Dein finsteres Herz
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Description
Book Information
Posts
Detective Max Wolfes erster Fall… Für mich leider nichts
Der Prolog beginnt in der Vergangenheit vor 20 Jahren mit einem sehr spannendem Einstieg, woran sich der Weg der Geschichte erkennen lässt. Im ersten Kapitel geht es mit Max Wolfe weiter, der mitten in einem spannenden Einsatz ist und dessen Ausgang seinen Wechsel zum Morddezernat erklärt. Was er hätte mal lieber sein lassen, dann Max Wolfe scheint ein erstklassiger Ermittler zu sein, aber eine Katastrophe im Außendienst. Sehenens Auges rennt er von einer Gefahr in die Nächste. Zum anderen waren manche Handlungen nicht ganz nachvollziehbar und die Dialoge zwischen den Protagonisten stellenweise abgehackt und unverständlich.
Spannender Kriminalroman
„Dein Finsteres Herz“ von Tony Parsons hat mir sehr gut gefallen. 😃 Der Klappentext hat mich angesprochen und neugierig gemacht. Dieser Roman ist ein erster Teil einer Reihe, demnach fand ich es gut, dass man den Ermittler Max Wolfe auch im privaten kennen lernt. Ich finde, dass der Prolog nicht zu viel verrät, sondern dass man dadurch eher im gesamten Buch besser mit rätseln kann, wer der Mörder ist. Es bleibt bis zu den letzten Seiten spannend.

Ich muss gestehen, ich hätte mir jemand anderen als Killer gewünscht, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Es war sehr einfach in die Geschichte zu kommen und ich fand sie spannend geschrieben. Nicht unbedingt eine neue Idee, zugegebenermaßen, aber wirklich interessant umgesetzt.
Dies ist Tony Parsons erster Krimi, erschienen im Dezember 2014. Bekannt war er bislang nur durch seine Romane, sowie durch seine Karriere als Musikkritiker, Kolumnist und Fernsehjournalist. Dies war mein erstes Buch von Parsons und es sprach mich vor allem durch Cover und Titel an. Max Wolfe arbeitet ganz frisch in einer neuen Abteilung der Polizei und dies ist sein erster Fall, an dem er gemeinsam mit seinen sehr unterschiedlichen Kollegen arbeitet. Er ist alleinerziehender Vater einer fünfjährigen Tochter und sehr sympathisch. Der Fall wirft erst einmal Rätsel auf. Zwei sehr unterschiedliche Männer werden auf die gleiche Weise ermordet; an den Tatorten finden sich keinerlei Spuren. Erst bei der dritten Leiche findet sich die Gemeinsamkeit der Männer: Sie besuchten vor zwanzig Jahren die gleiche Schule. Die noch lebenden Schulfreunde beharren aber darauf nicht zu wissen, wieso ihre Freunde nacheinander getötet wurden. Zusätzlich erschweren Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken die Arbeit der Polizei, in denen jemand mit den Morden prahlt. Ich bin richtig begeistert von “Dein finsteres Herz”. Die Ermittler sind sehr interessant, allen voran natürlich Max Wolfe, und von Anfang bis Ende war es überaus spannend. Ich muss auch gestehen, dass ich auch mindestens dreimal vom Autor sehr überrascht wurde! Empfehlenswert! Weitere Reviews von mir findest du auf meinem Blog
Interessanter Auftakt
Ich bin ziemlich hin und her gerissen dieses Buch zu bewerten. An sich war die Story interessant, es gab ein paar Wendungen und der MMC hat auch viel alleine unternommen weil er einen richtigen Riecher hatte. Auch ist Max ein sympathischer Kerl. Alleinerziehender Vater mit all den Hürden und dennoch sehr liebevoll. Selbst wenn ich es manchmal kritisch fand das er fast jede Frau mit sexy oder attraktiv beschrieben hat. Darunter kann ich mir leider schlecht ein Bild machen. Die Lovestory kam bisschen aus heiterem Himmel aber da es der Auftakt zur Serie ist, denke ich das man in folgenden Büchern da mehr drüber erfahren wird. Hoffe ich zumindest. Persönlich fand ich das der Prolog sehr viel Spannung rausgenommen hat. Wenn der nicht wäre und man während des Falls ein paar mehr Hinweise auf das was im Prolog geschehen war gemacht hätte, wäre es um einiges spannender gewesen. Weil so wusste man irgendwie viel wo die Polizei Arbeit ins Leere laufen würde. Dennoch war das Ende ein wenig überraschend und somit gut. Auch so hätte ich mir manchmal mehr Erklärung zu den Gedankengängen gewünscht von Max. Also er kam der richtigen Richtung immer näher aber man war halt immer nur so vor Situationen gesetzt und hat nicht die Gedanken erhalten welche dazu geführt haben. Dennoch ist es ein interessanter Krimi der gut und flüssig geschrieben ist.
Da der Klappentext nicht allzu viel vom Inhalt des Buches verriet, war ich sehr gespannt darauf, wie die Geschichte wohl aussehen mag. Max Wolfe ist, wie ich finde, ein sympatischer, alleinerziehender Daddy der sich liebevoll um seine Tochter kümmert und ein erfolgreicher Ermittler ist. Allerdings wurde ich im Buch dann etwas verwirrt, was mit der Mutter von Scout ist. Das erschien mir nicht ganz klar. Es lieferte einen tollen Einblick in die Verfahren der Kripo und beinhaltete spannende sowie gefühlvolle Momente. Alles in Allem war es ein schönes Buch, das man leicht lesen konnte. Hätte es mir allerdings etwas spannender gewünscht :D
Das Buch startet im Prolog fulminant, mit einer düsteren, atmosphärisch dichten Szene: Ein junges Mädchen wird von einer Gruppe Jugendlicher auf grausamste Art vergewaltigt, versucht mit letzter Kraft zu fliehen, schafft es sogar noch, einen ihrer Peiniger schwer zu verletzen... Und das grausame Ende, es ereilt sie trotzdem. Ein Auftakt wie ein Paukenschlag! Danach springt die Geschichte 20 Jahre in die Gegenwart. Die Täter von damals werden grausam abgeschlachtet, einer nach dem anderen. (Ich muss zugeben, mein Mitleid hielt sich schwer in Grenzen.) An dieser Stelle hat man als Leser natürlich einen enormen Wissensvorsprung vor dem Ermittlerteam - man kennt zwar noch nicht das WER und WIE, aber zumindest schon das WARUM, während Max Wolfe und Co. erst einmal herausfinden müssen, was ein Politiker, ein Alkoholiker, ein Lehrer, ein Soldat, ein Künstler und ein Lebemann überhaupt gemeinsam haben. Dieser Grundaufbau hat an sich durchaus seinen Reiz und enormes Spannungspotential! Denn die Spannung ergibt sich quasi aus der Hilflosigkeit, die man als Leser empfindet: man muss ohnmächtig mit ansehen, wie die Mordkommission im Dunkeln tappt, während der Mörder ihr immer einen Schritt voraus ist... Und jede falsche Entscheidung, jede Sackgasse und jede falsche Fährte zieht die Daumenschrauben enger. Paradoxerweise hatte ich zwar nur Verachtung übrig für die Vergewaltiger, wollte aber dennoch, dass der Mörder geschnappt wird, bevor er ein weiteres Mal zuschlagen kann - ich konnte den Verlauf der Ermittlung jedoch oft nicht nachvollziehen, und manche in meinen Augen naheliegenden Ermittlungsansätze wurden komplett ignoriert oder zumindest nicht näher untersucht. Mir fehlte daher das Gefühl, als Leser sozusagen Teil der Ermittlung zu sein, und das dämpfte die Spannung für mich erheblich. Dazu kommt noch, dass es eine falsche Fährte gibt, die zwar viel Raum einnimmt, aber weder Max noch den halbwegs aufmerksamen Leser lange täuschen kann. Mit dem nagenden Argwohn, das irgendetwas nicht ganz stimmte, schlug ich das Buch zu. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich darauf kam: mich plagte die Frage, was der Protagonist der Geschichte, Max Wolfe, eigentlich zur Aufklärung des Falls beigetragen hatte - und zwar durch tatsächliche Ermittlungsarbeit, nicht durch Bauchgefühl, Zufall oder die Arbeit bzw das Wissen anderer Leute. Mir fielen nur zwei oder drei Dinge ein, die im Grunde allerdings gar nicht so wichtig für die Auflösung waren! Der Schluss konnte mich auch nicht vollends überzeugen. Das WIE war zu diesem Zeitpunkt schon lange geklärt, das WARUM trug der Leser schon seit dem Prolog mit sich rum, und das WER hatte für mich einen schalen Beigeschmack, denn es erschien mir wie eine seltsame Mischung aus vorhersehbar und unglaubwürdig. Die Hintergrundgeschichte der jugendlichen Vergewaltiger, über die man am Ende noch mehr erfährt, bedient außerdem das ein oder andere Klischee. Auch Max, die Hauptfigur der Geschichte, entspricht einem gewissen Archetyp: er ist der Querschläger, der gegen den Strom schwimmt und sich auch über direkte Anweisungen seiner Vorgesetzten hinwegsetzt, wenn es sein muss - denn er sieht mehr als andere, verkauft seine Ideale für nichts und niemanden, kann auch mal hart zuschlagen und hat einfach im Gespür, wenn jemand schuldig ist (oder auch nicht). Außerdem ist eine Ehe (natürlich) gescheitert. Schön fand ich, dass Tony Parsons aus diesem Schema ausbricht, indem er Max zum liebevollen Vater einer kleinen Tochter und ebenso liebevollem Herrchen eines kleinen Hundes macht. Die Szenen mit den beiden gehören für mich zu den authentischsten, lebendigst geschriebenen des Buches. Die Liebesgeschichte erschien mir dagegen sehr aufgesetzt. Sie kam für mich aus heiterem Himmel, da habe ich mich allen Ernstes gefragt, ob ich zwischendrin ein Kapitel überblättert habe! Ich fand sie vollkommen unnötig, denn sie hat keinen wirklichen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut. In ein paar Rezensionen habe ich Meinungen gelesen, er sei hölzern, gestelzt, übertrieben literarisch oder auch langweilig, aber das habe ich überhaupt nicht so empfunden. Gerade in einem Krimi oder Thriller finde ich den Widerspruch sehr reizvoll - den Kontrast zwischen dem grausamen Inhalt und einem Schreibstil, der verschiedene Nuancen von rasant-brachial bis leise-poetisch beherrscht. Fazit: "Dein finsteres Herz" ist in meinen Augen ein Debütroman mit viel Potential, der dieses Potential aber noch nicht vollständig ausschöpft. Die Grundidee ist interessant und verspricht atemlose Spannung, diese Spannung wird aber immer wieder ausgebremst von einem Ermittler, der genau genommen wenig ermittelt. Max Wolfe war mir zwar sehr sympathisch, er konnte mir in diesem ersten Band aber noch nicht wirklich zeigen, was in ihm steckt - allzu oft kommt er nicht weiter durch brillante Ermittlung, sondern durch Zufall, Intuition und die harte Arbeit anderer Leute. Der größte Pluspunkt war für mich der interessante Schreibstil, das größte Manko eine halbherzige, unnötige Liebesgeschichte. Im Ganzen aber fand ich das Buch trotz einiger Kritikpunkte durchaus unterhaltsam.
Ich war sehr gespannt auf "Dein finsteres Herz" und bin auch sehr gut in das Buch reingekommen. Max Wolfe fand ich als Ermittler sehr sympathisch und mal auf eine andere Art ungewöhnlich, denn er ist alleinerziehender Vater. Zwischen den ganzen trinkenden und abgewrackten Ermittler war dies mal eine nette und sehr erfrischende Abwechslung. Der Fall selbst hat ebenfalls ein großes Potential, aber gleichzeitig auch eine Menge Luft nach oben. Es geht viel durcheinander, manche Sprünge sind so groß, dass man das Gefühl hat Dinge zu verpassen und ich des öfteren zurückgeblättert habe, um Passagen noch einmal zu lesen. Ein richtiges Spannungsgefühl kam bei mir leider nur selten auf und manche Abschnitte waren dann doch eher langweilig. Vieles erschien mir zu konstruiert und zu gewollt. Auch die Auflösung konnte mich nur bedingt überzeugen. Da dies ein Debütroman ist, habe ich große Hoffnung, dass mir der zweite Teil der Max Wolfe Reihe besser gefallen wird.
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Detective Max Wolfes erster Fall… Für mich leider nichts
Der Prolog beginnt in der Vergangenheit vor 20 Jahren mit einem sehr spannendem Einstieg, woran sich der Weg der Geschichte erkennen lässt. Im ersten Kapitel geht es mit Max Wolfe weiter, der mitten in einem spannenden Einsatz ist und dessen Ausgang seinen Wechsel zum Morddezernat erklärt. Was er hätte mal lieber sein lassen, dann Max Wolfe scheint ein erstklassiger Ermittler zu sein, aber eine Katastrophe im Außendienst. Sehenens Auges rennt er von einer Gefahr in die Nächste. Zum anderen waren manche Handlungen nicht ganz nachvollziehbar und die Dialoge zwischen den Protagonisten stellenweise abgehackt und unverständlich.
Spannender Kriminalroman
„Dein Finsteres Herz“ von Tony Parsons hat mir sehr gut gefallen. 😃 Der Klappentext hat mich angesprochen und neugierig gemacht. Dieser Roman ist ein erster Teil einer Reihe, demnach fand ich es gut, dass man den Ermittler Max Wolfe auch im privaten kennen lernt. Ich finde, dass der Prolog nicht zu viel verrät, sondern dass man dadurch eher im gesamten Buch besser mit rätseln kann, wer der Mörder ist. Es bleibt bis zu den letzten Seiten spannend.

Ich muss gestehen, ich hätte mir jemand anderen als Killer gewünscht, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Es war sehr einfach in die Geschichte zu kommen und ich fand sie spannend geschrieben. Nicht unbedingt eine neue Idee, zugegebenermaßen, aber wirklich interessant umgesetzt.
Dies ist Tony Parsons erster Krimi, erschienen im Dezember 2014. Bekannt war er bislang nur durch seine Romane, sowie durch seine Karriere als Musikkritiker, Kolumnist und Fernsehjournalist. Dies war mein erstes Buch von Parsons und es sprach mich vor allem durch Cover und Titel an. Max Wolfe arbeitet ganz frisch in einer neuen Abteilung der Polizei und dies ist sein erster Fall, an dem er gemeinsam mit seinen sehr unterschiedlichen Kollegen arbeitet. Er ist alleinerziehender Vater einer fünfjährigen Tochter und sehr sympathisch. Der Fall wirft erst einmal Rätsel auf. Zwei sehr unterschiedliche Männer werden auf die gleiche Weise ermordet; an den Tatorten finden sich keinerlei Spuren. Erst bei der dritten Leiche findet sich die Gemeinsamkeit der Männer: Sie besuchten vor zwanzig Jahren die gleiche Schule. Die noch lebenden Schulfreunde beharren aber darauf nicht zu wissen, wieso ihre Freunde nacheinander getötet wurden. Zusätzlich erschweren Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken die Arbeit der Polizei, in denen jemand mit den Morden prahlt. Ich bin richtig begeistert von “Dein finsteres Herz”. Die Ermittler sind sehr interessant, allen voran natürlich Max Wolfe, und von Anfang bis Ende war es überaus spannend. Ich muss auch gestehen, dass ich auch mindestens dreimal vom Autor sehr überrascht wurde! Empfehlenswert! Weitere Reviews von mir findest du auf meinem Blog
Interessanter Auftakt
Ich bin ziemlich hin und her gerissen dieses Buch zu bewerten. An sich war die Story interessant, es gab ein paar Wendungen und der MMC hat auch viel alleine unternommen weil er einen richtigen Riecher hatte. Auch ist Max ein sympathischer Kerl. Alleinerziehender Vater mit all den Hürden und dennoch sehr liebevoll. Selbst wenn ich es manchmal kritisch fand das er fast jede Frau mit sexy oder attraktiv beschrieben hat. Darunter kann ich mir leider schlecht ein Bild machen. Die Lovestory kam bisschen aus heiterem Himmel aber da es der Auftakt zur Serie ist, denke ich das man in folgenden Büchern da mehr drüber erfahren wird. Hoffe ich zumindest. Persönlich fand ich das der Prolog sehr viel Spannung rausgenommen hat. Wenn der nicht wäre und man während des Falls ein paar mehr Hinweise auf das was im Prolog geschehen war gemacht hätte, wäre es um einiges spannender gewesen. Weil so wusste man irgendwie viel wo die Polizei Arbeit ins Leere laufen würde. Dennoch war das Ende ein wenig überraschend und somit gut. Auch so hätte ich mir manchmal mehr Erklärung zu den Gedankengängen gewünscht von Max. Also er kam der richtigen Richtung immer näher aber man war halt immer nur so vor Situationen gesetzt und hat nicht die Gedanken erhalten welche dazu geführt haben. Dennoch ist es ein interessanter Krimi der gut und flüssig geschrieben ist.
Da der Klappentext nicht allzu viel vom Inhalt des Buches verriet, war ich sehr gespannt darauf, wie die Geschichte wohl aussehen mag. Max Wolfe ist, wie ich finde, ein sympatischer, alleinerziehender Daddy der sich liebevoll um seine Tochter kümmert und ein erfolgreicher Ermittler ist. Allerdings wurde ich im Buch dann etwas verwirrt, was mit der Mutter von Scout ist. Das erschien mir nicht ganz klar. Es lieferte einen tollen Einblick in die Verfahren der Kripo und beinhaltete spannende sowie gefühlvolle Momente. Alles in Allem war es ein schönes Buch, das man leicht lesen konnte. Hätte es mir allerdings etwas spannender gewünscht :D
Das Buch startet im Prolog fulminant, mit einer düsteren, atmosphärisch dichten Szene: Ein junges Mädchen wird von einer Gruppe Jugendlicher auf grausamste Art vergewaltigt, versucht mit letzter Kraft zu fliehen, schafft es sogar noch, einen ihrer Peiniger schwer zu verletzen... Und das grausame Ende, es ereilt sie trotzdem. Ein Auftakt wie ein Paukenschlag! Danach springt die Geschichte 20 Jahre in die Gegenwart. Die Täter von damals werden grausam abgeschlachtet, einer nach dem anderen. (Ich muss zugeben, mein Mitleid hielt sich schwer in Grenzen.) An dieser Stelle hat man als Leser natürlich einen enormen Wissensvorsprung vor dem Ermittlerteam - man kennt zwar noch nicht das WER und WIE, aber zumindest schon das WARUM, während Max Wolfe und Co. erst einmal herausfinden müssen, was ein Politiker, ein Alkoholiker, ein Lehrer, ein Soldat, ein Künstler und ein Lebemann überhaupt gemeinsam haben. Dieser Grundaufbau hat an sich durchaus seinen Reiz und enormes Spannungspotential! Denn die Spannung ergibt sich quasi aus der Hilflosigkeit, die man als Leser empfindet: man muss ohnmächtig mit ansehen, wie die Mordkommission im Dunkeln tappt, während der Mörder ihr immer einen Schritt voraus ist... Und jede falsche Entscheidung, jede Sackgasse und jede falsche Fährte zieht die Daumenschrauben enger. Paradoxerweise hatte ich zwar nur Verachtung übrig für die Vergewaltiger, wollte aber dennoch, dass der Mörder geschnappt wird, bevor er ein weiteres Mal zuschlagen kann - ich konnte den Verlauf der Ermittlung jedoch oft nicht nachvollziehen, und manche in meinen Augen naheliegenden Ermittlungsansätze wurden komplett ignoriert oder zumindest nicht näher untersucht. Mir fehlte daher das Gefühl, als Leser sozusagen Teil der Ermittlung zu sein, und das dämpfte die Spannung für mich erheblich. Dazu kommt noch, dass es eine falsche Fährte gibt, die zwar viel Raum einnimmt, aber weder Max noch den halbwegs aufmerksamen Leser lange täuschen kann. Mit dem nagenden Argwohn, das irgendetwas nicht ganz stimmte, schlug ich das Buch zu. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich darauf kam: mich plagte die Frage, was der Protagonist der Geschichte, Max Wolfe, eigentlich zur Aufklärung des Falls beigetragen hatte - und zwar durch tatsächliche Ermittlungsarbeit, nicht durch Bauchgefühl, Zufall oder die Arbeit bzw das Wissen anderer Leute. Mir fielen nur zwei oder drei Dinge ein, die im Grunde allerdings gar nicht so wichtig für die Auflösung waren! Der Schluss konnte mich auch nicht vollends überzeugen. Das WIE war zu diesem Zeitpunkt schon lange geklärt, das WARUM trug der Leser schon seit dem Prolog mit sich rum, und das WER hatte für mich einen schalen Beigeschmack, denn es erschien mir wie eine seltsame Mischung aus vorhersehbar und unglaubwürdig. Die Hintergrundgeschichte der jugendlichen Vergewaltiger, über die man am Ende noch mehr erfährt, bedient außerdem das ein oder andere Klischee. Auch Max, die Hauptfigur der Geschichte, entspricht einem gewissen Archetyp: er ist der Querschläger, der gegen den Strom schwimmt und sich auch über direkte Anweisungen seiner Vorgesetzten hinwegsetzt, wenn es sein muss - denn er sieht mehr als andere, verkauft seine Ideale für nichts und niemanden, kann auch mal hart zuschlagen und hat einfach im Gespür, wenn jemand schuldig ist (oder auch nicht). Außerdem ist eine Ehe (natürlich) gescheitert. Schön fand ich, dass Tony Parsons aus diesem Schema ausbricht, indem er Max zum liebevollen Vater einer kleinen Tochter und ebenso liebevollem Herrchen eines kleinen Hundes macht. Die Szenen mit den beiden gehören für mich zu den authentischsten, lebendigst geschriebenen des Buches. Die Liebesgeschichte erschien mir dagegen sehr aufgesetzt. Sie kam für mich aus heiterem Himmel, da habe ich mich allen Ernstes gefragt, ob ich zwischendrin ein Kapitel überblättert habe! Ich fand sie vollkommen unnötig, denn sie hat keinen wirklichen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut. In ein paar Rezensionen habe ich Meinungen gelesen, er sei hölzern, gestelzt, übertrieben literarisch oder auch langweilig, aber das habe ich überhaupt nicht so empfunden. Gerade in einem Krimi oder Thriller finde ich den Widerspruch sehr reizvoll - den Kontrast zwischen dem grausamen Inhalt und einem Schreibstil, der verschiedene Nuancen von rasant-brachial bis leise-poetisch beherrscht. Fazit: "Dein finsteres Herz" ist in meinen Augen ein Debütroman mit viel Potential, der dieses Potential aber noch nicht vollständig ausschöpft. Die Grundidee ist interessant und verspricht atemlose Spannung, diese Spannung wird aber immer wieder ausgebremst von einem Ermittler, der genau genommen wenig ermittelt. Max Wolfe war mir zwar sehr sympathisch, er konnte mir in diesem ersten Band aber noch nicht wirklich zeigen, was in ihm steckt - allzu oft kommt er nicht weiter durch brillante Ermittlung, sondern durch Zufall, Intuition und die harte Arbeit anderer Leute. Der größte Pluspunkt war für mich der interessante Schreibstil, das größte Manko eine halbherzige, unnötige Liebesgeschichte. Im Ganzen aber fand ich das Buch trotz einiger Kritikpunkte durchaus unterhaltsam.
Ich war sehr gespannt auf "Dein finsteres Herz" und bin auch sehr gut in das Buch reingekommen. Max Wolfe fand ich als Ermittler sehr sympathisch und mal auf eine andere Art ungewöhnlich, denn er ist alleinerziehender Vater. Zwischen den ganzen trinkenden und abgewrackten Ermittler war dies mal eine nette und sehr erfrischende Abwechslung. Der Fall selbst hat ebenfalls ein großes Potential, aber gleichzeitig auch eine Menge Luft nach oben. Es geht viel durcheinander, manche Sprünge sind so groß, dass man das Gefühl hat Dinge zu verpassen und ich des öfteren zurückgeblättert habe, um Passagen noch einmal zu lesen. Ein richtiges Spannungsgefühl kam bei mir leider nur selten auf und manche Abschnitte waren dann doch eher langweilig. Vieles erschien mir zu konstruiert und zu gewollt. Auch die Auflösung konnte mich nur bedingt überzeugen. Da dies ein Debütroman ist, habe ich große Hoffnung, dass mir der zweite Teil der Max Wolfe Reihe besser gefallen wird.




















