New Boy
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Description
The bestselling author of Girl with a Pearl Earring and The Last Runaway returns with a tale of jealousy, bullying and revenge.
Arriving at his fourth school in six years, diplomat's son Osei knows he needs an ally if he is to survive his first day - so he's lucky to hit it off with Dee, the most popular girl in school. But one student can't stand to witness this budding relationship: Ian decides to destroy the friendship between the black boy and the golden girl. By the end of the day, the school and its key players - teachers and pupils alike - will never be the same again.
The tragedy of Othello is transposed to a 1970s suburban Washington schoolyard in Tracy Chevalier's powerful drama of friends torn apart.
Book Information
Posts
Ein Buch meiner Lieblingsautorin!
Am Anfang wusste ich nicht genau, was "Othello" ist, bis ich beschämend herausfand: W. Shakespears hat es geschrieben und dieses Buch wird einfach neue erzählt. Ich muss wirklich sagen, dass mir dieses Buch wirklich gefallen hat. Ich fand es Interessant, wie die ganze Spannung aufgebaut wurde und wie es geendet hat. Ich kann nur sagen, dass was ich, zum ersten Mal von Tracy Chevalier gelesen habe, finde ich gut. Wie sie die Charakter, ihre Sichtweise beschreibt und wie die Geschichte an Drama zunahm. Im grossem und ganzem, hat dieses Buch, meiner Meinung nach 4 bis 4.5 Sterne verdient.
Eine wunderbare Neuerzählung von Shakespeares‘ Othello — Rassismus und Drama in den 70er Jahren Tracy Chevaliers „Der Neue“ erschien im Rahmen des Hogarth Shakespeare Projekts, das die Klassiker von beliebten Autoren in ein neues, modernes Gewand stecken soll. Auch hier kenne ich das Original nicht, deshalb werde ich nur die Geschichte, wie sie ist, und nicht, ob sie nah am Original ist etc. besprechen. Es geht um Osei, auch schlicht O genannt, der zum wiederholten Male an eine neue Schule kommt. Obwohl das Washington der 70er Jahre als „Chocolate City“ bekannt ist, hat Osei es als einziger Schwarzer schwer. Alle Kinder beäugen ihn kritisch, mögen ihn nicht berühren und halten sich von ihm fern. Dass sich nun eines der beliebtesten Mädchen der Schule mit Osei anzufreunden scheint, passt einigen der Jungs auf dem Schulhof überhaupt nicht, und Ian, vor dem alle Angst haben, plant ein Komplott, dass Osei und Dee schnell wieder auseinander bringen soll… Weiße stellten immer Fragen, die mit der Haarpflege zu tun hatten. Und konnten Schwarze eigentlich auch einen Sonnenbrand bekommen? Oder braun werden? Waren sie von Natur aus besser im Sport und wenn ja, warum? […] Chevaliers Geschichte rund um Dee und Osei hat mir sehr viel Spaß gemacht; der Erzählstil ist flüssig und die Abschnitte des Buchs sind in „Große Pause“ oder „Mittagessen“ gegliedert, so weiß man sofort, in welchem Zeitrahmen man sich die Geschehnisse denken muss. Die Ankunft Oseis in der Schule gestaltet sich trotz der eigentlich toleranten Zeiten und Gegend schwierig, alle anderen Schüler scheinen ihn anzustarren und die Lehrer, die es eigentlich besser wissen sollten, stempeln ihn als minderbemittelten, dummen Jungen ab. Nur Dee ist sofort Feuer und Flamme für den „Neuen“, auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie dafür zahlreiche komische Blicke erntet. Die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt sich auch gleich zu einer kleinen Liebelei und noch in der ersten Pause fragt Dee Osei, ob er „mit ihr gehen“ möchte; die Zwei kommen also von vornherein miteinander klar. Dass das Neider auf sich zieht, ist klar, ist Dee doch eines der beliebtesten Mädchen an der Schule. Zudem wirbelt Osei mit seinem „Anderssein“ und seiner Art die Dynamik des Pausenhofs gehörig auf und dies bleibt ebenso wenig frei von Neid und Argwohn. Das Original von Shakespeare, das dieser Geschichte zugrunde liegt, Othello, kannte ich auch dieses Mal nicht (Schande über mein Haupt), dennoch finde ich, dass die Dramatik, mit der Beziehungen geschlossen und Feindschaften besiegelt werden, direkt an Shakespeare erinnert. Für 11-Jährige vielleicht ein wenig unpassend, doch denkt man sich Tracy Chevaliers „Der Neue“ an eine Highschool mit Teenagern, erscheint die Geschichte schon viel realistischer. Der Schreibstil von Chevalier gefällt mir wirklich wunderbar, er war flüssig zu lesen und erschien mir sehr authentisch, sodass ich das Buch direkt in einem Rutsch ausgelesen habe. Durch mehrere Rückblenden in die Zeit vor Oseis Umzug nach Washington erfahren wir zudem auch noch mehr über seine Schwester, die der Black Power Bewegung angehört, und auch über seine Eltern — spannend! Sehr gern hätte ich mehr über seine Familie gelesen. Während Osei und auch Dee so etwas mehr Hintergrund erhalten, bleiben die anderen Personen des Schulhofs etwas blass, besonders für Ian hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht, warum er so ist, wie er ist, und warum er nach dem Unglück der anderen trachtet. Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de/rezension/tracy-chevalier-der-neue
Ein Schultag, ein neuer (dunkelhäutiger) Junge, Liebeleien und Intrigen unter Sechsklässlern - meiner Meinung nach keine besonders gelungene Neuinterpretation von "Othello". Ich fand es langweilig, konnte mich nicht in die Situation hineinfühlen und eigentlich interessierten mich die nicht besonders gut erzählten Ränkelspiele auch gar nicht. Das bisher schlechteste Buch aus dieser Reihe.
Wie immer schafft es die Autorin mit greifbaren und authentischen, vielseitigen Charakteren diese Geschichte so unendlich spannend und real zu machen, dass man kaum zu lesen aufhören kann! Auch die besprochenen Themen sind wichtig und passen in die heutige Zeit. Eine schöne Neuinterpretation von Shakespeares 'Othello'.
Inhalt (in meinen Worten): Ein typisch amerikanischer Schulhof in den 1970ern. Lehrer und Schüler versammeln sich und spielen und reden noch etwas, bevor der Unterricht beginnt. Auf diesem Schulhof hat jeder seinen Platz: die Mädchen springen Seil, die Jungs Kickball oder anderes. Es gibt den Rebellen, der anderen das Leben zur Hölle macht, wenn er gerade Lust darauf hat und die beliebten Kids, die, die immer freundlich sind und nie einen Fehler gemacht haben. Doch plötzlich ändert sich etwas auf diesem Schulhof. Denn ein neuer Schüler betritt das Gelände und wirkt noch etwas unentschlossen. Dieser Junge ist anders. Dieser Junge ist schwarz. Während alle anderen weiß sind. Der schwarze Junge ist es gewohnt 'der Neue' auf einer Schule zu sein und er ist es gewohnt, der einzige farbige zu sein. Denn die Familie zieht oft um, der Vater ist Diplomat. Doch etwas ist anders auf dieser Schule. Etwas, was dieser Junge nicht gedacht hätte. Denn auf dieser Schule gibt es ein Mädchen namens Dee und sie sieht in ihm mehr, als nur die Farbe und Osei erkennt in ihr ebenfalls etwas anderes. Sie schwimmen sofort auf einer Wellenlänge. Doch all das wird von einem anderen Junge kritisch beäugt und in diesem Jungen keimt ein Plan auf, der alles oder nichts bedeutet. Stil Dieses Buch ist anders als die anderen Bücher dieser Reihe. Anders, weil der Protagonist ebenfalls nicht so ist, wie die meisten. Denn Tracy Chevalier hat Osei zu einem Jungen gemacht, der nicht dem Stereotypus entspricht, obgleich Dee zwar dieses Sunny Girl darstellt und everybodys Darling ist, so gibt es hier diese Spannung, die alles sehr interessant macht. Die Erzählart ist toll. Wir sehen eine Szene auf dem Schulhof aus verschiedenen Perspektiven und das ist sehr schön umgesetzt. Es wirkt nicht gequält oder respektlos. Sondern zeigt einfach, dass alles mehrere Seiten hat. Man sieht nur das, was man sehen will und doch fügt sich am Ende alles zusammen. 'Othello' neu erzählt und das hat funktioniert - für mich. Das Buch ist wirklich super geschrieben. Fazit: Ich war skeptisch, was dieses Buch angeht. Wirklich. Wahnsinnig skeptisch und ich hatte Angst. Angst davor, dass Tracy Chevalier es verunstaltet. Das sie den Kern nicht verstanden hat und eventuell das Thema RASSISMUS zu sehr aufbauschen würde. Oder die Sprachweise abschweift. Doch Chevalier hat William Shakespeares Geist und Gedanke beibehalten und es zu etwas wirklich tollem gemacht. Als ich mit dem Lesen fertig war, habe ich zehn Minuten lang geweint. Ich war so fertig und traurig und doch überwältigt von der Macht dieser Worte. Es ist nicht von irgendwo geholt, oder wirkt zu sehr nach ausgedacht. Es ist das pure und wahre Leben - so hätte es durchaus passieren können, selbst heute. Es ist nichts, was aufgepuscht wirkt oder gar gepresst. Ich hab tatsächlich das Gefühl, dass sich Tracy Chevalier viele Gedanken gemacht hat und sich Othello zu Herzen genommen hatte. Denn Othello ist ein so großartiges und machtvolles Werk von William Shakespeare, dass ich immer wieder davor zurück schrecke, was Wörter alles bewirken können. Was ein Gerücht in jemanden auslösen kann. Denn um nichts anderes geht es: Ein paar Worte, Gesten, etwas flüstern und schon ist der Keim gesetzt. Wird er gepflegt und mit weiteren Worten begossen, geht dieser Keim auf und breitet sich aus. Es ist wie ein Gift, was sich in den Adern verteilt. Bis es irgendwann im Herzen angekommen ist ... Osei ist aus Ghana. Er ist schwarz, er musste schon so viel einstecken und mitmachen und doch hat er ein so warmes Wesen und liebevolles Herz, dass ich diesen Jungen einfach nur bewundert habe. Einen so starken und doch verletzlichen Charakter hat es selten gegeben und dann haben wir noch Dee und sie ist einfach liebevoll und freundlich. Sie mag Osei. 'Der Neue' hat sehr viel in mir ausgelöst. Ob William Shakespeare wusste, welche Wirkung er mit OTHELLO noch immer haben wird? Ob er einen Othello in seinem Umfeld gekannt oder davon nur gehört hat? William Shakespeare zeigt, das Wörter unsterblich sind und sie einfach nur Macht bedeuten. Wörter können töten. Das Gift breitet sich aus und plötzlich verändert sich alles. Gesamtbewertung: Ich bin mir nicht sicher, ob es angebracht ist. Aber ich versuche es trotzdem: Cover: Sowohl Vorder- als auch die Rückseite ist wundervoll getroffen. Titel: 'Der Neue' oder im englischen 'New Boy' ist gut gewählt. Anders ginge es gar nicht. Inhalt: Ich kann es nur empfehlen. Es ist ein wundervolles und doch tragisches Buch. Mit allen Seiten, die es eben gibt. Es sind die 1970er in Washington und die Vorurteile gegenüber farbigen Menschen ist immer noch viel zu groß und in Fleisch und Blut bei vielen einfach eingebrannt. Doch dann gibt es dieses eine Mädchen, welches alle Regeln bricht und einfach handelt, weil sie es spürt und fühlt. Weil sie nicht nachdenkt und nicht auf das hört, was ihr andere sagen. 'Der Neue' hat sich nicht nur sehr schnell einen Platz auf dem Schulhof verschaffen können, sondern auch in meinem Herzen. Wie damals, als ich Othello zum ersten Mal gelesen habe. Auch damals, saß ich hinterher lange da und wusste nicht, was ich denken oder fühlen soll.
Description
The bestselling author of Girl with a Pearl Earring and The Last Runaway returns with a tale of jealousy, bullying and revenge.
Arriving at his fourth school in six years, diplomat's son Osei knows he needs an ally if he is to survive his first day - so he's lucky to hit it off with Dee, the most popular girl in school. But one student can't stand to witness this budding relationship: Ian decides to destroy the friendship between the black boy and the golden girl. By the end of the day, the school and its key players - teachers and pupils alike - will never be the same again.
The tragedy of Othello is transposed to a 1970s suburban Washington schoolyard in Tracy Chevalier's powerful drama of friends torn apart.
Book Information
Posts
Ein Buch meiner Lieblingsautorin!
Am Anfang wusste ich nicht genau, was "Othello" ist, bis ich beschämend herausfand: W. Shakespears hat es geschrieben und dieses Buch wird einfach neue erzählt. Ich muss wirklich sagen, dass mir dieses Buch wirklich gefallen hat. Ich fand es Interessant, wie die ganze Spannung aufgebaut wurde und wie es geendet hat. Ich kann nur sagen, dass was ich, zum ersten Mal von Tracy Chevalier gelesen habe, finde ich gut. Wie sie die Charakter, ihre Sichtweise beschreibt und wie die Geschichte an Drama zunahm. Im grossem und ganzem, hat dieses Buch, meiner Meinung nach 4 bis 4.5 Sterne verdient.
Eine wunderbare Neuerzählung von Shakespeares‘ Othello — Rassismus und Drama in den 70er Jahren Tracy Chevaliers „Der Neue“ erschien im Rahmen des Hogarth Shakespeare Projekts, das die Klassiker von beliebten Autoren in ein neues, modernes Gewand stecken soll. Auch hier kenne ich das Original nicht, deshalb werde ich nur die Geschichte, wie sie ist, und nicht, ob sie nah am Original ist etc. besprechen. Es geht um Osei, auch schlicht O genannt, der zum wiederholten Male an eine neue Schule kommt. Obwohl das Washington der 70er Jahre als „Chocolate City“ bekannt ist, hat Osei es als einziger Schwarzer schwer. Alle Kinder beäugen ihn kritisch, mögen ihn nicht berühren und halten sich von ihm fern. Dass sich nun eines der beliebtesten Mädchen der Schule mit Osei anzufreunden scheint, passt einigen der Jungs auf dem Schulhof überhaupt nicht, und Ian, vor dem alle Angst haben, plant ein Komplott, dass Osei und Dee schnell wieder auseinander bringen soll… Weiße stellten immer Fragen, die mit der Haarpflege zu tun hatten. Und konnten Schwarze eigentlich auch einen Sonnenbrand bekommen? Oder braun werden? Waren sie von Natur aus besser im Sport und wenn ja, warum? […] Chevaliers Geschichte rund um Dee und Osei hat mir sehr viel Spaß gemacht; der Erzählstil ist flüssig und die Abschnitte des Buchs sind in „Große Pause“ oder „Mittagessen“ gegliedert, so weiß man sofort, in welchem Zeitrahmen man sich die Geschehnisse denken muss. Die Ankunft Oseis in der Schule gestaltet sich trotz der eigentlich toleranten Zeiten und Gegend schwierig, alle anderen Schüler scheinen ihn anzustarren und die Lehrer, die es eigentlich besser wissen sollten, stempeln ihn als minderbemittelten, dummen Jungen ab. Nur Dee ist sofort Feuer und Flamme für den „Neuen“, auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie dafür zahlreiche komische Blicke erntet. Die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt sich auch gleich zu einer kleinen Liebelei und noch in der ersten Pause fragt Dee Osei, ob er „mit ihr gehen“ möchte; die Zwei kommen also von vornherein miteinander klar. Dass das Neider auf sich zieht, ist klar, ist Dee doch eines der beliebtesten Mädchen an der Schule. Zudem wirbelt Osei mit seinem „Anderssein“ und seiner Art die Dynamik des Pausenhofs gehörig auf und dies bleibt ebenso wenig frei von Neid und Argwohn. Das Original von Shakespeare, das dieser Geschichte zugrunde liegt, Othello, kannte ich auch dieses Mal nicht (Schande über mein Haupt), dennoch finde ich, dass die Dramatik, mit der Beziehungen geschlossen und Feindschaften besiegelt werden, direkt an Shakespeare erinnert. Für 11-Jährige vielleicht ein wenig unpassend, doch denkt man sich Tracy Chevaliers „Der Neue“ an eine Highschool mit Teenagern, erscheint die Geschichte schon viel realistischer. Der Schreibstil von Chevalier gefällt mir wirklich wunderbar, er war flüssig zu lesen und erschien mir sehr authentisch, sodass ich das Buch direkt in einem Rutsch ausgelesen habe. Durch mehrere Rückblenden in die Zeit vor Oseis Umzug nach Washington erfahren wir zudem auch noch mehr über seine Schwester, die der Black Power Bewegung angehört, und auch über seine Eltern — spannend! Sehr gern hätte ich mehr über seine Familie gelesen. Während Osei und auch Dee so etwas mehr Hintergrund erhalten, bleiben die anderen Personen des Schulhofs etwas blass, besonders für Ian hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht, warum er so ist, wie er ist, und warum er nach dem Unglück der anderen trachtet. Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de/rezension/tracy-chevalier-der-neue
Ein Schultag, ein neuer (dunkelhäutiger) Junge, Liebeleien und Intrigen unter Sechsklässlern - meiner Meinung nach keine besonders gelungene Neuinterpretation von "Othello". Ich fand es langweilig, konnte mich nicht in die Situation hineinfühlen und eigentlich interessierten mich die nicht besonders gut erzählten Ränkelspiele auch gar nicht. Das bisher schlechteste Buch aus dieser Reihe.
Wie immer schafft es die Autorin mit greifbaren und authentischen, vielseitigen Charakteren diese Geschichte so unendlich spannend und real zu machen, dass man kaum zu lesen aufhören kann! Auch die besprochenen Themen sind wichtig und passen in die heutige Zeit. Eine schöne Neuinterpretation von Shakespeares 'Othello'.
Inhalt (in meinen Worten): Ein typisch amerikanischer Schulhof in den 1970ern. Lehrer und Schüler versammeln sich und spielen und reden noch etwas, bevor der Unterricht beginnt. Auf diesem Schulhof hat jeder seinen Platz: die Mädchen springen Seil, die Jungs Kickball oder anderes. Es gibt den Rebellen, der anderen das Leben zur Hölle macht, wenn er gerade Lust darauf hat und die beliebten Kids, die, die immer freundlich sind und nie einen Fehler gemacht haben. Doch plötzlich ändert sich etwas auf diesem Schulhof. Denn ein neuer Schüler betritt das Gelände und wirkt noch etwas unentschlossen. Dieser Junge ist anders. Dieser Junge ist schwarz. Während alle anderen weiß sind. Der schwarze Junge ist es gewohnt 'der Neue' auf einer Schule zu sein und er ist es gewohnt, der einzige farbige zu sein. Denn die Familie zieht oft um, der Vater ist Diplomat. Doch etwas ist anders auf dieser Schule. Etwas, was dieser Junge nicht gedacht hätte. Denn auf dieser Schule gibt es ein Mädchen namens Dee und sie sieht in ihm mehr, als nur die Farbe und Osei erkennt in ihr ebenfalls etwas anderes. Sie schwimmen sofort auf einer Wellenlänge. Doch all das wird von einem anderen Junge kritisch beäugt und in diesem Jungen keimt ein Plan auf, der alles oder nichts bedeutet. Stil Dieses Buch ist anders als die anderen Bücher dieser Reihe. Anders, weil der Protagonist ebenfalls nicht so ist, wie die meisten. Denn Tracy Chevalier hat Osei zu einem Jungen gemacht, der nicht dem Stereotypus entspricht, obgleich Dee zwar dieses Sunny Girl darstellt und everybodys Darling ist, so gibt es hier diese Spannung, die alles sehr interessant macht. Die Erzählart ist toll. Wir sehen eine Szene auf dem Schulhof aus verschiedenen Perspektiven und das ist sehr schön umgesetzt. Es wirkt nicht gequält oder respektlos. Sondern zeigt einfach, dass alles mehrere Seiten hat. Man sieht nur das, was man sehen will und doch fügt sich am Ende alles zusammen. 'Othello' neu erzählt und das hat funktioniert - für mich. Das Buch ist wirklich super geschrieben. Fazit: Ich war skeptisch, was dieses Buch angeht. Wirklich. Wahnsinnig skeptisch und ich hatte Angst. Angst davor, dass Tracy Chevalier es verunstaltet. Das sie den Kern nicht verstanden hat und eventuell das Thema RASSISMUS zu sehr aufbauschen würde. Oder die Sprachweise abschweift. Doch Chevalier hat William Shakespeares Geist und Gedanke beibehalten und es zu etwas wirklich tollem gemacht. Als ich mit dem Lesen fertig war, habe ich zehn Minuten lang geweint. Ich war so fertig und traurig und doch überwältigt von der Macht dieser Worte. Es ist nicht von irgendwo geholt, oder wirkt zu sehr nach ausgedacht. Es ist das pure und wahre Leben - so hätte es durchaus passieren können, selbst heute. Es ist nichts, was aufgepuscht wirkt oder gar gepresst. Ich hab tatsächlich das Gefühl, dass sich Tracy Chevalier viele Gedanken gemacht hat und sich Othello zu Herzen genommen hatte. Denn Othello ist ein so großartiges und machtvolles Werk von William Shakespeare, dass ich immer wieder davor zurück schrecke, was Wörter alles bewirken können. Was ein Gerücht in jemanden auslösen kann. Denn um nichts anderes geht es: Ein paar Worte, Gesten, etwas flüstern und schon ist der Keim gesetzt. Wird er gepflegt und mit weiteren Worten begossen, geht dieser Keim auf und breitet sich aus. Es ist wie ein Gift, was sich in den Adern verteilt. Bis es irgendwann im Herzen angekommen ist ... Osei ist aus Ghana. Er ist schwarz, er musste schon so viel einstecken und mitmachen und doch hat er ein so warmes Wesen und liebevolles Herz, dass ich diesen Jungen einfach nur bewundert habe. Einen so starken und doch verletzlichen Charakter hat es selten gegeben und dann haben wir noch Dee und sie ist einfach liebevoll und freundlich. Sie mag Osei. 'Der Neue' hat sehr viel in mir ausgelöst. Ob William Shakespeare wusste, welche Wirkung er mit OTHELLO noch immer haben wird? Ob er einen Othello in seinem Umfeld gekannt oder davon nur gehört hat? William Shakespeare zeigt, das Wörter unsterblich sind und sie einfach nur Macht bedeuten. Wörter können töten. Das Gift breitet sich aus und plötzlich verändert sich alles. Gesamtbewertung: Ich bin mir nicht sicher, ob es angebracht ist. Aber ich versuche es trotzdem: Cover: Sowohl Vorder- als auch die Rückseite ist wundervoll getroffen. Titel: 'Der Neue' oder im englischen 'New Boy' ist gut gewählt. Anders ginge es gar nicht. Inhalt: Ich kann es nur empfehlen. Es ist ein wundervolles und doch tragisches Buch. Mit allen Seiten, die es eben gibt. Es sind die 1970er in Washington und die Vorurteile gegenüber farbigen Menschen ist immer noch viel zu groß und in Fleisch und Blut bei vielen einfach eingebrannt. Doch dann gibt es dieses eine Mädchen, welches alle Regeln bricht und einfach handelt, weil sie es spürt und fühlt. Weil sie nicht nachdenkt und nicht auf das hört, was ihr andere sagen. 'Der Neue' hat sich nicht nur sehr schnell einen Platz auf dem Schulhof verschaffen können, sondern auch in meinem Herzen. Wie damals, als ich Othello zum ersten Mal gelesen habe. Auch damals, saß ich hinterher lange da und wusste nicht, was ich denken oder fühlen soll.











