Der Mantel · Die Nase

Der Mantel · Die Nase

Softcover
3.712
AbsurditätKowaljowRussischer DichterKlassische Belletristik

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Description

Die beiden in Petersburg spielenden grotesk-phantastischen Novellen »Der Mantel« und »Die Nase« gehören zum Besten, was Gogol geschrieben hat. Weitere »Petersburger Novellen« und andere ausgewählte Prosa des Autors in: Nikolaj Gogol, »Erzählungen« (ISBN 978-3-15-020248-7)

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
91
Price
5.00 €

Posts

3
All
4

Von skurill amüsant zu komisch tragisch

Die Nase Eine sehr skurill unterhaltsame Kurzgeschichte Der Mantel Hat mir deutlich besser gefallen, als Die Nase. Viel Tragik verpackt in komische Umstände. Sehr viel Gesellschaftskritik. Die Tragik des kleinen, unbedeutsamen Mannes, der niemandem etwas Böses will, dem aber sein Umfeld und das Leben selbst nicht gut gesinnt sind.

4

Absurde, kurze Geschichten mit Gesellschaftskritik

Ich mochte beide Geschichten sehr! Die absurden Ideen von Gogol, der dem Autor der Geschichten auch eigene Auftritte innerhalb der Texte gibt haben mich unterhalten, mich nachdenklich gemacht und mich überrascht. Sehr gut für zwischendurch. Und etwas an sozialer Gesellschaftskritik an Status und Miteinander/Nächstenliebe ist auch dabei.

4

Mit Gogols Kurzgeschichten kann man sich gelassen mit der russischen Erzähltechnik bekanntmachen und sich dort mal etwas umsehen. Wenn es einem gefällt, kann man alsbald zum nächst grösseren Buch greifen. Für Einsteiger und Neugierige sind diese Texte in meinen Augen sehr empfehlenswert. Wobei man sich vor allem bei der Nase nicht allzu sehr an die Realität klammern sollte. Viel wurde schon über dieses kurze Stück Literatur geschrieben, nachgedankt, interpretiert, aber auf einen grünen Zweig ist dabei noch keiner gekommen. Ich finde, man sollte es als das nehmen, wonach es aussieht: Klamauk, Spass, Unsinn. Seit ich diese Geschichte gelesen habe, schaue ich stets nach, ob sich in meinem Brötchen nicht vielleicht eine Nase versteckt hält. Mir hat das Lesen viel Spass gemacht, eben, weil ich es nicht zu ernst nahm. Es gar nicht ernst nehmen konnte. „Der Mantel“ kommt schon wieder trister und naturalistischer daher. Es ist ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, die extrem fixiert ist auf Äusserlichkeiten und schon mehr als ein Schicksal ist dadurch korrumpiert worden. Doch zum Schluss hin giesst Gogol noch einmal einen kleinen Tropfen Fantasie hinzu, sodass auch der Held dieser Geschichte zu dem kommt, was ihm zusteht. Dies ist auch für den Leser versöhnlicher. Das Ende wäre ansonsten sehr ernüchternd. Realistisch und wahr, aber ernüchternd. Und mit nüchtern möchte ein Russe bestimmt nicht viel zu tun haben (so viel Vorurteil darf sein, wenn sich der Major in der Nase fragt, ob er das Wasser mit dem Vodka verwechselt hat).

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