Die Frau von Montparnasse

Die Frau von Montparnasse

Softcover
3.637
PhilosophinMadame CurieHistorischer RomanDie Muse Von Wien

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Description

Die große Philosophin Simone de Beauvoir und die Liebe in Freiheit

Paris, 1929: Die junge Simone will studieren – und schreiben. Dann begegnet sie Jean-Paul Sartre, Enfant terrible, Genie und bald ihr Geliebter. Sie schließen einen Pakt, der ihre Liebe und dabei sexuelle Freiheit sichern soll. Gemeinsam formulieren sie die Philosophie des Existenzialismus, sind der Mittelpunkt der Pariser Bohème. Doch ihren Traum vom Schreiben kann Simone nicht verwirklichen – die Verlage lehnen ihre Texte als »unpassend« ab. Und auch um die Beziehung zu Sartre muss sie kämpfen. Denn: Wie lässt sich eine große Liebe mit dem Streben nach Freiheit vereinbaren?

Die neue Caroline Bernard – nach dem Bestseller »Frida Kahlo und die Farben des Lebens« der große Roman über Simone de Beauvoir, eine so mutige wie leidenschaftliche Frau und ihre Lust am Denken

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
448
Price
16.50 €

Author Description

Caroline Bernard ist das Pseudonym von Tania Schlie. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet seit über zwanzig Jahren als freie Autorin. Sie liebt es, Geschichten von starken Frauen zu erzählen.Ihr Roman »Frida Kahlo und die Farben des Lebens« führte lange Zeit die Bestsellerlisten an und ist in zahlreichen Ländern erschienen.Im Aufbau Taschenbuch und bei Rütten & Loening liegen von ihr außerdem »Die Muse von Wien«, »Rendezvous im Café de Flore«, »Die Frau von Montparnasse«, »Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen«, »Die Wagemutige« und »Ich bin Frida« vor.

Posts

7
All
3

Die mutige Frau von Montparnasse

Wie mutig Frauen in den 1920ern sein mussten, um ihren eigenen Weg entgegen dem Willen des Patriarchats gehen zu müssen, zeigt dieses Buch. Es macht Mut Simone de Beauvoir zu begleiten. Trotzdem hat mir bei den Hauptfiguren der Tiefgang gefehlt. An vielen Stellen hätte ich mir pfiffigere Dialoge gewünscht und nicht nur in wenigen Sätzen, dass es einen spannenden Austausch gab. Das Verhältnis der Familie zu Simone war mir zu oberflächlich. Das Auflehnen Simone gegen ihre Eltern fand, gefühlt, nur theoretisch statt.

3

Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht... Ich fand es eigentlich wirklich interessant, Simone de Beauvoir ist eine wahrlich faszinierende Persönlichkeit, deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Leider konnte es mich dennoch nicht so richtig packen. Für eine Biographie enthielt es mir zu viele Romanelemente, für einen Roman dagegen zu wenige. Vielleicht liegt es nur an meiner Gewohnheit, da ich bisher noch nicht viele Biographische Romane gelesen habe, aber die Form hat mich immer wieder rausgebracht, und so war ich sehr froh, als ich es nach über einer Woche ad acta legen konnte. Ein wenig versöhnt hat mich tatsächlich das Nachwort, da es in mir Sympathien für die Autorin geweckt hat und meine Kritikpunkte an de Beauvoir und wie sie hier dargestellt wird, genommen oder gerechtfertigt hat. Oft habe ich beim Lesen gedacht "Simone de Beauvoir ist eine der ersten, die mir in Verbindung mit dem Wort Feminismus einfällt, und ihr Leben dreht sich so viel um ihre Beziehung zu Sartre?". Doch dabei musste ich mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass sie zu einer ganz anderen Zeit gelebt hat, wo selbst eine Partnerschaft ohne Ehe noch ein Akt der Rebellion war. Dennoch hätte ich gerne etwas weniger über die Vorkiriegsjahre und ihre vielen Bekanntschaften und etwas mehr über die Zeit nach ihrem Durchbruch gelesen. So war es für mich zwar ein gutes, interessantes Buch, das mich aber dennoch leider nicht fesseln und überzeugen konnte.

5

Das Buch ist sehr gut geschrieben, hat mich mitgenommen und begeistert. Es war sehr schön, sich mit Simone und Satre in Paris bzw. in Frankreich zu bewegen.

3

*Danke an NetGalley, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.* Ich liebe die Idee der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“. Gelesen habe ich bis jetzt nur das Buch zu Coco Chanel, aber mich interessieren auch das zu Frida Kahlo, Edith Piaf oder Marlene Dietrich. Eine ähnliche Reihe ist sonst noch „Ikonen ihrer Zeit“, aus der ich das Buch zu Marie Curie gelesen habe. All diese Bücher sind biografische Romane zu historischen weiblichen Persönlichkeiten. Im Nachwort gehen die Autorinnen zudem auf die Biografien, und die Änderungen bestimmter Aspekte in den Büchern ein. So ist als Leser*in klar, was Fakt und was Fiktion war. Die Frau von Montparnasse erzählt das Leben von Simone de Beauvoir. Es beginnt in Paris 1929, kurz nach Simones Schulabschluss, und endet 1951, kurz nach der Erscheinung von „Das andere Geschlecht“. Wer die Biografie von Simone de Beauvoir kennt, der wird wissen, dass Jean-Paul Sartre etwa zu dieser Zeit in ihr Leben tritt, und präsent sein wird. Das Buch schafft es, ein für mich realistisches Bild der beiden Philosophen zu schaffen. Ich habe viel über Simone de Beauvoir gelernt. Ihre starke Persönlichkeit hat mich fasziniert. Sie ist eine Frau, die sich nichts von Männern sagen lassen will. Sie möchte sich weiterbilden; das Vorbild für Frauen sein, welches sie in ihrer Kindheit nie hatte. Sie lebt jahrelang in einer Beziehung, ohne zu Heiraten. Sie widersetzt sich gesellschaftlichen Normen. All dies sind historische Fakten über Simone de Beauvoir, die meine Faszination für ihre Persönlichkeit haben wachsen lassen. Mir war der Stil zu dröge. Es ist ein historischer Roman; der Stil muss zeitgemäß sein – was er auch ist. Aber zeitgemäß heißt nicht zwingend langweilig. Und leider war das Buch für mich an manchen Stellen langweilig; besonders dann, wenn es keine Dialoge, sondern Beschreibungen gab. Insgesamt bekommt das Buch 3,5 Sterne von mir. Es ist inhaltlich unglaublich interessant, und hat mich zu weiterer Recherche angeregt; aber durch den Stil hatte ich nicht immer Lust, das Buch weiterzulesen.

1.5

Leider mehr „Sartre“ als „de Beauvoir“…

Ich bin Fan von Reihen über bedeutende Frauen der Geschichte und war daher sehr gespannt auf das Buch über Simone de Beauvoir. Leider musste ich feststellen, dass es in diesem Buch fast ausschließlich um Sartre geht. Klar, dass zu der Zeit eine Frau kaum ohne Mann in der Gesellschaft existieren kann, aber dafür hätten es auch ein paar Absätze oder gelegentliche Erwähnungen getan. Kaum eine Seite kommt ohne Sartre aus, über de Beauvoir erfahren wir herzlich wenig, was nicht im Kontext zu ihm (oder wahlweise anderen Liebhabern) steht. Es findet erschöpfend häufige Erwähnung, dass sie scheinbar ohne ihn nicht leben konnte und ständig auf Kosten ihrer eigenen Karriere wahlweise ihm hinterher geweint, hinterher gereist oder seine Texte korrekturgelesen hat. Tragisch, und passt nicht zu dem Bild, das ich nach dem Lesen ihrer eigenen berühmten Bücher von ihr hatte. Die Idee zu ihrem bahnbrechenden Buch „Das andere Geschlecht“ wird erstmals auf Seite 390 erwähnt. Das Buch hat 427 Seiten. Letztendlich wird das (again!) BAHNBRECHENDE Buch de Beauvoirs auf ca. 5 Seiten abgehandelt, bevor es dann wieder um - wen wohl - Sartre geht. So endet auch das Buch, es geht mal wieder um ihn. Ebenso auch im Nachwort der Autorin, in dem übrigens auch der Erhalt des Prix Goncourt (höchster französischer Literaturpreis) im Jahre 1954, was für eine Frau zu der Zeit eine absolute Wahnsinnsleistung war, in einem Satz abgehandelt wird. Auch die Idee des Buchtitels „das andere Geschlecht“ wird natürlich einem Liebhaber zugedacht und Sartre bereits in den Klappentexten mehrfach als brillantes Genie beschrieben - ganz im Gegensatz zu ihr. Nach dem Lesen dieses Buchs bekommt man den Eindruck, dass Simone de Beauvoir ein Schatten Sartres war, aus dem sie nie wirklich heraustreten konnte, und der Satz der Autorin, mit dem Buch Traditionen in Frage stellen zu wollen, irritiert zutiefst. Kritisiert sie doch am Ende, dass de Beauvoir nur im Zusammenhang mit bzw. als Anhängsel von Sartre gesehen wird und schreibt ihr eigenes Buch über de Beauvoir dann fast gänzlich über die Beziehung zu Sartre. Wäre es in einem Buch über einen berühmten Mann wohl denkbar, fast das gesamte Buch nur über seine brillante Geliebte zu schreiben? Da wollte de Beauvoir doch Frauen eben nicht mehr ausschließlich in Abhängigkeit zu Männern sehen und hier ist genau dies geschehen. Es ist wirklich schade und eine vertane Chance.

4

Das Cover ist genau das, was mir sehr gut gefällt. Es zeigt ein altes Paris mit Pflanzen, Sitzgelegenheiten und im Hintergrund den Eiffelturm. Im Vordergrund eine Frau, die sehr gut an Simone de Beauvoir erinnert mit ihrem Haarband. Dementsprechend also sehr passend. Starke Frauen Im Aufbau Verlag sind bereits einige Bücher dieser Art erschienen. Sie gehören alle zur Reihe der starken Frauen. Für mich ist Die Frau von Montparnasse nicht das erste Buch aus dieser Reihe und auch nicht das erste Buch von Autorin Caroline Bernard. Ich hatte also wieder gute Erwartungen an die Geschichte und wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Für mich ist die Reihe sehr besonders, da ich dadurch so viele tolle Frauen kennenlerne, die ich vorher entweder noch gar nicht oder nur dem Namen nach kannte. Man lernt so viel dazu, obwohl die Geschichte natürlich teilweise fiktiv ist. Caroline Bernard hat einen schönen Schreibstil, der mich direkt abholt und es mir leicht macht, das Buch zu lesen. Die vielen Seiten waren schnell gelesen. Sie schafft es außerdem, die “alte Sprache“ so in das Buch einzuweben, dass man es in der heutigen Zeit trotzdem sehr gut lesen und verstehen kann. Besonders schön fand ich auch das Nachwort von ihr, das nochmal Erklärungen gegeben hat und aufzeigt, wie sie zu Simone de Beauvoir als Charakter kam. Philosophie und Freiheit Die zentralen Themen im Buch sind natürlich interessant und schwierig zugleich. Gerade philosophische Themen können schnell zu kompliziert werden oder langweilen, wenn man sich nicht dafür interessiert. Das hat Caroline Bernard aber gut verpacken können. Es hält sich in Waage, sodass man die zentralen Thesen von de Beauvoir (und auch Sartre) mitbekommt. Aber es geht nicht zu sehr in die Tiefe. Stattdessen bekommt man eher Lust, sich mit weiterführender Literatur zu beschäftigen. Ich selbst möchte nach Beenden des Buches gerne durch die Bücher von Simone de Beauvoir blättern und einige Thesen nochmal aufgreifen. Ich persönlich habe mich vorher mit ihr als Person nicht beschäftigt und kannte viele Aspekte noch nicht. Daher war der Roman für mich ein guter Einstieg und hat mir zumindest die erste Lebenshälfte von Simone gut aufgezeigt. Es wird sehr deutlich, dass sie ihrer Zeit voraus war und andere Gedanken und Wünsche hatte. Das hat es natürlich nicht einfach gemacht für sie. Aber es ist schön, dass sie trotzdem für sich eingestanden und gekämpft hat. Dadurch fand ich es aber schade, dass sich ihr Leben so oft um ihren Geliebten und Freund Sartre gedreht hat. Der Kampf zwischen dem Klischee und dem Neuen Gerade dieses Zusammenspiel mit Sartre hat gezeigt, wie sehr Simone kämpfen musste. War sie allein, hat sie auf mich viel stärker und eigenständiger gewirkt. Sobald Sartre im Spiel war, hat sie gefühlt nach seiner Nase getanzt und ist doch wieder in ältere Rollenbilder gefallen. Das hat Caroline Bernard sehr schön aufgezeigt. Insgesamt kamen so viele Namen bzw. Personen in diesem Buch vor, die ich stellenweise kannte. Aber auch neue Persönlichkeiten. Dadurch hatte ich allerdings teilweise Probleme, die ganzen Menschen auseinanderhalten zu können. Eine Art Personenverzeichnis oder Glossar hätte mir da manchmal geholfen, damit ich nachschauen kann, wer wie wo was wann. Zumindest für die wichtigen Figuren. Fazit Letztendlich bleibt mir nur zu sagen, dass ich auch dieses Buch von Caroline Bernard wieder sehr gut fand. Der Roman hangelt sich entlang der tatsächlichen Fakten und lässt die Leser somit einen tiefen Einblick in das Leben von Simone de Beauvoir gewinnen. Für mich stellenweise nur etwas wirr durch viele Namen und Personen. Aber ich habe nun eine Persönlichkeit mehr, die mich sehr interessiert und mit der ich mich im Nachgang noch weiter beschäftigen möchte.

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