Das Rauschen in unseren Köpfen

Das Rauschen in unseren Köpfen

Hardback
3.944
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Description

»Svenja Gräfens Sprache ist kunstvoll und von einer eigentümlichen Schönheit.« Benedict Wells

Lene lebt mit ihrer besten Freundin in einer WG in einer großen Stadt, ihre liebevolle Familie und der Freundeskreis geben Halt. Als sie Hendrik begegnet, scheint ihr Glück perfekt. Sie plant eine gemeinsame Zukunft, doch Hendriks Vergangenheit schleicht sich in ihr Leben ein. Da ist seine zerrüttete Familie, sein bisweilen merkwürdiges Verhalten. Und Klara.

»Die Abende, die Nächte gehörten uns. Wir gingen nicht raus. Wir hatten hier alles, was wir brauchten, das heißt: uns. Wir hätten uns auch in einer Bar gehabt, im Kino, in einem Restaurant; aber eben nicht so, wir hätten uns teilen müssen mit einer ganzen Welt, die nach Aufmerksamkeit schrie.«

»Svenja Gräfen erzählt eine kleine Weltbewegung: Wer schon mal verliebt war, weiß es ja: Die Liebe ist – wenn auch nur für eine Zeit – alles. Wie wir‘s nicht planen können, nichts im Leben, das erzählt Gräfen tastend und ernst. Ich hab's gern so.« Nora Gomringer

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
240
Price
16.50 €

Author Description

Svenja Gräfen, geboren 1990 und aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, ist Schriftstellerin und feministische Aktivistin. Sie steht mit Texten auf der Bühne, hält Vorträge und leitet Workshops. 2018 wurde sie zum Klagenfurter Literaturkurs eingeladen und ist Alfred-Döblin-Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin. Sie lebt in Leipzig und Berlin. »Freiraum« ist nach »Das Rauschen in unseren Köpfen« ihr zweiter Roman.

Posts

9
All
5

Poetisch und tieftraurig

Dieses Buch ist wahnsinnig intensiv, vielleicht sogar stellenweise ein wenig zu sehr. Durch die poetische Sprache der Autorin bekommt die Handlung mehr Tiefe, mehr Emotion und jeder Moment, vielleicht auf den ersten Blick kaum bedeutend, wird zum Gegenteil, fast analytisch auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Die (Liebes-)Geschichte ist gar nicht unbedingt außergewöhnlich, eigentlich fast banal, möchte ich sagen. Gräfens Sprachgewalt macht sie erst aussergewöhnlich und dadurch so monumental und eindringlich. Jedem, der eine schnelle intensive Liebe erlebt hat, wird dieses Buch nahe gehen, einfach, weil es Gräfen hier gelingt, die Leichtigkeit des Anfangs und die Schwere des Schlusses so gut einzufangen und abzubilden. Die Dunkelheit lässt sich von Anfang an erahnen, man erwartet sie schon, wie die regelmäßigen Gewitter im Buch. Und dann ist sie da, man könnte erleichtert sein, aber was zurückbleibt ist nur Trauer über das längst zum Scheitern Verurteilte, die sich wie ein Felsbrocken auf der Brust anfühlt. Das Buch ist speziell und sicher nicht für jeden geeignet und von Interesse. Dennoch kann ich es denjenigen, die poetische und intensive Sprache mögen und mit einer gewissen Melancholie beim und nach dem Lesen zurechtkommen, sehr empfehlen.

2.5

Das Buch war nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht so gecatcht

2

Ich konnte mich nicht richtig in die Geschichte einfühlen. Weder die Charaktere, noch deren Lebensstil mochte ich besonders, aber der Schreibstil Svenja Gräfens hat mich in irgendeiner Weise gefesselt. Selbst wenn ich manche Handlungsweisen der Charaktere verstehen kann, hat mich deren Geschichte nicht überzeugt und mir hat ein Höhepunkt in diesem Roman gefehlt.

4.5

Das Rauschen in unseren Köpfen – eine stille Beobachtung des Lebens

Das Rauschen in unseren Köpfen erzählt die Geschichte von Lene, die Hendrick zufällig kennenlernt. Aus dieser Begegnung entsteht eine Beziehung, die man als Leser*in sehr nah begleitet. Dabei wechseln sich die Szenen aus der Gegenwart mit Rückblenden aus Lenes und Hendricks Vergangenheit ab – ohne besondere Kennzeichnung. Gerade am Anfang hat mich das etwas verwirrt, mit der Zeit habe ich mich aber gut daran gewöhnt und empfand es sogar als passend zum fließenden Erzählstil. Auch die Dialoge sind unkonventionell gestaltet, da sie nicht durch Anführungszeichen hervorgehoben werden. Das wirkt zunächst ungewohnt, trägt aber zu der besonderen Atmosphäre des Buches bei. Der Schreibstil ist ruhig, stellenweise fast poetisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leser*innen dies als langatmig empfinden könnten. Für mich jedoch lag genau darin die Stärke des Buches: sich treiben zu lassen, das Tempo herunterzufahren und die leisen Zwischentöne wahrzunehmen. Besonders gut gefallen hat mir die Authentizität der Figuren. Lene und Hendrick wirken nicht wie Romanfiguren, sondern wie echte Menschen, deren Leben und Beziehung man aus nächster Nähe beobachtet. Nichts wirkt überdramatisiert, es fühlt sich eher an wie eine Momentaufnahme aus dem echten Leben – mit all seinen Unsicherheiten, Gedanken und Gefühlen. Insgesamt ein Buch, das mich sehr berührt hat und das ich gerne weiterempfehle – gerade für alle, die ruhige, poetische Romane schätzen und nicht auf permanente Spannung angewiesen sind. Für mich eine klare Empfehlung und 4,5 Sterne.

Das Rauschen in unseren Köpfen – eine stille Beobachtung des Lebens
4

Eine so tolle, bildhafte Sprache habe ich selten gelesen. Man kann sich in einzelne Situationen richtig hineinfühlen und Sinneseindrücke beinahe selbst wahrnehmen. Ich konnte wirklich vieles nachfühlen und mich somit zum Teil sehr gut in das Buch hinein fallen lassen. Leider blieben mir einfach einige Fragen unbeantwortet, womit ich nicht immer gut leben kann. Außerdem brauchte ich etwas lange, um in die Geschichte rein zu kommen. Aber aus oben genannten Gründen trotzdem 4 Sterne, da es mich dadurch stellenweise wirklich packen konnte.

4

Schön leicht & besonders geschrieben, man rauscht einfach so durch. Durch eine Liebesgeschichte, wie man sie selbst vielleicht kennt. Ich war - aber das bin ich meistens - ab & an von den Zeitsprüngen überfordert.

wenn ich mir die rezensionen zu diesem roman ansehe, lieben die leser*innen das buch entweder oder es fällt total durch... bei mir war es ehrlich gesagt keine der zwei optionen! ich fand es gut, vielleicht sogar sehr gut, aber bin nicht so begeistert wie von "freiraum", dem zweiten buch von svenja gräfen. ich mochte ihren stil auch hier total und die geschichte hat mich durchgehend gefesselt und fasziniert. ich mochte die hauptfiguren nicht immer, habe mich in ihrer welt aber doch zuhause und aufgehoben gefühlt. das lebensgefühl ihrer / meiner generation hat die autorin wirklich gut eingefangen, auch, wenn mein leben nicht hundertprozentig abläuft wie das der charaktere. gefallen haben mir vor allem die sprünge zwischen den figuren und zwischen dem "heute" und "damals", und die kurzen kapitel haben alles recht flüssig gemacht. das ende hat mich leider nicht so überzeugt. mir hat da noch etwas gefehlt und es ging recht schnell. generell hat mir der anfang des buchs besser gefallen, aber insgesamt war es trotzdem einfach ein tolles lese-erlebnis!

5

Das Buch hat mich echt gepackt. Es war fast so, als ob ich neben Lene und Hendrik auf der Bettkante gesessen und ihre Gefühle mitgefühlt habe. Die Sprache ist sehr jugendlich, was ja vielen nicht gefällt aber ich mag das irgendwie total. Tolles Buch, tolle Geschichte, viele Gefühle!

4

Schöner Schreibstil

Mir hat besonders der Schreibstil gefallen, durch den die von der Protagonistin empfundenen Gefühle sehr greifbar werden

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