Der Vater eines Mörders

Der Vater eines Mörders

Softcover
3.429
SchuleAntisemitismusNaher OstenGegenwartsliteratur

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Description

Eine Altgriechisch-Stunde in der achten Klasse, in einem Gymnasium, Ende der Zwanzigerjahre: Was für den Schüler Franz Kien wie eine normale Schulstunde beginnt, ufert aus, als Rektor Himmler das Klassenzimmer betritt und der Unterricht für Franz zur persönlichen Schikane und Erniedrigung wird. Andersch zeigt in seinem erschreckend aktuellen Text, wie das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte in den Klassenzimmern seinen Anfang nahm.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
96
Price
14.40 €

Author Description

Alfred Andersch, geboren 1914 in München, wurde 1933 wegen seiner politischen Aktivität im Kommunistischen Jugendverband im KZ Dachau interniert. Nach seiner Desertion aus der Wehrmacht 1944 verbrachte er über ein Jahr in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Zurück in Deutschland, arbeitete er als Journalist und Publizist, namentlich beim Radio. Andersch zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur, seine Bücher sind längst Schullektüre. Er starb 1980 in Berzona/Tessin.

Posts

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Zeitlos lesbar mit begrenzter Wirkung

Trotz seines Alters von über 45 Jahren überzeugt der Roman durch eine klare Sprache und bleibt gut lesbar. Inhaltlich stehen Machtstrukturen und Auseinandersetzungen im schulischen Kontext im Zentrum, begleitet von Keimlingen des Antisemitismus und politischen Aufruhrs. Der Titel wirkt durch seine Zukunftsbezogenheit etwas reißerisch und weckt Erwartungen, die nur bedingt erfüllt. Besonders hervorzuheben ist das Nachwort von Andersch selbst, das zur inhaltlichen Einordnung wertvolle Impulse gibt. Auch wenn der Roman inhaltlich solide ist, hat er bei mir persönlich keine nachhaltige Wirkung hinterlassen. "Dabei könntest du, wenn du wolltest", sagte er. "Du willst nur nicht." [...] "warum fragt mich dann keiner, warum ich nicht will?"

4

Ein kleines Stück Autobiographie, ein kleines Stück Geschichte, ein kleines Stück Erzählung

In diesem Büchlein hat der Autor ein Erlebnis, ein Augenblick, eine Unterrichtsstunde seiner Jugend aus dem Mai 1928 festgehalten. Niedergeschrieben. Im Mittelpunkt die Begegnung mit dem Vater Himmlers, welcher später absolute Gräueltaten noch verübte. Zugleich kriegen wir auch kleine, feine Einblicke wie der Nationalsozialismus und Antisemitismus schon am Gedeihen war. Wo sie Wurzeln schlugen. Sich bildeten und ausprägten. Kurz, aber lehrreich.

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