungen

Die Geschichte des Klangs ist ein kleines Büchlein, das aus zwei Erzählungen besteht. Das sollte man vor dem Lesen wissen, aus dem Klappentext ist es nicht erkennbar. Beide Geschichten stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang, bauen aufeinander auf. Dennoch ist die Erwartungshaltung eine andere. Die erste Geschichte erzählt von Lionel und David, zwei Musikstudenten, die sich ineinander verlieben. Auf der Suche nach seltenen Musikstücken reisen die beiden durch die Wälder New Englands und verbringen einen unvergesslichen Sommer. Doch die beiden verlieren den Kontakt. In der zweiten Erzählung hört eine Frau ein Interview mit Lionel. In ihrem Haus stößt sie einige Zeit darauf auf einen Koffer mit Rollen. Sie nimmt Kontakt mit der früheren Eigentümerin des Hauses auf. Ich fand beide Geschichten sehr gut durchdacht. Besonders die Botschaft der zweiten ist sehr eindringlich. Bei der ersten Geschichte fehlte mir eingangs erwähnter Hinweis. Ohne diesen hatte ich Erwartungen an eine tiefgründige Liebesgeschichte. Die eigentliche Romanze war nach wenigen Seiten zu Ende, danach gab es nur noch eine kurze Zusammenfassung der weiteren Ereignisse. Vom Ende war ich daher ein wenig überrumpelt. Bis zum Schluss des Buches erwartete ich auch immer, dass es noch irgendwie eine andere Lösung, irgendein Geheimnis gäbe. Insgesamt ein schön geschriebenes Buch, dass mir als etwas ausführlicherer Roman jedoch lieber gewesen wäre.

4

Eine warme Geschichte, in der wahre Liebe keine Zeit kennt !

Eine Geschichte oder vielleicht auch eher eine Erzählung über 2 unterschiedliche Lieben… besonders die Liebe zwischen Lionel und David war so bezaubernd.

Eine warme Geschichte, in der wahre Liebe keine Zeit kennt !
3

Ganz nett, aber glaube Geschichten mit historischen Elementen sind nicht ganz meins.

3

Ein atmosphärisch dichter, kunstvoll verknappter Text, der in zwei Kapitel aufgeteilt ist. Das erste Kapitel, die eigentliche Geschichte einer Liebe zweier junger Männer kurz nach dem ersten Weltkrieg, die leider (wie ärgerlicher-, und klischeehafterweise oft bei schwulen Liebesgeschichten) nicht zu Ende gelebt werden kann, aber dennoch über Jahrzehnte andauert. Das ist poetisch und berührend, wenn auch ins Kitschige tendierend. Das zweite Kapitel kippt dann leider ins Banale, bzw. bedient sich auch wieder einiger nicht neuer Stereotype (Frau verzichtet zugunsten ihres unsympathischen Mannes auf die Karriere und bereut es später / befreit sich daraus). Das ist wenig spannend und greift die Ereignisse aus dem interessanteren ersten Kapitel nur am Rande wieder auf. Insgesamt lesenswert, weil es auf nur knapp hundert Seiten doch relativ viel erzählt. Unterm Strich hätte ich aber mehr erwartet. So ganz hält das Buch nicht, was es verspricht. 3/5

5

"Mein Großvater hat mal gesagt, dass Glück keine Geschichte ist." Ein kleine, wundervolle und glückliche Geschichte von der ersten Liebe zur Musik und zu einem Menschen, genauer gesagt zu einem Mann. Es ist 1916 als sich David und Lionel in einer Bar in Maine kennen und lieben lernen. Doch der 1. Weltkrieg unterbricht diese Liebe. 1919 treffen sie wieder aufeinander und reisen durch Maine um Volkslieder zu sammeln und zu dokumentieren. Doch der Sommer vergeht zu schnell und diese erste glückliche Liebe endet. In den 1980igern findet eine junge Frau im dem Arbeitszimmer ihres neuem Hause die Aufzeichnung aus dem Sommer 1919 und Lionel hört nach über 60 Jahren wieder die Stimme seine ersten großen Liebe.. Ein kurzer, wunderbarer Roman.. sehr schnelllebig, aber mitreißend bis zur letzten Zeile... wunderschöne Geschichte, danke dafür...

5

Eine unglaublich schöne, Dichte und feine Geschichte über liebe, Verlust, falsche Entscheidungen und das Leben an sich. Über Erinnerungen und Menschen die durch wenige Worte und Taten inspirieren.

5

Zwischentöne, die bleiben

„Die Geschichte des Klangs“ ist ein leises, beinahe scheues Buch - und gerade deshalb so beeindruckend. Ben Shattuck gelingt es, mit ruhiger Präzision eine Erzählung zu formen, die trotz ihrer Kürze eine erstaunliche Tiefe entfaltet. Es ist ein Buch, das nicht laut auf sich aufmerksam macht, sondern den Leser ganz sanft in seine Welt hineinzieht und dort zum Verweilen einlädt. Die Sprache ist feinfühlig und poetisch, ohne jemals überladen zu wirken. Jeder Satz scheint sorgfältig gesetzt, als hätte Shattuck nicht nur geschrieben, sondern komponiert. Die erzählerische Zurückhaltung entwickelt dabei eine besondere Kraft: Es sind oft die Zwischentöne, die in Erinnerung bleiben. Gerade in seiner Reduktion entfaltet der Text einen erstaunlichen Reichtum an Emotionen, Gedanken und Bildern. Auch inhaltlich überzeugt das Buch durch seine stille Schönheit. Es geht um Erinnerungen, Verluste, Verbundenheit und die vergängliche wie beständige Qualität von Klang, von Sprache, von Beziehungen. Fazit: Ein stilles Meisterwerk. Wer literarische Feinfühligkeit und poetische Sprache schätzt, wird mit diesem Buch einen besonderen Schatz entdecken. „Die Geschichte des Klangs“ ist zart, tief und voller Bedeutung, die auch nach dem letzten Satz im Ohr und im Herzen bleibt.

4

Eine leise Geschichte

Dies ist eine sehr zarte, leise und umgemein berührende Geschichte, in der immer ein gewisses Maß an Melancholie mitschwingt. Ich war zunächst sehr skeptisch, ob es dem Autor gelingen kann, auf so wenigen Seiten eine gute, tiefe Geschichte z uschreiben. Das ist aber uneigeschränkt gelungen und er sagt auf den wenigen Seiten sovel mehr aus als andere Menschen auf 400Seiten schaffen. Wer Action und übertriebene Sexszenen sucht, ist mit diesem buch nict gut beraten, wer aber echte Gefühle und eine wunderschöne Sprache sucht, ist hier definiv sehr gut beraten! Der Schreibstil ist sehr poetisch und ich habe ihm geliebt! Das trägt sicherlich auch im ganzen dazu bei, dass diese kurze Geschichte so berühren kann: „…mein Hals war voller blutiger Mückenstiche, und ich bekam Blasen an beiden Fersen, aber ich glaube, ich bin nie glücklicher gewesen — auf jene schlichte, langweilige Art, die sich jeder Beschreibung widersetzt.“ Ein bisschen traurig und nachdenklich hat mich die Geschichte jedoch auch gestimmt: erleben wir tatsächlich den Höhepunkt unseres Lebens wirklich in jungen Jahren und dann ist das Leben nur noch ein schwelgen in Erinnerung?

3

Leider enttäuschend

Bei dem Buch "Die Geschichte des Klangs" von Ben Shattuck handelt es sich um eine Geschichte um die Liebe zur Musik, aber auch um eine zur damaligen Zeit verbotenen Liebe zwischen zwei Männern. Die beiden Musikstudenten Lionel und Daniel lernen sich in einer Bar kennen und freunden sich an. Nach dem Krieg gehen die beiden einen Sommer lang auf Wanderschaft, um Volkslieder aufzunehmen. Der Schutzumschlag sowie das Buch (Hardcover) an sich gefallen mir richtig gut, es ist hochwertig gearbeitet. Ich habe ein paar Seiten benötigt, um richtig in die Geschichte rein zu kommen, aber danach war ich sehr begeistert von dem Schreibstil. Das doch leider sehr dünne Buch habe ich in wenigen Stunden ausgelesen. Was mich aber wirklich enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass das Originalbuch ganze 320 Seiten und insgesamt 12 Kurzgeschichten hat, die wohl alle miteinander verflochten sind, von denen aber leider nur 2 Stück ins Deutsche übersetzt wurden. Warum dies so ist, kann ich nicht nachvollziehen. Gerne hätte ich weiter gelesen und erfahren, was noch alles mit den Protagonisten passiert. Fazit: Eigentlich hätte ich dem Buch gerne 5 Sterne gegeben, für die tolle Geschichte und den guten Schreibstil hätte es dies auch verdient. Jedoch vergebe ich schlussendlich nur 3 Sterne, da für mich doch viele Teile der Geschichte fehlen.

4

Eigentlich eine wirklich schöne Geschichte, die im Prinzip aus 2 Kurzgeschichten besteht, die zusammengehören. Ich hätte gerne mehr erfahren und fand es am Ende etwas enttäuschend, als die zweite Geschichte endete. Es wirkte etwas unvollständig. Da das Original eigentlich aus mehr Kurzgeschichten besteht, kann es sein, dass durch das Weglassen der restlichen Geschichten etwas verloren gegangen ist.

4.5

Wunderschöner Rückblick

Tolle Geschichten, welche über Jahrzehnte miteinander verbunden sind. Große Empfehlung!

5

Bewegende Kurzgeschichte

Das Buch von Ben Shattuck, die Geschichte des Klangs, vereint zwei "Kurzgeschichten" bzw. Erzählstränge in einem. Der erste Teil dreht sich hauptsächlich um Lionel und David, um eine verbotene Liebe zur Zeit des Ersten Weltkrieges, um die Liebe zur Musik und um die dramatischen Folgen des Krieges. Der Autor arbeitet dabei in einem Nebensatz heraus, dass immerwährender Krieg die gesamte Familiengeschichte unseres Protagonisten beeinflusst hat. Im zweiten Teil begleiten wir Annie, die zum Zeitpunkt des Fundes der Musikwalzen aus Teil 1 der Story ihre Ehe und ihre Lebensentscheidungen in Frage stellt. Beide Erzählstränge sind toll miteinander verwoben und die Kernaussage der Geschichten ist gar nicht so leicht zu fassen. Ist die erste große Liebe nun die einzig wahre oder braucht es erst den Verlust dieser, um ein freies Leben führen zu können? Der Schreibstil ist absolut atmosphärisch und poetisch, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hätte mir durchaus gewünscht, dass diese Reise noch länger andauert. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

4

Ich habe „Die Geschichte des Klangs“ als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, wofür ich mich herzlich bedanke. Das Buch hat mich auf den ersten Blick angesprochen: Das Cover ist hochwertig gestaltet und passt wunderbar zur Thematik. Auch sprachlich überzeugt es – der Schreibstil ist sehr schön, ruhig, fast poetisch. Der Autor hat ein echtes Gespür für Atmosphäre und bringt Emotionen sehr feinfühlig zum Ausdruck. Die Grundidee der Geschichte ist originell und tiefgehend. Es geht nicht nur um Klang im wörtlichen Sinn, sondern auch um das, was zwischen Menschen schwingt – Erinnerung, Verlust, Hoffnung, Verbundenheit. Das macht die Lektüre besonders. Allerdings gab es Passagen, die sich etwas gezogen haben. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo und dafür andere Details gewünscht – dadurch fühlte ich mich leicht gelangweilt, obwohl die Geschichte an sich stark war. Deshalb ziehe ich nur einen Stern ab. Fazit: Eine berührende, fein erzählte Geschichte mit schöner Sprache, einem besonderen Thema und hochwertiger Gestaltung. Für alle, die gerne in ruhige, bedeutungsvolle Bücher eintauchen.

2.5

Man bleibt unbefriedigt zurück

Der Klappentext hört sich nach viel mehr an als diese extrem kurze Geschichte bieten kann. Ich könnte es mir in einem um einiges längeren Format viel besser vorstellen. Denn nach diesen gut zwei Stunden Hörgenuss bleibt man mit dem Eindruck zurück, dass gerade mal eine Einleitung geschaffen wurde. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, wobei der erste den zweiten um einiges überragt. Es wird von einer intensiven Liebe erzählt und der geteilten Liebe zur Musik. Der zweite Teil soll diese Geschichte wieder aufnehmen, aber er schafft es nicht, die emotionale Brücke zu schaffen. Insgesamt bleiben alle Charaktere sehr blass und das Potential der Grundidee wurde hier leider nicht ausgeschöpft.

5

Bewegende Kurzgeschichte

Das Buch von Ben Shattuck, die Geschichte des Klangs, vereint zwei "Kurzgeschichten" bzw. Erzählstränge in einem. Der erste Teil dreht sich hauptsächlich um Lionel und David, um eine verbotene Liebe zur Zeit des Ersten Weltkrieges, um die Liebe zur Musik und um die dramatischen Folgen des Krieges. Der Autor arbeitet dabei in einem Nebensatz heraus, dass immerwährender Krieg die gesamte Familiengeschichte unseres Protagonisten beeinflusst hat. Im zweiten Teil begleiten wir Annie, die zum Zeitpunkt des Fundes der Musikwalzen aus Teil 1 der Story ihre Ehe und ihre Lebensentscheidungen in Frage stellt. Beide Erzählstränge sind toll miteinander verwoben und die Kernaussage der Geschichten ist gar nicht so leicht zu fassen. Ist die erste große Liebe nun die einzig wahre oder braucht es erst den Verlust dieser, um ein freies Leben führen zu können? Der Schreibstil ist absolut atmosphärisch und poetisch, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hätte mir durchaus gewünscht, dass diese Reise noch länger andauert. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

3

Was zurückbleibt, wenn Musik Erinnerungen trägt – und Worte nicht alles sagen. Ben Shattuck erzählt in seinem kurzen Roman von einer zarten Verbindung zwischen zwei jungen Männern nach dem Ersten Weltkrieg – und einer Spurensuche, Jahrzehnte später, über den Klang, der alles bewahrte. Was hat das Buch bei mir ausgelöst? Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort gefesselt. Die erste Hälfte, in der Lionel und David gemeinsam durchs ländliche Amerika reisen, um Volksmusik mit alten Wachszylindern aufzunehmen, war für mich das stärkste Element des Romans. Besonders gelungen empfand ich, wie still, aber gleichzeitig intensiv die Gefühle zwischen den beiden Männern erzählt werden – ohne große Gesten, ohne Etiketten. Das hat mich berührt, auch weil queere Geschichten oft lauter erzählt werden müssen. Hier liegt die Kraft im Unausgesprochenen. Trotzdem hat sich die zweite Hälfte für mich wie ein Bruch angefühlt. Mit dem Perspektivwechsel zu Annie ging für mich ein Großteil der emotionalen Tiefe verloren, die ich zuvor so stark empfunden hatte. Ich verstand zwar die Idee hinter der Rahmenhandlung, doch es fiel mir schwer, eine Verbindung zu Annies Erzählung aufzubauen. Ihre Perspektive wirkte im Vergleich nüchterner, sachlicher – sie erinnerte mich eher an eine literarische Brücke als an eine voll ausgearbeitete Figur. Die Sprache ist fein, poetisch, und streckenweise wunderschön. Besonders in den Passagen zur Musik entsteht eine fast greifbare Sinnlichkeit – man hört nicht nur den Klang, man spürt ihn. Gleichzeitig empfand ich die Kürze des Romans als hinderlich. Viele Gedanken, Beziehungen und Entwicklungen blieben für meinen Geschmack zu angedeutet. Die Geschichte endet, bevor sie sich ganz entfalten kann – das erzeugt zwar eine gewisse Eleganz, ließ mich aber auch unbefriedigt zurück. Für wen könnte das Buch besonders interessant sein? Leser:innen, die Freude an poetischer, reduzierter Sprache und leisen Geschichten haben, in denen viel zwischen den Zeilen passiert, könnten in diesem Roman viel entdecken. Wer fragmentarische Erzählweisen mag, queer-literarische Themen ohne Label sucht und sich für musikalisch-symbolische Metaphern begeistert, findet hier möglicherweise genau die richtige Lektüre. Wer sich jedoch von emotionalem Tiefgang über längere Spannungsbögen mitreißen lassen will oder ausgearbeitete Nebenfiguren sucht, wird womöglich weniger mitgenommen. Fazit „Die Geschichte des Klangs“ hat bei mir einen starken ersten Eindruck hinterlassen, insbesondere durch die stille Beziehung zwischen Lionel und David. Sprache und Atmosphäre sind überzeugend – und doch blieb für mich am Ende ein Gefühl von Unvollständigkeit. Die Geschichte klingt eher wie eine literarische Skizze als wie ein ausformuliertes Werk. Besonders geeignet für alle, die sich gerne in Zwischentönen und leiser Melancholie verlieren – aber vielleicht weniger für Leser:innen, die eine klassische Romanstruktur oder eine rund abgeschlossene Handlung suchen. Danke an Netgalley.de und Hanser für das digitale Leseexemplar.

4

Dieses Buch hätte viel mehr Seiten verdient. Ich bin so traurig, dass es so kurz ist und ich hätte gerne noch mehr gelesen. Trotz alledem eine tolle kurze Geschichte die zum Nachdenken anregt. Vier Sterne, weil einer meiner Enttäuschung zum Opfer gefallen ist…

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