Das Mädchen mit dem Perlenohrring
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Description
Delft, 1664. Die junge Magd Griet wird in den Haushalt des holländischen Malers Johannes Vermeer gegeben und avanciert schnell zur Schülerin und Muse des Malers. Sie zeigt eine scheue, in Andeutungen belassene Zuneigung zu dem Künstler, dem sie schließlich Modell sitzt, was für Schikanen seitens Vermeers eifersüchtiger Gattin sorgt. Als der Maler das junge Mädchen bittet, den Perlenohrring seiner Frau für ein Porträt anzulegen, löst er eine Katastrophe aus, die Griets Zukunft bedroht.
Dieser moderne Klassiker und internationale Erfolg mit über 5 Millionen erkauften Exemplaren weltweit bleibt auch zwanzig Jahre nach Erscheinen mit seinen eindrücklichen und zugleich schlichten Beschreibungen ein zeitloses Meisterwerk, ganz nach dem Vorbild Vermeers.
Grundlage der gleichnamigen und für den Oscar nominierten Verfilmung mit Scarlett Johanson und Colin Firth aus dem Jahr 2003.
Book Information
Author Description
Tracy Chevalier, geboren 1962, ist Autorin von elf Romanen. Ihr internationaler Bestseller Das Mädchen mit dem Perlenohrring wurde über fünf Millionen mal verkauft, in fünfundvierzig Sprachen übersetzt und als Film, Theaterstück und Oper adaptiert. Zuletzt erschien von ihr der Roman Das Geheimnis der Glasmacherin (2024). Aufgewachsen in Washington DC, zog sie 1986 ins Vereinigte Königreich und lebt dort heute mit ihrem Ehemann in London.
Posts
Ein Schmuckstück was alle Blicke auf sich zieht🎨🥰
"Das Mädchen mit dem Perlenohring" war ein Buch, was von der ersten bis zur letzten Seite nicht nur interessant und spannend war, sondern auch etwas nachhallt. 1664: Durch einen Unfall gerät Griets Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Um die Familie vor der Armut einigermaßen zu retten entscheidet Griets Vater, dass sie als Dienstmagd bei der Familie Vermeer eingestellt wird. Ja, dem bekannten Maler Johann Vermeer. Widerwillig, aber mit Verständnis für die Lage ihrer Familie, fängt sie dort an zu arbeiten. Intrigen, Neid, Missgunst und Lügen begleiten Griets Arbeit durch ihre Herrin und die Familienmitglieder. Eines Tages entscheidet Johann Vermeer Griet zu malen. Als der Maler/Herr dann merkt, dass etwas auf dem Bild fehlt und er entscheidet, Griet solle den Perlenohring seiner Ehefrau tragen...fängt das Fass langsam an überzulaufen. Johann Vermeer ist ein sehr begabter Künstler des 17. Jahrhundert. Seine Kenntnisse mit Licht und Schatten die sich in seinen Werken wiederspiegeln, sowie auch seine weitreichenden Kenntnisse in der damaligen Farbenlehre, machten ihn nicht nur bekannt, sondern zeigen auch sein Talent in seinen Gemälden. "Das Mädchen mit dem Perlenohring" ist eines seiner berühmtesten und weltbekanntesten Werke. Tracy Chavellier Griff das Kunstwerk so gekonnt auf, dass sie nicht nur sein Talent und was seine Werke ausmachen in dem Buch würdigte, sondern auch eine reine fiktive Geschichte entstehen ließ, rund um die Entstehung des Gemäldes. Denn das ist bis heute unbekannt. Was ich gut fand war, dass sie es im Vorwort erwähnte, aber auch dass sie die Techniken der Farbenlehre und deren Entstehung mit einfließen ließ, somit ist ein historischer Fakt irgendwie nicht Fiktion😊. Dieses Buch ließ sich sehr leicht lesen und war für mich, die Kunstgeschichte mag, sehr interessant, auch wenn fast alles Fiktion war🥰. Ich kann Allen das Buch empfehlen, die sich für den Maler Johann Vermeer interessieren, oder Kunstgeschichte mögen, oder aber einfach eine tolle Geschichte lesen wollen, in der man beim Lesen denkt, vielleicht ist das Bild auch so entstanden📖🥰.

„Du weißt, dass das Bild es braucht.“
Ich bin wirklich erstaunt, was der menschliche Geist zu leisten fähig ist. Tracy Chevalier hat sich einfach jahrelang dieses Bild angeschaut und irgendwann diese Geschichte zusammengesponnen. Dafür hat sie meinen höchsten Respekt. Und was sie sich da überlegt hat, kann sich sehen lassen. Sie katapultiert uns in das Jahr 1664 und wir lernen Griet kennen, die als Dienstmädchen im Haushalt des damals schon bekannten Johannes Vermeer anfängt. Immer weiter verstricken sich deren beiden Schicksale, bis zu einem folgenschweren Moment. Die Geschichte hat mich wirklich gut unterhalten. Griet handelt nachvollziehbar und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, so hätte es wirklich passiert sein können. Leider schafft es das Buch nicht, die großen Gefühle in mir auszulösen. Deswegen der Stern Abzug. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Verstrickung von bekannten Tatsachen und der Vision der Autorin, wie es sich damals angespielt haben könnte. Allen Fans von Kunst oder historischen Romanen, ist dieses Buch aber empfehlenswert. Wofür ich ihm auf jeden Fall dankbar bin ist, dass es mich motiviert hat, nach Den Haag ins Mauritshuis zu fahren und mir das Gemälde in echt anzusehen. Das Museum hat eine wirklich schöne Sammlung und ein/zwei Bilder werde ich in Zukunft noch für andere Beiträge verwenden. Wer in der Nähe ist, sollte ihm auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Lesehighlight
Die Geschichte spielt 1664/65 und handelt von dem Dienstmädchen Griet, die bei dem holländischen Maler Jan Vermeer arbeitet, von ihm begehrt und schließlich auf seinem berühmten Gemälde verewigt wird. Bei der Geschichte handelt es sich um eine Fiktion, da man bis heute nicht weiß, wer das Mädchen auf dem berühmten Gemälde tatsächlich war. Das Buch kann ich nur empfehlen. Ich finde es so schön beschrieben, wie Griet, die ja ein ungebildetes und einfaches Mädchen ist, ein Gespür und Empfinden für Farben und Formen hat und instinktiv weiß, was Vanmeer mit seinen Gemälden auszudrücken versu
Bewegend 👨🏻🎨
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, diese Geschichte hat mich wirklich bewegt. Man begleitet ein Mädchen im 17 Jahrhundert. Ein Mädchen, welches um ihre Familie zu unterstützen als Dienstmagd bei wohlhabenden Leuten zu arbeiten beginnt. Als ihr Arbeitgeber plötzlich Interesse an ihr zeigt und sie malen möchte, begibt sie sich in eine missliche Lage...
Sehr schöner Schreibstil und spannender als erwartet
Die Geschichte von Griet hat mich mehr gepackt als ich anfangs dachte. Der gute Schreibstil der Autorin lässt einen die Geschichte wie selber leben und macht einen neugierig auf mehr, auch wenn die Geschichte nicht besonders spannend erschien. Das Leben zu dieser Zeit wurde sehr gut beschrieben und man konnte sich gut vorstellen wie es sich für sie angefühlt hatte.
Das Hörbuch entführt die Hörerinnen und Hörer in das Delft( Holland ) des 17. Jahrhunderts und erzählt eine eindringliche Geschichte über Kunst, Stille und verborgene Gefühle. Erzählt aus der Perspektive der jungen Magd Griet, erleben wir den Alltag im Haus des berühmten Malers Johannes Vermeer und werden Schritt für Schritt in die Entstehung eines der bekanntesten Gemälde der Kunstgeschichte hineingezogen. Die Sprecherin verleiht Griet eine sanfte, zurückhaltende Stimme, die perfekt zu ihrem schüchternen Charakter passt. Mit feinem Gespür für Stimmungen und Pausen transportiert sie sowohl die leisen Spannungen im Hause Vermeer als auch die unausgesprochene Nähe zwischen Griet und dem Maler. Die Geschichte lebt weniger von großen dramatischen Wendungen als vielmehr von subtilen Beobachtungen und emotionaler Tiefe. Das Hörbuch lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören und die Atmosphäre jener Epoche auf sich wirken zu lassen - auch wenn das gemächliche Erzähltempo stellenweise etwas langatmig wirkt. Eine unaufgeregte, feinfühlige Hör-Erfahrung für Fans von historischen Romanen.
Es war jetzt für mich kein schlechtes aber auch kein gutes Buch. Mir hat die die Spannung in dem Buch gefehlt und Griet fand ich jetzt auch nicht so symphatisch. Es hat mich nicht wirklich mitgerissen das Buch und das erwarte ich mir schon von einem guten Buch. Ich liebe es wenn ich mich in die Geschichte hineinversetzen kann aber das hat hier leider komplett gefehlt.
Ich habe das Buch bei einer Vermeer - Ausstellung gekauft und war sehr gespannt darauf. Zu Beginn hatte ich aber Schwierigkeiten mit dem Stil und dem Inhalt der Geschichte, beides erschien mir spröde und ich kam nicht richtig rein in das Buch. Nach und nach gewann die Geschichte an Fahrt, und am Ende war ich sehr fasziniert. Ich empfehle den Lesern, das Vorwort am Ende zu lesen. Ich habe das instinktiv richtig gemacht und bin sehr froh darüber.
Ich kann nicht ganz sagen, ob ich das Buch nun mochte oder es mich enttäuscht hat. Es ist definitiv nicht mein gewohntes Genre, aber ich muss sagen, dass ich auch nicht einfach aufhören konnte, ich musste einfach wissen, warum der Künstler gerade sie gemalt hat und wie es dazu gekommen ist. Griet ist ein sehr vielseitiges junges Mädchen und für mich, mit ihrer Art und Denkweise irgendwie aus der Zeit gefallen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, man konnte dem Geschehen gut folgen, ohne das es Kompliziert wurde. Es ist auf jeden Fall eine gute Geschichte, die mich aber etwas ratlos zurückgelassen hat.
Mir hat es gut gefallen. Die Vorleserin hat eine sehr angenehme Stimme und ihre Art zu erzählen bzw. zu lesen ist sehr entspannend. Ich hab nur den Fehler gemacht, das Buch nicht möglichst "am Stück" zu hören. Mir fällt es immer noch schwer, mir vorgelesenes zu merken und mich nach einer Pause wieder hineinzufinden. Da ich das Buch selber nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, ob es eine gekürzte Lesung ist oder nicht. Daran sieht man mal, wie gut die Kürzung gemacht worden ist, so es denn eine sein sollte :)
Ein ruhiger poetischer Klassiker, welcher der wohl berühmtesten Unbekannten der Niederlande endlich eine eigene Stimme gegeben hat!
Delft, 1664. Die sechzehnjährige Griet ist verzweifelt. Nachdem ihr Vater bei einem tragischen Arbeitsunfall sein Augenlicht verloren hat, stehen ihre Eltern vor den Scherben ihrer Existenz. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, wird das junge Mädchen in den Haushalt des holländischen Malers Johannes Vermeer gegeben und muss in der bedrückenden Bleibe des introvertierten Künstlers, dessen eitler Ehegattin Catharina und seiner, lediglich aufs Geld bedachten, Schwiegermutter Maria Thins eine Stelle als Dienstmagd annehmen. Neben anderen täglich zu erledigenden Pflichten, wie dem Gang zum Markt oder das Waschen der Wäsche, wird Griet auch mit der unabdingbaren Aufgabe betraut, das Atelier des Hausherren sauber zu halten, jedoch ohne etwas im Raum zu verändern oder Gegenstände zu verrücken, die Vermeer gerade malt. Die Arbeit im Atelier sowie ihr wachsendes Interesse für die Malerei und die Werke ihres Herren ermöglichen es Griet, vorübergehend die Welt zu vergessen, in welcher sie fortan nurmehr Demütigung und Verachtung erfährt. Obwohl beide gänzlich verschiedenen Gesellschafts- und Bildungsschichten angehören, gewinnt das Mädchen nach und nach das Vertrauen des angesehenen Künstlers; er fühlt sich von ihr inspiriert und zeigt ihr, wie sie seine Farben mischen soll. Als Vermeer sie indes bittet, für ihn Model zu stehen und für das Porträt den kostbaren Perlenohrring seiner Frau anzulegen, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Über das Leben des niederländischen Barockmalers Johannes Vermeer ist nur wenig bekannt. Gesichert ist, dass er mit achtzehn Jahren heiratete und im Lauf der Zeit für elf Kinder zu sorgen hatte. Da der perfektionistisch veranlagte Vermeer lange an einem Gemälde arbeitete, nie mehr als drei Bilder in einem Jahr vollendete und deshalb nur wenig verkaufen konnte, hinterließ er seiner Witwe zum Schluß allerdings hohe Schulden. Mit gerade einmal 37 gesicherten Bildern ist der Umfang des Gesamtwerkes des Künstlers recht klein, aber eines seiner bedeutendsten Werke “Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ aus den Sechzigerjahren des 17. Jahrhunderts ist Vielen ein Begriff. Das Porträt einer jungen Frau, die den Betrachter gedankenschwer und zugleich neugierig über ihre linke Schulter hinweg beäugt. Doch wer war sie? Und was verbirgt sich hinter diesem unzugänglichen Gesichtsausdruck? Wen das Porträt darstellt, welche Geschichte sich hinter dem Bild wirklich verbirgt ist bis heute völlig ungeklärt. Genau hier setzte die US-amerikanische Schriftstellerin Tracy Chevalier an, um diese Lücke in der Kunstgeschichte mit historisch angehauchter Fiktion zu füllen und dem schüchtern dreinblickenden Mädchen mit den runden grauen Augen endlich eine eigene Stimme zu geben. Und das ist ihr, wie ich finde, mehr als gelungen. Sie erschuf mit ihrem Roman nicht nur ein authentisches literarisches Abbild dieser Zeit, sie erschuf mit Griet eine junge Frau aus Fleisch und Blut, die sich mit den Händen fast schon fassen lässt. Ich war berührt von der sensiblen, ja fast schon poetischen und ruhigen Art der Autorin die Geschehnisse aus Griets Sicht zu beschreiben, bei dem die Geschichte scheinbar erst langsam Gestalt annimmt, aber dennoch irgendwie unglaublich viel passiert. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber eines kann ich mit Bestimmtheit sagen: dieser Roman war für mich ein absolutes Jahreshighlight und sei jedem Kunstliebhaber ans Herz gelegt! Für mich ist es nach dieser Lektüre nicht mehr vorstellbar das Gemälde von dem Buch zu trennen. Wenn ich eines Tages vor Vermeers Original stehen sollte, werde ich keine offenen Fragen haben. Ja, so kann, so muss es einfach gewesen sein. Das ist Griet und dies ist ihre Geschichte. 5/5 ⭐

Ganz nett für zwischendurch
Einige Umschreibungen des Haushalts ergeben keinen Sinn. Es ist recht unterhaltsam aber entspricht nicht meinem Geschmack. Außerdem lobt sich die Autorin im Vorwort selbst, dass sie Vermeers Bild wieder bekannt gemacht habe, was ich als gnadenlose Selbstüberschätzung empfinde.
Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Es erzählt eine Lebensgeschichte, was ich grundsätzlich interessant finde, aber diese hier hat mich nicht wirklich gepackt. Ich kann nicht mal sagen, dass es schlecht war – es war einfach nicht so spannend oder bewegend, dass ich es wahrscheinlich weiterempfehlen würde. Für diejenigen, die solche historischen Geschichten mögen, ist es vielleicht was, aber ich würde es eher kein zweites Mal lesen.

Ich habe das Buch bei einer Vermeer- Ausstellung gekauft und war sehr gespannt. Zu Beginn hatte ich aber Schwierigkeiten, in die Geschichte zu kommen, der Schreibstil und der Inhalt erschien mir spröde. Nach und nach nahm die Geschichte Fahrt auf, und am Ende war ich sehr fasziniert. Ich rate den Lesern, das Vorwort am Ende des Buches zu lesen. Ich hab das zum Glück instinktiv richtig gemacht!
📚 Inhalt Delft, 1664. Griet wird nach einem Arbeitsunfall ihres Vaters, bei dem er erblindete, als den Dienstmagd in den Haushalt des angesehenen Malers Johannes Vermeer gegeben. Seine Gattin entpuppt sich als sehr eifersüchtige Person und schikaniert Griet wo sie kann. Das Leben für die junge Frau ist nicht einfach im Haus des Malers, doch seine Bilder ziehen sie in ihren Bann. Und auch der Maler wird in einen Bann gezogen, nämlich in Griets. Er beginnt sie heimlich zu malen. Als er Griet bittet, für das Bild einen Perlenohrring seiner Frau zu tragen, setzt er damit eine Katastrophe in Gang, die ungeahnte Folgen mit sich bringt. 📖 Meinung Ich kenne mich gar nicht aus in Kunst, aber ich mag einige klassische Kunstwerke, wie zum Beispiel «Das Mädchen mit dem Perlenohrring». Das Bild wirkt sehr schlicht, strahlt eine Ruhe und Eleganz aus, die mich sehr anspricht. Ich habe es sogar mal als Puzzle zusammen gesetzt und das war echt eine ziemliche Herausforderung. Aber genug davon, zurück zum Buch. Griet ist eine junge, intelligente Frau, die sich ohne zu murren ihrem Schicksal fügt, um ihre Familie zu unterstützen. Sie erträgt die Hänseleien und schlechten Behandlungen ihrer Herrin und versucht irgendwie deren Kinder zu bändigen, die äusserst frech und verzogen sind. Schnell ist klar, dass Griets Leben weder einfach ist noch so, wie sie es sich vorgestellt hätte. Mit der Zeit kommt sie dem Maler näher und wird zuerst seine heimliche Assistentin und späteres Modell. Diese Momente bringen ihr Abwechslung und Auszeit. Doch kann sie sich nie komplett entspannend, zu gross ist die Angst, entdeckt zu werden. Mir gefällt Griet als Charakter sehr gut. Sie ist zwar schicksalsergeben, aber alles andere als dumm und naiv. Sie nimmt die Situation so an wie sie ist und versucht das beste daraus zu machen. Dies wirkt für mich sehr stark und optimistisch, denn ich hätte nicht mit ihr tauschen wollen. Die Autorin tastet sich sehr langsam an Griet und Vermeer heran. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, ist natürlich in einer Dysbalance und erhält im richtigen Tempo einen Hauch von Romantik, ohne dass es kitschig wird. Mir hat Griets Geschichte sehr gut gefallen. Sie verströmt ein Wohlfühl-Gefühl, obwohl die angesprochenen Themen gar nicht so wirken. Die Autorin schreibt sehr empathisch und bedacht, die Sprache ist schön und das Lesen fällt flüssig und leicht aus. Eine wirklich schöne Geschichte, die am Schluss ein gutes Gefühl zurück lässt.
Eine Dienstmagd, ein Maler und das 17. Jahrhundert. Durch diesen Roman werden die Bilder des berühmten Malers Vermeer lebendig. Luftig, leise, bildhaft, etwas düster, mit geschichtlichen und künstlerischen Hintergründen, keineswegs langweilig, sondern ziemlich spannend geschrieben. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht leicht. V.a. nicht für Frauen. So ergeht es auch Griet. Sie wird als Dienstmagd herumgeschubst, belästigt und scheinbar von den Männern ausgenutzt. In dem Haushalt, wo sie tätig ist, erlebt sie Eifersucht, Hass und die typische Hierarchie der Zeit. Nur der Hausherr, der Maler Vermeer, sieht in ihr etwas Besonderes. Zwischen den beiden baut sie eine nonverbalen, elektrifizierende Beziehung auf. Die Autorin beschreibt die Situationen, die Farben, die Beziehungen zwischen den Personen im Buch so detailreich, dass man glaubt auf eine Zeitreise zu gehen und vollkommen in die fiktive Geschichte der Unbekannten auf dem Gemälde einzutauchen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Ende hat mich sehr berührt.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Während des Lesens scheint die Welt langsamer zu werden, alles wird leiser, feiner & intensiver. Es ist wie ein sanfter Spaziergang durch Vermeers Zeit und ein atmosphärischer Einblick in die Kunstgeschichte. Still, aber unglaublich eindrucksvoll.
Schönes Buch für zwischendurch
Der Roman Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Tracy Chevalier erzählt eine fiktive Geschichte rund um das berühmte Gemälde Girl with a Pearl Earring von Johannes Vermeer. Im Mittelpunkt steht die junge Griet, die im 17. Jahrhundert als Dienstmädchen im Haushalt des Malers Vermeer arbeitet. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere, stille Verbindung. Griet wird immer stärker in Vermeers Arbeit eingebunden, hilft ihm im Atelier und wird schließlich zum Modell für eines seiner bekanntesten Gemälde – das Mädchen mit dem Perlenohrring. Dabei bewegt sie sich ständig zwischen den strengen gesellschaftlichen Grenzen ihrer Zeit, den Erwartungen der Familie und der stillen Faszination für die Welt der Kunst. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die Geschichte ist ruhig erzählt und vermittelt sehr schön die Atmosphäre der damaligen Zeit sowie den Alltag im Haushalt des Malers. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Arbeit eines Künstlers und wie aus kleinen Beobachtungen schließlich ein berühmtes Bild entsteht. Trotzdem war es für mich kein Highlight. Die Handlung ist eher leise und langsam, was zwar zur Stimmung passt, mich aber nicht durchgehend gepackt hat. Die Verfilmung hat mir ebenfalls sehr gut gefallen – vor allem, weil sie die besondere Atmosphäre und die Bildsprache des Romans sehr schön einfängt. Mein Fazit: Eine schöne, atmosphärische Geschichte über Kunst, Beobachtung und die stillen Zwischentöne menschlicher Beziehungen
This is a very slow-moving character driven book. It was quite enjoyable and painted a realistic picture of the 17th century. While being a fictional account of Vermeer's relationship with the subject of his most famous work, it was well written and piqued my interest in looking up more of his paintings.
"Manchmal saß er nur da und schaute mich an, als erwarte er, dass ich etwas tat. Dann war er kein Maler mehr, sondern ein Mann. Und es fiel mir schwer, ihn anzusehen."
Die Beziehung von Maler und Muse. Obsessiv, verboten, von Sehnsucht und Scheu geprägt. Keine leichte Liebesgeschichte, sondern etwas viel Tieferes, Ruheloseres und Intimeres. Es ist die Faszination des Künstlers und die Entblößung des Modells. Es ist Abhängigkeit. Es ist Liebe. Es ist Besitztum. Es ist das Mysterium um das Mädchen mit dem Perlenohrring.
Description
Delft, 1664. Die junge Magd Griet wird in den Haushalt des holländischen Malers Johannes Vermeer gegeben und avanciert schnell zur Schülerin und Muse des Malers. Sie zeigt eine scheue, in Andeutungen belassene Zuneigung zu dem Künstler, dem sie schließlich Modell sitzt, was für Schikanen seitens Vermeers eifersüchtiger Gattin sorgt. Als der Maler das junge Mädchen bittet, den Perlenohrring seiner Frau für ein Porträt anzulegen, löst er eine Katastrophe aus, die Griets Zukunft bedroht.
Dieser moderne Klassiker und internationale Erfolg mit über 5 Millionen erkauften Exemplaren weltweit bleibt auch zwanzig Jahre nach Erscheinen mit seinen eindrücklichen und zugleich schlichten Beschreibungen ein zeitloses Meisterwerk, ganz nach dem Vorbild Vermeers.
Grundlage der gleichnamigen und für den Oscar nominierten Verfilmung mit Scarlett Johanson und Colin Firth aus dem Jahr 2003.
Book Information
Author Description
Tracy Chevalier, geboren 1962, ist Autorin von elf Romanen. Ihr internationaler Bestseller Das Mädchen mit dem Perlenohrring wurde über fünf Millionen mal verkauft, in fünfundvierzig Sprachen übersetzt und als Film, Theaterstück und Oper adaptiert. Zuletzt erschien von ihr der Roman Das Geheimnis der Glasmacherin (2024). Aufgewachsen in Washington DC, zog sie 1986 ins Vereinigte Königreich und lebt dort heute mit ihrem Ehemann in London.
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Ein Schmuckstück was alle Blicke auf sich zieht🎨🥰
"Das Mädchen mit dem Perlenohring" war ein Buch, was von der ersten bis zur letzten Seite nicht nur interessant und spannend war, sondern auch etwas nachhallt. 1664: Durch einen Unfall gerät Griets Familie in finanzielle Schwierigkeiten. Um die Familie vor der Armut einigermaßen zu retten entscheidet Griets Vater, dass sie als Dienstmagd bei der Familie Vermeer eingestellt wird. Ja, dem bekannten Maler Johann Vermeer. Widerwillig, aber mit Verständnis für die Lage ihrer Familie, fängt sie dort an zu arbeiten. Intrigen, Neid, Missgunst und Lügen begleiten Griets Arbeit durch ihre Herrin und die Familienmitglieder. Eines Tages entscheidet Johann Vermeer Griet zu malen. Als der Maler/Herr dann merkt, dass etwas auf dem Bild fehlt und er entscheidet, Griet solle den Perlenohring seiner Ehefrau tragen...fängt das Fass langsam an überzulaufen. Johann Vermeer ist ein sehr begabter Künstler des 17. Jahrhundert. Seine Kenntnisse mit Licht und Schatten die sich in seinen Werken wiederspiegeln, sowie auch seine weitreichenden Kenntnisse in der damaligen Farbenlehre, machten ihn nicht nur bekannt, sondern zeigen auch sein Talent in seinen Gemälden. "Das Mädchen mit dem Perlenohring" ist eines seiner berühmtesten und weltbekanntesten Werke. Tracy Chavellier Griff das Kunstwerk so gekonnt auf, dass sie nicht nur sein Talent und was seine Werke ausmachen in dem Buch würdigte, sondern auch eine reine fiktive Geschichte entstehen ließ, rund um die Entstehung des Gemäldes. Denn das ist bis heute unbekannt. Was ich gut fand war, dass sie es im Vorwort erwähnte, aber auch dass sie die Techniken der Farbenlehre und deren Entstehung mit einfließen ließ, somit ist ein historischer Fakt irgendwie nicht Fiktion😊. Dieses Buch ließ sich sehr leicht lesen und war für mich, die Kunstgeschichte mag, sehr interessant, auch wenn fast alles Fiktion war🥰. Ich kann Allen das Buch empfehlen, die sich für den Maler Johann Vermeer interessieren, oder Kunstgeschichte mögen, oder aber einfach eine tolle Geschichte lesen wollen, in der man beim Lesen denkt, vielleicht ist das Bild auch so entstanden📖🥰.

„Du weißt, dass das Bild es braucht.“
Ich bin wirklich erstaunt, was der menschliche Geist zu leisten fähig ist. Tracy Chevalier hat sich einfach jahrelang dieses Bild angeschaut und irgendwann diese Geschichte zusammengesponnen. Dafür hat sie meinen höchsten Respekt. Und was sie sich da überlegt hat, kann sich sehen lassen. Sie katapultiert uns in das Jahr 1664 und wir lernen Griet kennen, die als Dienstmädchen im Haushalt des damals schon bekannten Johannes Vermeer anfängt. Immer weiter verstricken sich deren beiden Schicksale, bis zu einem folgenschweren Moment. Die Geschichte hat mich wirklich gut unterhalten. Griet handelt nachvollziehbar und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, so hätte es wirklich passiert sein können. Leider schafft es das Buch nicht, die großen Gefühle in mir auszulösen. Deswegen der Stern Abzug. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war die Verstrickung von bekannten Tatsachen und der Vision der Autorin, wie es sich damals angespielt haben könnte. Allen Fans von Kunst oder historischen Romanen, ist dieses Buch aber empfehlenswert. Wofür ich ihm auf jeden Fall dankbar bin ist, dass es mich motiviert hat, nach Den Haag ins Mauritshuis zu fahren und mir das Gemälde in echt anzusehen. Das Museum hat eine wirklich schöne Sammlung und ein/zwei Bilder werde ich in Zukunft noch für andere Beiträge verwenden. Wer in der Nähe ist, sollte ihm auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Lesehighlight
Die Geschichte spielt 1664/65 und handelt von dem Dienstmädchen Griet, die bei dem holländischen Maler Jan Vermeer arbeitet, von ihm begehrt und schließlich auf seinem berühmten Gemälde verewigt wird. Bei der Geschichte handelt es sich um eine Fiktion, da man bis heute nicht weiß, wer das Mädchen auf dem berühmten Gemälde tatsächlich war. Das Buch kann ich nur empfehlen. Ich finde es so schön beschrieben, wie Griet, die ja ein ungebildetes und einfaches Mädchen ist, ein Gespür und Empfinden für Farben und Formen hat und instinktiv weiß, was Vanmeer mit seinen Gemälden auszudrücken versu
Bewegend 👨🏻🎨
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, diese Geschichte hat mich wirklich bewegt. Man begleitet ein Mädchen im 17 Jahrhundert. Ein Mädchen, welches um ihre Familie zu unterstützen als Dienstmagd bei wohlhabenden Leuten zu arbeiten beginnt. Als ihr Arbeitgeber plötzlich Interesse an ihr zeigt und sie malen möchte, begibt sie sich in eine missliche Lage...
Sehr schöner Schreibstil und spannender als erwartet
Die Geschichte von Griet hat mich mehr gepackt als ich anfangs dachte. Der gute Schreibstil der Autorin lässt einen die Geschichte wie selber leben und macht einen neugierig auf mehr, auch wenn die Geschichte nicht besonders spannend erschien. Das Leben zu dieser Zeit wurde sehr gut beschrieben und man konnte sich gut vorstellen wie es sich für sie angefühlt hatte.
Das Hörbuch entführt die Hörerinnen und Hörer in das Delft( Holland ) des 17. Jahrhunderts und erzählt eine eindringliche Geschichte über Kunst, Stille und verborgene Gefühle. Erzählt aus der Perspektive der jungen Magd Griet, erleben wir den Alltag im Haus des berühmten Malers Johannes Vermeer und werden Schritt für Schritt in die Entstehung eines der bekanntesten Gemälde der Kunstgeschichte hineingezogen. Die Sprecherin verleiht Griet eine sanfte, zurückhaltende Stimme, die perfekt zu ihrem schüchternen Charakter passt. Mit feinem Gespür für Stimmungen und Pausen transportiert sie sowohl die leisen Spannungen im Hause Vermeer als auch die unausgesprochene Nähe zwischen Griet und dem Maler. Die Geschichte lebt weniger von großen dramatischen Wendungen als vielmehr von subtilen Beobachtungen und emotionaler Tiefe. Das Hörbuch lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören und die Atmosphäre jener Epoche auf sich wirken zu lassen - auch wenn das gemächliche Erzähltempo stellenweise etwas langatmig wirkt. Eine unaufgeregte, feinfühlige Hör-Erfahrung für Fans von historischen Romanen.
Es war jetzt für mich kein schlechtes aber auch kein gutes Buch. Mir hat die die Spannung in dem Buch gefehlt und Griet fand ich jetzt auch nicht so symphatisch. Es hat mich nicht wirklich mitgerissen das Buch und das erwarte ich mir schon von einem guten Buch. Ich liebe es wenn ich mich in die Geschichte hineinversetzen kann aber das hat hier leider komplett gefehlt.
Ich habe das Buch bei einer Vermeer - Ausstellung gekauft und war sehr gespannt darauf. Zu Beginn hatte ich aber Schwierigkeiten mit dem Stil und dem Inhalt der Geschichte, beides erschien mir spröde und ich kam nicht richtig rein in das Buch. Nach und nach gewann die Geschichte an Fahrt, und am Ende war ich sehr fasziniert. Ich empfehle den Lesern, das Vorwort am Ende zu lesen. Ich habe das instinktiv richtig gemacht und bin sehr froh darüber.
Ich kann nicht ganz sagen, ob ich das Buch nun mochte oder es mich enttäuscht hat. Es ist definitiv nicht mein gewohntes Genre, aber ich muss sagen, dass ich auch nicht einfach aufhören konnte, ich musste einfach wissen, warum der Künstler gerade sie gemalt hat und wie es dazu gekommen ist. Griet ist ein sehr vielseitiges junges Mädchen und für mich, mit ihrer Art und Denkweise irgendwie aus der Zeit gefallen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, man konnte dem Geschehen gut folgen, ohne das es Kompliziert wurde. Es ist auf jeden Fall eine gute Geschichte, die mich aber etwas ratlos zurückgelassen hat.
Mir hat es gut gefallen. Die Vorleserin hat eine sehr angenehme Stimme und ihre Art zu erzählen bzw. zu lesen ist sehr entspannend. Ich hab nur den Fehler gemacht, das Buch nicht möglichst "am Stück" zu hören. Mir fällt es immer noch schwer, mir vorgelesenes zu merken und mich nach einer Pause wieder hineinzufinden. Da ich das Buch selber nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, ob es eine gekürzte Lesung ist oder nicht. Daran sieht man mal, wie gut die Kürzung gemacht worden ist, so es denn eine sein sollte :)
Ein ruhiger poetischer Klassiker, welcher der wohl berühmtesten Unbekannten der Niederlande endlich eine eigene Stimme gegeben hat!
Delft, 1664. Die sechzehnjährige Griet ist verzweifelt. Nachdem ihr Vater bei einem tragischen Arbeitsunfall sein Augenlicht verloren hat, stehen ihre Eltern vor den Scherben ihrer Existenz. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, wird das junge Mädchen in den Haushalt des holländischen Malers Johannes Vermeer gegeben und muss in der bedrückenden Bleibe des introvertierten Künstlers, dessen eitler Ehegattin Catharina und seiner, lediglich aufs Geld bedachten, Schwiegermutter Maria Thins eine Stelle als Dienstmagd annehmen. Neben anderen täglich zu erledigenden Pflichten, wie dem Gang zum Markt oder das Waschen der Wäsche, wird Griet auch mit der unabdingbaren Aufgabe betraut, das Atelier des Hausherren sauber zu halten, jedoch ohne etwas im Raum zu verändern oder Gegenstände zu verrücken, die Vermeer gerade malt. Die Arbeit im Atelier sowie ihr wachsendes Interesse für die Malerei und die Werke ihres Herren ermöglichen es Griet, vorübergehend die Welt zu vergessen, in welcher sie fortan nurmehr Demütigung und Verachtung erfährt. Obwohl beide gänzlich verschiedenen Gesellschafts- und Bildungsschichten angehören, gewinnt das Mädchen nach und nach das Vertrauen des angesehenen Künstlers; er fühlt sich von ihr inspiriert und zeigt ihr, wie sie seine Farben mischen soll. Als Vermeer sie indes bittet, für ihn Model zu stehen und für das Porträt den kostbaren Perlenohrring seiner Frau anzulegen, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Über das Leben des niederländischen Barockmalers Johannes Vermeer ist nur wenig bekannt. Gesichert ist, dass er mit achtzehn Jahren heiratete und im Lauf der Zeit für elf Kinder zu sorgen hatte. Da der perfektionistisch veranlagte Vermeer lange an einem Gemälde arbeitete, nie mehr als drei Bilder in einem Jahr vollendete und deshalb nur wenig verkaufen konnte, hinterließ er seiner Witwe zum Schluß allerdings hohe Schulden. Mit gerade einmal 37 gesicherten Bildern ist der Umfang des Gesamtwerkes des Künstlers recht klein, aber eines seiner bedeutendsten Werke “Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ aus den Sechzigerjahren des 17. Jahrhunderts ist Vielen ein Begriff. Das Porträt einer jungen Frau, die den Betrachter gedankenschwer und zugleich neugierig über ihre linke Schulter hinweg beäugt. Doch wer war sie? Und was verbirgt sich hinter diesem unzugänglichen Gesichtsausdruck? Wen das Porträt darstellt, welche Geschichte sich hinter dem Bild wirklich verbirgt ist bis heute völlig ungeklärt. Genau hier setzte die US-amerikanische Schriftstellerin Tracy Chevalier an, um diese Lücke in der Kunstgeschichte mit historisch angehauchter Fiktion zu füllen und dem schüchtern dreinblickenden Mädchen mit den runden grauen Augen endlich eine eigene Stimme zu geben. Und das ist ihr, wie ich finde, mehr als gelungen. Sie erschuf mit ihrem Roman nicht nur ein authentisches literarisches Abbild dieser Zeit, sie erschuf mit Griet eine junge Frau aus Fleisch und Blut, die sich mit den Händen fast schon fassen lässt. Ich war berührt von der sensiblen, ja fast schon poetischen und ruhigen Art der Autorin die Geschehnisse aus Griets Sicht zu beschreiben, bei dem die Geschichte scheinbar erst langsam Gestalt annimmt, aber dennoch irgendwie unglaublich viel passiert. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber eines kann ich mit Bestimmtheit sagen: dieser Roman war für mich ein absolutes Jahreshighlight und sei jedem Kunstliebhaber ans Herz gelegt! Für mich ist es nach dieser Lektüre nicht mehr vorstellbar das Gemälde von dem Buch zu trennen. Wenn ich eines Tages vor Vermeers Original stehen sollte, werde ich keine offenen Fragen haben. Ja, so kann, so muss es einfach gewesen sein. Das ist Griet und dies ist ihre Geschichte. 5/5 ⭐

Ganz nett für zwischendurch
Einige Umschreibungen des Haushalts ergeben keinen Sinn. Es ist recht unterhaltsam aber entspricht nicht meinem Geschmack. Außerdem lobt sich die Autorin im Vorwort selbst, dass sie Vermeers Bild wieder bekannt gemacht habe, was ich als gnadenlose Selbstüberschätzung empfinde.
Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Es erzählt eine Lebensgeschichte, was ich grundsätzlich interessant finde, aber diese hier hat mich nicht wirklich gepackt. Ich kann nicht mal sagen, dass es schlecht war – es war einfach nicht so spannend oder bewegend, dass ich es wahrscheinlich weiterempfehlen würde. Für diejenigen, die solche historischen Geschichten mögen, ist es vielleicht was, aber ich würde es eher kein zweites Mal lesen.

Ich habe das Buch bei einer Vermeer- Ausstellung gekauft und war sehr gespannt. Zu Beginn hatte ich aber Schwierigkeiten, in die Geschichte zu kommen, der Schreibstil und der Inhalt erschien mir spröde. Nach und nach nahm die Geschichte Fahrt auf, und am Ende war ich sehr fasziniert. Ich rate den Lesern, das Vorwort am Ende des Buches zu lesen. Ich hab das zum Glück instinktiv richtig gemacht!
📚 Inhalt Delft, 1664. Griet wird nach einem Arbeitsunfall ihres Vaters, bei dem er erblindete, als den Dienstmagd in den Haushalt des angesehenen Malers Johannes Vermeer gegeben. Seine Gattin entpuppt sich als sehr eifersüchtige Person und schikaniert Griet wo sie kann. Das Leben für die junge Frau ist nicht einfach im Haus des Malers, doch seine Bilder ziehen sie in ihren Bann. Und auch der Maler wird in einen Bann gezogen, nämlich in Griets. Er beginnt sie heimlich zu malen. Als er Griet bittet, für das Bild einen Perlenohrring seiner Frau zu tragen, setzt er damit eine Katastrophe in Gang, die ungeahnte Folgen mit sich bringt. 📖 Meinung Ich kenne mich gar nicht aus in Kunst, aber ich mag einige klassische Kunstwerke, wie zum Beispiel «Das Mädchen mit dem Perlenohrring». Das Bild wirkt sehr schlicht, strahlt eine Ruhe und Eleganz aus, die mich sehr anspricht. Ich habe es sogar mal als Puzzle zusammen gesetzt und das war echt eine ziemliche Herausforderung. Aber genug davon, zurück zum Buch. Griet ist eine junge, intelligente Frau, die sich ohne zu murren ihrem Schicksal fügt, um ihre Familie zu unterstützen. Sie erträgt die Hänseleien und schlechten Behandlungen ihrer Herrin und versucht irgendwie deren Kinder zu bändigen, die äusserst frech und verzogen sind. Schnell ist klar, dass Griets Leben weder einfach ist noch so, wie sie es sich vorgestellt hätte. Mit der Zeit kommt sie dem Maler näher und wird zuerst seine heimliche Assistentin und späteres Modell. Diese Momente bringen ihr Abwechslung und Auszeit. Doch kann sie sich nie komplett entspannend, zu gross ist die Angst, entdeckt zu werden. Mir gefällt Griet als Charakter sehr gut. Sie ist zwar schicksalsergeben, aber alles andere als dumm und naiv. Sie nimmt die Situation so an wie sie ist und versucht das beste daraus zu machen. Dies wirkt für mich sehr stark und optimistisch, denn ich hätte nicht mit ihr tauschen wollen. Die Autorin tastet sich sehr langsam an Griet und Vermeer heran. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, ist natürlich in einer Dysbalance und erhält im richtigen Tempo einen Hauch von Romantik, ohne dass es kitschig wird. Mir hat Griets Geschichte sehr gut gefallen. Sie verströmt ein Wohlfühl-Gefühl, obwohl die angesprochenen Themen gar nicht so wirken. Die Autorin schreibt sehr empathisch und bedacht, die Sprache ist schön und das Lesen fällt flüssig und leicht aus. Eine wirklich schöne Geschichte, die am Schluss ein gutes Gefühl zurück lässt.
Eine Dienstmagd, ein Maler und das 17. Jahrhundert. Durch diesen Roman werden die Bilder des berühmten Malers Vermeer lebendig. Luftig, leise, bildhaft, etwas düster, mit geschichtlichen und künstlerischen Hintergründen, keineswegs langweilig, sondern ziemlich spannend geschrieben. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht leicht. V.a. nicht für Frauen. So ergeht es auch Griet. Sie wird als Dienstmagd herumgeschubst, belästigt und scheinbar von den Männern ausgenutzt. In dem Haushalt, wo sie tätig ist, erlebt sie Eifersucht, Hass und die typische Hierarchie der Zeit. Nur der Hausherr, der Maler Vermeer, sieht in ihr etwas Besonderes. Zwischen den beiden baut sie eine nonverbalen, elektrifizierende Beziehung auf. Die Autorin beschreibt die Situationen, die Farben, die Beziehungen zwischen den Personen im Buch so detailreich, dass man glaubt auf eine Zeitreise zu gehen und vollkommen in die fiktive Geschichte der Unbekannten auf dem Gemälde einzutauchen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Ende hat mich sehr berührt.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Während des Lesens scheint die Welt langsamer zu werden, alles wird leiser, feiner & intensiver. Es ist wie ein sanfter Spaziergang durch Vermeers Zeit und ein atmosphärischer Einblick in die Kunstgeschichte. Still, aber unglaublich eindrucksvoll.
Schönes Buch für zwischendurch
Der Roman Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Tracy Chevalier erzählt eine fiktive Geschichte rund um das berühmte Gemälde Girl with a Pearl Earring von Johannes Vermeer. Im Mittelpunkt steht die junge Griet, die im 17. Jahrhundert als Dienstmädchen im Haushalt des Malers Vermeer arbeitet. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere, stille Verbindung. Griet wird immer stärker in Vermeers Arbeit eingebunden, hilft ihm im Atelier und wird schließlich zum Modell für eines seiner bekanntesten Gemälde – das Mädchen mit dem Perlenohrring. Dabei bewegt sie sich ständig zwischen den strengen gesellschaftlichen Grenzen ihrer Zeit, den Erwartungen der Familie und der stillen Faszination für die Welt der Kunst. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Die Geschichte ist ruhig erzählt und vermittelt sehr schön die Atmosphäre der damaligen Zeit sowie den Alltag im Haushalt des Malers. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Arbeit eines Künstlers und wie aus kleinen Beobachtungen schließlich ein berühmtes Bild entsteht. Trotzdem war es für mich kein Highlight. Die Handlung ist eher leise und langsam, was zwar zur Stimmung passt, mich aber nicht durchgehend gepackt hat. Die Verfilmung hat mir ebenfalls sehr gut gefallen – vor allem, weil sie die besondere Atmosphäre und die Bildsprache des Romans sehr schön einfängt. Mein Fazit: Eine schöne, atmosphärische Geschichte über Kunst, Beobachtung und die stillen Zwischentöne menschlicher Beziehungen
This is a very slow-moving character driven book. It was quite enjoyable and painted a realistic picture of the 17th century. While being a fictional account of Vermeer's relationship with the subject of his most famous work, it was well written and piqued my interest in looking up more of his paintings.
"Manchmal saß er nur da und schaute mich an, als erwarte er, dass ich etwas tat. Dann war er kein Maler mehr, sondern ein Mann. Und es fiel mir schwer, ihn anzusehen."
Die Beziehung von Maler und Muse. Obsessiv, verboten, von Sehnsucht und Scheu geprägt. Keine leichte Liebesgeschichte, sondern etwas viel Tieferes, Ruheloseres und Intimeres. Es ist die Faszination des Künstlers und die Entblößung des Modells. Es ist Abhängigkeit. Es ist Liebe. Es ist Besitztum. Es ist das Mysterium um das Mädchen mit dem Perlenohrring.






































