Der brennende Garten
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Description
»Ein brillanter, tief bewegender Roman über eine Welt in Aufruhr.« Celeste Ng
Die junge Tamilin Sashi hat nur einen Wunsch: Sie will Ärztin werden. Wie ihr Großvater und ihr geliebter ältester Bruder. Und wie K, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem sie eine besondere Freundschaft verbindet. Doch dann versinkt das Land im Bürgerkrieg, und Sashi ist gezwungen, um ihre Träume und Hoffnungen zu kämpfen, während die Welt um sie herum zerbricht. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet V. V. Ganeshananthan das Porträt einer jungen Frau, die zwischen Ideologie und Menschlichkeit, zwischen Heimat und Exil einen eigenen Weg sucht.
Sashi bereitet sich gerade auf die Zulassungsprüfungen für ihr Medizinstudium vor, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg ausbricht. Über Nacht gerät ihr Leben aus den Fugen. Sashi muss mitansehen, wie ihre Familie in den Strudel der Gewalt gerät. Zwei ihrer Brüder schließen sich den Tamil Tigers an – ebenso wie K, ein stiller junger Mann, den sie seit ihrer Kindheit kennt und zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt. Während er zur Waffe greift, entscheidet Sashi sich für einen anderen Weg: Sie zeigt ihren Widerstand als Ärztin. Doch der Preis für ihren Einsatz ist hoch, und am Ende ist Sashi gezwungen, in New York ein neues Leben zu beginnen. Ihre Vergangenheit holt sie aber auch dort unausweichlich wieder ein.
Ein mitreißender Roman, der uns mit bestechender Klarheit den Wert eines jeden Menschenlebens vor Augen führt.
»Ein spektakulärer Roman vor dem Hintergrund historischer Ereignisse: gründlich recherchiert, voller Empörung und Mitgefühl.« THE GUARDIAN
»Ganeshananthan ist eine grandiose Schriftstellerin. Ihr Schreiben zeugt von immenser Aufmerksamkeit gegenüber den Nuancen der Geschichte, die sie erzählt.« THE TIMES
»Ganeshananthan gelingt ein großer Roman vor dem Hintergrund eines Krieges. Sie erzählt von Jahren des Wachstums, entscheidenden Ereignissen und untermauert ihre Geschichte mit umfangreichen Recherchen, ohne je die Intimität und das Gefühl für ihre Figuren zu verlieren.« THE NEW YORKER
Book Information
Author Description
V. V. Ganeshananthan ist außerordentliche Professorin für Englisch an der University of Minnesota. Ihr Roman Der brennende Garten wurde von der Kritik gefeiert und 2024 mit dem Women's Prize for Fiction sowie dem Carol Shields Prize ausgezeichnet. Sie co-hostet den Fiction/Non/Fiction-Podcast auf Literary Hub, der sich mit dem Schnittpunkt von Literatur und Nachrichten beschäftigt.
Posts
Bewegende Chronik eines Bürgerkrieges
Die Geschichte spielt in Sri Lanka und wir verfolgen die Geschichte der jungen Tamilin Sashi. Zusammen mit ihren vier Brüdern und den Eltern wächst sie in Jaffna auf und lernt ehrgeizig für ihr großes Ziel: Ärztin werden. Doch die lange schwelenden Konflikte führen schließlich zum Bürgerkrieg und die Folgen davon bekommen alle eindringlich zu spüren. Das Thema hat mich sehr berührt. Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht viel über den Konflikt und seine Einzelheiten, wodurch mich vieles noch sprachloser gemacht hat. Über 18 Jahre lang hat die Autorin Infos und Berichte über die Lage in Sri Lanka gesammelt und sie schließlich in diesem Buch vereint. Die Geschichte selbst ist fiktiv, aber viele der vorkommenden Ereignisse sind so ähnlich tatsächlich geschehen. Das Cover ist nicht unbedingt mein Geschmack, aber es passt und spiegelt die nüchterne Emotionalität des Buches wider. Die Sprache ist klar und sachlich, zugleich aber auch eindringlich, was daran liegt, dass die Protagonistin die Lesenden oft direkt anspricht und uns somit das Gefühl gibt, dass sie uns persönlich gerade ihre Lebensgeschichte darbringt. Dem oft eher sachlichen Stil war ich sehr dankbar, vor allem wenn es um die ganzen grausamen Ereignisse und Schicksale geht. Diese werden nicht beschönigt, aber mit einer gewissen Distanz erzählt, damit es für die Lesenden noch aushaltbar bleibt. Dabei spricht die Autorin viele verschiedene Themen an. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Wem gegenüber gilt die Loyalität? In welche Gruppen werden Hoffnungen gesetzt und wem wird noch vertraut? Anhand von Sashi wird gut dargestellt, in welchem Dilemma viele Zivilist*innen stecken. Die Regierung will sie unterdrücken, aber die Rebellengruppen gehen ebenso hart mit ihren eigenen Leuten um, wenn diese ihnen kritisch gegenüber stehen. Bewegungen, die eigentlich für die Freiheit der Tamil*innen kämpfen, schrecken nicht davor zurück, Tamil*innen zu töten, die ihre Vorgehensweise in Frage stellen. Und wie so oft sind es also die Zivilist*innen, die am meisten leiden. Es geht es aber auch um Feminismus, Freundschaft, Menschlichkeit, Familienzusammenhalt und -zerwürfnis, Zivilcourage und den Mut, die eigene Meinung und Moral zu vertreten. Und darum, dass Gewalt und Unterdrückung keine Lösung sein kann. Es zeichnet das Bild einer verzweifelten Bevölkerung und wie es dazu kommt, dass Menschen Terrorist*innen werden. Und hinter allem ist die Liebe der Autorin zu ihrem Land zu spüren. Wir erhalten zudem nämlich auch viele Einblicke in die Strukturen, Lebensweise, Traditionen und den Alltag. Ein wichtiges Buch, das dafür plädoyiert, nicht wegzuschauen.
Ein erschütternd wichtiger Roman
Der brennende Garten ist für mich ein außergewöhnlich kraftvoller und bedeutender Roman, der mich tief bewegt hat. Ich muss zugeben, dass ich zuvor kaum etwas über den Bürgerkrieg in Sri Lanka wusste – und genau deshalb hat mich dieses Werk umso mehr getroffen. Die Protagonistin wirkt erschütternd realistisch, ihre Erzählstimme ist eindringlich und voller Schmerz, und die geschilderten Erlebnisse, Verluste und Gewalterfahrungen gehen einem beim Lesen unter die Haut. Besonders gelungen finde ich, wie die Geschichte in ihre Studienzeit eingebettet ist. Dadurch wird nicht nur die historische Tragik sichtbar, sondern auch der Stellenwert von Bildung, Identität und Zukunft in einer Zeit, in der alles zu zerbrechen droht. Diese Verbindung aus persönlichem Lebensweg und politischer Realität macht den Roman unglaublich authentisch. Der brennende Garten ist ein wichtiges, roh erzähltes und zutiefst erschütterndes Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte. Es berichtet ungeschönt, direkt und mit großer emotionaler Wucht – ein Buch, das lange nachhallt und unbedingt gelesen werden sollte.
Ein wichtiges und bewegendes Buch das nachhallt.
„Der brennende Garten“ behandelt ein bedeutendes und zugleich bedrückendes Thema auf eine sehr eindringliche Weise. Besonders beeindruckend fand ich, wie die Geschichte persönliche Schicksale mit politischen und gesellschaftlichen Konflikten verbindet und dadurch viel Tiefe bekommt. Das Buch regt zum Nachdenken an und gibt Einblicke in Lebensrealitäten, über die man sonst vielleicht wenig erfährt. Insgesamt ist es ein wichtiges, berührendes Buch, das Geduld verlangt, aber dafür mit einer tiefgründigen und eindrucksvollen Geschichte belohnt. Ein Stern Abzug nur wegen des etwas schwierigen Einstiegs – trotzdem definitiv lesenswert.

One of the best historical fictional books I ever read!
Schon der erste Satz hat mich gefesselt: "I recently sent a letter to a terrorist I used to know." Was dahinter steckt, offenbart sich erst am Ende der Geschichte, die von Sashi, einem jungen Mädchen, das davon träumt Ärztin zu werden und sich gerade zum ersten Mal verliebt, erzählt wird. Das recht idyllische Leben von Sashis Familie, die zur Minderheit der Tamil in Sri Lanka gehört, wird schon bald von einer zunehmend angespannten politischen Lage überschattet, die sich schließlich zu einem blutigen Bürgerkrieg entwickelt. Die Familie wird auseinandergerissen und auch Sashi muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Obwohl sie eigentlich nur den Menschen helfen will, in dem sie medizinische Versorgung leistet, wird ihre Situation zunehmend gefährlicher, bis sie sich schließlich entscheiden muss, ob eine Flucht ins Ausland für sie in Frage kommt. Ein spannender, komplexer und einfühlsamer Roman über verschiedene Arten Widerstand zu leisten, die Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf die Zivilbevölkerung (vor allem Frauen!) und die schwierige Frage, wie es möglich ist Menschen in einem Krieg zu helfen, ohne sich selbst einer Seite bzw. einer Ideologie zu verpflichten; Themen über die es sich lohnt gut nachzudenken - heute und sicher auch noch in Zukunft. Ganz große Leseempfehlung!
Bürgerkrieg in Sri Lanka
Der brennende Garten und ich - das ist ein klassischer Fall von falsches Buch zur falschen Zeit. Der Roman erzählt eine wirklich gute und wichtige Geschichte: Acht Jahre lang, von 1981 bis 1989 begleiten wir die zu Beginn etwa sechzehnjährige Sashi. Sie möchte Ärztin werden, wie ihr großer Bruder und dessen Freund K. Doch dann bricht auf Sri Lanka der Bürgerkrieg aus. Von einem Tag auf den anderen wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ihr geliebter ältester Bruder stirbt, zwei weitere Brüder und K schließen sich einer Rebellengruppe an, den Tamil Tigers. Auch Sashi unterstützt sie in einem provisorischen Krankenhaus, als angehende Ärztin fühlt sie sich dazu verpflichtet. Doch auch in ihr wachsen Zweifel. Die Rebellengruppen sind untereinander zerstritten, bekämpfen sich teilweise gegenseitig. Unter diesen Umständen wird Sashis Familie immer weiter auseinandergerissen. Ich habe mich durch dieses Buch gequält. Die Geschichte ist gut und wichtig, das Buch ist gut geschrieben und auch gut lesbar. Nur für mich war es einfach der falsche Moment. Das passiert leider manchmal. Vielleicht lag es auch daran, dass ich kurz zuvor ein anderes Buch mit einer sehr ähnlichen Thematik gelesen hatte, Jacaranda von Gaël Faye, welches den Bürgerkrieg in Ruanda thematisiert. Beiden Romanen ist gemein, dass sie über Bürgerkriege erzählen, bei denen sich zwei ethnische Gruppen bekämpfen. Einen von ihnen wurde während der Kolonialzeit jeweils von der fremden Regierung bevorzugt, was bei der anderen starken Unmut hervorrief. Dieser steigerte sich über die Jahrzehnte, bis es schließlich zu Krieg und Völkermord kam. Hätte ich nun mehr zeitlichen Abstand zwischen beiden Büchern gehabt, hätte ich vermutlich auch Der brennende Garten lieber gelesen. So kam es mir teilweise wie ein Aufguss von Jacaranda vor, was es selbstverständlich nicht ist. Trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Buch gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.
Ich war gefühlt dabei
Dieses Buch hat bei mir eine Achterbahn der Gefühle hervorgerufen. Das Cover ist für dieses Buch absolut richtig ausgewählt. Schlicht und klar. Die Autorin hat mich durch ihren Schreibstil so sehr in ihre Welt mitgenommen, dass ich immer dachte, ich bin direkt dabei. Ich sitze neben ihr oder ich telefoniere mit ihr. Über die Tamilen wusste ich vor dieser Lektüre recht wenig. Von den Tigers hatte ich gehört. Dieser lange Kampf um eine Unabhängigkeit und Autonomie, die bis heute nicht vorhanden ist. Die Verzweiflung, das Leid in jeder Familie in Jaffna. Vieles konnte ich nachvollziehen. Verstand die Wut der Menschen. Verstand wie man versucht gegen Unterdrückung zu kämpfen. Gerade die jungen Menschen wurden überprüft, grundlos inhaftiert. Irgendwann kommen die vielleicht verkehrten Menschen in eine Machtposition und die Lage eskaliert. Die Protagonistin versucht für sich einen Mittelweg zu finden. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight.
Das intensivste Buch, das ich je gelesen hab!
Dieser Roman ist eine Wucht! Herzzerreißend, schockierend und super spannend wird aus der Sicht der Protagonistin über den sri lankischen Bürgerkrieg berichtet. Sehr bildlich und zu gleich poetisch beschreibt die Autorin unverblümt ein Familiendrama und eine Heldinnengeschichte. Unbedingt lesen!

Die junge Tamilin Sashi lebt mit ihren Eltern und Brüdern im Norden Sri Lankas. Ihr größter Wunsch ist es, Ärztin zu werden – doch dieser Traum wird jvom Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen überschattet. Als Gewalt und Angst den Alltag bestimmen, schließen sich zwei ihrer Brüder den „Tigers“ an, während Sashi versucht, trotz allem ihren Weg zu gehen und ihre Ausbildung zu absolvieren. Der Roman zeichnet ein eindringliches Bild eines Lebens im Ausnahmezustand – zwischen Hoffnung, Pflichtgefühl und Verzweiflung. Die Geschichte ist sorgfältig recherchiert und öffnet die Augen für ein Kapitel der Geschichte, über das man viel zu wenig weiß. Durch die sachliche, zurückhaltende Erzählweise liest sich das Buch nicht leicht, doch gerade diese Nüchternheit verleiht der Geschichte Tiefe und Authentizität. Der brennende Garten ist kein schnell konsumierender Roman, sondern einer, der lange nachhallt.
Description
»Ein brillanter, tief bewegender Roman über eine Welt in Aufruhr.« Celeste Ng
Die junge Tamilin Sashi hat nur einen Wunsch: Sie will Ärztin werden. Wie ihr Großvater und ihr geliebter ältester Bruder. Und wie K, ein Junge aus der Nachbarschaft, mit dem sie eine besondere Freundschaft verbindet. Doch dann versinkt das Land im Bürgerkrieg, und Sashi ist gezwungen, um ihre Träume und Hoffnungen zu kämpfen, während die Welt um sie herum zerbricht. Mit großer erzählerischer Kraft zeichnet V. V. Ganeshananthan das Porträt einer jungen Frau, die zwischen Ideologie und Menschlichkeit, zwischen Heimat und Exil einen eigenen Weg sucht.
Sashi bereitet sich gerade auf die Zulassungsprüfungen für ihr Medizinstudium vor, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg ausbricht. Über Nacht gerät ihr Leben aus den Fugen. Sashi muss mitansehen, wie ihre Familie in den Strudel der Gewalt gerät. Zwei ihrer Brüder schließen sich den Tamil Tigers an – ebenso wie K, ein stiller junger Mann, den sie seit ihrer Kindheit kennt und zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt. Während er zur Waffe greift, entscheidet Sashi sich für einen anderen Weg: Sie zeigt ihren Widerstand als Ärztin. Doch der Preis für ihren Einsatz ist hoch, und am Ende ist Sashi gezwungen, in New York ein neues Leben zu beginnen. Ihre Vergangenheit holt sie aber auch dort unausweichlich wieder ein.
Ein mitreißender Roman, der uns mit bestechender Klarheit den Wert eines jeden Menschenlebens vor Augen führt.
»Ein spektakulärer Roman vor dem Hintergrund historischer Ereignisse: gründlich recherchiert, voller Empörung und Mitgefühl.« THE GUARDIAN
»Ganeshananthan ist eine grandiose Schriftstellerin. Ihr Schreiben zeugt von immenser Aufmerksamkeit gegenüber den Nuancen der Geschichte, die sie erzählt.« THE TIMES
»Ganeshananthan gelingt ein großer Roman vor dem Hintergrund eines Krieges. Sie erzählt von Jahren des Wachstums, entscheidenden Ereignissen und untermauert ihre Geschichte mit umfangreichen Recherchen, ohne je die Intimität und das Gefühl für ihre Figuren zu verlieren.« THE NEW YORKER
Book Information
Author Description
V. V. Ganeshananthan ist außerordentliche Professorin für Englisch an der University of Minnesota. Ihr Roman Der brennende Garten wurde von der Kritik gefeiert und 2024 mit dem Women's Prize for Fiction sowie dem Carol Shields Prize ausgezeichnet. Sie co-hostet den Fiction/Non/Fiction-Podcast auf Literary Hub, der sich mit dem Schnittpunkt von Literatur und Nachrichten beschäftigt.
Posts
Bewegende Chronik eines Bürgerkrieges
Die Geschichte spielt in Sri Lanka und wir verfolgen die Geschichte der jungen Tamilin Sashi. Zusammen mit ihren vier Brüdern und den Eltern wächst sie in Jaffna auf und lernt ehrgeizig für ihr großes Ziel: Ärztin werden. Doch die lange schwelenden Konflikte führen schließlich zum Bürgerkrieg und die Folgen davon bekommen alle eindringlich zu spüren. Das Thema hat mich sehr berührt. Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht viel über den Konflikt und seine Einzelheiten, wodurch mich vieles noch sprachloser gemacht hat. Über 18 Jahre lang hat die Autorin Infos und Berichte über die Lage in Sri Lanka gesammelt und sie schließlich in diesem Buch vereint. Die Geschichte selbst ist fiktiv, aber viele der vorkommenden Ereignisse sind so ähnlich tatsächlich geschehen. Das Cover ist nicht unbedingt mein Geschmack, aber es passt und spiegelt die nüchterne Emotionalität des Buches wider. Die Sprache ist klar und sachlich, zugleich aber auch eindringlich, was daran liegt, dass die Protagonistin die Lesenden oft direkt anspricht und uns somit das Gefühl gibt, dass sie uns persönlich gerade ihre Lebensgeschichte darbringt. Dem oft eher sachlichen Stil war ich sehr dankbar, vor allem wenn es um die ganzen grausamen Ereignisse und Schicksale geht. Diese werden nicht beschönigt, aber mit einer gewissen Distanz erzählt, damit es für die Lesenden noch aushaltbar bleibt. Dabei spricht die Autorin viele verschiedene Themen an. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Wem gegenüber gilt die Loyalität? In welche Gruppen werden Hoffnungen gesetzt und wem wird noch vertraut? Anhand von Sashi wird gut dargestellt, in welchem Dilemma viele Zivilist*innen stecken. Die Regierung will sie unterdrücken, aber die Rebellengruppen gehen ebenso hart mit ihren eigenen Leuten um, wenn diese ihnen kritisch gegenüber stehen. Bewegungen, die eigentlich für die Freiheit der Tamil*innen kämpfen, schrecken nicht davor zurück, Tamil*innen zu töten, die ihre Vorgehensweise in Frage stellen. Und wie so oft sind es also die Zivilist*innen, die am meisten leiden. Es geht es aber auch um Feminismus, Freundschaft, Menschlichkeit, Familienzusammenhalt und -zerwürfnis, Zivilcourage und den Mut, die eigene Meinung und Moral zu vertreten. Und darum, dass Gewalt und Unterdrückung keine Lösung sein kann. Es zeichnet das Bild einer verzweifelten Bevölkerung und wie es dazu kommt, dass Menschen Terrorist*innen werden. Und hinter allem ist die Liebe der Autorin zu ihrem Land zu spüren. Wir erhalten zudem nämlich auch viele Einblicke in die Strukturen, Lebensweise, Traditionen und den Alltag. Ein wichtiges Buch, das dafür plädoyiert, nicht wegzuschauen.
Ein erschütternd wichtiger Roman
Der brennende Garten ist für mich ein außergewöhnlich kraftvoller und bedeutender Roman, der mich tief bewegt hat. Ich muss zugeben, dass ich zuvor kaum etwas über den Bürgerkrieg in Sri Lanka wusste – und genau deshalb hat mich dieses Werk umso mehr getroffen. Die Protagonistin wirkt erschütternd realistisch, ihre Erzählstimme ist eindringlich und voller Schmerz, und die geschilderten Erlebnisse, Verluste und Gewalterfahrungen gehen einem beim Lesen unter die Haut. Besonders gelungen finde ich, wie die Geschichte in ihre Studienzeit eingebettet ist. Dadurch wird nicht nur die historische Tragik sichtbar, sondern auch der Stellenwert von Bildung, Identität und Zukunft in einer Zeit, in der alles zu zerbrechen droht. Diese Verbindung aus persönlichem Lebensweg und politischer Realität macht den Roman unglaublich authentisch. Der brennende Garten ist ein wichtiges, roh erzähltes und zutiefst erschütterndes Werk, das ich jedem ans Herz legen möchte. Es berichtet ungeschönt, direkt und mit großer emotionaler Wucht – ein Buch, das lange nachhallt und unbedingt gelesen werden sollte.
Ein wichtiges und bewegendes Buch das nachhallt.
„Der brennende Garten“ behandelt ein bedeutendes und zugleich bedrückendes Thema auf eine sehr eindringliche Weise. Besonders beeindruckend fand ich, wie die Geschichte persönliche Schicksale mit politischen und gesellschaftlichen Konflikten verbindet und dadurch viel Tiefe bekommt. Das Buch regt zum Nachdenken an und gibt Einblicke in Lebensrealitäten, über die man sonst vielleicht wenig erfährt. Insgesamt ist es ein wichtiges, berührendes Buch, das Geduld verlangt, aber dafür mit einer tiefgründigen und eindrucksvollen Geschichte belohnt. Ein Stern Abzug nur wegen des etwas schwierigen Einstiegs – trotzdem definitiv lesenswert.

One of the best historical fictional books I ever read!
Schon der erste Satz hat mich gefesselt: "I recently sent a letter to a terrorist I used to know." Was dahinter steckt, offenbart sich erst am Ende der Geschichte, die von Sashi, einem jungen Mädchen, das davon träumt Ärztin zu werden und sich gerade zum ersten Mal verliebt, erzählt wird. Das recht idyllische Leben von Sashis Familie, die zur Minderheit der Tamil in Sri Lanka gehört, wird schon bald von einer zunehmend angespannten politischen Lage überschattet, die sich schließlich zu einem blutigen Bürgerkrieg entwickelt. Die Familie wird auseinandergerissen und auch Sashi muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Obwohl sie eigentlich nur den Menschen helfen will, in dem sie medizinische Versorgung leistet, wird ihre Situation zunehmend gefährlicher, bis sie sich schließlich entscheiden muss, ob eine Flucht ins Ausland für sie in Frage kommt. Ein spannender, komplexer und einfühlsamer Roman über verschiedene Arten Widerstand zu leisten, die Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf die Zivilbevölkerung (vor allem Frauen!) und die schwierige Frage, wie es möglich ist Menschen in einem Krieg zu helfen, ohne sich selbst einer Seite bzw. einer Ideologie zu verpflichten; Themen über die es sich lohnt gut nachzudenken - heute und sicher auch noch in Zukunft. Ganz große Leseempfehlung!
Bürgerkrieg in Sri Lanka
Der brennende Garten und ich - das ist ein klassischer Fall von falsches Buch zur falschen Zeit. Der Roman erzählt eine wirklich gute und wichtige Geschichte: Acht Jahre lang, von 1981 bis 1989 begleiten wir die zu Beginn etwa sechzehnjährige Sashi. Sie möchte Ärztin werden, wie ihr großer Bruder und dessen Freund K. Doch dann bricht auf Sri Lanka der Bürgerkrieg aus. Von einem Tag auf den anderen wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Ihr geliebter ältester Bruder stirbt, zwei weitere Brüder und K schließen sich einer Rebellengruppe an, den Tamil Tigers. Auch Sashi unterstützt sie in einem provisorischen Krankenhaus, als angehende Ärztin fühlt sie sich dazu verpflichtet. Doch auch in ihr wachsen Zweifel. Die Rebellengruppen sind untereinander zerstritten, bekämpfen sich teilweise gegenseitig. Unter diesen Umständen wird Sashis Familie immer weiter auseinandergerissen. Ich habe mich durch dieses Buch gequält. Die Geschichte ist gut und wichtig, das Buch ist gut geschrieben und auch gut lesbar. Nur für mich war es einfach der falsche Moment. Das passiert leider manchmal. Vielleicht lag es auch daran, dass ich kurz zuvor ein anderes Buch mit einer sehr ähnlichen Thematik gelesen hatte, Jacaranda von Gaël Faye, welches den Bürgerkrieg in Ruanda thematisiert. Beiden Romanen ist gemein, dass sie über Bürgerkriege erzählen, bei denen sich zwei ethnische Gruppen bekämpfen. Einen von ihnen wurde während der Kolonialzeit jeweils von der fremden Regierung bevorzugt, was bei der anderen starken Unmut hervorrief. Dieser steigerte sich über die Jahrzehnte, bis es schließlich zu Krieg und Völkermord kam. Hätte ich nun mehr zeitlichen Abstand zwischen beiden Büchern gehabt, hätte ich vermutlich auch Der brennende Garten lieber gelesen. So kam es mir teilweise wie ein Aufguss von Jacaranda vor, was es selbstverständlich nicht ist. Trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Buch gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.
Ich war gefühlt dabei
Dieses Buch hat bei mir eine Achterbahn der Gefühle hervorgerufen. Das Cover ist für dieses Buch absolut richtig ausgewählt. Schlicht und klar. Die Autorin hat mich durch ihren Schreibstil so sehr in ihre Welt mitgenommen, dass ich immer dachte, ich bin direkt dabei. Ich sitze neben ihr oder ich telefoniere mit ihr. Über die Tamilen wusste ich vor dieser Lektüre recht wenig. Von den Tigers hatte ich gehört. Dieser lange Kampf um eine Unabhängigkeit und Autonomie, die bis heute nicht vorhanden ist. Die Verzweiflung, das Leid in jeder Familie in Jaffna. Vieles konnte ich nachvollziehen. Verstand die Wut der Menschen. Verstand wie man versucht gegen Unterdrückung zu kämpfen. Gerade die jungen Menschen wurden überprüft, grundlos inhaftiert. Irgendwann kommen die vielleicht verkehrten Menschen in eine Machtposition und die Lage eskaliert. Die Protagonistin versucht für sich einen Mittelweg zu finden. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight.
Das intensivste Buch, das ich je gelesen hab!
Dieser Roman ist eine Wucht! Herzzerreißend, schockierend und super spannend wird aus der Sicht der Protagonistin über den sri lankischen Bürgerkrieg berichtet. Sehr bildlich und zu gleich poetisch beschreibt die Autorin unverblümt ein Familiendrama und eine Heldinnengeschichte. Unbedingt lesen!

Die junge Tamilin Sashi lebt mit ihren Eltern und Brüdern im Norden Sri Lankas. Ihr größter Wunsch ist es, Ärztin zu werden – doch dieser Traum wird jvom Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen überschattet. Als Gewalt und Angst den Alltag bestimmen, schließen sich zwei ihrer Brüder den „Tigers“ an, während Sashi versucht, trotz allem ihren Weg zu gehen und ihre Ausbildung zu absolvieren. Der Roman zeichnet ein eindringliches Bild eines Lebens im Ausnahmezustand – zwischen Hoffnung, Pflichtgefühl und Verzweiflung. Die Geschichte ist sorgfältig recherchiert und öffnet die Augen für ein Kapitel der Geschichte, über das man viel zu wenig weiß. Durch die sachliche, zurückhaltende Erzählweise liest sich das Buch nicht leicht, doch gerade diese Nüchternheit verleiht der Geschichte Tiefe und Authentizität. Der brennende Garten ist kein schnell konsumierender Roman, sondern einer, der lange nachhallt.














