Das Geheimnis der Glasmacherin

Das Geheimnis der Glasmacherin

Paperback
4.1134

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Description

Von der Autorin des Weltbestsellers »Das Mädchen mit dem Perlenohrring«

Venedig, 1468. Auf Murano, Wiege der Glaskunst, fließt die Zeit sanft wie das Wasser in den Kanälen. Doch der tragische Tod des Glasvirtuosen Lorenzo Rosso bringt die Welt zum Stillstand. In ihrer Verzweiflung nimmt Tochter Orsola das Schicksal der Familie in die Hand. Mutig kämpft sie gegen alle Konventionen und erlernt im Verborgenen das Handwerk des Vaters. Ihr gläsernes Geheimnis, zart wie die Perlen, die sie formt, trägt sie durch die Zeiten und das Leben der jungen Frau verschmilzt mit den Geheimnissen der Stadt. Orsolas Geschichte ist die Geschichte einer Frau, für die der Glaube an die Liebe und das Vertrauen auf sich selbst alles überdauern, und zugleich eine Liebeserklärung an eine der romantischsten Städte der Welt.

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
464
Price
19.60 €

Author Description

Tracy Chevalier, geboren 1962, ist Autorin von elf Romanen. Ihr Bestseller DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING wurde über fünf Millionen mal verkauft und als Film, Theaterstück und Oper adaptiert.

Posts

48
All
5

Eine historische Zeitreise über die Glaskunst und weiblichen Emanzipation⌛🍸🎨❤️‍🔥 (5 Sterne reichen nicht aus⭐+++)

Das Buch "Das Geheimnis der Glasmacherin", von Tracy Chevalier, ist das erste Buch was ich von ihr las und es wird nicht das letzte sein. Es bestach mich nicht nur mit seinem Farbschnitt, das mich anfangs schon in seinen Bann zog. Sondern auch mit der dazugehörigen Geschichte.😍 Venedig mit der Insel Murano, 1468. Orsola Rosso ist das Kind von Dreien, die zu einer Glasmacherfamilie, auf der Insel Murano gehört. Auf Murano darf nur Glas hergestellt werden, in Venedig ist das verboten, um das Geheimnis der Glaskunst zu wahren. Sehr früh weiß Orsola was sie vom Leben will, Glasperlen herstellen. Heimlich begibt sie sich in die Ausbildung bei der Cousine, von der einzigen Glasmacherin Marie Barovier auf der Insel. Und somit wird ihr Weg im Leben geebnet. Es ist eine Geschichte in der der/die Leser/-in, Orsola Rosso über eine Zeitspanne von insgesamt 500 Jahren begleitet (vom 15. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert). Die venezianische Zeit unterscheidet sich sehr von den anderen Zeiten, sie fließt etwas langsamer😊. In jedem Kapitel in dem (am Anfang) ein Zeitsprung anhand von Steine werfen auf Wasser kam, wurde erklärt, was sich in den Jahren und dem Jahrhundert so verändert hatte, bevor es um Orsola Rosso und ihre Familie ging. Ich hatte beim Lesen hin und wieder das Gefühl, als würde ich direkt daneben stehen und zu schauen😊. Die Autorin schaffte es eine Geschichte aufleben zu lassen in der historischen Kulisse Venedigs, der Insel Murano mit dessen Glaskunst und dem Weltgeschehen in den Jahrhunderten.. mit einem damaligen Alltag, der zu deren Zeiten hart war. Für mich war das eine sehr gute, historisch recherchierte Arbeit, seitens der Autorin😊. Der Spannungsbogen nahm nicht ab, eher baute er sich immer mehr auf. Es lag nicht nur eine gewisse Tragik, oder Emotionalität in der Geschichte, sondern auch eine Sanftheit. Dazu war sie noch gekoppelt mit der Realität der damaligen Geschichte, in jeder ihrer Epochen 🥰. Was ich sehr gut fand, war das Glossar mit den venezianischen Vokabeln hinten im Buch, das machte ab und zu das Verständnis beim Lesen leichter😄🥰. Abgerundet wurde Alles dann noch von der detailreichen Beschreibung des Handwerks in der Glaskunst🍸🎨. Für mich war es ein sehr schönes und gutes Buch. Es überzeugte mich komplett mit seinem Cover, dem intensiven Farbschnitt und einer wundervollen Geschichte 📖❤️‍🔥😍.

5

Wow 🤩 ich bin begeistert 👌🏼 Die Geschichte derGlasmacherin Orsola aus Murano und gleichzeitig die Geschichte Venedigs in den letzten 500 Jahren. Orsola kommt aus einer traditionsreichen Glasmacher-Familie. Ihr Vater ist der Maestro, nach dessen frühem tragischen Tod übernimmt sein ältester Sohn Marco. Frauen dürfen nicht als Glasmacherinnen arbeiten, bis Orsola anfängt, aus Glas Perlen herzustellen. Marco bezeichnet sie verächtlich als Kaninchenköttel. Orsola wird mit der Herstellung und dem Verkauf der Perlen immer erfolgreicher. Im Laufe der Jahrhunderte überleben Orsola und ihre Familie die Pest, die Belagerung Venedigs durch Napoleon und anschließend durch Österreich, das Ausbleiben der Touristen während der Weltkriege und schlußendlich noch die Corona-Pandemie. Ich wähnte mich auf Venedigs Canale Grande in einer vom Gondeliere Domenego gesteuerten Gondel auf dem Weg zur Piazza San Marco in Venedig. Ein großartiges Zeitzeugnis aus 500 Jahren Murano und Venedig.

4.5

Ein wirklich schöner Roman über die Geschichte Venedigs und die Glaskunst auf der Insel Murano

Wir begleiten die Glasmacherin Orsola über 500 Jahre hinweg (ja die Uhren in Venedig ticken ein wenig anders 😉) und gleichzeitig lernen wir so viel über die Glaskunst, über das Perlen machen und über die Geschichte Venedigs. Der Schreibstil ist flüssig, so dass man wirklich ganz in die Geschichte eintauchen kann. Klare Leseempfehlung, wenn man historische Romane mag.

5

Wir begleiten Orsola,sie wächst auf der Insel Murano auf die bekannt für ihre Glaskunst ist. Mit dem plötzlich Tod des Vaters gerät alles in Wanken die beiden Brüder von Orsola sind noch nicht bereit die Werkstatt wirklich zu leiten da sie selbst ihre Lehre gerade abgeschlossen haben und so gerät die Familie in große Schwierigkeiten da sie von der Glaskunst leben. In ihrer Verzweiflung macht Orsola etwas was undenkbar ist,sie ein Mädchen lernt die Kunst des Glasblasens und produziert heimlich wunderschöne Perlen mit denen sie der Familie helfen will. Kann Orsola ihre Familie retten? Die Geschichte hat einen Schreibstil der einen gefangen nimmt man glaubt wirklich an den großen Öfen in den Werkstätten auf Murano zu stehen oder neben Orsola, wie sie versucht heimlich in der Küche Glasperlen zu machen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Für alle die Venedig,Murano,Italien und ein gutes Buch lieben klare Empfehlung.

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4

Mir hat die Geschichte um Orsola, ihre Familie und die Glasmacherkunst richtig gut gefallen. Der Roman ist eine Hommage an Venedig und Murano. Die Autorin hat auch ein wirklich interessantes Stilmittel gefunden uns die Geschichte Venedigs durch die Jahrhunderte zu vermitteln. Alles in allem, ein wirklich interessanter historischer Roman den ich jedem Venedig-Liebhaber empfehlen kann.

4

Ein ruhiger Roman der uns auf eine atemberaubende Reise durch die Jahrhunderte auf den Spuren einer unerschrockenen jungen Frau führt....

Ein ruhiger Roman der uns auf eine atemberaubende Reise durch die Jahrhunderte auf den Spuren einer unerschrockenen jungen Frau führt....
4.5

Wer eine Liebeserklärung an die Glaskunst und die Stadt Venedig lesen möchte, kann gerne zu diesem Buch greifen. Die Geschichte beginnt im 15. Jahrhundert und gibt Einblicke in die Kunst des Glasbearbeiten. Dazu die Familie Russo auf der Insel Murano. Ich war von der ersten Seite mitten in der Story und wollte immer wissen, was weiter passiert und wohin die Geschichte führt. Viele Informationen zur Stadt und damit möchte ich bald wieder nach Venedig, um auf den Spuren von Orola Russo zu wandeln.

3.5

Ich habe die Farbschnittvariante zu meinem Geburtstag erhalten, nachdem mir das wunderbare Cover auf der letzjährigen FBM sofort aufgefallen und ich vom Klappentext überzeugt war. Das Buch ist im Atlantikverlag erschienen. 1486 stirbt in Murano bei Venedig der Glasmacher Lorenzo Rosso. Zwar übernehmen die Söhne das Geschäft, geigneter wäre aber Tochter Orsolo gewesen, die jedoch als Frau keinen Zugang zum Beruf haben kann. Heimlich erlernt sie die Glasmacherkunst und verkauft, um die Familie finanziell am Leben zu halten, farbige Glaskugeln. Dabei stößt sie auf heftigen Widerstands ihres Bruders..... Die Venezianer und Muraneser sagen, die Zeit vergehe hier anders. Und so greift Tracy Chevalier zu dem Kunstgriff, Orsolas Leben über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart verfolgen zu können. Dabei kann man sich ein vertieftes Bild über Venedigs Vergangenheit und die Glasmacherkunst im Wandel der Zeiten verfolgen, die durch Kriege, Naturkatastrophen und technischen Wandel bestimmt werden. Geschickt verknüpft die Autorin diese Geschichten mit dem Leben Orsolas und ihrer Familie. Leider wurde ich mit Orsola sowie den weiteren Personen nicht so ganz warm. Ihr ehrgeiziger und mutiger Kampf um Anerkennung in einer von Männern dominierten Arbeitswelt ist schon gut beschrieben. Orsola aber schien mir eher distanziert. Auch ihre Beziehungen zu anderen Personen konnte ich nicht so recht greifen. Auch wenn der Zeit-Kniff sehr originell ist, störte mich das dann doch hin und wieder beim Lesen. Wer historische Romane mag und gerne in die Vergangenheit Venedigs abtauchen und insbesondere etwas über die Glasmacherkunst auf Murano wissen möchte, ist hier genau richtig.

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3.5

🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮 Ich muss zugeben, dass es in erster Linie ein Coverkauf war. Selten so ein schönes und stimmiges Cover gesehen, dass ich Lust hatte in diese Welt einzutauchen. Venedig im historischen Kontext ist schon spannend, die alte Glasherstellung nochmal mehr. Leider bekommt man von beidem nicht so viel geboten, wie ich mir gewünscht hätte und überhaupt passiert nicht viel. Das Besondere sind aber die vielen Zeitsprünge, während in Venedig die Zeit stehen bleibt. Das setzt völlig neue Akzente und macht die Geschichte dann doch einzigartig. 🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮

🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮

Ich muss zugeben, dass es in erster Linie ein Coverkauf war. Selten so ein schönes und stimmiges Cover gesehen, dass ich Lust hatte in diese Welt einzutauchen. Venedig im historischen Kontext ist schon spannend, die alte Glasherstellung nochmal mehr. Leider bekommt man von beidem nicht so viel geboten, wie ich mir gewünscht hätte und überhaupt passiert nicht viel. Das Besondere sind aber die vielen Zeitsprünge, während in Venedig die Zeit stehen bleibt. Das setzt völlig neue Akzente und macht die Geschichte dann doch einzigartig.

🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮🔮
5

Ein sehr interessante Zeitreise.

Ich finde den Einband sehr schön gelungen.Das Buch zu lesen hat mir viel Freude bereitet.Eine Zeitreise durch 5 Jahrhunderte mit vielen reellen Begebenheiten.Und das Ende mit Covid kommt mir sehr bekannt vor.

3

Geheimnis?

An sich ein nettes Buch über die Geschichte von Muranoglas und der Entwicklung Venedigs vor dem geschichtlichen Hintergrund. Doch was letztendlich das Geheimnis der Glasmacherin ist, bleibt wohl auch ihr Geheimnis. Für mich total unlogisch: die Geschichte startet 1486 und endet in der Gegenwart. Die Protagonistin Orsola und ihre Familie durchleben sämtliche Epochen, inkl. der Coronakrise und sie altert dabei um gerade mal 60 Jahre. Der Inhalt des Buches beschränkt sich auf die Herstellung von Glas und die Glasmacherei im Wandel der Zeit und die Auswirkungen auf die Glasmacherfamilie Rosso. Ein wirkliches Geheimnis konnte ich nicht entdecken. Der Schreibstil war okay, doch das Buch zog sich hin, weil es an Wendungen mangelte. Schwierig zu bewerten. Im Grunde eine Familiengeschichte mit unlogischer Zeitrechnung, die allerdings explizit auch erwähnt wird.

4

⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein Buch wie sein Cover - ein Rausch an Farben und Geschichte(n)!

In einer tollen Leserunde mit den YouTuberinnen @mariessalondulivre und @nerdlounge_at sowie vielen weiteren Leser*innen aus Deutschland und Österreich habe ich diesen faszinierenden historischen Roman gelesen. Darin werden die venezianische Glasbläserkunst und gleichzeitig die Entwicklung Venedigs und Muranos über Jahrhunderte begleitet - und zwar mit nur einer einzigen Protagonistin. Wie das geht? Dafür hat die Autorin zu einem stilistischen Kniff gegriffen, der in unserer Runde sowohl für Begeisterung als auch für Diskussionen gesorgt hat... Mit Orsola und ihrer Familie reisen wir durch die Jahrhunderte, lernen die wechselvolle Geschichte der Handelsstadt Venedig, aber auch historische Persönlichkeiten kennen. Am Ende war es ein bunter Strauß an Begebenheiten, Schicksalen und Entwicklungen und spannt den Bogen von der alten Handwerkskunst des Mittelalters bis zur Corona-Pandemie und dem Massentourismus, der Venedig fast in die Knie zwingt. Ein Buch wie sein Cover - ein Rausch an Farben und Geschichten, die sich durch die Jahrhunderte schlängeln.

⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein Buch wie sein Cover - ein Rausch an Farben und Geschichte(n)!
4

Ein toller Roman, der gekonnt die Geschichte von Venedig und die Glaskunst miteinander verbindet. Orsola lebt in Murano in einer Glaskünstlerfamilie. Als ihr Vater stirbt startet sie, entgegen der Konventionen, auch einen Versuch als Glasmacherin um die Familie über Wasser zu halten. Wir begleiten sie durch die Geschichte Venedigs in Zeiten der Pest, über Napoleon bis hin zu Corona und erleben mit ihr Erfolge, Trauer und Liebe. Ich mochte das Buch richtig gern. Orsola ist eine starke und mutige Protagonistin und es hat mir viel Freude bereitet ihren Weg zu verfolgen. Auch Venedig und Murano wurden hier ganz wunderbar eingefangen, man sitzt als Leser direkt mit in der Gondel. Am Anfang hab ich ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte reinzukommen aber dann konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Die geschichtlichen Hintergründe konnten mich genauso begeistern wie auch die Geschichte rund um Orsolas Familie, die auch noch ohne Kitsch auskommt. Ein rundum gelungener Roman, sehr empfehlenswert.

5

Eigentlich nur ein Coverkauf

Aber wow, was für eine Geschichte. Als Leser begleiten wir eine Frau, ihre Familie und die Glaskunst durch mehrere Jahrhunderte. Die ganze Zeit sind wir in Morano und Venedig und erleben große „Ereignisse“, die Italien bewegt hat. Es geht um die die Pest, die Hochwasserkatastrophe, Napoleon, Casanova, den Touristenansturm, Corona und immer wieder um Delfine. Es gibt eine starke, weibliche Hauptfigur, ein wundervolles Handwerk, von dem ich bisher viel zu wenig wusste und ein wundervolles Ende. Ich habe das Buch wirklich weggesuchtet. Toller Schreibstil, malerisches Setting, lediglich die Kapitel hätten etwas kürzer sein können.

Eigentlich nur ein Coverkauf
4

Anders als erwartet

Aber nicht schlecht anders! Ich finde es voll schwer das Buch zu rezensieren ohne ganz grob zu spoilern 🙈

4

Toller historischer Roman, der anhand einer Familie von Glaskünstlern von der Insel Murano die Geschichte der Glaskunst und Venedigs beschreibt. Anfangs haben mich die Zeitsprünge sehr irritiert, im Laufe des Romans habe ich mich jedoch daran gewöhnt . Sie schaffen die Möglichkeit die Geschichte über mehrere Jahrhunderte hinweg zu beschreiben. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und macht Lust noch mehr von der Autorin zu lesen.

5

Lebendige Geschichte Muranos

Zuerst fällt einem die außergewöhnliche Gestaltung des Buches auf: Passend zum Umschlag ist auch der Farbschnitt mit ineinander verlaufenden Farben gestaltet. Das Aufschlagen macht jedes Mal schon Freude auf die Darstellung der Glasherstellung in Venedig in den letzten fast 700 Jahren. Tracy Chevalier gelingt es durch einen Kniff, diese große Zeitspanne als Geschichte einer einzigen Familie zu erzählen: auf der Insel Murano vergeht die Zeit eben langsamer. Der Vorteil ist, dass das Buch von der Blüte der venezianischen Glaskünstler im 15. Jahrhundert über die Pest, Napoleon und die Weltkriege bis hin zur Corona-Zeit durch die Jahrhunderte begleitet, wobei nur eine begrenzte Anzahl an Personen dargestellt wird. Diese lernt man umso intensiver kennen und bangt bei jeder neuen Entwicklung mit der Familie von Orsola Rossi. Unbedingte Empfehlung an alle, die historische Familienromane schätzen.

Lebendige Geschichte Muranos
4

Ein schöner berührender Roman über die Geschichte Venedigs und der Glasmacherei. Am Anfang haben mich dich Zeitsprünge etwas verwirrt, doch es wird zu einem Gesamtbild. Die Charaktere wurden mit so viel Liebe geschrieben, dass man ihrem Leben mit Begeisterung folgt und die ganze Familie Rosso ins Herz schließt.

4

Das Buch ist zwar in einer sehr ruhigen Erzählweise, wird aber nicht langweilig. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn es anders war, als ich erwartet hatte.

5

Das Buch erzählt die Geschichte von Orsula Rosso, die mit ihrer Familie in Murano lebt und die Geschichte der Glaskunst in Venedig . Die Autorin hat sich was ganz besonderes überlegt. Sie erzählt uns eine wirklich schöne Familiengeschichte über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Und es wird die Geschichte Venedigs und Muranos über fünf Jahrhunderte beschrieben. Die Geschichten haben also eine unterschiedliche Zeitleiste. Das klingt verwirrend, klappt aber wunderbar und macht dieses Buch besonders reizvoll. Lesenswert!

4

Venedig brennt nicht – es glüht

Zwischen flirrendem Glas und schattigen Kanälen entfaltet sich diese Geschichte wie ein warmes Licht in einer alten Werkstatt. Orsola ist nicht laut, nicht dramatisch, aber sie brennt – und genau dieses stille Feuer trägt durch jede Seite. Das Buch nimmt dich nicht an die Hand, es flüstert dich rein, zeigt dir Murano in goldener Hitze und kühlem Morgendunst. Fast wie Urlaub, nur ohne Touristen und deutlich mehr Herz. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht. Man hört Werkzeuge klirren, riecht Rauch, fühlt das Glühen des Ofens auf der Haut. Und dann diese langsame, unaufgeregte Härte: gegen Regeln, gegen Rollen, gegen Erwartungen. Kein Hollywood-Drama, kein künstlicher Krach – stattdessen stille Rebellion, Geduld und Mut, der nicht schreit, sondern arbeitet. Gefällt nicht jedem, aber genau das macht’s so stark. Klar, manchmal zieht sich die Handlung wie warme Zuckermasse. Es wird erklärt, gezeigt, gehaucht statt geknallt. Wer Explosionen will, sollte einen anderen Ofen aufsuchen. Wer aber Lust hat auf Geschichte, Handwerk, eine Frau mit Rückgrat und das leise Klingen von Glas, der findet hier ein kleines Funkeln. Am Ende sitzt man da wie ein frisch geblasenes Glasobjekt: ein bisschen weich im Innern, glänzend außen und überrascht, wie viel Gefühl in einer ruhigen Geschichte stecken kann. Historische Stärke ohne Kitsch, Emotion ohne Seifenoper – das hat Stil. Murano bleibt länger im Kopf als gedacht. Und irgendwo zwischen Funken und Flüstern kam die Erkenntnis: Stärke kann ruhig sein. Und trotzdem alles verändern.

Venedig brennt nicht – es glüht
4.5

Ein wundervoller, besonderer Roman über Venedig, das Glas, die Kraft der Familie und die Emanzipation der Frau. Mir hat es super gefallen - kleinere Kritikpunkte führen zum Abzug. Näheres folgt in meiner Rezension auf Instagram seelich_buchliebe

4

Interessante Informationen über Venedig,Murano und die Glaskunst erfahren. Die Familie Rosso ihre Geschichte, bewegende,beeindruckende Personen . Die Zeitensprünge am Ende zu haben mich etwas irritiert ,da es für mich auch nicht so ausgegangen ist wie erhofft.

2.5

Wie das Flitschen eines Steins über das Wasser Kreise zieht, so führt uns die Autorin durch eine Zeitreise Venedigs über 5.Jahrhunderte in 3 Hauptteilen und insgesamt 8 Kapiteln, während die Glasmacherfamilie Rosso in einer Zeitblase hängen bleibt. Ungewöhnlicher Schreibstil, wenn man bedenkt, dass man die Geschichte der Hauptprotagonistin Orsola als 9- jähriges Mädchen im Jahr 1486 beginnt und diese im 21.Jahrhundert während der Coronakrise als ältere Dame Ende 60 endet. Die Veränderungen Venedigs, insbesondere der Glasmacherinsel Murano, sind gravierend - ob Pest, politische Konflikte, wirtschaftlicher Umschwung und Kriege, unter denen auch die Familie Rosso zu leiden hat. Die Familie wächst, Nachwuchs kommt ebenso dazu wie schmerzliche Verluste. Man fängt die Eindrücke der Glasmacherkunst ein, darf über die Schulter gucken, um mehr über die Herstellung zu erfahren, zeitgleich reist man durch die Lagunenstadt, erlebt den Werdegang einer Stadt, die geprägt ist durch prächtige Palazzi, historische Bauten, malerische und abstrakte Kunst, die besondere Romantik und die Reisen in einer Gondel. Allerdings erlebt man auch die Zeitenwende von Werkstatt zu Manufaktur, Leistung, Kommerz und Einzug von neuen Techniken, Angebot und Nachfrage und dem steigenden Konkurrenzdruck. Tradition ist schnell veraltet, die Anpassung an Neues erfolgt nur widerwillig oder verzögert. Das war schon gut recherchiert und interessant gemacht, wenn auch stellenweise sehr gerafft. Dennoch habe ich mich trotz der anfänglichen Erklärung für die Wahl der Zeitreise, dass Venedig und seine Inseln ihrer eigenen Uhr folgen, mit dem Roman etwas schwergetan. Von der Idee gut, aber die Umsetzung hat mir leider nicht zugesagt. Als wenn man einem Geist folgt, der durch all die Veränderungen schwebt. Etwas unrealistisch, zumal einiges an manchen Stellen schon vorweggenommen wurde. Eine 70jährige Lebensgeschichte, die sich über 500 Jahre zieht. Auch die Charaktere blieben ziemlich arrogant, kühl, trocken, sehr temperamentvoll und impulsiv, teilweise leider auch sehr vulgär. Einerseits waren sie auf Zusammenhalt bedacht, im Alltag war dies jedoch nicht wirklich sichtbar, besonders was das Verhältnis zwischen den Geschwistern betrifft. Ich habe schon mehrmals eine Glasbläserei besucht und finde diese Kunst verbunden mit anstrengender, schwerer Arbeit faszinierend, die Ergebnisse wunderschön, filigran und vielfältig, deswegen haben mich sowohl Cover als auch Inhaltsbeschreibung auch sofort angesprochen. Jedoch scheiterte es teilweise an dem Zeitreiseprinzip, den vielen italienischen Wörtern, die man hinten nachschlagen musste, den verschiedenen Längen und der trockenen Erzählweise samt stellenweise fehlender Spannung. Daher für mich leider nur 2,5Sterne

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5

Lesehighlight! Ein wunderbarer historischer Roman,der in Venedig spielt ,und mehrere Jahrhunderte umfasst.

5

Murano und die Familie Rosso

Ich gebe zu, dieses Buch war ein reiner Coverkauf. Ich liebe diese kitschige Farbkombi und der passende Farbschnitt ist so hübsch. Als ich es auf der Frankfurter Buchmesse 2024 sah, war ich schockverliebt! In diesem Buch versteckt sich ein historischer Roman der besonderen Art und das ist gar nicht mal so unbedingt etwas, was ich gerne lese. Venedig hingegen, Schauplatz der Geschichte, wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Mal gucken ob das reicht dieses Buch zu genießen. Orsola Rosso ist die Tochter eines muraneser Glasmachers. Obwohl sie sich für dieses Handwerk sehr interessiert, hat sie als Frau kein Recht sich daran zu beteiligen, geschweige denn, den Männern zu sagen, was besser und lukrativ wäre. Es ist tiefstes Mittelalter auf der Insel in der Lagune und das Leben ist klar patriachal geregelt. Als der Vater nach einem tragischen Unfall stirbt, müssen die noch jungen Brüder in seine Fußstapfen treten. Der älteste, Marco, ist noch nicht mal besonders begabt und es dauert etwas, bis er einsieht, dass er noch viel zu lernen hat. Orsola hingegen beginnt Perlen aus Glas herzustellen. Kaninchenköttel nennt der großspurige Bruder die kleinen Kunstwerke. Er hält das für keine große Leistung und beachtet seine Schwester nicht weiter, die sich nach und nach einen Namen macht. Als die Pest über Venedig herein bricht, sind es genau diese Perlen, die die Familie vor dem Hungertod retten. Über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg begleiten wir die Familie Rosso und insbesondere Orsola, die geschickt und findig auf vielen Gebieten ist, sich aber immer wieder ihrem großkotzigen Bruder unterwerfen muss. Er bestimmt, was sie machen darf, er bestimmt, wo sie wohnt und wenn sie heiratet. Da er aber gerne über die Stränge schlägt, ist es jedes Mal seine Schwester, die ihm den Kopf aus der Schlinge rettet. Dieser Roman fängt das Leben auf der Insel Murano, auf experimentelle Weise ein. Zuerst einmal lernen wir viel über die Kunst, mit der sich die Familie Rosso beschäftigt. Es war unglaublich interessant und plastisch dargestellt, wie Schalen, Kelche aber auch Perlen hergestellt werden. Dann ist die Machart dieses Romans eine ganz besondere. Wir verweilen nicht im Mittelalter, sondern bewegen uns durch die Jahrhunderte. Venedig, Italien, die Welt altert, aber unsere Protagonisten kaum. Die Autorin bedient sich dabei einer passenden Symbolik. Sie lässt uns einen flachen, geschliffenen Meereskiesel von Murano aus, über die Lagune flitschen, und jedes Mal, wenn der Stein auftitscht, sind wir ein paar Jahrzehnte oder ein ganzes Jahrhundert weiter. Das hört sich vielleicht etwas kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht. Ich konnte diesen Zeitsprüngen sehr gut folgen und mich jedes Mal auch in eine neue Epoche versetzen, sowie das Bild, das ich mir von den Personen gemacht habe, mit hinübernehmen. Und so durchleiden wir mit Orsola die Pest, bestaunen neue Erfindungen, erdulden neue Besatzer und ziehen in den Krieg, bis wir schließlich in unserer Gegenwart angekommen sind. Ein Kniff, den ich so noch in keinem Buch gelesen habe und der mir tatsächlich sehr gefallen hat. Ab und an treten bekannte Persönlichkeiten in den Text. Napoleons Josephine, zum Beispiel oder Giacomo Casanova der es darauf anlegt unsere Orsola zu verführen Nicht zuletzt sind Venedig und die Inseln, insbesondere Murano, eine wunderbare Kulisse. Die Stadt im Wandel der Zeiten wächst einem richtig ans Herz, und obwohl ich schon einige Male dort war, packt mich die Lust mal wieder durch die Gassen und über die Brücken zu schlendern und „La Serenissima“ zu besuchen. Es gibt keinen großen Spannungsbogen, der uns zu einem außergewöhnlichen Geheimnis führt. Es geht mehr um das Geheimnis des Überlebens, was uns hier begleitet. Die Fragen, die man sich stellt, beschäftigen sich in erster Linie mit Orsola und ihrem Weg, den großen und kleinen Krisen, die eine Familie ereilt und dem Zusammenhalt, der besonders zum Ende hin noch mal eine besondere Wendung bekommt. Ein kleines Geheimnis wird auch gelüftet und das gibt dem ganzen Plot den letzten Schliff. Ich war gerne ein Mitglied der Familie Rosso, hab mich beim Lesen zugehörig gefühlt, mit einzelnen Protagonisten gelitten und mich mehrfach sehr über Marco geärgert. Ich war richtig drin in der Geschichte und hätte niemals gedacht, dass das ein Highlight für mich wird. Ich empfehle diesen Roman, nun allen die historische Romane vor realer Kulisse lieben, Zeitexperimenten nicht abgeneigt sind und ein farbenprächtiges Glasperlenspiel funkeln lassen möchten.

4

Roman ohne viel Schnickschnack

Wir begeben uns auf eine etwas andere Zeitreise durch die Geschichte von Venedig und Murano. Berühmt für das Glashandwerk, welches von dort kommt, begleiten wir die Familie Rosso. Im speziellen Orsola die Tochter von Lorenzo Rosse, welcher leider viel zu früh gestorben ist und seiner Familie ein Unternehmen und Schulden hinterlässt. Orsolas ältester Bruder Marco übernimmt die Werkstatt, doch hat er nicht das Geschick wie sein Vater und ist zudem noch ein Hitzkopf. Orsolas zweiter Bruder ist zwar auch geschickt mit dem Glas aber zu sensibel, um die Geschäfte zu führen. Doch wie sollen sie nur überleben, wenn sie keinen neuen Produkte verkaufen können? Orsola bittet die Konkurrenz um Hilfe und bekommt den Rat sich selber mit dem Glashandwerk zu beschäftigen. Wird sie sich in dieser Männerdomäne durchsetzen können? Und welche Rolle spielt der Venezianern Antonio? Ich durfte das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier als Rezensionsexemplar lesen, doch auch in der Buchhandlung wäre ich dank des farblich schön gestalteten Covers nicht an diesem Buch vorbeigekommen. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Dir Idee mit der Zeitreise vom 15. Jahrhundert bis heute hat mir sehr gut gefallen, da man die Familie und das Glashandwerk in den verschiedenen Epochen erleben kann. Allerdings wurden manche Epochen sehr ausführlich behandelt und am Ende ging es denn doch recht schnell durch die jüngste Vergangenheit, was ich sehr schade finde. Dieser Roman ist nicht für jedermann was, da er ohne viel Schnickschnack auskommt.

4.5

Empfehlenswert für alle, die eine starke Protagonistin mögen, und eine gewisse Faszination für Murano und Venedig haben.

Jeder, der schon mal in Venedig war und vielleicht auch mal einen Abstecher nach Murano gemacht hat, wird sich sofort auf der Insel wiederfinden! Ich fand es sehr spannend mir ein Murano und Venedig in einer Zeit vorzustellen, bevor die Touristenströme sich durch die Stadt gewälzt haben. Ich habe mich sofort zurückversetzt gefühlt. Im Buch lernen wir die Höhen und Tiefen kennen, die das Leben in den Lagunen in den letzten 5 Jahrhunderten mit sich brachte. Das erreicht die Autorin, indem sie uns die Glasbläser-Familie von Orsola Rosso durch die Jahrhunderte begleiten lässt. Was noch wichtig zu erwähnen ist, ist, dass die Autorin mit der „Venezianischen Zeit“ ein fantastisches Element miteinbringt. Für die Menschen auf den Venezianischen Inseln vergeht die Zeit langsamer. Wir erleben, wie Orsola ihre Familie durch die Höhen und Tiefen von mehreren Jahrhunderten führt. Wir beginnen 1468 in Orsolas Kindheit und enden in der heutigen Zeit mit einer Orsola, die das Senioren-Alter erreicht hat. In der Patriarchischen Gesellschaft der Glasbläser finden die Frauen ihren eigenen Weg die Geschichte zu beeinflussen. Sie leben, helfen wo sie gebraucht werden, heiraten aus Vernunft, und manchmal – manchmal heiraten sie aus Liebe oder gehen ihren eigenen Weg. "Das Geheimnis der Glasmacherin" zeigt die Stärke der Frauen, die im Hintergrund wirkt. Es zeigt, wie Frauen neue Wege finden und Grenzen überwinden- heute wie damals. Die Geschichte und der Schreibstil der Autorin haben mich überzeugt und in seinen Bann gezogen. Das Prinzip der Venezianischen Zeit muss man aber ein wenig auf sich wirken lassen. Vor allem, wenn man -so wie ich- so gar nicht damit gerechnet hat. Empfehlenswert für alle, die eine starke Protagonistin mögen, und eine gewisse Faszination für Murano und Venedig haben. Die Städte verbindet eine Hass-Liebe, wobei das Glas nicht ohne den Handel und der Handel nicht ohne das Glas kann.

4

Die Welt zu entdecken und zu reisen ist das größte für mich im Leben! Wenn man dann noch die Chance hat alles über das bereiste Land zu lernen und zu erfahren ist das einfach das größte! In Venedig war ich schon, aber über das Glasmachen und allgemein über Murano wusste ich bisher noch nicht so viel. 1468, Venedig. Familie Rosso erlebt einen schweren Schicksalsschlag. Der geliebte Vater und der Chef der Glasbläser stirbt bei einem Unfall in der Werkstatt. Der Familie geht es nicht gut und so beschließt Orsola die Tochter, die Familie zu retten. Tatsächlich war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Nach dem Mädchen mit den Perlen Ohrringen sollte dies ein echt tolles Buch sein, wie ich es gelesen hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt eigentlich direkt sehr dramatisch mit dem Tod des Vaters Rossos, und nimmt dann Fahrt auf. Man begleitete Orsola von 1468 bis in die heutige Zeit. Ich finde die Zeitreise eine echt super coole Idee! Der Fokus liegt ja auf auf der Geschichte der Familie und auf ihrem Handwerk. Durch die verschiedenen Reisen durch die Zeit lernt man viele Aspekte der damaligen Zeiten kennen. Den jedes Zeitalter hatte seine eigenen Probleme, Pest, Krieg bis hin zu Corona. Ich kann verstehen das man einer es nicht mag, das Orsola am Ende dann 2019 lebt und sogar ein Handy hat, aber ich fand die Idee super. Hin und wieder fehlt es dem Buch an etwas Pepp und es hat durchaus seine Längen. Ich kann nicht behaupten das ich durch das Buch geflogen bin, obwohl es leicht zu lesen ist. Aber es hat mir doch sehr gefallen! Man lernt sehr viel und Tracy Chevalier hat im Buch viele reale Persönlichkeiten genutzt die es wirklich einmal gegeben hat! Wenn man, wie ich, selber schon mal in Venedig war ist die ganze Sache nochmal spannender. Ich kann das Buch auf alle Fälle empfehlen!

2.5

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Mich haben die extrem häufigen Zeitsprünge und das unrealistische Alter von Orsola gestört. Es hätte sehr gut werden können, doch für mich leider ein Flop.

5

Der Roman beginnt 1468 auf der Glasbläser-Insel Murano, nicht weit von Venedig. Im Zentrum der Geschichte steht die Familie Rosso. Der tragische Tod des Glasmachermeisters Lorenzo Rosso stellt das Leben der Familie auf den Kopf. Die beiden Söhne Marco und Giacomo, die die Werkstatt einst übernehmen sollten, sind noch nicht so weit. Giacomo ist zwar fleißig und macht, was man ihm aufträgt. Sein Bruder Marco hat zwar Talent, aber macht am liebsten das, worauf er Lust hat. Doch die Familie muss nach dem Tod ihres Familienoberhauptes zusammenhalten. Auch Tochter Orsola will ihren Teil dazu beitragen. Orsola ist jung und weiß was sie will. Die Liebe zur Glaskunst hat sie von ihrem Vater übernommen. Doch gehört in der Vorstellung der Glasbläser auf Murano eine Frau nicht in die Glasbläserei-Werkstatt. Mit der Unterstützung von Maria Barovier, einer Frau, die sich in dieser Männerdomäne zu behaupten weiß, findet sie ihren eigenen Weg, ihre Leidenschaft für das Glas auszuleben. Das sie die Perlen verkaufen kann, bleibt zunächst ihr Geheimnis. Metaphorisch lässt die Autorin Tracy Chevalier einen Kieselstein über das Wasser springen und lässt so die Zeit über Jahrhunderte wandern, über die Kapitel hinweg bis in die heutige Zeit mit Corona und Smartphone. So lässt sie auch die Familien sich über die Jahrhunderte weiterentwickeln, so altert die Familie in den über 500 Jahren nur langsam und es stoßen auch immer wieder neue Figuren zur Familie hinzu. Anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig, wurde es mit der Zeit doch immer spannender, weil man so die Geschichte Venedigs und der Glasbläserkunst auf Murano lebendig erleben konnte. Man erlebt, wie die Pest über Venedig herzieht, wie Napoleon und die Habsburger versuchen, sich Venedig zu eigen zu machen und merkt schnell, wie auch die Familie Rosso mit den Herausforderungen dieser Zeit zu kämpfen hat. Natürlich bekommt auch Giacomo Casanova seine Gastrolle in der Geschichte. Der Roman ist authentisch, atmosphärisch und gut gelungen. Weit entfernt von einer geschichtlichen Dokumentation, schafft es die Autorin durch ihren Weg zu erzählen, der Geschichte um die mystische Stadt im Meer und die Glaskunst durch die Jahrhunderte ein besonderes Leben einzuhauchen. Absolute Leseempfehlung, nicht nur für die, die in Venedig schon mal ihr Herz verloren haben!

5

Eine tolle Familiensaga für Venedigfans!

Ich fand die Zeitsprünge sogar ein gelungenes Stilmittel. So bleibt einem die Familie der Protagonistin erhalten während man immer mehr über Venedig erfährt. Am Ende nimmt das Buch nochmal richtig Fahrt auf und der Schluss ist sogar philosophisch. Ich habe es genossen.

5

Ein wahres Meisterwerk!!!

Die Autorin hat hier wirklich ein wahres Meisterwerk geschaffen !! Wenn ich könnte würde ich 10 Sterne vergeben! Wir begleiten die unheimlich starke Orosola auf ihrem Lebensweg. Sie lernt Perlen selbst zu ziehen und entwickelt sich hin zu einer doch recht unabhängigen, starken Frau, in der sehr männerdominierten, damaligen Zeit. Sie hat sehr viele Schicksalsschläge zu verkraften, die Pest, die Besetzung Venedigs und viele mehr. Ich war beim lesen sehr oft sehr traurig und mitgenommen und bin sehr bewegt darüber, wie die damalige Zeit gewesen ist - gerade für Frauen. Den schlimmsten Verlust, den Orsola erleiden muss, ist wohl der von .... Delfine sag ich nur; lest selbst!! ♡ Ich war sehr traurig als ich das Buch beendet habe, da ich mich sehr hineingezogen fühlte und es auch nie aus den Händen legen konnte. Die Seiten haben sich tatsächlich nur so von selbst umgeblättert, da der Schreibstil unglaublich toll ist! Ich kann dieses Buch wirklich nur mit meinem ganzen Herzen weiterempfehlen !!!! ♡♡♡♡

4

Wunderschön!

Schon das traumhafte Cover und der tolle Farbschnitt sind wunderschön und die Farben passen super zum Thema, da es mich an das Muster von Glas erinnert. Die Geschichte ist sehr schön ausformuliert und es ist toll Orsolas Leben mit zu durchleben. So wie das Leben ist, gibt es auch in ihrem Leben schöne und schlimme Dinge und mir gefällt, dass man die Geschichte nicht so schnell durchschauen kann. In diesem Buch werden viele große Ereignisse angerissen, was das Ganze wirklich sehr abwechslungsreich macht. Und vorallem gefällt mir die Einführung der Kapitel sehr gut, denn dort wird immer betont das die Zeit in Venedig langsamer vergeht als überall anders. Ich finde den Schreibstil der Autorin sehr angenehm und auch die Idee italienische Wörter mit einzubringen ist einfach toll. Leider muss ich sagen das, das auch ein kleiner Kritikpunkt für mich ist, denn ich als nicht italienisch Sprechende kann teilweise die Wörter nicht verstehen. Das Buch finde ich jedoch sehr gut!!!

5

Wunderbar

Ich liebe diese Geschichte und die Art wie sie erzählt wird, ist einzigartig - zumindest kenne ich keinen weiteren historischen Roman, der so mit der Zeit spielt. Ich finde es genial, dass die Protagonisten quasi durch die Zeit reisen und der Leser somit über 500 Jahre die Geschichte von Murano und Venedig erleben kann, ohne sich an neue Protagonisten zu gewöhnen. Genial!

4.5

Orsola, die Glasperlenmacherin und die Delfine der Liebe In diesem Roman begleiten wir Orsola auf ihrem Weg als Glasmacherin durch die Jahrhunderte. Orsola, Tochter eines Glasmacher Maestro, ist zu Beginn der Geschichte ein Kind und ist fasziniert von der Glaskunst. Als Mädchen hat sie aber in der Werkstatt nichts zu suchen und die Glaskunst ist den Männern vorbehalten. Nur ihre Nachbarin fördert sie und führt sie in die Glasperlenkunst ein. Diese erlernt Orsola und macht fortan wunderschöne Glasperlen. Bei ihren Streifzügen durch Murano und Venedig lernt sie nicht nur Sebastiano kennen, sondern auch Antonio, einen Fischer, der sich in den Kopf setzt die Glaskunst als Lehrling in ihrer Familie zu erlernen. Da die Geschichte nicht fortlaufend zu einer Zeit erzählt wird, sondern die Familie in Sprüngen in nachfolgende Zeiten katapultiert wird und dabei nur wenige Jahre pro Zeitsprung altert, begleiten wir Orsola in vielen Jahrhunderten. Sie wird eine junge Frau im Pestzeitalter und verliebt sich in Antonio, der nicht bei ihr bleibt, da sie Sebastiano heiraten soll. Er will sein Glück auf dem Festland suchen und Orsolo ihre Familie nicht verlassen. Er sendet ihr aber zum Zeichen seiner Liebe in regelmäßigen Zeitabschnitten einen von ihm gemachten Glasdelfin. Sie muss dadurch immer wieder an ihn denken. Ob er zurückkehrt und wie die Geschichte verläuft, verrate ich natürlich nicht. Die Zeitsprünge waren für mich auch das ganz Besondere an der Geschichte. Damit wird in jedem Kapitel ein spannendes Zeitalter/Ereignis oder das Kennenlernen geschichtsträchtiger Personen geschildert, wie beispw. die grasierende Pest und das Schicksal der Familie darin. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mich in der Geschichte zurecht zu finden, Orsola als Kind und das Erlernen der Glasperlenkunst fand ich auch nicht ganz so spannend. Als Orsola dann aber als junge Frau die Geschicke der Familie - oft auch nur hinter den Kulissen- begann zu lenken, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich habe es dann auch in 2 Tagen ausgelesen. Sehr viele Personen treten auf und werden mit ihren Eigenheiten beschrieben, aber das fand ich nicht hinderlich oder störend. Auch das venezianische Flair kam sehr gut rüber. Die Glaskunst hat die Autorin fachkundig erklärt. Durch die Zeitsprünge und die vielen Personen, die auftreten, ist es aber vielleicht besser das Buch auch in einem engen zeitlichen Rahmen zu lesen, um nicht den Faden bzw. den Überblick zu verlieren. Insgesamt hat mir das Buch -bis auf den etwas zähen Anfang- ausgesprochen gut gefallen. Die Zeitreise fand ich ganz besonders und das Ende war für mich noch einmal ein richtiger Knaller. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich kann den Roman daher in jedem Fall weiterempfehlen.

4.5

Lehrreiches und auch romantisches Buch mit einem besonderen Setting.

Ein sehr verspieltes, fast schon kitschiges Cover, das mich aber, gerade in Kombination mit dem besonderen Farbschnitt, für sich gewinnen könnte. Es passt hervorragend zum Buch und der Glasmacherei. Der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel sind recht lang gehalten, aber es gibt Absätze, an welchen man auch recht gut pausieren kann. Ich habe es genossen mit Orsola durch die Zeit zu reisen. Sie ist eine spannende Protagonistin mitten in einer überaus vielschichtig len Familie mit einem spannenden Beruf. Die Tatsache, dass sie und ihre lieben über mehrere Jahrhunderte hinweg leben, hat mich etwas stutzig gemacht, ist aber für den grundsätzlichen Verlauf der Handlung eher zweitrangig und deshalb nicht ganz störend. Lediglich am Ende kommt es meiner Meinung nach dadurch zu einem Konflikt. Die Eindrücke, die man in dem Buch von der Arbeit mit dem Glas bekommt, sind sehr gut. Ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht aus und finde es unheimlich interessant. Auch über Venedig und vor allem Murano lernt man über den Verlauf der letzten Jahrhunderte einiges. Die Handlung im allgemeinen ist sehr an diesen Thematiken und an der Familiendynamik orientiert. Ich habe die Mischung als sehr angenehm empfunden. Ein sehr gutes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

4

Eine Geschichte, die den Leser durch verschiedene Zeiten in Venedig bringt.

5

Ein unglaublicher historischer Roman der die Protagonistin Orsola und ihre Glasmacherfamilie durch die Epochen begleitet und zeigt wie dieses Handwerk durch die Jahrhunderte auf Murano und Venedig und Ereignisse wie Kriege, Epidemien und anderem überlebt hat. Großartig geschrieben und absolut mitreißend. Klare Empfehlung!

5

Perlenzeit Faszinierende Zeitreise durch die Epochen der Glasmacherkunst in Venedig. Berührend und richtig gut geschrieben

5

Ich war erst skeptisch, ob ich die Sprünge durch die Epochen gut finde, und hatte erwartet, dass sie dem Plot nicht gut tun — aber nein! Eine großartige Reise durch Murano und die Zeit. Und eins wird klar: Auf Murano, in Venedig und beim Glasmachen vergeht die Zeit anscheinend anders. Ein tolles Buch über eine starke Frau!

4.5

Soghafte Reise durch Venedig in den verschiedensten Epochen. Beginnend im 16. Jhdt bis zum 21. Wir treffen Casanova und Napoleon und begleiten derweil die Glasmacherfamilie Rosso. Eine Geschichte zwischen Wissen und Magie, zwischen Realität und Imagination. Sehr lesenswerte Unterhaltung.

3.5

Endlich mal ein Buch über Murano!

Nach einem Unfall in der Glaswerkstatt Rosso auf Murano steht die Familie ohne Vater und der Betrieb ohne Maestro da. Während ihre Brüder sich in ihren neuen Rollen zurechtfinden, beginnt Orsola Glasperlen herzustellen. Ein Mädchen in der Werkstatt? Im Jahr 1468 sehr ungewöhnlich. Aber die Rossos möchten ihr Familienunternehmen unbedingt fortführen. Und jetzt kommt ein kleiner Spoiler, denn man begleitet die Familie in diesem Buch für die nächsten 500 Jahre durch die Geschichte bis in die Gegenwart, während sie nur langsam altern. Wie cool!? Von Pest bis Covid ist alles dabei. Murano, Venedig, Glasbläser - wenn euch diese Schlagworte irgendwie ansprechen, könnte euch das Buch gefallen! Ich fand es informativ, lebendig und dank der ungewöhnlichen Zeitspanne auch sehr erfrischend erzählt. Aber ich konnte dann doch nicht ganz so gut mitfühlen wie erwartet. Die Zeitsprünge haben leider eine Distanz aufgebaut, da z.B. Orsola währenddessen Mutter wird, wodurch ich das Gefühl hatte, mir fehlt etwas Wichtiges. Ja, das Wichtige… ich dachte, das wäre Orsolas Existenz als HandwerkerIN, aber das spielt nur kurz am Anfang eine Rolle. Das Buch dreht sich gar nicht darum, dass die Protagonistin im Konflikt steht mit ihrer Karriere und ihrer Rolle als Frau. Zwischendurch habe ich die Handlung als sehr lang empfunden, am Ende ging es dann sehr schnell… die Kapitel sind außerdem wirklich lang (das Buch hat nur 8 Stück). Insgesamt kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss, außer man wollte schon immer mal ein Buch lesen, das auf Murano spielt und 500 Jahre umfasst. TW: Verlust mehrerer Familienmitglieder, Krankheit

2.5

Ich habe von der Autorin bisher jedes Buch regelrecht verschlungen. Immer entführte es mich in einen Welt, deren Details ich vorher nicht kannte , aber durch das Buch lieben lernte. Die Charaktere waren liebenswert und vielschichtig. Bei diesem Buch fühlte ich mich nicht wohl. Ich weiss nicht, ob es an den Zeitsprünge lag, oder an der Szenerie (mag Venedig einfach nicht), oder auch an den Charakteren, die ich durchweg nicht leiden konnte: es war nicht meins.

2

Mich hat der Roman leider nicht überzeugt. Die Geschichte zieht sich über weite Strecken und wirkt stellenweise zäh. Trotz des interessanten historischen Rahmens fehlt es an Spannung und erzählerischem Tempo. Für meinen Geschmack hätte die Handlung deutlich kompakter und lebendiger erzählt werden können.

4

Interessanter Roman

Toller Roman mit Familiengeschichte und auch Liebesgeschichte Extreme Zeitsprünge waren für mich oft nicht gut vorstellbar

3.5

Ein interessanter Aufbau über mehrere Jahrhunderte, aber immer mit denselben Personen. Irgendwie verwirrend aber irgendwie auch gut. Man lernt einiges über Venedig, Murano und das Glas. Nur, was war denn nun das Geheimnis der Glasmacherin? Das ist mir nicht klar.

4

Schöner Schreibstil, schöne Geschichte mit guter Idee. Sehr stimmungsvoll. Allerdings kurz etwas verwirrend bezüglich der Zeiten, am Ende wirkt es etwas gehetzt bezüglich der Zeitsprünge und schließlich wird Isabellas Schicksal ungeschrieben.

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