Das Land, wo die Kanonen blühn
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Description
Erich Kästners Kampf für den Frieden
In seinem Schaffen verdeutlicht Kästner immer wieder seine ethische Grundhaltung: die eines unerschütterlichen Pazifisten. Seine Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und der Diktatur haben ihn stark beeinflusst und neben dem satirisch geschärften Blick auch den Kampfgeist für Frieden und Demokratie hervorgebracht. Diese Haltung spricht ebenso aus zahlreichen Gedichten wie aus seinen Prosatexten - mitunter erschütternd in ihrer Direktheit, aber stets unverkennbar in Kästners Tonfall. Die hier getroffene Auswahl bringt seine Sicht auf die Welt auf den Punkt.
Book Information
Author Description
Erich Kästner, 1899 in Dresden geboren, begründete gleich mit zwei seiner ersten Bücher seinen Weltruhm: Herz auf Taille (1928) und Emil und die Detektive (1929). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verbrannt, sein Werk erschien nunmehr in der Schweiz im Atrium Verlag. Erich Kästner erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. den Georg-Büchner-Preis. Er starb 1974 in München.
Posts
"Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen! Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn in den Bureaus, als wären es Kasernen." Mit diesen titelgebenden Worten startet dieser neu erschienene Kästner-Sammelband mit Gedichten und kurzen (Prosa-)Texten rund um das Thema Frieden. Unterteilt ist die Sammlung in die vier Abschnitte "Erfahrungen", "Betrachtungen", "Aufrufe" und "Utopien". An dieser Gliederung orientiert sich auch das großartige und brandaktuelle Nachwort des Kästner-Spezialisten Sven Hanuschek: Jeder Abschnitt deckt eine Lebensphase Kästners ab. Besonders spannend ist der Bezug zu einer neuen Studie einer Gruppe von Archäologen aus dem Jahr 2023 mit dem Titel "Conflict, violence, and warfare among early farmers in Northwestern Europe", die der Frage auf den Grund geht, warum Menschen anfingen, Kriege zu führen. Auch wenn man denkt, dass man Kästners Texte zum Thema Krieg und Frieden schon alle kennt, lohnt sich dieser Band allein schon aufgrund des umfangreichen Nachwortes. Und (und jetzt kommt ein kleines Schmankerl!) aufgrund des Gedichts "Das posthistorische Zeitalter", das erst 2023 wiederentdeckt wurde. Danke an den @atriumverlag für das Rezensionsexemplar!
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Erich Kästners Kampf für den Frieden
In seinem Schaffen verdeutlicht Kästner immer wieder seine ethische Grundhaltung: die eines unerschütterlichen Pazifisten. Seine Erfahrungen aus zwei Weltkriegen und der Diktatur haben ihn stark beeinflusst und neben dem satirisch geschärften Blick auch den Kampfgeist für Frieden und Demokratie hervorgebracht. Diese Haltung spricht ebenso aus zahlreichen Gedichten wie aus seinen Prosatexten - mitunter erschütternd in ihrer Direktheit, aber stets unverkennbar in Kästners Tonfall. Die hier getroffene Auswahl bringt seine Sicht auf die Welt auf den Punkt.
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Erich Kästner, 1899 in Dresden geboren, begründete gleich mit zwei seiner ersten Bücher seinen Weltruhm: Herz auf Taille (1928) und Emil und die Detektive (1929). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verbrannt, sein Werk erschien nunmehr in der Schweiz im Atrium Verlag. Erich Kästner erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. den Georg-Büchner-Preis. Er starb 1974 in München.
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"Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen! Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn in den Bureaus, als wären es Kasernen." Mit diesen titelgebenden Worten startet dieser neu erschienene Kästner-Sammelband mit Gedichten und kurzen (Prosa-)Texten rund um das Thema Frieden. Unterteilt ist die Sammlung in die vier Abschnitte "Erfahrungen", "Betrachtungen", "Aufrufe" und "Utopien". An dieser Gliederung orientiert sich auch das großartige und brandaktuelle Nachwort des Kästner-Spezialisten Sven Hanuschek: Jeder Abschnitt deckt eine Lebensphase Kästners ab. Besonders spannend ist der Bezug zu einer neuen Studie einer Gruppe von Archäologen aus dem Jahr 2023 mit dem Titel "Conflict, violence, and warfare among early farmers in Northwestern Europe", die der Frage auf den Grund geht, warum Menschen anfingen, Kriege zu führen. Auch wenn man denkt, dass man Kästners Texte zum Thema Krieg und Frieden schon alle kennt, lohnt sich dieser Band allein schon aufgrund des umfangreichen Nachwortes. Und (und jetzt kommt ein kleines Schmankerl!) aufgrund des Gedichts "Das posthistorische Zeitalter", das erst 2023 wiederentdeckt wurde. Danke an den @atriumverlag für das Rezensionsexemplar!





