Die gelbe Tapete
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
Durchmischtes Leseerlebnis.
Die Sammlung „The Yellow Wallpaper and Other Stories“ von Charlotte Perkins Gilman zeigt vor allem welche Erwartungshaltungen gegenüber Frauen vor ca. 100 Jahren üblich waren. Neben „The Yellow Wallpaper“ thematisiert sie auch Probleme wie beispielsweise Selbstbestimmung und Abhängigkeit zu dieser Zeit. Ein kurzer und interessanter Read (100 Seiten), jedoch hat mich nicht jede Kurzgeschichte vom Hocker gehauen, wobei es allgemein gefühlt schwer ist auf so wenig Seiten einem komplexen und vielschichtigen Thema gerecht zu werden. Daher eher oberflächlich interessant.
"The mad woman has been used as a trope for centuries by writers, but more often as a walk-in part: we are allowed short, horrifying glimpses of the mad Ophelia and the hallucinating Lady Macbeth; before they are hurried to their deaths (..). What 'The Yellow Wallpaper' does is give the mad woman pen and paper, and ultimately a voice of her own." Das erste Mal habe ich 'The Yellow Wallpaper' in der Uni gelesen und ich war damals so begeistert von dem Text und der anschließenden Analyse, dass ich noch einige Gedichte von Perkins Gilman gelesen hatte. Nun bin ich wieder auf das dünne Büchlein gestoßen und hatte beim Reread nach einigen Jahren wieder genauso viel Freude. Die Autorin hat auf wenigen Seiten eine patriarchaler Unterdrückungsgeschichte verdichtet - oder eine feministische Befreiungsgeschichte. Es geht um eine junge Frau, der wegen ihrer 'Hysterie' im Sommerurlaub strengste Bettruhe verordnet wird, unterstützt von ihrem Ehemann. Aus Langeweile weiß sie sich nicht anders zu helfen, als sich intensiv mit der gelben Tapete in ihrem Schlafzimmer zu beschäftigen - bis sie meint, nicht nur ein Muster, sondern auch eine darin gefangene Frau erkennen zu können, die Nacht für Nacht versucht, auszubrechen. Wenn ihr den Text noch nicht gelesen habt, solltet ihr das unbedingt noch nachholen. Charlotte Perkins Gilman war eine feministische Aktivistin zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sie war ihrer Zeit voraus und hat ihr Leben lang dafür gekämpft, dass das nicht so bleibt. CN: Depr3ssion, Su1zid
Feministische Kurzgeschichte
Diese nur ca. 30 Seiten lange feministische Kurzgeschichte hat mich wirklich beeindruckt. Ich wusste, dass es um Isolation und psychischen Verfall geht, aber ich war überrascht, wie intensiv diese kurze Erzählung wirkt. Eine namenlose Frau wird von ihrem Arzt-Ehemann in ein abgelegenes Dachzimmer gesteckt, weil er glaubt, sie müsse sich von „hysterischen Neigungen" erholen. Sie darf weder arbeiten noch schreiben - alles, was ihr Freude oder geistige Beschäftigung bringen würde, ist ihr verboten. Heimlich beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben und je langer sie in diesem Raum sitzt, desto stärker fixiert sie sich auf die gelbe Tapete. Die Muster, die Farben - irgendwann sieht sie darin Frauen, die gefangen sind. Besonders spannend fand ich, wie die Autorin beschreibt, dass die Erzählerin in diesen Strukturen Gesichter und Figuren erkennt. (Ich konnte das gut nachempfinden, weil ich das selbst kenne: wie Muster oder Schatten plötzlich etwas zu „zeigen" scheinen, wenn man nur lange genug hinschaut, like: dieser Schrank schaut mich an, mit seinen Augen, die Knöpfe sind) Wichtig zu betonen ist, dass der Begriff „Hysterie", der hier als Diagnose auftaucht, heute als sexistisch und völlig überholt gilt - damals aber war er ein Mittel, um Frauen kleinzuhalten und ihnen Selbstbestimmung zu nehmen. Gilman, selbst eine Kritikerin der sogenannten „Rest Cure", hat mit dieser Geschichte schon 1892 eine scharfe Abrechnung mit diesen patriarchalen Strukturen geschrieben. Einerseits fand ich es gut, dass die Geschichte so kurz ist, weil sie sich schnell lesen lässt und viel Interpretationsspielraum bietet. Andererseits hätte ich mir bei so einem wichtigen Thema manchmal mehr Tiefe und Länge gewünscht. Der nüchtern direkte Stil verstärkt die beklemmende Stimmung und für mich war das Ganze weniger gruselig als vielmehr traurig, verstörend und sehr zum Nachdenken anregend. Meine Empfehlung: Ich mochte diese Geschichte sehr - nicht nur wegen der starken Bilder, sondern auch wegen der wichtigen Botschaft. Wer feministische Klassiker und psychologisch dichte Erzählungen mag, sollte hier unbedingt reinschauen.

Feminismus von 1892, we love it <3 Wer braucht Hamlet als Schullektüre, wenn man The Yellow Wallpaper lesen könnte!?! Diese Kurzgeschichte zeigt allen die sagen, Frauen hätten damals nur sehr wenig und schon gar nichts von Belang oder mit emotionaler Tiefe geschrieben, den Mittelfinger. Sprachlich, erzählerisch und inhaltlich eine der besten und bewegendsten Kurzgeschichten, die ich je gelesen habe!!
„Die Tapete sieht aus, als wüsste sie, welch schädlichen Einfluss sie auf mich hat!“
Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt, trotz dessen dass es „nur“ eine Kurzgeschichten mit weniger als 50 Seiten ist. Für mich war es bildend, gruselig und auch spannend. Die Autorin gewährt uns in Tagebucheinträgen einen tiefen Einblick in die Psyche und die Behandlung von Frauen im 19. Jahrhundert. Rollenverhältnisse werden deutlich und auch die Beziehung zu ihrem Mann kann in vielerlei Hinsichten analysiert werden: Ein Arzt, gleichzeitig auch ihr Ehemann, der sie aber nicht ernst nimmt. Seiner Meinung nach weiß er ganz genau, was seiner Frau hilft wider gesund zu werden. Mhm ist klar, John! Auch die Thematik um die Tapete war eine richtig gut umgesetzte Metapher: die Spiegelung der Psyche von der Frau. Diese feministische Kurzgeschichte hätte ruhig länger sein können, eine wirkliche Empfehlung!

Can you blame my girly to decend into madness when she is treated the way she is by her wanker of a husband? And on top of it she has to look day and night at this ugly as shade of yellow wallpaper, which I'm not convinced, hasn't grown mold. Sometimes I'm really glad that universities make you read classics. What a gem. 💛
The Yellow Wallpaper ist eine zugleich wunderschöne und verstörende Erzählung über das langsame Zerbrechen einer Frau, die in einem Haus und in ihrem eigenen Kopf gefangen ist. Charlotte Perkins Gilman beschreibt mit poetischer Präzision, wie Einsamkeit, Kontrolle und gesellschaftliche Unterdrückung in den Wahnsinn führen können. Man fühlt stark mit der Protagonistin, spürt ihr Unglück, ihre Verzweiflung und den Bruch zwischen Realität und Wahn. Für mich erzählt die Geschichte nicht nur vom Wahnsinn, sondern auch von Emanzipation. Vom Versuch, sich von der Kontrolle ihres Mannes und den Erwartungen der Gesellschaft zu befreien. Das Ende, in dem sie die Frau aus der Tapete befreien will und schließlich über ihrem Mann steht, ist kraftvoll und symbolisch: ein Moment der Befreiung, aber auch des Zusammenbruchs. Ein kurzer, aber intensiver Text der traurig, beängstigend aber auch erschreckend schön ist.
Bewegend, feministisch, schön und verstörend!
Auf nur wenigen Seiten erleben wir die niedergeschriebenen Gedanken und Handlungen einer Mutter während einer postnatalen Depression und können beobachten, wie diese psychotische Tendenzen annimmt. Ihr Ehemann hat sie in ein Anwesen verfrachtet, in der sie sich nur in einem Zimmer aufhält und sich nur ausruhen darf, um von ihremZustand zu heilen. Alles, was ihr Freude bereiten würde - Schreiben, in einem anderen Raum wohnen, Umgestalten des Raumes, verbietet er. Er bestimmt, was gut für sie ist und nimmt ihre Bedürfnisse nicht ernst. Er behandelt seine Frau und Mutter seines Kindes, wie ein junges unwissendes Mädchen und gibt vor, was sie für ihre Heilung braucht. Diese Kurzgeschichte ist, obwohl von 1891, einfach zu lesen, wichtige feministische Literatur und die behandelten Themen immer noch aktuell!
Really good, had a great time reading it. Was able to understand the storyline and the moral of the story. Would absolutely recommend. Quotes: The yellow wall-paper: „It is dull enough to confuse the eye in following, pronounced enough to constantly irritate and provoke study, and when you follow the lame uncertain curves for a little distance they commit suicide - plunge off at outrageous angles, destroy themselves in unheard of contradictions.“ „You think you have mastered it but just as you get well underway in following, it turns a back-somersault and there you are. It slaps you in the face, knocks you down, and takes upon you.” The rocking chair: “He had gone, I knew not where, and if he hadn’t to his death and a word of mine would have stopped him, I would not have said it.” Old water: “Then he poured out his heart to her. He told her how he loved her - madly, passionately, irresistably. He begged her to listen to him.” “It’s pretty lucky I could swim […] and he couldn’t. The poor man! O, the poor man! He must have been crazy!”
Huiuijui....
... harter Tobak und ich weiß immer noch nicht genau was ich davon halten soll. Es ist eine Kurzgeschichte, man liest sie wirklich schnell durch. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig da er von Anfang 1900 stammt, vielleicht hilft es auch die Umstände besser zu begreifen. Die arme Protagonistin leidet an Wahnvorstellungen und durch (damaliges) falsches Verständnis wird sie isoliert was das Ganze nur mehr verschlimmert. Zum Glück gibt es einen Anhang in dem die Autorin erklärt warum und wieso sie diese Kurzgeschichte verfasst hat, und es gibt sogar einen guten Grund. Heavy, aber nicht blutig oder so. Regt wirklich zum Nachdenken an und bleibt bestimmt noch länger in Erinnerung...
Unheimlich, intensiv und definitiv nichts für Leute, die vorhaben, ihr Zimmer neu zu tapezieren!
Wenn du denkst, Tapeten könnten niemals gruselig sein, hast du Die gelbe Tapete noch nicht gelesen. Was als harmlose Erholung für unsere Protagonistin beginnt, wird schnell zum psychologischen Albtraum. Eingesperrt und von allen unterschätzt, verfängt sie sich immer mehr in den bizarren Mustern der Tapete. Das Buch ist ein psychotrip – und es trifft genau ins gelbe🙃, wenn es um Themen wie Isolation und Unterdrückung geht.
The yellow wallpaper is a short story about a women suffering from postpartum depression and is forced to live in a room with yellow wallpaper that she hates.
I was genuinely impressed with how much the author was able to write and describe the wallpaper. She did it in a way that was creepy and descriptive. The short story was published in the 1800s and when reading you can tell women back then we’re disregarding constantly. Jane is always disregarded when telling her husbands John about her sickness. He didn’t believe that there was anything wrong physical wrong with her and dismissed her. This to me was insane. It just highlights that women’s problems were dismissed despite severely struggling. All this was caused by bed rest and it really goes to show that being on it and never allowed to leave due to your “health” can cause more harm then good. The best short story I’ve read.
“I’m getting really fond of the room in spite of the wall-paper. Perhaps BECAUSE of the wall-paper! It dwells in mind so.”
A good friend of mine and also our call of cthulhu gamekeeper recommended this to me (absolutely no surprise in retrospect). I just love short creepy stories like this. Creepy, maddening, lovecraftian and feminist at its core.
Drei feministische und sehr ehrliche Geschichten, die ich jedem nur ans Herz legen kann. The Yellow Wall-Paper: Eine Geschichte über eine Frau, die an postnataler Depression und Psychose leidet und dabei immer mehr den Verstand verliert. Währenddessen wird sie weder von ihrem Ehemann, noch von ihren Bruder, die beides hoch angesehene Ärzte sind, ernst genommen. Die Geschichte hat mich sehr mitgenommen, auch die Erzählperspektive fand ich dafür sehr geeignet. The Rocking-Chair: Auf eine Art schon fast eine Horrorstory, die aber ohne Grusel auskommt. Viel eher ist es aber eine Geschichte über eine Beziehung, die langsam an Ungesagtem zerbricht, was neben allem auch schon fast Horror genug ist. Old Water: Eine Mutter und ein Poet, die ineinander verliebt sind, es beide aber darin ausleben den Poeten und die Tochter der Mutter verkuppeln zu wollen, nur möchte die Tochter nichts davon wissen. (*Spoiler ab hier*) Wenigstens geht diese Geschichte besser aus als es solche Geschichten sonst leider immer tun.
Ein Buch, von dem man einst glaubte, es könnte einen verrückt machen, wurde geschrieben, um genau das zu verhindern. Es soll verhindern, sich verrückt machen zu lassen, sagt die Autorin selbst im Nachwort ihrer Geschichte 'Die gelbe Tapete'. Das Nachwort und die angehängte Biographie der Autorin ist überaus interessant und mindestens genauso spannend, wie die Geschichte selbst, die mit ihren knapp 50 Seiten doch unglaublich viel aussagt. Der Schreibstil ist schlicht und kurzweilig und beschreibt die Gedanken einer Frau, die wegen Depressionen in einem Dachzimmer ausruhen und gesunden soll, welches von einer gelben Tapete geziert ist, die unglaubliche Muster in sich birgt, welche sich des Nachts sogar verändern zu scheinen. Man verbietet der Dame das Schreiben und jegliche Anstrengung und sie tut es heimlich, weil sie ihre Gedanken über diese Tapete, die sie einerseits fürchtet und andererseits mit beinahe krankhaftem Interesse studiert, niederschreiben muss und möchte. Diese Geschichte ist kurz aber grandios und ich kann sie jedem empfehlen, der sich mit Geisteskrankheit und mit Fehlbehandlungen beschäftigen möchte oder der eben auch einfach mal etwas ganz anderes lesen will, aus ebenso noch einer völlig anderen Zeit. Für mich haben sich daher die 14,90 für dieses kleine Buch wirklich gelohnt.
A woman goes to the countryside with her husband and baby after a post-partum nervous breakdown that leaves her husband overly-attentive and dismissive and condescending. Not allowed to write, or really do much of anything, the narrator slowly begins to lose her grip on what is real. She begins to see things, strange things, in the yellow wallpaper of the nursery she stays in. What starts off as perhaps well-intentioned turns horrific.
So at some point I thought "oh this is finally getting interesting" and got a slight creepy feeling - then I turned the page and read "the end". Before that it wasn't at all what I'd expected and made me feel nothing. I can appreciate this book for the time period it was written in and I've been thinking about the ending from time to time, that's why it got a 2 star rating.
A woman is forced into 'rest cure' therapy in a foreign house, which leads to a hyperfixation on a yellow wallpaper. The ornaments come to life, becoming hallucinatory and personified figures trapped behind the pattern. It is just a brief insight into the beginning of mental decline, rather than a full exploration of insanity. It has a similar vibe to [b:The Bell Jar|56616095|The Bell Jar|Sylvia Plath|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1668645154l/56616095._SX50_.jpg|1385044], but with an abrupt ending, before anything interesting really started.
Description
Book Information
Posts
Durchmischtes Leseerlebnis.
Die Sammlung „The Yellow Wallpaper and Other Stories“ von Charlotte Perkins Gilman zeigt vor allem welche Erwartungshaltungen gegenüber Frauen vor ca. 100 Jahren üblich waren. Neben „The Yellow Wallpaper“ thematisiert sie auch Probleme wie beispielsweise Selbstbestimmung und Abhängigkeit zu dieser Zeit. Ein kurzer und interessanter Read (100 Seiten), jedoch hat mich nicht jede Kurzgeschichte vom Hocker gehauen, wobei es allgemein gefühlt schwer ist auf so wenig Seiten einem komplexen und vielschichtigen Thema gerecht zu werden. Daher eher oberflächlich interessant.
"The mad woman has been used as a trope for centuries by writers, but more often as a walk-in part: we are allowed short, horrifying glimpses of the mad Ophelia and the hallucinating Lady Macbeth; before they are hurried to their deaths (..). What 'The Yellow Wallpaper' does is give the mad woman pen and paper, and ultimately a voice of her own." Das erste Mal habe ich 'The Yellow Wallpaper' in der Uni gelesen und ich war damals so begeistert von dem Text und der anschließenden Analyse, dass ich noch einige Gedichte von Perkins Gilman gelesen hatte. Nun bin ich wieder auf das dünne Büchlein gestoßen und hatte beim Reread nach einigen Jahren wieder genauso viel Freude. Die Autorin hat auf wenigen Seiten eine patriarchaler Unterdrückungsgeschichte verdichtet - oder eine feministische Befreiungsgeschichte. Es geht um eine junge Frau, der wegen ihrer 'Hysterie' im Sommerurlaub strengste Bettruhe verordnet wird, unterstützt von ihrem Ehemann. Aus Langeweile weiß sie sich nicht anders zu helfen, als sich intensiv mit der gelben Tapete in ihrem Schlafzimmer zu beschäftigen - bis sie meint, nicht nur ein Muster, sondern auch eine darin gefangene Frau erkennen zu können, die Nacht für Nacht versucht, auszubrechen. Wenn ihr den Text noch nicht gelesen habt, solltet ihr das unbedingt noch nachholen. Charlotte Perkins Gilman war eine feministische Aktivistin zu Beginn des 20. Jahrhunderts, sie war ihrer Zeit voraus und hat ihr Leben lang dafür gekämpft, dass das nicht so bleibt. CN: Depr3ssion, Su1zid
Feministische Kurzgeschichte
Diese nur ca. 30 Seiten lange feministische Kurzgeschichte hat mich wirklich beeindruckt. Ich wusste, dass es um Isolation und psychischen Verfall geht, aber ich war überrascht, wie intensiv diese kurze Erzählung wirkt. Eine namenlose Frau wird von ihrem Arzt-Ehemann in ein abgelegenes Dachzimmer gesteckt, weil er glaubt, sie müsse sich von „hysterischen Neigungen" erholen. Sie darf weder arbeiten noch schreiben - alles, was ihr Freude oder geistige Beschäftigung bringen würde, ist ihr verboten. Heimlich beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben und je langer sie in diesem Raum sitzt, desto stärker fixiert sie sich auf die gelbe Tapete. Die Muster, die Farben - irgendwann sieht sie darin Frauen, die gefangen sind. Besonders spannend fand ich, wie die Autorin beschreibt, dass die Erzählerin in diesen Strukturen Gesichter und Figuren erkennt. (Ich konnte das gut nachempfinden, weil ich das selbst kenne: wie Muster oder Schatten plötzlich etwas zu „zeigen" scheinen, wenn man nur lange genug hinschaut, like: dieser Schrank schaut mich an, mit seinen Augen, die Knöpfe sind) Wichtig zu betonen ist, dass der Begriff „Hysterie", der hier als Diagnose auftaucht, heute als sexistisch und völlig überholt gilt - damals aber war er ein Mittel, um Frauen kleinzuhalten und ihnen Selbstbestimmung zu nehmen. Gilman, selbst eine Kritikerin der sogenannten „Rest Cure", hat mit dieser Geschichte schon 1892 eine scharfe Abrechnung mit diesen patriarchalen Strukturen geschrieben. Einerseits fand ich es gut, dass die Geschichte so kurz ist, weil sie sich schnell lesen lässt und viel Interpretationsspielraum bietet. Andererseits hätte ich mir bei so einem wichtigen Thema manchmal mehr Tiefe und Länge gewünscht. Der nüchtern direkte Stil verstärkt die beklemmende Stimmung und für mich war das Ganze weniger gruselig als vielmehr traurig, verstörend und sehr zum Nachdenken anregend. Meine Empfehlung: Ich mochte diese Geschichte sehr - nicht nur wegen der starken Bilder, sondern auch wegen der wichtigen Botschaft. Wer feministische Klassiker und psychologisch dichte Erzählungen mag, sollte hier unbedingt reinschauen.

Feminismus von 1892, we love it <3 Wer braucht Hamlet als Schullektüre, wenn man The Yellow Wallpaper lesen könnte!?! Diese Kurzgeschichte zeigt allen die sagen, Frauen hätten damals nur sehr wenig und schon gar nichts von Belang oder mit emotionaler Tiefe geschrieben, den Mittelfinger. Sprachlich, erzählerisch und inhaltlich eine der besten und bewegendsten Kurzgeschichten, die ich je gelesen habe!!
„Die Tapete sieht aus, als wüsste sie, welch schädlichen Einfluss sie auf mich hat!“
Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt, trotz dessen dass es „nur“ eine Kurzgeschichten mit weniger als 50 Seiten ist. Für mich war es bildend, gruselig und auch spannend. Die Autorin gewährt uns in Tagebucheinträgen einen tiefen Einblick in die Psyche und die Behandlung von Frauen im 19. Jahrhundert. Rollenverhältnisse werden deutlich und auch die Beziehung zu ihrem Mann kann in vielerlei Hinsichten analysiert werden: Ein Arzt, gleichzeitig auch ihr Ehemann, der sie aber nicht ernst nimmt. Seiner Meinung nach weiß er ganz genau, was seiner Frau hilft wider gesund zu werden. Mhm ist klar, John! Auch die Thematik um die Tapete war eine richtig gut umgesetzte Metapher: die Spiegelung der Psyche von der Frau. Diese feministische Kurzgeschichte hätte ruhig länger sein können, eine wirkliche Empfehlung!

Can you blame my girly to decend into madness when she is treated the way she is by her wanker of a husband? And on top of it she has to look day and night at this ugly as shade of yellow wallpaper, which I'm not convinced, hasn't grown mold. Sometimes I'm really glad that universities make you read classics. What a gem. 💛
The Yellow Wallpaper ist eine zugleich wunderschöne und verstörende Erzählung über das langsame Zerbrechen einer Frau, die in einem Haus und in ihrem eigenen Kopf gefangen ist. Charlotte Perkins Gilman beschreibt mit poetischer Präzision, wie Einsamkeit, Kontrolle und gesellschaftliche Unterdrückung in den Wahnsinn führen können. Man fühlt stark mit der Protagonistin, spürt ihr Unglück, ihre Verzweiflung und den Bruch zwischen Realität und Wahn. Für mich erzählt die Geschichte nicht nur vom Wahnsinn, sondern auch von Emanzipation. Vom Versuch, sich von der Kontrolle ihres Mannes und den Erwartungen der Gesellschaft zu befreien. Das Ende, in dem sie die Frau aus der Tapete befreien will und schließlich über ihrem Mann steht, ist kraftvoll und symbolisch: ein Moment der Befreiung, aber auch des Zusammenbruchs. Ein kurzer, aber intensiver Text der traurig, beängstigend aber auch erschreckend schön ist.
Bewegend, feministisch, schön und verstörend!
Auf nur wenigen Seiten erleben wir die niedergeschriebenen Gedanken und Handlungen einer Mutter während einer postnatalen Depression und können beobachten, wie diese psychotische Tendenzen annimmt. Ihr Ehemann hat sie in ein Anwesen verfrachtet, in der sie sich nur in einem Zimmer aufhält und sich nur ausruhen darf, um von ihremZustand zu heilen. Alles, was ihr Freude bereiten würde - Schreiben, in einem anderen Raum wohnen, Umgestalten des Raumes, verbietet er. Er bestimmt, was gut für sie ist und nimmt ihre Bedürfnisse nicht ernst. Er behandelt seine Frau und Mutter seines Kindes, wie ein junges unwissendes Mädchen und gibt vor, was sie für ihre Heilung braucht. Diese Kurzgeschichte ist, obwohl von 1891, einfach zu lesen, wichtige feministische Literatur und die behandelten Themen immer noch aktuell!
Really good, had a great time reading it. Was able to understand the storyline and the moral of the story. Would absolutely recommend. Quotes: The yellow wall-paper: „It is dull enough to confuse the eye in following, pronounced enough to constantly irritate and provoke study, and when you follow the lame uncertain curves for a little distance they commit suicide - plunge off at outrageous angles, destroy themselves in unheard of contradictions.“ „You think you have mastered it but just as you get well underway in following, it turns a back-somersault and there you are. It slaps you in the face, knocks you down, and takes upon you.” The rocking chair: “He had gone, I knew not where, and if he hadn’t to his death and a word of mine would have stopped him, I would not have said it.” Old water: “Then he poured out his heart to her. He told her how he loved her - madly, passionately, irresistably. He begged her to listen to him.” “It’s pretty lucky I could swim […] and he couldn’t. The poor man! O, the poor man! He must have been crazy!”
Huiuijui....
... harter Tobak und ich weiß immer noch nicht genau was ich davon halten soll. Es ist eine Kurzgeschichte, man liest sie wirklich schnell durch. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig da er von Anfang 1900 stammt, vielleicht hilft es auch die Umstände besser zu begreifen. Die arme Protagonistin leidet an Wahnvorstellungen und durch (damaliges) falsches Verständnis wird sie isoliert was das Ganze nur mehr verschlimmert. Zum Glück gibt es einen Anhang in dem die Autorin erklärt warum und wieso sie diese Kurzgeschichte verfasst hat, und es gibt sogar einen guten Grund. Heavy, aber nicht blutig oder so. Regt wirklich zum Nachdenken an und bleibt bestimmt noch länger in Erinnerung...
Unheimlich, intensiv und definitiv nichts für Leute, die vorhaben, ihr Zimmer neu zu tapezieren!
Wenn du denkst, Tapeten könnten niemals gruselig sein, hast du Die gelbe Tapete noch nicht gelesen. Was als harmlose Erholung für unsere Protagonistin beginnt, wird schnell zum psychologischen Albtraum. Eingesperrt und von allen unterschätzt, verfängt sie sich immer mehr in den bizarren Mustern der Tapete. Das Buch ist ein psychotrip – und es trifft genau ins gelbe🙃, wenn es um Themen wie Isolation und Unterdrückung geht.
The yellow wallpaper is a short story about a women suffering from postpartum depression and is forced to live in a room with yellow wallpaper that she hates.
I was genuinely impressed with how much the author was able to write and describe the wallpaper. She did it in a way that was creepy and descriptive. The short story was published in the 1800s and when reading you can tell women back then we’re disregarding constantly. Jane is always disregarded when telling her husbands John about her sickness. He didn’t believe that there was anything wrong physical wrong with her and dismissed her. This to me was insane. It just highlights that women’s problems were dismissed despite severely struggling. All this was caused by bed rest and it really goes to show that being on it and never allowed to leave due to your “health” can cause more harm then good. The best short story I’ve read.
“I’m getting really fond of the room in spite of the wall-paper. Perhaps BECAUSE of the wall-paper! It dwells in mind so.”
A good friend of mine and also our call of cthulhu gamekeeper recommended this to me (absolutely no surprise in retrospect). I just love short creepy stories like this. Creepy, maddening, lovecraftian and feminist at its core.
Drei feministische und sehr ehrliche Geschichten, die ich jedem nur ans Herz legen kann. The Yellow Wall-Paper: Eine Geschichte über eine Frau, die an postnataler Depression und Psychose leidet und dabei immer mehr den Verstand verliert. Währenddessen wird sie weder von ihrem Ehemann, noch von ihren Bruder, die beides hoch angesehene Ärzte sind, ernst genommen. Die Geschichte hat mich sehr mitgenommen, auch die Erzählperspektive fand ich dafür sehr geeignet. The Rocking-Chair: Auf eine Art schon fast eine Horrorstory, die aber ohne Grusel auskommt. Viel eher ist es aber eine Geschichte über eine Beziehung, die langsam an Ungesagtem zerbricht, was neben allem auch schon fast Horror genug ist. Old Water: Eine Mutter und ein Poet, die ineinander verliebt sind, es beide aber darin ausleben den Poeten und die Tochter der Mutter verkuppeln zu wollen, nur möchte die Tochter nichts davon wissen. (*Spoiler ab hier*) Wenigstens geht diese Geschichte besser aus als es solche Geschichten sonst leider immer tun.
Ein Buch, von dem man einst glaubte, es könnte einen verrückt machen, wurde geschrieben, um genau das zu verhindern. Es soll verhindern, sich verrückt machen zu lassen, sagt die Autorin selbst im Nachwort ihrer Geschichte 'Die gelbe Tapete'. Das Nachwort und die angehängte Biographie der Autorin ist überaus interessant und mindestens genauso spannend, wie die Geschichte selbst, die mit ihren knapp 50 Seiten doch unglaublich viel aussagt. Der Schreibstil ist schlicht und kurzweilig und beschreibt die Gedanken einer Frau, die wegen Depressionen in einem Dachzimmer ausruhen und gesunden soll, welches von einer gelben Tapete geziert ist, die unglaubliche Muster in sich birgt, welche sich des Nachts sogar verändern zu scheinen. Man verbietet der Dame das Schreiben und jegliche Anstrengung und sie tut es heimlich, weil sie ihre Gedanken über diese Tapete, die sie einerseits fürchtet und andererseits mit beinahe krankhaftem Interesse studiert, niederschreiben muss und möchte. Diese Geschichte ist kurz aber grandios und ich kann sie jedem empfehlen, der sich mit Geisteskrankheit und mit Fehlbehandlungen beschäftigen möchte oder der eben auch einfach mal etwas ganz anderes lesen will, aus ebenso noch einer völlig anderen Zeit. Für mich haben sich daher die 14,90 für dieses kleine Buch wirklich gelohnt.
A woman goes to the countryside with her husband and baby after a post-partum nervous breakdown that leaves her husband overly-attentive and dismissive and condescending. Not allowed to write, or really do much of anything, the narrator slowly begins to lose her grip on what is real. She begins to see things, strange things, in the yellow wallpaper of the nursery she stays in. What starts off as perhaps well-intentioned turns horrific.
So at some point I thought "oh this is finally getting interesting" and got a slight creepy feeling - then I turned the page and read "the end". Before that it wasn't at all what I'd expected and made me feel nothing. I can appreciate this book for the time period it was written in and I've been thinking about the ending from time to time, that's why it got a 2 star rating.
A woman is forced into 'rest cure' therapy in a foreign house, which leads to a hyperfixation on a yellow wallpaper. The ornaments come to life, becoming hallucinatory and personified figures trapped behind the pattern. It is just a brief insight into the beginning of mental decline, rather than a full exploration of insanity. It has a similar vibe to [b:The Bell Jar|56616095|The Bell Jar|Sylvia Plath|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1668645154l/56616095._SX50_.jpg|1385044], but with an abrupt ending, before anything interesting really started.




















































