Der Engel schwieg

Der Engel schwieg

Softcover
4.36
KriegBelletristikSoldatStunde Null

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Description

Liebe in der Zeit der Not

Am 8. Mai 1945 kehrt ein junger Soldat, mit falschen Papieren desertiert, in seine zerbombte Heimatstadt zurück. Er ist auf der Suche nach Brot, nach einer Bleibe und nach Menschen.

»Es wird nichts vom Krieg erzählt, kaum etwas von der Nachkriegszeit, diesem Dorado des Schwarzhandels und der Korruption: es zeigt nur die Menschen dieser Zeit, ihren Hunger, und berichtet von einer Liebesgeschichte ...« Heinrich Böll


Weitere Informationen zu Heinrich Böll gibt es unter: www.heinrich-boell.de

Book Information

Main Genre
Romance
Sub Genre
Modern
Format
Softcover
Pages
212
Price
14.40 €

Author Description

Heinrich Böll, geboren am 21. Dezember 1917 in Köln, nahm nach dem Abitur eine Lehre im Buchhandel auf, die er bald abbrach. Nach einem gerade begonnenen Studium der Germanistik und klassischen Philosophie wurde Böll 1939 zur Wehrmacht eingezogen.1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Köln zurück, wo er sein Studium wieder aufnahm und in der Schreinerei seines Bruders arbeitete. Ab 1947 publizierte er in Zeitschriften und wurde 1951 für die Satire ›Die schwarzen Schafe‹ mit dem Preis der Gruppe 47 ausgezeichnet. Fortan war er als freier Schriftsteller tätig und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele sowie Theaterstücke. Außerdem übersetzte er, gemeinsam mit seiner Frau Annemarie, englische und amerikanische Literatur (u. a. George Bernard Shaw und Jerome D. Salinger).Als Publizist und Autor führte Heinrich Böll Klage gegen die Grauen des Krieges und seine Folgen, polemisierte gegen die Restauration der Nachkriegszeit und wandte sich gegen den Klerikalismus der katholischen Kirche, aus der er 1976 austrat. In den sechziger und siebziger Jahren unterstützte er die Außerparlamentarische Opposition. 1983 protestierte er gegen die atomare Nachrüstung. Insbesondere engagierte sich Böll für verfolgte Schriftsteller im Ostblock. Der 1974 aus der UdSSR ausgewiesene Alexander Solschenizyn war zunächst Bölls Gast. Ab 1976 gab er, gemeinsam mit Günter Grass und Carola Stern, die Zeitschrift ›L’76. Demokratie und Sozialismus‹ heraus. Der Verband deutscher Schriftsteller wurde 1969 von ihm mitbegründet, und er war Präsident des Internationalen PEN-Clubs (1971 bis 1974).Böll erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1967), den Nobelpreis für Literatur (1972) und die Carl-von-Ossietzky-Medaille (1974).Heinrich Böll starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich/Eifel. Sein gesamtes Werk liegt im Taschenbuch bei dtv vor.

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Diese posthum veröffentlichte Werk hat es auf jeden Fall verdient, doch noch Licht der Leserschaft zu erblicken. Normalerweise bin ich skeptisch, bei solchen Nachlässen. Ich denke mir dann, dass Autorin bzw. Autor ja die bewusste Entscheidung getroffen hatte, das Werk nicht zu veröffentlichen. Warum ihnen dann nachträglich in den Rücken fallen. Hier war es anders, denn Böll wollte den Roman Anfang der 50er Jahre herausbringen, doch der Verlag lehnte diese Art von Trümmerliteratur ab. Diese Leute wollte nach deren Ansicht nicht an die Schrecken erinnert werden. Also zertückelte er den Roman und brachte Teile in Erzählungen unter. Gerade die Bedeutung des Brots für hungernden Personen in dem Buch erinnerte mich an "Das Brot der frühen Jahre". Böll schrieb dieses Erstlingswerk schon sehr gekonnt, äußerst atmosphärisch und symbolträchtig. Man hat beim Lesen das Gefühl, den sich den nur langsam verziehenden Kalkstaub der Trümmer am 08.05.1945 in Köln noch zu schmecken. Eine bewegende Geschichte, die trotz der vielen Tragik am Ende eine Hoffnung bietet, ohne dabei kitschig zu wirken. Mein Lieblingsschriftersteller Ende der 80er Jahre, den ich komplett gelesen habe.

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