Schildmaid

Schildmaid

Paperback
3.851
Fantasy Bücher Nordische MythologieHistorische Fantasy RomaneWikinger FantasySkandinavien

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Description

Eine göttliche Stimme aus der tiefgrünen See.
Ein blaues Segel in einem Traum.
Und der Aufbruch zu einer Reise, von der es kein Zurück mehr gibt ...

Seit sieben Jahren baut die Einzelgängerin Eyvor ein Drachenboot in einem Fjord. Als sich immer mehr Außenseiterinnen um sie scharen, wird sie unerwartet zur Kapitänin eines Schiffes, das eigentlich niemals in See stechen sollte.
Die Letzte, die sich ihr anschließt, ist Herdis, das Krähenkind: Verfolgt von Berserkern zwingt sie die Gruppe zum Aufbruch. Es beginnt ein tödliches Wettrennen vom skandinavischen Festland bis ins Land der Eisriesen hinein, an dessen Ende nichts Geringeres droht als Ragnarök, das Weltenende selbst.

Mystisch, mitreißend und abenteuerlich: eine moderne Neuinterpretation nordischer Sagen.

***»Schildmaid. Das Lied der Skaldin« ist ein Einzelband.***

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Historical
Format
Paperback
Pages
448
Price
16.50 €

Author Description

Judith Vogt (geb. 1981) brennt für die drei großen F: Fantastik, Fechten, Feminismus. Manchmal allein, manchmal mit Co-Autor Christian Vogt schreibt sie Fantasy- und Science-Fiction-Romane, mit Lena Richter podcastet sie beim »Genderswapped Podcast« zu feministischen Themen im Pen-&-Paper-Rollenspiel. Sie übersetzt, lektoriert und schreibt Rollenspiele und journalistische Texte (zum Beispiel auf TOR-Online). Sie ist Mit-Herausgeberin von »Roll Inclusive«, einem Essayband zu Repräsentation im Rollenspiel, und von »Queer*Welten«, dem ersten deutschsprachigen queerfeministischen SFF-Magazin.

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5

Das Lied einer Skaldin, eine ganz besondere Geschichte, eine Saga, die ihresgleichen sucht!

Eyvor ist nach dem Tod ihres Mannes eine Einzelgängerin mit einem unträumbaren Traum. Doch sie stellt sich der Aufgabe, der Göttin Rán ein Schiff zu bauen. Sieben Jahre arbeitet sie an dem Drachenboot, während sich immer mehr Außenseiterinnen zu ihr gesellen. Als schließlich Herdis zu den Frauen stößt, müssen sie aufbrechen, um den sie verfolgenden Berserkern zu entgehen. Es startet eine Reise ins Ungewisse, begleitet von Göttern, Riesen und dem Schicksal, das sogar Ragnarök beinhaltet. Traditionelle Motive in Frage gestellt… Der Schreibstil Judith und Christian Vogt haben auf der Lesung darüber gescherzt, dass gerne versucht wird herauszufinden, wer welchen Teil des Buches geschrieben hat. Von der lustigen Geschichte bzgl. der mengenmäßigen Aufteilung ganz zu schweigen. Doch ich muss nach dem Lesen sagen: Das ganze Buch liest sich wie aus einem Guss. Ich kann nicht erkennen, wer was geschrieben hat. Doch ich kann sagen, dass die beiden einen mitreißenden, anschaulichen und eingehenden Schreibstil haben. Es war herrlich ihren Worten zu folgen und Fehler konnte ich auch keine ausmachen. Die Charaktere In „Schildmaid“ gibt es so viele wundervolle Charaktere! Davon die fünf Protagonistinnen: Eyvor, Tinna, Skade, Herdis und Dineke. Und daneben viele weitere interessante Charaktere, die alle auf ihre Art und Weise besonders und liebenswert sind. So kommt es, dass ich mich auch jetzt noch nicht entscheiden kann, wen ich von ihnen am liebsten mag. Man merkt aber auf jeden Fall, dass die Autoren viel Wert auf die Darstellung der Charaktere gelegt haben. Sie alle sind individuell und facettenreich, haben ihre Stärken und Schwächen und ihre Vergangenheit. Dennoch können aufgrund der Menge natürlich nicht alle in gleichem Maße beleuchtet werden. Die Besatzung der Schildmaid ist ein bunter und diverser Haufen. Sie werden durch den Wunsch nach Selbstbestimmung und der Suche nach ihrem eigenen Schicksal geeint. Die dadurch entstehende Einheit ist genau so schön herauszulesen, wie die Zweifel und Ängste jeder einzelnen. Wirklich toll beschrieben! Die Geschichte Die „Schildmaid“ zeigt einen neuen Blick auf eine vergangene Welt und trifft dabei gleichzeitig diverse Themen auf den Punkt, die uns auch heute beschäftigen. Festen Rollen, aufgezwungenen Schicksalen und der Fremdbestimmung wird der Kampf angesagt. In Kombination mit den historischen und mythologischen Elementen, Götterspielen und Seeschlachten ist eine absolut stimmungsvolle und starke Geschichte entstanden, der ich mich nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen konnte. Das Setting ist absolut glaubhaft und man merkt, dass die Autoren hier viel Recherche betrieben haben, aber auch aktuelle Erkenntnisse in ihre Geschichte eingebunden haben. …um etwas Neues zu erzählen Die „Schildmaid“ ist keine typische Wikinger-Geschichte. Sie ist das Lied einer Skaldin, eine ganz besondere Geschichte, eine Saga, die ihresgleichen sucht. Ich bin auf jeden Fall begeistert und gebe eine klare Leseempfehlung! Die komplette Rezension ist auch auf meinem Blog weltenschmie.de zu finden.

Das Lied einer Skaldin, eine ganz besondere Geschichte, eine Saga, die ihresgleichen sucht!
5

Definitiv ein Highlight

"So viele Orte waren auch deshalb Männerorte, weil Männer sie für Frauen unbehaglich machten. [...] Auf diese Weise haben Männer die Welt zu der ihren gemacht [...]. S. 85. Fantasy-Romane lese ich sonst kaum. Das wird sich nach der Lektüre von Judith und Christian Vogts "Schildmaid" aber ändern, denn es hat mich absolut begeistert. Ein feministischer Viking-Fantasy-Roman? Hallo? I'm completely in! Es geht zunächst um die Einzelgängerin Eyvor, die von der Meeresgöttin Ran den Auftrag bekommen hat, ein Schiff zu bauen. Die Kunde von der Einzelgängerin, die sich ganz allein dieser "Männerarbeit" widmet, verbreitet sich schnell und so dauert es auch nicht lange, bis sich ihr andere Frauen anschließen. Als das Schiff, die Schildmaid, fertig ist, lassen sie sie zur See und begeben sich auf die Reise, um Rans Auftrag zu erfüllen: den Eisriesen Jökull töten und damit das Weltenende Ragnarök verhindern. Doch sie werden verfolgt... Das Buch lebt nicht nur vom Plot, der ungemein spannend ist und die Protagonist*innen auf eine gefährliche und abenteuerliche Reise schickt, sondern auch und vor allem von den Figuren. Die Besatzung der Schildmaid ist so einzigartig und divers. Sie alle haben eine eigene Geschichte, einen ganz eigenen Charakter und wirken dadurch so authentisch und echt, dass ich beim Lesen die ganze Zeit das Gefühl hatte, sie zu kennen, ja, Teil der Crew zu sein. Neben der Geschichte rund um die aufregende Reise, sind es vor allem auch feministische Themen, die im Zentrum des Textes stehen, denn die Figuren sind Mütter, queer, trans und/oder non-binär. Sie haben Behinderungen oder schwere Verletzungen. Sie sind verwitwet oder geschieden, sie sind Geflohene und Verstoßene. Manche von ihnen haben magische Fähigkeiten, andere sind ausgebildete Kämpfer*innen. Aber sie alle leben - trotz der absolut patriarchalen Gesellschaft, die sie zu brechen versucht. "Schildmaid" hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich habe Rotz und Wasser geheult, geschmunzelt und gelacht, bin vor Spannung fast geplatzt und ganz und gar eingetaucht in diese fantastische Welt. Eyvor, Skade, Bodil, Ulfberht, Tinna und all die anderen haben einen Platz in meinem Herzen erobert. Besonders auch, weil das Ende so ganz anders ist, als ich erwartet hatte. Besser. Großartig. Wenn ihr euch auch nur ein kleines popeliges bisschen für Wikinger, nordische Götter, Feminismus und Fantasy-Literatur interessiert, dann ist das euer Buch! Ich wünschte, ich könnte es noch einmal zum ersten Mal lesen. Nochmal lesen werde ich es in jedem Fall und von ganzem Herzen hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt. Dafür teile ich auch mein Met mit Odin. Skål! Bis dahin nehme ich jetzt erstmal die anderen Titel des Autor*innen-Paars unter die Lupe. "Die größte, schrecklichste Macht, die es gibt, ist die Illusion, dass es nur eine mögliche Art und Weise gibt, wie wir leben können. Dass sie uns angeboren ist. Sie ist eine Lüge [...]." S. 335.

Definitiv ein Highlight

Ein historischer Fantasyroman über Selbstbestimmung, nordische Mythen und Diversität

Mit "Schildmaid - Das Lied der Skaldin", haben Judith und Christian Vogt, Elemente nordischer Sagas aufgegriffen und diese historisch fundiert, neu interpretiert. Das Ergebnis ist ein spannender, historischer Fantasyroman über Selbstbestimmung, nordische Mythen und Diversität. Die Gemeinschaft der Schildmaid, erhebt sich dabei über das patriarchalische System ihrer Zeit und verfolgen einen "unträumbaren" Traum. Trotz der tollen Message und der enormen Spannung dieses Romanes, blieb ein Großteil der divers gezeichneten Charaktere für mich weitgehend blass und teilweise sogar unsympathisch. Einzig Skade und Tinna, konnten mich überzeugen. Für die anderen Figuren, blieb da auf den etwas mehr als 400 Seiten leider nur wenig Raum, um sich in ihrem vollen Potential zu entfalten. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da der Beginn tatsächlich im Stil einer Saga geschrieben ist und dadurch sehr distanziert bleibt, aber nach nur wenigen Seiten hat sich zum einen der Stil ein wenig verändert und ich konnte vollkommen in die Geschichte eintauchen 📖 Fazit: spannend, mystisch und divers mit kleinen Schwächen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 ⭐

Ein historischer Fantasyroman über Selbstbestimmung, nordische Mythen und Diversität
4

Eyvor ist die junge kinderlose Witwe eines Schiffsbauers, die träumt, der Göttin Rán ein schönes Drachenschiff mit blauen Segeln zu bauen. Nachdem sie einige Winter allein an dem Schiff gebaut hat, tauchen die mutige Tinna, sowie die störrische Skade mit ihren beiden Kindern bei Eyvor auf. Letztere ist auf der Flucht vor ihrem Mann Ivar, einem wilden und wütenden Berserker. Plötzlich stehen noch weitere Frauen vor Eyvors Hütte, nachdem sie von ihrem Vorhaben gehört haben und so bauen alle zusammen das Schiff zu Ende. Als Ivar plötzlich auftaucht, sticht das Drachenschiff dann ganz schnell in See und das wilde und blutige Abenteuer der Skjaldmær beginnt. Erst habe ich mich schwer getan, die Namen sind anstrengend und ich musste oft was die Ausdrücke bedeuten. Aber dann war ich begeistert. Es war eine Freude, die Reise der mutigen Frauen zu lesen. Ein toller Roman über Frauen, Mut, Freundschaft und nordische Mythen.

4

Noch nie ein sprachlich so tolles Buch aus der Phantasiewelt wie dieses gelesen. Es ahmt die Eposform nach und erinnert etwas an die Odyssee. Nordische Mythologie trifft Empowerment der Frauen gegen das Patriarchat. Wäre das nicht Stellenweise zu arg plakativ pädagogisch in den Vordergrund gerückt worden, hätte das Buch nix anderes als 5 Sterne bekommen. Es ist rasant erzählt, dicht, actiongeladen, spannend und rührend. Die Mädels rackern sich in ihrer schicksalsträchtigen Welt ab, um einen Platz zu ergattern. Runen, mythologische Wesen, Kämpfe, Göttergeschenke, Vorherbestimmungen. Ein buntes Potpourri, das fantastisch unterhält und am Ende die volle Wucht der Wut entlädt

4

Mit Eyvor und Trottskade durch das europäische Nordmeer zu jagen und immer eine Truppe mordlustiger Berserker zu haben war schon eine spannende Reise. Ich fande es schön wie jeder Charakter seinen eigenen Weg finden musste um auch teilweise zu sich selbst zu finden. Und auch der Zweifel und das hinterfragen sowie die Frage was ist Wahrheit und was ist Lüge waren sehr spannende Aspekte in dieser Geschichte. Und auch das man den Asen und Vanen nicht immer trauen kann und manchmal den Riesen und Jötnar trauen kann. Und es zeigt sich wieder mal, daß in dieser alten Welt das Urðr nicht immer durch die Nornen festgelegt ist sondern sich verändern lässt. Eine schöne Geschichte wenn man die nordische Mythologie mag.

Anfangs muss ich zugeben hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Aber saß hatte ich bei der Edda auch. Ich muss zugeben, dass ich es sehr mochte aus wie vielen unterschiedlichen Frauen mir unterschiedlichen Lebensstand- und Endpunkten/Zielen, sich diese Geschichte zusammensetzt. Und natürlich Ulfberth. Spannend war auch der Aspekt, dass ein Teil der Frauen ein Teil ihrer selbst opfern oder opfern mussten um Odinngeweihte zu werden. Und ihr Fyglja zu Raben und Dohlen wird, die sie begleiten auf ihrer Reise ans Ende der Welt und ans Ende der Geschichten Jötuns oder der Vanen und Asen. Spannend fande ich auch den Gebrauch von Seiðr und die Umschreibung der Entstehung der Bärenwut (Berserker) in dieser Geschichte. Hier ist sie dem Odingeweihten Männern angeboren und die Bärenwut ergibt sich aus Verletzungen oder kann herbeigesungen oder getanzt werden.

Mit Eyvor und Trottskade durch das europäische Nordmeer zu jagen und immer eine Truppe mordlustiger Berserker zu haben war schon eine spannende Reise. Ich fande es schön wie jeder Charakter seinen eigenen Weg finden musste um auch teilweise zu sich selbst zu finden. Und auch der Zweifel und das hinterfragen sowie die Frage was ist Wahrheit und was ist Lüge waren sehr spannende Aspekte in dieser Geschichte. Und auch das man den Asen und Vanen nicht immer trauen kann und manchmal den Riesen und Jötnar trauen kann. Und es zeigt sich wieder mal, daß in dieser alten Welt das Urðr nicht immer durch die Nornen festgelegt ist  sondern sich verändern lässt. Eine schöne Geschichte wenn man die nordische Mythologie mag.

Leider absolut keine Leseempfehlung.

Interessiert ihr euch für Mythologie? „Schildmaid“ war der erste gemeinsame Buddyread von @rezensurensohn1 und mir und das Buch war so nervig, dass wir nach kurzer Zeit schon keine Lust mehr hatten, es weiterzulesen. Alex hat sein Exemplar sogar zwischendurch verloren 😅 Ich hab mich trotzdem durchgequält, weil Alex wohl recht hat und ich in dieser Beziehung etwas masochistisch veranlagt bin 🤷🏼‍♀️😄 Die Geschichte dreht sich um mehrere, hauptsächlich weibliche, Außenseiter in der Wikinger-Gesellschaft, die durch Zufall (äh, den Willen der Götter!) gemeinsam mit einem Boot, der Schildmaid, in See stechen und letztendlich Ragnarök herauszögern wollen. Das Buch heißt „Das Lied der Skaldin“, aber Tinna, die Skaldin, ist weniger Protagonistin als Hede oder Eyvor. Letztere ist die Witwe eines Schiffsbauers und hat selbst die Schildmaid gebaut. Hede ist mit ihren beiden Kindern vor ihrem Ehemann weggelaufen, der ein berüchtigter Berserker ist und dessen Schiffsbesatzung in der nordischen Welt weit gefürchtet ist. Zu dieser Besatzung gehört auch der Zwillingsbruder von Herdis, die aus Runen die Zukunft lesen kann und deren Schicksal es ist, ihren Bruder zu töten. Sie ist auf der Flucht und sorgt damit dafür, dass die Schildmaid mit ihrer Ankunft tatsächlich in See sticht. Die Gruppe muss erst lernen, zu rudern, zu segeln, zu plündern, zu kämpfen. Doch die Götter stehen auf ihrer Seite – zumindest ein paar. Von Odin selbst bekommen sie den Auftrag einen Eisriesen zu töten, um damit Ragnarök zu verzögern. Den gleichen Auftrag, den auch die Berserker erhalten haben. Die Mischung aus Fantasy und Mythologie war am Anfang noch cool, wurde jedoch immer abstruser bis zum völlig abgedrehten Ende. Dazu kam, dass jede einzelne Figur (die kein Antagonist war) irgendwie woke sein musste. Daher gibt es also nicht nur lesbische, bisexuelle, asexuelle und transsexuelle Charaktere, sondern auch gehörlose und anderweitig körperlich eingeschränkte Figuren, so dass keine mehr übrig bleibt, die nicht irgendwie anders/besonders ist, wodurch jede einzelne Geschichte aber völlig in den Hintergrund rückt und insbesondere die Haupthandlung zur Nebensache mutiert. Der Lesefluss wird dadurch gestört, dass die nordischen Namen und Begriffe auf altertümliche Art geschrieben werden (aus Odin wird da dann bspw. Òdinn) und letztere meistens nicht erklärt werden. Es gibt zwar ein Glossar am Ende, aber eben erst am Ende, weshalb man es erst entdeckt, wenn es zu spät ist. Der Kampf gegen das Patriarchat (das hier scheinbar in Form der Götter und besonders Odin dargestellt wird) wirkt ebenfalls lachhaft, da die Wendungen nie durch die Besatzung der Schildmaid hervorgerufen werden, so dass sie trotzdem immer fremdbestimmt durch die Story treiben.

Leider absolut keine Leseempfehlung.
5

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wenn ich bisher an Wikinger gedacht habe dann waren es starke Männer, die ausgezogen sind um zu rauben und zu morden. Jetzt werde ich immer zuerst an die tapferen Frauen der Skjaldmær denken. Die Gruppe hat mich stark beeindruckt. Am Anfang habe ich mich mit den Namen ein bisschen schwer getan. Auch kannte ich nicht alle Begriffe der nordischen Mythologie aber diese fand ich gut erklärt. Es gibt auch ein Glossar, das ich im ebook mal wieder erst am Ende entdeckt habe. Mittlerweile sollte ich es besser wissen. Die Gruppe ist sehr vielfältig. Es gibt die unterschiedlichsten Charakterzüge und insbesondere eine Person ist wahnsinnig stur und steht sich öfter selbst im Weg. Ein paar queere Charaktere kommen auch vor und eine davon konnte mein Herz besonders erobern. Am Ende des Buches gibt es auch Triggerwarnungen. Diese wären wohl am Anfang besser aufgehoben. Auch das Nachwort fand ich sehr interessant. Das lohnt sich wirklich es zu lesen. Wer ein Buch über starke Frauen und die Abenteuer, die sie erleben, lesen möchte ist hier definitiv richtig.

4

"Andere würden das Schiff einen unträumbaren Traum nennen. Aber Träume reichen tief, und niemand weiß genau, welche davon wahrhaft unträumbar sind und welche Teil unseres Urđr, des Schicksals." Eyvor baut ein Drachenboot und immer mehr und mehr Frauen kommen zu ihr. Und was wann der Bau nicht der einzige unträumbare Traum bleibt , was wenn sie wirklich in See stechen. Eine moderne Neuinterpretation nordischer Sagen, voller Feminismus und Diversität. Die Frauen flüchten vor unhaltbaren Lebensumständen, werden unterdrückt und erniedrigt, erleben Gewalt , sowie Hohn und Spott. Starke Charaktere prägen die Geschichte, die mich mitgenommen hat auf ein großes Abenteuer. Dabei sind mir einige Personen leider nicht nah genug gekommen, ich hätte mir etwas mehr Tiefe hier und dort gewünscht. Und ich hatte große Probleme mit den Namen und nordischen Bezeichnungen, die teilweise recht sperrig waren und über die ich beim Lesen immer wieder gestolpert bin. Es gibt ein Glossar, das sehr hilfreich ist, aber leider kein Personenregister. Dafür ist die Story absolut mitreißend, ich habe mit den Frauen gehofft und gebangt, bin mitgereist und war mitten unter ihnen. Das Buch ist nicht zimperlich bei Kampfszenen. Richtig gut geschildert fand ich den ungeschönten Alltag. Das Nachwort hat noch mal vieles erklärt und ins rechte Licht gerückt. Eine Karte hätte das Buch für mich abgerundet. Epische Saga mit viel nordischer Fantasy, das hat Spaß gemacht und es ist schwer , die Gemeinschaft wieder zu verlassen.

4

Ein ungeahnt feministisches Buch, das sich eindrücklich damit beschäftigt, wie sich eine unterdrückte Minderheit zu Recht und Gerechtigkeit verhilft. Dabei regt das Buch auch an, den aktuellen Standart zu hinterfragen und Vergleiche zu ziehen. Aufgrund dieses Themas ist dieser historische Fantasyroman brisant und aktuell. Dabei arbeiten die Autoren aber auch sehr akkurat mit dem geschichtlichen Hintergrund und haben sich viel Mühe gegeben, auf dem aktuellen Stand der Forschung zu schreiben. Dass dabei auch noch die Mythologie des Nordens mit eingewebt wurde, mag nach zu viel anmuten, ist dem Team aber problemlos gelungen. Vieles bedient sich des anderen. Die Rolle der Frau in den Sagas mag eine ganz andere gewesen sein, als die Realität. Schreibtechnisch also eine hervorragende Leistung. Für die ich hier gerne grosszügig Sterne verteile. Woran es leider ein wenig haperte, war die Erzähltechnik. Die Geschichte hat zu viele Längen und zu viele Nebencharaktere, die einmal erwähnt, und dann vergessen werden. Das Ganze hätte eine leichte Straffung also gut vertragen. Weniger Figuren, dafür eine konkretere Ausarbeitung. Etwas mehr Spannung und Zug, dann hätte bei mir dieses Buch das Zeug zum Highlight gehabt. So bleibt es leider einfach ein gutes Buch, was aber an und für sich ja auch nicht schlecht ist.

3

Etwas langatmig und viel Gerede. Aber auch Action und Spannung.

4

4 - 4.5 ⭐ Was Wikingerkram angeht war ich schon immer sehr skeptisch. Irgendwie hat mich das nie abgeholt, da ich nie Lust hatte, mich mit der Dekonstruktion des von rechts vereinnahmten Wikingerbildes (aka weiße, blöde, bärtige, wütende Männer, Runen, Natur...) zu beschäftigen. Auch das Bild der "starken Frau" a la Lagertha konnte mich nie catchen und nordische Mythologie fand ich immer weird (wobei, welche Mythologie ist das eigentlich nicht lol). [b:Schildmaid - Das Lied der Skaldin|59432598|Schildmaid - Das Lied der Skaldin|Judith C. Vogt|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1644939150l/59432598._SY75_.jpg|93614470] hat mich da eines Besseren belehrt - denn ja, diese Dekonstruktion lohnt sich auf jeden Fall - und ist so wichtig; damit sich alle safe mit dem Genre Viking Age Geschichten beschäftigen können. Die Erzählweise am Anfang hat mich direkt fasziniert. Noch dazu kommt, dass Lydia Herms ein absolut grandiosen Job für das Hörbuch gemacht hat. Es hat sich wirklich angefühlt, als würde mir jemand eine nordische Saga erzählen. Ebenfalls liebe ich, wie unapologetic queer und konsequent das Buch ist; teilweise schmerzt es richtig, macht unfassbar wütend, wenn durch die Charaktere Themen wie patriarchale Gewalt, Queerfeindlichkeit, etc. thematisiert werden. Und generell - die Themen waren ein großes, feministisches Highlight und bei mir wurden so einige Emotionen bei der Lektüre ausgelöst! Die Gemeinschaft dieser Truppe und die gegenseitige Unterstützung untereinander stand dabei im Vordergrund, was mir richtig gut gefallen hat. Toll fand ich auch den Bezug zu den Sagas und der Rolle der Frau darin, der immer wieder in die Geschichte eingewoben wurde. Teilweise hätte die zweite Hälfte des Buches gemächlicher und mit weniger Plotpoints von statten gehen können, dafür mit noch mehr Mystik, wie am Anfang der Geschichte, aber diese kleine Kritik bezieht sich wohl wirklich eher auf meinen eigenen Lesegeschmack, was Mythologie-Retellings etc. angeht. Ich fand es super, dass das Nachwort im Hörbuch inbegriffen war, denn so weiß ich jetzt, wo ich mich weiter über das Viking Age informieren kann. Das Buch von [a:Neil Price|404033|Neil Price|https://images.gr-assets.com/authors/1440871690p2/404033.jpg] - [b:The Children of Ash and Elm: A History of the Vikings|43305488|The Children of Ash and Elm A History of the Vikings|Neil Price|https://i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1584573584l/43305488._SY75_.jpg|67202829] - wird im Herbst auf deutsch erscheinen. Vielleicht schaue ich da mal rein und werde noch zum richtigen Viking-Fan! Also: Empfehlung für alle, die bisher vielleicht noch nichts mit Viking Stories anfangen konnten. Aber auch Fans des Viking Age-Genres und nordischer Mythologie kommen bei dieser gründlich recherchierten, klischeefreien Saga auf ihre Kosten.

1

Ich hatte etwas anderes erwartet.

Ich muss leider sagen, dass ich nicht so begeistert von dem Buch bin, wie ich davor war. Der Klappentext verspricht so viel und ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, doch während dem lesen hat es mich nicht wirklich eingefangen. Ich musste mich sehr durch 300 Seiten kämpfen, ehe ich es ansatzweise interessant und spannend hielt. Der Ansatz der Story war gut und auch die Geschichte an sich hatte Potenzial. In meinen Augen, wurde dies aber nicht wirklich ausgeschöpft.

5

Sehr feine Saga für alle, die starke Frauen mögen.

4

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und der Unmenge an eingeführten Charakteren, die teilweise kaum Raum für eine eigene Einführung bekommen haben, wurde es ab der Hälfte doch noch gut lesbar. Die Geschichte weiß zu fesseln und die Idee, ein Buch über weibliche Wikingerinnen zu schreiben ist mal etwas Neues! Teils hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass manche Charaktere besser ausgearbeitet worden wären.

2

Man muss schon bis Seite 250 kommen

Also erst nach der Hälfte hat mich das Buch mehr interessiert. Davor war es ein komplettes Durcheinander an Namen und unterschiedlichen Geschichten. Auch der Beginn der Odyssee ist auch noch nicht spannend. Erst mit einer Auseinandersetzung hat mich das Buch mehr interessiert. So ging es auch einigermaßen weiter, aber leider nicht weiter bergauf. Man braucht einen langen Atem.

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