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„Der Gott und die Füchsin“ von Sophie Kim ist der Auftakt ihrer Urban Fantasy Dilogie „Fate’s Threads“. Diese interpretiert koreanische Mythen neu und modern und ist inspiriert von trendigen K-Dramen. Mit Sophie Kim verbinde ich nach ihrer „Kings & Thieves“-Trilogie eine rechte Hassliebe. Ich liebe es, neue Mythenräume zu erkunden und bin mittlerweile recht versiert in der asiatischen Mythologie. Noch immer bin ich begeistert, dass Kim uns nicht nur mit der Kultur ihrer Heimat vertraut macht, sondern in „Kings & Thieves“ diese auch noch mit „Der Rattenfänger von Hameln“ kombiniert hat. Das war so genial im ersten Band der Trilogie, aber dann entwickelte sich die Geschichte auf eine für mich recht unschöne Weise und es war mehr Kampf als Genuss, die Reihe zu beenden. Dementsprechend war ich dieser neuen Dilogie sehr skeptisch gegenüber. Zum Glück kristallisiert sich sehr schnell heraus, dass Kim hier etwas ganz anderes schreibt: ein K-Drama in Form einer Urban Romantasy. Die Handlung spielt in Korea im Jahr 2018, inklusiver aller modernen Errungenschaften. Seogka erinnert ein wenig an Loki, aber die Heiden sind halt nicht die Einzigen mit einem Trickster-Gott im Pantheon. Er ist zwar zeitweise etwas übertrieben „grumpy“, aber mir gefiel es, dass er eine von der Gesellschaft nicht akzeptierte Charaktereigenschaft, die ihm seit Jahrtausenden grundeigen ist, behalten darf, selbst während er eine Entwicklung durchläuft. Hani, der Sonnenschein zu seiner Mürrischkeit, ist eigentlich viel mehr Trickster als der Gott. Für einen Fuchs ist das natürlich sehr passend, aber das habe ich bei ihm ein wenig vermisst. Sie ist jedenfalls völlig zügellos und vertritt nicht-menschliche Moralvorstellungen. Wieder etwas, was ich sehr genieße, da sie ja eben keine Menschen sind. Ihre Liebesgeschichte wird im Rahmen zweier Mordermittlungen erzählt. Wer das klassische Crime-Serien-Format mag, wird hier also definitiv auf seine Kosten kommen. Die Ermittlungen haben mich sowieso viel mehr interessiert als ihre Beziehung, aber ich finde, dass sich das hier gut die Waage hält. Allerdings gibt es zwischendurch einen ganz schönen Entwicklungssprung, da hätte ich mir doch etwas mehr Bindung vorher gewünscht. Das K-Drama entfaltet sich dann eher gen Ende. Zuvor verläuft die Handlung doch nach dem westlichen Romantasy-Format. Die Handlung wird von einem Pro- und einem Epilog eingerahmt, die sich gegenseitig spiegeln. Sowas liebe ich ja. Die Aussicht auf Band 2 macht auch gleich Lust auf mehr. Hoffentlich wird die Fortsetzung nicht so ein Reinfall wie bei „Kings & Thieves“. 4 Sterne!
1 days ago
„Der Gott und die Füchsin“ von Sophie Kim ist der Auftakt ihrer Urban Fantasy Dilogie „Fate’s Threads“. Diese interpretiert koreanische Mythen neu und modern und ist inspiriert von trendigen K-Dramen. Mit Sophie Kim verbinde ich nach ihrer „Kings & Thieves“-Trilogie eine rechte Hassliebe. Ich liebe es, neue Mythenräume zu erkunden und bin mittlerweile recht versiert in der asiatischen Mythologie. Noch immer bin ich begeistert, dass Kim uns nicht nur mit der Kultur ihrer Heimat vertraut macht, sondern in „Kings & Thieves“ diese auch noch mit „Der Rattenfänger von Hameln“ kombiniert hat. Das war so genial im ersten Band der Trilogie, aber dann entwickelte sich die Geschichte auf eine für mich recht unschöne Weise und es war mehr Kampf als Genuss, die Reihe zu beenden. Dementsprechend war ich dieser neuen Dilogie sehr skeptisch gegenüber. Zum Glück kristallisiert sich sehr schnell heraus, dass Kim hier etwas ganz anderes schreibt: ein K-Drama in Form einer Urban Romantasy. Die Handlung spielt in Korea im Jahr 2018, inklusiver aller modernen Errungenschaften. Seogka erinnert ein wenig an Loki, aber die Heiden sind halt nicht die Einzigen mit einem Trickster-Gott im Pantheon. Er ist zwar zeitweise etwas übertrieben „grumpy“, aber mir gefiel es, dass er eine von der Gesellschaft nicht akzeptierte Charaktereigenschaft, die ihm seit Jahrtausenden grundeigen ist, behalten darf, selbst während er eine Entwicklung durchläuft. Hani, der Sonnenschein zu seiner Mürrischkeit, ist eigentlich viel mehr Trickster als der Gott. Für einen Fuchs ist das natürlich sehr passend, aber das habe ich bei ihm ein wenig vermisst. Sie ist jedenfalls völlig zügellos und vertritt nicht-menschliche Moralvorstellungen. Wieder etwas, was ich sehr genieße, da sie ja eben keine Menschen sind. Ihre Liebesgeschichte wird im Rahmen zweier Mordermittlungen erzählt. Wer das klassische Crime-Serien-Format mag, wird hier also definitiv auf seine Kosten kommen. Die Ermittlungen haben mich sowieso viel mehr interessiert als ihre Beziehung, aber ich finde, dass sich das hier gut die Waage hält. Allerdings gibt es zwischendurch einen ganz schönen Entwicklungssprung, da hätte ich mir doch etwas mehr Bindung vorher gewünscht. Das K-Drama entfaltet sich dann eher gen Ende. Zuvor verläuft die Handlung doch nach dem westlichen Romantasy-Format. Die Handlung wird von einem Pro- und einem Epilog eingerahmt, die sich gegenseitig spiegeln. Sowas liebe ich ja. Die Aussicht auf Band 2 macht auch gleich Lust auf mehr. Hoffentlich wird die Fortsetzung nicht so ein Reinfall wie bei „Kings & Thieves“. 4 Sterne!
1 days ago









