Gute Nacht, Tokio
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Description
Book Information
Author Description
Atsuhiro Yoshida, geboren 1962 in Tokio, ist Schriftsteller und preisgekrönter Coverdesigner, der in seinen Büchern mit leichter Hand den kleinen Dingen nachspürt, die das Leben lebenswert machen und die zu suchen sich in jedem Fall lohnt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wunderschöne kleine Geschichten, deren Hauptfiguren alle irgendwie miteinander verbunden sind. Ein wenig vorhersehbar und schnulzig, aber trotzdem berührend. Mir wurde warm ums Herz. Ich liebe zudem diesen eigentümlichen Ton japanischer Autoren 🥰. Mit den Namen tat ich mich schwer - aber das ist Kritik auf hohem Niveau😉
Die Magie der Begegnung im Tokioter Setting ✨
In der Millionenstadt Tokio ist Nachttaxifahrer Matsui mit seinem nachtblauen Auto unterwegs und chauffiert Fahrgäste aller Couleur. Um was für eine Art Menschen handelt es sich, die es Nachts aus ihrem Zuhause treibt? Wir lernen zum einen die Requisiteurin Mitsuki Sawatari vom Film kennen, die bis zum nahenden Morgen die skurrilsten Dinge für ein Filmset beschaffen muss und dabei auf eine Obstdiebin namens Kanako trifft, die bei der Telefonseelsorge arbeitet. Zum anderen einen nachtaktiven Händler Herrn Ibaragi mit seinem Geschäft für defektes Werkzeug oder einen Meisterdetektiv namens Shuro, der dem eigenen Vater hinterher spioniert, durch das Schauen von seinen alten Filmen und noch einige weitere liebenswürdig verschrobene Figuren. Atsuhiro Yoshida schreibt diesen Roman in zwölf Kapiteln und jedes davon beginnt nachts um eins. Er trifft mit dem Tokioter Setting den richtigen Ton und baut gekonnt Metaphern ein. Die nächtliche Atmosphäre wird förmlich spürbar. Da das Büchlein nur 190 Seiten hat, ist es in kurzer Zeit lesbar. Ich liebe japanische Literatur und von "Gute Nacht, Tokio" habe ich mich direkt angesprochen gefühlt: verschiedene Charaktere, deren Wege sich kreuzen, die für wenige Augenblicke, oder auch für länger, ihre Träume und Wünsche miteinander teilen. Die Figuren in diesem recht kurzen Episodenroman sind alle irgendwie speziell, sie sind Außenseiter, oft einsam, desillusioniert, haben ihre früheren Träume und Ziele aufgegeben. Fast immer sind sie auf der Suche nach etwas, ohne das unbedingt immer benennen zu können. Der Autor führt diese Figuren auf etwas verschlungenen Pfaden zueinander. Sehr ruhig und warmherzig erzählt er ihre Geschichten, oft entbehren diese nicht einer gewissen Skurrilität. Der Schreibstil wirkt an manchen Stellen etwas unrund (der einzige Grund für meinen Sterneabzug), ob es an der Übersetzung liegen mag, wage ich nicht zu beurteilen. Die verschiedenen Episoden springen in der Zeit und zwischen den Figuren, so dass es manchmal kurz stockt, weil man erstmal wieder den Anschluss finden muss. Atsuhiro Yoshida entwirft Schicksale, die sich perfekt in die Kulisse der Millionenmetropole Tokio einfügen. Sie sind anonyme Gestalten, die unerkannt an einem vorbeihuschen. Doch sie machen Tokios Vibe als pulsierende Stadt aus. Ohne sie würde etwas fehlen. Der Autor verbindet die einzelnen Figuren und ihre Geschichten miteinander, ihre sich kreuzenden Wege und ihre dadurch entstehende Weiterentwicklung. Sie verändern sich und zum Teil sogar ihr Leben - aus anfangs unzusammengehörenden Einzelteilen wird ein Ganzes, dass sich dem Leser erst zum Ende des Buches erschliesst. Alles steht letztlich miteinander in Verbindung. Fazit: Wenn man nachts unterwegs ist, kann man einiges erleben und eine Begegnung mit Fremden kann völlig neue Perspektiven eröffnen.
Nächtliches Tokio – Ein ruhiger Moment zwischen den Menschen
"Gute Nacht, Tokio" von Atsuhiro Yoshida ist ein entspannter, atmosphärischer Roman, der den Leser auf eine ruhige, nachdenkliche Reise durch viele Kurzgeschichten rundum das nächtliche Tokio mitnimmt. Im Mittelpunkt stehen Matsui, ein Taxifahrer, und Mitsuki, eine Requisiteurin – Menschen, deren Alltag zwischen Routine, kleinen Sorgen und den flüchtigen Momenten der Ruhe spielt. Yoshida fängt diese ruhigen Augenblicke meisterhaft ein: die Wärme einer kleinen Izakaya, den leisen Austausch zwischen zwei Menschen, das gedämpfte Licht der Stadt, das draußen still vorüberzieht. Das Buch ist kein spannungsgeladener Thriller, sondern angenehm zu lesen und wunderbar entspannend. Man gleitet durch die Kapitel wie durch die Straßen Tokios in der Nacht – mal nachdenklich, mal leicht schmunzelnd, immer getragen von der Atmosphäre und den kleinen, menschlichen Momenten. "Gute Nacht, Tokio" ist ein stilles, wohltuendes Buch, perfekt für Zwischendurch, wenn man dem Alltag entfliehen und sich auf die kleinen Freuden des Lebens besinnen möchte. Eine schöne Empfehlung für alle, die entspannte, atmosphärische Geschichten lieben. 🌃✨

Viele kleine ineinander geschachtelte Geschichten.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wobei ich etwas Schwierigkeiten mit den Namen und dadurch anfangs mit den „Zusammenhängen“ und „Wiederbegegnungen“ hatte. Dennoch ein wirklich schönes Buch, eher leise, mit vielen ineinander verschachtelten Geschichten und Begegnungen. Auch ich dachte zwischendurch (wie in einer anderen Rezension bereits auch schon geschrieben wurde), dass diese Buch als Film auch sehr gut funktionieren würde.

Klein, aber fein mit einem unglaublichen Gespür für Menschen.
Dieser Roman ist einfach nur schön und für mich definitiv ein Jahreshighlight. Die Geschichte über Menschen, die sich in einer Millionenstadt wie Tokio immer wieder durch Zufall begegnen bzw. durch verschiedene andere Menschen miteinander verbunden sind, ist wunderschön erzählt. Warmherzig, leicht und so typisch japanisch. Es braucht halt nicht viele Worte, um das Wichtigste zu transportieren. Ganz klare Leseempfehlung ❤
Tokio, ein Uhr nachts. In Yoshidas Roman begegnen sich die Lebenswege von fünf Menschen. Ihre Pfade kreuzen sich zufällig immer wieder. Nach und nach lernen sie sich kennen und finden ineinander Hilfe und Trost. Tokio bei Nacht ist in diesem Buch eine eigene Welt mit eigen(artig)en Bewohnern. Einsamkeit, Sehnsucht, Hoffnung und Zusammenhalt sind die vorherrschenden Gefühle dieser Episodengeschichte., die von kleinen Glücksmomenten erzählt. Ein wenig magischer Realismus scheint immer wieder durch, der dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Mir haben die einzelnen Handlungsstränge zwar im Großen und Ganzen gefallen, aber die Übersetzung war an manchen Stellen nicht gut gelungen. Deshalb bin ich auch nicht restlos begeistert.
Kurzweilig und lesenswert!
Perfekte Lektüre während meines Aufenthaltes in Tokyo. Kurze Kapitel, welche die Begegnungen verschiedener Figuren bei Nacht dokumentieren, ließen sich gut lesen. Es hat mich jetzt nicht zutiefst berührt, aber ich hab auch nichts zu meckern. Kann es auf jeden Fall empfehlen!
Ein leiser, zarter Episodenroman
„Gute Nacht , Tokio“ von Atsuhiro Yoshida handelt von unterschiedlichen Menschen, welche überwiegend nachts unterwegs sind. Matsui ist Taxifahrer und die Hauptprotagonisten sind ab und zu seine Fahrgäste. Mitsuki, die Filmrequisiteurin, Kanako die Telefonseelsorgerin, Tashiro oder Palme der Meisterdektiv, alle sind sie auf der Suche. Auch Matsui und die Stille der Nacht bringt die fremden Personen einander näher, Vertraulichkeiten werden getauscht und in der Anonymität der Metropole Gefühle und Gedanken ausgesprochen. Das Drehkreuz, geführt von vier Frauen ist ein Bistro, welches nur nachts offen hat und auch hier verpassen sich immer wieder die Suchenden. Der Autor schreibt sehr intensiv über das Leben der einzelnen Personen in einer Metropole und verbindet auf geniale Weise alle Geschichten miteinander. Er gibt allen Persönlichkeiten den benötigten Raum, stellt ihre Leben, Gedanken, Ängste und Sorgen vor. Leise, unaufgeregt und empathisch beschreibt er die verschiedenen Leben in der Nacht. Er zeichnet ein friedliches, ruhiges Nachtleben in der hektischen Stadt, die immer in Bewegung ist. In der Stille der Nacht sind nur die Nachtschwärmer unterwegs. Dunkle Straßen, kuriose Geschäfte, skurrile Gestalten, Nachteulen und der unaufgeregte Schreibstil ziehen mich als Leser in den Episodenroman. Der Roman berührt zart und weckt die Sehnsucht des Lesenden zu einer Verbundenheit , einer Zugehörigkeit und Ganzheit. Oftmals steckt das Detail in Sekunden oder Kleinigkeiten und wir suchen vergeblich in der dunklen Nacht. Bis ein Stern am Himmel erscheint …. Ein sehr schöner Episodenroman und ein kleines Highlight für alle Lesenden die ein Faible für japanische Bücher haben.
Auch Tokio ist eine Stadt, die niemals schläft. Das weiß der Taxifahrer Matsui nur allzu gut. Es sind immerhin die neuen und alten Bekanntschaften, deren Geschichten, sowie die Orte, die ihn an seinem Job begeistern. Zwischendurch kam ich leider mit den japanischen Namen und der Geschichte durcheinander. Das kenne ich von mir nicht. Daher leider nur 2 Sterne.
Was für ein wunderbares, herrlich leichtes Buch!
Tokio bei Nacht: da stellt man sich bunte Leuchtreklame, blinkende Spielehallen und heiteres Leben vor. Doch hier scheint es ruhig, dunkel, geradezu friedlich zu sein, wenn um ein Uhr nachts der Taxifahrer Matsui seine Gäste durch die Straßen der japanischen Hauptstadt fährt. Wer wird heute Nacht auf der Rückbank des "Blackbird" Platz nehmen? Es sind die Leute, die Nachts arbeiten oder in der Dunkelheit nach etwas Suchen: Filmrequisiten, Menschen, Liebe. Atsuhiro Yoshida hat mich mit seinem kleinen Episodenroman nach Japan entführt und ich bin ganz begeistert davon! Seine einzigartigen Figuren, der unaufgeregte Ton, das Setting der dunklen Straßen in Tokio: Das alles hat dieser Geschichte einen ganz eigenen Charme verliehen. So treffen wir auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, deren nächtlichen Aktivitäten sich immer wieder kreuzen und man möchte sagen: Halt, Stopp!Warte noch eine Weile, dann verpasst ihr euch nicht! Filmrequisiteurin, Telefonseelsorgerin, Telefonbestatterin, Privatdetektiv, ein Laden der nur nachts seine Türen öffnet...wie kann ich diese außergewöhnliche Mischung nicht mögen? Ein tolles Stück japanischer Literatur, das ich euch allen empfehlen möchte! Aus dem Japanischen übersetzt von Katja Busson.
Tokio bei Nacht. Requisiteurin Mitsuki ist stets auf der Suche nach bestimmten Stücken für den Film, an dem sie gerade arbeitet. Unterstützt wird sie dabei oft von Taxifahrer Matsui, der sich ebenfalls für ein Leben in Nachtschicht entschieden hat. Bei ihren gemeinsamen Fahrten lernen die beiden auch andere Menschen kennen: Telefonseelsorgerin Kanako, Privatdetektiv Shuro oder Bistrobesitzerin Ayano. Die laute Großstadt Tokio gerät dabei völlig in den Hintergrund, denn im Fokus stehen all diese besonderen Charaktere. „Gute Nacht, Tokio“ ist ein kurzweiliger Episodenroman aus der Feder des preisgekrönten Buchdesigners und Schriftstellers Atsuhiro Yoshida. Die Handlung wird von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person und der Vergangenheitsform geschildert, wobei in jedem Kapitel eine andere Figur im Mittelpunkt steht. Dadurch entsteht eine Art literarisches Kaleidoskop, in dem sich das Gesamtbild immer wieder verändert und neu zusammensetzt. Alle Figuren in diesem Buch haben etwas, das sie beschäftigt. Mitsuki zweifelt beispielsweise daran, ob sie ihren Freund Koichi heiraten soll, Matsui sucht eine verlorene Liebe, der er nur einmal kurz begegnet ist, Kanako ihren vor vielen Jahren verschwundenen Bruder. Zu einen wichtigen Angelpunkt wird im Verlauf der Handlung ein Bistro mit dem bezeichnenden Namen „Drehkreuz“, in dem nach und nach alle Figuren in unterschiedlichen Kombinationen aufeinandertreffen. Dass sich alle wichtigen Szenen bei Nacht abspielen, gibt der Geschichte dabei eine ganz bestimmte Atmosphäre und schafft eine unsichtbare Verbindung zwischen den Charakteren. „Gute Nacht, Tokio“ ist ein liebevoller, kurzer Roman darüber, wie zufällige Begegnungen unser Leben positiv beeinflussen können. Manchmal fügt sich dabei alles etwas zu einfach und glücklich zusammen, aber bei dieser Art von Wohlfühlgeschichte sehe ich darüber gerne hinweg. Das Episodenhafte der Geschichte führt jedoch dazu, dass wir all die sympathischen Charaktere leider nicht näher kennenlernen oder ihr Schicksal weiterverfolgen können. Schade!
Für mich ein großer, kurzweiliger Lesegenuss!
Die Uhr schlug eins. So oder so ähnlich beginnt jede der zwölf Episoden, welche sich zu einem kurzweiligen Roman verweben. Das Personal ist recht umfangreich: Wir lernen eine Telefonseelsorgerin kennen, einen Taxifahrer, einen Verkäufer von Gebrauchtem und Wunderlichem, eine Requisiteurin, vier Frauen, die ein Bistro betreiben, eine Kinoaushilfe, eine Telefongerätbestatterin, einen Meisterdetektiv, zwölf Mädchen (und sicher habe ich noch jemanden vergessen). Sie alle eint, dass sich ihr Leben größtenteils nachts abspielt. Und sie alle eint, dass sie etwas suchen: eine Frau, den Bruder, noch eine Frau, den Mann, der früher immer Ham & Eggs bestellte, Biwas und einen Erdnussknacker, eine Möglichkeit, den ungewollten Verlobungsring abzustreifen, die Sterne. Atsuhiro Yoshida malt mit hellen Farben ein ruhiges Bild von vielen dunklen Nächten, und wir, die es betrachten, werden, ohne dass wir es merken, mitten hineingezogen in das nächtliche Tokio, ins Drehkreuz, in den Laden Ibaragi, auf die blaue Treppe, ins Taxi Blackbird. Für mich ein großer, kurzweiliger Lesegenuss! Das Coverbild ist übrigens eine Zeichnung des Autors selbst und im Falle der Hardcover-Ausgabe aus dem Cass Verlag (welche nach wie vor verfügbar ist), funkeln die Sterne am Himmel. Ich liebe solche Details!

☺️ Ganz klar eher was zum entspannen und abschalten, kurzweilig und entschleunigend.
»Tokio, nachts um eins. Eine Requisiteurin beim Film, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper. Im Licht des Mondes und der Neonröhren treffen sie sich, verpassen sich, träumen und erinnern sich. Atsuhiro Yoshida erzählt einfühlsam und warmherzig von Nachtschwärmern und Außenseitern und von Zufallsbegegnungen, die zeigen, dass alles auf besondere Weise zusammenhängt.« 🔹🔹💠🔹💠🔹🌃🔹💠🔹💠🔹🔹 »Gute Nacht, Tokio« ist ein ruhiges Buch, das von unterschiedlichen Personen erzählt, die untereinander irgendwie mit manchen der Anderen zutun haben. Hier bei wird die Geschichte in einem gemächlichen Tempo erzählt, das einen entschleunigt. Trotzdem ließt sich das Buch flüssig. Es kommen doch recht viele Charaktere in diesem kurzen Buch vor. Ich kann mir gut vorstellen, dass manchen Lesern beim Lesen mal kurz der Überblick verloren gehen kann durch die Anzahl der vorkommenden Personen. Leider ist die Geschichte nicht lang genug um jeden der einzelnen Charaktere besser kennenzulernen, und so bleibt es bei einigen bei einer "flüchtigen Bekanntschaft". So ist es ja aber auch gerne mal im richtigen Leben. 🔹🔹💠🔹💠🔹🌆🔹💠🔹💠🔹🔹 Mir hat das Buch, trotz der Kürze und der eher "unspannenden" Geschichte, richtig gut gefallen. Gelegentlich braucht es einfach auch mal ein gemächliches Buch um zu entschleunigen und zur Ruhe zukommen.

3.5 ⭐️ Was geschieht in Tokio um ein Uhr nachts? Was für Menschen treibt es da auf die Straßen? Wie sehen ihre Leben aus und wie sind ihre Schicksale in diesen Stunden verbunden? Ein Taxifahrer, eine Telefonfürsorgerin, eine Requisiteurin, ein Meisterdedektiv und ein Kramladenbesitzer lassen uns einen Blick in ihren ungewöhnlichen Alltag und ihre Sorgen werfen. Eine schöne Lektüre für Zwischendurch Stellen, die ans Herz gehen und solchen, die einem ein Schmunzeln hervorkitzeln. Mehr im Lesemonat Februar: https://youtu.be/NjihXBWrYM4 Viel Spass bei der Lektüre.
Einfach wundervoll
Mit wenigen Worten und einem klaren, unaufgeregten Schreibstil, wird diese laute und lebendige Stadt ganz still, ganz entschleunigt, während wir den Taxifahrer Matsui durch die Nacht begleiten und den Gesprächen mit seinen Fahrgästen lauschen. So unterschiedlich die Charaktere sind - mal zurückhaltend, mal skurril - sie sind alle auf der Suche und wissen dabei nicht, wie sehr ihre Leben dabei miteinander verwoben sind oder noch werden. "Gute Nacht, Tokio" ist nicht spannend im klassischen Sinn, aber es hat mich mit seiner ruhigen Art einfach verzaubert und bis zur letzten Seite nicht losgelassen ❤️ Eins meiner Highlights in 2023 Ganz klare Leseempfehlung
Des Nachts treffen sich in dieser einfühlsam und zugleich klar geschriebenen Episoden-Novelle immer wieder dieselben Personen in unterschiedlichen Konstellationen. Und während alle irgendjemanden oder irgendetwas suchen, treffen sich ihre Wege immer wieder neu - in wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen. Schließlich ergibt sich aus immer wieder neuen Impulsen oder auch einfach aus der Aufmerksamkeit der Einzelnen eine Lösung für (fast) alle Beteiligten. Da ist eine Filmrequisiteurin, ein Taxifahrer, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper, eine Telefonentsorgerin, vier Betreiberin eines Bistros, ein Gebrauchtwerkzeugverkäufer und ein Kino-Assistent - und es sind da die Überschneidungen ihres Lebens im nächtlichen Tokio; letztlich führen diese Überschneidungen dazu, dass jede dieser Personen im Leben weiter kommt und sich selbst und andere findet. Einfach schön und warm erzählt, eine wahre Wohlfühlgeschichte, ohne kitschig zu sein - denn Atsuhiro Yoshida findet einfach den richtigen Ton und führt seine Leser wie auf wohlklingender Musik durch die Nacht Tokios - immer an der Seite der Akteure. Von mir 5/5 und jedem zu empfehlen, der eine intelligente und trotzdem nicht abgehobene Erzählung zu schätzen weiß.
Japanische Bücher haben für mich bislang gefühlt immer auch etwas unnahbares, wenngleich nicht unemotionales. Hier hätte ich mir eher einen Film vorstellen können. Die Geschichte an sich hatte mir aber ziemlich gut gefallen und vor allem die skurrilen Momente sind eine Notiz im Tagebuch wert, da gerade sie die liebenswürdigen Highlights setzten.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Atsuhiro Yoshida, geboren 1962 in Tokio, ist Schriftsteller und preisgekrönter Coverdesigner, der in seinen Büchern mit leichter Hand den kleinen Dingen nachspürt, die das Leben lebenswert machen und die zu suchen sich in jedem Fall lohnt.
Posts
Wunderschöne kleine Geschichten, deren Hauptfiguren alle irgendwie miteinander verbunden sind. Ein wenig vorhersehbar und schnulzig, aber trotzdem berührend. Mir wurde warm ums Herz. Ich liebe zudem diesen eigentümlichen Ton japanischer Autoren 🥰. Mit den Namen tat ich mich schwer - aber das ist Kritik auf hohem Niveau😉
Die Magie der Begegnung im Tokioter Setting ✨
In der Millionenstadt Tokio ist Nachttaxifahrer Matsui mit seinem nachtblauen Auto unterwegs und chauffiert Fahrgäste aller Couleur. Um was für eine Art Menschen handelt es sich, die es Nachts aus ihrem Zuhause treibt? Wir lernen zum einen die Requisiteurin Mitsuki Sawatari vom Film kennen, die bis zum nahenden Morgen die skurrilsten Dinge für ein Filmset beschaffen muss und dabei auf eine Obstdiebin namens Kanako trifft, die bei der Telefonseelsorge arbeitet. Zum anderen einen nachtaktiven Händler Herrn Ibaragi mit seinem Geschäft für defektes Werkzeug oder einen Meisterdetektiv namens Shuro, der dem eigenen Vater hinterher spioniert, durch das Schauen von seinen alten Filmen und noch einige weitere liebenswürdig verschrobene Figuren. Atsuhiro Yoshida schreibt diesen Roman in zwölf Kapiteln und jedes davon beginnt nachts um eins. Er trifft mit dem Tokioter Setting den richtigen Ton und baut gekonnt Metaphern ein. Die nächtliche Atmosphäre wird förmlich spürbar. Da das Büchlein nur 190 Seiten hat, ist es in kurzer Zeit lesbar. Ich liebe japanische Literatur und von "Gute Nacht, Tokio" habe ich mich direkt angesprochen gefühlt: verschiedene Charaktere, deren Wege sich kreuzen, die für wenige Augenblicke, oder auch für länger, ihre Träume und Wünsche miteinander teilen. Die Figuren in diesem recht kurzen Episodenroman sind alle irgendwie speziell, sie sind Außenseiter, oft einsam, desillusioniert, haben ihre früheren Träume und Ziele aufgegeben. Fast immer sind sie auf der Suche nach etwas, ohne das unbedingt immer benennen zu können. Der Autor führt diese Figuren auf etwas verschlungenen Pfaden zueinander. Sehr ruhig und warmherzig erzählt er ihre Geschichten, oft entbehren diese nicht einer gewissen Skurrilität. Der Schreibstil wirkt an manchen Stellen etwas unrund (der einzige Grund für meinen Sterneabzug), ob es an der Übersetzung liegen mag, wage ich nicht zu beurteilen. Die verschiedenen Episoden springen in der Zeit und zwischen den Figuren, so dass es manchmal kurz stockt, weil man erstmal wieder den Anschluss finden muss. Atsuhiro Yoshida entwirft Schicksale, die sich perfekt in die Kulisse der Millionenmetropole Tokio einfügen. Sie sind anonyme Gestalten, die unerkannt an einem vorbeihuschen. Doch sie machen Tokios Vibe als pulsierende Stadt aus. Ohne sie würde etwas fehlen. Der Autor verbindet die einzelnen Figuren und ihre Geschichten miteinander, ihre sich kreuzenden Wege und ihre dadurch entstehende Weiterentwicklung. Sie verändern sich und zum Teil sogar ihr Leben - aus anfangs unzusammengehörenden Einzelteilen wird ein Ganzes, dass sich dem Leser erst zum Ende des Buches erschliesst. Alles steht letztlich miteinander in Verbindung. Fazit: Wenn man nachts unterwegs ist, kann man einiges erleben und eine Begegnung mit Fremden kann völlig neue Perspektiven eröffnen.
Nächtliches Tokio – Ein ruhiger Moment zwischen den Menschen
"Gute Nacht, Tokio" von Atsuhiro Yoshida ist ein entspannter, atmosphärischer Roman, der den Leser auf eine ruhige, nachdenkliche Reise durch viele Kurzgeschichten rundum das nächtliche Tokio mitnimmt. Im Mittelpunkt stehen Matsui, ein Taxifahrer, und Mitsuki, eine Requisiteurin – Menschen, deren Alltag zwischen Routine, kleinen Sorgen und den flüchtigen Momenten der Ruhe spielt. Yoshida fängt diese ruhigen Augenblicke meisterhaft ein: die Wärme einer kleinen Izakaya, den leisen Austausch zwischen zwei Menschen, das gedämpfte Licht der Stadt, das draußen still vorüberzieht. Das Buch ist kein spannungsgeladener Thriller, sondern angenehm zu lesen und wunderbar entspannend. Man gleitet durch die Kapitel wie durch die Straßen Tokios in der Nacht – mal nachdenklich, mal leicht schmunzelnd, immer getragen von der Atmosphäre und den kleinen, menschlichen Momenten. "Gute Nacht, Tokio" ist ein stilles, wohltuendes Buch, perfekt für Zwischendurch, wenn man dem Alltag entfliehen und sich auf die kleinen Freuden des Lebens besinnen möchte. Eine schöne Empfehlung für alle, die entspannte, atmosphärische Geschichten lieben. 🌃✨

Viele kleine ineinander geschachtelte Geschichten.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wobei ich etwas Schwierigkeiten mit den Namen und dadurch anfangs mit den „Zusammenhängen“ und „Wiederbegegnungen“ hatte. Dennoch ein wirklich schönes Buch, eher leise, mit vielen ineinander verschachtelten Geschichten und Begegnungen. Auch ich dachte zwischendurch (wie in einer anderen Rezension bereits auch schon geschrieben wurde), dass diese Buch als Film auch sehr gut funktionieren würde.

Klein, aber fein mit einem unglaublichen Gespür für Menschen.
Dieser Roman ist einfach nur schön und für mich definitiv ein Jahreshighlight. Die Geschichte über Menschen, die sich in einer Millionenstadt wie Tokio immer wieder durch Zufall begegnen bzw. durch verschiedene andere Menschen miteinander verbunden sind, ist wunderschön erzählt. Warmherzig, leicht und so typisch japanisch. Es braucht halt nicht viele Worte, um das Wichtigste zu transportieren. Ganz klare Leseempfehlung ❤
Tokio, ein Uhr nachts. In Yoshidas Roman begegnen sich die Lebenswege von fünf Menschen. Ihre Pfade kreuzen sich zufällig immer wieder. Nach und nach lernen sie sich kennen und finden ineinander Hilfe und Trost. Tokio bei Nacht ist in diesem Buch eine eigene Welt mit eigen(artig)en Bewohnern. Einsamkeit, Sehnsucht, Hoffnung und Zusammenhalt sind die vorherrschenden Gefühle dieser Episodengeschichte., die von kleinen Glücksmomenten erzählt. Ein wenig magischer Realismus scheint immer wieder durch, der dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Mir haben die einzelnen Handlungsstränge zwar im Großen und Ganzen gefallen, aber die Übersetzung war an manchen Stellen nicht gut gelungen. Deshalb bin ich auch nicht restlos begeistert.
Kurzweilig und lesenswert!
Perfekte Lektüre während meines Aufenthaltes in Tokyo. Kurze Kapitel, welche die Begegnungen verschiedener Figuren bei Nacht dokumentieren, ließen sich gut lesen. Es hat mich jetzt nicht zutiefst berührt, aber ich hab auch nichts zu meckern. Kann es auf jeden Fall empfehlen!
Ein leiser, zarter Episodenroman
„Gute Nacht , Tokio“ von Atsuhiro Yoshida handelt von unterschiedlichen Menschen, welche überwiegend nachts unterwegs sind. Matsui ist Taxifahrer und die Hauptprotagonisten sind ab und zu seine Fahrgäste. Mitsuki, die Filmrequisiteurin, Kanako die Telefonseelsorgerin, Tashiro oder Palme der Meisterdektiv, alle sind sie auf der Suche. Auch Matsui und die Stille der Nacht bringt die fremden Personen einander näher, Vertraulichkeiten werden getauscht und in der Anonymität der Metropole Gefühle und Gedanken ausgesprochen. Das Drehkreuz, geführt von vier Frauen ist ein Bistro, welches nur nachts offen hat und auch hier verpassen sich immer wieder die Suchenden. Der Autor schreibt sehr intensiv über das Leben der einzelnen Personen in einer Metropole und verbindet auf geniale Weise alle Geschichten miteinander. Er gibt allen Persönlichkeiten den benötigten Raum, stellt ihre Leben, Gedanken, Ängste und Sorgen vor. Leise, unaufgeregt und empathisch beschreibt er die verschiedenen Leben in der Nacht. Er zeichnet ein friedliches, ruhiges Nachtleben in der hektischen Stadt, die immer in Bewegung ist. In der Stille der Nacht sind nur die Nachtschwärmer unterwegs. Dunkle Straßen, kuriose Geschäfte, skurrile Gestalten, Nachteulen und der unaufgeregte Schreibstil ziehen mich als Leser in den Episodenroman. Der Roman berührt zart und weckt die Sehnsucht des Lesenden zu einer Verbundenheit , einer Zugehörigkeit und Ganzheit. Oftmals steckt das Detail in Sekunden oder Kleinigkeiten und wir suchen vergeblich in der dunklen Nacht. Bis ein Stern am Himmel erscheint …. Ein sehr schöner Episodenroman und ein kleines Highlight für alle Lesenden die ein Faible für japanische Bücher haben.
Auch Tokio ist eine Stadt, die niemals schläft. Das weiß der Taxifahrer Matsui nur allzu gut. Es sind immerhin die neuen und alten Bekanntschaften, deren Geschichten, sowie die Orte, die ihn an seinem Job begeistern. Zwischendurch kam ich leider mit den japanischen Namen und der Geschichte durcheinander. Das kenne ich von mir nicht. Daher leider nur 2 Sterne.
Was für ein wunderbares, herrlich leichtes Buch!
Tokio bei Nacht: da stellt man sich bunte Leuchtreklame, blinkende Spielehallen und heiteres Leben vor. Doch hier scheint es ruhig, dunkel, geradezu friedlich zu sein, wenn um ein Uhr nachts der Taxifahrer Matsui seine Gäste durch die Straßen der japanischen Hauptstadt fährt. Wer wird heute Nacht auf der Rückbank des "Blackbird" Platz nehmen? Es sind die Leute, die Nachts arbeiten oder in der Dunkelheit nach etwas Suchen: Filmrequisiten, Menschen, Liebe. Atsuhiro Yoshida hat mich mit seinem kleinen Episodenroman nach Japan entführt und ich bin ganz begeistert davon! Seine einzigartigen Figuren, der unaufgeregte Ton, das Setting der dunklen Straßen in Tokio: Das alles hat dieser Geschichte einen ganz eigenen Charme verliehen. So treffen wir auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, deren nächtlichen Aktivitäten sich immer wieder kreuzen und man möchte sagen: Halt, Stopp!Warte noch eine Weile, dann verpasst ihr euch nicht! Filmrequisiteurin, Telefonseelsorgerin, Telefonbestatterin, Privatdetektiv, ein Laden der nur nachts seine Türen öffnet...wie kann ich diese außergewöhnliche Mischung nicht mögen? Ein tolles Stück japanischer Literatur, das ich euch allen empfehlen möchte! Aus dem Japanischen übersetzt von Katja Busson.
Tokio bei Nacht. Requisiteurin Mitsuki ist stets auf der Suche nach bestimmten Stücken für den Film, an dem sie gerade arbeitet. Unterstützt wird sie dabei oft von Taxifahrer Matsui, der sich ebenfalls für ein Leben in Nachtschicht entschieden hat. Bei ihren gemeinsamen Fahrten lernen die beiden auch andere Menschen kennen: Telefonseelsorgerin Kanako, Privatdetektiv Shuro oder Bistrobesitzerin Ayano. Die laute Großstadt Tokio gerät dabei völlig in den Hintergrund, denn im Fokus stehen all diese besonderen Charaktere. „Gute Nacht, Tokio“ ist ein kurzweiliger Episodenroman aus der Feder des preisgekrönten Buchdesigners und Schriftstellers Atsuhiro Yoshida. Die Handlung wird von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person und der Vergangenheitsform geschildert, wobei in jedem Kapitel eine andere Figur im Mittelpunkt steht. Dadurch entsteht eine Art literarisches Kaleidoskop, in dem sich das Gesamtbild immer wieder verändert und neu zusammensetzt. Alle Figuren in diesem Buch haben etwas, das sie beschäftigt. Mitsuki zweifelt beispielsweise daran, ob sie ihren Freund Koichi heiraten soll, Matsui sucht eine verlorene Liebe, der er nur einmal kurz begegnet ist, Kanako ihren vor vielen Jahren verschwundenen Bruder. Zu einen wichtigen Angelpunkt wird im Verlauf der Handlung ein Bistro mit dem bezeichnenden Namen „Drehkreuz“, in dem nach und nach alle Figuren in unterschiedlichen Kombinationen aufeinandertreffen. Dass sich alle wichtigen Szenen bei Nacht abspielen, gibt der Geschichte dabei eine ganz bestimmte Atmosphäre und schafft eine unsichtbare Verbindung zwischen den Charakteren. „Gute Nacht, Tokio“ ist ein liebevoller, kurzer Roman darüber, wie zufällige Begegnungen unser Leben positiv beeinflussen können. Manchmal fügt sich dabei alles etwas zu einfach und glücklich zusammen, aber bei dieser Art von Wohlfühlgeschichte sehe ich darüber gerne hinweg. Das Episodenhafte der Geschichte führt jedoch dazu, dass wir all die sympathischen Charaktere leider nicht näher kennenlernen oder ihr Schicksal weiterverfolgen können. Schade!
Für mich ein großer, kurzweiliger Lesegenuss!
Die Uhr schlug eins. So oder so ähnlich beginnt jede der zwölf Episoden, welche sich zu einem kurzweiligen Roman verweben. Das Personal ist recht umfangreich: Wir lernen eine Telefonseelsorgerin kennen, einen Taxifahrer, einen Verkäufer von Gebrauchtem und Wunderlichem, eine Requisiteurin, vier Frauen, die ein Bistro betreiben, eine Kinoaushilfe, eine Telefongerätbestatterin, einen Meisterdetektiv, zwölf Mädchen (und sicher habe ich noch jemanden vergessen). Sie alle eint, dass sich ihr Leben größtenteils nachts abspielt. Und sie alle eint, dass sie etwas suchen: eine Frau, den Bruder, noch eine Frau, den Mann, der früher immer Ham & Eggs bestellte, Biwas und einen Erdnussknacker, eine Möglichkeit, den ungewollten Verlobungsring abzustreifen, die Sterne. Atsuhiro Yoshida malt mit hellen Farben ein ruhiges Bild von vielen dunklen Nächten, und wir, die es betrachten, werden, ohne dass wir es merken, mitten hineingezogen in das nächtliche Tokio, ins Drehkreuz, in den Laden Ibaragi, auf die blaue Treppe, ins Taxi Blackbird. Für mich ein großer, kurzweiliger Lesegenuss! Das Coverbild ist übrigens eine Zeichnung des Autors selbst und im Falle der Hardcover-Ausgabe aus dem Cass Verlag (welche nach wie vor verfügbar ist), funkeln die Sterne am Himmel. Ich liebe solche Details!

☺️ Ganz klar eher was zum entspannen und abschalten, kurzweilig und entschleunigend.
»Tokio, nachts um eins. Eine Requisiteurin beim Film, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper. Im Licht des Mondes und der Neonröhren treffen sie sich, verpassen sich, träumen und erinnern sich. Atsuhiro Yoshida erzählt einfühlsam und warmherzig von Nachtschwärmern und Außenseitern und von Zufallsbegegnungen, die zeigen, dass alles auf besondere Weise zusammenhängt.« 🔹🔹💠🔹💠🔹🌃🔹💠🔹💠🔹🔹 »Gute Nacht, Tokio« ist ein ruhiges Buch, das von unterschiedlichen Personen erzählt, die untereinander irgendwie mit manchen der Anderen zutun haben. Hier bei wird die Geschichte in einem gemächlichen Tempo erzählt, das einen entschleunigt. Trotzdem ließt sich das Buch flüssig. Es kommen doch recht viele Charaktere in diesem kurzen Buch vor. Ich kann mir gut vorstellen, dass manchen Lesern beim Lesen mal kurz der Überblick verloren gehen kann durch die Anzahl der vorkommenden Personen. Leider ist die Geschichte nicht lang genug um jeden der einzelnen Charaktere besser kennenzulernen, und so bleibt es bei einigen bei einer "flüchtigen Bekanntschaft". So ist es ja aber auch gerne mal im richtigen Leben. 🔹🔹💠🔹💠🔹🌆🔹💠🔹💠🔹🔹 Mir hat das Buch, trotz der Kürze und der eher "unspannenden" Geschichte, richtig gut gefallen. Gelegentlich braucht es einfach auch mal ein gemächliches Buch um zu entschleunigen und zur Ruhe zukommen.

3.5 ⭐️ Was geschieht in Tokio um ein Uhr nachts? Was für Menschen treibt es da auf die Straßen? Wie sehen ihre Leben aus und wie sind ihre Schicksale in diesen Stunden verbunden? Ein Taxifahrer, eine Telefonfürsorgerin, eine Requisiteurin, ein Meisterdedektiv und ein Kramladenbesitzer lassen uns einen Blick in ihren ungewöhnlichen Alltag und ihre Sorgen werfen. Eine schöne Lektüre für Zwischendurch Stellen, die ans Herz gehen und solchen, die einem ein Schmunzeln hervorkitzeln. Mehr im Lesemonat Februar: https://youtu.be/NjihXBWrYM4 Viel Spass bei der Lektüre.
Einfach wundervoll
Mit wenigen Worten und einem klaren, unaufgeregten Schreibstil, wird diese laute und lebendige Stadt ganz still, ganz entschleunigt, während wir den Taxifahrer Matsui durch die Nacht begleiten und den Gesprächen mit seinen Fahrgästen lauschen. So unterschiedlich die Charaktere sind - mal zurückhaltend, mal skurril - sie sind alle auf der Suche und wissen dabei nicht, wie sehr ihre Leben dabei miteinander verwoben sind oder noch werden. "Gute Nacht, Tokio" ist nicht spannend im klassischen Sinn, aber es hat mich mit seiner ruhigen Art einfach verzaubert und bis zur letzten Seite nicht losgelassen ❤️ Eins meiner Highlights in 2023 Ganz klare Leseempfehlung
Des Nachts treffen sich in dieser einfühlsam und zugleich klar geschriebenen Episoden-Novelle immer wieder dieselben Personen in unterschiedlichen Konstellationen. Und während alle irgendjemanden oder irgendetwas suchen, treffen sich ihre Wege immer wieder neu - in wieder unterschiedlichen Zusammensetzungen. Schließlich ergibt sich aus immer wieder neuen Impulsen oder auch einfach aus der Aufmerksamkeit der Einzelnen eine Lösung für (fast) alle Beteiligten. Da ist eine Filmrequisiteurin, ein Taxifahrer, eine Telefonseelsorgerin, ein Privatdetektiv, eine angehende Schauspielerin, ein Barkeeper, eine Telefonentsorgerin, vier Betreiberin eines Bistros, ein Gebrauchtwerkzeugverkäufer und ein Kino-Assistent - und es sind da die Überschneidungen ihres Lebens im nächtlichen Tokio; letztlich führen diese Überschneidungen dazu, dass jede dieser Personen im Leben weiter kommt und sich selbst und andere findet. Einfach schön und warm erzählt, eine wahre Wohlfühlgeschichte, ohne kitschig zu sein - denn Atsuhiro Yoshida findet einfach den richtigen Ton und führt seine Leser wie auf wohlklingender Musik durch die Nacht Tokios - immer an der Seite der Akteure. Von mir 5/5 und jedem zu empfehlen, der eine intelligente und trotzdem nicht abgehobene Erzählung zu schätzen weiß.
Japanische Bücher haben für mich bislang gefühlt immer auch etwas unnahbares, wenngleich nicht unemotionales. Hier hätte ich mir eher einen Film vorstellen können. Die Geschichte an sich hatte mir aber ziemlich gut gefallen und vor allem die skurrilen Momente sind eine Notiz im Tagebuch wert, da gerade sie die liebenswürdigen Highlights setzten.





























