Das Ende der Ehe

Das Ende der Ehe

Hardback
4.5271

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Description

Warum die Ehe uns nicht befreit – und was wir gewinnen können.

Es braucht Mut, sich gegen das Gewohnte zu stellen. Doch nur, wer die Ketten erkennt, kann sie sprengen. Ein Buch, das zum Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben ermutigt.

Die Ehe normiert Beziehungen und Familie, kontrolliert Sexualität, den Besitz und die Arbeitskraft. Sie ist eine wichtige Stütze des Kapitalismus und lässt uns in binären Geschlechterrollen verharren. In ihrem mutigen und provokanten Buch ruft Emilia Roig daher das Ende einer patriarchalischen Institution aus. Sie hinterfragt die Übermacht der Paare und untersucht, ob man Männer lieben und zugleich das Patriarchat stürzen kann. Letztlich wäre eine Abschaffung der Ehe nicht nur für Frauen befreiend, sondern für alle. Denn nur dann können wir Liebe in Freiheit und auf Augenhöhe miteinander neu denken und leben.

Ein Buch, das die Debatte um Liebe und Partnerschaft neu entfacht – und zeigt, wie echte Gleichberechtigung möglich wird.

»Die Autorin Emilia Roig dekonstruiert die Ehe, hinterfragt sie kritisch und teilt ihre eigenen Erfahrungen mit dem ‚Bund fürs Leben‘.« – Esquire

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
384
Price
23.70 €

Author Description

Emilia Roig ist die Gründerin und Geschäftsführerin des in Berlin ansässigen Center for Intersectional Justice (CIJ), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein Leben frei von systemischer Unterdrückung für alle einsetzt. Ihre Erfahrung, in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich aufzuwachsen, prägte ihr Engagement und ihre Leidenschaft für intersektionale soziale Gerechtigkeit. Seit 2020 lehrt sie an der Hertie School in Berlin, von 2015 bis 2020 war sie Faculty Member des Social Justice Study Abroad Program der DePaul University of Chicago und hat an Universitäten in Frankreich, Deutschland und den U.S.A. zu Intersektionalitätstheorie, Postcolonial Studies, Critical Race Theory, Queer Feminism und Internationalem und Europäischem Recht unterrichtet. Sie hat in Politikwissenschaft promoviert, und hat einen Master of Public Policy und einen MBA in internationalem Recht. Vor ihrer Promotion arbeitete sie intensiv zu Menschenrechtsfragen bei der UN in Tansania und Uganda, bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kambodscha und bei Amnesty International in Deutschland - und entschied sich, den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu verlassen, um sich auf soziale Gerechtigkeit in Europa zu konzentrieren. Sie war Jurymitglied des Deutschen Sachbuchpreises 2020, wurde 2020 zum Ashoka Fellow ernannt und erhielt 2021 den Edition F Award "Wege aus der Krise" in der Kategorie "Gesellschaft". Emilia widmet sich der Aufgabe, Menschen zu inspirieren, sich von Unterdrückungssystemen zu lösen, neue Narrative zu schaffen und das kollektive Bewusstsein zu verändern. Sie ist die Autorin des Bestsellers WHY WE MATTER. Das Ende der Unterdrückung. 2022 wurde sie als "Most Influential Woman of the Year" im Rahmen des Impact of Diversity Prize gewählt.

Posts

42
All
5

Perspektiven, die sonst fehlen

Das Ende der Ehe ist für mich ein deutlich stärkeres Buch als Entromantisiert euch. Während letzteres oft sehr emotional argumentiert, wirkt dieses hier fundierter, analytischer und insgesamt klarer durchdacht. Besonders positiv fällt auf, dass trotz persönlicher Beispiele der Fokus stärker auf strukturellen Zusammenhängen liegt. Das Buch bezieht Perspektiven ein, die sonst häufig übersehen werden, und vermeidet es, nur aus einer allgemeinen oder vereinheitlichenden Sicht zu sprechen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild von Ehe als gesellschaftlicher Institution. Inhaltlich bietet es viele spannende Denkanstöße: Es stellt die Frage, ob Ehe heute noch ein zukunftsfähiges Modell ist oder ob sie, insbesondere für Frauen, eher einschränkend wirkt. Gleichzeitig werden Vor- und Nachteile differenziert beleuchtet, ohne einfache Antworten zu liefern. Insgesamt ein sehr solides, kluges Buch, das zum Nachdenken anregt und sich besonders für alle eignet, die sich mit Feminismus und gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzen möchten. Klar empfehlenswert.

5

"Why we matter" war eins der Bücher, die mich in den letzten Jahren sehr begeistert haben. Umso gespannter war ich auf diese neue Veröffentlichung von Autorin Emilia Roig. Der Titel verspricht schon mal einiges und wirkt sicher auf einige Menschen... kontrovers. Und zum Glück wurde ich wieder nicht enttäuscht. Klar und präzise benennt die Autorin Herrschaft und Unterdrückung: "Das Patriarchat ist keine abstrakte Macht, sondern die konkrete Macht der Männer." Diese Schonungslosigkeit mag ich sehr. Roig versucht nie, alles nett, sanft und vorsichtig zu umschreiben, sondern bleibt stets sehr deutlich, auch wenn sie damit Männergefühle verletzen könnte (und wird). Das mag für viele schmerzhaft sein und den Drang nach Rechtfertigung und Verteidigung hervorrufen. Immer wieder fühlt man sich ertappt, entweder weil man sich aktuell eingestehen muss, was falsch läuft oder weil man sein früheres Ich erkennt und warnen möchte. Die Autorin schließt sich selbst dabei nie aus, legt ihre Wunden und Vergangenheit offen und macht sich damit verletz- und angreifbar. Es gab so viele Punkte, bei denen ich nicken musste und "ja, genau" schreien wollte. Schon alleine diese Stelle zu Amatonormativität: "Wenn wir romantische Bindungen über alles andere stellen, sind wir eher bereit, ein Verhalten zu akzeptieren, das wir bei anderen Menschen, etwa Freund*innen, nicht tolerieren würden." Wie viele Frauen ich erlebt habe, die den Kontakt zu Familienmitgliedern oder Freund*innen abbrechen, wegen hochgekochten Lapalien oder Missverständnissen, während sich ihre Partner und Ehemänner dauerhaft wie offene Hosen benehmen. Da wird dann nicht mal über Trennung auch nur nachgedacht. Vieles im Buch hat in mir Erinnerungen hervorgerufen. Ich hatte eine ähnliche Situation wie die Autorin bezüglich der Trennung meiner Eltern, als ich fast 16 war. Alle meinten, das müsse doch schwer für mich sein, obwohl ich so froh darüber war. Dass ich während der Beziehung viel gelitten und Gewalt durch meinen Vater erlebt hatte, interessierte niemanden. Mutter, Vater, Kind, so gehört sich das, das kann nicht schlechter gewesen sein. Oder wie früh Jungs schon Grenzen überschreiten: an meiner Grundschule in den 90ern fing eine Gruppe an, unter die Röcke der Mädchen zu schauen und versuchten, deren Unterwäsche runterzuziehen, damit sie entblößt auf dem Pausenhof standen. Als "Lösung" sollten wir nur noch Hosen tragen. Das hat sich bei uns eingebrannt und führte dazu, dass auf meinen Jugendweihefotos fast nur Mädchen in Anzügen zu sehen sind, inklusive mir. Obwohl ich wusste, dass viele gern ein Kleid getragen hätten. Getraut haben wir uns das aber erst wieder zum Schulabschluss. Als queere Frau kenne ich Dating und Beziehungen mit mehreren Geschlechtern und ich sehe alles was Roig hier schreibt so auch. Es ist erschreckend und schlimm, man muss sich vieles eingestehen, aber sie hat Recht. Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen. Sie sollten es offen lesen und ehrlich zu sich sein. Bereit zu lernen. Die Wut und das "ja, aber..." runterschlucken. Wir könnten alle frei(er) sein.

0.5

Hass gegen Männer,Ehe und Heterosexuelle Beziehungen…und zu viel Fantasie die keinen Sinn ergibt

4

Ein feministischer Rundumschlag mit vielen Abzweigungen aber immer im Großen und Ganzen um das Thema Liebe und Ehe.

Das Buch hat mich gefesselt. Es gab sehr viele neue Gedankenanstöße für mich, vor allem zum Thema binäres Geschlecht und dessen willkürliche Zuschreibungen seit Geburt. Spannend fand ich auch die Gedanken, dass Männer grundsätzlich als erhaben sozialisiert werden und Frauen immer als unterlegen sehen und worin sich das alles widerspiegelt. Doch nicht bei allem konnte ich der Autorin folgen oder beipflichten. Es gab Stellen, die waren schlicht falsch (Bsp der Abschnitt über die Entwicklung von Kindern, die gestillt oder nicht gestillt werden) oder ihre Theorie, dass Narzissmus durch Patriarchat und Sozialisierung entsteht (es ist eine psychische Erkrankung, punkt). Anderes war etwas schräg, wie ihr Take, dass Männer im Grunde nur Männer lieben und durch S3x mit Frauen ihre unerfüllten Gelüste zu anderen Männern ausleben würden. Rausgerissen haben mich auch Passagen wie "ich bin eine Romantikerin und träume manchmal von meiner queeren Hochzeit" während das ganze Buch die Abschaffung von Ehe und Hochzeiten fordert und argumentiert. Nichtsdestoweniger ein wertvoller Augenöffner mit neuen Perspektiven, die in nächster Zeit noch in mir nachhallen werden. Schade nur, dass die Covergestaltung so abgrundtief hässlich ist. Was hast du dir dabei bloß gedacht, Brian?

4

Die Autorin hat mich manchmal ein bisschen verloren, weil mir ihre Ansichten zu abgespacet wurden, aber gleichzeitig findet man sich auch so oft wieder. Sie hat mir oft aus der Seele gesprochen. Es ist einfach nach wie vor noch wichtig, Geschlechterrollen zu hinterfragen. Hat irgendwie Spaß gemacht, zu lesen, aber mich auch oft wütend gemacht das Buch, weil es eben so viel ausspricht, was einem als Frau tagtäglich begleitet.

5

Liebe, Beziehungen und Machtstrukturen

In „Das Ende der Ehe – Für eine Revolution der Liebe“ wirft Emilia Roig einen radikalen und zugleich tiefgründigen Blick auf das Institutionalisierte der romantischen Beziehungen. Sie zeigt auf, wie die Ehe als gesellschaftliches Konstrukt Machtverhältnisse reproduziert und soziale Ungleichheiten festschreibt. Roig argumentiert, dass die Ehe in ihrer traditionellen Form nicht nur heteronormative Strukturen und patriarchale Hierarchien stabilisiert, sondern auch Vorstellungen von Liebe und Beziehungsmodellen einschränkt. Sie dekonstruiert die Verflechtungen von Ehe, Staat und Kapitalismus und beleuchtet, wie diese Institution historisch dazu genutzt wurde, soziale Kontrolle auszuüben und Privilegien abzusichern. Emilia Roig fragt: Kann es Liebe außerhalb von Besitzansprüchen und staatlichen Sanktionen geben? Und welche alternativen Beziehungsformen könnten die Basis für ein freieres und gerechteres Miteinander schaffen? Mit „Das Ende der Ehe“ liefert Emilia Roig ein Buch, das inspiriert und zum Nachdenken anregt. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich mit den Verflechtungen von Liebe, Macht und Gesellschaft auseinandersetzen möchten. Mit 5/5 ist „Das Ende der Ehe“ ein Buch, das nicht nur gesellschaftliche Strukturen infrage stellt, sondern auch neue Horizonte für zwischenmenschliche Beziehungen eröffnet.

4

Tod der Ehe

Vor dem Buch fand ich das Konstrukt der Ehe komisch und nicht erstrebenswert. Nach dem Buch ist das Lebensmodell Ehe komplett für mich gestorben. Dieses Buch hat mir viele interessante und neue Blickwinkel auf Heterosexualität und binäre Geschlechterzuweisung gegeben. Ich habe mir viele Sachen markiert und rausgeschrieben. Ich hoffe, dass auch der ein oder andere Mann dieses Buch liest und seinen Freunden davon erzählt.

5

Mega gutes Buch! Regt dazu an, die eigene Lebensweise zu hinterfragen und sich alternative Lebensmodelle vorzustellen. Und natürlich immer wieder krass, vor Augen gehalten zu bekommen, wie sehr uns das Patriarchat noch immer beeinflusst. Absolut lesenswert!

5

„Die Befreiung der Frauen orientiert sich fatalerweise an einem männlichen Modell: Von kleinen Mädchen wird erwartet, dass sie dominanter, abenteuerlustiger und selbstbewusster werden. Aber nur wenige sprechen davon, dass kleine Jungen unterwürfiger oder schüchterner werden, mehr zuhören oder auf andere achten und ruhiger werden sollten. An Frauen wird appelliert, sich in einer Männerwelt durchzusetzen und dort zu behaupten. Dabei wäre es ja auch denkbar, dass Männer weniger Platz einnehmen und sich zurückziehen. Dahinter steckt die Botschaft: Was Männer tun, wie Männer sind, ist besser. Was wäre, wenn man Männer ermahnen würde, von ihrer hohen Kanzel herunterzukommen, anstatt Frauen zu ermutigen, die gläserne Decke zu durchbrechen und sich ihnen anzuschließen?“

5

Mindblowing - enorm viel Input, ohne jedoch zu wertend zu sein. Was bedeutet die Ehe und welchen Stellenwert messen wir allen bei, um gesellschaftlich anerkannt zu werden ohne aber aus den Augen zu verlieren, dass Anpassung nicht immer ein Schritt nach vorne ist, sondern das manche System abgeschafft werden.

5

2024_#11 💍

Soooo so gut! Die Thematik wurde sehr vielseitig beleuchtet und ich fand die verschiedenen Ansätze super spannend. Regt auf jeden Fall sehr zum Nachdenken und Hinterfragen an. Absolut empfehlenswert ✨

2024_#11 💍
5

Emilia Roig fordert das Ende der Ehe, die sie als patriarchale Struktur zur Unterdrückung der Frauen beschreibt. Sie zeigt auf, wie systematisch die Rollenbilder geprägt werden und wir Menschen von klein auf für die jeweilige Rolle vorbereitet werden. Sie stellt hier eine sehr radikale Sichtweise dar, doch wie sie selbst sagt, ist eine Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen nur durch eine Revolution zu erreichen und Revolutionen können nur durch radikale Forderungen herbeigeführt werden.

4

Wirklich gut geschrieben. Liest sich trotz Fakten und Definitionen leicht und gibt einen guten Überblick über die vorherrschenden Strukturen, die jede:r für sich hinterfragen sollte.

4

Emilia Roig kritisiert in diesem Buch die Konsequenzen des Patriarchat für flintas und trifft den Nagel hierbei auch oft auf den Kopf. Auch wenn manche Quellen sehr frei interpretiert wurden, halte ich dieses Buch für eines, das jeder gelesen haben sollte. Frau Roig nähert sich der Thematik reflektiert und eröffnet sehr gute Denkanstöße. Gerade weiße Cis-Männer fühlen sich wohl bei diesem Buch stark angegriffen - ich denke jedoch nicht, dass dies Frau Roigs Absicht war. Revolution tut weh, auch wenn sie notwendig ist. Ein Juwel unter den feministischen Büchern, das sicherlich polarisiert und zum nötigen Diskurs anregt.

4.5

Wichtige Denkanstöße 🙌🏼

Emilia Roig stellt in „Das Ende der Ehe“ eine scharfe Analyse der tief im patriarchalen System verankerten Institution Ehe an. Sie plädiert für einen radikalen Ansatz - die Abschaffung der Ehe und das Ende des heterosexuellen Paarbeziehungsdiktats. Denn die Ehe hat am Ende des Tages eigentlich nichts mit echter Liebe und Fürsorge zu tun. Die Autorin beleuchtet gekonnt Geschlechterverhältnisse, Rollenmuster und Familienbilder. Einfühlsam und nie wertend. Roig streut immer wieder eigenen Erfahrungen ein, rutscht in ihrer Analyse dabei aber nie ins Subjektive ab. . Ich kann das Buch allen von Herzen empfehlen. Man bekommt viele wertvolle Denkanstöße, wird wütend auf das System, schöpft aber gleichzeitig Hoffnung.

Wichtige Denkanstöße 🙌🏼
5

Brilliantes Must Read

„Das Ende der Ehe“ von Emilia Roig – ein grandioses Erdbeben. Persönlich und von klarer Schärfe, zerlegt Roig in diesem Buch, was wir für selbstverständlich halten. Schonungslos, präzise und inklusiv. Ein Buch, das nachhallt – differenziert und klug. Dieses Buch ist persönlich, aber nicht autobiografisch im engen Sinn. Roig nutzt individuelle Erfahrung eher als Ausgangspunkt, um strukturelle Fragen zu stellen – über Macht, Geschlechterverhältnisse, ökonomische Abhängigkeiten und die historische Funktion der Ehe als Ordnungssystem. Es gibt so viel zu lernen, nachzudenken und zu entdecken „Das Ende der Ehe“ von Emilia Roig – ist ein brilliantes Buch, das meine Erwartungen weit übertroffen hat.

5

Sollte jede(r) lesen

Absolut gelungene Abrechnung mit der Institution Ehe. Roig verknüpft Privates, knallharte Zahlen und soziologische Überlegungen und Theorien auf eine gut lesbare Art.

3.5

Meiner Meinung nach ist der Titel etwas irreführend. Ja, es geht in letzter Konsequenz auch um das Ende der Ehe, aber viel mehr geht es um das Patriarchat und heteronormative Beziehungen.

Wenn man einen Deepdive in Feminismus und Liebe machen will, ist es auf jeden Fall das richtige Hörbuch. Die wichtigen Punkte werden alle angesprochen und geben eine neue Sichtweise auf vieles. Wenn man sich mit solchen Themen schon auskennt und gehofft hat, mehr spezifisch auf die Ehe bezogenen Fakten zu finden, wird man vielleicht enttäuscht. Zumindest war es bei mir so. Nichtsdestotrotz ein wichtiges Buch! Auch wenn ich nicht überall so zustimmen würde. Habe es angehört, aber wie oft gab es keine Hörbuch Edition auf Reado :(

5

Viele wichtige Denkanstöße. Ein sehr gutes Buch.

4

"Nur radikale Antworten können die radikalen Krisen lösen, in der unsere Welt sich befindet" - Ein inspirierendes Buch, das neue Denkanstöße liefert.

Service Hinweis: Ist meiner Einschätzung nach nicht für den Einstieg in das Thema Feminismus geeignet, sondern eher ein weiterführendes Werk.

5

Sehr interessant, aufbrausend und regt zum nachdenken an

5

„Mit dem ‚Ende der Ehe‘ fordere ich das Ende einer obsoleten Institution, die die Ungleichheit und Unterdrückung der Frauen in unserer Gesellschaft produziert und aufrechterhält.“ (S. 21) Das hier ist kein Reformantrag, sondern der Aufruf zur Revolution. Zur Zerschlagung eines Systems, dem die eine Hälfte erschöpft erliegt. Wer das Patriarchat verstehen will, so Emilia Roigs These, muss bei der Ehe anfangen. Als Einstieg in dieses Buch erklärt die Autorin daher die Strukturen des Patriarchats. Profitierende und Leidtragende werden identifiziert und Mythen beiseite geschafft. Sie durchleuchtet den Begriff der Männlichkeit und zeigt, dass wir Strukturen und Machtverhältnisse für normal halten, weil wir sie gewohnt sind. Ist es nicht absurd, dass die Ehe für Frauen das vollkommene Glück sein soll, während Männer sich von ihr bzw. der Liebe eingeengt fühlen und am liebsten daraus ausbrechen wollen? Nur aus der vereinnahmenden Liebe, nicht aus der Ehe, versteht sich. Denn von der profitieren sie ja. Die Ehe als eine "privatisierte kleine autokratische Einheit", die Machtmissbrauch erleichtert. Diese vereinzelte Zelle birgt zahlreiche Risiken bis hin zur Gefahr für Leib und Leben - Stichwort "häusliche Gewalt". Diese ist kein Ausrutscher, sondern strukturell eingebettet. Roig hinterfragt die romantische Überhöhung der Zweierbeziehung. Sich auf die eine Person zu fokussieren und diese nicht nur mit allen Erwartungen zu behängen, sondern auch zum Allheilmittel für die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu machen, ist doch der reinste Wahnsinn. Liegt nicht viel näher, sich auf ein gut aufgestelltes Netzwerk an Freunden, Beraterinnen und Helfenden zu verlassen? Und warum bitte sollten wir diese nicht auch als Beziehung betiteln? Weil diese Bezeichnung exklusiv ist. Und zwar nur, weil wir es so gelernt haben. Das Zerbrechen der Kernfamilie gilt als Tragödie, besonders für die Kinder. Und gegenüber der Frau heißt es schnell: „Du findest schon wen Neues.“ Unverständnis, wenn sie das gar nicht will, sondern erleichtert ist, der Vereinzelung entkommen zu sein. Die Ehe ist für Frauen eine erschöpfende Institution und bringt sie in eine wirtschaftliche Abhängigkeit. Die symbolische Übergabe der Braut durch den Vater an den Bräutigam sagt bereits alles über diesen patriarchalen Tauschhandel von Abhängigkeit zu Abhängigkeit. Aus steuerlichen Gründen zu heiraten, entspricht nicht den romantischen Aspekten, die wir doch so gerne haben. Dass dieser aber der wirtschaftlich sinnvolle ist, ist die eigentliche Crux und zementiert die (gewollte) Ungerechtigkeit. Alles in der Ehe folgt der patriarchalen Logik. Von Care-Arbeit über Finanzen und ein frauenfeindliches Steuersystem bis hin zur sexuellen Verfügbarkeit sowie Verhütung geht es um Macht, Abhängigkeit und Unterwerfung. Emilia Roig nimmt uns mit auf einen Exkurs in die Geschlechterforschung und warum das, was doch immer als das "Natürliche" bezeichnet wird, auf Zwang aufrechterhalten werden muss. Dreh- und Angelpunkt des Patriarchats ist die binäre Geschlechterordnung. Wir lernen Begriffe wie maternal gatekeeping, paternal underperforming und weaponized incompetence kennen und welche Dynamiken sich dahinter verbergen. Dabei bleibt sie nicht bei der heteronormativen Ehe stehen, sondern fragt auch, was ihre Logik für queere Menschen bedeutet. Wer dieses Buch gelesen hat, wird verstehen, warum rechte und konservative Parteien das patriarchale Konstrukt der Kernfamilie festigen wollen. Sie wollen "Bindungen zwischen Menschen [...] zerreißen [... und] Liebe durch Angst ersetzen." (S. 353)

5

Wichtiges und aufschlussreiches Buch

Emilia Roig erklärt in diesem Buch viele Zusammengänge und Wirkmechanismen des Patriarchats, die mir vorher nicht so bewusst waren. Dabei kommt sie immer wieder zurück auf die Ehe als patriarchale Institution und erklärt, warum es Zeit für neue Ideen ist und wie diese aussehen könnten. Sie ist dabei in ihrer Sprache sensibel und in ihren Ausführungen intersektional. Das Buch bildet eine weite Bandbreite ab, von leicht zugänglichen Themen bis hin zu eher komplexen Gedanken, die vielleicht nicht auf Anhieb von jedem Menschen begriffen werden, vor allem wenn sich noch nicht viel mit Feminismus auseinandergesetzt wurde. Aber gerade für Menschen, die sich als Feminist*innen verstehen, ist dieses Buch ein must-read, wie ich finde!

5

Ein feministisches Buch, welches die Ehe in Frage stellt. Aber darüber hinaus auch die patriarchale Strukturen in einer Liebesbeziehung hinterfragt. Ein Buch, welches mit ohne Zweifel jeden in sich gehen und seine Überzeugungen kritisch hinterfragen lässt. Den einen vielleicht mehr als den anderen. Auf alle Fälle aber lesenswert!

4

Viele Denkanstöße 💭

5

Emilia Roig argumentiert mit Empathie und Scharfsinn für die Abschaffung der Ehe

Dabei wird eine Bandbreite von Themen zugänglich abgedeckt: - Mental Load und Care Arbeit - Rassismus und Geschlecht - Das binäre Geschlechtersystem (diese Kapitel mochte ich sehr!!!) - Heteronormativität - Alternative Modelle und vieles mehr. Unterlegt mit persönlichen Hintergründen und wissenschaftlichen Studien. Großartig wie schon Why we matter! Nach dem Buch denkt ihr anders über die Ehe.

4

Das Ende könnte ein Anfang sein

Dieses Buch zeigt uns eine sachliche und wirklich gut recherchierte Sicht über die Institution der Ehe mit vielen Ausläufern in allen Richtungen - von Sex, über monetäre Themen bis hin zu der gleichgeschlechtlichen Ehe. Dabei schaut sie auf die wirtschaftliche Seite, historische sowie gesellschaftliche - sie nimmt uns an die Hand und zeigt uns auf, wie es zu dieser uns bekannten Abhängigkeit innerhalb der Ehe kommt und welche Ausmaße es nehmen kann. Allerdings hätte meiner Meinung nach der Fokus noch ein wenig länger auf neue, alternative Möglichkeiten liegen können - vielleicht muss nicht „die Ehe“ abgeschafft werden sondern angepasst, so wie vieles im heutigen Patriarchat angepasst werden müsste. Es ist ein gutes Buch, um seinen Blick auf die Ehe zu schärfen und die Hintergründe zu erkennen, sachlich und sehr informativ

5

Absolut empfehlenswert!

4

Was für ein Augenöffner im Buchformat!

Nach jedem Kapitel hat es so in mir gearbeitet, ich habe auf viele Dinge eine völlige andere Sicht bekommen, gegrübelt und einige meiner Weltanschauungen revidiert. Alle die mir das Buch empfohlen haben, ich danke euch, denn ich verstehe jetzt was ihr meintet. Jedoch sollte man beim Lesen offen dafür bleiben, sich selbst zu hinterfragen, auch wenn einige Erkenntnisse vor allem eins sind: Unbequem. Die Themen gehen uns alle als Teil der Gesellschaft etwas an und Emilia Roig zeigt auf eindringliche Weise mit dem Finger auf das, was sich ändern muss und erklärt auf Augenhöhe, warum und wie. Leider hat mich das Buch auch frustriert, denn es hat mir auch auf extreme Weise aufgezeigt, wie tief verwurzelt die Ungerechtigkeit und das Ungleichgewicht sind und was für ein verdammt langer, brutaler Weg noch vor uns liegt. Einige Stellen im Buch waren regelrecht abstrakt oder völlig unverständlich für mich, was für mich aber nur bedeutet, dass ich einfach noch nicht so weit bin, alles in Gänze zu begreifen. Deshalb habe ich mich auch gefragt, wie es denen beim Lesen gehen muss, deren Identität noch viel verwobener mit den patriarchalen Strukturen ist. Hier sind Sinnkrisen vorprogrammiert und man muss gewillt sein, sich diesen auszusetzen. Ein Manifest - aber auch harte Kost.

5

Ein Muss für jeden Menschen dieser Welt!

5

Ein sehr tolles, sehr informatives Buch.

Ich kann das Buch jedem*r empfehlen.

4.5

Eine Revolution der Liebe

Ein unglaublich wichtiges Buch, welches weit mehr als die Ehe beleuchtet. Es deckt die vielen Facetten des Patriarchates auf und zeigt die Geschichte der strukturellen Diskriminierung. Auch wenn vieles noch eine Utopie ist, kann das Patriarchat dennoch aufgebrochen werden ✨

5

Slay

Ja was soll ich groß sagen ich fand’s einfach super. Viele tolle Ansätze und super zu lesen. Kann es sehr sehr empfehlen und ich persönlich fand es hat viele neue Prozesse angestoßen aber manches war auch schon bekannt (find ich halt nicht schlimm)

5

Ein so unfassbar bereicherndes und erhellendes Buch, in dem viel Raum zur kritischen Selbstreflexion gegeben wird - sowohl zur eigenen Haltung, als auch zur eigenen Position in der Gesellschaft und in heterosexuellen Beziehungen. Es ist für mich jedoch auch ein veränderndes Buch, dass neue Gedanken anstößt und eine rebellische Vorfreude auf die Zukunft auslöst. Für mich definitiv ein Muss, für alle in Ehe und die, die mit dem Gedanken spielen.

4

Ein respektables Follow-up zu ihrem Debüt Roman in welchem Roig es wieder schafft so tief und felsenfest verankerten Institutionen die Selbstverständlichkeit zu nehmen und kritisches Denken anzuregen.

5

ich bin verliebt in dieses Buch

So unglaublich viele Denkanstöße, logische Schlussfolgerungen und einfach ein sehr sehr gutes Buch, werde ich definitiv weiterempfehlen

5

Wichtig, erhellend, informativ, aufrüttelnd und so viel mehr…

4

Sehr spannendes Buch mit vielen wichtigen Themen. Mir hat leider etwas der rote Faden gefehlt. Sonst sehr empfehlenswert 🤩

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