Dear Girlboss, we are done
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Book Information
Author Description
Bianca Jankovska schreibt ins Internet, seit es Beepworld gibt. Inzwischen hauptberuflich auf @groschenphilosophin über Bürostuhlterror und Popkultur. Hin und wieder unterrichtet sie auch an wichtigen Instituten, die schlecht zahlen, und spricht im Podcast Tired Women mit anderen Frauen über Probleme. Zuvor studierte sie Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Wien und Antwerpen, bevor sie in gegenseitigem Einvernehmen an einer klassischen Journalismus-Karriere scheiterte.
Posts
Ehrlich gesagt habe ich bei 75% aufgehört zu lesen. Während ich aus den ersten Essays noch etwas für mich mitnehmen konnte und auch ihre Kritik durchaus nachvollziehen konnte, ging das danach mehr und mehr verloren. Sie klingt in manchen Geschichten für mich eher nach jemandem, der etwas schlecht redet, weil sie selbst nie verstanden hat, wie es funktioniert - und hakt es deswegen als Mythos oder pure Erfindung und Blendung ab. Spätestens in der Geschichte zu ihrem sie ausnutzendem und schmarotzerischem Ex-Freund wurde mir auch klar warum. Menschen sind egoistisch und beuten sie aus. Und sie kann nichts dafür oder daran ändern. Ich tue mich mit dieser Opferrolle immer etwas (nein, sehr) schwer. Ich kann bei tatsächlichen Opfern von Gewalttaten absolut dahinter stehen, aber wenn Dein Freund Dich konstant für Miete und Lebensmitteln zahlen lässt oder Deine Kunden Dir Angebote machen, die Dir zu wenig Geld zahlen? Dann sag 'Nein' und fordere mehr. Das ist ihr scheinbar nie in den Sinn gekommen. Zu den letzten 25% wollte ich mich dann einfach nicht mehr zwingen. Wirklich schade, weil unter all dem Genörgel, wie schlecht und böse die Welt (und Geld) ist und dem gleichzeitigen Gejammer nicht mehr (Geld) zu haben, oft der ein oder andere gute Denkanstoß verbacken war.
Bei Biancas Texten oder Interviews mit ihr bin ich immer im Zwiespalt von "ja das kann ich nachvollziehen" und "das ist mir jetzt aber doch etwas zu zynisch". Schlussendlich weiß ich aber, dass die zweite Komponente nur dann hochkommt, wenn ich mir den Spiegel vorgehalten fühle. Sie schreibt ehrlich, nimmt kein Blatt vor den Mund und hat damit meist auch Recht. Die Essays in "Dear Girlboss, we are done" sind kurzweilig, toll geschrieben und durch die einzigartigen Illustrationen unterstützt. Die Texte – da bin ich mir sicher – werden nachwirken und regen sehr zum Nachdenken an.
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Bianca Jankovska schreibt ins Internet, seit es Beepworld gibt. Inzwischen hauptberuflich auf @groschenphilosophin über Bürostuhlterror und Popkultur. Hin und wieder unterrichtet sie auch an wichtigen Instituten, die schlecht zahlen, und spricht im Podcast Tired Women mit anderen Frauen über Probleme. Zuvor studierte sie Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Wien und Antwerpen, bevor sie in gegenseitigem Einvernehmen an einer klassischen Journalismus-Karriere scheiterte.
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Ehrlich gesagt habe ich bei 75% aufgehört zu lesen. Während ich aus den ersten Essays noch etwas für mich mitnehmen konnte und auch ihre Kritik durchaus nachvollziehen konnte, ging das danach mehr und mehr verloren. Sie klingt in manchen Geschichten für mich eher nach jemandem, der etwas schlecht redet, weil sie selbst nie verstanden hat, wie es funktioniert - und hakt es deswegen als Mythos oder pure Erfindung und Blendung ab. Spätestens in der Geschichte zu ihrem sie ausnutzendem und schmarotzerischem Ex-Freund wurde mir auch klar warum. Menschen sind egoistisch und beuten sie aus. Und sie kann nichts dafür oder daran ändern. Ich tue mich mit dieser Opferrolle immer etwas (nein, sehr) schwer. Ich kann bei tatsächlichen Opfern von Gewalttaten absolut dahinter stehen, aber wenn Dein Freund Dich konstant für Miete und Lebensmitteln zahlen lässt oder Deine Kunden Dir Angebote machen, die Dir zu wenig Geld zahlen? Dann sag 'Nein' und fordere mehr. Das ist ihr scheinbar nie in den Sinn gekommen. Zu den letzten 25% wollte ich mich dann einfach nicht mehr zwingen. Wirklich schade, weil unter all dem Genörgel, wie schlecht und böse die Welt (und Geld) ist und dem gleichzeitigen Gejammer nicht mehr (Geld) zu haben, oft der ein oder andere gute Denkanstoß verbacken war.
Bei Biancas Texten oder Interviews mit ihr bin ich immer im Zwiespalt von "ja das kann ich nachvollziehen" und "das ist mir jetzt aber doch etwas zu zynisch". Schlussendlich weiß ich aber, dass die zweite Komponente nur dann hochkommt, wenn ich mir den Spiegel vorgehalten fühle. Sie schreibt ehrlich, nimmt kein Blatt vor den Mund und hat damit meist auch Recht. Die Essays in "Dear Girlboss, we are done" sind kurzweilig, toll geschrieben und durch die einzigartigen Illustrationen unterstützt. Die Texte – da bin ich mir sicher – werden nachwirken und regen sehr zum Nachdenken an.





