Die Bibliothek meines Großvaters
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Description
++ Limitierte Erstauflage mit Farbschnitt – nur solange der Vorrat reicht ++
Ein berührender Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten – spannend, charmant und voller Herz. Der große Bestseller aus Japan über einen Großvater und seine Enkelin, die plötzlich selbst zur Heldin einer gefährlichen Geschichte wird.
Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, stößt eines Tages auf seltsame Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Ein Rätsel! Sie muss sofort an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung über eine unglaubliche Kombinationsgabe verfügt. Außerdem weist er ein enormes Wissen auf, wenn es um die großen Klassiker der Kriminalliteratur geht. Gemeinsam lassen die beiden ihrer Fantasie freien Lauf und lösen so meisterhaft allerlei kleine und große Rätsel, auf die Kaede in ihrem Alltag stößt. Doch plötzlich nähert sich Kaede ein bedrohlicher Schatten, der die beiden auf eine harte Probe stellt. Kann ihre gemeinsame Liebe zur Literatur sie retten?
Book Information
Author Description
Masateru Konishi, geboren 1965, arbeitet als Autor für Fernsehen und Radio. »Die Bibliothek meines Großvaters« ist sein erster Roman, der in Japan mit einem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde. Das Buch, das zum Teil auf seinen eigenen Erfahrungen mit der Pflege seines demenzkranken Vaters beruht, war ein großer Bestseller in Japan und ist Teil einer Trilogie.
Posts
Nicht das was ich erwartet habe aber spannend 🇯🇵
Ich habe dieses Buch in einer Buchhandlung gesehen und das Cover gefiel mir sehr gut. Normalerweise kaufe ich Bücher nicht nach dem Cover aber es sah nach einer entspannten Geschichte, die man an einem gemütlichen Abend lesen kann aus, und es war genau das was ich in dem Moment brauchte. Aber das sich daraus eine spannende Detektivgeschichte entwickelt hätte ich nicht gedacht. Es geht um die junge Lehrerin Kaede, die sich um ihren Großvater kümmert. Der Großvater leidet unter Levy Body Demenz (DLB), ist aber dennoch sehr gebildet und weist ein hohes Allgemeinwissen und eine gute Kombinationsfähigkeit auf. Gemeinsam besprechen sie die unterschiedlichsten Fälle, Rätsel und Probleme denen Kaede in ihrem Alltag begegnet und lösen diese Zusammen. Gegen Ende der Geschichte werden beide selbst in einen sehr gefährlichen Fall verstrickt. Das Buch ist meiner Meinung nach sehr einfach geschrieben, was gut ist, da man dadurch einen entspannten Lesefluss hat. Jedoch zieht es sich an manchen Stellen sehr in die länge und manche Formulierungen sind etwas Steif. Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Buch, um abzuschalten und dennoch eine gute Detektivgeschichte zu erleben🇯🇵

Schöne Cover sind nicht alles
Ich liebe Bücher von japanischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Dieses Buch besticht erst einmal mit seiner schönen Gestaltung. Aber Aussehen ist nun einmal nicht alles… Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich fand auch Kaede und den Großvater liebenswert, wobei Kaede deutlich blasser erscheint. Vielleicht wollte der Autor damit symbolisieren, dass Kaede noch recht jung ist mit Anfang/Mitte zwanzig… Die einzelnen Fälle waren auch interessant, auch als es dann mal mehr um Kaede und ihre Vergangenheit ging war es spannend und tragisch. Ich hatte eine gute Lesezeit und kam schnell voran. Dennoch fehlte dem Buch etwas. Was es ist kann ich leider nicht benennen.
Also wer hier eine Geschichte über Bücher in einer Bibliothek erwartet, könnte ein wenig enttäuscht werden😅 Wer aber in die Geschichte eintaucht, ohne den Klappentext zu lesen, wie ich, wird definitiv nicht enttäuscht sein🤗 Ich fand es eine echt gute Unterhaltung, mal etwas anderes!
Ich habe dieses Buch ohne Vorahnung gelesen, ohne den Klappentext zu kennen. Umso überraschter war ich über die Geschichte und den Titel, denn irgendwie hatte ich mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Das hat mein Leseerlebnis jedoch keineswegs negativ beeinflusst. Kaede, eine Lehrerin, hat eine enge Verbindung zu ihrem Grossvater Himonya-san, der an Lewy-Körper-Demenz leidet. Ihre besondere Beziehung zeigt sich vor allem in ihren Gesprächen über verschiedene „Kriminalfälle“, bei denen ihr Grossvater sie immer wieder auf wichtige Details aufmerksam macht, damit sie die „Lösung“ findet. Das Setting in Japan mit den diversen Protagonisten fand ich sehr spannend. Die Beziehung Kaede und Himonya-san war berührend und authentisch dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Kapitel mit den Fällen sind sehr gut strukturiert, und man rätselt definitiv mit. Die Fälle sind eher ruhig gehalten, ohne besonders brutale Szenen, wodurch sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt, man fliegt nur so durch die Seiten. Das Ende fand ich besonders schön - von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Die Idee ist grandios!
Vorweg: mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Von mir bekommt dieses Buch definitiv 5 Sterne! Da ich vor meiner Erkrankung selbst viel mit Menschen mit Demenz zu tun hatte und auch teilweise mit dieser Form der Erkrankung, kann ich diesem Buch wirklich einiges abgewinnen. Es braucht sehr viel Liebe, Respekt und Verständnis im Umgang mit erkrankten Menschen und wie dieses Buch das löst, finde ich wirklich grandios. Alleine die Idee ist mir 5 Sterne wert! Die Geschichte ist zart beschrieben und hat einen feinen japanischen Touch. Die Beziehung zwischen dem Großvater und seiner Enkelin ist für mich sehr durch gegenseitige Liebe und Respekt gekennzeichnet. Die Erkrankung hat seine eigenen Tücken und die Enkelin löst auftretende Probleme sehr liebevoll und phantasiereich. Man könnte jetzt bemängeln, dass die Charaktere mehr Tiefe bräuchten, aber das stand für mich nicht im Vordergrund. Ich bin sehr dankbar für solche Bücher, weil sich so vielleicht mehr Menschen etwas unter dieser Erkrankung vorstellen können, so fern sie überhaupt jemals davon gehört haben. Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen. Es ist eine Mischung aus Krimi und Familiendrama mit einer ganz lieblichen, zarten Sprache. Wer solche Geschichten mag, wird auch dieses Buch mögen.

Abgebrochen
Kaede, japanische Buchliebhaberin und Lehrerin, kümmert sich um ihren demenzkranken Großvater. Auch er liebt Bücher und hat ihre Kindheit mit wunderschönen Geschichten gefüllt. Als Kaede in einem gebraucht gekauften Buch vier Zettel findet will sie deren Geheimnisse ergründen und begibt sich mit Hilfe des Großvaters auf Spurensuche. Ich habe das Buch gehört und es wurde gut gelesen. Aber leider entwickelte sich die Story nicht so, dass sie mich gefesselt hätte. Auch die Charaktere kamen mir nicht nah. Besonders der Großvater machte mir zu schaffen, mal demenzkrank, mal über lange Zeiträume konzentriert und scharf denkend. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Protagonisten so kühl. Die japanische Welt ist nicht meins. Schöne Metaphern, diese waren originell. Leider hat mich der Kriminalfall auch nicht packen können und auch die Charaktere blieben mir alle fremd. Und als ich begann mich gelangweilt und genervt zu fühlen, habe ich nach über der Hälfte abgebrochen. Hat mir einfach nicht gefallen und mich auch nicht aufs Ende neugierig gemacht.
Um was geht es in dem Buch? Es geht um die junge Lehrerin Kaede, die beim lesen eines gebrauchten Buches auf Zeitungsausschnitte stößt. Ihr Großvater der an Demenz erkrankt ist, verfügt über umfassendes Wissen was Kriminalklassiker angeht, und gemeinsam lösen sie spannende Fälle. Doch eines Tages wird Kaede von einem dunkelen Schatten eingeholt, und muss sich ihrer eigenen Geschichte stellen. Meine Meinung zu dem Buch: Ich fand die Familiengeschichte sehr emotional und berührend, aber spannend, auch wenn es manche Längen hatte zwischendurch, und die Handlungen in der Zeit sehr sprunghaft waren, und man der Geschichte nicht ganz golgen konnte. Die Protagonisten fand ich gut ausgearbeitet und authentisch, und der Großvater so liebevoll dass er einem direkt ans Herz wächst. Die Themen um die es geht wie Demenz, Kriminalrlemente und Familiengeschichte sind sehr liebevoll und unterhaltsam beschrieben. Für mich ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, was ich jedoch empfehlen kann, wenn ihr Familiengeschichten mit Kriminalelementen mögt. E.T. 14.08.2025
3,5 Sterne für die Berg-und-Tal-Fahrt mit Genrewechsel in der Hälfte des Buchs. Erinnerte mich an [b:Der Schatten des Windes|942188|Der Schatten des Windes (Der Friedhof der Vergessenen Bücher, #1)|Carlos Ruiz Zafón|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1179651858l/942188._SY75_.jpg|3209783], [b:Days at the Morisaki Bookshop|62047992|Days at the Morisaki Bookshop (Days at the Morisaki Bookshop, #1)|Satoshi Yagisawa|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1671208761l/62047992._SY75_.jpg|56225616], [b:Frau Komachi empfiehlt ein Buch|131942425|Frau Komachi empfiehlt ein Buch|Michiko Aoyama|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1681530500l/131942425._SY75_.jpg|87149236] und [b:Before the Coffee Gets Cold|44421460|Before the Coffee Gets Cold (Before the Coffee Gets Cold, #1)|Toshikazu Kawaguchi|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1704153539l/44421460._SY75_.jpg|62602162], aber auch [a:Agatha Christie|123715|Agatha Christie|https://images.gr-assets.com/authors/1589991473p2/123715.jpg]. Ok, welch komisches Buch und was für eine abstruse Lesereise. Am Anfang dachte ich, dass mich etwas ganz anderes erwartet und ich wollte das Buch abbrechen. Teilweise war es auch einfach nur wirr und skurril (Stichwort Harry Potter). Dann schlug es in der Mitte schlagartig um, wechselte sogar das Genre/der Stil/das Format und wurde spannend. Erst dachte ich, dass es ganz in Ordnung ist, aber am Ende wurde es tatsächlich nochmal richtig spannend und die Auflösung war auch hervorragend. Daher würde ich diesem Buch 3,5 Sterne geben, da es so eine Berg-und-Tal-Fahrt war. Das Buch "Die Bibliothek meines Großvaters" von Masateru Konishi handelt von der jungen Lehrerin Kaede aus Tokio und ihrem Großvater.Der Großvater, bei dem Kaede aufgewachsen ist und den sie sehr liebt, leidet an Demenz (speziell der Lewy-Körper-Demenz), was mitunter Halluzinationen zur Folge hat. Trotz seiner Krankheit besitzt er in seinen lichten Momenten eine erstaunliche Kombinationsgabe und ein tiefes Wissen über die Kriminalliteratur.Kaede stößt im Alltag immer wieder auf kleine und große Rätsel oder Kriminalfälle. Sie trägt diese ihrem Großvater vor, der – oft inspiriert durch seine Bibliothek und sein Wissen über klassische Detektivgeschichten – meisterhaft bei der Lösung hilft.ACHTUNG SPOILER ab hier....SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILERIm Laufe des Romans nähert sich Kaede jedoch ein bedrohlicher Schatten, und der letzte Fall betrifft Kaede und ihre Familie persönlich, wodurch die Geschichte an Spannung und Tiefe gewinnt. Ab hier wird es dann zu einem kleinen Agatha-Christie-Mysterie, bei dem die beiden den Fall lösen.
Krimis zum Mit-Rätseln, Enkel & Großvater, ein bischen Lebensgeschichte, ein bischen über Freundschaften, ein bischen über Literaturgeschichte.
So richtig earm geworden bin ich hier nicht.🥸 Das Buch ist zwar unterhaltsam, zieht sich aber stellenweise etwas hin. Dreh und Angelpunkt ist die Beziehung zwischen Enkelin, die Lehrerin ist, und Großvater, der früher Schulleiter war, heute mit Lewy Körper an Demenz leidet (phasenweise, dann auch mal haluziniert). Großvater ist nur daheim und wird gepflegt. Naja er hat eine sehr große Auswahl an Büchern, aber wichtiger ist eigtl., dass er einen scharfen Verstand hat. So löst er mit seiner Enkelin dann mehrere Fälle. Es tauchen dann noch zwei Herren auf, die eine zentrale Rolle spielen... Die Erzählweise kam mir etwas langatmig vor. Die Sätze waren hier und da mal holprig. 🤷♂️ Hat das Buch eigtl. eine Triggerliste? ... hätte bestimmt eine gebraucht, wäre das Cover Schwarz. Der letzte Fall heißt "der Stalker" 😱🥱 Was hat mich noch gestört? - Großväterchen braucht für seine Fallanalyse eine Zigarette. Das ja wie bei Columbo, mit seinem grauen Trenchcoat und Zigarre 🕵♂️. - Dann gab es in jedem Kapitel eine Szene mit Alkohol 🙈 und dann freut man sich, dass die Herrschaften mal morgens Joggen gehen -> 🍺-Belohnung Es hätte etwas flotter sein können, auch vom Tathergang. Dann bekommt man wichtige Fakten erst spät in der Geschichte, so dass es auch schwer ist mitzuraten. Hatte Gedanken an Columbo, an Detektive Conan. Sicherlich will der Autor auch Anspielungen auf die anderen historische Krimi/Romane/Kurzgeschichten machen. Kurzum ist es ein gutes Buch, aber hier und da hat es mich immer wieder rausgehauen 😅😆
Puh, das hat sich gezogen
Ich hatte mir irgendwie was anderes vorgestellt und bin insgesamt irgendwie nicht mit der Geschichte warm geworden. Die Story ansich war nicht schlecht, nur hat mich der Schreibstil und die Erzählweise nicht gepackt. Die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater hat mir gefallen, auch grundsätzlich die einzelnen „Kriminalfälle“, nur waren mir die Geschichten die beide sich zu den Fällen überlegt haben so an den Haaren herbeigezogen, das ich nicht wusste warum das jetzt genau so sein soll. Was für mich sehr interessant war, war die Demenzthematik. Da war viel dabei was ich nicht wusste und sehr informativ war. Ich weiß nicht ob es insgesamt der Schreibstil war oder insgesamt die Story, aber für mich war das Buch zu langatmig. Das Äußere allerdings ist ein echter Hingucker. 2,5⭐️
Ein leiser Roman mit Tiefgang
„Die Bibliothek meines Großvaters“ erzählt die berührende Geschichte von Kaede, einer jungen Lehrerin aus Tokio, die eines Tages in einem gebrauchten Buch auf geheimnisvolle Zeitungsausschnitte stößt. Sofort denkt sie an ihren demenzkranken Großvater, der trotz seiner Krankheit eine außergewöhnliche Kombinationsgabe und ein beeindruckendes Wissen über klassische Kriminalliteratur besitzt. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Spur kleiner und größerer Rätsel, die Kaede in ihrem Alltag begegnen. Mit Fantasie, Verstand und Herz lösen sie diese Fälle. Doch bald wird ihre besondere Verbindung von einer dunklen Bedrohung überschattet. Masateru Konishis Roman ist weit mehr als eine Kriminalgeschichte: Es ist eine Hommage an die Kraft von Büchern, an zwischenmenschliche Beziehungen und an die Fähigkeit, auch im Alter und trotz Krankheit geistig brillant zu bleiben. Besonders faszinierend fand ich die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Schon in ihrer Kindheit hat er sie spielerisch dazu ermutigt, aus wenigen Fakten oder kurzen Beobachtungen eine ganze Geschichte zu entwickeln. Diese kreative Ader und ihre gemeinsame Liebe zu Kriminalfällen durchziehen den gesamten Roman wie ein roter Faden. Im Laufe des Buches wird Kaede immer wieder mit scheinbar alltäglichen, aber raffiniert aufgebauten Kriminalfällen konfrontiert, die sie gemeinsam mit ihrem Großvater löst. Dabei ist besonders hervorzuheben, wie Konishi die Figur des Großvaters darstellt: Trotz seiner fortschreitenden Demenz bleibt er ein genialer, hochintelligenter Charakter, dessen Geistesblitze und analytische Fähigkeiten immer wieder aufleuchten. Gerade diese Kontraste zwischen Vergessen und Erinnern, zwischen Verwirrung und Klarheit, verleihen dem Roman Tiefe und Emotionalität. Was dieses Buch von anderen Werken über Demenz abhebt, ist seine Vielschichtigkeit im Umgang mit der Krankheit. Neben den bekannten Symptomen zeigt Konishi auch weniger häufig thematisierte Aspekte wie Halluzinationen, gleichzeitig aber auch die vielen lichten, fast magischen Momente, in denen die Krankheit in den Hintergrund tritt. Diese Perspektive hat mich sehr berührt. Sie ist realistisch, ohne trostlos zu sein, und zugleich voller Respekt und Würde. Ein weiterer Pluspunkt ist der dezente, aber spürbare Einfluss der japanischen Kultur. Sei es in den Beschreibungen von Alltagssituationen, in der respektvollen Beziehung zwischen den Generationen oder im Umgang mit Krankheit. Die japanische Prägung gibt dem Buch eine eigene Atmosphäre, die mir sehr gefallen hat. Strukturell ist der Roman eher ungewöhnlich aufgebaut. Zunächst wirkt es, als würden verschiedene kleine Geschichten oder Fälle nebeneinanderstehen. Erst gegen Ende fügt sich alles zusammen und enthüllt ein größeres, zusammenhängendes Verbrechen. Diese Auflösung ist clever und rundet das Buch schön ab. Auch wenn der Weg dorthin für meinen Geschmack etwas zu gradlinig war. Denn trotz der liebevollen Gestaltung der Charaktere und des schönen Schreibstils konnte mich der Roman emotional nicht vollkommen fesseln. Es fehlte mir an Sogwirkung. Oft las ich nur ein paar Seiten, bevor ich das Buch wieder zur Seite legte. Der Spannungsbogen bleibt recht flach, die Handlung schreitet ziemlich linear voran, was das Leseerlebnis zwar ruhig und angenehm, aber eben auch wenig fesselnd macht. Aus diesem Grund vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
Verwirrender Titel
Ich bin leider etwas enttäuscht. Der Titel des Buches und der Klappentext lassen etwas völlig anderes vermuten, als es dann im Buch wirklich geht. Wo ist die Bibliothek des Grossvaters, die im Titel so groß erwähnt wird. Nur am Rande hat man von Kaede, der Hauptfigur, kurz erfahren und das ihr Großvater sehr belesen ist. Die einzelne Fälle sind sehr spannend, aber die Auflösungen sind für mich wirklich an den Haaren herbeigezogen. Leider schade, da ich gerne mitraten möchte und sie dann immer sehr schnell aufgeklärt werden. Aber wie soll man denn auf solche Wendungen als Leser kommen? Das Buch lässt sich gut lesen, aber die japanischen Begriffen lassen mich immer wieder stolpern, da ich die Begriffe immer erst googeln muss, um den Sinn zu verstehen. Deswegen kam ich auch nur langsam in dem Buch voran und musste mich immer mal zwingen weiterzulesen. Am Anfang dachte ich, das mir die Kriminalfälle am besten gefallen, aber nach der ersten Hälfte des Buches muss ich sagen, dass es genau andersrum ist. Die Hintergrundgeschichte von Kaede, ihrem Großvater und ihren Eltern gefällt mir viel besser. Das Ende war nochmal sehr spannend und mit einigen unerwarteten Wendungen. Aber trotzdem hatte ich etwas anderes im Sinn, als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte. Schade!
Eine berührender Geschichte
„Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi hat mich schon durch das wunderschöne Cover und den zauberhaften Farbschnitt neugierig gemacht. Die junge Lehrerin Kaede lebt in Tokio und besucht regelmäßig ihren Großvater, der an einer seltenen Form von Demenz erkrankt ist. Eines Tages findet sie rätselhafte Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Da ihr Großvater schon immer ein großes Wissen über Kriminalfälle hat, nimmt sie die Ausschnitte mit zu ihm und schon bald lösen die Beiden kleine und große Fälle, wenn auch mit viel Fantasie. Ich mochte den Schreibstil flüssigen und angenehmen Schreibstil seht und bin nur so durch die Seiten geflogen. Kaede und ihr Großvater sind mir schnell ans Herz gewachsen, sie sind zwei sympathisch und außergewöhnliche Charaktere, außerdem merkte man schnell die Liebe zu Büchern und Literatur. Da der Großvater an Parkinson und Lewy-Körper Demenz leidet, ist die Geschichte an vielen Stellen melancholisch und bedrückend, doch durch die vielen Kriminalfälle und Rätsel die er löst, ist es auch spannend und humorvoll. „Die Bibliothek meines Großvaters“ hat mich sehr berührt und gleichzeitig gut unterhalten. Ich kann euch das Buch absolut empfehlen ❤️
Nicht wie erwartet, trotzdem gut
In der Geschichte folgen wir Kaede, die ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Großvater hat. Beide verbindet ihre Liebe zu Büchern, sie mögen Krimis und lösen gerne Rätsel. Ihr Großvater ist inzwischen an einer seltenen Form von Demenz erkrankt, aber Kaede besucht ihn, so oft sie kann, und wenn er gerade gut drauf ist, lösen sie weiterhin zusammen Rätsel. Kaede ist sehr ruhig und in sich gekehrt und gefühlt spricht sie im Buch fast nie. Wir bekommen als Lesende zwar Einblick in ihre Gedanken, aber aussprechen tut sie sie selten. Das fand ich schade, denn im Vergleich zu anderen Charakteren in der Geschichte wirkte sie etwas farblos. Ihren Großvater hingegen fand ich toll dargestellt, er war eine sehr interessante Figur. Die Erzählweise ist sehr beobachtend, ruhig und stellenweise scharfsinnig. Die Geschichte teilt sich eher in kleine Episoden auf, von denen jede ein anderes Rätsel darstellt, welches der Großvater am Ende mit seiner beeindruckenden Kombinationsgabe löst. Das habe ich mir anders vorgestellt, aber es ließ sich trotzdem gut lesen. Auch erfahren wir durch die Krimibegeisterung von den Figuren viel über das Genre Krimi, was mit großer Liebe zum Detail und spannend eingeflochten wird. Durch die Episoden hatte ich aber das Gefühl, dass viele Erzählstränge nicht zu Ende gebracht wurden und dass vieles nicht sehr tiefgehend behandelt wurde, darunter auch Ereignisse aus der Vergangenheit von Kaede. Alles wurde nur einmal kurz berührt. Ich hatte mir die Geschichte anders vorgestellt, hatte aber trotzdem mit dem Buch ein paar schöne Lesestunden, vor allem durch den Stil und die süße Beziehung zwischen Enkelin und Großvater.
Das Buch konnte mich leider nicht fesseln, ich fand es anstrengend zu lesen und habe mich immer wieder dabei ertappt, mit den Gedanken abzuschweifen. Dabei lese ich sehr gern asiatische Literatur und habe bereits eine kleine Sammlung. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön der Klappentext und der deutsche Titel jedoch irreführend. Der englische Titel „My grandfather, the Master Detective“ ist viel passender. Kaede, Grundschullehrerin, besucht fast täglich ihren demenzkranken Großvater, einen ehemaligen Grundschulrektor. Genau wie ihr Großvater liest sie gern Kriminalromane. Kaede erzählt ihm von ungelösten, wahren Kriminalfällen und während er genüsslich eine Gauloises raucht, diskutieren sie darüber und lösen sie auf. Gegen Ende wird es für Kaede und ihren Großvater brenzlig, die beiden geraten in Lebensgefahr. Das Finale war spannend, doch insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Ich kenne kein einziges der Kriminalromane, auf die Bezug genommen wird. Die Auflösungen fand ich konstruiert und unwahrscheinlich. Sehr berührend dagegen fand ich die Beziehung zwischen Großvater und Enkelin. „Was meinst du, was ist das traurigste Wort der Welt? Für mich ist es das Wort „mutterseelenallein“. Wenn mein Großvater stirbt, dann bin ich mutterseelenallein auf er Welt.“ (S. 247) Ich vergebe 3,5 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung für Krimifans.
Hab was anderes erwartet & abgebrochen
Never judge a book by its Cover - aber in diesem Fall bin ich drauf reingefallen, weil ich Cover & Farbschnitt so schön cozy fand, obwohl ich längst festgestellt habe, dass ich mit Büchern japanischer Autor:innen nicht warm werde. Auch in diesem Fall: die permanenten japanischen Wörter in kursiv haben mich aus dem Lesefluss gebracht und es für mich sehr holprig gemacht und durch das Kursive auch optisch gestört. Auch mit dem langsam-zähen Erzählfluss hab ich mich schwer getan, es war sehr viel Theorie (gedankliches Nacherzählen & Lösen der Kriminalfälle) und wenig Handlung - zumindest bis Seite 80, weiter bin ich nicht gekommen. Ich kann nicht ganz sagen, was ich inhaltlich erwartet habe, aber mehr Bücher & Bibliothek Gemütlichkeit, als Pflegeheim, Halluzinationen & Nacherzählungen.
Die Kraft von Geschichten…
…ich glaube, das ist der Titel, den für ich diese Rezension fühle. Zuerst möchte ich mich dafür bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Dieses Buch hat mich sehr gut in die Irre geführt – so gut wie ein guter Krimi das eben kann. 😂 Ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Doch das ist nicht schlimm. Krimis führen gern in die Irre und hier sind es Worte, Geschichten und Zeilenzauber, die (mich zumindest) in die Irre geführt haben. Krimis sind nicht ganz mein bevorzugtes Genre, umso interessanter war diese Leseerfahrung (und irgendwie musste ich manchmal an Detektiv Conan und Sherlock Holmes denken 🧐 😊). Nun ein vollständiger Krimi ist dieses Buch vielleicht nur bedingt. So ganz weiß ich nicht, wo ich den Roman einordnen möchte. Es ist auf jeden Fall eine Liebeserklärung an das Band von Enkelin und Großvater. 🥰 Als Lesende werden wir in die Welt der Bücher, Rätsel und Geschichten von Kaede und ihrem Großvater geführt, wohlwollend (und größtenteils) aus der Sicht von Kaede. Sie ist ruhig, liebt Bücher (vor allem Krimis), arbeitet als Grundschullehrerin und kümmert sich liebevoll um ihren Opa, der an einer Demenzerkrankung leidet. Durch diese taucht er immer wieder in Halluzinationen ein, die für mich durchaus etwas Fantastisches an sich haben und zeigen, wie machtvoll Halluzinationen sein und sogar genutzt werden können. Krimis sind hier nicht nur in buchiger Form Bestandteil der Story; Kaede und ihr Großvater lösen zusammen knifflige Fälle, die ihnen begegnen und uns als Lesende eher episodisch vorgeführt werden. Dabei glänzt Kaedes Großvater mit seinem messerscharfen Verstand. 😎 Ich liebe die Verbindung von Kaede und ihrem Großvater – sie ist pure Liebe. Gleichzeigt schwing immer ein Hauch von Mono no aware mit, eine Vergänglichkeit, die sich über die Demenzerkrankung ausdrückt und uns auch die Kostbarkeit des Moments spüren lässt. 💫 Ich muss sagen, dass die Geschichte mich zwischendurch etwas verloren hat. Ich habe mich ein wenig durch die Zeilen geschleppt, weil für mich nicht groß Spannung aufkommen wollte und Ereignisse durch Kaedes Berichte etwas von einer Mauerschau hatten. Ich wäre da gern dabei gewesen, aber dann zog das Tempo im letzten Drittel deutlich an und es wurde fesselnd und gefährlich. 🫣 Teilweise haben mich die Ereignisse sehr berührt und ich wünsche mir mehr. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist dieser Band Teil einer Trilogie. Ich liebe Geschichten und ich musste immer wieder auch an meinen Großvater denken. 🥰Ich habe lange mit ihm in einem Haus gelebt und er liebte es, wenn ich Geschichten aus meinem Alltag erzählt habe. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch lesen durfte. Wenn wir alles als eine Geschichte sehen und auch Kaede hat diese Gedanken im Buch, dann denke ich, sollten wir die besten Geschichten aus unserem Leben machen. 🥰 Im besten Sinne: “Kaede. Gib mir doch mal eine Zigarette…“

Nicht ganz was ich erwartet habe
"Zu einem klassischen Krimi war Kaffee die beste Begleitung. Kaffee wie ein Geheimnis, dem man nicht auf den Grund gehen kann. Reichhaltig und bitter im Geschmack, mit einer Schaumspirale obendrauf." Einen Hauch von Cozy Crime liefert uns Masateru Konishi mit seinem Roman "Die Bibliothek meines Großvaters". Das Buch war definitiv etwas Anderes als ich erwartet habe. Ja, es geht um die Liebe zu Büchern und wie diese zwei Menschen dichter zusammenbringt. Aber es ist doch anders als man vom Klappentext erwarten würde. "Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte." Kaedes Großvater leidet unter Demenz, mal ist er klar und er selbst, so wie Kaede ihn kennt, und dann driftet er ihr davon. Doch die Liebe zu ihren alten Krimis hält Enkelin und Großvater zusammen. Denn auf sehr kluge und scharfsinnige Weise lösen die beiden jeden noch so kniffligen Fall. Und in ihrem Alltag ergeben sich doch hier und da Ereignisse, die eine scharfsinnige Spürnase erfordern ... Insgesamt bin ich etwas unentschlossen, was dieses Buch betrifft. Die erste und größere Hälfte des Romans ist zum Teil sehr langatmig. Erst so ungefähr im letzten Drittel wird es dann richtig spannend, davor verlor mich die Geschichte des Öfteren und ich ertappte mich ständig dabei wie meine Gedanken abschweiften. Ein Zeichen dafür, dass es das Buch nicht ganz schaffte mich in seinen Bann zu ziehen. Was aber wundervoll gelungen ist, ist diese spürbare Liebe zwischen Großvater und Enkelin. Das war so schön anzusehen und ich habe dabei oft an meinen Opa gedacht, der mir als Kind so viel gezeigt und erklärt hat. Der mich überall mit hingenommen hat, wenn ich an irgendwas Interesse gezeigt habe. Diese Verbindung zwischen Kaede und ihren Opa war wirklich wunderschön und so ehrlich und aufrichtig. Auch die Herangehensweise der beiden um die Ereignisse aufzulösen fand ich eigentlich super, aber sie haben mich nicht so richtig interessiert. Und ich kann es gar nicht richtig sagen woran es lag. Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist schon niedlich und irgendwie auch schön, aber gekriegt hat es mich nicht so ganz. "Die Zukunft, die vor euch liegt, ist nicht unendlich. Alles hat Grenzen. Alles hat ein Ende. Auch die geballte Kraft der Jugend ist irgendwann versiegt. Wenn ihr die Zukunft nach eurem Willen formen wollt, dann macht ein Abenteuer daraus." Aus dem Japanischen von Peter Aichinger-Fankhauser.

Ich wollte dieses Buch mögen. Wirklich.
Japanisches Alltagsbuch, Demenz, Großvater-Enkelin-Beziehung, leise Töne – klingt nach „gemütlich, traurig, tiefgründig“. Was ich bekommen habe, war leider eher: Hä? Warum ist das so konstruiert? 😐 Kaede besucht ihren dementen Großvater. Gute Tage, schlechte Tage, Pflege, Erinnerungslücken – alles da. Aber: Jedes Mal, wenn irgendetwas passiert, rennt sie zu ihrem Opa, erzählt es ihm – und zack, der demente Großvater hat die Lösung parat. 🧠✨ Sorry, aber irgendwann war ich raus. Das Buch schwankt wild zwischen Alltagsroman und Mini-Krimi, ohne sich jemals zu entscheiden. Nichts darf atmen, nichts darf sich entwickeln – alles wirkt wie nach Baukastenprinzip zusammengeschraubt. 🧩❌ Emotional hat mich das leider null erreicht. Weder die Protagonistin noch die Geschichte konnten mich greifen. Selbst traurige Themen wie Krankheit, Einsamkeit und Verlust bleiben seltsam flach, weil sie nie wirklich gefühlt werden dürfen. Am Ende blieb bei mir vor allem Frust: Gute Idee, sensibles Thema – aber eine Umsetzung, die sich künstlich, vorhersehbar und einfach nicht rund anfühlt. 😮💨 Fazit: Mehr Konzept als Herz. Mehr Konstruktion als Gefühl. Und für mich leider: ein klarer Fehlgriff. 🥀
Episodisches Krimi-Raten
„Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte.“ (S. 42) Die Prämisse dieses Buchs hat mich sehr angesprochen: geht es hier um das Verhältnis einer Enkelin zu ihrem Großvater und ihre gemeinsame Liebe zur Kriminalliteratur. Schon als Kind hat Keades Großvater ihr Geschichten erzählt, oder haben sie sich diese gemeinsam ausgedacht und weitergesponnen. Mittlerweile leidet Kaedes Großvater am der Lewy-Körper-Demenz, was bedeutet, dass er neben dem „Vergessen“ auch an Halluzinationen leidet. Aber es gibt gute und schlechte Tage und Großvaters hoher Intellekt sorgt auch für helle Momente. Mich hat sehr die Beziehung der beiden interessiert und wie mit dem Demenz-Thema umgegangen wird. Im Klappentext wird noch ein „bedrohlicher Schatten“ erwähnt, der eine gewisse Dramatik verspricht. Ich war dann ehrlich gesagt etwas überrascht von der Erzählstruktur des Romans. Der Anfang hat mir gut gefallen; habe ich Kaede, ihren Freundeskreis und ihren Großvater kennengelernt und mehr über Großvaters Vergangenheit erfahren. Dann wurde es aber richtiggehend episodisch. Es standen nacheinander verschiedenen rätselhafte (Kriminal)-Fälle zentral, die Großvater dann in Sherlock-Holmes-Manier in einem ellenlangen Monolog löste. Dabei ergab sich auch immer die gleiche Struktur; er „löste“ den Fall zunächst, um diesen im Anschluss zu revidieren und dann „Lösung Nummer 2“ zu präsentieren. Diese immer gleiche Struktur fand ich ehrlich gesagt ein bisschen repetitiv und langweilig. Als ein Freund von Kaede in einen Fall mit hineingezogen wird, nimmt es an Spannung zu und das war auch der Teil, der mir, neben dem Anfang des Buchs, am besten gefallen hat; auch welche Auswirkungen dies auf Kaedes Freundeskreis hat und wie sich die Beziehungen hier weiterentwickeln. Wie sich die Dramatik am Ende des Buchs dann aber zuspitzt, war für mich ein zu großer Kontrast zum Rest des Buchs und mir generell auch zu überzogen. So muss ich abschließend leider sagen, dass mir dieses Buch nicht ganz das gegeben hat, was ich mir davon versprochen habe und es mich dahingehend eher enttäuscht hat. Wer auf „Klassisches Krimi-Raten“ steht und Spaß am Rätseln hat, kann ich das Buch empfehlen. Der Plot an sich, der eigentlich nur die Rahmenhandlung bildet, finde ich allerdings etwas unausgereift und insgesamt waren für mich diese beiden Teile im Buch nicht harmonisch aufeinander abgestimmt.

Eine schöne Geschichte, die zum Miträtseln einlädt 📚🧩
Kaede ist eine junge japanische Lehrerin und besucht regelmäßig ihren demenzkranken Großvater. Durch seine besondere Form der Demenz erlebt er Halluzinationen, doch genau diese helfen ihm dank seiner besonnenen, aufmerksamen und klugen Art dabei, Informationen zu einem großen Ganzen zu verknüpfen. Da Kaede und ihr Großvater die Liebe zu Krimis teilen, lösen sie gemeinsam verschiedene Rätsel, manche kleiner, manche größer 🔍✨ Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen. Masateru Konishi hat einen sehr angenehmen Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Teilweise waren mir die Kapitel etwas zu lang, da ich kürzere Abschnitte lieber mag, aber das hat dem Inhalt keinen Abbruch getan. Besonders schön fand ich, dass man ganz nebenbei ein wenig über Japan lernt 🇯🇵 Vor allem die Erklärungen zu den Namensendungen fand ich spannend. Hier hätte ich mir ein Glossar am Ende gewünscht, in dem japanische Begriffe übersetzt oder erläutert werden. Vieles kann man zwar googeln, doch das unterbricht den Lesefluss, wenn man ständig zum Handy greifen muss. Die Protagonisten waren mir alle sehr sympathisch 💛 Durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften bekommt die Geschichte eine besondere Dynamik. Besonders berührend fand ich Kaedes Entwicklung im Laufe des Buches. Die Art, wie ihr Großvater Informationen kombiniert, ist beneidenswert. Gleichzeitig wirkt alles logisch und natürlich und zu keiner Zeit konstruiert. Zunächst dachte ich, die einzelnen Rätsel stünden für sich und man lese mehrere Kurzgeschichten. Doch die Handlungsstränge werden miteinander verwoben und durch kleine Details verbunden. Entgegen meiner Erwartungen gab es zudem einige wirklich spannende Passagen, bei denen ich unbedingt weiterlesen wollte 📖✨ Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich empfehle es allen, die ein wenig über Japan lernen möchten, kleine und große Rätsel lieben und eine warmherzige Geschichte mit einer Prise Spannung suchen 🤍

Spannend und voller Miträtsel-Momente
Inhalt: Kaede, eine junge Lehrerin, verbringt viel Zeit mit ihrem Großvater, der an einer besonderen Form der Demenz leidet. Trotz seiner Krankheit blitzt immer wieder sein scharfer Verstand auf – vor allem, wenn es um Kriminalfälle geht. Gemeinsam tauchen die beiden in rätselhafte Begebenheiten ein, die fast wie kleine Krimis wirken. Mal geht es um geheimnisvolle Funde in alten Büchern, mal um unheimliche Vorkommnisse im Alltag. Doch je tiefer sie in die Geschichten eintauchen, desto klarer wird, dass die Rätsel eng mit Kaedes eigenem Leben verbunden sind. Meine Meinung: Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass man mühelos durch die Kapitel fliegt. Gleichzeitig schafft es der Autor, eine Atmosphäre aufzubauen, die Spannung und Wärme vereint. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Episoden wie kleine Kriminalgeschichten wirken, fast so als würde man eine Mischung aus klassischem Rätselkrimi und Black Stories lesen. Dadurch entsteht ein ganz eigener Lesesog, bei dem man automatisch miträtselt. Die Illustrationen sind ein zusätzliches Highlight. Sie lassen Räume und Szenen vor dem inneren Auge lebendig werden und ergänzen die Erzählung perfekt. Kaedes enge Bindung zu ihrem Großvater hat mich sehr berührt. Trotz seiner Krankheit ist er alles andere als schwach oder gebrochen, im Gegenteil: er bringt Witz, Scharfsinn und Herzenswärme in die Geschichte. Darüber hinaus hat mich fasziniert, wie geschickt der Autor ernste Themen wie Demenz, Verlust und Familie in eine spannende Rahmenhandlung einbettet. Statt schwer oder belehrend zu wirken, liest sich das Buch leicht, bleibt dabei aber gleichzeitig tiefgründig. Fazit: „„Die Bibliothek meines Großvaters“ ist eine wunderbare Mischung aus Kriminalrätseln, Familiengeschichte und literarischem Charme. Es ist spannend, herzergreifend und macht neugierig auf mehr. Wer gerne miträtselt und Geschichten voller Atmosphäre liebt, wird dieses Buch verschlingen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Ein Buch mit ganz eigener Magie
Ein Buch mit ganz eigener Magie **** Mein Eindruck **** Dieses Buch verkörpert zunächst einmal die ganz besondere Atmosphäre. Die japanischen Roman anhaftet. Das Miteinander ist herzlich, aber auch von innerer Ruhe und bedacht HighT geprägt. Die Enkelin besucht ihren Großvater jede Woche und hat sich seine Fantasie von Begegnungen seiner Demenz geschuldet an. Wenn der Gespräch zu etwas führt, möchte sie Zeit mit ihm verbringen dieses ganz besondere Gefühl transportiert das Buch. Es geht um gute und schlechte Tage und der Liebe zur Literatur, in dem die fantasievollen Momente zur kriminalistischen Realität werden, wird die Handlung vor allem durch intelligente weiße, das Miteinander der Enkelin und dem Großvater steht dabei stets im Zentrum. Die Handlung rutschte hierbei teilweise ins Abstruse ab, was zwar zum Gesamtmindset des Buches passte, mich als Leserin allerdings hier und da verwirrte und auch ein bisschen mein Interesse schmälerte. Gerne hätte ich noch tiefere Emotionen erlebt, allerdings typisch für japanische Lektüre bleibt dies vor allem der Eigeninterpretation übrig. Die Begegnungen mit der literarischen Figuren war ein ganz besonderes Highlight in diesem Buch und hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht und Begeisterung in mir ausgelöst. Das Buch sticht aus den sonstigen Büchern in dem Genre wirklich positiv hervor und mein Herzauf ganz eigene Weise berührt. **** Empfehlung? **** Ich kann für Fans von Literatur mit ganz eigener Atmosphäre nur eine Empfehlung aussprechen.
Eine warmherzige und facettenreiche Geschichte mit Spannung
Die Bibliothek meines Großvaters – eine Geschichte, die mich überrascht hat Im Zentrum steht Kaede, eine junge Lehrerin, die sich neben ihrem Beruf liebevoll um ihren an Lewy-Körper-Demenz erkrankten Großvater kümmert. Ihre Beziehung zueinander ist etwas ganz Besonderes: beide verbindet die Liebe zur Literatur und zu kniffligen Rätseln. Schon in ihrer Kindheit hat der Großvater Kaede ermuntert, eigene Geschichten zu erfinden, über die sie anschließend gemeinsam nachgedacht haben. Auch heute noch, wenn er klare Momente hat, stellt sie ihm Rätsel aus ihrem Alltag – und seine Freude daran, Kriminalfälle zu lösen, ist ungebrochen. Besonders spannend wird es, als Kaede selbst in einen Fall hineingezogen wird. Meine Eindrücke: Die Geschichte wird in einem eher ruhigen Tempo erzählt. Für mich stand dabei die enge und warmherzige Bindung zwischen Kaede und ihrem Großvater im Vordergrund. Da mein eigener Vater ebenfalls an Demenz erkrankt war, hat mich die Darstellung sehr berührt. Ich fand es schön, wie respektvoll und gleichzeitig realistisch das Krankheitsbild beschrieben ist. Besonders gefallen hat mir, dass die lichten Momente nicht untergehen, sondern immer wieder betont werden – und dass Kaede sie sofort erkennt. Das macht ihre Beziehung zueinander unglaublich greifbar. Trotz der ruhigen Erzählweise gibt es immer wieder spannende Stellen. Vor allem die gemeinsamen Rätsellösungen haben mir richtig Freude gemacht und mich selbst zum Mitknobeln angeregt. Die im Buch enthaltenen Skizzen waren für mich ein echtes Highlight, weil sie das Ganze noch lebendiger wirken ließen. Einziger kleiner Kritikpunkt: Manche Szenen, die durch die Halluzinationen des Großvaters entstehen, haben mich etwas verwirrt. Das passte zwar zum Thema, hat mich aber manchmal aus dem Lesefluss gebracht. Insgesamt überwiegt für mich aber das Positive – vor allem die Figur des Großvaters wird mir mit seiner klugen, zugleich liebevollen Art noch lange im Gedächtnis bleiben.
Das Cover und hat mich direkt angesprochen. Auch die Neugierde auf meinen ersten japanischen Roman war groß. Schon die Leseprobe hat mich verzaubert. Man spürte sofort die enge Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater, der an Demenz erkrankt ist. Trotz der seiner Demenz hat er immer wieder klare Momente. Beide teilen sie, die Liebe zu Büchern, hauptsächlich Krimis, haben es ihnen angetan. Noch eine Leidenschaft vom Großvater ist Geschichten zu erzählen. Eines Tages findet Kaede in einem Buch seltsame Zeitungsausschnitte. Gemeinsam möchten sie die Rätsel lösen. Vom Buchtitel habe ich mir eine ganze andere Geschichte vorgestellt. Aber diese Geschichte ist voller Magie, mystischen Elementen, berührend, voller Spannung und fesselnd bis zum Schluss. Leise, liebevoll und unaufdringliche, wird diese ergreifende Geschichte erzählt. Es war schön Kaede und Großvater beim rätseln zu beobachten, das Rätselfieber hatte mich ebenfalls gepackt. Ein literarischen japanisches Schätzchen.

Neues Jahr, neues Glück, ich versuche es nochmal mit einem japanischen Autor. Mein Weihnachtswichtel hat mir japanischen Kirschblütenbuchschnitt unter den deutschen Tannenbaum gelegt. "So ein wunderhübsches Buch", denke ich und hoffe, dass ich auch von der Geschichte begeistert bin. Da ich mit dem überall begeistert besprochenen Roman "Butter" von Asako Yuzuki große Schwierigkeiten hatte, bin ich skeptisch, ob ich zu diesmal Zugang zu einem Buch aus Japan finde. Bücher bzw. Geschichten transportieren auch die Kultur und Denkweise der Autor:innen und ihrer Herkunft. Je weiter entfernt beides von der der Leserinnen ist, desto herausfordernder ist die Arbeit der Übersetzerinnen. Sie übersetzen nicht nur eine Geschichte, sondern auch die Erzählform, die Atmosphäre, die Redewendungen, etc. Ich gewinne auch diesmal den Eindruck, dass Japaner:innen ganz anders erzählen als westlich geprägte Autor:innen. Die Figuren reden aus meiner Sicht unverständlich ("Was will sie mir sagen, wenn sie sich so ausdrückt?) und ihre Gefühle und Verhaltensweisen sind für mich nicht nachvollziehbar; die verwendeten Gefühlswörter passen aus meiner Sicht nicht zu den geschilderten Situationen, Anspielungen verstehe ich nicht; auch der Humor erschließt sich mir nicht, zwischendurch wird das Buch extrem brutal, auch das kommt aus dem Nichts. Die Sprache ist hölzern. Ob das am Übersetzer liegt oder am japanischen Stil des Erzählens vermag ich nicht zu sagen. (Eine Inhaltsangabe findet ihr in anderen Beiträgen oder im Netz, die spare ich mir.) Ich bin einfach nur verwirrt. Wer mit dem Buch etwas anfangen konnte, der meldet sich doch bitte bei mir. Ich habe Fragen!

Sternebewertung fiktiv
Mit „Die Bibliothek meines Großvaters“ legt Masateru Konishi den Auftakt einer geplanten Trilogie vor und zugleich sein Romandebüt, inspiriert durch sein persönliches Schicksal, die Pflege seines eigenen demenzkranken Vaters. Übersetzt wurde das Werk von Peter Aichinger-Frankhauser. Im Zentrum steht Kaede, eine junge Lehrerin und leidenschaftliche Leserin. Sie verbringt viel Zeit mit ihrem an Demenz erkrankten Großvater. Als sie eines Tages auf alte Zeitungsartikel stößt, bittet sie ihn um Hilfe. Aus der vermeintlichen Erinnerungslücke entsteht ein kleines Sherlock-Holmes-Spiel: Der Großvater beteiligt sich an der Aufklärung, blüht in Momenten der Konzentration auf und zeigt, dass Literatur, Wissen und Deduktion für kurze Zeit das Dunkel der Krankheit durchbrechen können. Die Atmosphäre des Romans ist stark von Cozy Crime geprägt. Vieles beginnt sanft, beinahe idyllisch, Familienmomente, die liebevolle Verbindung zwischen Enkelin und Großvater. Zwischendurch flacht die Handlung etwas ab, doch gegen Ende entwickelt sich die Geschichte in eine spannende Richtung. Kaede gerät in Gefahr, und der Roman schließt mit einem fesselnden Finale, das die Neugier auf die kommenden Bände weckt. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist kein reißerischer Krimi, sondern eine warmherzige, literarische Hommage an das Erzählen, die Erinnerung und die Kraft der Bücher. Cozy-Crime-LeserInnen finden hier genau das, was sie suchen, ein gutes Lesetempo, eine kluge Protagonistin und eine Geschichte, die zwischen Melancholie und Spannung balanciert. Für mich ein gelungener Auftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht.
⭐️⭐️⭐️ Auch mit diesem Buch werde ich kein Fan japanischer Literatur
Japanischer Literatur stand ich schon immer etwas skeptisch gegenüber. Mir ist die Kultur sehr fremd und zieht mich auch nicht an. Trotzdem habe ich die Gelegenheit genutzt, als der Kiwi-Verlag dieses Buch als Überraschung an mich versendete und bin in die Welt von Kaede und ihrem Großvater eingetaucht. Wunderbar fand ich den respektvollen Umgang mit der Krankheit Demenz in diesem Roman. Zum einen lernt man viel über die Erscheinungsformen, zum anderen versucht Kaede weiterhin auf sehr liebevolle Art, ihren Opa als den hochintelligenten, kultivierten und lebensklugen Menschen zu behandeln, der er vor der Krankheit war. Der Aufbau des Romans allerdings war leider nicht so meins. Auf mich wirkte die Geschichte mit den "zufällig" auftauchenden Rätseln aus Kaedes Umfeld sehr konstruiert. Auch die Art des Rätsel-Lösens folgte immer wieder dem gleichen Schema. Das hat mir bis zu ca 2/3 des Buches leider keine Spannung beschert. Danach erhielt Kaedes Geschichte plötzlich eine äußerst dramatische Wendung, die für mich nicht richtig zum bisherigen "Fluss" des Buches passte. Insgesamt konnte ich in diesem Buch leider nicht so versinken wie ich es mir gewünscht hätte. Somit hat der Roman meine Skepsis gegenüber japanischer Literatur leider nicht entkräften können. Trotzdem empfand ich den Roman wegen seiner Aussagen zur Demenz als bereichernd.

Das Verhältnis von Kaede zu ihrem dementen Großvater durchzieht den Roman als roter Faden, an dem viele kleine Black Storys ähnliche Geschichten hängen, die zum Miträtseln einladen. Wirkte der Erzählstil zunächst etwas sperrig und unstet auf mich, entwickelte die Geschichte im weiteren Verlauf ihren Charme und die "Guten" wuchsen mir zunehmend ans Leseherz. Mit eingestreuten, interessanten Infos zu einer seltenen Demenz-Ausprägung.
„Welche Geschichte machst du daraus?“ Die junge Lehrerin aus Tokyo, Kaede, liebt Kriminalgeschichten - genau wie ihr an Demenz erkrankter Großvater, den sie regelmäßig besucht. Kaede hört von mysteriöse und blutige Geschichten zugetragen, die sie an ihren Großvater weitergibt. Ob er hinter die mysteriösen Fälle kommt? Ich hatte mir hinter der Idee, die mich schon vom Klappentext berührte, etwas anderes vorgestellt. Es ist nicht meine Geschichte, muss ich ehrlich zugeben. Obwohl die Idee wirklich gut ist. Was mich am meisten gestört hat, war die Romanstruktur. Kaede, die Protagonistin, erfährt von einem Kriminalfall. Sie bekommt den Tathergang erzählt und trägt die Erzählung an ihren Großvater weiter, der immer, wenn sie mit einem Fall zu ihm kommt, einen seiner klaren Momente hat. Nur aus der Erzählung heraus kommt er auf die Lösung des Falles, wodurch schließlich der Täter ermittelt wird. Von den Ermittlungen selbst bekommt der Leser recht wenig mit - und das ist für mich leider der spannendste Teil einer Geschichte mit Kriminalanteil. Ich fühlte mich irgendwie ausgeschlossen aus den Fällen und fand so auch nur schwer Zugang zum Rest des Romans. Kaede empfand ich als eine tolle Protagonistin, sie ist aufgeschlossen und findig, und sagt geradeheraus was sie denkt. Ich mochte sie sehr gerne. Genauso wie ich ihre beiden Freunde Iwata-kun und Shiki-kun. Wenn die drei zusammen waren, kam so ein #sliceoflife Gefühl auf, das ich genossen habe. Auch den Großvater, der sich seiner Demenz und seines langsamen Verfalls bewusst ist, und trotzdem nicht verzweifelt, imponierte mir als Charakter sehr. Umso mehr fand ich es schade, dass er selten mehr von sich gab als die minutiöse Lösung des Falles, über den Kaede gerade grübelte. Es ist für mich einfach nicht logisch, dass ein Fall in fünf Sekunden aus einer Wiedergabe des Tathergangs erfolgt, von jemanden, der in den meisten Fällen ja nicht einmal anwesend war. Zuletzt hat mich das Ende wirklich verloren. Der Fall, der hier behandelt wird, betrifft Kaede persönlich. Der Fall an sich, der einschneidend für Kaede war seit ihrer Kindheit, wird jedoch zuvor im Buch nur kurz am Rande erwähnt, wieder fallen gelassen, damit das Ende als richtiger Knall aufwarten kann - und das war für mich einfach zu kurz für die emotionale Tiefe, die es eigentlich verdient hätte. So hat mich das Buch ratlos zurückgelassen. Trotz der tollen Protagonisten und der schönen Momente im Buch überwiegt für mich der Krimi-Kurzgeschichten-Charakter. Das Buch besteht eigentlich aus miteinander verbundenen Kurzgeschichten - und das war mir für das, was der Klappentext eigentlich verspricht einfach zu wenig. Die emotionale Tiefe hat mich persönlich leider nicht erreicht.
Wohlfühlbuch?
Als erstes muss ich feststellen, dass dieses Buch einfach wunderschön gestaltet ist: das Cover spricht mich total an und der Farbschnitt ist wirklich traumhaft. Auch der Titel ist sehr ansprechend, wie so ziemlich jedes Buch, dass Bücher schon im Titel hat. Der Titel hatte bei mir auch andere Erwartungen geweckt. Im Vordergrund des Buches steht die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater. Dieser weckte damals die Liebe zu Geschichten, besonders zu Kriminalromanen, in ihr. Nun ist er an Lewy-Körper-Demenz erkrankt, eine Form der Demenz, die mir bislang unbekannt war. Dabei haben die Patienten immer wieder Halluzinationen. So ruft Kaedes Großvater eines Tages die Polizei, weil er seine Enkelin blutverschmiert auf den Boden liegend zu sehen glaubt. Um ihrem Opa zu helfen, versucht Kaede immer wieder kleine Kriminalfälle aus dem Alltag mit ihm zu lösen. Die ersten beiden Male fand ich das recht spannend, mir gefiel auch die Herangehensweise. Spätestens beim dritten Mal jedoch fand ich es etwas ermüdend und die Lösungen auch häufig etwas weit hergeholt. Sehr gut gefielen mir jedoch Kaedes Fürsorge und die Beziehung der beiden. Ich bin daher etwas hin und her gerissen. Das Buch ist kein Wohlfühlbuch im herkömmlichen Sinne, aber auch nicht tiefgründig genug. Es lest sich gut lesen, auf die Dauer fehlt jedoch die Abwechslung.
Von ihrem Großvater hat die junge Lehrerin Kaede ihre Liebe zu Büchern geerbt, besonders die zu klassischer Kriminalliteratur. Vor einiger Zeit hat dieser jedoch die Diagnose Lewy-Körper-Demenz erhalten und somit mal bessere und mal schlechtere Tage. An seinen besseren Tagen bittet Kaede ihn regelmäßig, mit ihr gemeinsam kleinere und größere Kriminalfälle zu lösen, über die sie in ihrem Alltag stolpert. Doch bald scheint es, als wäre auch Kaede selbst in einen dieser Fälle verwickelt. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist der erste Roman einer geplanten Trilogie des japanischen Schriftstellers Masateru Konishi, der Teile der Handlung nach seinen eigenen Erfahrungen mit einem demenzkranken Vater formte. Die deutsche Übersetzung stammt von Peter Aichinger-Fankhauser. Die Handlung wird aus der Perspektive von Kaede erzählt und enthält immer wieder Skizzen, die die entsprechenden Kriminalfälle illustrieren. Neben Kaede und ihrem Großvater, arbeiten manchmal auch ihr Kollege Iwata und dessen Freund Shiki an den Fällen mit. Die Lewy-Körper-Demenz des Großvaters führt einerseits zu parkinsonartigen Symptomen, auf der anderen aber vor allem zu Halluzinationen. So sieht und hört er regelmäßig Dinge, Tiere und Menschen, die gar nicht im Raum sind. Für Kaede ist der Umgang mit ihm daher nicht leicht, sie versucht aber, in einem gewissen Maß auf ihn einzugehen und sich seine immer noch starken Kombinationsfähigkeiten zunutze zu machen. Gemeinsam lösen die beiden so einige Kriminalfälle, zum Beispiel den einer verschwundenen Lehrerin oder einen Mordfall in einer Bar, auch Iwata und Shiki werden darin verwickelt. Im Zentrum der Geschichte steht für mich klar die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater, die sich durch die fortschreitende Demenz verändert. Die beiden bleiben aber durch ihr gemeinsames Hobby verbunden und finden so immer eine Kommunikationsebene, der die Krankheit nichts anhaben kann. Die eigentlichen Fälle werden nur durch reine Deduktion und Überlegungen gelöst. Es gibt keine Ermittlungen im eigentlichen Sinn und oft auch keine Beweise, was die Auflösung manchmal etwas willkürlich erscheinen lässt.
Anders als erwartet! Aber auf jeden Fall positiv überrascht
Bei dem Titel habe ich an eine süße leichte Geschichte gedacht, aber das es so spannend ist, habe ich nicht erwartet. Die Geschichte von Kaede und ihrem Großvater ist eine ganz besondere mit viel Magie und Fantasie und ein auch von Kriminalarbeit. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band.
Ein wirklich schönes Buch über einen Großvater, seine Enkelin und die gemeinsame Liebe zu Büchern welche ihnen dabei hilft Rätsel zu lösen.
Ich habe mich ohne wirkliche Vorstellungen und Erwartungen an das Buch ran getraut und bin positiv überrascht worden. Der ganze "Vibe" des Buches ist zwar eher cosy dafür sind die Rätsel welche die beiden gemeinsam lösen umso interessanter. Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. All in all finde ich das Buch solide und gut zu lesen.

Die Bibliothek meines Großvaters Masateru Konishi Kaede, Iwata, Shiki und besonders Kaedes Großvater haben mich eine kurze Zeit (denn für diesen Roman habe ich nicht sehr lange gebraucht) begleitet und ich habe gern mitgerätselt. Der an einer besonderen Form von Demenz erkrankte Großvater wird immer wieder von Kaede mit einigen kriminalistischen Rätseln konfrontiert, die es zu lösen gilt. Beider Liebe zu Kriminalliteratur kommt ihnen dabei natürlich besonders zugute. Im späteren Verlauf der Geschichte werden auch unsere Protagonisten selbst zu Figuren in einem Kriminalfall und müssen sich selbst retten. Die Handlung ist kurzweilig und spannend, der Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig - dies war mein zweites Buch eines japanischen Autors - aber wenn man einmal damit warm geworden ist, liest es sich sehr gut. Die Spannung bleibt durch die kleinen Krimifälle gut gehalten, es gibt keine Längen im Text und das Ende ist logisch und gut aufgebaut. Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Bibliothek meines Großvaters – Rätsel, Bücher und ganz viel Herz
Dieses Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Eine geniale Idee, die sich so erfrischend anders anfühlt, und eine Geschichte, die mich komplett gepackt hat – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders fasziniert hat mich die Dynamik zwischen Kaede und ihrem Großvater. Ihre Gespräche, ihr Miteinander und diese ganz eigene Art, wie sie sich über Bücher, Rätsel und Geschichten begegnen, fand ich unglaublich spannend und berührend. Man merkt einfach, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Natürlich habe ich versucht, bei den Rätseln und Fällen mitzuraten … aber na ja, sagen wir so: Ich habe sehr schnell gelernt, dass ich das lieber den Romanfiguren überlassen sollte. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat das Mitdenken unglaublich viel Spaß gemacht. Meine Lieblingsgeschichte war eindeutig der Mord in der Bar – die hat mich besonders gefesselt. Aber ganz ehrlich: Jede einzelne Geschichte hatte ihren eigenen Reiz und war auf ihre Art super interessant. ✨ Fazit: Ein außergewöhnliches Buch mit viel Charme, klugen Ideen und einer besonderen Beziehung im Mittelpunkt. Perfekt für alle, die Bücher lieben und Lust auf etwas anderes haben.
Charmante Mischung aus japanischem Roman und Cozy Crime
Das Buch war ganz anders, als ich es erwartet hätte - und hat mich dabei sehr positiv überrascht. Die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater wirkte unglaublich echt und warmherzig. Die Demenzerkrankung und der Umgang damit wurden sehr nahbar und verständlich dargestellt, ohne ins Kitschige abzurutschen. Besonders mochte ich die gelungene Mischung aus japanischem Roman und Cozy Crime. Durch ihre gemeinsame Liebe zu Krimis lösen die beiden auf charmante, kluge und scharfsinnige Weise verschiedene Fälle aus ihrem Alltag - oft so nachvollziehbar, dass ich bei mancher Auflösung innerlich laut „Ja, stimmt!“ rufen musste. Das erste Drittel widmet sich vor allem der Beziehung der beiden und den anderen Figuren, im zweiten stehen die kleinen Krimifälle im Vordergrund, und im letzten Drittel wird es dann überraschend spannend. Ein toller Mix und ein echtes Highlight - besonders für Fans japanischer Romane mit Charme und für alle, die gerne Krimis lesen.
Zwischen Cozy Crime und Familiengeschichte
Ich dachte, dieses Buch würde mich mehr in Richtung klassischer Krimi oder geheimnisvolles Abenteuer führen. Stattdessen bekam ich eine ruhigere, episodenhafte Geschichte - manchmal fast zu langsam, manchmal aber auch zärtlich schön. „Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte." Das ist der Satz, der hängen bleibt. Denn im Kern geht es hier weniger um spannende Fälle, sondern um die Verbindung zwischen Kaede und ihrem demenzkranken Großvater. Die Rätsel, die sie ihm erzählt, wirken wie kleine Übungen, um ihn wachzuhalten. Für mich fühlten sie sich eher wie lose Episoden an, oft ohne roten Faden. Ich habe mich dabei ertappt, wie meine Gedanken abschweiften. Aber was mich berührt hat, war diese innige, ehrliche Liebe zwischen den beiden. In manchen Momenten dachte ich an meinen eigenen Opa zurück, a die kleinen Gesten und Geschichten, die bleiben, wenn Erinnerungen verschwimmen. Das Ende ließ mich ein wenig ratlos zurück, aber vielleicht gehört genau das dazu: Demenz ist kein rundes, fertiges Erzählen, sondern brüchig, fragmentiert, voller Abschiede. Für mich war das Buch nicht fesselnd, aber dennoch wertvoll. Nicht für die Krimis, sondern für das stille Leuchten der Beziehung zwischen Enkelin und Großvater.
Bücher, Rätsel, Wahnsinn – mein Lieblingsmix
Versehentlich ein gebrauchtes Buch aufschlagen und plötzlich mitten in einem Rätsel landen? Genau mein Humor! Masateru Konishi schafft es, aus so einer kleinen Beiläufigkeit ein Abenteuer zu stricken, das mich zwischen Lachen, Stirnrunzeln und Herzklopfen jonglieren ließ. Da sitzt man als Leser gemütlich im Sessel, und schwupps – fühlt man sich wie der heimliche Enkel des Großvaters. Der alte Herr mit seiner Demenz ist nämlich alles andere als schwach oder bemitleidenswert. Er ist clever, schlagfertig, schräg – ein wandelndes Lexikon der Kriminalliteratur, das Sherlock Holmes locker die Pfeife ausblasen würde. Und Kaede? Diese Frau hat Energie, Witz und den Mut, selbst in brenzligen Momenten nicht einfach das Handtuch zu werfen. Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, das so herrlich ungleich und doch unfassbar harmonisch ist. Ich meine: Eine junge Lehrerin aus Tokio und ein alter Knacker mit löchriger Erinnerung, die zusammen Rätsel knacken und sich in Geschichten verlieren – das ist pures Kopfkino deluxe. Die Story hat dabei die perfekte Mischung: mal verspielt, mal melancholisch, dann wieder spannend wie ein Krimi, der einen um Mitternacht noch wachhält. Ich habe so oft gegrinst, dass mein Spiegelbild sich irgendwann gefragt hat, ob ich heimlich einen Clown verschluckt habe. Und dann diese leisen Momente, in denen das Alter, die Demenz, die Endlichkeit des Lebens durchschimmern … die treffen direkt ins Herz. Kurzum: Wer Bücher liebt, wird dieses Buch nicht einfach lesen, sondern inhalieren. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist wie eine Schatztruhe voller Rätsel, Geschichten und Emotionen. Ein Roman, der zeigt, dass Literatur mehr sein kann als Zeitvertreib – nämlich ein Rettungsanker, eine Brücke und manchmal sogar ein Schutzschild. Fünf Sterne? Aber sowas von.

Die Bibliothek meines Großvaters hat mich von Anfang an begeistert. Die Spannung steigert sich stets und erreicht zum Ende hin einen Höhepunkt, der mich mit unerwarteten Wendungen überrascht hat. Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Stimme passt wunderbar zur Geschichte und macht das Zuhören zu einem richtigen Erlebnis. Auch der Schreibstil ist angenehm und leicht zu verfolgen, sodass man schnell in die Handlung eintaucht. Besonders schön fand ich, dass 99% der Figuren immer wieder auftauchen und keine Person nur einmal vorkommt. Das sorgt für mehr Tiefe in der Geschichte. Ein gelungenes und fesselndes (Hör-)Buch, das ich sehr gerne weiterempfehlen werde!
Kurze Kriminalfälle in gemütlich familiärer Umgebung
Eine berührende Geschichte über eine Enkelin und ihren Großvater. Trotz seiner beginnenden Demenz sind die beiden durch ihre Liebe zu Kriminalgeschichten verbunden. Der Schreibstil ist schön leicht, so dass man gut in den Lesefluss findet und durch die Seiten fliegen kann. Da die Erzählung in mehrere kleine Geschichten aufgeteilt ist, eignet sie sich auch wunderbar zum Vorlesen. Am Ende wird der Kreis dann mit einem nervenaufreibenden Finale geschlossen! Perfekt für Krimifans, die gerne miträtseln wollen!

Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen: schlicht, aber wunderschön gestaltet. Auch der Titel weckte direkt meine Neugier. Als ich dann zu lesen begann, war ich schnell mitten in der Geschichte: Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, entdeckt in einem gebrauchten Buch seltsame Zeitungsausschnitte. Sofort denkt sie an ihren Großvater, der trotz seiner Demenz noch immer über eine erstaunliche Kombinationsgabe verfügt und ein leidenschaftlicher Kenner klassischer Kriminalliteratur ist. Der wahre Zauber des Romans liegt jedoch nicht allein in den Rätseln, sondern in der Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Der Autor beschreibt mit viel Wärme, wie die beiden miteinander umgehen. Besonders die Darstellung von Demenz hat mich überzeugt: feinfühlig, respektvoll und realitätsnah. Ich konnte mir den alten Mann bildlich vorstellen, wie er mit seiner Zigarette in der Hand über den Fällen nachdenkt, eine Figur, die trotz Krankheit ihre Würde behält. Diese leisen, melancholischen Momente sind es, die mich am meisten berührt haben. Der Schreibstil ist anders als das, was ich sonst lese, aber überraschend angenehm. Die Sprache ist klar, ruhig und lädt dazu ein, durch die Seiten zu fliegen. Allerdings setzt der Autor auf eine ungewöhnliche Struktur: Statt einer durchgehenden Handlung präsentiert er mehrere in sich abgeschlossene Fälle. Am Anfang fand ich diese Episoden abwechslungsreich und unterhaltsam. Mit der Zeit aber wirkten die wiederholten Muster etwas ermüdend und manche Auflösungen kamen mir konstruiert vor. Hier hätte ich mir einen stärkeren roten Faden und mehr Verknüpfung der einzelnen Episoden gewünscht. Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch nicht losgelassen

Description
++ Limitierte Erstauflage mit Farbschnitt – nur solange der Vorrat reicht ++
Ein berührender Roman über die Kraft von Büchern und Geschichten – spannend, charmant und voller Herz. Der große Bestseller aus Japan über einen Großvater und seine Enkelin, die plötzlich selbst zur Heldin einer gefährlichen Geschichte wird.
Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, stößt eines Tages auf seltsame Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Ein Rätsel! Sie muss sofort an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung über eine unglaubliche Kombinationsgabe verfügt. Außerdem weist er ein enormes Wissen auf, wenn es um die großen Klassiker der Kriminalliteratur geht. Gemeinsam lassen die beiden ihrer Fantasie freien Lauf und lösen so meisterhaft allerlei kleine und große Rätsel, auf die Kaede in ihrem Alltag stößt. Doch plötzlich nähert sich Kaede ein bedrohlicher Schatten, der die beiden auf eine harte Probe stellt. Kann ihre gemeinsame Liebe zur Literatur sie retten?
Book Information
Author Description
Masateru Konishi, geboren 1965, arbeitet als Autor für Fernsehen und Radio. »Die Bibliothek meines Großvaters« ist sein erster Roman, der in Japan mit einem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde. Das Buch, das zum Teil auf seinen eigenen Erfahrungen mit der Pflege seines demenzkranken Vaters beruht, war ein großer Bestseller in Japan und ist Teil einer Trilogie.
Posts
Nicht das was ich erwartet habe aber spannend 🇯🇵
Ich habe dieses Buch in einer Buchhandlung gesehen und das Cover gefiel mir sehr gut. Normalerweise kaufe ich Bücher nicht nach dem Cover aber es sah nach einer entspannten Geschichte, die man an einem gemütlichen Abend lesen kann aus, und es war genau das was ich in dem Moment brauchte. Aber das sich daraus eine spannende Detektivgeschichte entwickelt hätte ich nicht gedacht. Es geht um die junge Lehrerin Kaede, die sich um ihren Großvater kümmert. Der Großvater leidet unter Levy Body Demenz (DLB), ist aber dennoch sehr gebildet und weist ein hohes Allgemeinwissen und eine gute Kombinationsfähigkeit auf. Gemeinsam besprechen sie die unterschiedlichsten Fälle, Rätsel und Probleme denen Kaede in ihrem Alltag begegnet und lösen diese Zusammen. Gegen Ende der Geschichte werden beide selbst in einen sehr gefährlichen Fall verstrickt. Das Buch ist meiner Meinung nach sehr einfach geschrieben, was gut ist, da man dadurch einen entspannten Lesefluss hat. Jedoch zieht es sich an manchen Stellen sehr in die länge und manche Formulierungen sind etwas Steif. Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Buch, um abzuschalten und dennoch eine gute Detektivgeschichte zu erleben🇯🇵

Schöne Cover sind nicht alles
Ich liebe Bücher von japanischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Dieses Buch besticht erst einmal mit seiner schönen Gestaltung. Aber Aussehen ist nun einmal nicht alles… Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich fand auch Kaede und den Großvater liebenswert, wobei Kaede deutlich blasser erscheint. Vielleicht wollte der Autor damit symbolisieren, dass Kaede noch recht jung ist mit Anfang/Mitte zwanzig… Die einzelnen Fälle waren auch interessant, auch als es dann mal mehr um Kaede und ihre Vergangenheit ging war es spannend und tragisch. Ich hatte eine gute Lesezeit und kam schnell voran. Dennoch fehlte dem Buch etwas. Was es ist kann ich leider nicht benennen.
Also wer hier eine Geschichte über Bücher in einer Bibliothek erwartet, könnte ein wenig enttäuscht werden😅 Wer aber in die Geschichte eintaucht, ohne den Klappentext zu lesen, wie ich, wird definitiv nicht enttäuscht sein🤗 Ich fand es eine echt gute Unterhaltung, mal etwas anderes!
Ich habe dieses Buch ohne Vorahnung gelesen, ohne den Klappentext zu kennen. Umso überraschter war ich über die Geschichte und den Titel, denn irgendwie hatte ich mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Das hat mein Leseerlebnis jedoch keineswegs negativ beeinflusst. Kaede, eine Lehrerin, hat eine enge Verbindung zu ihrem Grossvater Himonya-san, der an Lewy-Körper-Demenz leidet. Ihre besondere Beziehung zeigt sich vor allem in ihren Gesprächen über verschiedene „Kriminalfälle“, bei denen ihr Grossvater sie immer wieder auf wichtige Details aufmerksam macht, damit sie die „Lösung“ findet. Das Setting in Japan mit den diversen Protagonisten fand ich sehr spannend. Die Beziehung Kaede und Himonya-san war berührend und authentisch dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Kapitel mit den Fällen sind sehr gut strukturiert, und man rätselt definitiv mit. Die Fälle sind eher ruhig gehalten, ohne besonders brutale Szenen, wodurch sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt, man fliegt nur so durch die Seiten. Das Ende fand ich besonders schön - von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Die Idee ist grandios!
Vorweg: mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Von mir bekommt dieses Buch definitiv 5 Sterne! Da ich vor meiner Erkrankung selbst viel mit Menschen mit Demenz zu tun hatte und auch teilweise mit dieser Form der Erkrankung, kann ich diesem Buch wirklich einiges abgewinnen. Es braucht sehr viel Liebe, Respekt und Verständnis im Umgang mit erkrankten Menschen und wie dieses Buch das löst, finde ich wirklich grandios. Alleine die Idee ist mir 5 Sterne wert! Die Geschichte ist zart beschrieben und hat einen feinen japanischen Touch. Die Beziehung zwischen dem Großvater und seiner Enkelin ist für mich sehr durch gegenseitige Liebe und Respekt gekennzeichnet. Die Erkrankung hat seine eigenen Tücken und die Enkelin löst auftretende Probleme sehr liebevoll und phantasiereich. Man könnte jetzt bemängeln, dass die Charaktere mehr Tiefe bräuchten, aber das stand für mich nicht im Vordergrund. Ich bin sehr dankbar für solche Bücher, weil sich so vielleicht mehr Menschen etwas unter dieser Erkrankung vorstellen können, so fern sie überhaupt jemals davon gehört haben. Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen. Es ist eine Mischung aus Krimi und Familiendrama mit einer ganz lieblichen, zarten Sprache. Wer solche Geschichten mag, wird auch dieses Buch mögen.

Abgebrochen
Kaede, japanische Buchliebhaberin und Lehrerin, kümmert sich um ihren demenzkranken Großvater. Auch er liebt Bücher und hat ihre Kindheit mit wunderschönen Geschichten gefüllt. Als Kaede in einem gebraucht gekauften Buch vier Zettel findet will sie deren Geheimnisse ergründen und begibt sich mit Hilfe des Großvaters auf Spurensuche. Ich habe das Buch gehört und es wurde gut gelesen. Aber leider entwickelte sich die Story nicht so, dass sie mich gefesselt hätte. Auch die Charaktere kamen mir nicht nah. Besonders der Großvater machte mir zu schaffen, mal demenzkrank, mal über lange Zeiträume konzentriert und scharf denkend. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Protagonisten so kühl. Die japanische Welt ist nicht meins. Schöne Metaphern, diese waren originell. Leider hat mich der Kriminalfall auch nicht packen können und auch die Charaktere blieben mir alle fremd. Und als ich begann mich gelangweilt und genervt zu fühlen, habe ich nach über der Hälfte abgebrochen. Hat mir einfach nicht gefallen und mich auch nicht aufs Ende neugierig gemacht.
Um was geht es in dem Buch? Es geht um die junge Lehrerin Kaede, die beim lesen eines gebrauchten Buches auf Zeitungsausschnitte stößt. Ihr Großvater der an Demenz erkrankt ist, verfügt über umfassendes Wissen was Kriminalklassiker angeht, und gemeinsam lösen sie spannende Fälle. Doch eines Tages wird Kaede von einem dunkelen Schatten eingeholt, und muss sich ihrer eigenen Geschichte stellen. Meine Meinung zu dem Buch: Ich fand die Familiengeschichte sehr emotional und berührend, aber spannend, auch wenn es manche Längen hatte zwischendurch, und die Handlungen in der Zeit sehr sprunghaft waren, und man der Geschichte nicht ganz golgen konnte. Die Protagonisten fand ich gut ausgearbeitet und authentisch, und der Großvater so liebevoll dass er einem direkt ans Herz wächst. Die Themen um die es geht wie Demenz, Kriminalrlemente und Familiengeschichte sind sehr liebevoll und unterhaltsam beschrieben. Für mich ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, was ich jedoch empfehlen kann, wenn ihr Familiengeschichten mit Kriminalelementen mögt. E.T. 14.08.2025
3,5 Sterne für die Berg-und-Tal-Fahrt mit Genrewechsel in der Hälfte des Buchs. Erinnerte mich an [b:Der Schatten des Windes|942188|Der Schatten des Windes (Der Friedhof der Vergessenen Bücher, #1)|Carlos Ruiz Zafón|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1179651858l/942188._SY75_.jpg|3209783], [b:Days at the Morisaki Bookshop|62047992|Days at the Morisaki Bookshop (Days at the Morisaki Bookshop, #1)|Satoshi Yagisawa|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1671208761l/62047992._SY75_.jpg|56225616], [b:Frau Komachi empfiehlt ein Buch|131942425|Frau Komachi empfiehlt ein Buch|Michiko Aoyama|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1681530500l/131942425._SY75_.jpg|87149236] und [b:Before the Coffee Gets Cold|44421460|Before the Coffee Gets Cold (Before the Coffee Gets Cold, #1)|Toshikazu Kawaguchi|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1704153539l/44421460._SY75_.jpg|62602162], aber auch [a:Agatha Christie|123715|Agatha Christie|https://images.gr-assets.com/authors/1589991473p2/123715.jpg]. Ok, welch komisches Buch und was für eine abstruse Lesereise. Am Anfang dachte ich, dass mich etwas ganz anderes erwartet und ich wollte das Buch abbrechen. Teilweise war es auch einfach nur wirr und skurril (Stichwort Harry Potter). Dann schlug es in der Mitte schlagartig um, wechselte sogar das Genre/der Stil/das Format und wurde spannend. Erst dachte ich, dass es ganz in Ordnung ist, aber am Ende wurde es tatsächlich nochmal richtig spannend und die Auflösung war auch hervorragend. Daher würde ich diesem Buch 3,5 Sterne geben, da es so eine Berg-und-Tal-Fahrt war. Das Buch "Die Bibliothek meines Großvaters" von Masateru Konishi handelt von der jungen Lehrerin Kaede aus Tokio und ihrem Großvater.Der Großvater, bei dem Kaede aufgewachsen ist und den sie sehr liebt, leidet an Demenz (speziell der Lewy-Körper-Demenz), was mitunter Halluzinationen zur Folge hat. Trotz seiner Krankheit besitzt er in seinen lichten Momenten eine erstaunliche Kombinationsgabe und ein tiefes Wissen über die Kriminalliteratur.Kaede stößt im Alltag immer wieder auf kleine und große Rätsel oder Kriminalfälle. Sie trägt diese ihrem Großvater vor, der – oft inspiriert durch seine Bibliothek und sein Wissen über klassische Detektivgeschichten – meisterhaft bei der Lösung hilft.ACHTUNG SPOILER ab hier....SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILERIm Laufe des Romans nähert sich Kaede jedoch ein bedrohlicher Schatten, und der letzte Fall betrifft Kaede und ihre Familie persönlich, wodurch die Geschichte an Spannung und Tiefe gewinnt. Ab hier wird es dann zu einem kleinen Agatha-Christie-Mysterie, bei dem die beiden den Fall lösen.
Krimis zum Mit-Rätseln, Enkel & Großvater, ein bischen Lebensgeschichte, ein bischen über Freundschaften, ein bischen über Literaturgeschichte.
So richtig earm geworden bin ich hier nicht.🥸 Das Buch ist zwar unterhaltsam, zieht sich aber stellenweise etwas hin. Dreh und Angelpunkt ist die Beziehung zwischen Enkelin, die Lehrerin ist, und Großvater, der früher Schulleiter war, heute mit Lewy Körper an Demenz leidet (phasenweise, dann auch mal haluziniert). Großvater ist nur daheim und wird gepflegt. Naja er hat eine sehr große Auswahl an Büchern, aber wichtiger ist eigtl., dass er einen scharfen Verstand hat. So löst er mit seiner Enkelin dann mehrere Fälle. Es tauchen dann noch zwei Herren auf, die eine zentrale Rolle spielen... Die Erzählweise kam mir etwas langatmig vor. Die Sätze waren hier und da mal holprig. 🤷♂️ Hat das Buch eigtl. eine Triggerliste? ... hätte bestimmt eine gebraucht, wäre das Cover Schwarz. Der letzte Fall heißt "der Stalker" 😱🥱 Was hat mich noch gestört? - Großväterchen braucht für seine Fallanalyse eine Zigarette. Das ja wie bei Columbo, mit seinem grauen Trenchcoat und Zigarre 🕵♂️. - Dann gab es in jedem Kapitel eine Szene mit Alkohol 🙈 und dann freut man sich, dass die Herrschaften mal morgens Joggen gehen -> 🍺-Belohnung Es hätte etwas flotter sein können, auch vom Tathergang. Dann bekommt man wichtige Fakten erst spät in der Geschichte, so dass es auch schwer ist mitzuraten. Hatte Gedanken an Columbo, an Detektive Conan. Sicherlich will der Autor auch Anspielungen auf die anderen historische Krimi/Romane/Kurzgeschichten machen. Kurzum ist es ein gutes Buch, aber hier und da hat es mich immer wieder rausgehauen 😅😆
Puh, das hat sich gezogen
Ich hatte mir irgendwie was anderes vorgestellt und bin insgesamt irgendwie nicht mit der Geschichte warm geworden. Die Story ansich war nicht schlecht, nur hat mich der Schreibstil und die Erzählweise nicht gepackt. Die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater hat mir gefallen, auch grundsätzlich die einzelnen „Kriminalfälle“, nur waren mir die Geschichten die beide sich zu den Fällen überlegt haben so an den Haaren herbeigezogen, das ich nicht wusste warum das jetzt genau so sein soll. Was für mich sehr interessant war, war die Demenzthematik. Da war viel dabei was ich nicht wusste und sehr informativ war. Ich weiß nicht ob es insgesamt der Schreibstil war oder insgesamt die Story, aber für mich war das Buch zu langatmig. Das Äußere allerdings ist ein echter Hingucker. 2,5⭐️
Ein leiser Roman mit Tiefgang
„Die Bibliothek meines Großvaters“ erzählt die berührende Geschichte von Kaede, einer jungen Lehrerin aus Tokio, die eines Tages in einem gebrauchten Buch auf geheimnisvolle Zeitungsausschnitte stößt. Sofort denkt sie an ihren demenzkranken Großvater, der trotz seiner Krankheit eine außergewöhnliche Kombinationsgabe und ein beeindruckendes Wissen über klassische Kriminalliteratur besitzt. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Spur kleiner und größerer Rätsel, die Kaede in ihrem Alltag begegnen. Mit Fantasie, Verstand und Herz lösen sie diese Fälle. Doch bald wird ihre besondere Verbindung von einer dunklen Bedrohung überschattet. Masateru Konishis Roman ist weit mehr als eine Kriminalgeschichte: Es ist eine Hommage an die Kraft von Büchern, an zwischenmenschliche Beziehungen und an die Fähigkeit, auch im Alter und trotz Krankheit geistig brillant zu bleiben. Besonders faszinierend fand ich die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Schon in ihrer Kindheit hat er sie spielerisch dazu ermutigt, aus wenigen Fakten oder kurzen Beobachtungen eine ganze Geschichte zu entwickeln. Diese kreative Ader und ihre gemeinsame Liebe zu Kriminalfällen durchziehen den gesamten Roman wie ein roter Faden. Im Laufe des Buches wird Kaede immer wieder mit scheinbar alltäglichen, aber raffiniert aufgebauten Kriminalfällen konfrontiert, die sie gemeinsam mit ihrem Großvater löst. Dabei ist besonders hervorzuheben, wie Konishi die Figur des Großvaters darstellt: Trotz seiner fortschreitenden Demenz bleibt er ein genialer, hochintelligenter Charakter, dessen Geistesblitze und analytische Fähigkeiten immer wieder aufleuchten. Gerade diese Kontraste zwischen Vergessen und Erinnern, zwischen Verwirrung und Klarheit, verleihen dem Roman Tiefe und Emotionalität. Was dieses Buch von anderen Werken über Demenz abhebt, ist seine Vielschichtigkeit im Umgang mit der Krankheit. Neben den bekannten Symptomen zeigt Konishi auch weniger häufig thematisierte Aspekte wie Halluzinationen, gleichzeitig aber auch die vielen lichten, fast magischen Momente, in denen die Krankheit in den Hintergrund tritt. Diese Perspektive hat mich sehr berührt. Sie ist realistisch, ohne trostlos zu sein, und zugleich voller Respekt und Würde. Ein weiterer Pluspunkt ist der dezente, aber spürbare Einfluss der japanischen Kultur. Sei es in den Beschreibungen von Alltagssituationen, in der respektvollen Beziehung zwischen den Generationen oder im Umgang mit Krankheit. Die japanische Prägung gibt dem Buch eine eigene Atmosphäre, die mir sehr gefallen hat. Strukturell ist der Roman eher ungewöhnlich aufgebaut. Zunächst wirkt es, als würden verschiedene kleine Geschichten oder Fälle nebeneinanderstehen. Erst gegen Ende fügt sich alles zusammen und enthüllt ein größeres, zusammenhängendes Verbrechen. Diese Auflösung ist clever und rundet das Buch schön ab. Auch wenn der Weg dorthin für meinen Geschmack etwas zu gradlinig war. Denn trotz der liebevollen Gestaltung der Charaktere und des schönen Schreibstils konnte mich der Roman emotional nicht vollkommen fesseln. Es fehlte mir an Sogwirkung. Oft las ich nur ein paar Seiten, bevor ich das Buch wieder zur Seite legte. Der Spannungsbogen bleibt recht flach, die Handlung schreitet ziemlich linear voran, was das Leseerlebnis zwar ruhig und angenehm, aber eben auch wenig fesselnd macht. Aus diesem Grund vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
Verwirrender Titel
Ich bin leider etwas enttäuscht. Der Titel des Buches und der Klappentext lassen etwas völlig anderes vermuten, als es dann im Buch wirklich geht. Wo ist die Bibliothek des Grossvaters, die im Titel so groß erwähnt wird. Nur am Rande hat man von Kaede, der Hauptfigur, kurz erfahren und das ihr Großvater sehr belesen ist. Die einzelne Fälle sind sehr spannend, aber die Auflösungen sind für mich wirklich an den Haaren herbeigezogen. Leider schade, da ich gerne mitraten möchte und sie dann immer sehr schnell aufgeklärt werden. Aber wie soll man denn auf solche Wendungen als Leser kommen? Das Buch lässt sich gut lesen, aber die japanischen Begriffen lassen mich immer wieder stolpern, da ich die Begriffe immer erst googeln muss, um den Sinn zu verstehen. Deswegen kam ich auch nur langsam in dem Buch voran und musste mich immer mal zwingen weiterzulesen. Am Anfang dachte ich, das mir die Kriminalfälle am besten gefallen, aber nach der ersten Hälfte des Buches muss ich sagen, dass es genau andersrum ist. Die Hintergrundgeschichte von Kaede, ihrem Großvater und ihren Eltern gefällt mir viel besser. Das Ende war nochmal sehr spannend und mit einigen unerwarteten Wendungen. Aber trotzdem hatte ich etwas anderes im Sinn, als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte. Schade!
Eine berührender Geschichte
„Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi hat mich schon durch das wunderschöne Cover und den zauberhaften Farbschnitt neugierig gemacht. Die junge Lehrerin Kaede lebt in Tokio und besucht regelmäßig ihren Großvater, der an einer seltenen Form von Demenz erkrankt ist. Eines Tages findet sie rätselhafte Zeitungsausschnitte, die in einem gebrauchten Buch stecken. Da ihr Großvater schon immer ein großes Wissen über Kriminalfälle hat, nimmt sie die Ausschnitte mit zu ihm und schon bald lösen die Beiden kleine und große Fälle, wenn auch mit viel Fantasie. Ich mochte den Schreibstil flüssigen und angenehmen Schreibstil seht und bin nur so durch die Seiten geflogen. Kaede und ihr Großvater sind mir schnell ans Herz gewachsen, sie sind zwei sympathisch und außergewöhnliche Charaktere, außerdem merkte man schnell die Liebe zu Büchern und Literatur. Da der Großvater an Parkinson und Lewy-Körper Demenz leidet, ist die Geschichte an vielen Stellen melancholisch und bedrückend, doch durch die vielen Kriminalfälle und Rätsel die er löst, ist es auch spannend und humorvoll. „Die Bibliothek meines Großvaters“ hat mich sehr berührt und gleichzeitig gut unterhalten. Ich kann euch das Buch absolut empfehlen ❤️
Nicht wie erwartet, trotzdem gut
In der Geschichte folgen wir Kaede, die ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Großvater hat. Beide verbindet ihre Liebe zu Büchern, sie mögen Krimis und lösen gerne Rätsel. Ihr Großvater ist inzwischen an einer seltenen Form von Demenz erkrankt, aber Kaede besucht ihn, so oft sie kann, und wenn er gerade gut drauf ist, lösen sie weiterhin zusammen Rätsel. Kaede ist sehr ruhig und in sich gekehrt und gefühlt spricht sie im Buch fast nie. Wir bekommen als Lesende zwar Einblick in ihre Gedanken, aber aussprechen tut sie sie selten. Das fand ich schade, denn im Vergleich zu anderen Charakteren in der Geschichte wirkte sie etwas farblos. Ihren Großvater hingegen fand ich toll dargestellt, er war eine sehr interessante Figur. Die Erzählweise ist sehr beobachtend, ruhig und stellenweise scharfsinnig. Die Geschichte teilt sich eher in kleine Episoden auf, von denen jede ein anderes Rätsel darstellt, welches der Großvater am Ende mit seiner beeindruckenden Kombinationsgabe löst. Das habe ich mir anders vorgestellt, aber es ließ sich trotzdem gut lesen. Auch erfahren wir durch die Krimibegeisterung von den Figuren viel über das Genre Krimi, was mit großer Liebe zum Detail und spannend eingeflochten wird. Durch die Episoden hatte ich aber das Gefühl, dass viele Erzählstränge nicht zu Ende gebracht wurden und dass vieles nicht sehr tiefgehend behandelt wurde, darunter auch Ereignisse aus der Vergangenheit von Kaede. Alles wurde nur einmal kurz berührt. Ich hatte mir die Geschichte anders vorgestellt, hatte aber trotzdem mit dem Buch ein paar schöne Lesestunden, vor allem durch den Stil und die süße Beziehung zwischen Enkelin und Großvater.
Das Buch konnte mich leider nicht fesseln, ich fand es anstrengend zu lesen und habe mich immer wieder dabei ertappt, mit den Gedanken abzuschweifen. Dabei lese ich sehr gern asiatische Literatur und habe bereits eine kleine Sammlung. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön der Klappentext und der deutsche Titel jedoch irreführend. Der englische Titel „My grandfather, the Master Detective“ ist viel passender. Kaede, Grundschullehrerin, besucht fast täglich ihren demenzkranken Großvater, einen ehemaligen Grundschulrektor. Genau wie ihr Großvater liest sie gern Kriminalromane. Kaede erzählt ihm von ungelösten, wahren Kriminalfällen und während er genüsslich eine Gauloises raucht, diskutieren sie darüber und lösen sie auf. Gegen Ende wird es für Kaede und ihren Großvater brenzlig, die beiden geraten in Lebensgefahr. Das Finale war spannend, doch insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern. Ich kenne kein einziges der Kriminalromane, auf die Bezug genommen wird. Die Auflösungen fand ich konstruiert und unwahrscheinlich. Sehr berührend dagegen fand ich die Beziehung zwischen Großvater und Enkelin. „Was meinst du, was ist das traurigste Wort der Welt? Für mich ist es das Wort „mutterseelenallein“. Wenn mein Großvater stirbt, dann bin ich mutterseelenallein auf er Welt.“ (S. 247) Ich vergebe 3,5 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung für Krimifans.
Hab was anderes erwartet & abgebrochen
Never judge a book by its Cover - aber in diesem Fall bin ich drauf reingefallen, weil ich Cover & Farbschnitt so schön cozy fand, obwohl ich längst festgestellt habe, dass ich mit Büchern japanischer Autor:innen nicht warm werde. Auch in diesem Fall: die permanenten japanischen Wörter in kursiv haben mich aus dem Lesefluss gebracht und es für mich sehr holprig gemacht und durch das Kursive auch optisch gestört. Auch mit dem langsam-zähen Erzählfluss hab ich mich schwer getan, es war sehr viel Theorie (gedankliches Nacherzählen & Lösen der Kriminalfälle) und wenig Handlung - zumindest bis Seite 80, weiter bin ich nicht gekommen. Ich kann nicht ganz sagen, was ich inhaltlich erwartet habe, aber mehr Bücher & Bibliothek Gemütlichkeit, als Pflegeheim, Halluzinationen & Nacherzählungen.
Die Kraft von Geschichten…
…ich glaube, das ist der Titel, den für ich diese Rezension fühle. Zuerst möchte ich mich dafür bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Dieses Buch hat mich sehr gut in die Irre geführt – so gut wie ein guter Krimi das eben kann. 😂 Ich habe irgendwie etwas anderes erwartet. Doch das ist nicht schlimm. Krimis führen gern in die Irre und hier sind es Worte, Geschichten und Zeilenzauber, die (mich zumindest) in die Irre geführt haben. Krimis sind nicht ganz mein bevorzugtes Genre, umso interessanter war diese Leseerfahrung (und irgendwie musste ich manchmal an Detektiv Conan und Sherlock Holmes denken 🧐 😊). Nun ein vollständiger Krimi ist dieses Buch vielleicht nur bedingt. So ganz weiß ich nicht, wo ich den Roman einordnen möchte. Es ist auf jeden Fall eine Liebeserklärung an das Band von Enkelin und Großvater. 🥰 Als Lesende werden wir in die Welt der Bücher, Rätsel und Geschichten von Kaede und ihrem Großvater geführt, wohlwollend (und größtenteils) aus der Sicht von Kaede. Sie ist ruhig, liebt Bücher (vor allem Krimis), arbeitet als Grundschullehrerin und kümmert sich liebevoll um ihren Opa, der an einer Demenzerkrankung leidet. Durch diese taucht er immer wieder in Halluzinationen ein, die für mich durchaus etwas Fantastisches an sich haben und zeigen, wie machtvoll Halluzinationen sein und sogar genutzt werden können. Krimis sind hier nicht nur in buchiger Form Bestandteil der Story; Kaede und ihr Großvater lösen zusammen knifflige Fälle, die ihnen begegnen und uns als Lesende eher episodisch vorgeführt werden. Dabei glänzt Kaedes Großvater mit seinem messerscharfen Verstand. 😎 Ich liebe die Verbindung von Kaede und ihrem Großvater – sie ist pure Liebe. Gleichzeigt schwing immer ein Hauch von Mono no aware mit, eine Vergänglichkeit, die sich über die Demenzerkrankung ausdrückt und uns auch die Kostbarkeit des Moments spüren lässt. 💫 Ich muss sagen, dass die Geschichte mich zwischendurch etwas verloren hat. Ich habe mich ein wenig durch die Zeilen geschleppt, weil für mich nicht groß Spannung aufkommen wollte und Ereignisse durch Kaedes Berichte etwas von einer Mauerschau hatten. Ich wäre da gern dabei gewesen, aber dann zog das Tempo im letzten Drittel deutlich an und es wurde fesselnd und gefährlich. 🫣 Teilweise haben mich die Ereignisse sehr berührt und ich wünsche mir mehr. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist dieser Band Teil einer Trilogie. Ich liebe Geschichten und ich musste immer wieder auch an meinen Großvater denken. 🥰Ich habe lange mit ihm in einem Haus gelebt und er liebte es, wenn ich Geschichten aus meinem Alltag erzählt habe. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch lesen durfte. Wenn wir alles als eine Geschichte sehen und auch Kaede hat diese Gedanken im Buch, dann denke ich, sollten wir die besten Geschichten aus unserem Leben machen. 🥰 Im besten Sinne: “Kaede. Gib mir doch mal eine Zigarette…“

Nicht ganz was ich erwartet habe
"Zu einem klassischen Krimi war Kaffee die beste Begleitung. Kaffee wie ein Geheimnis, dem man nicht auf den Grund gehen kann. Reichhaltig und bitter im Geschmack, mit einer Schaumspirale obendrauf." Einen Hauch von Cozy Crime liefert uns Masateru Konishi mit seinem Roman "Die Bibliothek meines Großvaters". Das Buch war definitiv etwas Anderes als ich erwartet habe. Ja, es geht um die Liebe zu Büchern und wie diese zwei Menschen dichter zusammenbringt. Aber es ist doch anders als man vom Klappentext erwarten würde. "Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte." Kaedes Großvater leidet unter Demenz, mal ist er klar und er selbst, so wie Kaede ihn kennt, und dann driftet er ihr davon. Doch die Liebe zu ihren alten Krimis hält Enkelin und Großvater zusammen. Denn auf sehr kluge und scharfsinnige Weise lösen die beiden jeden noch so kniffligen Fall. Und in ihrem Alltag ergeben sich doch hier und da Ereignisse, die eine scharfsinnige Spürnase erfordern ... Insgesamt bin ich etwas unentschlossen, was dieses Buch betrifft. Die erste und größere Hälfte des Romans ist zum Teil sehr langatmig. Erst so ungefähr im letzten Drittel wird es dann richtig spannend, davor verlor mich die Geschichte des Öfteren und ich ertappte mich ständig dabei wie meine Gedanken abschweiften. Ein Zeichen dafür, dass es das Buch nicht ganz schaffte mich in seinen Bann zu ziehen. Was aber wundervoll gelungen ist, ist diese spürbare Liebe zwischen Großvater und Enkelin. Das war so schön anzusehen und ich habe dabei oft an meinen Opa gedacht, der mir als Kind so viel gezeigt und erklärt hat. Der mich überall mit hingenommen hat, wenn ich an irgendwas Interesse gezeigt habe. Diese Verbindung zwischen Kaede und ihren Opa war wirklich wunderschön und so ehrlich und aufrichtig. Auch die Herangehensweise der beiden um die Ereignisse aufzulösen fand ich eigentlich super, aber sie haben mich nicht so richtig interessiert. Und ich kann es gar nicht richtig sagen woran es lag. Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist schon niedlich und irgendwie auch schön, aber gekriegt hat es mich nicht so ganz. "Die Zukunft, die vor euch liegt, ist nicht unendlich. Alles hat Grenzen. Alles hat ein Ende. Auch die geballte Kraft der Jugend ist irgendwann versiegt. Wenn ihr die Zukunft nach eurem Willen formen wollt, dann macht ein Abenteuer daraus." Aus dem Japanischen von Peter Aichinger-Fankhauser.

Ich wollte dieses Buch mögen. Wirklich.
Japanisches Alltagsbuch, Demenz, Großvater-Enkelin-Beziehung, leise Töne – klingt nach „gemütlich, traurig, tiefgründig“. Was ich bekommen habe, war leider eher: Hä? Warum ist das so konstruiert? 😐 Kaede besucht ihren dementen Großvater. Gute Tage, schlechte Tage, Pflege, Erinnerungslücken – alles da. Aber: Jedes Mal, wenn irgendetwas passiert, rennt sie zu ihrem Opa, erzählt es ihm – und zack, der demente Großvater hat die Lösung parat. 🧠✨ Sorry, aber irgendwann war ich raus. Das Buch schwankt wild zwischen Alltagsroman und Mini-Krimi, ohne sich jemals zu entscheiden. Nichts darf atmen, nichts darf sich entwickeln – alles wirkt wie nach Baukastenprinzip zusammengeschraubt. 🧩❌ Emotional hat mich das leider null erreicht. Weder die Protagonistin noch die Geschichte konnten mich greifen. Selbst traurige Themen wie Krankheit, Einsamkeit und Verlust bleiben seltsam flach, weil sie nie wirklich gefühlt werden dürfen. Am Ende blieb bei mir vor allem Frust: Gute Idee, sensibles Thema – aber eine Umsetzung, die sich künstlich, vorhersehbar und einfach nicht rund anfühlt. 😮💨 Fazit: Mehr Konzept als Herz. Mehr Konstruktion als Gefühl. Und für mich leider: ein klarer Fehlgriff. 🥀
Episodisches Krimi-Raten
„Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte.“ (S. 42) Die Prämisse dieses Buchs hat mich sehr angesprochen: geht es hier um das Verhältnis einer Enkelin zu ihrem Großvater und ihre gemeinsame Liebe zur Kriminalliteratur. Schon als Kind hat Keades Großvater ihr Geschichten erzählt, oder haben sie sich diese gemeinsam ausgedacht und weitergesponnen. Mittlerweile leidet Kaedes Großvater am der Lewy-Körper-Demenz, was bedeutet, dass er neben dem „Vergessen“ auch an Halluzinationen leidet. Aber es gibt gute und schlechte Tage und Großvaters hoher Intellekt sorgt auch für helle Momente. Mich hat sehr die Beziehung der beiden interessiert und wie mit dem Demenz-Thema umgegangen wird. Im Klappentext wird noch ein „bedrohlicher Schatten“ erwähnt, der eine gewisse Dramatik verspricht. Ich war dann ehrlich gesagt etwas überrascht von der Erzählstruktur des Romans. Der Anfang hat mir gut gefallen; habe ich Kaede, ihren Freundeskreis und ihren Großvater kennengelernt und mehr über Großvaters Vergangenheit erfahren. Dann wurde es aber richtiggehend episodisch. Es standen nacheinander verschiedenen rätselhafte (Kriminal)-Fälle zentral, die Großvater dann in Sherlock-Holmes-Manier in einem ellenlangen Monolog löste. Dabei ergab sich auch immer die gleiche Struktur; er „löste“ den Fall zunächst, um diesen im Anschluss zu revidieren und dann „Lösung Nummer 2“ zu präsentieren. Diese immer gleiche Struktur fand ich ehrlich gesagt ein bisschen repetitiv und langweilig. Als ein Freund von Kaede in einen Fall mit hineingezogen wird, nimmt es an Spannung zu und das war auch der Teil, der mir, neben dem Anfang des Buchs, am besten gefallen hat; auch welche Auswirkungen dies auf Kaedes Freundeskreis hat und wie sich die Beziehungen hier weiterentwickeln. Wie sich die Dramatik am Ende des Buchs dann aber zuspitzt, war für mich ein zu großer Kontrast zum Rest des Buchs und mir generell auch zu überzogen. So muss ich abschließend leider sagen, dass mir dieses Buch nicht ganz das gegeben hat, was ich mir davon versprochen habe und es mich dahingehend eher enttäuscht hat. Wer auf „Klassisches Krimi-Raten“ steht und Spaß am Rätseln hat, kann ich das Buch empfehlen. Der Plot an sich, der eigentlich nur die Rahmenhandlung bildet, finde ich allerdings etwas unausgereift und insgesamt waren für mich diese beiden Teile im Buch nicht harmonisch aufeinander abgestimmt.

Eine schöne Geschichte, die zum Miträtseln einlädt 📚🧩
Kaede ist eine junge japanische Lehrerin und besucht regelmäßig ihren demenzkranken Großvater. Durch seine besondere Form der Demenz erlebt er Halluzinationen, doch genau diese helfen ihm dank seiner besonnenen, aufmerksamen und klugen Art dabei, Informationen zu einem großen Ganzen zu verknüpfen. Da Kaede und ihr Großvater die Liebe zu Krimis teilen, lösen sie gemeinsam verschiedene Rätsel, manche kleiner, manche größer 🔍✨ Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen. Masateru Konishi hat einen sehr angenehmen Schreibstil, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Teilweise waren mir die Kapitel etwas zu lang, da ich kürzere Abschnitte lieber mag, aber das hat dem Inhalt keinen Abbruch getan. Besonders schön fand ich, dass man ganz nebenbei ein wenig über Japan lernt 🇯🇵 Vor allem die Erklärungen zu den Namensendungen fand ich spannend. Hier hätte ich mir ein Glossar am Ende gewünscht, in dem japanische Begriffe übersetzt oder erläutert werden. Vieles kann man zwar googeln, doch das unterbricht den Lesefluss, wenn man ständig zum Handy greifen muss. Die Protagonisten waren mir alle sehr sympathisch 💛 Durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften bekommt die Geschichte eine besondere Dynamik. Besonders berührend fand ich Kaedes Entwicklung im Laufe des Buches. Die Art, wie ihr Großvater Informationen kombiniert, ist beneidenswert. Gleichzeitig wirkt alles logisch und natürlich und zu keiner Zeit konstruiert. Zunächst dachte ich, die einzelnen Rätsel stünden für sich und man lese mehrere Kurzgeschichten. Doch die Handlungsstränge werden miteinander verwoben und durch kleine Details verbunden. Entgegen meiner Erwartungen gab es zudem einige wirklich spannende Passagen, bei denen ich unbedingt weiterlesen wollte 📖✨ Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich empfehle es allen, die ein wenig über Japan lernen möchten, kleine und große Rätsel lieben und eine warmherzige Geschichte mit einer Prise Spannung suchen 🤍

Spannend und voller Miträtsel-Momente
Inhalt: Kaede, eine junge Lehrerin, verbringt viel Zeit mit ihrem Großvater, der an einer besonderen Form der Demenz leidet. Trotz seiner Krankheit blitzt immer wieder sein scharfer Verstand auf – vor allem, wenn es um Kriminalfälle geht. Gemeinsam tauchen die beiden in rätselhafte Begebenheiten ein, die fast wie kleine Krimis wirken. Mal geht es um geheimnisvolle Funde in alten Büchern, mal um unheimliche Vorkommnisse im Alltag. Doch je tiefer sie in die Geschichten eintauchen, desto klarer wird, dass die Rätsel eng mit Kaedes eigenem Leben verbunden sind. Meine Meinung: Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass man mühelos durch die Kapitel fliegt. Gleichzeitig schafft es der Autor, eine Atmosphäre aufzubauen, die Spannung und Wärme vereint. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Episoden wie kleine Kriminalgeschichten wirken, fast so als würde man eine Mischung aus klassischem Rätselkrimi und Black Stories lesen. Dadurch entsteht ein ganz eigener Lesesog, bei dem man automatisch miträtselt. Die Illustrationen sind ein zusätzliches Highlight. Sie lassen Räume und Szenen vor dem inneren Auge lebendig werden und ergänzen die Erzählung perfekt. Kaedes enge Bindung zu ihrem Großvater hat mich sehr berührt. Trotz seiner Krankheit ist er alles andere als schwach oder gebrochen, im Gegenteil: er bringt Witz, Scharfsinn und Herzenswärme in die Geschichte. Darüber hinaus hat mich fasziniert, wie geschickt der Autor ernste Themen wie Demenz, Verlust und Familie in eine spannende Rahmenhandlung einbettet. Statt schwer oder belehrend zu wirken, liest sich das Buch leicht, bleibt dabei aber gleichzeitig tiefgründig. Fazit: „„Die Bibliothek meines Großvaters“ ist eine wunderbare Mischung aus Kriminalrätseln, Familiengeschichte und literarischem Charme. Es ist spannend, herzergreifend und macht neugierig auf mehr. Wer gerne miträtselt und Geschichten voller Atmosphäre liebt, wird dieses Buch verschlingen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Ein Buch mit ganz eigener Magie
Ein Buch mit ganz eigener Magie **** Mein Eindruck **** Dieses Buch verkörpert zunächst einmal die ganz besondere Atmosphäre. Die japanischen Roman anhaftet. Das Miteinander ist herzlich, aber auch von innerer Ruhe und bedacht HighT geprägt. Die Enkelin besucht ihren Großvater jede Woche und hat sich seine Fantasie von Begegnungen seiner Demenz geschuldet an. Wenn der Gespräch zu etwas führt, möchte sie Zeit mit ihm verbringen dieses ganz besondere Gefühl transportiert das Buch. Es geht um gute und schlechte Tage und der Liebe zur Literatur, in dem die fantasievollen Momente zur kriminalistischen Realität werden, wird die Handlung vor allem durch intelligente weiße, das Miteinander der Enkelin und dem Großvater steht dabei stets im Zentrum. Die Handlung rutschte hierbei teilweise ins Abstruse ab, was zwar zum Gesamtmindset des Buches passte, mich als Leserin allerdings hier und da verwirrte und auch ein bisschen mein Interesse schmälerte. Gerne hätte ich noch tiefere Emotionen erlebt, allerdings typisch für japanische Lektüre bleibt dies vor allem der Eigeninterpretation übrig. Die Begegnungen mit der literarischen Figuren war ein ganz besonderes Highlight in diesem Buch und hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht und Begeisterung in mir ausgelöst. Das Buch sticht aus den sonstigen Büchern in dem Genre wirklich positiv hervor und mein Herzauf ganz eigene Weise berührt. **** Empfehlung? **** Ich kann für Fans von Literatur mit ganz eigener Atmosphäre nur eine Empfehlung aussprechen.
Eine warmherzige und facettenreiche Geschichte mit Spannung
Die Bibliothek meines Großvaters – eine Geschichte, die mich überrascht hat Im Zentrum steht Kaede, eine junge Lehrerin, die sich neben ihrem Beruf liebevoll um ihren an Lewy-Körper-Demenz erkrankten Großvater kümmert. Ihre Beziehung zueinander ist etwas ganz Besonderes: beide verbindet die Liebe zur Literatur und zu kniffligen Rätseln. Schon in ihrer Kindheit hat der Großvater Kaede ermuntert, eigene Geschichten zu erfinden, über die sie anschließend gemeinsam nachgedacht haben. Auch heute noch, wenn er klare Momente hat, stellt sie ihm Rätsel aus ihrem Alltag – und seine Freude daran, Kriminalfälle zu lösen, ist ungebrochen. Besonders spannend wird es, als Kaede selbst in einen Fall hineingezogen wird. Meine Eindrücke: Die Geschichte wird in einem eher ruhigen Tempo erzählt. Für mich stand dabei die enge und warmherzige Bindung zwischen Kaede und ihrem Großvater im Vordergrund. Da mein eigener Vater ebenfalls an Demenz erkrankt war, hat mich die Darstellung sehr berührt. Ich fand es schön, wie respektvoll und gleichzeitig realistisch das Krankheitsbild beschrieben ist. Besonders gefallen hat mir, dass die lichten Momente nicht untergehen, sondern immer wieder betont werden – und dass Kaede sie sofort erkennt. Das macht ihre Beziehung zueinander unglaublich greifbar. Trotz der ruhigen Erzählweise gibt es immer wieder spannende Stellen. Vor allem die gemeinsamen Rätsellösungen haben mir richtig Freude gemacht und mich selbst zum Mitknobeln angeregt. Die im Buch enthaltenen Skizzen waren für mich ein echtes Highlight, weil sie das Ganze noch lebendiger wirken ließen. Einziger kleiner Kritikpunkt: Manche Szenen, die durch die Halluzinationen des Großvaters entstehen, haben mich etwas verwirrt. Das passte zwar zum Thema, hat mich aber manchmal aus dem Lesefluss gebracht. Insgesamt überwiegt für mich aber das Positive – vor allem die Figur des Großvaters wird mir mit seiner klugen, zugleich liebevollen Art noch lange im Gedächtnis bleiben.
Das Cover und hat mich direkt angesprochen. Auch die Neugierde auf meinen ersten japanischen Roman war groß. Schon die Leseprobe hat mich verzaubert. Man spürte sofort die enge Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater, der an Demenz erkrankt ist. Trotz der seiner Demenz hat er immer wieder klare Momente. Beide teilen sie, die Liebe zu Büchern, hauptsächlich Krimis, haben es ihnen angetan. Noch eine Leidenschaft vom Großvater ist Geschichten zu erzählen. Eines Tages findet Kaede in einem Buch seltsame Zeitungsausschnitte. Gemeinsam möchten sie die Rätsel lösen. Vom Buchtitel habe ich mir eine ganze andere Geschichte vorgestellt. Aber diese Geschichte ist voller Magie, mystischen Elementen, berührend, voller Spannung und fesselnd bis zum Schluss. Leise, liebevoll und unaufdringliche, wird diese ergreifende Geschichte erzählt. Es war schön Kaede und Großvater beim rätseln zu beobachten, das Rätselfieber hatte mich ebenfalls gepackt. Ein literarischen japanisches Schätzchen.

Neues Jahr, neues Glück, ich versuche es nochmal mit einem japanischen Autor. Mein Weihnachtswichtel hat mir japanischen Kirschblütenbuchschnitt unter den deutschen Tannenbaum gelegt. "So ein wunderhübsches Buch", denke ich und hoffe, dass ich auch von der Geschichte begeistert bin. Da ich mit dem überall begeistert besprochenen Roman "Butter" von Asako Yuzuki große Schwierigkeiten hatte, bin ich skeptisch, ob ich zu diesmal Zugang zu einem Buch aus Japan finde. Bücher bzw. Geschichten transportieren auch die Kultur und Denkweise der Autor:innen und ihrer Herkunft. Je weiter entfernt beides von der der Leserinnen ist, desto herausfordernder ist die Arbeit der Übersetzerinnen. Sie übersetzen nicht nur eine Geschichte, sondern auch die Erzählform, die Atmosphäre, die Redewendungen, etc. Ich gewinne auch diesmal den Eindruck, dass Japaner:innen ganz anders erzählen als westlich geprägte Autor:innen. Die Figuren reden aus meiner Sicht unverständlich ("Was will sie mir sagen, wenn sie sich so ausdrückt?) und ihre Gefühle und Verhaltensweisen sind für mich nicht nachvollziehbar; die verwendeten Gefühlswörter passen aus meiner Sicht nicht zu den geschilderten Situationen, Anspielungen verstehe ich nicht; auch der Humor erschließt sich mir nicht, zwischendurch wird das Buch extrem brutal, auch das kommt aus dem Nichts. Die Sprache ist hölzern. Ob das am Übersetzer liegt oder am japanischen Stil des Erzählens vermag ich nicht zu sagen. (Eine Inhaltsangabe findet ihr in anderen Beiträgen oder im Netz, die spare ich mir.) Ich bin einfach nur verwirrt. Wer mit dem Buch etwas anfangen konnte, der meldet sich doch bitte bei mir. Ich habe Fragen!

Sternebewertung fiktiv
Mit „Die Bibliothek meines Großvaters“ legt Masateru Konishi den Auftakt einer geplanten Trilogie vor und zugleich sein Romandebüt, inspiriert durch sein persönliches Schicksal, die Pflege seines eigenen demenzkranken Vaters. Übersetzt wurde das Werk von Peter Aichinger-Frankhauser. Im Zentrum steht Kaede, eine junge Lehrerin und leidenschaftliche Leserin. Sie verbringt viel Zeit mit ihrem an Demenz erkrankten Großvater. Als sie eines Tages auf alte Zeitungsartikel stößt, bittet sie ihn um Hilfe. Aus der vermeintlichen Erinnerungslücke entsteht ein kleines Sherlock-Holmes-Spiel: Der Großvater beteiligt sich an der Aufklärung, blüht in Momenten der Konzentration auf und zeigt, dass Literatur, Wissen und Deduktion für kurze Zeit das Dunkel der Krankheit durchbrechen können. Die Atmosphäre des Romans ist stark von Cozy Crime geprägt. Vieles beginnt sanft, beinahe idyllisch, Familienmomente, die liebevolle Verbindung zwischen Enkelin und Großvater. Zwischendurch flacht die Handlung etwas ab, doch gegen Ende entwickelt sich die Geschichte in eine spannende Richtung. Kaede gerät in Gefahr, und der Roman schließt mit einem fesselnden Finale, das die Neugier auf die kommenden Bände weckt. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist kein reißerischer Krimi, sondern eine warmherzige, literarische Hommage an das Erzählen, die Erinnerung und die Kraft der Bücher. Cozy-Crime-LeserInnen finden hier genau das, was sie suchen, ein gutes Lesetempo, eine kluge Protagonistin und eine Geschichte, die zwischen Melancholie und Spannung balanciert. Für mich ein gelungener Auftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht.
⭐️⭐️⭐️ Auch mit diesem Buch werde ich kein Fan japanischer Literatur
Japanischer Literatur stand ich schon immer etwas skeptisch gegenüber. Mir ist die Kultur sehr fremd und zieht mich auch nicht an. Trotzdem habe ich die Gelegenheit genutzt, als der Kiwi-Verlag dieses Buch als Überraschung an mich versendete und bin in die Welt von Kaede und ihrem Großvater eingetaucht. Wunderbar fand ich den respektvollen Umgang mit der Krankheit Demenz in diesem Roman. Zum einen lernt man viel über die Erscheinungsformen, zum anderen versucht Kaede weiterhin auf sehr liebevolle Art, ihren Opa als den hochintelligenten, kultivierten und lebensklugen Menschen zu behandeln, der er vor der Krankheit war. Der Aufbau des Romans allerdings war leider nicht so meins. Auf mich wirkte die Geschichte mit den "zufällig" auftauchenden Rätseln aus Kaedes Umfeld sehr konstruiert. Auch die Art des Rätsel-Lösens folgte immer wieder dem gleichen Schema. Das hat mir bis zu ca 2/3 des Buches leider keine Spannung beschert. Danach erhielt Kaedes Geschichte plötzlich eine äußerst dramatische Wendung, die für mich nicht richtig zum bisherigen "Fluss" des Buches passte. Insgesamt konnte ich in diesem Buch leider nicht so versinken wie ich es mir gewünscht hätte. Somit hat der Roman meine Skepsis gegenüber japanischer Literatur leider nicht entkräften können. Trotzdem empfand ich den Roman wegen seiner Aussagen zur Demenz als bereichernd.

Das Verhältnis von Kaede zu ihrem dementen Großvater durchzieht den Roman als roter Faden, an dem viele kleine Black Storys ähnliche Geschichten hängen, die zum Miträtseln einladen. Wirkte der Erzählstil zunächst etwas sperrig und unstet auf mich, entwickelte die Geschichte im weiteren Verlauf ihren Charme und die "Guten" wuchsen mir zunehmend ans Leseherz. Mit eingestreuten, interessanten Infos zu einer seltenen Demenz-Ausprägung.
„Welche Geschichte machst du daraus?“ Die junge Lehrerin aus Tokyo, Kaede, liebt Kriminalgeschichten - genau wie ihr an Demenz erkrankter Großvater, den sie regelmäßig besucht. Kaede hört von mysteriöse und blutige Geschichten zugetragen, die sie an ihren Großvater weitergibt. Ob er hinter die mysteriösen Fälle kommt? Ich hatte mir hinter der Idee, die mich schon vom Klappentext berührte, etwas anderes vorgestellt. Es ist nicht meine Geschichte, muss ich ehrlich zugeben. Obwohl die Idee wirklich gut ist. Was mich am meisten gestört hat, war die Romanstruktur. Kaede, die Protagonistin, erfährt von einem Kriminalfall. Sie bekommt den Tathergang erzählt und trägt die Erzählung an ihren Großvater weiter, der immer, wenn sie mit einem Fall zu ihm kommt, einen seiner klaren Momente hat. Nur aus der Erzählung heraus kommt er auf die Lösung des Falles, wodurch schließlich der Täter ermittelt wird. Von den Ermittlungen selbst bekommt der Leser recht wenig mit - und das ist für mich leider der spannendste Teil einer Geschichte mit Kriminalanteil. Ich fühlte mich irgendwie ausgeschlossen aus den Fällen und fand so auch nur schwer Zugang zum Rest des Romans. Kaede empfand ich als eine tolle Protagonistin, sie ist aufgeschlossen und findig, und sagt geradeheraus was sie denkt. Ich mochte sie sehr gerne. Genauso wie ich ihre beiden Freunde Iwata-kun und Shiki-kun. Wenn die drei zusammen waren, kam so ein #sliceoflife Gefühl auf, das ich genossen habe. Auch den Großvater, der sich seiner Demenz und seines langsamen Verfalls bewusst ist, und trotzdem nicht verzweifelt, imponierte mir als Charakter sehr. Umso mehr fand ich es schade, dass er selten mehr von sich gab als die minutiöse Lösung des Falles, über den Kaede gerade grübelte. Es ist für mich einfach nicht logisch, dass ein Fall in fünf Sekunden aus einer Wiedergabe des Tathergangs erfolgt, von jemanden, der in den meisten Fällen ja nicht einmal anwesend war. Zuletzt hat mich das Ende wirklich verloren. Der Fall, der hier behandelt wird, betrifft Kaede persönlich. Der Fall an sich, der einschneidend für Kaede war seit ihrer Kindheit, wird jedoch zuvor im Buch nur kurz am Rande erwähnt, wieder fallen gelassen, damit das Ende als richtiger Knall aufwarten kann - und das war für mich einfach zu kurz für die emotionale Tiefe, die es eigentlich verdient hätte. So hat mich das Buch ratlos zurückgelassen. Trotz der tollen Protagonisten und der schönen Momente im Buch überwiegt für mich der Krimi-Kurzgeschichten-Charakter. Das Buch besteht eigentlich aus miteinander verbundenen Kurzgeschichten - und das war mir für das, was der Klappentext eigentlich verspricht einfach zu wenig. Die emotionale Tiefe hat mich persönlich leider nicht erreicht.
Wohlfühlbuch?
Als erstes muss ich feststellen, dass dieses Buch einfach wunderschön gestaltet ist: das Cover spricht mich total an und der Farbschnitt ist wirklich traumhaft. Auch der Titel ist sehr ansprechend, wie so ziemlich jedes Buch, dass Bücher schon im Titel hat. Der Titel hatte bei mir auch andere Erwartungen geweckt. Im Vordergrund des Buches steht die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater. Dieser weckte damals die Liebe zu Geschichten, besonders zu Kriminalromanen, in ihr. Nun ist er an Lewy-Körper-Demenz erkrankt, eine Form der Demenz, die mir bislang unbekannt war. Dabei haben die Patienten immer wieder Halluzinationen. So ruft Kaedes Großvater eines Tages die Polizei, weil er seine Enkelin blutverschmiert auf den Boden liegend zu sehen glaubt. Um ihrem Opa zu helfen, versucht Kaede immer wieder kleine Kriminalfälle aus dem Alltag mit ihm zu lösen. Die ersten beiden Male fand ich das recht spannend, mir gefiel auch die Herangehensweise. Spätestens beim dritten Mal jedoch fand ich es etwas ermüdend und die Lösungen auch häufig etwas weit hergeholt. Sehr gut gefielen mir jedoch Kaedes Fürsorge und die Beziehung der beiden. Ich bin daher etwas hin und her gerissen. Das Buch ist kein Wohlfühlbuch im herkömmlichen Sinne, aber auch nicht tiefgründig genug. Es lest sich gut lesen, auf die Dauer fehlt jedoch die Abwechslung.
Von ihrem Großvater hat die junge Lehrerin Kaede ihre Liebe zu Büchern geerbt, besonders die zu klassischer Kriminalliteratur. Vor einiger Zeit hat dieser jedoch die Diagnose Lewy-Körper-Demenz erhalten und somit mal bessere und mal schlechtere Tage. An seinen besseren Tagen bittet Kaede ihn regelmäßig, mit ihr gemeinsam kleinere und größere Kriminalfälle zu lösen, über die sie in ihrem Alltag stolpert. Doch bald scheint es, als wäre auch Kaede selbst in einen dieser Fälle verwickelt. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist der erste Roman einer geplanten Trilogie des japanischen Schriftstellers Masateru Konishi, der Teile der Handlung nach seinen eigenen Erfahrungen mit einem demenzkranken Vater formte. Die deutsche Übersetzung stammt von Peter Aichinger-Fankhauser. Die Handlung wird aus der Perspektive von Kaede erzählt und enthält immer wieder Skizzen, die die entsprechenden Kriminalfälle illustrieren. Neben Kaede und ihrem Großvater, arbeiten manchmal auch ihr Kollege Iwata und dessen Freund Shiki an den Fällen mit. Die Lewy-Körper-Demenz des Großvaters führt einerseits zu parkinsonartigen Symptomen, auf der anderen aber vor allem zu Halluzinationen. So sieht und hört er regelmäßig Dinge, Tiere und Menschen, die gar nicht im Raum sind. Für Kaede ist der Umgang mit ihm daher nicht leicht, sie versucht aber, in einem gewissen Maß auf ihn einzugehen und sich seine immer noch starken Kombinationsfähigkeiten zunutze zu machen. Gemeinsam lösen die beiden so einige Kriminalfälle, zum Beispiel den einer verschwundenen Lehrerin oder einen Mordfall in einer Bar, auch Iwata und Shiki werden darin verwickelt. Im Zentrum der Geschichte steht für mich klar die Beziehung zwischen Enkelin und Großvater, die sich durch die fortschreitende Demenz verändert. Die beiden bleiben aber durch ihr gemeinsames Hobby verbunden und finden so immer eine Kommunikationsebene, der die Krankheit nichts anhaben kann. Die eigentlichen Fälle werden nur durch reine Deduktion und Überlegungen gelöst. Es gibt keine Ermittlungen im eigentlichen Sinn und oft auch keine Beweise, was die Auflösung manchmal etwas willkürlich erscheinen lässt.
Anders als erwartet! Aber auf jeden Fall positiv überrascht
Bei dem Titel habe ich an eine süße leichte Geschichte gedacht, aber das es so spannend ist, habe ich nicht erwartet. Die Geschichte von Kaede und ihrem Großvater ist eine ganz besondere mit viel Magie und Fantasie und ein auch von Kriminalarbeit. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Band.
Ein wirklich schönes Buch über einen Großvater, seine Enkelin und die gemeinsame Liebe zu Büchern welche ihnen dabei hilft Rätsel zu lösen.
Ich habe mich ohne wirkliche Vorstellungen und Erwartungen an das Buch ran getraut und bin positiv überrascht worden. Der ganze "Vibe" des Buches ist zwar eher cosy dafür sind die Rätsel welche die beiden gemeinsam lösen umso interessanter. Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. All in all finde ich das Buch solide und gut zu lesen.

Die Bibliothek meines Großvaters Masateru Konishi Kaede, Iwata, Shiki und besonders Kaedes Großvater haben mich eine kurze Zeit (denn für diesen Roman habe ich nicht sehr lange gebraucht) begleitet und ich habe gern mitgerätselt. Der an einer besonderen Form von Demenz erkrankte Großvater wird immer wieder von Kaede mit einigen kriminalistischen Rätseln konfrontiert, die es zu lösen gilt. Beider Liebe zu Kriminalliteratur kommt ihnen dabei natürlich besonders zugute. Im späteren Verlauf der Geschichte werden auch unsere Protagonisten selbst zu Figuren in einem Kriminalfall und müssen sich selbst retten. Die Handlung ist kurzweilig und spannend, der Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig - dies war mein zweites Buch eines japanischen Autors - aber wenn man einmal damit warm geworden ist, liest es sich sehr gut. Die Spannung bleibt durch die kleinen Krimifälle gut gehalten, es gibt keine Längen im Text und das Ende ist logisch und gut aufgebaut. Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Bibliothek meines Großvaters – Rätsel, Bücher und ganz viel Herz
Dieses Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes. Eine geniale Idee, die sich so erfrischend anders anfühlt, und eine Geschichte, die mich komplett gepackt hat – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders fasziniert hat mich die Dynamik zwischen Kaede und ihrem Großvater. Ihre Gespräche, ihr Miteinander und diese ganz eigene Art, wie sie sich über Bücher, Rätsel und Geschichten begegnen, fand ich unglaublich spannend und berührend. Man merkt einfach, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Natürlich habe ich versucht, bei den Rätseln und Fällen mitzuraten … aber na ja, sagen wir so: Ich habe sehr schnell gelernt, dass ich das lieber den Romanfiguren überlassen sollte. Trotzdem (oder gerade deswegen) hat das Mitdenken unglaublich viel Spaß gemacht. Meine Lieblingsgeschichte war eindeutig der Mord in der Bar – die hat mich besonders gefesselt. Aber ganz ehrlich: Jede einzelne Geschichte hatte ihren eigenen Reiz und war auf ihre Art super interessant. ✨ Fazit: Ein außergewöhnliches Buch mit viel Charme, klugen Ideen und einer besonderen Beziehung im Mittelpunkt. Perfekt für alle, die Bücher lieben und Lust auf etwas anderes haben.
Charmante Mischung aus japanischem Roman und Cozy Crime
Das Buch war ganz anders, als ich es erwartet hätte - und hat mich dabei sehr positiv überrascht. Die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater wirkte unglaublich echt und warmherzig. Die Demenzerkrankung und der Umgang damit wurden sehr nahbar und verständlich dargestellt, ohne ins Kitschige abzurutschen. Besonders mochte ich die gelungene Mischung aus japanischem Roman und Cozy Crime. Durch ihre gemeinsame Liebe zu Krimis lösen die beiden auf charmante, kluge und scharfsinnige Weise verschiedene Fälle aus ihrem Alltag - oft so nachvollziehbar, dass ich bei mancher Auflösung innerlich laut „Ja, stimmt!“ rufen musste. Das erste Drittel widmet sich vor allem der Beziehung der beiden und den anderen Figuren, im zweiten stehen die kleinen Krimifälle im Vordergrund, und im letzten Drittel wird es dann überraschend spannend. Ein toller Mix und ein echtes Highlight - besonders für Fans japanischer Romane mit Charme und für alle, die gerne Krimis lesen.
Zwischen Cozy Crime und Familiengeschichte
Ich dachte, dieses Buch würde mich mehr in Richtung klassischer Krimi oder geheimnisvolles Abenteuer führen. Stattdessen bekam ich eine ruhigere, episodenhafte Geschichte - manchmal fast zu langsam, manchmal aber auch zärtlich schön. „Alles, was auf der Welt geschieht, ist eine Geschichte." Das ist der Satz, der hängen bleibt. Denn im Kern geht es hier weniger um spannende Fälle, sondern um die Verbindung zwischen Kaede und ihrem demenzkranken Großvater. Die Rätsel, die sie ihm erzählt, wirken wie kleine Übungen, um ihn wachzuhalten. Für mich fühlten sie sich eher wie lose Episoden an, oft ohne roten Faden. Ich habe mich dabei ertappt, wie meine Gedanken abschweiften. Aber was mich berührt hat, war diese innige, ehrliche Liebe zwischen den beiden. In manchen Momenten dachte ich an meinen eigenen Opa zurück, a die kleinen Gesten und Geschichten, die bleiben, wenn Erinnerungen verschwimmen. Das Ende ließ mich ein wenig ratlos zurück, aber vielleicht gehört genau das dazu: Demenz ist kein rundes, fertiges Erzählen, sondern brüchig, fragmentiert, voller Abschiede. Für mich war das Buch nicht fesselnd, aber dennoch wertvoll. Nicht für die Krimis, sondern für das stille Leuchten der Beziehung zwischen Enkelin und Großvater.
Bücher, Rätsel, Wahnsinn – mein Lieblingsmix
Versehentlich ein gebrauchtes Buch aufschlagen und plötzlich mitten in einem Rätsel landen? Genau mein Humor! Masateru Konishi schafft es, aus so einer kleinen Beiläufigkeit ein Abenteuer zu stricken, das mich zwischen Lachen, Stirnrunzeln und Herzklopfen jonglieren ließ. Da sitzt man als Leser gemütlich im Sessel, und schwupps – fühlt man sich wie der heimliche Enkel des Großvaters. Der alte Herr mit seiner Demenz ist nämlich alles andere als schwach oder bemitleidenswert. Er ist clever, schlagfertig, schräg – ein wandelndes Lexikon der Kriminalliteratur, das Sherlock Holmes locker die Pfeife ausblasen würde. Und Kaede? Diese Frau hat Energie, Witz und den Mut, selbst in brenzligen Momenten nicht einfach das Handtuch zu werfen. Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, das so herrlich ungleich und doch unfassbar harmonisch ist. Ich meine: Eine junge Lehrerin aus Tokio und ein alter Knacker mit löchriger Erinnerung, die zusammen Rätsel knacken und sich in Geschichten verlieren – das ist pures Kopfkino deluxe. Die Story hat dabei die perfekte Mischung: mal verspielt, mal melancholisch, dann wieder spannend wie ein Krimi, der einen um Mitternacht noch wachhält. Ich habe so oft gegrinst, dass mein Spiegelbild sich irgendwann gefragt hat, ob ich heimlich einen Clown verschluckt habe. Und dann diese leisen Momente, in denen das Alter, die Demenz, die Endlichkeit des Lebens durchschimmern … die treffen direkt ins Herz. Kurzum: Wer Bücher liebt, wird dieses Buch nicht einfach lesen, sondern inhalieren. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist wie eine Schatztruhe voller Rätsel, Geschichten und Emotionen. Ein Roman, der zeigt, dass Literatur mehr sein kann als Zeitvertreib – nämlich ein Rettungsanker, eine Brücke und manchmal sogar ein Schutzschild. Fünf Sterne? Aber sowas von.

Die Bibliothek meines Großvaters hat mich von Anfang an begeistert. Die Spannung steigert sich stets und erreicht zum Ende hin einen Höhepunkt, der mich mit unerwarteten Wendungen überrascht hat. Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Stimme passt wunderbar zur Geschichte und macht das Zuhören zu einem richtigen Erlebnis. Auch der Schreibstil ist angenehm und leicht zu verfolgen, sodass man schnell in die Handlung eintaucht. Besonders schön fand ich, dass 99% der Figuren immer wieder auftauchen und keine Person nur einmal vorkommt. Das sorgt für mehr Tiefe in der Geschichte. Ein gelungenes und fesselndes (Hör-)Buch, das ich sehr gerne weiterempfehlen werde!
Kurze Kriminalfälle in gemütlich familiärer Umgebung
Eine berührende Geschichte über eine Enkelin und ihren Großvater. Trotz seiner beginnenden Demenz sind die beiden durch ihre Liebe zu Kriminalgeschichten verbunden. Der Schreibstil ist schön leicht, so dass man gut in den Lesefluss findet und durch die Seiten fliegen kann. Da die Erzählung in mehrere kleine Geschichten aufgeteilt ist, eignet sie sich auch wunderbar zum Vorlesen. Am Ende wird der Kreis dann mit einem nervenaufreibenden Finale geschlossen! Perfekt für Krimifans, die gerne miträtseln wollen!

Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen: schlicht, aber wunderschön gestaltet. Auch der Titel weckte direkt meine Neugier. Als ich dann zu lesen begann, war ich schnell mitten in der Geschichte: Kaede, eine junge Lehrerin aus Tokio, entdeckt in einem gebrauchten Buch seltsame Zeitungsausschnitte. Sofort denkt sie an ihren Großvater, der trotz seiner Demenz noch immer über eine erstaunliche Kombinationsgabe verfügt und ein leidenschaftlicher Kenner klassischer Kriminalliteratur ist. Der wahre Zauber des Romans liegt jedoch nicht allein in den Rätseln, sondern in der Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Der Autor beschreibt mit viel Wärme, wie die beiden miteinander umgehen. Besonders die Darstellung von Demenz hat mich überzeugt: feinfühlig, respektvoll und realitätsnah. Ich konnte mir den alten Mann bildlich vorstellen, wie er mit seiner Zigarette in der Hand über den Fällen nachdenkt, eine Figur, die trotz Krankheit ihre Würde behält. Diese leisen, melancholischen Momente sind es, die mich am meisten berührt haben. Der Schreibstil ist anders als das, was ich sonst lese, aber überraschend angenehm. Die Sprache ist klar, ruhig und lädt dazu ein, durch die Seiten zu fliegen. Allerdings setzt der Autor auf eine ungewöhnliche Struktur: Statt einer durchgehenden Handlung präsentiert er mehrere in sich abgeschlossene Fälle. Am Anfang fand ich diese Episoden abwechslungsreich und unterhaltsam. Mit der Zeit aber wirkten die wiederholten Muster etwas ermüdend und manche Auflösungen kamen mir konstruiert vor. Hier hätte ich mir einen stärkeren roten Faden und mehr Verknüpfung der einzelnen Episoden gewünscht. Trotz dieser Schwächen hat mich das Buch nicht losgelassen
























































