Die Elixiere des Teufels
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Description
Mit seinem Schauerroman »Die Elixiere des Teufels« steht E. T. A. Hoffmann ganz in der Tradition der Schwarzen Romantik:
Der Kapuzinermönch Medardus beschreibt in seiner Lebensbeichte, wie undurchsichtige Verwandtschaftsbeziehungen, unheimliche Wiederbegegnungen, Doppelgänger, Wahn und Mord sein Leben langsam aus den Fugen geraten ließen.
Book Information
Posts
Ich hatte bei diesem Buch an ein weiteres spannendes Märchen, in der Hoffnung auf ein wenig Wahnsinn und Tiefgang, des "Gespenster-Hoffmanns" gedacht und doch so viel mehr bekommen. Die Elixiere des Teufels ist ein vielschichtiges Werk, das durch seine psychologische Tiefe, seine meisterhafte Atmosphäre und die kluge Einbindung des Doppelgängermotivs beeindruckt. Zwar erfordert die langatmige Erzählweise Geduld, doch die Tiefe und Komplexität machen diesen Klassiker der schwarzen Romantik zu einem lohnenden Leseerlebnis. Hoffmann bietet hier nicht nur einen spannenden Schauermärchenplot, sondern auch eine tiefgründige Reflexion über die Abgründe der menschlichen Seele. Absolute Empfehlung: Für Leser, die düstere, symbolreiche Geschichten mit philosophischem Tiefgang und psychologischer Komplexität schätzen, ist dieser Roman ein Muss – auch wenn er an einigen Stellen eine Straffung vertragen hätte.
Klassiker, aber zu verwirrend
Einerseits ein absoluter, Klassiker. Aber andererseits einfach nur verwirrend und überladen. Hoffmann hat mit diesem Werk zwar ein großartiges Werk seiner Zeit geschaffen, dass auch über die Zeit hinwegdauert und dass man verwirrt ist, ist gewollt. Allerdings versucht das Werk dann auch Antworten zu liefern. Dies ist nicht so bei "Der Sandmann", ein Werk, das eben einen letztlich ratlos zurücklässt. Denn durch die Antworten, die man bekommt, ist man eigentlich nur noch verwirrter. Ein Klassiker, aber steigt mit "Der Sandmann" ein.
Nein, ich hab nicht spontan 100 Seiten an Handlung verpasst. Der Plot ist schlicht und einfach so random.
Das E.T.A Hoffmann und ich kein Liebespaar werden, war mir schon nach DER SANDMANN klar. Leider hat auch DIE ELEXIERE DES TEUFELS nicht wirklich was daran geändert. Zu erst einmal: Das Grundkonzept des Plots ist unfassbar geil! Fast so geil wie unser Protagonist, ein dauerhorny Mönch der eigentlich ständig wegen seines raging Boners irgendwo heulend in der Ecke liegt und seine Mitmenschen verstört. Das ist dann in Kombination mit der klassischen Sprache wahnsinnig skandalös und damit sowohl interessant als auch unterhaltsam. Leider wiederholen sich die horny Wahnsinnsanfälle unseres Protagonisten ab nem Gewissen Punkt einfach zu oft und sind mir zu undurchsichtig. Klar, wenn man Bock hat das totzudenken und runterzuanalysieren ist das bestimmt super spaßig, aber ich hatte diese Motivation jetzt leider nicht. Das lag vor allem am Sprachstil, der anfangs zwar noch ganz charmant war, nach drei Kapiteln dann aber doch recht langatmig wurde (und das sage ich als versierter Klassik-Leser). Ein paar sprachliche Highlights an Formulierung hab ich aber doch immer mal gefunden und mich sehr über die Melodie der Bildfläche gefreut - vieles davon ging aber leider in der schieren Masse an überflüssigem Text unter. Alles in allem hat mich hier wohl weniger die allgemeine randomness des Plots, sondern vielmehr die dauerhaften Wiederholungen der Handlung und der Sprache gestört. Trotzdem bin ich froh es mal gelesen zu haben und bin schon gespannt was für ein Date mit E.T.A. Hoffmann ein künftiger Antiquariatsbesuch zustande bringt.
Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt. Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen. Die Handlung an sich ist vor allem im zweiten Teil spannend, jedoch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Sie ist sehr verwirrend und ich weiß auch jetzt noch nicht zu 100 Prozent, ob ich das so verstanden habe, wie es mir der Verfasser sagen wollte. Dadurch war sie aber keineswegs uninteressant, ich bin nur einfach nicht wirklich reingekommen in die Geschichte. Dazu hat auch der Schreibstil und unser arroganter Erzähler/Protagonist beigetragen. Der Stil ist eher hochtrabend und sicher nichts für Einsteiger in die Welt der klassischen Literatur. Da könnte das schon abschreckend wirken. Fazit: Für mich ein etwas anstrengender Klassiker, der aber schon auch spannende und auch unheimliloch Szenen hatte.
Dieses Buch wurde in einem anderen Buch erwähnt, welches ich vor einiger Zeit gelesen habe; leider weiss ich nicht mehr, welches es war. Auf jeden Fall interessieren mich die Bücher von E.T.A. Hoffmann immer wieder, sodass ich auch auf dieses Werk sehr gespannt war. Dieser Titel ist ein Kind seiner Zeit und passt vom Erzählstil, dem Aufbau, der Thematik in die damalige Epoche der Romantik (genauer, der Schwarzen Romantik). Somit ist es auch ein klassischer Hoffmann, was für mich definitiv ein Plus ist. Dieses Buch dreht sich sehr um christliche, katholische, Themen. Wer hiermit nichts anfangen kann, sollte sich eine Lektüre vielleicht überlegen. Ich bin zwar eher agnostisch veranlagt, fand Hoffmanns Umgang mit dem Stoff aber gut durchdacht. Da der Autor sich auch sehr auf der psychologischen Ebene austobt (an manchen Ort heisst es, dieses Buch sei eines der frühesten Auseinandersetzung mit einer dissoziativen Persönlichkeit), erhält die Handlung hinter der religiösen noch eine tiefere Ebene, die teilweise oft gegenteilig zur ersteren steht. Hoffmann eben. Jedoch zieht sich die Handlung für mich ein wenig zu sehr in die Länge und ist auch ein wenig repetitiv. So ging für mich viel Stimmung und Spannung verloren. Bisher hatte ich mit den kürzeren Texten Hoffmanns bessere Erfahrungen. Dennoch fand ich es schön, mal wieder in die Welt und das Denken E.T.A. Hoffmanns einzutauchen und mich ein wenig gruseln zu können. Somit bleibt es bei mir dabei, dass ich immer wieder gerne zu diesem Autoren greife.
Die kompliziert verwirrend-verstrickte Geschichte eines Mönch. In "Elixiere des Teufels" wird die fiktive Lebensgeschichte des Mönch Medardus erzählt, der durch seine Geburt her mit einer Sünde befleckt ist und dadurch sündhaft handelt. Zugegeben, der ganze Inhalt des Buches wurde mir erst klar, nachdem ich mehrere Zusammenfassungen gelesen habe. Es ist alles sehr verstrickt und verwirrend - vor allem da viele der Geheimnisse, die sich um den Mönch Medardus sammeln, erst Kapitel für Kapitel enthüllt werden und man gegen Ende viel davon wieder vergessen hat. (So ging es zumindest mir). Faszinierend fand ich die Figur des Mönches und die Dopplung mit seinem Doppelgänger. Es war beängstigend, dass man zwischendurch vergaß, wer von Beiden die schlimme Tat begangen hat. Wenn man es erst einmal entschlüsselt hat, bringt es Spaß!
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Mit seinem Schauerroman »Die Elixiere des Teufels« steht E. T. A. Hoffmann ganz in der Tradition der Schwarzen Romantik:
Der Kapuzinermönch Medardus beschreibt in seiner Lebensbeichte, wie undurchsichtige Verwandtschaftsbeziehungen, unheimliche Wiederbegegnungen, Doppelgänger, Wahn und Mord sein Leben langsam aus den Fugen geraten ließen.
Book Information
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Ich hatte bei diesem Buch an ein weiteres spannendes Märchen, in der Hoffnung auf ein wenig Wahnsinn und Tiefgang, des "Gespenster-Hoffmanns" gedacht und doch so viel mehr bekommen. Die Elixiere des Teufels ist ein vielschichtiges Werk, das durch seine psychologische Tiefe, seine meisterhafte Atmosphäre und die kluge Einbindung des Doppelgängermotivs beeindruckt. Zwar erfordert die langatmige Erzählweise Geduld, doch die Tiefe und Komplexität machen diesen Klassiker der schwarzen Romantik zu einem lohnenden Leseerlebnis. Hoffmann bietet hier nicht nur einen spannenden Schauermärchenplot, sondern auch eine tiefgründige Reflexion über die Abgründe der menschlichen Seele. Absolute Empfehlung: Für Leser, die düstere, symbolreiche Geschichten mit philosophischem Tiefgang und psychologischer Komplexität schätzen, ist dieser Roman ein Muss – auch wenn er an einigen Stellen eine Straffung vertragen hätte.
Klassiker, aber zu verwirrend
Einerseits ein absoluter, Klassiker. Aber andererseits einfach nur verwirrend und überladen. Hoffmann hat mit diesem Werk zwar ein großartiges Werk seiner Zeit geschaffen, dass auch über die Zeit hinwegdauert und dass man verwirrt ist, ist gewollt. Allerdings versucht das Werk dann auch Antworten zu liefern. Dies ist nicht so bei "Der Sandmann", ein Werk, das eben einen letztlich ratlos zurücklässt. Denn durch die Antworten, die man bekommt, ist man eigentlich nur noch verwirrter. Ein Klassiker, aber steigt mit "Der Sandmann" ein.
Nein, ich hab nicht spontan 100 Seiten an Handlung verpasst. Der Plot ist schlicht und einfach so random.
Das E.T.A Hoffmann und ich kein Liebespaar werden, war mir schon nach DER SANDMANN klar. Leider hat auch DIE ELEXIERE DES TEUFELS nicht wirklich was daran geändert. Zu erst einmal: Das Grundkonzept des Plots ist unfassbar geil! Fast so geil wie unser Protagonist, ein dauerhorny Mönch der eigentlich ständig wegen seines raging Boners irgendwo heulend in der Ecke liegt und seine Mitmenschen verstört. Das ist dann in Kombination mit der klassischen Sprache wahnsinnig skandalös und damit sowohl interessant als auch unterhaltsam. Leider wiederholen sich die horny Wahnsinnsanfälle unseres Protagonisten ab nem Gewissen Punkt einfach zu oft und sind mir zu undurchsichtig. Klar, wenn man Bock hat das totzudenken und runterzuanalysieren ist das bestimmt super spaßig, aber ich hatte diese Motivation jetzt leider nicht. Das lag vor allem am Sprachstil, der anfangs zwar noch ganz charmant war, nach drei Kapiteln dann aber doch recht langatmig wurde (und das sage ich als versierter Klassik-Leser). Ein paar sprachliche Highlights an Formulierung hab ich aber doch immer mal gefunden und mich sehr über die Melodie der Bildfläche gefreut - vieles davon ging aber leider in der schieren Masse an überflüssigem Text unter. Alles in allem hat mich hier wohl weniger die allgemeine randomness des Plots, sondern vielmehr die dauerhaften Wiederholungen der Handlung und der Sprache gestört. Trotzdem bin ich froh es mal gelesen zu haben und bin schon gespannt was für ein Date mit E.T.A. Hoffmann ein künftiger Antiquariatsbesuch zustande bringt.
Die Elixiere des Teufels hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen. Ein Mönch, der ein Elixier trinkt und dann zunehmend in Wahn verfällt. Leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht ganz überzeugen. Die Handlung an sich ist vor allem im zweiten Teil spannend, jedoch habe ich eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Sie ist sehr verwirrend und ich weiß auch jetzt noch nicht zu 100 Prozent, ob ich das so verstanden habe, wie es mir der Verfasser sagen wollte. Dadurch war sie aber keineswegs uninteressant, ich bin nur einfach nicht wirklich reingekommen in die Geschichte. Dazu hat auch der Schreibstil und unser arroganter Erzähler/Protagonist beigetragen. Der Stil ist eher hochtrabend und sicher nichts für Einsteiger in die Welt der klassischen Literatur. Da könnte das schon abschreckend wirken. Fazit: Für mich ein etwas anstrengender Klassiker, der aber schon auch spannende und auch unheimliloch Szenen hatte.
Dieses Buch wurde in einem anderen Buch erwähnt, welches ich vor einiger Zeit gelesen habe; leider weiss ich nicht mehr, welches es war. Auf jeden Fall interessieren mich die Bücher von E.T.A. Hoffmann immer wieder, sodass ich auch auf dieses Werk sehr gespannt war. Dieser Titel ist ein Kind seiner Zeit und passt vom Erzählstil, dem Aufbau, der Thematik in die damalige Epoche der Romantik (genauer, der Schwarzen Romantik). Somit ist es auch ein klassischer Hoffmann, was für mich definitiv ein Plus ist. Dieses Buch dreht sich sehr um christliche, katholische, Themen. Wer hiermit nichts anfangen kann, sollte sich eine Lektüre vielleicht überlegen. Ich bin zwar eher agnostisch veranlagt, fand Hoffmanns Umgang mit dem Stoff aber gut durchdacht. Da der Autor sich auch sehr auf der psychologischen Ebene austobt (an manchen Ort heisst es, dieses Buch sei eines der frühesten Auseinandersetzung mit einer dissoziativen Persönlichkeit), erhält die Handlung hinter der religiösen noch eine tiefere Ebene, die teilweise oft gegenteilig zur ersteren steht. Hoffmann eben. Jedoch zieht sich die Handlung für mich ein wenig zu sehr in die Länge und ist auch ein wenig repetitiv. So ging für mich viel Stimmung und Spannung verloren. Bisher hatte ich mit den kürzeren Texten Hoffmanns bessere Erfahrungen. Dennoch fand ich es schön, mal wieder in die Welt und das Denken E.T.A. Hoffmanns einzutauchen und mich ein wenig gruseln zu können. Somit bleibt es bei mir dabei, dass ich immer wieder gerne zu diesem Autoren greife.
Die kompliziert verwirrend-verstrickte Geschichte eines Mönch. In "Elixiere des Teufels" wird die fiktive Lebensgeschichte des Mönch Medardus erzählt, der durch seine Geburt her mit einer Sünde befleckt ist und dadurch sündhaft handelt. Zugegeben, der ganze Inhalt des Buches wurde mir erst klar, nachdem ich mehrere Zusammenfassungen gelesen habe. Es ist alles sehr verstrickt und verwirrend - vor allem da viele der Geheimnisse, die sich um den Mönch Medardus sammeln, erst Kapitel für Kapitel enthüllt werden und man gegen Ende viel davon wieder vergessen hat. (So ging es zumindest mir). Faszinierend fand ich die Figur des Mönches und die Dopplung mit seinem Doppelgänger. Es war beängstigend, dass man zwischendurch vergaß, wer von Beiden die schlimme Tat begangen hat. Wenn man es erst einmal entschlüsselt hat, bringt es Spaß!










