Die Bestie von Dresden
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Description
Eine Stadt im Ausnahmezustand
Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …
Book Information
Author Description
Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.
Posts
Durchweg spannend!
Mich konnte das Buch von der 1. Seite an fesseln. Der Fall, der Kriminalrat Heller und seinen Assistenten Schrumm nicht zur Ruhe kommen ließ, war für mich durchweg spannend. Die Zeit um 1883 wurde sehr gut dargestellt und hatte eine ganz besondere Atmosphäre. Die Geschehnisse und Beschreibungen der Vorfälle empfand ich teilweise schon ziemlich heftig 🫣 aber umso mehr bekam der Fall seine Spannung! Ich wollte immer mehr erfahren, wie alles zusammenhängt und wer hier sein Unwesen treibt! Die Handlung war bildhaft beschrieben und trotz, dass so viele Personen involviert waren, verlor ich nicht den Überblick. Hellers persönliche Sorgen um seine Kinder wie auch die Hintergründe zum Fall haben mich berührt 🥹 Ich bin wieder einmal begeistert von der Schreibweise des Autors und von seinem spannenden Buch, das ich nur weiterempfehlen kann! 👏
Mensch oder Tier? Im Mai 1883 gerät Dresden in Aufruhr: Ein neu im Zoo angekommener bengalischer Tiger entkommt, weil ein Pfleger die Käfigtür nicht ordnungsgemäß verschlossen hat. Ausgerechnet Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent Schrumm sollen das Tier lebend wieder einfangen. Unterstützung erhalten sie vom berühmten Schriftsteller Karl May, den der Zoo als Experten für die Großwildjagd hinzuzieht. Doch statt des Tigers stoßen sie auf die verstümmelte Leiche eines jungen Mannes. Oberflächlich betrachtet, deuten die Spuren auf ein Tier als Täter hin. Aber dann wird eine weitere Leiche gefunden. Damit ist klar: „Etwas viel Gefährlicheres als ein wilder Tiger läuft in der Stadt herum.“ (S. 127) Jemand hat es offenbar auf wohlhabende Söhne und Töchter aus gutem Hause abgesehen. Hellers Vorgesetzte sind schnell überzeugt, den Schuldigen gefunden zu haben: ein kürzlich entlassener Zuchthäusler wird verhaftet. Doch die Morde gehen weiter. Handelt seine Bande eigenständig weiter oder sitzt der Falsche hinter Gittern, wie Heller meint? Unerwartete Unterstützung erhält der Gefangene von einem bislang völlig unbekannten, sehr ehrgeizigen Anwalt sowie der freien Presse, die den Fall genüsslich ausschlachtet. Diese Ermittlungen entwickeln sich zu Hellers bislang schwierigstem Fall. Er tritt auf der Stelle und fühlt sich von seinen Vorgesetzten ausgebremst. Mehr als einmal legt er sich mit ihnen an. „Was, wenn niemand wirklich die Wahrheit sucht? Wenn alles, was uns als Wahrheit verkauft wird, nur zum Erhalt der Macht und der alten Ordnung dient? (S. 173) Zusätzlich kommt ihm bei den Befragungen immer wieder ein mysteriöser Fremder zuvor, der unter wechselnden Namen und Berufsbezeichnungen das Vertrauen (oder die Angst?) der Verdächtigen ausnutzt. Woher kennt er Hellers nächste Schritte? Der wachsende Druck durch die Presse und den undurchsichtigen Anwalt verschärfen die Situation zusätzlich. Auch privat gerät Hellers Leben aus dem Gleichgewicht. Die Einblicke in die Familien der Opfer lassen ihn erkennen, dass auch er kein besonders guter Vater gewesen ist. Sein Sohn Albert hat sich von der Familie losgesagt und widersetzt sich den Zukunftsplänen seines Vaters. Seine Tochter wird zunehmend schwächer – wie lange kann sie ihrer Krankheit noch trotzen? Kriminalassistent Schrumm hält Heller zudem den Spiegel vor: Mit seiner schroffen Art stößt er viele Menschen vor den Kopf. Gleichzeitig überrascht Schrumm ihn mit klugen Überlegungen zu Täter und Motiv. „Manchmal kam es ihm sogar so vor, als sei Schrumm der bessere Kriminalpolizist.“ (S. 120) Dafür hat Schrumm im Privatleben ein delikates Problem, dass Heller nur allzu gern mit spitzen Bemerkungen kommentiert. Obwohl die brutalen Morde einen verstörenden und bis zuletzt verwirrenden Hintergrund haben, leidet die Spannung stellenweise darunter, dass sich Heller häufiger mit seinen Vorgesetzten auseinandersetzt und in Grübeleien sowie private Konflikte abgleitet. Dennoch ist „Die Bestie von Dresden“ ein atmosphärisch dichter historischer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem nicht immer sympathischen, aber überzeugendem Ermittler.

Schöner Krimi mit historischer „Würze“
In der Residenzstadt Dresden hält ein entlaufener Tiger und Morde an Söhnen wohlhabender Familien die Menschen in Atem. Ein junger Anwalt aus Freiberg nimmt sich den vermeintlich unschuldig hinter Gitter sitzenden Täter und späteren Tätern an. In wahrlich nebligen Ermittlungen besticht Kriminalrat Gustav Heller mit gutem Instinkt und Kombinationsgabe. Aber so richtig will sich der Ermittlungserfolg nicht einstellen. An seiner Arbeit, auch seinem persönlichen Alltag, Sorgen und Problemen können die Leser teilhaben. Interessant und unterhaltsam ist die Ermittlungsarbeit zusammen mit dem Medizinalrat Löbbers, auf dessen Seziertisch die Opfer landeten. Sehr amüsant sind die Frotzeleien, die Heller sich mit Schrumm liefert. Eingebaut in dieses Opfer/Mörder-Wirrwarr sind auch gesellschaftskritische Blickwinkel und die Beschreibung historischer Errungenschaften der damaligen Zeit. Das Erstgenannte ist erschreckend (schwangere unverheiratete Frauen) und heute fast nicht mehr nachvollziehbar. Das Zweitgenannte zeigt, wie schnell die Entwicklung in den letzten Jahrhunderten voran ging und wie skeptisch und teilweise ängstlich man damals mit für uns heute alltäglichen Errungenschaften der Technik umging. (Eisenbahn). Eine schöne Lektüre, die flüssig zu lesen geht. Ein Autor, der Spannung und Vorfreude auf die nächste Lesepause aufzubauen versteht und dies auflockernd mit Witz und Humor verfeinert.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Wie bereits bei den vorherigen beiden Bänden, konnte ich auch „Die Bestie von Dresden“ nicht aus der Hand legen und hatte es innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Frank Goldammer schafft es mit klarer, feiner Sprache den Leser ins Dresden des späten 19. Jahrhunderts zu integrieren. Er zeigt hier in wenigen Sätzen die aufkommenden und beunruhigenden Wellen antisemitischen Gedankenguts, die Teile der Gesellschaft erfassen und sich ausbreiten. Das fand ich sehr eindrucksvoll! Auch das ständische Ungleichgewicht der Bevölkerung und die Position der Frau zu Zeiten des Kaiserreichs werden wieder thematisiert. All das ummantelt von einem sehr gut aufgebauten Kriminalfall, der anfangs undurchsichtig erscheint, welcher aber von einem wie immer scharfsinnigen und hervorragend präzise gezeichnetem Kriminalrat Gustav Heller und seinem Assistenten Schumm aufgelöst wird! Einfach hervorragend! Lieber Frank Goldammer, für Band Nr. 4 wünsche ich mir, dass Schumm endlich sein wohlverdientes privates Glück findet. Ich kann es kaum erwarten!
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Eine Stadt im Ausnahmezustand
Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau …
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Author Description
Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.
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Durchweg spannend!
Mich konnte das Buch von der 1. Seite an fesseln. Der Fall, der Kriminalrat Heller und seinen Assistenten Schrumm nicht zur Ruhe kommen ließ, war für mich durchweg spannend. Die Zeit um 1883 wurde sehr gut dargestellt und hatte eine ganz besondere Atmosphäre. Die Geschehnisse und Beschreibungen der Vorfälle empfand ich teilweise schon ziemlich heftig 🫣 aber umso mehr bekam der Fall seine Spannung! Ich wollte immer mehr erfahren, wie alles zusammenhängt und wer hier sein Unwesen treibt! Die Handlung war bildhaft beschrieben und trotz, dass so viele Personen involviert waren, verlor ich nicht den Überblick. Hellers persönliche Sorgen um seine Kinder wie auch die Hintergründe zum Fall haben mich berührt 🥹 Ich bin wieder einmal begeistert von der Schreibweise des Autors und von seinem spannenden Buch, das ich nur weiterempfehlen kann! 👏
Mensch oder Tier? Im Mai 1883 gerät Dresden in Aufruhr: Ein neu im Zoo angekommener bengalischer Tiger entkommt, weil ein Pfleger die Käfigtür nicht ordnungsgemäß verschlossen hat. Ausgerechnet Kriminalrat Gustav Heller und sein Assistent Schrumm sollen das Tier lebend wieder einfangen. Unterstützung erhalten sie vom berühmten Schriftsteller Karl May, den der Zoo als Experten für die Großwildjagd hinzuzieht. Doch statt des Tigers stoßen sie auf die verstümmelte Leiche eines jungen Mannes. Oberflächlich betrachtet, deuten die Spuren auf ein Tier als Täter hin. Aber dann wird eine weitere Leiche gefunden. Damit ist klar: „Etwas viel Gefährlicheres als ein wilder Tiger läuft in der Stadt herum.“ (S. 127) Jemand hat es offenbar auf wohlhabende Söhne und Töchter aus gutem Hause abgesehen. Hellers Vorgesetzte sind schnell überzeugt, den Schuldigen gefunden zu haben: ein kürzlich entlassener Zuchthäusler wird verhaftet. Doch die Morde gehen weiter. Handelt seine Bande eigenständig weiter oder sitzt der Falsche hinter Gittern, wie Heller meint? Unerwartete Unterstützung erhält der Gefangene von einem bislang völlig unbekannten, sehr ehrgeizigen Anwalt sowie der freien Presse, die den Fall genüsslich ausschlachtet. Diese Ermittlungen entwickeln sich zu Hellers bislang schwierigstem Fall. Er tritt auf der Stelle und fühlt sich von seinen Vorgesetzten ausgebremst. Mehr als einmal legt er sich mit ihnen an. „Was, wenn niemand wirklich die Wahrheit sucht? Wenn alles, was uns als Wahrheit verkauft wird, nur zum Erhalt der Macht und der alten Ordnung dient? (S. 173) Zusätzlich kommt ihm bei den Befragungen immer wieder ein mysteriöser Fremder zuvor, der unter wechselnden Namen und Berufsbezeichnungen das Vertrauen (oder die Angst?) der Verdächtigen ausnutzt. Woher kennt er Hellers nächste Schritte? Der wachsende Druck durch die Presse und den undurchsichtigen Anwalt verschärfen die Situation zusätzlich. Auch privat gerät Hellers Leben aus dem Gleichgewicht. Die Einblicke in die Familien der Opfer lassen ihn erkennen, dass auch er kein besonders guter Vater gewesen ist. Sein Sohn Albert hat sich von der Familie losgesagt und widersetzt sich den Zukunftsplänen seines Vaters. Seine Tochter wird zunehmend schwächer – wie lange kann sie ihrer Krankheit noch trotzen? Kriminalassistent Schrumm hält Heller zudem den Spiegel vor: Mit seiner schroffen Art stößt er viele Menschen vor den Kopf. Gleichzeitig überrascht Schrumm ihn mit klugen Überlegungen zu Täter und Motiv. „Manchmal kam es ihm sogar so vor, als sei Schrumm der bessere Kriminalpolizist.“ (S. 120) Dafür hat Schrumm im Privatleben ein delikates Problem, dass Heller nur allzu gern mit spitzen Bemerkungen kommentiert. Obwohl die brutalen Morde einen verstörenden und bis zuletzt verwirrenden Hintergrund haben, leidet die Spannung stellenweise darunter, dass sich Heller häufiger mit seinen Vorgesetzten auseinandersetzt und in Grübeleien sowie private Konflikte abgleitet. Dennoch ist „Die Bestie von Dresden“ ein atmosphärisch dichter historischer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem nicht immer sympathischen, aber überzeugendem Ermittler.

Schöner Krimi mit historischer „Würze“
In der Residenzstadt Dresden hält ein entlaufener Tiger und Morde an Söhnen wohlhabender Familien die Menschen in Atem. Ein junger Anwalt aus Freiberg nimmt sich den vermeintlich unschuldig hinter Gitter sitzenden Täter und späteren Tätern an. In wahrlich nebligen Ermittlungen besticht Kriminalrat Gustav Heller mit gutem Instinkt und Kombinationsgabe. Aber so richtig will sich der Ermittlungserfolg nicht einstellen. An seiner Arbeit, auch seinem persönlichen Alltag, Sorgen und Problemen können die Leser teilhaben. Interessant und unterhaltsam ist die Ermittlungsarbeit zusammen mit dem Medizinalrat Löbbers, auf dessen Seziertisch die Opfer landeten. Sehr amüsant sind die Frotzeleien, die Heller sich mit Schrumm liefert. Eingebaut in dieses Opfer/Mörder-Wirrwarr sind auch gesellschaftskritische Blickwinkel und die Beschreibung historischer Errungenschaften der damaligen Zeit. Das Erstgenannte ist erschreckend (schwangere unverheiratete Frauen) und heute fast nicht mehr nachvollziehbar. Das Zweitgenannte zeigt, wie schnell die Entwicklung in den letzten Jahrhunderten voran ging und wie skeptisch und teilweise ängstlich man damals mit für uns heute alltäglichen Errungenschaften der Technik umging. (Eisenbahn). Eine schöne Lektüre, die flüssig zu lesen geht. Ein Autor, der Spannung und Vorfreude auf die nächste Lesepause aufzubauen versteht und dies auflockernd mit Witz und Humor verfeinert.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
Wie bereits bei den vorherigen beiden Bänden, konnte ich auch „Die Bestie von Dresden“ nicht aus der Hand legen und hatte es innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Frank Goldammer schafft es mit klarer, feiner Sprache den Leser ins Dresden des späten 19. Jahrhunderts zu integrieren. Er zeigt hier in wenigen Sätzen die aufkommenden und beunruhigenden Wellen antisemitischen Gedankenguts, die Teile der Gesellschaft erfassen und sich ausbreiten. Das fand ich sehr eindrucksvoll! Auch das ständische Ungleichgewicht der Bevölkerung und die Position der Frau zu Zeiten des Kaiserreichs werden wieder thematisiert. All das ummantelt von einem sehr gut aufgebauten Kriminalfall, der anfangs undurchsichtig erscheint, welcher aber von einem wie immer scharfsinnigen und hervorragend präzise gezeichnetem Kriminalrat Gustav Heller und seinem Assistenten Schumm aufgelöst wird! Einfach hervorragend! Lieber Frank Goldammer, für Band Nr. 4 wünsche ich mir, dass Schumm endlich sein wohlverdientes privates Glück findet. Ich kann es kaum erwarten!









